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Galerie Abrahams
Galerie Abrahams
Adresse: Fehlandtstr. 50 20354 Hamburg
Telefon: +49 - 40 - 35 26 57
Telefax: +49 - 40 - 34 28 95
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18, Sa 11-16 Uhr
Doppel:Spiel - Kunstwerke im Dialog
Hermann Kauffmann (1808-1889)-Ernst Eitner (1867-1955)
27.04.2012
-
26.05.2012
Hermann Kauffmann (1808-1889)-Ernst Eitner (1867-1955)
Ernst Eitner, „Hummelsbüttel“ um 1915
Öl auf Leinwand
70x90 cm

signiert u.l. und verso „E. Eitner“---

 

In unserer Reihe „Doppel:Spiel“ werden Arbeiten unterschiedlicher Stile einander gegenübergestellt. Im Dialog teilen sie uns mit, was sie unterscheidet oder verbindet.

Im Mittelgrund des Bildes widmet sich Hermann Kauffmann dem Geschehen rund um eine Posthalterei. Von einer tief stehenden Morgensonne beschienen, bringt der Posthälter frische Pferde, dahinter schimmert aus einem Gastraum einladend warmes Licht. Vom linken Bildrand aus sind Menschen auf dem Weg in die Stadt. Frauen balancieren Körbe auf dem Kopf, Schubkarren sind mit Waren beladen: offenbar ist Markttag.
Kauffmann führt den Blick des Betrachters raffiniert in das Bild hinein: Von einer dunklen Vordergrundschwelle am rechten unteren Bildrand aus vollzieht das Auge den Ablauf Stufe für Stufe nach und verliert sich schließlich im morgendlichen Dunst der Gassen und Giebel.

Die Raumkonzeption bei Ernst Eitner ist auf einen Landschaftsausschnitt beschränkt, der völlig ohne Figurenstaffage auskommt. Ein Alsterarm bei Hummelsbüttel ist an den Ufern von mächtigen Bäumen bestanden; lediglich einige Anleger oder Boote weisen auf die Anwesenheit von Menschen hin. Eitner reduziert das Bildgeschehen auf das Nötigste und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Malerei selbst: Der Duktus des Pinsels und die Farbmaterie übernehmen einen Teil der Bildwirkung. Nicht das Detail ist hier wichtig, sondern der in Farbe aufgelöste Eindruck, die Impression.
Im Gegensatz zu Kauffmann komponiert Eitner kein komplexes Szenario, sondern gibt einen in der Natur erlebten kurzen Augenblick wieder. Die schnelle skizzenhafte Handschrift und die Beiläufigkeit des Themas unterstreichen diesen Eindruck.

Johann Jacob Gensler: Auszug der kleinen Schützengilde von Buxtehude, 1840
Ein verschollenes Meisterwerk wiederentdeckt
03.02.2012
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14.04.2012
Ein verschollenes Meisterwerk wiederentdeckt

Abb.: Johann Jacob Gensler "Auszug der kleinen Schützengilde von Buxtehude", 1840,

Öl auf Holz, 58,5x46,5 cm, sign.u.dat.u.r. ---

 

Genslers Gemälde galt bisher als verschollen; es ist in diesem Herbst aus Privatbesitz aufgetaucht und kann als bedeutende Wiederentdeckung gelten.

Gemälde dieser Qualität des früh verstorbenen Jacob Gensler im Handel zu finden, ist ein seltener Glücksfall; komplexe Komposition, Erzählfreude und Detailreichtum machen es zu einem der besonders gelungenen, reifen Hauptwerke des Künstlers.

Dargestellt ist ein Zug von Kindern und Jugendlichen, die sich durch ein Stadttor drängen. Im Zentrum des Bildes schlägt eine hoch aufragende, schlanke männliche Gestalt die Trommel, während im rechten Bildteil Mütter mit ihrem Nachwuchs, einige Uniformierte und ältere Marktfrauen das bunte Treiben beobachten. Dahinter fällt der Blick auf eine Häuserzeile mit zahlreichen Schaulustigen. -

Dokumente belegen, dass hier die Kinderschützengilde Buxtehude beim Auszug aus der Stadt gezeigt wird. Im Hintergrund sieht man die hochgotische St. Petri Kirche aus nordöstlicher Richtung; sie trägt noch den, beim Brand von 1853 zerstörten, barocken Helm.

 

REVIEW: Hans Wrage und der Hamburgische Künstlerclub
Hommage zum 90. Geburtstag des Künstlers
27.09.2011
-
22.10.2011
Hommage zum 90. Geburtstag des Künstlers

Abb.: Hans Wrage, Kniepsand bei Nebel/Amrum, 2011, Öl auf Karton, 18x24 cm.--

 

Der Hamburger Hafen, Straßenfluchten der Hansestadt, Brücken, Schiffe, die Küste, die Inseln und immer wieder die Elbmarschen: Zeit seines Lebens liegt Hans Wrage das gemalte Porträt seiner Heimatregion am Herzen. Das entspannte Leben an der Alster interessiert ihn ebenso wie das allmähliche Verschwinden alter Bausubstanz, die Kernzonen urbanen Fortschritts begeistern ihn genauso wie die Idylle vor den Toren der Stadt. Diesem verdienten Maler alter impressionistischer Schule widmet die Galerie Abrahams jetzt, gemeinsam mit der Galerie Carstensen, eine Hommage zu seinem 90. Geburtstag.

 

Hans Wrage ist ein Hamburger Maler, dessen künstlerische Wurzeln noch Kontakt zum Hamburgischen Künsterclub haben. Als Schüler von Friedrich Schaper steht er in der Tradition der Hamburger Freilichtmalerei, die bereits im frühen 19. Jahrhundert, mit den Malern des Hamburgischen Künstlervereins von 1832 ihren Anfang nahm.

 

Die Ausstellung in der Galerie Abrahams zeigt eine Auswahl aus dem Schaffen Hans Wrages und stellt sie Werken des Hamburgischen Künstlerclubs gegenüber; eine Verneigung vor dem Jubilar und gleichzeitig eine Würdigung der langen Geschichte des Pleinairismus in Hamburg.

 

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Seit Oktober 2008 hat die Galerie Abrahams ihren Sitz in neuen Räumen in der Fehlandtstr. 50. Weiterhin im Herzen der Hamburger Innenstadt, nahe den Colonnaden, bietet sie ein hochkarätiges Angebot der Malerei, Zeichnung und Druckgraphik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

 

Der Inhaber des traditionsreichen Hauses, Jochen Abrahams, kann auf eine fast vierzigjährige Erfahrung im Kunsthandel zurückblicken und fühlt sich besonders der Malerei norddeutscher und Hamburger Künstler verpflichtet. Die Pflege und Wiederentdeckung der Werke dieses regionalen Umfeldes sind ein zentrales Anliegen seiner Arbeit.

 

Schwerpunkte bilden „Norddeutsche Malerei des 19. Jahrhunderts“ (Gurlitt, Kauffmann, Vollmer), der „Hamburgische Künstlerclub von 1897“ (Eitner, Herbst, Nölken) und die nachfolgende Künstler-Generation, die sich u.a. in der „Hamburgischen Sezession“ (1919-1933) zusammenfand (Bargheer, Maetzel-Johannsen, Wohlwill).