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TWELVE - STANDING
Ian McKeever
03.02.2012
-
03.03.2012
Eröffnung am Freitag, 3. Februar 2012, 18-21 Uhr. 19 Uhr Einführung durch Dr. Guido Schlimbach, Kunst-Station Sankt Peter Köln __________________________________________________ Ian McKeever zählt zu den wichtigsten Vertretern der abstrakten Malerei seiner Generation. Seine überwiegend großformatigen Bilder sind ein beeindruckendes Zusammenspiel von Raum, Licht und Strukturen. Charakteristisch für McKeevers Arbeiten sind der sparsame Einsatz von Farbe und die stark reduzierte Bildsprache organischer Formen.
In der Berührung mit dem Malgrund bildet der Künstler mit der Farbmaterie vielfältige Strukturen aus, lässt sie aufblühen und verschwimmen. So öffnen sich einige Bilder in eine flächenräumliche Weite, während andere sich in stofflicher Verdichtung verschließen. Das feine Überlagern, Ineinanderüber- gehen und Überschneiden der zahlreichen pastosen und transparenten Farbschichten ruft Formfindungen unterschiedlicher Prägung hervor und lässt auf geheimnisvolle Weise Licht und Transparenz entstehen.
McKeever arbeitet immer in Werkgruppen, innerhalb derer die einzelnen Bilder denselben Titel tragen, wie z. B. Twelve - Standing, Sentinel oder Assembly. Hier führt der Künstler fortwährend bestimmte Gedanken und formelle Fragestellungen weiter und erarbeitet eine Art Lexikon mit einer jeweiligen Identität und ähnlichen Motiv-Strukturen. Ihn fasziniert dabei weniger das eine individuelle Bild, sondern vielmehr, wie sich sein Wissen und seine Erfahrungen von einem Werk auf das nächste übertragen.
2008 beginnt McKeever mit der Serie Twelve - Standing, einer Gruppe großformatiger Bilder, von denen wir eine Auswahl zeigen. In dieser Serie dominiert die vertikale Richtung sowohl durch das Bildformat als auch durch die vielen nahezu parallel verlaufenden Adern, die sich durch die Arbeiten ziehen und zu einer lockeren Struktur verdichten. Diese Werke sind schwer in ihrer physischen Präsenz und stehen im Verhältnis zu uns und unserer Körpergröße: sie umgeben uns. Die Bilder balancieren zwischen der Reduktion ihrer sinnlich wahrnehmbaren Form und ihrer hohen emotionalen Intensität.
Ian McKeever, 1946 in Withernsea, Yorkshire, geboren, lebt und arbeitet in Hartgrove, Dorset, England. Seit den 1970ern werden seine Werke regelmäßig in Europa und den Vereinigten Staaten gezeigt und befinden sich in renommierten Sammlungen, u. a. Tate Gallery/London, British Museum/ London, Louisiana Museum of Modern Art/Humlebæk, Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft/ Freiburg i. Br., Schloss Morsbroich/Leverkusen, Kunsthalle Nürnberg, Kunsthalle Kiel, Museum des 20. Jahrhunderts/Wien, Museum of Fine Arts/Budapest, Metropolitan Museum/New York, Boston Museum of Fine Art.
Unsere erste gemeinsame Einzelausstellung umfasst Leinwandbilder und Arbeiten auf Papier.
ECSTASY
Steven Scott
04.11.2011
-
04.12.2011
Der britische Künstler Steven Scott erschafft seine Werke aus Licht, wobei seine Projekte von großen, in die Architektur integrierten Installationen bis hin zu kleinformatigen Lichtkästen reichen. Seine formale Sprache verweist auf das Erbe der Minimalisten wie Donald Judd, Sol LeWitt oder auch Dan Flavin, dem Pionier der Lichtkunst. Scott bringt das Licht, das sich übergangslos und leise bewegt und verändert, zum Atmen. Der Betrachter findet sich in still pulsierenden Farbräumen wieder, die nach behutsamen Rhythmen changieren. Dabei variiert die Skala des Farbspektrums, und je langsamer die Zeitabfolge der Lichtbewegung ist, desto weniger vermag das Auge die sich vollziehenden Farbmetamorphosen überhaupt wahrzunehmen. Die Arbeiten erinnern an die vibrierende Kraft der Bilder von Mark Rothko mit ihren verschwimmenden Farbflächen und versetzen den Betrachter in eine kontemplative Stimmung.
Steven Scott (*1955 in London) lebt und arbeitet in Kopenhagen. Seine Projekte reichen von SEVENTY SEVEN – einer komplexen, 7 Stockwerke übergreifenden Lichtinstallation im zentralen Atrium des von 3XN-designten Deloitte Headquarters in Kopenhagen, bis hin zu ECSTASY – einer Serie meditativer Farbabfolgen, die aus schwarzen Acrylkästen leuchten und die wir in unserer Ausstellung zeigen. Grundlegend für Scotts Arbeiten ist das Verständnis von Licht und dessen Interaktion mit Menschen im urbanen und architektonischen Umfeld. Dabei greift Scott auf einen großen Erfahrungsschatz im Theaterdesign zurück, bevor er vor 15 Jahren mit seiner Lichtkunst begann. Während seiner Zeit als Designer an den einflussreichen Riverside Studios in London arbeitete er mit den weltführenden Ballet- und Opern-Ensembles, mit Filmemachern wie Peter Greenaway und Künstlern wie Sir Anthony Caro.
Im November erscheint die Monografie LUMINIOUS ICONS im Hirmer Verlag. Anhand zahlreicher Fotografien wird das Gesamtwerk des Lichtkünstlers vorgestellt. Der bedeutende Kunsthistoriker Robert C. Morgan nimmt hier erstmals eine detaillierte Werkanalyse vor und verortet Scotts Arbeiten im Kontext Moderner Kunst neben Pionieren wie Mark Rothko und Barnett Newman.
NEW MOMENT
Ivo Ringe
23.09.2011
-
22.10.2011
Ivo Ringe liebt die Malerei. Sei es im kleinen, intimen Format, das einem fast wie ein Porträt entgegenblickt, oder in wandfüllender Größe, die die Körpermaße des Betrachters überschreitet und im Sinne Barnett Newmans als Erhabenes aufscheint und das Bild intensiv erlebbar macht.
Ringe hat eine prägnante Bildsprache entwickelt, die auf wenige Formelemente reduziert ist und damit Struktur und Klarheit schafft. Auf einem aus vielen Schichten bestehenden Farbuntergrund laufen die breiten Pinselstriche diagonal in alle Richtungen, scheinen weder Ausgangs- noch Endpunkt zu haben, als gäbe es keine festgelegten Ränder. In einigen Bildern formieren sie sich zu einer diamantartigen Gestalt und verwandeln die Leinwand nahezu in eine dreidimensionale Skulptur.
Linie, Fläche, Struktur - die Arbeiten sind reduziert und pur und zeigen eine erstaunliche Vielfalt an Variationen auf. Sie bereichern die konkret-konstruktive Kunst, indem Ringe ihnen die Rationalität und Strenge nimmt und sie durch sinnliche Qualitäten belebt. Beim genauen Hinsehen entpuppen sich die Farben als fein austarierte Mischungen vieler Pigmente. Eine vermeintlich schwarze Fläche entsteht aus dem Nebeneinander vieler Dunkelblau- und Violett-Töne. In einem Weiß sind häufig bis zu sechs verschiedene weiße Flächen übereinander gesetzt. Wirken die roten Pinselstriche auf dunklem Untergrund bei dem einen Bild sehr dominant, so entsteht bei einem anderen fast eine Monochromie.
Tritt man nahe an Ringes Bilder heran, werden die Kompositionspunkte erkennbar, die er nach gestalterischen Prinzipien setzt, bevor er sie spontan im Moment des Malens miteinander verbindet. So entstehen die Netzstrukturen fast wie ein all-over, ein sich in alle Richtungen über
die physischen Bildgrenzen hinaus ausdehnendes Raster. Im impulsiven Gestus zeigt sich eine Spontaneität und Energie, die den Betrachter fesselt und in den umliegenden Raum hineinwirkt.
Ivo Ringe (*1951 in Bonn) lebt und arbeitet in Köln.
In den 70er Jahren hat er an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Joseph Beuys Bildhauerei studiert, im Anschluss daran freie Grafik bei Rolf Sackenheim als Meisterschüler.
SUMMER BREEZE
Künstler der Galerie
13.07.2011
-
03.09.2011
IN PRAISE OF SHADOWS
Jon Groom
13.05.2011
-
11.06.2011
Unsere Ausstellung umfasst neue Ölbilder auf Metall, Leinwand und Holz, Aquarelle und Zeichnungen auf Papier.
Während von den klar definierten, geometrischen Farbflächen in Jon Grooms früher Werkphase eine kontrollierte Strenge ausgeht, entwickeln sich seine neuen Ölbilder unter dem Einfluss der Aquarellmalerei in einer direkten und freien Malweise: Öl auf Metall, Öl auf Leinen und Öl auf Holz - diese Materialien transportieren Transparenz und Opazität in ihrer ganz spezifischen Weise. Groom mixt die Farben und Pigmente direkt auf der Oberfläche, so dass Texturen, Farben und Formen zur Sprache der Bilder werden. Die freien Pinselstriche und die verschwommenen Ränder der geometrischen Farbfelder erzeugen feine Vibrationen und gehen miteinander interaktive Verbindungen ein.
Wie bereits in seinem frühen Werk konzentriert sich Groom auch weiterhin auf ein reduziertes Formenvokabular, und dennoch strahlen die Bilder eine extreme Emotionalität aus, die den Betrachter in den Bann zieht und mit denen Groom die Poesie in die Kunst zurück bringt.
Jon Groom wurde 1953 in Powys, Wales, geboren und studierte am Cardiff College of Art (B.A.) sowie an der Chelsea School of Art (M.A.) in London. Im Anschluss daran ermöglichte ihm das Boise Stipendium der University of London einen Amerikaaufenthalt. Er verbrachte eine längere Zeit in London, New York, Mexiko, Italien und Indien.
Seit 1978 wird Grooms Werk auf breiter internationaler Ebene ausgestellt und ist in bedeutenden Sammlungen vertreten
(u.a. Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München / Städtische Galerie im Lenbachhaus, München / Stiftung für Konkrete Kunst, Reutlingen / Victoria & Albert Museum, London / National Museum of Wales, Cardiff / MoMA Museum of Modern Art, New York / Philadelphia Art Museum, Philadelphia).
Er lebt und arbeitet in München.
IMAGO
Manuel Heyer
01.04.2011
-
21.04.2011
Manuel Heyer, 1955 in Hamburg geboren, lebt und arbeitet als Fotograf und Kameramann in München. Ausbildung zum Kameramann und intensive Auseinandersetzung mit Fotografie, Cinematografie und Lichtgestaltung seit den 1970er Jahren. Als Kameramann - Director of Photography - verantwortet er die Bildgestaltung vieler Spielfilme und Serien seit den 1990er Jahren. Zahlreiche Filmprojekte führten Heyer zur Zusammenarbeit mit bekannten Regisseuren wie Ate de Jong, Franz Peter Wirth, Wolfgang Mühlbauer, Daniel Helfer u.v.a. Als Filmemacher und Videokünstler arbeitet er in freien Projekten mit Künstlern und Musikern wie Martin Dessecker, Alex Nüsslein, Claudia Rüegg, dem Munich Instant Orchestra, Karl ein Karl und Ruth Geiersberger zusammen.
Reduktion und Konzentration sind maßgeblich für sein ästhetisches Programm und zeigen sich in Heyers Fotografien und Filmen. Sie dienen dem Betrachter als Projektionsfläche zur freien Assoziation und machen die Möglichkeiten der Imagination erfahrbar. Die Fotografien entstehen in der Natur, in schemenhaft angedeuteten Räumen oder aus dem fahrenden Zug heraus. Mit Schatten und Spiegelungen, mit unterschiedlichen Schärfepunkten auf einem fokussierten Motiv und diffusen Lichtquellen entziehen sie sich der motivischen Eindeutigkeit. Orte und Personen lassen sich nur vage in einer Welt aus fein nuancierten Abstufungen von Grau- und Schwarztönen erahnen und entwickeln einen zeitlosen Eigenklang. Die fließenden Übergänge und vielen Überlagerungen, die wie Schleier über vielen Bildern liegen, lassen eine stimmungsvolle Atmosphäre entstehen und wecken unbewusste Erinnerungsbilder.
In seinen Filmen löst Heyer die Kontinuität auf. Das Sehen überlagert sich mit dem Gesehenen zu neuen Bewegungen und Korrespondenzen, Erinnerungen und Anklängen, wobei fließende Bilder von unvergleichlicher Intensität entstehen.
Die Frage nach der Authentizität von Fotografie, ihrer vermeintlichen Fähigkeit, die Wirklichkeit abzubilden, wird von Heyer in Frage gestellt. Vielmehr sind Reduktion und Konzentration maßgeblich für sein ästhetisches Programm und zeigen sich sowohl in den fotografischen wie auch filmischen Arbeiten. Sie dienen dem Betrachter als Projektionsfläche zur freien Assoziation und machen die Möglichkeiten der Imagination erfahrbar.
FLIP FLOP
Rupert Eder
04.02.2011
-
25.02.2011
Nach der ersten gemeinsamen Einzelausstellung 2009 freuen wir uns das neue Ausstellungsjahr mit aktuellen Arbeiten von Rupert Eder zu beginnen!
Die neuen Werke von Rupert Eder (*1968) handeln von der Kraft der Farbe und der Dynamik der Linie. Als Gegenpol zu dem eher strengen, erhabenen Aufbau seiner bisherigen Arbeiten tritt in der aktuellen Serie erstmalig ein spielerischer Umgang mit den Formen und dem Bildraum auf. Zugleich zieht sich die fortwährende Erfindungskraft immer neuer Farbmischungen und -kombinationen kontinuierlich durch sein Werk.
Der Pinsel gleitet in alle Richtungen und nimmt den Bildraum in der Bewegung für sich ein. Das so entstehende Liniengeflecht bildet Binnenräume, dichtere wie lichtere Partien, in denen der Malgrund mit den Farben und Formen interagiert. Zu dem heiteren, leichten Spiel dieser Schlingen, die sich überlagern und dabei einen Tiefenraum erzeugen, tritt in einigen Arbeiten eine Vielzahl an locker verteilten Farbfeldern ins Bildgeschehen. Die eigenständigen malerischen Elemente dominieren das Gefüge oder ordnen sich im Bildganzen ein. Im künstlerischen Ausdruck entfaltet sich eine Fülle an Erlebtem und Gesehenem. So wird der Betrachter in der Serie FLIP FLOP an die sommerliche Küstenlandschaft Sardiniens mit den besonderen Blau- und Grüntönen geführt, denen man nur dort begegnen kann. Das Erleben der Natur, das Beobachten des Wassers und der sich im Licht wandelnden Farbenpracht zeugt von atmosphärischen Eigenheiten und findet auf einer ungegenständlichen Ebene Eingang ins Werk. Hier nehmen die verschlungenen Bänder und zarten Überlagerungen die Wellenbewegungen und Vibrationen des Wassers auf.
Die Stärke von Eders Arbeiten liegt in ihrer beinahe magischen Einfachheit, die unter Verzicht auf erzählerische oder symbolhaltige Elemente subjektives Erleben sichtbar werden lassen. In bestechend einfacher und dennoch komplexer Weise balancieren die Bilder zwischen formaler Reduktion und sensueller Intensität.
Nachdem Eders Werke bereits in mehreren Gruppen- sowie Einzelshows im In- und Ausland zu sehen waren, werden sie im März 2011 in New York ausgestellt: ABOUT PAINTING, Sylvia Wald and Po Kim Art Foundation, New York (Gruppenausstellung mit Joe Barnes, Jon Groom, Ivo Ringe).
ACCROCHAGE
Künstler der Galerie
08.12.2010
-
22.12.2010
FARBKÖRPER
Malerei und Objekte von Christian F. Kintz
05.11.2010
-
04.12.2010
Die Leinwandarbeiten mit den vielen übereinander liegenden und glatt gespachtelten Farbschichten geben von der Seite aus betrachtet den Blick auf das dickflüssig hervortretende Farbmaterial preis und machen ihre Entstehung als Prozess sichtbar. Christian F. Kintz arrangiert die Bilder unterschiedlicher Formate und Farbgebung zu wandfüllenden Gruppierungen, Reihungen und Gegenüberstellungen und setzt ihre reduzierten, aber von einer starken Präsenz charakterisierten Oberflächen miteinander in Beziehung.
Die neuen Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich zwischen Malerei und Skulptur und lassen direkte Impulse aus der Minimal Art und dem Abstrakten Expressionismus erkennen. Die Verwendung einfacher, industriell gefertigter Aluminiumkuben und die serielle Anordnung mehrerer gleicher Wand- und Bodenobjekte minimieren die individuelle künstlerische Handschrift und stellen einen direkten Bezug zur Minimal Art her. Dem wirkt jedoch die Spontaneität im weiteren künstlerischen Prozess und die Eigenwertigkeit der Farbe entschieden entgegen. Gelenkt durch Farbmenge und verschiedene Techniken des Auftragens sucht sich die Farbe im Inneren des Kubus ihren Weg in alle Richtungen und häuft sich zu organischen Ansammlungen verlaufender und sich vermischender Farbmasse an.
Kintz zeigt im impulsiven, gestischen Ausdruck Farbe nicht nur als visuelle Erscheinung, sondern vor allem als Stoff, dem eine physikalische Präsenz innewohnt. Wie bereits in seinen wandfüllenden Bildinstallationen untersucht der Künstler auch hier das Verhältnis von Kunstwerk zu Wand, Raum und Architektur.
Die Ausstellung FARBKÖRPER zeigt neben einer Auswahl an Leinwandbildern erstmals die neuen Objekte des Hamburger Künstlers.
Christian F. Kintz wurde 1968 in Freiburg i. Breisgau geboren und hat zunächst in Freiburg (1989-93 Freie Akademie für Bildende Kunst), anschließend in Hamburg (1993-98 Hochschule für Bildende Künste), u. a. bei Prof. Franz Erhard Walther, studiert. Seine Werke, zu denen neben den Leinwandbildern und Objekten auch Fotografien und Prints zählen, werden international ausgestellt und befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen (Haus Konstruktiv/Zürich, Konst pa Andersen/Stockholm, Museum gegenstandsfreier Kunst/Otterndorf, Ege Kunst- und Kulturstiftung/Freiburg).
SHELF LIFE
Malerei und Zeichnung von Nikola Irmer
27.08.2010
-
23.10.2010
Auf der Suche nach neuen Bildwelten schlägt Nikola Irmer immer wieder ungewöhnliche Wege ein. So hat sie ihr Gespür für Skurriles zu Teilen einer Sammlung von Tierpräparaten und Pflanzenmodellen im Depot des Museums für Naturkunde in Berlin geführt, die der Öffentlichkeit schon lange nicht mehr zugänglich sind. Eine unüberschaubare Vielzahl an Präparaten oft bunter Vögel aus aller Herren Länder, die während der Forschungsreisen im 19. Jahrhundert im Dienste der Wissenschaft nach Deutschland gebracht wurden, drängt sich dort in hohen Regalen und hinter Vitrinenglas. Irmer hat dort im Museum Stunden mit Zeichnen und Fotografieren verbracht und ihr Skizzenmaterial später im Studio malerisch umgesetzt. So ist die Werkgruppe SHELF LIFE mit Gesamtansichten von Regalen und Kabinettschränken voller ausgestopfter Vögel und Skelette in veränderten Perspektiven, Ausschnitten und Fokussierungen auf Details einzelner Tiere entstanden. Auch Modelle verschiedenster Pilzsorten, zu Lehr- und Anschauungszwecken fein und detailgenau nachgebildet, haben den Blick der Künstlerin auf sich gezogen.
Irmer bedient sich einer an die Figur gebundenen, aber dennoch deutlich abstrahierten und schematisierten Malerei. Die realitätsnahe Farbigkeit des Dargestellten wird durch Verwischungen und einen zum Teil gestischen Duktus relativiert.
Nikola Irmer wurde 1970 in Starnberg geboren. 1992 begann sie ihr Studium am San Francisco Art Institute, das sie 1993 an der Glasgow School of Art fortsetzte und mit dem Bachelor of Fine Arts abschloss. Ein im Anschluss daran absolviertes Studium am Hunter College New York City schloss sie mit dem Master of Fine Arts ab. 2003 erhielt Irmer ein Stipendium der Stiftung Kulturfonds. Seit 1995 werden ihre Arbeiten im In- und Ausland in Einzel- und Gruppenausstellungen und auf Kunstmessen gezeigt. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Unsere Ausstellung zeigt erstmals Leinwandbilder und Zeichnungen auf Papier der Berliner Künstlerin in Hamburg.
MUSIC IN MY EYES
Fotografien von Michael Bogumil und Steven Haberland
24.07.2010
-
07.08.2010
Mit der Ausstellung "music in my eyes" präsentieren wir erstmals die 3-teiligen Porträtserien verschiedener deutscher und international bekannter Musiker der Hamburger Fotografen Michael Bogumil und Steven Haberland. Seit 2009 fotografieren die beiden gemeinsam. Mit ihrer Kamera sind sie hautnah dabei, wenn international bekannte Musiker ihr Stelldichein auf Hamburger Bühnen geben. Neben den feinsinnig inszenierten, markanten Musikerporträts Haberlands stehen die Aufnahmen Bogumils. Als "unsichtbarer Dritter" gewährt er dem Betrachter intime Einblicke hinter die Kulissen des Porträt-Shootings und nimmt ihn mit in den spannungsgeladenen Konzertsaal.
Auf beeindruckende Weise gelingt den beiden Fotografen im Zusammenspiel, den Klang nahezu hörbar ins Bild zu bringen, die Musik sichtbar werden zu lassen. Zu sehen sind u.a. Aufnahmen von Ulrich Tukur, Trombone Shorty und Till Brönner.
Der 1963 in Hamburg geborene Michael Bogumil hat verschiedenen Fotografen im In- und Ausland assistiert und arbeitet seit 1995 als freier Fotograf mit den Schwerpunkten Architektur, Porträt und Reportage. Bogumil wird regelmäßig in Ausstellungen gezeigt ("the nature of skin", 3. Triennale der Photographie, Kunsthaus Hamburg 2005) und wurde bereits mit begehrten Auszeichnungen prämiert (obs-Award 2007, 2. Platz für bestes PR-Bild).
Steven Haberland hat sich auf Musikerporträts spezialisiert, von Klassik über Jazz bis hin zu Rock und Pop und musikalischen Newcomern. Seine Bilder zieren CD-Cover und Plakate und entstehen im Auftrag großer Plattenfirmen oder der Künstler selbst.
1967 in Berlin geboren, absolvierte er zunächst eine Fotografie-Ausbildung und arbeitete als Produktionskoordinator für Fototeams in Los Angeles/USA. Seit 1996 lebt und arbeitet er als freier Fotograf in Hamburg. Er ist regelmäßig in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, seine Porträts sind in internationalen Musikzeitschriften und Magazinen veröffentlicht worden.
Der Auftritt von Roland Cabezas bildet neben den Fotografien einen musikalischen Höhepunkt. Von Pop über Funk bis Jazz-Fusion - Cabezas ist ein herausragender Gitarrist und Musiker aus Leidenschaft. Er stand bereits mit Größen wie
Toni Braxton, David Knopfler, Laura Pausini, Jan Garbarek und der NDR Big Band auf der Bühne. 2004 tourte er als Support
für Lionel Richie durch Europa, seit 2006 ist er Bandmitglied bei Trilok Gurtu.
ARBEITEN AUF PAPIER - WORKS ON PAPER
Rupert Eder, Jon Groom, Christian F. Kintz, Ian McKeever, Ivo Ringe
10.04.2010
-
12.06.2010
Finissage in Anwesenheit aller Künstler am Samstag, 12.06.2010, 17-20 Uhr.
Besuch der Ausstellung im Juni nach Vereinbarung.
Unsere Ausstellung mit Arbeiten auf Papier von fünf Künstlern aus Großbritannien und Deutschland zeigt, dass die nicht-illustrative, vom Gegenstandsbezug befreite Malerei weiterhin von großer Präsenz und Aktualität ist.
Rupert Eders (*1968 in Bad Aibling) Arbeiten auf Papier und Leinwand zeugen von einer beständigen Auseinandersetzung mit den Bedingungen und Möglichkeiten der Malerei. Sie lassen sich in lose Gruppen unterteilen, bei denen die malerischen Erfahrungen miteinander verschmelzen und sich in der weiteren Entwicklung zu neuen Bildfindungen verselbständigen. MANHATTAN NOTES ist eine Aquarell-Serie, die im letzten Herbst während einer New York-Reise entstanden ist. Die vielfältigen Blätter zeigen feine Kompositionen aus fließenden Farbflächen und -linien.
Während von den klar definierten, geometrischen Farbflächen in Jon Grooms
(*1953 in Powys, Wales) früher Werkphase eine kontrollierte Strenge ausgeht, entwickeln sich seine neueren Arbeiten unter dem Einfluss der Aquarellmalerei in einer direkten und freien Malweise: Die unscharfen Ränder der Farbfelder und die Farbüberlagerungen lassen kommunizierende Beziehungen entstehen, mit denen Groom die Poesie in die Kunst zurückbringt.
Jede der Siebdruckarbeiten, die Christian F. Kintz (*1968 in Freiburg im Breisgau) zwischen 2006 und 2007 gefertigt hat, ist ein Unikat. Der Künstler setzt mehrere verschiedene Farbflächen leicht versetzt übereinander, wobei der Hauptfarbton der jeweiligen Arbeit aus einer Überlagerung der vielen Schichten entsteht. In den schmalen Farbstreifen am Rand wird die Entstehung als Prozess für den Betrachter sichtbar.
Ian McKeever (*1946 in Withernsea, Yorkshire) zählt zu den bedeutendsten britischen Malern seiner Generation. Seine Werke werden regelmäßig in Europa und den Vereinigten Staaten gezeigt und befinden sich in renommierten Sammlungen. McKeever baut seine Arbeiten mit übereinander liegenden, pastosen und transparenten Farbschichten auf. Das Zusammenspiel dieser zahlreichen Überlagerungen ruft Strukturen unterschiedlicher Prägung hervor und lässt auf geheimnisvolle Weise Licht und Transparenz entstehen. Sein Werk umfasst neben den Papierarbeiten auch Fotografien, Prints und vor allem großformatige Öl- und Acrylbilder, die zueinander in Wechselbeziehung stehen.
Ivo Ringes (*1951 in Bonn) Arbeiten sind reich an Struktur und Bewegung. Auf farblich unterteilten oder nahezu monochromen Untergründen setzt der Künstler in mehreren Schichten Pinselstriche, die sich zu einem Liniengeflecht zusammenfügen. Er verlässt dabei die feste, vorweg genommene Vorstellung von einem Bild, um der Wahrnehmung im Augenblick des Entstehens einen Raum zu schaffen. Die Farben und Proportionen geben den Rhythmus eines Bildes an
und erzeugen eine Energie, die sich im Raum entfaltet und für den Betrachter unmittelbar zum physischen Erlebnis wird.
JOE BARNES - THE JOYS OF SILENCE
Monochrome Painting
05.02.2010
-
27.03.2010
Joe Barnes wurde in Detroit, Michigan, geboren und lebt in New York City.
Seit Beginn seines künstlerischen Schaffens erhält er große Aufmerksamkeit und Anerkennung für sein Werk (Emily Lowe Foundation Award, Pollock-Krasner Foundation Grant, Adolph and Ester Gottlieb Foundation Grant). Seine Arbeiten werden umfassend in Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, in anderen europäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten gezeigt, und befinden sich weltweit in privaten und öffentlichen Sammlungen, einschließlich Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York, und Osthaus Museum, Hagen.
Joe Barnes kreiert durch die Ausdruckskraft der konzentrierten Farbe monochrome Bilder von einer höchst eindringlichen Präsenz. Die vielen lasierenden Farbschichten auf quadratischen oder rechteckigen Bildträgern steigern den Farbwert zu einer außergewöhnlichen Intensität und beginnen bei längerer Betrachtung zu vibrieren. Diese Vibration erzeugt sowohl eine meditative Ruhe als auch eine emotionale Kraft, mit der die Arbeiten den Raum beherrschen.
Auch wenn Spuren des Malvorgangs oder Leinwand- und Papierstrukturen zu erkennen sind, geht es dem Künstler vor allem um die Gleichmäßigkeit in der Gesamtwirkung, bei der die pure, verdichtete Farbe sehr kraftvoll ist. So können die stets monochromen Leinwandbilder und Arbeiten auf Papier als Meditationen gesehen werden, die vom Betrachter erfahren werden. Die leuchtenden, pulsierenden Farbkörper vermitteln den Eindruck räumlicher Tiefe, was durch das Zusammenwirken von Bildformat und farbiger Substanz gesteigert wird.
Der Künstler bevorzugt kleinere Formate, um den jeweiligen Farbton zu fokussieren und dem Betrachter eine konzentrierte Erfahrung zu ermöglichen. Einige Bildträger sind mehrere Zentimeter tief, was diesen Werken zusätzlich einen objekthaft-plastischen Charakter gibt. Die Farben entziehen sich stets einer komplexen, kulturell festgelegten oder individuellen Bedeutungszuweisung.
Wir freuen uns die Arbeiten von Joe Barnes erstmalig in Hamburg präsentieren zu können!
Künstler der Galerie
ACCROCHAGE
13.12.2009
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27.01.2010
Zum einjährigen Ausstellungsjubiläum lassen wir das Jahr noch einmal Revue passieren mit einer Auswahl an Werken der bisher gezeigten KünstlerInnen
Isabella Berr, Nicholas Bodde, Rupert Eder, Jon Groom, Ivo Ringe und wagen einen verheißungsvollen Ausblick auf das kommende Jahr mit Arbeiten von Joe Barnes und Christian F. Kintz.
NICHOLAS BODDE - NEUE ARBEITEN
Malerei
06.11.2009
-
21.11.2009
Nicholas Bodde knüpft mit seinen geometrisch-reduzierten Arbeiten unverkennbar an die Tradition der ungegenständlichen Kunst an und überführt die Ideen konkreter Malerei in eine farbintensive Bildwelt. Kennzeichnend dafür sind klare, stets horizontal ausgerichtete Farb-Linien und -Flächen auf geometrisch geformten Bildträgern.
Der Künstler arbeitet in einer weit gefächerten Palette an reinen Farben und eigenen Mischungen, wobei viele Farben immer wiederkehren, sich aber nie in derselben Arbeit wiederholen. Bodde konfrontiert verschieden gewichtete Farbenergien, lässt sie sich gegenseitig mal intensivieren, mal mindern. Dabei entstehen immer wieder neue Farbklänge: manche Nachbarschaften gehen eine harmonische Verbindung ein, bei anderen Kombinationen beginnen die Flächen zu schwirren und entwickeln ein dynamisches Eigenleben, springen zwischen nah und fern hin und her.
Was auf den ersten Blick wie monochrome, dichte Farbbahnen anmutet, legt bei genauerer Betrachtung die Vielzahl der verwendeten Materialien und Techniken, sowie die Reihenfolge des Farbauftrags offen. Auf den nur wenige Millimeter dicken Aluminiumplatten, einem an sich strukturlosen Malgrund, entsteht eine reliefhafte Oberfläche aus vielen Schichten Öl- und Acrylfarbe, Kunststofffolie und Sprühlack. Die jeweilige Art des Auftragens hinterlässt sichtbare Spuren und so zeugen die feinen Strukturen vom Malen mit dem Pinsel, vom Rakeln, Sprühen und Kleben, vom Rollen und Glätten der Farben, und geben den künstlerischen Entstehungsprozess preis. In Hinblick auf Farbkorrelationen und Oberflächenstrukturen hat der Künstler in den letzten
15 Jahren eine eigene Bildästhetik entwickelt, die von unendlichen Kombinationsmöglichkeiten gespeist wird.
Nicholas Bodde (*1962 in New York) lebt und arbeitet in Bremen, wo er von 1982-89 an der Hochschule für Künste bei
Prof. K.-H. Greune und Prof. W. Schmitz Malerei studiert hat.
Seit 2000 nimmt er regelmäßig an den bedeutenden internationalen Kunstmessen teil und stellt im In- und Ausland aus.
Unsere Ausstellung zeigt erstmalig Arbeiten des Künstlers in Hamburg.
Isabella Berr - orte räume übergänge
Fotografische Arbeiten
28.08.2009
-
24.10.2009
Um 20 Uhr findet die Lesung Fragen ans Wasser von Gisela Müller statt.
Die Schriftstellerin und Verfasserin "nomadischer Texte" zeigt im Dialog zur Ausstellung Stadtraumtexte in den Straßen von Eimsbüttel.
Isabella Berr lässt den Betrachter ihrer fotografischen Arbeiten im Ungewissen über das Gesehene. Während die Stärke der Fotografie traditionellerweise darin besteht, den Augenblick dokumentarisch festzuhalten, werden bei Berr feste Körper, Konturen und Details bis zur Auflösung verschleiert. Verbleibende narrative Elemente sowie die Andeutung von Orten und Räumen führen ins Unbestimmbare. Dabei bewegen sich die Bilder fortwährend im Spannungsfeld von Gegenständlichkeit und Abstraktion.
Ähnlich der literarischen Erzähltechnik scheint Berr Elemente der Wirklichkeit, wie Orte, Daten, Figuren, Ereignisse und Zusammenhänge zugunsten eines fiktionalen Geschehnisses zu verändern. Sie verfremdet und verkleidet das Gesehene und stellt dem Wirklichen das ihm innewohnende Mögliche gegenüber. Der Betrachter befindet sich dabei stets an der Schnittstelle von Erlebtem, Erinnertem und Geträumtem.
Auffällig ist die starke Präsenz des Menschen. Seine schemenhaften Konturen füllen Plätze, Orte in der Natur und Innenräume, häufig im Moment der Bewegung oder des Handelns wie in einem Standbild eingefroren. Die Identitäten von Mensch und Ort bekommen einen neuen Zusammenhang, einen anderen Ausdruck.
Während durch die Unschärfe viele Details wie weg geschmolzen oder miteinander verschmolzen sind, treten andere bildkompositorische Elemente, Formen und Proportionen, umso deutlicher hervor. Vertikale Linien durchziehen viele der Bilder mit einem abstrakten Muster und erschaffen eine Prägnanz im Unbestimmten. Die Vertikalen rhythmisieren die Bilder und verleihen ihnen gleichzeitig – noch gesteigert durch die häufige Verwendung von extremen Querformaten – einen filmähnlichen Ablauf. Diese sich im ständigen Wechsel befindenden Gegenpole von Statik und Bewegung, Unschärfe und Prägnanz erzeugen einen dauerhaften Schwebezustand.
Isabella Berr (*1963) lebt und arbeitet in München.
Unsere Ausstellung zeigt erstmalig Arbeiten der Künstlerin in Hamburg.
IVO RINGE - DER MOMENT DES TUNS
Malerei
08.05.2009
-
25.07.2009
Ivo Ringe schafft in seiner Malerei einen reduzierten, gegenstandsfreien Bildraum, in dem sich die sinnliche, unmittelbare Wahrnehmung des Betrachters entfalten kann. Seine Arbeiten sind reich an Struktur und Bewegung. Auf nahezu monochromen oder farblich unterteilten Untergründen setzt der Künstler in mehreren Schichten Pinselstriche, die sich zu einem Liniengeflecht zusammenfügen. Dabei entsteht eine sich in alle Richtungen fortsetzende Bewegung, die das Bild und den umliegenden Raum dynamisiert. Bei einigen Arbeiten scheint diese Struktur über die Bildränder hinweg zu wachsen, um sich dort endlos auszudehnen. Bei anderen Werken bilden die Farbstriche eine in sich geschlossene Form mit einer netzähnlichen Binnenstruktur. Diese wirkt monumental, scheint optisch aus dem Bild hervorzutreten und ähnelt somit fast Skulpturen. Die gestischen Farbstrukturen überlagern sich und ziehen den Blick des Betrachters in die Tiefe eines komplexen, mehrdimensionalen Raumes.
In seinem künstlerischen Schaffen verlässt Ringe die feste, vorweg genommene Vorstellung von einem Bild, um seiner Wahrnehmung im Moment des Entstehens einen Raum zu geben. Darum spricht er von seiner Kunst auch als einer "Malerei des Augenblicks". Die Wahl der Farben für ein Bild variiert sehr, je nachdem, wie der Künstler das Werk gewichten will. Die Farbzusammensetzungen sind Schicht für Schicht übereinander gelegte und mit großer Erfahrung austarierte Mischungen und werden für den Betrachter zum sinnlichen Erlebnis.
Ivo Ringe (*1951 in Bonn) lebt und arbeitet in Köln.
In den 70er Jahren hat er an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Joseph Beuys Bildhauerei studiert, im Anschluss daran freie Grafik bei Rolf Sackenheim als Meisterschüler.
Unsere Ausstellung zeigt erstmalig Arbeiten des Künstlers in Hamburg.
RUPERT EDER - BLACK BOOK
Malerei und Arbeiten auf Papier
13.02.2009
-
25.04.2009
Rupert Eder setzt sich in seinen Leinwandbildern und Aquarellen mit den Bedingungen und Möglichkeiten der Malerei auseinander. In der beständigen Wiederholung und Variation offenbart sich seine unverkennbare Bildsprache von Farbe, Form und Komposition. Eder knüpft an die Tradition der gegenstandsfreien Malerei der Moderne an, einer Kunstform, die sich losgelöst von der wirklichkeitsbezogenen Darstellung auf das Wesentliche konzentriert. BLACK BOOK ist eine Folge von Aquarellen, in die Eders künstlerische Erfahrungen vorangegangener Arbeiten mit einfließen, bei denen zugleich aber auch neue Formfindungen weitere Sinnstrukturen entstehen lassen. Zuvor hat sich der Künstler der literarischen CUT UP-Technik bedient, bei der Texte wortwörtlich zerschnitten und auf eine andere Weise wieder zusammengefügt werden. Das Zerreißen der ursprünglichen Form fand bei Eder erst auf mehreren Bildträgern statt, die vor Malbeginn gegeneinander verschoben wurden. Bei den neuen Aquarellen geschieht das Auseinanderreißen und Wiederzusammenfügen der Form auf einem Papier. Die vielfältigen Blätter zeigen für das Medium charakteristische Kompositionen aus fließenden Farbflächen und feinen, transparenten Überlagerungen, aber auch für das Aquarellieren weniger typische linear-zeichnerische Bildelemente, die sich aus der "Schnitttechnik" heraus entwickeln. Die Wechselwirkungen vom intensiven Schwarz der Formen und den zarten, hell-wässrigen Partien sowie die Formvariationen decken den Reichtum auf, der der Reduktion zugrunde liegt.
Der durch den Titel BLACK BOOK angedeutete Bezug zur Sprache bezeichnet eine Lesart auf malerischer Ebene und steht als Synonym für das Eindringen in einen zuvor noch nicht erforschten künstlerischen Raum. Der Betrachter blickt auf eine Bildwelt, die durch die Verrückung der Form und die eindringliche Intensität der Farbe geheimnisvoll, fast fremdartig wirkt. Das partiell ausgesparte Weiß des Papiers scheint durch und wird bewusst zum Teil der Komposition, wie auch die rohe Leinwand bei Eders Ölbildern und der Spalt zwischen den Bildträgern seiner mehrteiligen Arbeiten. Durch die Intensität einiger Farbfelder erreicht der Künstler, tief in die Fläche einzudringen und einen dreidimensionalen Raum ohne perspektivische Mittel entstehen zu lassen. Die Ölbilder und Aquarelle sind gleichermaßen geprägt von einer nachhaltigen Präsenz, mit der sie im Raum wahrnehmbar sind.
Rupert Eder wurde 1968 in Bad Aibling geboren. Er lebt und arbeitet in Dießen am Ammersee.
Von 1991-95 studierte an der Philosophischen Hochschule der Jesuiten in München (M.A.).
Diese Ausstellung zeigt erstmalig Leinwandbilder und Aquarelle des Künstlers in Hamburg.
JON GROOM - ALL IS NOT LOST
Paintings and Watercolours
05.12.2008
-
31.01.2009
Jon Grooms Oeuvre umfasst Leinwandbilder, Aquarelle und wandfüllende Arbeiten (Wandmalerei und großformatige, mehrteilige Aquarelle). Er hat sich der ungegenständlichen Malerei verpflichtet und konzentriert sich auf ein reduziertes Vokabular, dessen Wiederholung einen Vergleich zu einer Mandala oder einem Mantra zulässt. Die strenge, geometrische Form stellt für ihn eine wirkungsvolle Möglichkeit dar, sich nicht treiben zu lassen, wie er sagt, sondern die Ratio vorzuschalten. Und dennoch strahlen seine Bilder eine extreme Emotionalität aus, die im Farbenspiel zutage tritt und den Betrachter in den Bann zieht.
Er wurde 1953 in Powys, Wales, geboren und studierte am Cardiff College of Art (B.A.) sowie an der Chelsea School of Art (M.A.) in London. Im Anschluss daran ermöglichte ihm das Boise Stipendium der University of London einen Amerikaaufenthalt. Er verbrachte eine längere Zeit in London, New York, Mexiko, Italien und Indien. Seit 1978 wird Groom auf breiter internationaler Ebene ausgestellt. 1994 zeigte die Städtische Galerie im Lenbachhaus München einen umfassenden Überblick über sein Werk. 1997 stellte er im Luis Barragan Museum in Mexiko City aus und unlängst zeigte das Ludwig Museum Koblenz seine großformatigen Bilder. In diesem Jahr waren Grooms Arbeiten bei Osborne Samuel, London, in der Ausstellung "Masterpieces of Modern British Art: Selected works from the Derek Williams Trust and National Museum of Wales" zu sehen.
Er lebt und arbeitet in München. Seit 5 Jahren bereist er intensiv Indien.
















