7TÜREN

GROUPSHOW

MALEREI, FOTOGRAFIE, SKULPTUR, INSTALLATION, VIDEO

Laufzeit vom 5. Juni bis 5. August 2017

 

ANGELA ANZI (*1981, CH) studiert im Master zeitbezogene Medien bei Jeanne Faust an der Hoch-schule für bildende Künste Hamburg. 2013 erhielt sie das Leistungsstipendium für ausländische Studierende, sie ist Teil von der Wanderausstellung „your skin makes me cry“ lanciert durch das Goethe Institut und Olaf Stüber Berlin. 2015 war sie im Rahmen ihrer Teilnahme bei der Index für den Berenberg Kunstpreis nominiert sowie 2016 für den Hiscox Kunstpreis.

LUKAS BLEUEL, geboren 1988 erweiterte sein Bachelor-Studium der Freien Kunst bei den Profes-soren Jeanne Faust, Nick Maus, Birgit Megerle und Achim Hoops an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg um ein Masterstudium, dass er im Jahr 2015 abschloss. 

YOOJIN CHANG, geboren 1984 in Seoul/Süd-Korea, schloss ihr Studium an der Hochschule für bildende Künste bei Professor Werner Büttner und Professor Dr. Michael Diers im Jahr 2014 ab. Neben dem DAAD Leistungsstipendium für ausländische Studierende erhielt sie den Kunstpreis der Kunststiftung Christa und Nikolaus Schües, mit dem besonders vielversprechende Nach-wuchskünstler gefördert werden. 

SOPHIE FENSCH (1982 in Berlin geboren) absolvierte ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste in Berlin bei Professor Robert Lucander und schloss dieses als Meisterschülerin in 2016 ab.  

TANJA HEHMANN (1974 in Bielefeld) studierte Freie Malerei an der Universität Paderborn, welches sie  2001 abschloss. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland erhielt sie verschiedene Auszeichnungen und Stipendien, wie den SWING By-Poolhaus Preis für junge Kunst in Hamburg, den Kunstpreis Partizipia II in Düsseldorf. Daneben führte sie ein Art-in-residence Stipendium nach Archez (SP).

JANUS HOCHGESAND (1981 in Dierdorf) hat Bildhauerei studiert. Zunächst an der Kunstakademie Karlsruhe bei Andreas Slominski, dann an der Städelschule in Frankfurt bei Tobias Rehberger, dessen Meisterschüler er war. Stipendien führten ihn unter anderem nach Mexico City und an die Cité Internationale des Arts in Paris. Seine Plastiken zeigte er vielfach im In- und Ausland. 

DANIEL HÖRNER, geb. 1978 absolvierte sein Studium der Freien Kunst bei Professor Ludger Gerdes an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Arbeiten von ihm befinden sich u. a. neben verschiedenen Privatsammlungen in der Montblanc Cutting Edge Art Collection sowie der Falkenberg-Sammlung und wurden in verschiedenen Ausstellungen in In- und Ausland gezeigt.

FEE R. KUERTEN, geboren 1988, studierte u.a. bei Jutter Koether und Felix Kubin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Sie arbeitet als visuelle und auditive Künstlerin in Deutschland und den USA. 2014 erhielt Fee R. Kuerten den ASA-Preis und erweiterte Ihre Arbeit in den USA mit u.a. Nate Harrison und Mary Ellen Strom. Kuerten produziert das musikalische Projekt Tellavision, LADA und gründete das Label-Kollektiv Blooha UnLtd..

NICOLAS LILLO, geboren 1983 in Buenos Aires. Nach einem Diplom als Visual Media Designer, entschied er sich für ein Kunststudium an der Königlichen Kunsthochschule in Stockholm, dass er aufgab um ein Master Studium an der HFBK bei Prof. W. Büttner in Hamburg aufzunehmen.

FRANZISKA OPEL (*1984, DE) studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Matt Mullican und Wigger Bierma. 2014 machte sie ihr Diplom mit Auszeichnung. 2012 erhielt sie das Jahresstipendium der Karl H. Ditze Stiftung für Diplomstudierende. Dieses Jahr war sie als Artist Residence in Helsinki. Ihre Arbeiten wurden u. a. in Köln, München, Berlin, London, Sofia, Graz, Mailand und Prag ausgestellt.

MARTIN SCHOLTEN (1967 in Essen), studierte von 1999-2004 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Professor Olav Christopher Jenssen. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zeigte er seine Arbeiten 2015 in der retrospektiv angelegten Einzelausstellung "The Carpet Crawlers" im Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt, zu der auch ein umfangreicher Katalog erschien. Werke des Künstlers befinden sich in zahlreichen Privatsammlungen.

DIRK SPRINGMAN (1979 in Hanau) studierte zunächst an der Bauhaus-Universität in Weimar Architektur, sowie Kommunikationsdesign an der Hochschule in Darmstadt bevor er bei Professor Anselm Reyle das Studium der Bildenden Kunst aufnahm, welches er 2016 mit Diplom beendete. Ausstellungsbeteiligungen u. a. beim Salon der Gegenwart sowie weiteren Gruppenausstellungen.

TOBIMANN (1972 in Osnabrück), Autodidakt und jüngster Vertreter der Duisburger Künstlerdynastie Hoffmann stellt das gemalte Bild in den Mittelpunkt. Keine Vita, keine Ausstellungs-nachweise sollen den Blick auf das Werk verstellen. 

STEFAN TRÄGER (1990 in München) lebt und arbeitet in Berlin. Das Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Michaela Meise und Prof. Manfred Pernice schloss er 2016 nach Auslandsstudien in New York (2013) und Wien (2014) ab. Momentan befindet er sich im Meisterschülerstudium der Bildhauerei bei Prof. Manfred Pernice. 

MARIA WINDSCHÜTTEL (1986 in Dresden) beendete 2013 ihr Studium der Malerei mit einem Diplom, dass sie bei Professor Werner Büttner an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg absolvierte. Anschließende Arbeitsreisen führten sie u. a. nach Finnland und Kanada. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin. 

TING ZHANG, geboren 1982 in Dalian, China, ergänzte sein Studium der Malerei an der Onomichi City University, Japan um ein Masterstudium der freien Kunst/Malerei bei Prof. Werner Büttner, Hamburg, dass er 2015 abschloss. Im gleichen Jahr erhielt er den Nachwuchspreis der Kunststiftung Schües, mit dem Nachwuchskünstler der Hochschule der bildenden Künste gefördert werden.

ANGELA ANZI LUKAS BLEUEL YOOJIN CHANG SOPHIE FENSCH TANJA HEHMANN JANUS HOCHGESAND DANIEL HÖRNER SIMONE KILL FEE KUERTEN NICOLAS LILLO FRANZISKA OPEL MARTIN SCHOLTEN DIRK SPRINGMANN STEFAN TRÄGER TOBIMANN MARIA WINDSCHÜTTEL TING ZHANG
SMASH HITS
03.06.17  -  05.08.17

Nach gemeinsamer Ausstellung als Emerging Artists auf der Affordable Art Fair treffen sich Angela Anzi und Franziska Opel erneut, um zwei starke Positionen zu präsentieren. Ihre Duo-Show „DISPLACED DISPLAYED“ erstreckt sich über die zwei Etagen der 7Türen Galerie in der Neustadt. Im Fokus beider Künstlerinnen steht die Inszenierung ihrer Werke, die die Räume auf unterschiedliche Weise einnehmen.

Angela Anzi zeigt im oberen Geschoss zwei Objektgruppen, die jeweils an eine Performance gekoppelt sind, in der die Objekte zum Klingen gebracht werden. Mit spielerischer Akribie untersucht sie das Verhältnis verschiedener medialer Register zueinander sowie das Verhalten von Materialien, indem sie die Objekte mit Schall und Atmung zum Schwingen bringt. Dafür erfindet sie die Formate "Beschallung mit Objekten" und "Hilfestellungen an Objekten".

Franziska Opel lässt ihre künstlerischen Arbeiten als Leitsystem fungieren und führt die BesucherInnen in das Untergeschoss der Galerie. Sie zeigt ausgeklügelte Elemente, die aus dem öffentlichem Raum bekannt sind, sich diesem aber gleichzeitig entziehen. Dabei ist der Versuch sich an ihren Arbeiten gedanklich entlang zu hangeln zum Scheitern verurteilt, man ist „Lost in Control“.

Angela Anzi (*1981, CH) studiert im Master zeitbezogene Medien bei Jeanne Faust an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 2013 erhielt sie das Leistungsstipendium für ausländische Studierende, sie ist Teil von der Wanderausstellung „your skin makes me cry“ lanciert durch das Goethe Institut und Olaf Stüber Berlin. 2015 war sie im Rahmen ihrer Teilnahme bei der Index für den Berenberg Kunstpreis nominiert sowie 2016 für den Hiscox Kunstpreis.

Franziska Opel (*1984, DE) studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Matt Mullican und Wigger Bierma. 2014 machte sie ihr Diplom mit Auszeichnung. 2012 erhielt sie das Jahresstipendium der Karl H. Ditze Stiftung für Diplomstudierende. Dieses Jahr wird sie eine Artist Residence in Helsinki antreten. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Köln, München, Berlin, London, Sofia, Graz, Mailand und Prag ausgestellt.

 

 

#Performance um 19:30 h am Tag der Eröffnung

(Ankündigung weiterer Performances auf der Webseite)

ANGELA ANZI FRANZISKA OPEL
DISPLAYED / DISPLACED
06.05.17  -  27.05.17

In der Soloausstellung mit dem Titel "MENSCHENSOHN" zeigt der aus China stammende Maler Ting Zhang seine neuesten Arbeiten. Die Werkgruppe greift Szenen des Neuen Testaments auf und thematisiert deren Leitbilder wie den Judaskuss oder die Herabsteigung des Heiligen Geistes. 

Diese Bilder befriedigen nicht unser Verlangen nach ästhetischem Genuss. Sie stellen Fragen. Den Maler interessieren hierbei weniger die religiösen Themen, vielmehr nähert er sich den Gestalten und ihren Situationen über ihre Gesten an. Er versteht Christus als Symbol unserer sozialen Werte. Wir sehen Machtkonflikte wie Ausgrenzung und Unterwerfung, aber auch Ideale wie die Auferstehung. 

Die gesamte Werkgruppe ist in schwarz-weiss gehalten. Neben mehreren Arbeiten auf Leinwand besteht ein zentraler Arbeitsblock aus Papierarbeiten.

Ting Zhang, geboren 1982 in Dalian, China, ergänzte sein Studium der Malerei an der Onomichi City University, Japan um ein Masterstudium der freien Kunst/Malerei bei Prof. Werner Büttner, welches er im Jahr 2015 abschloss. Im gleichen Jahr erhielt er den Nachwuchspreis der Kunststiftung Schües, mit dem vielversprechende Nachwuchskünstler der Hochschule der bildenden Künste gefördert werden. 

Die Einführung während der Vernissage spricht die Kunsthistorikerin Frau Professorin Dr. Ursula Panhans-Bühler.

TING ZHANG
MENSCHENSOHN
08.04.17  -  29.04.17

Ein immer wiederkehrendes Thema in den Arbeiten der Malerin Sophie Fensch ist die Natur. Aufgewachsen auf Usedom, hat sie seit frühester Kindheit eine enge Beziehung zu der Insel in der Pommerschen Bucht. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden Landschaften, die jedoch nicht im klassischen Sinne Landschaftsmalerei darstellt, da es ihr primär um die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Malerei geht. 

Ihr Focus liegt auf Strukturen und Pinselduktus, es lassen sich ebenso neue Farbigkeiten entdecken. Die Kompositionen sind abstrakt. Man erkennt lasierende oder pastose Farbflächen, transparente Schichten und Schleier, teilweise geritzte oder gezeichnete Linien. Die Malerin vereint auf diese Art Flächen aus Transluzenz und Mattheit und erschafft so einen sinnlichen Nachhall ihrer Erinnerungen. 

Farbe ist wichtig, die Künstlerin arbeitet mit eigens angefertigter Eitempera und natürlichen Farbpigmenten sowie Kohle und Buntstiften direkt, ohne vorherige Skizzen, auf Leinwand. Die Pinselführung ist stets dynamisch, sie ritzt Details mit der Rückseite ihres Pinsels hinzu oder zeichnet mit spielerisch geführter Hand auf dem Malgrund. Die Arbeiten unterlaufen immer einen längeren Arbeitsprozess, sie wandeln sich stetig durch erneutes Übermalen und Einfügen zeichnerischer Elemente, analog zum Wandel in der Natur.

So entstehen Kompositionen mit Tiefe und feinen Nuancen. Dabei gibt es Ausgewogenheit aber auch Rhythmik und Bewegung. Wie ein angehaltener Moment von Klang und Rhythmus.

Sophie Fensch absolvierte ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste in Berlin bei Professor Robert Lucander und schloss dieses als Meisterschülerin im Jahr 2016 ab. 

In seiner Werkgruppe "Gallodorato" thematisiert der Künstler Stefan Träger das Schicksal männlicher Huhnküken, die in der Legehennenproduktion aussortiert und massenhaft vernichtet werden. Zur Anfertigung der Objekte werden deren Kadaver in eine spezielle Formmasse eingebettet und anschließend verbrannt. Der verbliebene Hohlraum wird mit Bronze gefüllt, ähnlicher einer Totenmaske. Auf diese Weise entstehen einzigartige Bronzeplastiken.

Stefan Träger (1990 in München) lebt und arbeitet in Berlin. Das Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Michaela Meise und Prof. Manfred Pernice schloss er 2016 nach Auslandsstudien in New York (2013) und Wien (2014) ab. Momentan befindet er sich im Meisterschülerstudium der Bildhauerei bei Prof. Manfred Pernice. 

SOPHIE FENSCH STEFAN TRÄGER
WENN DER PFAU WEINT
04.03.17  -  01.04.17

MARIA WINDSCHÜTTEL´s Malereien erzählen Geschichten von Erinnerungen und Träumen, von Vergangenheit und Gegenwart. Ein immer wiederkehrendes Thema in den Gemälden der Malerin sind Tiergestalten wie Fische, Füchse, Hunde, Schwäne als animalisches Gegenüber von Frauen, Mädchen und Männern, mit denen sie in einen metamorphen Zustand zu treten scheinen. Ihre Bilder leben von einem nicht auflösbaren Zwiespalt voll roher Gewalt und entwaffnender Zartheit. Ausgehend von Farbkleksen ersinnt sie Fabelwelten, die als Verdichtung aus dem Untergrund empor zu steigen scheinen.

Maria Windschüttel beendete 2013 ihr Studium der Malerei mit einem Diplom, dass sie bei Professor Werner Büttner an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg absolvierte. Anschließende Arbeitsreisen führten sie u.a. nach Finnland und Kanada. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

In den Bildern der Malerin SIMONE KILL sieht man Figuren die sich in einem Stadium des Übergangs, der Umformung befinden. Körper verlieren ihre Eindeutigkeit, verblassen, lösen sich bis zur Unkenntlichkeit auf, sodass sie nicht mehr von ihrer Umgebung zu unterscheiden sind. Figuren an einer Schwelle gleich einer Transformation, einer Art "zu-sich-zu-kommen" wie auch "aus-sich-heraus-zu-gehen".

Simone Kill absolvierte ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste in Berlin bei Professor Burkhard Held und schloss dieses als Meisterschülerin 2016 ab. Im gleichen Jahr erhielt sie das Stipendium der Dorothea-Konviarz-Stiftung in Berlin.

Die Künstlerinnen sind während der Vernissage anwesend.

 

 

 

MARIA WINDSCHÜTTEL SIMONE KILL
THE HUMAN CONDITION
07.01.17  -  28.01.17

Die Einladung zu Okka-Esther Hungerbühlers Ausstellung zeigt eine Zeichnung mit dem Titel „Zwei Mikrofone“ mit zwei Figuren, die an verkleidete Mikrofonständer erinnern und die auf einer Art Bühne zu stehen scheinen. Beide Figuren scheinen sich zueinander zu verhalten, wobei die eine einen Schnabel und einen Hut hat und die andere eine traurige oder schüchterne Blume zu sein scheint.

Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Stockwerke. Im Basement zeigt Okka-Esther Hungerbühler eine Skulpturenzusammenstellung mit dem Titel „Gartenparty“, die aus umgestalteten Stehlampen und Discokugeln besteht, die selbst zu Partygästen werden. Im Erdgeschoß wird Sie malerische Arbeiten mit Titeln wie „Leere Bar von oben“ und „Leeres Restaurant von oben“ zeigen. Leere Räume, die normalerweise für Zusammenkünfte von Menschen gedacht sind, aus der Perspektive einer Überwachungskamera.

Hierzu stellt sie ihre teilweise robotisierten und mit Kameras oder Sensoren ausgestatteten Skulpturen wie „der Esel“ die tierhafte oder zumindest wesenhafte Züge haben und sich zueinander oder zum Betrachter verhalten und auf einer improvisierten Bühne präsentiert werden. „Dieser Esel ist ein Roboter. Alle paar Minuten bewegt er seinen Kopf und schaut langsam über die linke Schulter zurück und wieder nach vorne.“ Okka-Esther Hungerbühler verwendet bewusst "Bastelmaterial" wie Klebefolie oder Pfeifenputzer und Zeitungspapier, mit dem sie Ihren Skulpturen Volumen verleiht.

OKKA-ESTHER HUNGERBÜHLER (geboren 1988) ist Deutsch/Schweizerische Staatsbürgerin und lebt und arbeitet in Berlin. Von 2010 bis 2016 studierte sie in der Klasse von Thomas Zipp. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Galerie Gabriele Senn in Wien (2016), in den Kunstsälen Berlin (2016), bei Ashley Berlin (2015), im MuMoK Wien (2014), in der Galerie Cruise und Callas in Berlin (2014), in der Kunsthalle Galapagos in New York (2014) und in der Galerie Hidari Zingaro in Berlin und Tokio (2013) gezeigt. Im Jahr 2014 wurde sie mit dem Berlin Art Prize ausgezeichnet im gleichen Jahr erhielt sie das Arbeitsstipendium der Villa Concordia in Bamberg für 2017.

OKKA-ESTHER HUNGERBÜHLER
02.12.16  -  29.12.16

"Wange an Wange" oder besser, wie in unserem Fall "Wand an Wand", präsentieren die Künstler Janus Hochgesand, Daniel Hörner und Anna Slobodnik ihre neuesten Arbeiten in der Galerie 7TÜREN.

JANUS HOCHGESAND hat Bildhauerei studiert. Zunächst an der Kunstakademie Karlsruhe bei Andreas Slominski, dann an der Städelschule in Frankfurt bei Tobias Rehberger, dessen Meisterschüler er war. Stipendien führten ihn unter anderem nach Mexico City und an die Cité Internationale des Arts in Paris. Seine Plastiken zeigte er vielfach im In- und Ausland. Seit 2014 widmet er sich der Malerei und bringt Farbe in unterschiedlichen Zuständen auf den Bildgrund: mal dick und pastos, mal lasierend oder als Farbstaub aufgesprüht. Seine neuesten Arbeiten führen ihn zu einem neuen, expressiven Malduktus, der naturalistische Anklänge besitzt.

DANIEL HÖRNER, geb. 1978 absolvierte sein Studium der Freien Kunst bei Professor Ludger Gerdes an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. In seiner neusten Werkgruppe öffnet er die Begrenzung des Bildes, seine Flächen entwickeln eine vielschichtige, räumliche Tiefe. Verwischungen kreieren Lichtmomente. Farbebenen, Linien, Schnitte, Schatten überlagern, unterwandern und begegnen einander und schaffen neue Perspektiven.

ANNA SLOBODNIK, geb. 1990 in Moskau, studierte als Meisterschülerin bei Professor Mark Lammert an der Universität der Künste in Berlin Malerei und beendete dieses Studium mit einem Master. Sie erhielt den Preis der Schulz-Stübner-Stiftung und beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Mustern und Tapeten und der Fragestellung was passiert wenn die Tapete nicht nur den Raum füllt, sondern dieser sie umschließt.

 

 

JANUS HOCHGESAND DANIEL HÖRNER ANNA SLOBODNIK
CHEEK TO CHEEK
05.11.16  -  25.11.16

Die Arbeiten von Lydia Balke und Laura Link sind provokant. Sie sind beunruhigend. Sie stoßen uns vor den Kopf und besitzen gleichzeitig eine große Anziehungskraft. Sie zwingen uns. Beiden malerischen Positionen ist zu eigen, dass ihre Bilder aus der Weite wirken, nähert sich der Betrachter, zerfallen sie puzzlegleich. Diese Arbeiten sind nicht "schön" im herkömmlichen Sinn. Und das ist gut so.

LYDIA BALKEs Malereien zeigen ambivalente Bildwelten, die so unterschiedliche Motive wie röhrende Hirsche mit rohem Fleisch und leicht bekleideten junge Frauen vereint. Oder auf denen Menschengestalten mit Tierköpfen oder tierischen Masken ein neues Dasein anzustreben scheinen.

In LAURA LINKs Malereien hingegen finden sich neben anderen Motiven überdimensionale Euter, die wahlweise über teils entblößten Litschifrüchten thronen, oder einem Krebs, dessen Krebsscheren sich wiederum andernorts neben einer übergroß und sehr lebensecht gemalten Zunge wiederfindet. Diese Bilder leben den Kontrast. 

In unserer bildüberfrachteten Gegenwart und der damit oftmals einhergehenden Abstumpfung, stellen diese Malereien eine Herausforderung dar. Die zunächst anziehenden, auf den zweiten Blick verstörend wirkenden Bildwelten stellen unser Wertgefüge und unser ästhetisches Empfinden in Frage. Was ist gut, was ist schlecht oder gar falsch und richtig? 

Unsere Position bestimmt unsere Perspektive. Aus diesem Grund liegt die Qualität dieser Bilder nicht zuletzt darin, unsere persönliche Wahrnehmung zu hinterfragen und eine neue Definition von Werten und Überzeugungen einzufordern.

LYDIA BALKE LAURA LINK
GUT VOM VERHALTEN HER
07.10.16  -  28.10.16

Zum Saisonauftakt bittet die Galerie 7TÜREN erstmals zeitgleich mit den Galerien der Fleetinsel zur Vernissage.  

"Henrik Eiben rief und seine Freunde kamen", diesem Ansatz folgt unsere September-Ausstellung. HENRIK EIBEN hinterfragt mit seinen vielschichtigen Arbeiten den Formenkanon der Minimal Art auf subtile und zugleich leichtfüßige Weise. Seine Kompositionen zeugen von einem außerordentlichen Feingefühl für Form, Farbe und Material und reichen von der raumgreifenden Aluminiumskulptur bis zur feinen Papierarbeit.

Ursprünglich von der Malerei kommend, haben sich seine Arbeiten in den dreidimensionalen Raum entwickelt. Einzig der Aquarellmalerei widmete er sich über alle Jahre hinweg. Für ihn ist sie sein "Lab" in dem er forscht und experimentiert. Aus diesem Grund erschließt sich dem Betrachter über diese Werkgruppe der persönlichste Einblick in sein Schaffen. Weitere Arbeiten im Rahmen dieser Gruppenausstellung sind seine neuesten Siebdrucke und Zeichnungen.

Sowohl Janus Hochgesand´s wie auch Lukasz Furs Arbeitsprozesse verliefen entgegengesetzt. Beide arbeiteten zunächst installativ, widmen sich aber in der letzten Zeit zunehmend der "planen Fläche". JANUS HOCHGESAND hat Bildhauerei studiert. Zunächst an der Kunstakademie Karlsruhe bei Andreas Slominski, dann an der Städelschule in Frankfurt bei Tobias Rehberger, dessen Meisterschüler er war. Stipendien führten ihn unter anderem an die Esmeralda Escuela Nacional de Pintura, Escultura y Grabado in Mexico City und an die Cité Internationale des Arts in Paris. Seine installativen Plastiken zeigte er in mehreren Ausstellungen im In- und Ausland.

Seit 2014 widmet er sich der Malerei und untersucht dabei die Eigenschaften der einzelnen Materialien, bringt Farbe in unterschiedlichen Zuständen auf den Bildgrund: mal dick und pastos, mal lasierend oder als Farbstaub aufgesprüht. Er experimentiert mit verschiedenen Trägermaterialien, mengt Sand unter, legt die Leinwand auf den Boden und verteilt die Farben indem er spachtelt, rakelt, wischt, spritzt und schüttet. So entstehen spannungsreiche Gemälde, bei denen Zartes und Flüchtiges wie Pigmentstaub mit postosen breitpinseligen Farbflächen, gedeckte Erdtöne mit lebhaften Farbtönen kontrastieren.

LUKASZ FURS Arbeiten sind geprägt von Gegenständen des täglichen Lebens, des Vandalismus und tragen Bezüge zur Kunstproduktion in sich. Er arbeitet medienübergreifend mit einem konzeptionellen Ansatz. Sein Werk zeigt nie die komplette Struktur. Indem er die Mehrdeutigkeit und Herkunft durch Kopien und Variationen examiniert, versucht er eine große Anzahl von Gegenständen in einer vielschichtigen Art und Weise Geltung zu verschaffen. Furs studierte von 2006 - 2015 freie Kunst bei Professor Anselm Reyle an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, welches er 2015 mit Diplom abschloss.

 

 

HENRIK EIBEN LUKASZ FURS JANUS HOCHGESAND
CRUSH ON YOU
08.09.16  -  30.09.16

Mit  TURN OF PLENTY präsentiert die Galerie die Arbeiten von Tanja Hehmann und Dirk Springmann in einer Gemeinschaftsausstellung. Beide Künstler setzen sich mit dem gelebten Raum, einer anderen, offeneren Definition von Raum, die nicht dem geometrischen entspricht, auseinander.

TANJA HEHMANN vereint in ihrer Malerei zwei gegensätzliche Welten. Ausgehend von Farbschüttungen erzeugt sie raumgreifende, geradezu explodierende, mysteriöse Zustände. Die so entstandenen "Atmosphären" besitzen eine fast unwirkliche Leuchtkraft und Tiefgründigkeit.  

Diesen flüchtigen, materiellen "Nullzuständen" setzt die Malerin ein Korrelat in Form klar konstruierter und rationaler Räume entgegen. Spiegelungen und Raumöffnungen erzeugen ein teilweise surreales Raumgefühl. Aus diesem nicht auflösbar scheinenden Spannungsfeld leben Tanja Hehmanns offene, kühn anmutende Sehnsuchtsorte.

Als Betrachter glaubt man so den Geist der Romantik zu spüren und fühlt sich hier insbesondere an den Maler Caspar David Friedrich erinnert. Auch Bezüge zu Werken des Surrealisten Max Ernst wie auch Anklänge an die Futuristen tun sich auf. Bei all diesen Referenzen behalten die Arbeiten von Tanja Hehmann jedoch ihren eigenen, unverwechselbaren Stil.  

DIRK SPRINGMANN: Sein Arbeitsansatz beschäftigen sich mit dem Individuum in einer medial komplexer werdenden Umwelt, folgt dabei aber auch der persönlichen Spur durch schwer durchschaubare, sich überlagernde Systeme.

Seine Werke können als neuartige Realitäts-Konstruktionen und Verknüpfungen gelesen werden, als vorübergehende Gewissheiten und Einstiegspunkte für Narrationen. Dabei spielen Verknüpfungen eine wichtige Rolle und bilden netzartige Strukturen mit unerwarteten Variablen.

Sein Arbeitsansatz beschäftigt sich grundsätzlich mit Fragen der Repräsentation, mit Zeichen, die zu Symbolen werden und dadurch Reaktionen provozieren, mehr oder weniger abstrakt, kritisch bis amüsiert. Allzu feste Deutungsmuster werden kontrastiert, aufgehebelt und wieder neu zusammengefügt. 

 

TANJA HEHMANN DIRK SPRINGMANN
TURN OF PLENTY
09.07.16  -  30.07.16

Mit "TWIN SET" präsentiert die Galerie erstmals eine "Doppel-"Ausstellung mit zwei aufeinander folgenden Einzelshows des Malers Martin Scholten.  

PART I zeigt eine Auswahl seiner Werkgruppe "Sambaelephant & Castle", die 2004 in einer komprimierten, spontanen zweiwöchigen Arbeitssession entstand und deren Themenkanon den Maler bis heute beschäftigt. Vor allem die diese Serie bestimmende Freiheit ist noch deutlich spürbar. Der Titel der Werkgruppe nimmt Bezug auf einen Verkehrsknotenpunkt in London mit dem Namen Elephant & Castle, eine Kreuzung von fünf Hauptstraßen.  

Scholtens künstlerische Intention liegt in der Reduktion seiner Umwelt, seiner Ideen. Dies spiegelt sich auch in seiner Technik wider. Der Pinsel wird nur selten eingesetzt. Seine Linien entstehen, indem er den Malflaschenhals direkt auf die Leinwand aufsetzt und dabei aufeinanderstoßende, sich kreuzende komplexe, dynamische Spuren hinterlässt. Zeit wird hierbei zu einem wichtigen Faktor. Akzente setzt Scholten mit Verwischungen, Pastell oder Bleistift. Er erforscht das Unerreichbare, das nicht Fassbare auf der Grenze zwischen Ratio und  Emotion.  

PART II widmet sich seinen "Rüttelbildern", die auf Elementen der Werkgruppe "Sambaelephant & Castle" aufbauen. Scholten bediente sich hier verschiedener Maschinen wie einem von Buchbindern verwendeten Rütteltisch und einer Rührmaschine, die in der industriellen Fertigung Verwendung findet. An diese Geräte montierte er Pastellkreide oder acrylgetränkte Pinsel und überließ das Handeln den Maschinen.  

Nur durch leichtes Verschieben der Malgründe griff er in den mechanischen Prozess ein. So entstanden rhythmische Linienführungen, die sich frei auf den Bildgründen bewegen und dabei zarteste bis dramatisch ausufernde Strichführungen ausbilden. Dem Prozess gingen lange konzentrierte Vorbereitungen voraus. Der Maler selbst spricht hier von der "Schönheit der Technik".

Martin Scholten (* 1967) schloss sein Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Prof. Olav Christopher Jenssen 2004 mit Diplom ab. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zeigte der Kunstverein Glückstadt 2015 eine große Retrospektive seiner Arbeiten im Palais für aktuelle Kunst, zu der auch ein reich bebilderter Katalog im Textem Verlag erschien.

 

 

MARTIN SCHOLTEN
TWIN SET
07.05.16  -  30.06.16

Der jüngste Vertreter der Duisburger Künstlerdynastie Hoffmann, Tobias Hoffmann, alias Tobimann, zeigt seine aktuellen Malereien in der Soloshow "RESET".

Bei dieser Ausstellung steht das gemalte Bild im Mittelpunkt. Keine Vita, keine Ausstellungsnachweise sollen den Blick auf das Werk verstellen - das ist die Grundidee von RESET.

Daneben stellt der Maler die Frage nach dem Verstreichen der Zeit. In diesem Sinne ist auch das Symbol des Kassettenrecorders, der per Reset-Taste auf einen definierten Anfangszustand zurückgesetzt wird, zu verstehen. Zumal dieser Vorgang erforderlich wird, wenn ein (elektronisches) System nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert und auf die üblichen Eingaben nicht mehr reagiert. Dahinter verbirgt sich der Wunsch nach einem Neustart unserer informationsüberfrachteten Lebenswelt wie auch die Frage nach dem Heute und dem Gestern.

Die Werke des 44-jährigen Osnabrücker Künstler entstehen in mehreren Arbeitsschritten. Zunächst verspachtelt er seine aus Holzplatten bestehenden Malgründe mit einer pastosen Farbmasse. In einem weiteren Schritt wird diese Farbmasse mit Schwämmen partiell aus- und verwischt. Weitere Farbschichten werden aufgetragen, gekratzt, verwischt, gespachtelt. All dies erzeugt eine besonders tiefgründige Lebendigkeit und Leuchtkraft der zum Teil reliefartig aufgetragenen Farben. Als Werkzeuge dienen dem Künstler hierbei Schwämme, Pinsel, Spachtel wie auch seine Hände.

Als Motive finden sich in seinen Bilder neben dem Reset-Thema Kreuze, Kronen, Fische, gehörnte Fabelwesen aber auch wortwörtliche Hinweise wie "Libertad". Titel wie "Mi vida es un caos", "Shine on you", "Play rewind" verweisen auf das Sinnstiftende innerhalb der Gemälde.

Seine Bildsprache und sein Duktus folgt Vorbildern wie Jean-Michel Basquiat und Julian Schnabel, er entwickelt dabei jedoch seinen eigenen expressiven Malstil.

 

 

TOBIMANN
RESET
02.04.16  -  23.04.16

JANUS HOCHGESAND, geb. 1981

Seit Ende 2014 widmet sich Janus Hochgesand der Malerei. In kurzer Zeit hat er einen großen Wandlungsprozess vollzogen, auf der Suche nach einer freien, gestischen Bildsprache.  

Der 1981 geborene Künstler hat Bildhauerei studiert. Zunächst an der Kunstakademie Karlsruhe bei Andreas Slominski, dann an der Städelschule in Frankfurt bei Tobias Rehberger, dessen Meisterschüler er war. Stipendien führten ihn unter anderem an die Esmeralda Escuela Nacional de Pintura, Escultura y Grabado in Mexico City und an die Cité Internationale des Arts in Paris.  

Seine installativen Plastiken zeigte er in mehreren Ausstellungen im In- und Ausland.  

Nun führte ihn sein künstlerischer Weg von den Objekten zur Malerei, vom Dreidimensionalen zur planen Fläche, vom Konzept zur freien Geste. Das Verbindende bleibt die Arbeit am Material, das Körperliche. In der Malerei experimentiert Janus Hochgesand mit ganz unterschiedlichen Materialien: Als Malgrund dienten zunächst Holzplatten, dann kamen Stoff und Plastikplanen dazu. Ölfarbe, Ölkreide, Lack, Spray und Kugelschreiber aber auch Tape und feinster Pigmentstaub wählt er als Bildmittel.  

Die meist großformatigen Gemälde entstehen in Schichtungen. Unterschiedliche Farbtöne und Materialien überlagern einander. Gespachtelte und mit den Händen auf der Holzplatte verteilte Ölfarbe wird von Graffiti-artigen Sprayspuren überdeckt, dann mit schwarzem Lack teilweise übergossen. Öl- und Acrylfarbe, Ölsticks, Lack und Spray agieren gemeinsam auf einer Fläche.  

Janus Hochgesand will Freiheit erleben in der Malerei. Er begibt sich beim Malen in einen Prozess, vertraut dem Geschehen. Seine Bilder sind das Ergebnis der spontanen Bewegung, von Aktion und Reaktion. Sie eröffnen Farbräume, thematisieren aber ebenso die Flächigkeit des Bildes und die medialen Bedingungen von Malerei.  

Das traditionelle Malerutensil, den Pinsel, legt er beiseite; die Leinwand häufig horizontal auf den Boden. Farbe wird mit Händen und Füßen verteilt, gespachtelt, gerakelt, geschüttet und auf den Malgrund geleert. Spray, Ölkreide oder Kuli setzen grafische, teilweise schriftähnliche Akzente im Bild.  

Janus Hochgesand untersucht die Eigenschaften der einzelnen Materialien, bringt Farbe in ganz verschiedenen Zuständen auf den Bildgrund: mal dick und pastos, mal lasierend, mal wässrig leicht oder auch als Farbstaub aufgesprüht.  

Unterschiedliche Kräfte und Gewichte kommen zusammen, sowohl hinsichtlich der Farbtöne als auch der Materialitäten. Zartes und Flüchtiges wie reiner Pigmentstaub wird von rohem, kantigem Tape kontrastiert. Verschiedene Farbwerte kompensieren einander. Gedeckte Erdtöne werden mit schrillen, markanten Akzenten kombiniert.  

Einige frühe Bilder sind gewaltige Farbexplosionen, einige neuere hingegen fragile Kompositionen auf Stoff. Die schwere, harte Holztafel, tauschte er gegen feinen, verformbaren Baumwollstoff ein. Das Haptische der Malerei kommt nun zunehmend zum Vorschein. Pigmente lassen Falten, Risse und Unebenheiten hervortreten. Zugleich bietet der Stoff mehr Flexibilität: die Bilder können auf Keilrahmen gespannt werden, aber auch als lose, bemalte Stoffe an die Wand gehängt oder auf den Boden gelegt werden. Dabei bleiben der Entstehungsprozess und die einzelnen Arbeitsschritte des Künstlers sichtbar.  

Janus Hochgesand gehört zu jener Generation junger Maler, die den Pfaden der abstrakten Expressionisten folgen und daraus ihre ganz eigene, autonome Bildsprache entwickeln. Historische Vorbilder, die er jedoch nie explizit thematisiert, sind Willem de Kooning und Joan Mitchell. Aber auch Positionen der aktuellen gestisch-abstrakten Malerei wie Joe Bradley und Oscar Murillo sind wichtige Inspirationsquellen.  

Bei allen möglichen Verweisen und Referenzen auf die jüngere Kunstgeschichte geht es ihm aber um eine Malerei von jetzt. Diese Frische und Gegenwärtigkeit strahlen alle Bilder von Janus Hochgesand aus.

Text courtesy of Jolanda Bozzetti

 

 

 

JANUS HOCHGESAND
FEELINGS ARE FACTS
05.03.16  -  26.03.16

LUKASZ FURS, geb. 1983 in Polen, arbeitet medienübergreifend.

Mit einem konzeptionellen Ansatz, durch das aufgreifen von alltäglichen Erfahrungen, geprägt von Gegenständen des täglichen Lebens, des Vandalismus setzt Furs seinen Focus auf das tägliche Leben. Seine Arbeiten stehen in direktem Kontakt mit ihrer Umwelt und nutzen Erfahrungen aus dem Alltag des Künstlers als Ausgangspunkt. Oft wird mit Hilfe absurder Spielstrategien, Be-Deutung, Kontext und Ordnung ständig neu beleuchtet. Das Spiel birgt seine eigenen Regeln, die sich im Laufe des Spiels ändern, wie Gegebenheiten, Sachverhalte und Wahrheiten unterziehen sie sich einem ständigen Wandel die das Spiel zu einer ernsthaften Angelegenheit werden lassen in dem die Wahrnehmung eine wichtige Rolle spielt.

Verwirrung durch Manipulation der Zuschauer, auf dem Gedanken basierend das gegenwärtig entwickelte, im Augenblick der Manifestation prompt in Frage zu stellen. Fehler werden bewusst wiederholt, falsche Verbindungen geknöpft, sichtbar gemacht und verdeutlicht. Anhand von Wiederholungen, Variationen und Kreuzungen versucht Furs Arbeiten zu generieren, ohne von der kunstgeschichtlichen Wirklichkeit beeinflusst und zugleich tief in ihr verwurzelt zu sein, eine eigene eigenständige Sprache zu finden, und zu erkennen was der eigentliche Kern einer Gegensätzlichkeit sein könnte, die sich durch unterschiedliche Deutung ergeben.

Furs arbeitet zu jedem Anlass den Charakter einer Ausstellung aufs Neue heraus, mit der Absicht, Hinweise und Ideen die in die Arbeit einfließen, ein stückweit neu zu erfinden und weiter zu entwickeln. Manchmal mögen die Arbeiten einen eigenwilligen und stumpfen Anschein erwecken, manch andere wirken wie ein typisches Nebenprodukte der Überflussgesellschaft oder Pop-Kultur. Seine Arbeit ist offensichtlich, mit geistiger Trägheit, Klischees und schlechten Witzen gesättigt. Sie ist die Reflexion über die Kunst per se: Sie hinterfragt zwangsläufig die tiefere Bedeutung die aus der oberflächlichen Ästhetik eines Bildes abgeleitet wird, gründlich selbstreferenziell, aber nicht weniger ästhetisch ansprechend und daher tief in der Geschichte der Moderne verwurzelt. Kunst ist Entertainment: Die Interaktion mit der Arbeit ist wichtig, Furs will den Betrachter als Teil der Kunst verstanden wissen, als eine Art Mehrkomponente. Durch solche Situationen, die Dynamik zwischen Publikum und den Arbeiten, bricht die Passivität des Zuschauers.  

Lukasz Furs lebt und arbeitet in Berlin.

 

 

LUKASZ FURS
NO ONE KNOWS WHAT IT MEANS, BUT IT S PROVOCATIVE
21.01.16  -  21.02.16

Unsere Dezember-Ausstellung widmen wir unseren bislang präsentierten Künstlern.

LUKAS BLEUEL, geboren 1988 erweiterte sein Bachelor-Studium der Freien Kunst bei den Professoren Jeanne Faust, Nick Maus, Birgit Megerle und Achim Hoops an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg um ein Masterstudium, dass er im Jahr 2015 abschloss. Er thematisiert in seinen großformatigen Aquarellen phantastische irrationale Szenen die einerseits an die Bildkunst eines Hieronymus Bosch erinnert, sich andererseits ins Unkonkrete verliert, dabei aber eine ruhige Tiefe und Vielschichtigkeit entwickelt, die den Betrachter in immer wieder neue Betrachtungswinkel zieht.  

YOOJIN CHANG, geboren 1984 in Seoul/Süd-Korea, schloss ihr Studium an der HfbK bei Professor Werner Büttner und Professor Dr. Michael Diers im Jahr 2014 ab. Neben dem DAAD Leistungsstipendium für ausländische Studierende erhielt sie den Kunstpreis der Kunststiftung Christa und Nikolaus Schües, mit dem besonders vielversprechende Nachwuchskünstler gefördert werden. Ausgehend vom Hintergrund füllt sie ihre "Film-Sets" Stück für Stück mit Akteuren, schlussendlich schweift der Blick an den Protagonisten vorbei und richtet sich auf die Komparsen, die sich in bizarren, mitunter auch irrwitzigen Szenerien zu befinden scheinen.  

DANIEL HÖRNER, geboren 1978 absolvierte sein Studium der Freien Kunst bei Professor Ludger Gerdes an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Seine Malereien bestechen durch eine mit großer Konsequenz und Systematik ausgearbeiteten Bildsprache. Er verarbeitet in seinen Bildern geometrische Grundformen, denen er durch fein nuancierte Farbverläufe und Schattenwürfe eine außergewöhnliche Strahlkraft verleiht und öffnet dadurch die Begrenzung des Bildes, seine Flächen entwickeln eine vielschichtige, räumliche Tiefe. Farbebenen, Linien, Schnitte, Schatten überlagern, unterwandern und begegnen einander. Titel wie Brücke, Wende, Heim, New Basics verweisen auf das sinnstiftende außerhalb seiner Bilder.    

FEE R. KUERTEN, geboren 1988, studierte u.a. bei Jutter Koether und Felix Kubin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Sie arbeitet als visuelle und auditive Künstlerin in Deutschland und den USA. 7TÜREN präsentierte Arbeiten ihrer Reihe "Creeping Out of the Canvas; Gestenbilder". Die Installationen hinterfragen die Malerei selbst. Der Betrachter bewegt sich zwischen klassischer, moderner Abbildung und der eigenen Idee von Malerei. "Malerei ist schon lange nicht mehr Farbe auf Leinwand". Kuerten verbindet ihre visuelle Arbeit mit der Performance auditiver Kompositionen durch das Schichten von Sounds. Die Grenzen zwischen Musik und freier Kunst lösen sich auf. "Malerei ist Musik ist Malerei". 2014 erhielt Fee R. Kuerten den ASA-Preis und erweiterte Ihre Arbeit in den USA mit u.a. Nate Harrison und Mary Ellen Strom. Kuerten produziert das musikalische Projekt Tellavision, LADA und gründete das Label-Kollektiv Blooha UnLtd..

NICOLAS LILLO, geboren 1983 in Buenos Aires. Nach einem Diplom als Visual Media Designer, entschied er sich für ein Kunststudium an der Königlichen Kunsthochschule in Stockholm, dass er abbrach um sein Master Studium an der HFBK bei Prof. W. Büttner in Hamburg fortzusetzen. In seinem künstlerischen Schaffen nimmt Nicolas Lillo Bezug auf die Ästhetik der Gothic-Szene und verknüpft diese mit dem aktuellen Gefühl einer Informationsübersättigung. Er arbeitet mit den Medien Öl, Video und Musik. Durch vielfache Materialüberlagerungen Schichtungen aus Zögern, Bedauern und wiederholtem Auftragen von Farben, dem zufälligen Anhäufen von Zweifeln versucht er dem Streben nach dem perfekten Werk des herkömmlichen Kunstverständnisses zu entgehen und gibt dekorativer Zersetzung und dem Unbewussten den Vorzug.  

EVELYN MÖCKING, geboren 1984 schloss ihr Studium der Kulturwissenschaften der ästhetischen Praxis 2011 mit Diplom ab. Nach einer Assistenz in der Präparationswerkstatt des Naturhistorischen Museum in Mainz entschied sie sich für ein Studium der bildenden Kunst/Bildhauerei bei Professorin Pia Stadtbäumer, dass sie 2015 mit dem Master abschloss. Möcking thematisiert in ihren Arbeiten organische Elemente, die den Tod ebenso wie das Leben sichtbar machen, aber auch ein Dazwischen zulassen. Durch die Abstraktion und die Ästhetisierung der Materialien wird der Ekel und die Idee der Verwesung transformiert. Es entstehen neue Synergien, die brachial, archaisch als auch ästhetisch und leicht wirken.

PHILIP SPIEGELBERG, geboren 1971 in Hamburg. Seit seinem Diplom der Gestaltung an der HAW/Hamburg widmet er sich der experimentellen/ mechanischen Malerei. Er beschäftigt sich mit dem Unbewussten, dem verbal nicht fassbaren. Er arbeitet vorsatzfrei und stark experimentell. Dabei nutzt er chemische und physikalische Prozesse und lässt sich von diesen Abläufen leiten. Er fixiert die Zustände, die ihn beeindrucken - hier entstehen seine Bilder und Objekte. Wir zeigen seine neusten Arbeiten aus der Serie Körperbilder.

MARIA WINDSCHÜTTEL, geboren 1986 in Dresden, schloss ihr Studium der Malerei/Professor Werner Büttner 2013 mit Diplom ab. Ein immer wiederkehrendes Thema in den Gemälden Maria Windschüttels sind Tiergestalten wie Fische, Füchse, Schwäne als animalisches Gegenüber von Frauen, Mädchen und Männern, mit denen sie in einen metamorphen Zustand zu treten scheinen. Windschüttels Bilder leben von einem nicht auflösbaren Zwiespalt voll roher Gewalt und entwaffnender Zartheit. Ausgehend von Farbkleckse ersinnt sie Fabelwelten, die als Verdichtung aus dem Untergrund hervorzutreten scheinen.

TING ZHANG, geboren 1982 in Dalian, China, ergänzte sein Studium der Malerei an der Onomichi City University, Japan um ein Masterstudium der freien Kunst/Malerei bei Prof. Werner Büttner, dass er 2015 abschloss. Im gleichen Jahr erhielt er den Nachwuchspreis der Kunststiftung Schües, mit dem besonders vielversprechende Nachwuchskünstler der Hochschule der bildenden Künste gefördert werden. Zhang greift in seinen Arbeiten alltägliche, religiöse und politische Themen auf und überhöht diese teils ironisch teils illustrativ visionär. Seine Themen spielen sich im sozialen Umfeld ab, und werfen ein Schlaglicht auf einzelne Individuen und ihre widersprüchlichen Handlungen.  

 

 

LUKAS BLEUEL YOOJIN CHANG DANIEL HÖRNER FEE KUERTEN NICOLAS LILLO EVELYN MÖCKING PHILIP SPIEGELBERG MARIA WINDSCHÜTTEL TING ZHANG
ZUM NIEDERKNIEN
03.12.15  -  13.01.16

VERNISSAGE  DONNERSTAG,  15. OKTOBER 2015   19 UHR

Glückseligkeit (griech. Eudämonie), der Zustand des sinnlich-vernünftigen Wesens, in welchem es nicht nur seine Bedürfnisse, sondern auch seine Wünsche befriedigt sieht, oder (nach Kant) in welchem ihm im Ganzen seiner Existenz alles nach Wunsch und Willen geht.

Weil aber Menschen unterschiedliche Vorstellungen vom Zweck ihres Daseins oder vom Wesen des Menschen haben, verstehen sie unter Glück meistens etwas anderes. Die einen denken, es sei Macht, Besitz, die anderen Sinnenlust, andere Ehre oder die Beschäftigung mit Kunst und Wissenschaft oder gar Tugendhaftigkeit.  

Der Ausstellung mit dem Titel GLÜCKSELIG zeigt übergroße, durch vielfache Farbüberlagerungen szenisch verdichtete Aquarelle Lukas Bleuels und stellt diese der aus Blutmehl und Lack angefertigten Malerei "Puls" von Evelyn Möcking gegenüber. Das Material darf hier durchaus symbolisch verstanden werden. Blut als Lebenssaft, als Substanz die sowohl Nahrung bedeutet, jedoch auch Tod und Wiedergeburt in sich trägt. Viele Vorstellungen kreisen um das Blut als Sitz der Seele, weltweit verbreitet sind Gebräuche, die mit Blut hilfreiche, erlösende Kräfte beschwören oder feindliche, zerstörerische, dämonische Einflüsse vertreiben sollen.

LUKAS BLEUEL, geb. 1988 erweiterte sein Bachelor-Studium der Freien Kunst bei den Professoren Jeanne Faust, Nick Maus, Birgit Megerle und Achim Hoops an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg um ein Masterstudium, dass er im Jahr 2015 abschloss. Er thematisiert in seinen großformatigen Aquarellen phantastische irrationale Szenerien die einerseits an die Bildkunst eines Hieronymus Bosch erinnern, sich andererseits ins Unkonkrete verlieren. Dabei aber eine ruhige Tiefe und Vielschichtigkeit entwickeln und dadurch die Betrachter in immer wieder neue Betrachtungswinkel ziehen. Er verarbeitet in dieser Aquarell-Serie das Thema der Reizüberflutung und setzt diesem den Moment der Verlangsamung entgegen. Bleuels großformatige Aquarelle zeichnen sich durch eine mit großer Konsequenz ausgearbeiteten Bildsprache und eine besondere Leuchtkraft aus.

EVELYN MÖCKING, geb. 1984 schloss ihr Studium der Kulturwissenschaften der ästhetischen Praxis 2011 mit Diplom ab. Nach einer Assistenz in der Präparationswerkstatt des Naturhistorischen Museum in Mainz entschied sie sich für ein Studium der bildenden Kunst/Bildhauerei bei Professorin Pia Stadtbäumer, dass sie 2015 mit dem Master abschloss.  

 

 

LUKAS BLEUEL EVELYN MÖCKING
GLÜCKSELIG
15.10.15  -  22.11.15

Zur Vernissage am Samstag, den 5. September 2015 um 19 Uhr laden wir herzlich ein.

Der Ausstellungstitel COURAGE steht für den Mut als Voraussetzung jeglicher Kreativität. 7TÜREN präsentiert Malereien von Daniel Hörner und Fee Kuerten. Beide beziehen sich in ihrer Arbeit auf grafische Standards, die Ihnen als Basis zur Entwicklung ihrer unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen dient.  

DANIEL HÖRNER, geb. 1978 absolvierte sein Studium der Freien Kunst bei Professor Ludger Gerdes an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Hörner s Malereien bestechen durch eine mit großer Konsequenz und Systematik ausgearbeiteten Bildsprache. Er verarbeitet in seinen Bildern geometrische Grundformen, denen er durch fein nuancierte Farbverläufe und Schattenwürfe eine außergewöhnliche Strahlkraft verleiht. Er öffnet die Begrenzung des Bildes, seine Flächen entwickeln eine vielschichtige, räumliche Tiefe.  

Die Ausstellung zeigt großformatige Arbeiten aus dem Jahr 2012 und stellt diese seinen aktuellen Malereien gegenüber. In seiner neuen Werkgruppe entwickeln Hörners Bilder eine ungeahnte Tiefenwirkung, punktuelle Verwischungen kreieren Lichtmomente, zart geschwungene Overdub-Linien zerteilen und vereinen lässig zugeschnittene Flächen.  

Farbebenen, Linien, Schnitte, Schatten überlagern, unterwandern und begegnen einander. Titel wie Brücke, Wende, Heim, New Basics verweisen auf das Sinnstiftende außerhalb seiner Bilder.  

FEE KUERTEN, geb. 1988 studierte bei Professorin Jutta Koether und Felix Kubin an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Sie arbeitet als visuelle und auditive Künstlerin. 7TÜREN präsentiert Arbeiten ihrer Reihe "Creeping out of the Canvas: Gestenbilder". Diese Installation hinterfragt die Malerei selbst. Der Betrachter bewegt sich zwischen klassischer und moderner Abbildung der Malerei. Diese Installation wird mit einer Musik-Performance verbunden, in der die Künstlerin in der Projektion steht und eigene Kompositionen durch das Schichten von Sounds darbietet und somit das Medium Sound/Musik in Verbindung mit freier Kunst und dessen Grenze auflöst. "Musik ist Malerei ist Musik"

Die Performance beleuchtet beim Übergang vom zwei- in den dreidimensionalen Raum zwei Themen: Abstraktion und Expressivität. Fee Kuerten nutzt die größere Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten, die Musik und Performance bieten, um diese auf ihre Malerei zu übertragen. Ausgangsparameter wie Farbe, Größe des Bildes, der vordefinierte Raum, Schichtungen und Wiederholungen, das Stilisieren von Fehlern schließlich die spontane, zerstörerische Geste, die aus dem vorgegebenen Raum ausbricht, ihn erweitert und sprengt.  

2014 erhielt Fee Kuerten den ASA-Preis und erweiterte ihr Studium (Diplom 2015) an der SMFA in Boston u.a. bei Nate Harrison und Mary Ellen Strom. Kuerten gründete das musikalische Projekt Tellavision, LADA, sowie das Label "Bloody Hands Ltd." (Blooha UnLtd.).  

 

 

 

DANIEL HÖRNER FEE KUERTEN
COURAGE
05.09.15  -  03.10.15

Zur Vernissage am Samstag, den 25. Juli um 19 Uhr laden wir herzlich ein.

Die Ausstellung mit dem Titel "LOSLASSEN" spannt einen Bogen zwischen den szenischen Momentaufnahmen des Chinesen Ting Zhang und den filmischen Annäherungen der Süd-Koreanerin Yoojin Chang.

Ting Zhang greift in seinen Arbeiten alltägliche, religiöse und politische Themen auf und überhöht diese teils ironisch teils illustrativ visionär. Zhang thematisiert in seinen Arbeiten, die sich vorwiegend im sozialen Umfeld abspielen, einzelne Individuen und ihre widersprüchlichen Handlungen. Dabei zeigt er großes Einfühlungsvermögen und Hingabe.  

Die Süd-Koreanerin Yoojin Chang verfolgt eine andere Herangehensweise in ihren traumähnlichen Inszenierungen. Ausgehend vom Hintergrund füllt sie ihre "Film-Sets" Stück für Stück mit Akteuren, schlussendlich schweift ihr Blick an den Protagonisten vorbei und richtet sich auf die Komparsen, die sich in bizarren, mitunter auch irrwitzigen Szenerien zu befinden scheinen.

TING ZHANG, geboren 1982 in Dalian, China, ergänzte sein Studium der Malerei an der Onomichi City University, Japan um ein Masterstudium der freien Kunst/Malerei bei Prof. Werner Büttner, dass er 2015 abschloss. Im gleichen Jahr erhielt er den Nachwuchspreis der Kunststiftung Schües, mit dem besonders vielversprechende Nachwuchskünstler der Hochschule für bildende Künste gefördert werden.  

YOOJIN CHANG, geboren 1984 in Seoul/Süd-Korea, schloss ihr Studium an der HfbK bei Professor Werner Büttner und Professor Dr. Michael Diers im Jahr 2014 ab. Neben dem DAAD Leistungsstipendium für ausländische Studierende erhielt auch sie den Kunstpreis der Kunststiftung Christa und Nikolaus Schües.  

 

 

TING ZHANG YOOJIN CHANG
LOSLASSEN
25.07.15  -  29.08.15

NICOLAS LILLO:  In seinem künstlerischen Schaffen nimmt Nicolas Lillo Bezug auf die Ästhetik der Gothic-Szene und verknüpft diese mit dem aktuellen Gefühl einer Informationsübersättigung.Den Anweisungen der "antitutorials" folgend, strebt er nach Unterwanderung von Kreativität, Sprache und planvollem Schaffen. Er arbeitet mit den Medien Öl, Video und Musik.

Durch die vielfachen Materialüberlagerungen Schichtungen aus Zögern, Bedauern und wiederholtem Auftragen von Farben, dem zufälligen Anhäufen von Zweifeln versucht er dem Streben nach dem perfekten Werk des herkömmlichen Kunstverständnisses zu entgehen und gibt dem dekorativen Zersetzung und dem Unbewussten den Vorzug.

 

MARIA WINDSCHÜTTEL:  Ein immer wiederkehrendes Thema in den Gemälden Maria Windschüttels sind Tiergestalten wie Fische, Füchse, Schwäne als animalisches Gegenüber von Frauen, Mädchen und Männern, mit denen sie in einen metamorphen Zustand zu treten scheinen.

Windschüttels Bilder leben von einem nicht auflösbaren Zwiespalt voll roher Gewalt und entwaffnender Zartheit. Ausgehend von Farbkleksen ersinnt sie Fabelwelten, die als Verdichtung aus dem Untergrund hervor zu treten scheinen.

NICOLAS LILLO MARIA WINDSCHÜTTEL
HAMBURGER SCHULE
11.05.15  -  11.07.15