white trash contemporary - agentur für kunst & kommunikation

BARLACH HALLE K

KLOSTERWALL 12

20095 HAMBURG


Herzliche Einladung zur Vernissage

Freitag, 22. Sept. 2017, 18.00 Uhr

einführende Worte von Ulrich Rüter ca. 18.30 Uhr

Vom 23. September bis 14. Oktober 2017 präsentiert die Galerie white trash contemporary in den Räumen der Barlach Halle K die Ausstellung SCHATTENWELTEN der Hamburger Künstlerin OLGA CZEWSKA

Die Auseinandersetzung mit Schwarz – als Farbe, Form, Material und Inhalt – steht im Mittelpunkt des ungegenständlichen Werkes der Künstlerin Olga Czewska. So ist die neue Präsentation mit Arbeiten aus den letzten zehn Jahren von dem bestimmenden Leitmotiv des Schattens geprägt. Mit unterschiedlichen Medien und künstlerischen Techniken widmet sich die Künstlerin den flüchtigen Momenten, die sie in einer oft rätselhaften und geheimnisvollen "Schattenwelt" festhält, aber ebenso auch in einfachen Formen in klarer Kontur gegen helle Hintergründe absetzt. In radikaler formaler Reduktion entfaltet sich in der Bildsprache Czewkas ein einmaliger Kosmos mit vielfältigen Assoziationsmöglichkeiten. 

Licht und Schatten als voneinander abhängige Bildkomponenten, verbinden sich in den Arbeiten zu einem bemerkenswert vielschichtigen und spirituellen Werk, das in seinem transzendenten Charakter die Erfahrungswelt des Betrachters subtil erweitert. 

„In meiner Kunst versuche ich alles Überflüssige in einem Bild zu vermeiden, um zu einer klaren Formensprache zu gelangen. Der Einfluss des ZEN hat meine Arbeit in diesem Sinn sehr geprägt.“

Die aktuelle Werkpräsentation von Malerei und Photographie setzt sich aus verschiedenen Werkgruppen zusammen und wird durch raumgreifende Skulpturen ergänzt. Ob schwarz gefasstes Eisen wie in der neuesten Arbeit „Die Wächter“ oder die dunklen Holzformen der „H.O.G.“-Gruppe: auch hier ist Schwarz das bestimmende Thema der Künstlerin. Schwarz symbolisiert für sie das Geheimnisvolle oder die Tiefe ebenso wie Ernsthaftigkeit, Würde, aber auch Unendlichkeit. Ihre künstlerische Sprache findet Ausdruck in unterschiedlichen Medien, doch ob Malerei, Photographie oder Skulptur, immer geht es um die Auseinandersetzung mit Licht, Form und Fläche und vor allem um den Schatten. Das Unbestimmte, Ungreifbare zeigt sich in scheinbar immateriellen, oft wie schwebend erscheinenden Gebilden. Insbesondere in ihren photographischen Arbeiten folgt die Künstlerin zufällig vorgefundenen Schattenspuren und formt sie zu stillen, meditativen Kompositionen. Nicht mehr die Schatten gebenden Objekte oder Raumkörper sind das Thema der Arbeiten, sondern deren Schatten werden zu autonomen Werken ausgestaltet. 

Text: Ulrich Rüter


OLGA CZEWSKA
Schattenwelten
22.09.17  -  14.10.17