IMBA Galerie

Regine Kalmárs Vorliebe gilt dem Figürlichen, dem gewohnten häuslichen Geschehen, der Landschaft. Szenische Kompositionen der Darstellung des Körperlichen, Stillleben und Landschaftsdarstellungen sind daher das Ergebnis ihrer malerischen und zeichnerischen Arbeit. Gegen das stilistische Einordnen wehrt sie sich schon deshalb, weil sie frei bleiben möchte von starren Festlegungen: „Ich will in meiner künstlerischen Arbeit auf die sich verändernden Eindrücke ohne Zwänge reagieren können. Ich gehorche keiner fest umrissenen Theorie, sondern arbeite offen und an persönlichen Neigungen orientiert. Meine Bilder sind nicht allegorisch, ich will nichts anderes ausdrücken, als das, was die Bilder zeigen.“ 

Thematisch passend werden Steinskulpturen aus Zimbabwe in einen Dialog mit ihren Bildern treten. 

Regine Kalmár
Frauen-Seiten - Bilder der Malerin Regine Kalmár
29.04.17  -  21.05.17

Das zweite Leben begann für den Maler Werner Thiele (1911-1992) als er aus dem für ihn nicht enden wollenden Krieg doch noch nach Hause kam. Gegen Ende des Krieges in sowjetische Gefangenschaft geraten, leistete Werner Thiele in einem Bleibergwerk unter härtesten Bedingungen Zwangsarbeit und wurde erst 1949 aus dem sibirischen Arbeitslage entlassen.

Nach seiner Heimkehr malte und zeichnete sich Werner Thiele das in Krieg und Gefangenschaft Erlebte von der Seele. Darüber hinaus bildeten Industrie- und Städtelandschaften, Natur, Meer und Schiffe, figürliche und abstrakte Kompositionen sowie Bilder mit religiösen Inhalten seine Motive.

Werner Thiele zeigte schon als Kind zeichnerische Begabung. Sein Vater verwehrte ihm aus Sorge um die finanzielle Absicherung des Sohnes eine Ausbildung an der Kunsthochschule. Der Beruf des Feinmechanikers sicherte seinen Lebensunterhalt und ermöglichte ihm, ohne künstlerische Konzessionen an das Publikum zu arbeiten. 

Werner Thiele setzte sich mit den Kunstströmungen des 20.Jahrhunderts intensiv auseinander, so dass Kubismus, Fauvismus und Expressionismus Spuren in seinem Werk hinterlassen haben, ebenso wie die abstrakte Malerei der 1960er Jahre. Seine Begeisterung für die deutschen Expressionisten war groß und deshalb war er 1938 entsetzt über die Ausstellung "Entartete Kunst" in Hamburg-Planten un Blomen.

 

Die IMBA-Galerie zeigt einen Ausschnitt von Werner Thieles Werk - die Gefangenschaft, der Mensch in der Stadtlandschaft sowie Menschen mit ihren Masken. Thematisch passend werden Steinskulpturen aus Simbabwe in einen Dialog mit seinen Bildern eintreten. 

Aufgrund der positiven Resonanz auf die Ausstellung ist der NDR auf Werner Thieles Werk aufmerksam geworden und hat in der Kultursendung, dem Abendjournal, auf NDR 90,3 am 3.März 2017 einen Beitrag gesendet. Nachzulesen und mit Bildern versehen ist der gelungene Beitrag auf der Website des Senders: www.ndr.de/kultur/kunst/hamburg/Erinnerungen-an-den-Maler-Thiele,wernerthiele102.html . Den dreiminütigen Podcast sendet IMBA Galerie auf Anfrage gerne zu: info@imba-galerie.de

 

 

Werner Thiele
DAS ZWEITE LEBEN - Erinnerung in Bildern an den Hamburger Maler Werner Thiele (1911-1992). Gefangenschaft - Großstadt - Masken
25.02.17  -  19.03.17