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Hamburg
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Øystein Aasan
Babel
09.09.2010
-
23.10.2010

Der norwegische Künstler Øystein Aasan hinterfragt, in welchem Kontext Kunst entsteht und wie sie aufgenommen bzw. verstanden wird. Die Frage nach Autorschaft und Authenzität, nach Verbreitung und Rezeption steht im Mittelpunkt seiner Arbeit. Øystein Aasan arbeitet interdisziplinär: An der Schnittstelle von Kunst und Architektur, von Sprache und Musik, von historischer Referenz und alltäglicher Erinnerung schafft er Werke, die reflektiert, pragmatisch und dezent poetisch sind. Der Künstler arbeitet vorwiegend mit “easy-to-handle” Materialien wie Holz, Postern oder Karton, die den konzeptuellen Ansatz seiner Arbeit unterstreichen.
Patrick Farzar
Siggi
28.05.2010
-
10.07.2010

Casandra Popescu & Hannah Rath
OA! Schaut Sprachparaden nahn!
26.03.2010
-
08.05.2010

CASANDRA POPESCUS Zeichnungen erforschen die Welt. Es sind nicht die großen, dominanten politischen oder gesellschaftlichen Themen, sondern Annahmen über Zusammenhänge zunächst vielleicht irrwitzigster und absurder Begebenheiten. Bei genauerer Betrachtung jedoch sind es Dinge, die sehr elementar sind. Dinge, die die Welt im Inneren zusammen halten und derer man sich kaum bewusst macht, weil sie so offenkundig, so selbstverständlich „da“ sind. Ihre Zeichnungen sind Zeugnisse ihrer Suche nach Erkenntnissen über die Welt; ihr Thema ist die Wahrnehmung alltäglicher Vorgänge und Erklärungsmuster. Akribisch baut sie an einer individuellen Ordnung, derer Fehlbarkeit sie sich bewusst ist, und die sich dennoch bis zum äußersten treibt. Casandra Popescu betreibt künstlerische und ästhetische Grundlagenforschung.
In ihren Papierarbeiten setzt sie sich – wie auch Hannah Rath - intensiv mit Sprache auseinander. Sie verändert, sie verschiebt, sie lässt aus, sie kombiniert, sie versucht neue Zuordnungen – kurzum: Sie spielt und forscht mit Sprache. Sehr oft enthalten ihre Arbeiten auch Elemente aus den Naturwissenschaften wie Rechnungen, geometrische Formen, Diagramme oder Formeln. Die zunächst mathematisch wirkenden Elemente zeugen jedoch von einer philosophischen Tiefe, denn es geht nicht um die Dinge, sondern um den Raum, den die Dinge einnehmen. Diese Erkenntnisse paart sie nicht selten mit einem ordentlichen Schuss Humor, der eine abgründige Leichtigkeit in ihre Werke bringt, die den Betrachter in eine Tiefe ziehen, ihn nicht selten ins Grübeln bringen.
Dreh- und Angelpunkt der künstlerischen Arbeit von HANNAH RATH sind Worte und Buchstaben. Die Künstlerin experimentiert mit ihren Silhouetten, mit Verschiebungs- und Variationsmöglichkeiten, die zu neuen Bedeutungsebenen führen und Zusammenhänge sichtbar machen. Ein besonderes Interesse besteht an Anagrammen, Palindromen, Pangrammen oder grammatikalischen Strukturen – Verschiebungen, neue Anreihungen von fest definierten Buchstaben, die neue bzw. parallele Bedeutungsebenen erschließen. Die Collagen, (Schreibmaschinen-) Zeichnungen, Videos, Skulpturen und Buchobjekte von Hannah Rath sind Ausdruck einer visuellen Lyrik: Spielerisch werden Lücken festgehalten oder innere Strukturen durch Freistellungen oder Additionen neu im Raum verortet. Diese Umsortierungen dienen der Künstlerin, um einen Freiheitsmoment in einem festgeschriebenen Ordnungssystem herauszufordern. Insbesondere in ihren Buchobjekten und Skulpturen wird die Gestalt des Buchstabens direkt mit der menschlichen Physis in Verbindung gebracht. Die einzelnen Raumfiguren (be)stehen als Anordnung im Raum neben einander, fußen auf ähnlichen Ansätzen, stehen jedoch in keiner direkten Abhängigkeit zu einander. Die verwendeten Materialien wie Papier oder Glas definieren sich durch Klarheit und Leichtigkeit – ebenso liegt diesen Materialien ein filigraner, zerbrechlicher und vergänglicher Moment zu Grunde.
Casandra Popescu wurde 1978 in Medias/Rumänien geboren. Sie studierte bei Andrea Tippel an der HfbK Hamburg und an der Dieter Roth Academy. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.
Hannah Rath wurde 1983 in Marburg geboren. Die Künstlerin studierte an der HfbK Hamburg bei Pia Stadtbäumer. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.
Bildmaterial ist vorhanden.
Pressekontakt:
Galerie Katharina Bittel
Admiralitätstr. 71 / Vorderhaus 2. OG
20459 Hamburg
T: 040/25 49 68 83 * E: bittel@galeriebittel.de
In ihren Papierarbeiten setzt sie sich – wie auch Hannah Rath - intensiv mit Sprache auseinander. Sie verändert, sie verschiebt, sie lässt aus, sie kombiniert, sie versucht neue Zuordnungen – kurzum: Sie spielt und forscht mit Sprache. Sehr oft enthalten ihre Arbeiten auch Elemente aus den Naturwissenschaften wie Rechnungen, geometrische Formen, Diagramme oder Formeln. Die zunächst mathematisch wirkenden Elemente zeugen jedoch von einer philosophischen Tiefe, denn es geht nicht um die Dinge, sondern um den Raum, den die Dinge einnehmen. Diese Erkenntnisse paart sie nicht selten mit einem ordentlichen Schuss Humor, der eine abgründige Leichtigkeit in ihre Werke bringt, die den Betrachter in eine Tiefe ziehen, ihn nicht selten ins Grübeln bringen.
Dreh- und Angelpunkt der künstlerischen Arbeit von HANNAH RATH sind Worte und Buchstaben. Die Künstlerin experimentiert mit ihren Silhouetten, mit Verschiebungs- und Variationsmöglichkeiten, die zu neuen Bedeutungsebenen führen und Zusammenhänge sichtbar machen. Ein besonderes Interesse besteht an Anagrammen, Palindromen, Pangrammen oder grammatikalischen Strukturen – Verschiebungen, neue Anreihungen von fest definierten Buchstaben, die neue bzw. parallele Bedeutungsebenen erschließen. Die Collagen, (Schreibmaschinen-) Zeichnungen, Videos, Skulpturen und Buchobjekte von Hannah Rath sind Ausdruck einer visuellen Lyrik: Spielerisch werden Lücken festgehalten oder innere Strukturen durch Freistellungen oder Additionen neu im Raum verortet. Diese Umsortierungen dienen der Künstlerin, um einen Freiheitsmoment in einem festgeschriebenen Ordnungssystem herauszufordern. Insbesondere in ihren Buchobjekten und Skulpturen wird die Gestalt des Buchstabens direkt mit der menschlichen Physis in Verbindung gebracht. Die einzelnen Raumfiguren (be)stehen als Anordnung im Raum neben einander, fußen auf ähnlichen Ansätzen, stehen jedoch in keiner direkten Abhängigkeit zu einander. Die verwendeten Materialien wie Papier oder Glas definieren sich durch Klarheit und Leichtigkeit – ebenso liegt diesen Materialien ein filigraner, zerbrechlicher und vergänglicher Moment zu Grunde.
Casandra Popescu wurde 1978 in Medias/Rumänien geboren. Sie studierte bei Andrea Tippel an der HfbK Hamburg und an der Dieter Roth Academy. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.
Hannah Rath wurde 1983 in Marburg geboren. Die Künstlerin studierte an der HfbK Hamburg bei Pia Stadtbäumer. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.
Bildmaterial ist vorhanden.
Pressekontakt:
Galerie Katharina Bittel
Admiralitätstr. 71 / Vorderhaus 2. OG
20459 Hamburg
T: 040/25 49 68 83 * E: bittel@galeriebittel.de
Anja Ciupka
Diadem
29.01.2010
-
20.03.2010

Als hätte eine Riesen-Spinne den Galerieraum in Beschlag genommen, hat die Künstlerin Anja Ciupka ein raumgreifendes Spinnennetz aus feinen Goldketten in den Galerieraum gewebt. Jedoch fallen Fehler in der Webstruktur auf: Es gibt Löcher, Unregelmäßigkeiten - in diesem Netz herrscht Chaos. Der Hintergrund: Die Künstlerin ist von einer Spinne inspiriert worden, die unter Drogeneinfluss – in diesem Fall Koffein – arbeitet. Untersuchungen haben gezeigt, dass Drogen einen erheblichen Einfluss auf die Netzarchitektur von Spinnen haben. Koffein, die wohl üblichste Droge von allen, hat die bizarrste Wirkung. Die Spinnen knüpfen die Fäden völlig planlos aneinander. Schon nach Verzehr geringer Mengen von Koffein tobt in den Spinnenköpfen das Chaos: Nichts klappt mehr, nichts passt zusammen. In diesem Fall führt der Drogeneinfluss zu fatalen Folgen. Das Netz der Spinne ist gemeinhin eine Falle, mit der die Spinne ihre Beute in einen quasi unsichtbaren Hinterhalt lockt. Doch hier ist der Beutefang zum Scheitern verurteilt, denn der durch Drogen entstandene Webfehler wird die Beute nicht halten können. Das ästhetisch so beeindruckende Netz wird in seiner Funktion versagen.
Für Anja Ciupka hat das Spinnennetz unterschiedliche Bedeutungsebenen. Beispielsweise kann es ein humorvoller Verweis auf das Netzwerken im Kunstsystem sein oder als ein Symbol der Partnersuche gelesen werden. Letzteres unterstreicht die Casa Baldi-Stipendiatin an der deutschen Akademie in Rom (2009) mit der Wahl des Materials, das sie intelligent in Bezug zum Inhalt setzt. Die Kreuzspinne heißt im Englischen „Garden Spider“ oder „Diadem Spider“. Der Begriff Diadem stammt aus dem Griechischen und bezeichnet eine Stirnbinde, bzw. „Herumbinden“. Ein Diadem galt als Herrschaftszeichen, als kaiserliches bzw. monarchisches Insignium. Noch heute wird es bei Hochzeiten als Brautkranz getragen. Die Goldketten, mit der die Künstlerin das Netz gewoben hat, sind also ein Bindeglied zwischen Realität, narrativem Momentum und Interpretation.
An der Grenze von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit nimmt die Düsseldorfer Künstlerin den gesamten Raum subversiv ein, ohne ihn materiell zu besetzen. Diese Besitznahme ist ein wiederkehrendes Motiv im Werk von Anja Ciupka. Beschreibungen und Koordinaten, die einen Raum und seine Begrenzungen definieren, ohne diesen materiell zu besetzen oder nachzubilden, sind meist Ausgangspunkte ihrer künstlerischen Arbeit. In diesem Fall spielt sie mit der Partnersuche, mit deren Fatalität, mit einem – vielleicht zu starken - Willen und dem damit verbundenen Scheitern.
Gängige Familien- bzw. Partnerschaftsmodelle und deren Bezug zu sozialen, gesellschaftlichen oder auch politischen Rahmenbedingungen hinterfragt Ciupka in der Arbeit „Single Mother by Choice“. Die Neonarbeit, die die Worte handschriftlich abbildet, bezieht sich auf das Netz: Nach der Paarung tötet das Weibchen das Männchen mit einem giftigen Biss, umwickelt es mit seinem Faden und verteilt ein Verdauungssekret über den Ex-Mann. Nach der Zersetzung frisst das Weibchen das Männchen. Die Kreuzspinne ist aus ihrem biologischen Programm heraus allein erziehend. Ein Thema, das in unserer Gesellschaft immer präsenter wird, jedoch nicht als „perfektes Modell“ wahrgenommen wird. Dennoch: Der Anspruch auf Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung sowie die Möglichkeit, sich und die Familie auch ohne Mann zu ernähren sind Themen, die Frauen zunehmend beschäftigen.
Anja Ciupka beobachtet sehr genau Wahlmöglichkeiten und Rahmenbedingungen in unserer heutigen Gesellschaft, daraus entstehende Chancen und Risiken, unauflösbare Widersprüche. Sie stellt gesellschaftliche Fragen in intelligenter, humorvoller und distanzierter Form zur Debatte. Sie stellt vermeintlich „ideale“ Modelle und Stereotypen zur Disposition und denkt dialektisch über Alternativen nach - ohne den Zeigefinger mahnend zu erheben oder Lösungswege vorzugeben. Anja Ciupka sagt: „Ich glaube nicht dass wir ein ideales Modell finden werden, aber durch Beweglichkeit im Denken und Handeln können wir uns zumindest reflektierend unserer Situation stellen und uns Lösungen annähern.“
Anja Ciupka wurde 1975 in Zwickau geboren. Sie studierte bei Magdalena Jetelová an der Düsseldorfer Kunstakademie. 2009 war sie Stipendiatin an der Deutschen Akademie in Rom (Casa Baldi). Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Für Anja Ciupka hat das Spinnennetz unterschiedliche Bedeutungsebenen. Beispielsweise kann es ein humorvoller Verweis auf das Netzwerken im Kunstsystem sein oder als ein Symbol der Partnersuche gelesen werden. Letzteres unterstreicht die Casa Baldi-Stipendiatin an der deutschen Akademie in Rom (2009) mit der Wahl des Materials, das sie intelligent in Bezug zum Inhalt setzt. Die Kreuzspinne heißt im Englischen „Garden Spider“ oder „Diadem Spider“. Der Begriff Diadem stammt aus dem Griechischen und bezeichnet eine Stirnbinde, bzw. „Herumbinden“. Ein Diadem galt als Herrschaftszeichen, als kaiserliches bzw. monarchisches Insignium. Noch heute wird es bei Hochzeiten als Brautkranz getragen. Die Goldketten, mit der die Künstlerin das Netz gewoben hat, sind also ein Bindeglied zwischen Realität, narrativem Momentum und Interpretation.
An der Grenze von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit nimmt die Düsseldorfer Künstlerin den gesamten Raum subversiv ein, ohne ihn materiell zu besetzen. Diese Besitznahme ist ein wiederkehrendes Motiv im Werk von Anja Ciupka. Beschreibungen und Koordinaten, die einen Raum und seine Begrenzungen definieren, ohne diesen materiell zu besetzen oder nachzubilden, sind meist Ausgangspunkte ihrer künstlerischen Arbeit. In diesem Fall spielt sie mit der Partnersuche, mit deren Fatalität, mit einem – vielleicht zu starken - Willen und dem damit verbundenen Scheitern.
Gängige Familien- bzw. Partnerschaftsmodelle und deren Bezug zu sozialen, gesellschaftlichen oder auch politischen Rahmenbedingungen hinterfragt Ciupka in der Arbeit „Single Mother by Choice“. Die Neonarbeit, die die Worte handschriftlich abbildet, bezieht sich auf das Netz: Nach der Paarung tötet das Weibchen das Männchen mit einem giftigen Biss, umwickelt es mit seinem Faden und verteilt ein Verdauungssekret über den Ex-Mann. Nach der Zersetzung frisst das Weibchen das Männchen. Die Kreuzspinne ist aus ihrem biologischen Programm heraus allein erziehend. Ein Thema, das in unserer Gesellschaft immer präsenter wird, jedoch nicht als „perfektes Modell“ wahrgenommen wird. Dennoch: Der Anspruch auf Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung sowie die Möglichkeit, sich und die Familie auch ohne Mann zu ernähren sind Themen, die Frauen zunehmend beschäftigen.
Anja Ciupka beobachtet sehr genau Wahlmöglichkeiten und Rahmenbedingungen in unserer heutigen Gesellschaft, daraus entstehende Chancen und Risiken, unauflösbare Widersprüche. Sie stellt gesellschaftliche Fragen in intelligenter, humorvoller und distanzierter Form zur Debatte. Sie stellt vermeintlich „ideale“ Modelle und Stereotypen zur Disposition und denkt dialektisch über Alternativen nach - ohne den Zeigefinger mahnend zu erheben oder Lösungswege vorzugeben. Anja Ciupka sagt: „Ich glaube nicht dass wir ein ideales Modell finden werden, aber durch Beweglichkeit im Denken und Handeln können wir uns zumindest reflektierend unserer Situation stellen und uns Lösungen annähern.“
Anja Ciupka wurde 1975 in Zwickau geboren. Sie studierte bei Magdalena Jetelová an der Düsseldorfer Kunstakademie. 2009 war sie Stipendiatin an der Deutschen Akademie in Rom (Casa Baldi). Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Christian Haake
Now Show
13.11.2009
-
16.01.2010

Christian Haake baut aus dem Gedächtnis heraus Installationen, die auf intelligente und durchdachte Weise Geschichten vom Leben und Gelebtem erzählen. Sie bringen unsere Maßstäbe durcheinander, sie fordern unsere Wahrnehmung von Erinnertem heraus, sie führen unser Denken und unser Urteilsvermögen auf Glatteis. Seine akribisch angefertigten Modelle, die mit einer unendlichen Detailverliebtheit angefertigt sind, brechen mit unserer Auffassung von Maßstäblichkeit und Realität.
In der Ausstellung „Now Show“ in der Galerie Katharina Bittel zeigt der Künstler u.a. die Arbeit mit gleichem Titel. Es ist das Modell einer alten Anzeigetafel, wie sie früher an Kinos oder Theater hingen. Die leeren Lampenfassungen über den großen roten Lettern „NOW SHOWING“ zeigen dunkle Spuren einstigen Lichts. Licht, um diese Lettern zu beleuchten, Inhalte sichtbar zu machen und Publikum anzuziehen. Die Tafel selber zeigt außer der Ankündigung „Now Showing“ nicht den vermuteten Titel eines Stücks. Doch werden wir gerade wegen des fehlenden Inhalts verführt, uns eigene Szenerien vorzustellen. Unwillkürlich fühlt man sich an Filme wie „Cinema Paradiso“ oder Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ erinnert: an volle Säle, an bewegte Bilder und Filmklassiker, die in diesem Haus gezeigt wurden. Aber auch an persönliche Geschichten, die in diesen Vorführungen vielleicht neue Wendungen nahmen. Haakes Arbeiten zitieren die Sprache des Kinos und eröffnen in ihren unerfüllbaren Ankündigungen einen Sehnsuchts- und Imaginationsraum, der den Betrachter zunächst in einen Sog von Erinnertem und neuen Phantasien zieht. Doch finden sich immer wieder Brüche von Maßstäblichkeit, die den Betrachter auf subtile Weise irritieren und seine Arbeiten rätselhaft aufladen. Stets stellt der Künstler in seinen Arbeiten die Frage nach dem Verhältnis von Wirklichkeit, Wahrnehmung und erinnertem Bild. Was zunächst geradezu manisch akribisch anmutet, offenbart einen hohen Grad an Poesie und den Wunsch, den feinen Riss unserer Wahrnehmung, unserer individuellen „Vermessung der Welt“ sichtbar zu machen.
In der Ausstellung „Now Show“ in der Galerie Katharina Bittel zeigt der Künstler u.a. die Arbeit mit gleichem Titel. Es ist das Modell einer alten Anzeigetafel, wie sie früher an Kinos oder Theater hingen. Die leeren Lampenfassungen über den großen roten Lettern „NOW SHOWING“ zeigen dunkle Spuren einstigen Lichts. Licht, um diese Lettern zu beleuchten, Inhalte sichtbar zu machen und Publikum anzuziehen. Die Tafel selber zeigt außer der Ankündigung „Now Showing“ nicht den vermuteten Titel eines Stücks. Doch werden wir gerade wegen des fehlenden Inhalts verführt, uns eigene Szenerien vorzustellen. Unwillkürlich fühlt man sich an Filme wie „Cinema Paradiso“ oder Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ erinnert: an volle Säle, an bewegte Bilder und Filmklassiker, die in diesem Haus gezeigt wurden. Aber auch an persönliche Geschichten, die in diesen Vorführungen vielleicht neue Wendungen nahmen. Haakes Arbeiten zitieren die Sprache des Kinos und eröffnen in ihren unerfüllbaren Ankündigungen einen Sehnsuchts- und Imaginationsraum, der den Betrachter zunächst in einen Sog von Erinnertem und neuen Phantasien zieht. Doch finden sich immer wieder Brüche von Maßstäblichkeit, die den Betrachter auf subtile Weise irritieren und seine Arbeiten rätselhaft aufladen. Stets stellt der Künstler in seinen Arbeiten die Frage nach dem Verhältnis von Wirklichkeit, Wahrnehmung und erinnertem Bild. Was zunächst geradezu manisch akribisch anmutet, offenbart einen hohen Grad an Poesie und den Wunsch, den feinen Riss unserer Wahrnehmung, unserer individuellen „Vermessung der Welt“ sichtbar zu machen.
Øystein Aasan, Natalie Czech, Carsten Fock, Max Frisinger, Katharina Gaenssler, Christian Haake
Grid and Line
04.09.2009
-
24.10.2009
