Galerie Caesar & Koba
Adresse: Brook 5 20457 Hamburg
Telefon: +49 - (0)40 - 67 95 75 90
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KATRIN BAHRS (DE), SEBASTIAN BUERKNER (DE), DAVID CURTO (ES), SANTIAGO ESCOBAR (CO), EHSAN FARDJADNIYA (NL), MANU LUKSCH & MUKUL PATEL (AT/UK), GIANCARLO PAZZANESE (CL)
MASSAGE
03.07.2009
-
13.08.2009
© Ehsan Fardjadniya

Eröffnung: Freitag, 3. Juli, 19 bis 22 Uhr

Alljährlich präsentiert Caesar & Koba eine Gruppenausstellung, die auf den besonderen Standort der Galerie in der Hamburger Speicherstadt und auf das schwerpunktmäßig bevorzugte Neue Medium eingeht. In diesem Jahr konzipiert die freischaffende Kuratorin Wiebke Gronemeyer die Ausstellung mAssage mit internationalen Künstlern aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Chile und Kolumbien. Dabei steht der Begriff "Medium" von Anfang an auf dem Spiel...
Margret Eicher
ONCE UPON A TIME [IN MASS MEDIA]
09.05.2009
-
20.06.2009
© Margret Eicher

Eröffnung: Freitag, 8. Mai, 19 bis 22 Uhr

In der Ausstellung ONCE UPON A TIME [IN MASS MEDIA] werden neue Arbeiten von Margret Eicher präsentiert. Im Zentrum stehen im Jaquard-Verfahren gewebte großformatige Tapisserien, deren opulente narrative Darstellungen - Konvergenzen zwischen ferner Vergangenheit und aktuellster Gegenwart über das Leben im 21. Jahrhundert berichten.

Mit dem Medium des Wandbehangs wählt Eicher eine historische Bildform. Getreu der Tradition mittelalterlicher bis barocker Machtrepräsentanz auf Gobelins zeigen Eichers Tapisserien die "Reichen und Schönen" unserer Zeit. Die Sujets behandeln dabei traditionell dargestellte Themen in ikonologisch zeitgemäßer Übersetzung: Primär die zur Schau Stellung von Macht und Kampf, Reichtum und Talent. Aktuelle Geschehnisse und noch nach hallende historische Gegebenheiten werden durch Eichers kompositorische Darstellungen aus Collagen prominenter Motive aus den Massenmedien in einen scheinbar antiquierten, mythologischen Kontext gerückt.

Anders jedoch als die historischen Vorbilder, denen die Künstlerin reich verbrämte Bordüren entlehnt und am Computer mit zeitgenössischen Bildmotiven collagiert, nimmt Eicher die Hauptdarsteller ihrer Tapisserien unter die kritische Lupe. Nicht nur die Figuren, die sich dort tummeln, lassen ihre Hüllen fallen. Mittels der ostentativen Bildmanipulation und ihrem bevorzugten Stilmittel Ironie enthüllt Margret Eicher die Herrschaftsstrukturen unserer Gesellschaft.

Auch die kleinformatigen Arbeiten der Serie Freche Kopie!, die ebenfalls in dieser Ausstellung gezeigt werden, liegt das Thema der Manipulierbarkeit von Bildern zugrunde. Das Medium und die Technik ist hier eine andere, das Prinzip der Irreführung bleibt. Die mehrdeutige Verschmelzung von kunsthistorischen Bildvorlagen mit medialem Bildmaterial erfolgt am Computer und wird anschließend auf Leinwand gedruckt. Den perfekten Eindruck eines altmeisterlichen Tafelbildes erhalten diese Arbeiten durch den Auftrag von transparenter Ölfarbe die sowohl die Optik als auch die Haptik des Pinselduktus vortäuscht.

Margret Eicher (*1955 in Viersen) lebt und Arbeitet in Ladenburg. Sie studierte von 1973 bis 1979 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Besonders in den letzten Jahren findet Eichers Werk internationale Anerkennung und wurde in zahlreichen Ausstellungen bedeutender Institutionen und Sammlungen gezeigt. ONCE UPON A TIME [IN MASS MEDIA] ist Margret Eichers zweite Einzelausstellung in der Galerie Caesar & Koba. Dem Hamburger Kunstfreund wird Eichers Werk auch u.a. aus dem Kunsthaus bekannt sein, wo 2007 zwei ihrer großformatigen Tapisserien in der Ausstellung Fish and Ships präsentiert wurden.

© Galerie Caesar & Koba
Dieter Vieg
"....."
03.04.2009
-
02.05.2009
© Dieter Vieg

Eröffnung: Freitag, 3. April, 19 bis 22 Uhr
Einführung: Alexander Sairally, Kunsthistoriker M.A.

Dieter Vieg malt weder mit dem Pinsel, noch, wie bei Caesar & Koba bisher bevorzugt präsentiert, mit der Maus. Der Titel „.....“ kündigt einen Künstler an, dessen charakter-istischer Malstil die Punktierung - mittels Einwegspritzen auf Leinwand applizierte Ölfarbe - ist. Ob Viegs Arbeiten nun eher an Pointillismus oder an Pixel medialer Bildtechnik erinnern, sei dem Betrachter selbst überlassen.

Das inhaltliche Leitmotiv der Ausstellung ist Amerika, zu dessen Thematik sich Vieg Jahr während USA-Rundreise in den letzten Jahren (u.a. inmitten des großen Wahlkampfes) inspirieren ließ. Daraus entstanden und in dieser Ausstellung zu sehen sind Exponate aus den Serien „In the wind ... change“, „Francisco Bay“ und die experimentellen fotografischen Arbeiten „Meine Strahlen“.

Dieter Vieg wendet seine Punktetechnik seit 1995 an. Zeichnete sich seine bekannte Portraitserie „...meine Pappenheimer“ (2001-2003) vornehmlich durch strenge geomet-rische Muster und eine akkurat gesetzte Punktrasterstruktur aus, weisen die neuen Arbeiten keine Raster, sondern den freien intuitiven Einsatz der Punktierung auf.

Der Villa Romana Kunstpreis-Träger (2001), Dieter Vieg (*1958 in Repelen am Nieder-rhein) lebt und arbeitet in Hamburg. Er studierte von 1983 bis 1991 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Sigmar Polke, Franz Erhard Walther und Bernd Koberling.
© Galerie Caesar & Koba