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Hamburg
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Zoyt
Neue Arbeiten
01.09.2010
-
06.10.2010

In seiner neuen Ausstellung in der Galerie Commeter zeigt Zoyt neue Skulpturen, die er in ernster bildhauerischer Arbeit aus dem Holz gesägt, geklopft, geschnitten, geraspelt, geschliffen , geölt und teilweise bemalt hat sowie einige Bilder in Öl , die teilweise auf Holz oder Leinwand autonom- figurative Geschichten erzählen.
In der Tradition des frühen Aristide Maillol lässt Zoyt seinen Phantasien Gestalt annehmen. Meistens arbeitet er ohne Modell und es gelingt ihm trotzdem anatomisch korrekt zu arbeiten ohne sich die Freiheit nehmen zu lassen mit den Proportionen zu spielen, sie zu stauchen oder zu dehnen. Wenn eine gute Zeichnung ein passendes Stück Holz findet, wächst aus dem Material ein von ihm bestimmtes Wesen.
Wenn ich auch bei jeder Holzskulptur, fast bei Null anfange und mich frage, wie das gut gehen soll, so weiß ich auch aus Erfahrung, dass ein konzentriertes und entspanntes Vorgehen zu einem Ergebnis führen wird, dass dann mein Scheitern für mich erträglich macht. Die Kompromisse, auf die ich eingehen muss, schulde ich Respekt und wenn der Widerstand zu groß ist, weiß ich auch den zeitlichen Abstand zu nehmen um irgendwann später, einen neuen Anlauf zu unternehmen. So beharrlich wie ein Holzwurm reduziere ich das Material nach einem freien und doch fest gefügten Plan.
In der Tradition des frühen Aristide Maillol lässt Zoyt seinen Phantasien Gestalt annehmen. Meistens arbeitet er ohne Modell und es gelingt ihm trotzdem anatomisch korrekt zu arbeiten ohne sich die Freiheit nehmen zu lassen mit den Proportionen zu spielen, sie zu stauchen oder zu dehnen. Wenn eine gute Zeichnung ein passendes Stück Holz findet, wächst aus dem Material ein von ihm bestimmtes Wesen.
Wenn ich auch bei jeder Holzskulptur, fast bei Null anfange und mich frage, wie das gut gehen soll, so weiß ich auch aus Erfahrung, dass ein konzentriertes und entspanntes Vorgehen zu einem Ergebnis führen wird, dass dann mein Scheitern für mich erträglich macht. Die Kompromisse, auf die ich eingehen muss, schulde ich Respekt und wenn der Widerstand zu groß ist, weiß ich auch den zeitlichen Abstand zu nehmen um irgendwann später, einen neuen Anlauf zu unternehmen. So beharrlich wie ein Holzwurm reduziere ich das Material nach einem freien und doch fest gefügten Plan.
Beba Lindhorst
Verkehrt Inszenierte Portraits
03.06.2010
-
14.07.2010

"Prominentenportraits, jedoch nicht im herkömmlichen Sinne. Der Prominente selbst steht in diesem Falle hinter der Kamera, entspringend aus der Idee eines Seitenwechsels. Während er normalerweise stets vor der Linse steht und inszeniert wird (insbesondere Schauspieler), darf er hier Regisseur bzw. Fotograf sein und ein Portrait nach eigenen Vorstellungen kreieren.
Konsequenterweise habe ich mich als Fotografin auf die andere Seite begeben und mich als Modell zur Verfügung gestellt, Requisite, Kostüm und Umgebung nach der Idee der jeweiligen fotografierenden Person vorbereitet - Vorschläge gab es von beiden Seiten - , habe mich um die Technik gekümmert und
vor der Kamera agiert. So entstand ein gemeinsames Werk." - Beba Lindhorst
"Wie herrlich, für Hundertstelsekunden die Macht zu besitzen, ein bleibendes Bild zu bestimmen!" - Peter Lohmeyer
Foto: Beba Lindhorst/ Peter Lohmeyer
Konsequenterweise habe ich mich als Fotografin auf die andere Seite begeben und mich als Modell zur Verfügung gestellt, Requisite, Kostüm und Umgebung nach der Idee der jeweiligen fotografierenden Person vorbereitet - Vorschläge gab es von beiden Seiten - , habe mich um die Technik gekümmert und
vor der Kamera agiert. So entstand ein gemeinsames Werk." - Beba Lindhorst
"Wie herrlich, für Hundertstelsekunden die Macht zu besitzen, ein bleibendes Bild zu bestimmen!" - Peter Lohmeyer
Foto: Beba Lindhorst/ Peter Lohmeyer
Künstler der Galerie
Galerie Commeter zu Gast im Stilwerk
01.10.2009
-
30.12.2009

Galerie Commeter zu Gast im Stilwerk
Für die Monate Oktober, November und Dezember zeigen wir im Stilwerk Hamburg, Große Elbstrasse 68 in 22767 Hamburg eine Auswahl aus unserem laufenden Programm.
Malerei von Dorothee Bachem, Klaus Fußmann, Stephan Heggelke, Sybille Hermanns, Klaus Schweier und Frank-Michael Zeidler. Skulpturen von Jonas Kötz (Bild links) und Zoyt sowie Fotografien von Mathias Bothor und Gregor Törzs.
Für die Monate Oktober, November und Dezember zeigen wir im Stilwerk Hamburg, Große Elbstrasse 68 in 22767 Hamburg eine Auswahl aus unserem laufenden Programm.
Malerei von Dorothee Bachem, Klaus Fußmann, Stephan Heggelke, Sybille Hermanns, Klaus Schweier und Frank-Michael Zeidler. Skulpturen von Jonas Kötz (Bild links) und Zoyt sowie Fotografien von Mathias Bothor und Gregor Törzs.
Stephan Heggelke
Neue Arbeiten
09.09.2009
-
03.10.2009

Stephan Heggelke
1963 in Hamburg geboren
1991 Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften
1991 Xaver-Fuhr Preisträger
Seit 1996 vertreten durch Galerie Commeter, Hamburg
Stephan Heggelkes japanische Motive sind Hinweise auf die Art und Weise, wie die
Westliche Kunst seit dem Impressionismus auf die asiatische Ästhetik reagiert hat.
Die japanische Formensprache in den Bildern ist weniger die der Japaner, sondern die der
Postimpressionisten und anderer westlicher Künstler.
1963 in Hamburg geboren
1991 Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften
1991 Xaver-Fuhr Preisträger
Seit 1996 vertreten durch Galerie Commeter, Hamburg
Stephan Heggelkes japanische Motive sind Hinweise auf die Art und Weise, wie die
Westliche Kunst seit dem Impressionismus auf die asiatische Ästhetik reagiert hat.
Die japanische Formensprache in den Bildern ist weniger die der Japaner, sondern die der
Postimpressionisten und anderer westlicher Künstler.
Gregor Törzs
Ciel Lourd
26.03.2009
-
16.05.2009

Ciel Lourd
Manche unserer Träume stellen eine wundervolle Symbiose aus gelebter Realität und aus unseren Wünschen, Hoffnungen und verborgenen Intentionen dar. Und sie sind so intensiv, dass wir sie als Empfindung lange mit uns herumtragen, ob als Verstörung, als Beklemmung oder als heimliches Glück. Jeder kennt das, wenn man nachts und im Traum zu einem Anderen wird, sich in einer der Facetten wiederfindet, die Identität auszeichnet und für uns alle so widersprüchlich wie spannend macht. In
Erinnerung bleibt uns dieses Zwischenreich, in dem alle realen Begrenzungen im Blick auf uns selbst und auf unsere Welt scheinbar mühelos aufgehoben sind, meist jedoch nur als Emotion. Mein großer Wunsch war es, genau diese emotionale Erfahrung visuell nachzuvollziehen. „Ciel Lourd“ – schwerer Himmel – ist die Reise
eines Menschen, der Dinge gesehen und erlebt hat, die ihn tief berührten, vielleicht war es ein altes Flugzeug, vielleicht ein verwunschenes Tor zu einem Park, vielleicht war er selbst ein Taucher in den frühen 1950er Jahren… Immer verschmelzen auf dieser Reise die Wirklichkeit, Wünsche und Träume zu einer eigenen, neuen Wahrheit.
Wie schon meine letzte Serie Boy on Safari kennzeichnet auch die Realisierung von Ciel Lourd mehrere radikale Vorgaben: Die unkontrollierbare Unterwasserwelt und ihr Leben, der große technische Aufwand und die körperliche Anstrengung dabei über längere Zeit unter Wasser zu arbeiten, war schon für sich betrachtet mit vielen
Unwägbarkeiten verbunden, die mir als Fotograf enge Grenzen setzten. Mein Unterwasser-Equipment habe ich inspiriert von den atemberaubenden fotografischen Arbeiten des Unterwasserforschers Hans Hass entwickelt und um eine Besonderheit
ergänzt: Die Fotos sind mit einer sehr lichtschwachen sechzig Jahre alten anaolgen Kamera und einem eigens dazu konzipierten Gehäuse entstanden. Für die Realisierung habe ich schließlich elf Matte Paintings benutzt – die Motive werden auf Glasscheiben gedruckt, durch die hindurch fotografiert wird, um sie mit dem Hintergrund zu kombinieren. All das hat mich als Fotograf dazu gezwungen, sehr genau zu arbeiten, Stellung zu beziehen – über etwas, das wir möglicherweise als
perfekten Ort wahrnehmen, das sich uns jedoch entzieht, sich uns nur in seiner eigenen inneren Wahrheit zeigt. Nach 250 Stunden unter Wasser und ca. 2000 gemachten Fotos, stellt Ciel Lourd nun eine Auswahl von 26 Bildern vor. Auf hauchdünnem Negativ gebannt tragen sie gerade noch genug Informationen, um unsere Gefühle zu inspirieren, und uns dazu zu verführen, die fehlenden Bildinformationen mit unseren eigenen Gedanken aufzufüllen.
Manche unserer Träume stellen eine wundervolle Symbiose aus gelebter Realität und aus unseren Wünschen, Hoffnungen und verborgenen Intentionen dar. Und sie sind so intensiv, dass wir sie als Empfindung lange mit uns herumtragen, ob als Verstörung, als Beklemmung oder als heimliches Glück. Jeder kennt das, wenn man nachts und im Traum zu einem Anderen wird, sich in einer der Facetten wiederfindet, die Identität auszeichnet und für uns alle so widersprüchlich wie spannend macht. In
Erinnerung bleibt uns dieses Zwischenreich, in dem alle realen Begrenzungen im Blick auf uns selbst und auf unsere Welt scheinbar mühelos aufgehoben sind, meist jedoch nur als Emotion. Mein großer Wunsch war es, genau diese emotionale Erfahrung visuell nachzuvollziehen. „Ciel Lourd“ – schwerer Himmel – ist die Reise
eines Menschen, der Dinge gesehen und erlebt hat, die ihn tief berührten, vielleicht war es ein altes Flugzeug, vielleicht ein verwunschenes Tor zu einem Park, vielleicht war er selbst ein Taucher in den frühen 1950er Jahren… Immer verschmelzen auf dieser Reise die Wirklichkeit, Wünsche und Träume zu einer eigenen, neuen Wahrheit.
Wie schon meine letzte Serie Boy on Safari kennzeichnet auch die Realisierung von Ciel Lourd mehrere radikale Vorgaben: Die unkontrollierbare Unterwasserwelt und ihr Leben, der große technische Aufwand und die körperliche Anstrengung dabei über längere Zeit unter Wasser zu arbeiten, war schon für sich betrachtet mit vielen
Unwägbarkeiten verbunden, die mir als Fotograf enge Grenzen setzten. Mein Unterwasser-Equipment habe ich inspiriert von den atemberaubenden fotografischen Arbeiten des Unterwasserforschers Hans Hass entwickelt und um eine Besonderheit
ergänzt: Die Fotos sind mit einer sehr lichtschwachen sechzig Jahre alten anaolgen Kamera und einem eigens dazu konzipierten Gehäuse entstanden. Für die Realisierung habe ich schließlich elf Matte Paintings benutzt – die Motive werden auf Glasscheiben gedruckt, durch die hindurch fotografiert wird, um sie mit dem Hintergrund zu kombinieren. All das hat mich als Fotograf dazu gezwungen, sehr genau zu arbeiten, Stellung zu beziehen – über etwas, das wir möglicherweise als
perfekten Ort wahrnehmen, das sich uns jedoch entzieht, sich uns nur in seiner eigenen inneren Wahrheit zeigt. Nach 250 Stunden unter Wasser und ca. 2000 gemachten Fotos, stellt Ciel Lourd nun eine Auswahl von 26 Bildern vor. Auf hauchdünnem Negativ gebannt tragen sie gerade noch genug Informationen, um unsere Gefühle zu inspirieren, und uns dazu zu verführen, die fehlenden Bildinformationen mit unseren eigenen Gedanken aufzufüllen.