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Bäckerbreitergang 75
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Hamburg
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Jo Fischer | Character
Fotografie
16.10.2010
-
19.11.2010

heliumcowboy artspace freut sich, mit „Character“ erstmals eine umfangreiche Einzelausstellung des in Berlin lebenden Fotografen Jo Fischer (*1970 in Wedding, Berlin) vorzustellen.
Für „Character“ begibt sich Jo Fischer auf eine dreiwöchige Reise durch Rumänien, um Land und Charaktere zu dokumentieren. Gleichzeitig inszeniert er einen Teil seiner eigenen Person. 16 Jahre Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll haben ihre Spuren hinter-lassen. Vorurteilslos bildet er das Sprachrohr zwischen vermeintlichen Randfiguren und der Masse, die sie dazu macht. Ein Stück weit eine Plattform der Vergessenen der Gesellschaft, wie es schon Richard Avedon mit „In the American West“ skizzierte.
Es kursiert die Legende, dass das Los über Jo Fischers weiteren Werdegang entschieden hat. Nach verschiedenen Ausbildungen hat sich der Autodidakt 2007 die erste Kamera bei Ebay ersteigert. Mittlerweile zählt Jo Fischer zu den gefragten Fotografen mit Aufträgen in Print und Medien.
Einer breiteren Öffentlichkeit ist Jo Fischer zudem durch sein laufendes Foto-Projekt „Herr Fischer bittet zu Tisch“ bekannt. In nur wenigen Sekunden arrangiert er ein Charakterbild. Von Hausfrauen, Kindern, Rockern bis zur Burlesque-Tänzerin – sie alle werden eingeladen, vor der Kamera ihr Innerstes nach außen zu kehren. Sie spiegeln eine Kombination aus Ehrlichkeit, aber auch dem Reiz des Verruchten wieder. Ab-gelichtet in schwarz und weiß entsteht am Ende des Projekts ein Querschnitt durch die Gesellschaft: 1000 Menschen sollen insgesamt an dem 30 cm langen Holztisch Platz nehmen.
Ein Gesellschaftsportrait wird Jo Fischer auch mit seiner Ausstellung „Character“ vorlegen, indem er unterschiedliche Orte in Rumänien bereist.
Jo Fischer ist zur Vernissage anwesend.
Für „Character“ begibt sich Jo Fischer auf eine dreiwöchige Reise durch Rumänien, um Land und Charaktere zu dokumentieren. Gleichzeitig inszeniert er einen Teil seiner eigenen Person. 16 Jahre Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll haben ihre Spuren hinter-lassen. Vorurteilslos bildet er das Sprachrohr zwischen vermeintlichen Randfiguren und der Masse, die sie dazu macht. Ein Stück weit eine Plattform der Vergessenen der Gesellschaft, wie es schon Richard Avedon mit „In the American West“ skizzierte.
Es kursiert die Legende, dass das Los über Jo Fischers weiteren Werdegang entschieden hat. Nach verschiedenen Ausbildungen hat sich der Autodidakt 2007 die erste Kamera bei Ebay ersteigert. Mittlerweile zählt Jo Fischer zu den gefragten Fotografen mit Aufträgen in Print und Medien.
Einer breiteren Öffentlichkeit ist Jo Fischer zudem durch sein laufendes Foto-Projekt „Herr Fischer bittet zu Tisch“ bekannt. In nur wenigen Sekunden arrangiert er ein Charakterbild. Von Hausfrauen, Kindern, Rockern bis zur Burlesque-Tänzerin – sie alle werden eingeladen, vor der Kamera ihr Innerstes nach außen zu kehren. Sie spiegeln eine Kombination aus Ehrlichkeit, aber auch dem Reiz des Verruchten wieder. Ab-gelichtet in schwarz und weiß entsteht am Ende des Projekts ein Querschnitt durch die Gesellschaft: 1000 Menschen sollen insgesamt an dem 30 cm langen Holztisch Platz nehmen.
Ein Gesellschaftsportrait wird Jo Fischer auch mit seiner Ausstellung „Character“ vorlegen, indem er unterschiedliche Orte in Rumänien bereist.
Jo Fischer ist zur Vernissage anwesend.
Mountain to Surf | Gruppenausstellung mit
Nina Braun, Jon Burgerman, Victor Castillo, Alex Diamond, Boris Hoppek, Jeremy Fish & Casey McKee
03.09.2010
-
08.10.2010

Die zweiwöchige Gruppenaustellung "Mountain to Surf" zeigt Arbeiten von sieben Künstlern der Galerie:
Nina Braun, Jon Burgerman, Victor Castillo, Alex Diamond, Boris Hoppek, Jeremy Fish & Casey McKee.
Zu sehen sind u.a. Zeichnung, Skulptur, Holzschnitt, Fotografie. Die meisten Arbeiten werden zum ersten Mal in Hamburg ausgestellt. Davor waren sie auf Messen und Ausstellungen in Basel (Mountain), New York (irgendwo dazwischen = To) und in Barcelona/Miami (Surf) zu sehen.
Abbildung: Alex Diamond, Mountain to Surf, 2010, Holzschnitt, Acryl, 30 x 20 cm
Nina Braun, Jon Burgerman, Victor Castillo, Alex Diamond, Boris Hoppek, Jeremy Fish & Casey McKee.
Zu sehen sind u.a. Zeichnung, Skulptur, Holzschnitt, Fotografie. Die meisten Arbeiten werden zum ersten Mal in Hamburg ausgestellt. Davor waren sie auf Messen und Ausstellungen in Basel (Mountain), New York (irgendwo dazwischen = To) und in Barcelona/Miami (Surf) zu sehen.
Abbildung: Alex Diamond, Mountain to Surf, 2010, Holzschnitt, Acryl, 30 x 20 cm
Jon Burgerman
The Lossy Botany Lab
01.07.2010
-
06.08.2010

Jon Burgerman (*1979 in Nottingham, UK) macht in seinen fröhlichen Doodles die Linie zum Komplizen. Wie von selbst bewegt sie sich auf dem Blatt Papier, bleibt dabei nie statisch, sondern ist als Ausdruck seiner Gedanken immer in Metamorphose.
Der Begriff to doodle meint im englischen Sprachgebrauch das eher unfokussierte, beiläufige Kritzeln auf Papier, aber auch das schnelle Skizzieren von Gedankengängen – und der sympathische Brite Jon Burgerman hat eine eigene Kunst daraus gemacht.
In aufmerksamen Zeichnungen hält er unermüdlich fest, was seine Umwelt ihm vor Augen führt. Eine Trennung zwischen Abstrakt und Figurativ gibt es in seinen Zeichnungen nicht. Vielmehr lässt er den Strich souverän auf beiden Seiten tanzen und somit die Grenzen zwischen Innen und Außen fließen, aber auch zwischen High und Low. Neben seiner Tätigkeit als Künstler arbeitet er auch als Illustrator und Designer begehrter Collectibles und Designprodukte. Es gibt nichts, das vor seinem Zeichenstift sicher wäre. Auch nicht das Publikum.
Jon Burgerman studierte bildende Kunst an der Nottingham Trend University. Er zählt zu den vielseitigen Akteuren einer jungen Kunst- und Designszene, dessen humorvolles und geistreiches Werk international große Aufmerksamkeit erzielt. Seit 2001 sind seine Arbeiten in Ausstellungen weltweit vertreten.
Das Victoria and Albert Museum sowie das Science Museum in London präsentieren seine Bilder in ihrer permanenten Sammlung und Burgermans Arbeit für Levi’s wurde vom D&AD Silver Award nominiert. Von BBC TV wurde er im Jahr 2008 anlässlich des Jubiläums der in England populären Sendung Blue Peter dazu eingeladen, live on Air ein Kunstwerk zu produzieren. Für Virgin Airlines gestaltete er die Spucktüte und neben zahlreichen Designaufträgen für globalen Unternehmen rief er 2009 sein eigenes Label burger products ins Leben. Neben Jim Avignon ist er Mitglied der neo-avangardistischen Popmusik Band Anxieteam mit Gigs in New York, Italien, Brasilien und Deutschland.
Bei heliumcowboy artspace die Zeichnungen Jon Burgermans zuletzt im Rahmen der Friendly Capitalism Lounge 2009 zu sehen. The Lossy Botany Lab ist die zweite Einzelausstellung des Künstlers in Hamburg, für die er neue Arbeiten, darunter auch Malerei und Soft Sculpture in einem eigens dafür geschaffenen Environment präsentiert. Zur Finissage ist eine musikalische Performance mit Jim Avignon geplant.
Für nähere Infos zur Ausstellung und der Finissage siehe Website der Galerie.
Der Begriff to doodle meint im englischen Sprachgebrauch das eher unfokussierte, beiläufige Kritzeln auf Papier, aber auch das schnelle Skizzieren von Gedankengängen – und der sympathische Brite Jon Burgerman hat eine eigene Kunst daraus gemacht.
In aufmerksamen Zeichnungen hält er unermüdlich fest, was seine Umwelt ihm vor Augen führt. Eine Trennung zwischen Abstrakt und Figurativ gibt es in seinen Zeichnungen nicht. Vielmehr lässt er den Strich souverän auf beiden Seiten tanzen und somit die Grenzen zwischen Innen und Außen fließen, aber auch zwischen High und Low. Neben seiner Tätigkeit als Künstler arbeitet er auch als Illustrator und Designer begehrter Collectibles und Designprodukte. Es gibt nichts, das vor seinem Zeichenstift sicher wäre. Auch nicht das Publikum.
Jon Burgerman studierte bildende Kunst an der Nottingham Trend University. Er zählt zu den vielseitigen Akteuren einer jungen Kunst- und Designszene, dessen humorvolles und geistreiches Werk international große Aufmerksamkeit erzielt. Seit 2001 sind seine Arbeiten in Ausstellungen weltweit vertreten.
Das Victoria and Albert Museum sowie das Science Museum in London präsentieren seine Bilder in ihrer permanenten Sammlung und Burgermans Arbeit für Levi’s wurde vom D&AD Silver Award nominiert. Von BBC TV wurde er im Jahr 2008 anlässlich des Jubiläums der in England populären Sendung Blue Peter dazu eingeladen, live on Air ein Kunstwerk zu produzieren. Für Virgin Airlines gestaltete er die Spucktüte und neben zahlreichen Designaufträgen für globalen Unternehmen rief er 2009 sein eigenes Label burger products ins Leben. Neben Jim Avignon ist er Mitglied der neo-avangardistischen Popmusik Band Anxieteam mit Gigs in New York, Italien, Brasilien und Deutschland.
Bei heliumcowboy artspace die Zeichnungen Jon Burgermans zuletzt im Rahmen der Friendly Capitalism Lounge 2009 zu sehen. The Lossy Botany Lab ist die zweite Einzelausstellung des Künstlers in Hamburg, für die er neue Arbeiten, darunter auch Malerei und Soft Sculpture in einem eigens dafür geschaffenen Environment präsentiert. Zur Finissage ist eine musikalische Performance mit Jim Avignon geplant.
Für nähere Infos zur Ausstellung und der Finissage siehe Website der Galerie.
Grand Opening der neuen Galerieräume am Samstag, 29. Mai 2010 von 20 bis 23 Uhr
mit Jeremy Fish | The Road Less Traveled
29.05.2010
-
25.06.2010

Abbildung: Jeremy Fish, Untitled, 2010 (Hein Hummel), Acryl und Marker auf Holz, 300 x 180 x 5 cm
heliumcowboy artspace freut sich sehr, die Eröffnung der neuen Galerieräume im Bäckerbreitergang 75 bekannt zu geben.
Unser neues Domizil ist ein denkmalgeschützter Backsteinbau im aufstrebenden Gängeviertel, der früher von der Stadt als Fundbüro genutzt wurde. Hier erwarten uns und unsere Künstler ca. 170 qm Ausstellungsfläche.
Mit diesem Schritt expandiert heliumcowboy artspace und zieht nach einem abwechslungsreichen Ausstellungsjahr auf der temporären Fläche am Hachmannplatz/Hauptbahnhof in die Nachbarschaft von St. Pauli, wo die Galerie im Jahr 2003 von Jörg Heikhaus gegründet wurde. Mehr als 26 lokale und internationale Positionen wurden seither in unseren Räumen präsentiert. Überdies hat sich die Galerie auf internationalen Messen wie der SCOPE Art Fair und der VOLTA Show etabliert.
Eingeweiht werden unsere neuen Galerieräume von einem shooting star der Kunst der US-Westküste: Jeremy Fish, der mit seinem Projekt The Road Less Traveled erstmals eine solo Schau in Hamburg zeigt.
Gepaart mit Pop und Gothic Elementen erinnern die Bilder Jeremy Fishs an Vintage Cartoons, an alte Graffiti und vielleicht auch an die surrealen Märchenwelten der Gebrüder Grimm. Ausgangsmaterial seiner Erzählungen sind oftmals reale Beobachtungen und Erlebnisse, die Fish in seinem urbanen Umfeld macht: „The Road Less Traveled is an expanding year long project about traveling to new places, making new friends, and feeding my archive with strange new experiences and situations to build works that reflect these times and travels.“ (Jeremy Fish)
Jeremy Fish (*1974 in Albany, New York) lebt und arbeitet seit Abschluss seines Studiums am Art Institut in San Francisco, Kalifornien. Internationale Bekanntheit erlangte er mit seinen zahlreichen Entwürfen für Skateboarddecks für u.a. Think, REAL und The Unbelievers, sowie für seine limitierte Edition des Turnschuhs Air Classic SB von Nike, aber auch für seine Kollaboration mit Hip-Hop-Star Aesop Rock. Seit dem letzten Jahrzehnt sind seine Arbeiten zunehmend in Ausstellungen und Galerien international vertreten. Im Winter vergangenen Jahres widmete ihm das Laguna Beach Art Museum seine erste museale Einzelausstellung und aktuell sind seine Werke im Andy Warhol Museum in Pittsburgh, USA und in der Urban Superstar Show im MADRE Museum in Neapel, Italien zu sehen.
heliumcowboy artspace freut sich sehr, die Eröffnung der neuen Galerieräume im Bäckerbreitergang 75 bekannt zu geben.
Unser neues Domizil ist ein denkmalgeschützter Backsteinbau im aufstrebenden Gängeviertel, der früher von der Stadt als Fundbüro genutzt wurde. Hier erwarten uns und unsere Künstler ca. 170 qm Ausstellungsfläche.
Mit diesem Schritt expandiert heliumcowboy artspace und zieht nach einem abwechslungsreichen Ausstellungsjahr auf der temporären Fläche am Hachmannplatz/Hauptbahnhof in die Nachbarschaft von St. Pauli, wo die Galerie im Jahr 2003 von Jörg Heikhaus gegründet wurde. Mehr als 26 lokale und internationale Positionen wurden seither in unseren Räumen präsentiert. Überdies hat sich die Galerie auf internationalen Messen wie der SCOPE Art Fair und der VOLTA Show etabliert.
Eingeweiht werden unsere neuen Galerieräume von einem shooting star der Kunst der US-Westküste: Jeremy Fish, der mit seinem Projekt The Road Less Traveled erstmals eine solo Schau in Hamburg zeigt.
Gepaart mit Pop und Gothic Elementen erinnern die Bilder Jeremy Fishs an Vintage Cartoons, an alte Graffiti und vielleicht auch an die surrealen Märchenwelten der Gebrüder Grimm. Ausgangsmaterial seiner Erzählungen sind oftmals reale Beobachtungen und Erlebnisse, die Fish in seinem urbanen Umfeld macht: „The Road Less Traveled is an expanding year long project about traveling to new places, making new friends, and feeding my archive with strange new experiences and situations to build works that reflect these times and travels.“ (Jeremy Fish)
Jeremy Fish (*1974 in Albany, New York) lebt und arbeitet seit Abschluss seines Studiums am Art Institut in San Francisco, Kalifornien. Internationale Bekanntheit erlangte er mit seinen zahlreichen Entwürfen für Skateboarddecks für u.a. Think, REAL und The Unbelievers, sowie für seine limitierte Edition des Turnschuhs Air Classic SB von Nike, aber auch für seine Kollaboration mit Hip-Hop-Star Aesop Rock. Seit dem letzten Jahrzehnt sind seine Arbeiten zunehmend in Ausstellungen und Galerien international vertreten. Im Winter vergangenen Jahres widmete ihm das Laguna Beach Art Museum seine erste museale Einzelausstellung und aktuell sind seine Werke im Andy Warhol Museum in Pittsburgh, USA und in der Urban Superstar Show im MADRE Museum in Neapel, Italien zu sehen.
Victor Castillo
Restless and Wild
28.11.2009
-
31.12.2009

Die Galerie heliumcowboy artspace freut sich mit „Restless and Wild“ die deutschlandweit erste Einzelausstellung des chilenischen Künstlers Victor Castillo anzukündigen. Die Eröffnung findet am Samstag, den 28. November um 20 Uhr statt und zeigt Castillos neueste Arbeiten, die größtenteils eigens für diese Ausstellung entstanden sind.
Castillo ist in unterschiedlichen Disziplinen zuhause – Wandarbeiten im urbanen Raum sind ihm ebenso vertraut wie Installation und Zeichnung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt jedoch auf der Malerei. Elemente des Alltäglichen, des Cartoons und des Vintage-Comics, aber auch der religiösen und politischen Ikonografie werden darin zu teils verstörenden Geschichten verwoben, die surrealen Charakter haben. Castillos Arbeiten dürfen aber auch in der Tradition des amerikanischen Pop-Surrealismus verstanden werden, einer Strömung die unter dem Begriff Lowbrow bis in die ’70er Jahre zurückverfolgt werden kann und heute mit Künstlern wie Manuel Ocampo, Mark Ryden or Gary Baseman zunehmend museale Beachtung erfährt.
Seit geraumer Zeit orientiert sich Castillo aber auch an den Werken von Künstlern wie Goya und Velázquez. Sie bilden mittlerweile eine bedeutende Grundlage für seine Erzählungen, die oft in teils barocken teils romantischen Landschaften ihren Lauf nehmen. Dabei führt Castillo dem Betrachter nur scheinbar eine idyllische Traumwelt vor Augen. Hier spielen Kinder mit Waffen aus Spielzeug und tragen Masken, die an Horrorfilme erinnern. Ein zunächst unschuldig wirkendes Marionettengesicht entpuppt sich als groteske Fratze und auch die vermeintlich romantischen Landschaften stehen im Prozess des Zerfalls. Gleich einer Theaterbühne bilden diese den Rahmen für ein Szenario apokalyptischen Ausmaßes. Vielleicht lassen sich Castillos Bilder auch als Anti-Idyllen in der Tradition eines Hieronymus Bosch begreifen, in denen paradiesische Zustände nur noch vorgetäuscht werden, doch schon längst verloren sind. Deutlich aber ist, dass sie eine Reaktion auf eine traumatisierte kapitalistische Gesellschaft sind, in der Gewalt, Dekadenz und Rassismus den Alltag gestalten.
Für seine umfangreiche Ausstellung „Restless and Wild“ in Hamburg zeigt Victor Castillo eine Wandarbeit, zehn Arbeiten auf Papier und rund zwanzig Leinwände. Atmosphärische, luminöse Landschaften erinnern vordergründig an Grußpostkarten, aber auch hier gilt: Der Schein trügt. Eingebettet in diese Postkarten-Idyllen ist ein tragisch-komisches Portrait kindlicher Gewalt, das eine brutale, unzivilisierte Seite menschlichen Verhaltens aufdeckt, wobei Aspekte aus Politik, Sex und Religion eine Rolle spielen.
Victor Castillo wurde 1973 in Santiago de Chile geboren und wuchs in einer konfliktreichen Umgebung unter der Diktatur Pinochets auf. Der politische und kulturelle Einfluss Spaniens und der USA prägte seine Kindheit sowie sein künstlerisches Schaffen. 2004 zog Castillo nach Barcelona wo er heute lebt und arbeitet. Seine Werke finden zunehmend Beachtung durch ein internationales Publikum. Er ist weltweit in Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, u. a. in Berlin, London, New York, Barcelona, Rom, Los Angeles, Buenos Aires, Peking, Shanghai. In Hamburg war Castillo bereits 2007 in der Gruppenausstellung „Iguapop!“ im heliumcowboy artspace zu sehen und zuletzt im Jahr 2008 anlässlich der fünfjährigen Jubiläumsausstellung der Galerie.
Der Künstler ist zur Eröffnung am Samstag, 28. November anwesend. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Galerie Iguapop!, Barcelona statt.
Castillo ist in unterschiedlichen Disziplinen zuhause – Wandarbeiten im urbanen Raum sind ihm ebenso vertraut wie Installation und Zeichnung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt jedoch auf der Malerei. Elemente des Alltäglichen, des Cartoons und des Vintage-Comics, aber auch der religiösen und politischen Ikonografie werden darin zu teils verstörenden Geschichten verwoben, die surrealen Charakter haben. Castillos Arbeiten dürfen aber auch in der Tradition des amerikanischen Pop-Surrealismus verstanden werden, einer Strömung die unter dem Begriff Lowbrow bis in die ’70er Jahre zurückverfolgt werden kann und heute mit Künstlern wie Manuel Ocampo, Mark Ryden or Gary Baseman zunehmend museale Beachtung erfährt.
Seit geraumer Zeit orientiert sich Castillo aber auch an den Werken von Künstlern wie Goya und Velázquez. Sie bilden mittlerweile eine bedeutende Grundlage für seine Erzählungen, die oft in teils barocken teils romantischen Landschaften ihren Lauf nehmen. Dabei führt Castillo dem Betrachter nur scheinbar eine idyllische Traumwelt vor Augen. Hier spielen Kinder mit Waffen aus Spielzeug und tragen Masken, die an Horrorfilme erinnern. Ein zunächst unschuldig wirkendes Marionettengesicht entpuppt sich als groteske Fratze und auch die vermeintlich romantischen Landschaften stehen im Prozess des Zerfalls. Gleich einer Theaterbühne bilden diese den Rahmen für ein Szenario apokalyptischen Ausmaßes. Vielleicht lassen sich Castillos Bilder auch als Anti-Idyllen in der Tradition eines Hieronymus Bosch begreifen, in denen paradiesische Zustände nur noch vorgetäuscht werden, doch schon längst verloren sind. Deutlich aber ist, dass sie eine Reaktion auf eine traumatisierte kapitalistische Gesellschaft sind, in der Gewalt, Dekadenz und Rassismus den Alltag gestalten.
Für seine umfangreiche Ausstellung „Restless and Wild“ in Hamburg zeigt Victor Castillo eine Wandarbeit, zehn Arbeiten auf Papier und rund zwanzig Leinwände. Atmosphärische, luminöse Landschaften erinnern vordergründig an Grußpostkarten, aber auch hier gilt: Der Schein trügt. Eingebettet in diese Postkarten-Idyllen ist ein tragisch-komisches Portrait kindlicher Gewalt, das eine brutale, unzivilisierte Seite menschlichen Verhaltens aufdeckt, wobei Aspekte aus Politik, Sex und Religion eine Rolle spielen.
Victor Castillo wurde 1973 in Santiago de Chile geboren und wuchs in einer konfliktreichen Umgebung unter der Diktatur Pinochets auf. Der politische und kulturelle Einfluss Spaniens und der USA prägte seine Kindheit sowie sein künstlerisches Schaffen. 2004 zog Castillo nach Barcelona wo er heute lebt und arbeitet. Seine Werke finden zunehmend Beachtung durch ein internationales Publikum. Er ist weltweit in Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, u. a. in Berlin, London, New York, Barcelona, Rom, Los Angeles, Buenos Aires, Peking, Shanghai. In Hamburg war Castillo bereits 2007 in der Gruppenausstellung „Iguapop!“ im heliumcowboy artspace zu sehen und zuletzt im Jahr 2008 anlässlich der fünfjährigen Jubiläumsausstellung der Galerie.
Der Künstler ist zur Eröffnung am Samstag, 28. November anwesend. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Galerie Iguapop!, Barcelona statt.
Who’s Afraid Of Friendly Capitalism? | Friendly Capitalism Lounge Vol. 13
präsentiert von Fehmi Baumbach und Jim Avignon in der Galerie heliumcowboy artspace
19.11.2009
-
21.11.2009

In Berlin gibt es seit einigen Jahren ein besonderes Veranstaltungsjuwel: Die “Who Is Afraid Of Friendly Capitalism Lounge“. Der eigenwillige Name sollte ursprünglich das Spannungsverhältnis zwischen Industrie und Subkultur hinterfragen – inzwischen wird die Veranstaltungsreihe der Initiatoren Jim Avignon und Fehmi Baumbach gar als Gegenmodell zu einer oft sehr profitorientierten Kulturindustrie verstanden.
Nach zahlreichen Ausgaben der Friendly Capitalism Lounge in der Hauptstadt sowie einem Gastspiel beim Goethe-Institut Athen und dem Schweizer Fumeto Festival, führt es die umtriebigen Künstler Avignon und Baumbach nun am 19. November ab 19 Uhr nach Hamburg, um dort wieder einmal Club und Galerie zu einem Happening-artigen großen Ganzen zusammenzufügen.
Erneut werden dann halb berühmt, halb berüchtigte Protagonisten aus Kunst und Musik auf obskure Gäste aus aller Welt treffen. Alle zusammen schaffen einen turbulenten Abend – ohne Rücksicht auf Verluste. Während viele Veranstaltungen oft ähnliche Künstler in ein Line-Up aufnehmen, besteht bei der Friendly Capitalism Lounge die Herausforderung darin, möglichst unterschiedliche Protagonisten einzuladen. So sind in der Galerie heliumcowboy artspace – neben den Veranstaltern Jim Avignon und Fehmi Baumach – Teilnehmer geladen wie Jon Burgerman (GB), Guillaumit (F), Jule K. (D), Eleanor Marston (D), Roman Klonek (D), Jojo Ensslin (D), Dasha Rychkova (RUS), Francoise Cactus (F), Frau Kraushaar (D), Christian von Werner (D), James Din A4 (D) Kate Hate (GB), u.v.m.
Von Collagen, Holzschnitten, Illustrationen über "Recession Fashion" bis hin zu 25-minütigen Band-Sets, die präsentiert werden von Anxieteam, Jens Friebs, Frank Spilker, Chris Imler, madame d'oreen und DJ Pascal Fuhlbrügge: Die Friendly Capitalism Lounge Vol. 13 verspricht in jedem Fall erneut, ereignisreich zu werden. Oder mit den Worten von Baumbach und Avignon: „Runter mit den Sparstrümpfen und rein in die Recession Fashion - Die Friendly Capitalism Lounge feiert das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kannten.“
Nach zahlreichen Ausgaben der Friendly Capitalism Lounge in der Hauptstadt sowie einem Gastspiel beim Goethe-Institut Athen und dem Schweizer Fumeto Festival, führt es die umtriebigen Künstler Avignon und Baumbach nun am 19. November ab 19 Uhr nach Hamburg, um dort wieder einmal Club und Galerie zu einem Happening-artigen großen Ganzen zusammenzufügen.
Erneut werden dann halb berühmt, halb berüchtigte Protagonisten aus Kunst und Musik auf obskure Gäste aus aller Welt treffen. Alle zusammen schaffen einen turbulenten Abend – ohne Rücksicht auf Verluste. Während viele Veranstaltungen oft ähnliche Künstler in ein Line-Up aufnehmen, besteht bei der Friendly Capitalism Lounge die Herausforderung darin, möglichst unterschiedliche Protagonisten einzuladen. So sind in der Galerie heliumcowboy artspace – neben den Veranstaltern Jim Avignon und Fehmi Baumach – Teilnehmer geladen wie Jon Burgerman (GB), Guillaumit (F), Jule K. (D), Eleanor Marston (D), Roman Klonek (D), Jojo Ensslin (D), Dasha Rychkova (RUS), Francoise Cactus (F), Frau Kraushaar (D), Christian von Werner (D), James Din A4 (D) Kate Hate (GB), u.v.m.
Von Collagen, Holzschnitten, Illustrationen über "Recession Fashion" bis hin zu 25-minütigen Band-Sets, die präsentiert werden von Anxieteam, Jens Friebs, Frank Spilker, Chris Imler, madame d'oreen und DJ Pascal Fuhlbrügge: Die Friendly Capitalism Lounge Vol. 13 verspricht in jedem Fall erneut, ereignisreich zu werden. Oder mit den Worten von Baumbach und Avignon: „Runter mit den Sparstrümpfen und rein in die Recession Fashion - Die Friendly Capitalism Lounge feiert das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kannten.“
Alex Diamond
Don't worry 'bout a thing (Being Alex Diamond)
17.10.2009
-
13.11.2009

Mit Alex Diamond verhält es sich ein bißchen wie mit einem Superhelden. Denn ganz genau wie bei diesen Kunst-Figuren ist es auch dem Publikum eines Alex Diamond verwehrt zu erkennen, wer der Mensch, die Persönlichkeit hinter der Maske aus Tentakeln und Fell wirklich sein mag. 2004 trat der Künstler mit der Ausstellung „Alex Diamond’s Strange Sofa“ erstmals in der Hamburger Galerie heliumcowboy artspace in Erscheinung – und setzte bei zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen sowie zwei weiteren Einzel-Ausstellungen im heliumcowboy artspace 2005 („Gold, Kinder!“) und 2007 („Love me with a Gun to my Head“) seinen Einzug in die Welt der zeitgenössischen Kunst und den Kunstmarkt unbeirrt fort. Unverkennbar ist es Diamond gelungen, sich als aufstrebender und vielversprechender Künstler zu etablieren und sich einen Namen zu machen. Aber wer die Person hinter dem Pseudonym Alex Diamond ist, ist der Öffentlichkeit unbekannt, wenngleich Diamond von Zeit zu Zeit in wechselnde Körper und Figuren zu gleiten scheint, auf deren Torso stets die immer wiederkehrende Maske aus Tentakeln und Haaren prankt.
So besonders in seiner neusten Ausstellung „Don’t worry ‘bout a thing (Being Alex Diamond)”, die vom 17. Oktober bis 13. November 2009 in der Galerie heliumcowboy artspace zu sehen sein wird. Alex Diamond wird seine neuesten Arbeiten und gleichzeitig Ergebnisse seiner Projekt-Studie mit dem Arbeitstitel „Being Alex Diamond” präsentieren. Dabei setzt sich der Künstler – der laut eigenen Angaben in Lost Vegas geboren wurde und für den Zeit nichts anderes bedeutet als eine stete Neuerfindung des eigenen Lebens – intensiv auseinander mit Themen, die um die eigene Identität und Persönlichkeitsbildung, die Macht des Egos, soziale Rollen, das Wechselspiel zwischen Selbstwahrnehmung und Reflektion der anderen, aber auch ein bißchen um eine natürliche Schizophrenie kreisen. In einer Mischung der aus Photographie und Malerei (von Diamond als „photopainting” bezeichnet), entstanden neben Zeichnungen und Installationen in der „Being Alex Diamond”-Serie rund 40 Arbeiten, in denen Diamond selbst in wechselnde Körper und Charaktere schlüpft und sich immer wieder neu erfindet. Sein Gesicht wird dabei stets verdeckt durch jene Maske, die zu seinem Markenzeichen wurde. Damit hebt Alex Diamond das auf eine höhere Stufe, was er bereits 2004 bei seiner Premieren-Ausstellung began: Das Spiel mit der Frage nach der Rolle einer Künstlerpersönlichkeit für die Kunst, nach Personenkult aber auch dem Reiz der Anonymität.
Bis heute ist Alex Diamond ein Wesen ohne eigenen Körper, ohne Gesicht, ohne Vergangenheit. Als Person nicht greifbar oder als Künstler kaum in eine Kategorie oder Stilistik einzuordnen, wirkt Diamond manchmal gar mehr wie ein Phantasie-Wesen als eine reale Person. Doch letztere spielt für seine Kunst keine Rolle: Es geht ausschließlich um das Werk und dessen Präsentation, die Kunst an sich, die unabhängig und autark von einer Person existieren soll. Diamond selbst erwacht alleine durch seine Kunst zum Leben und ließe sich vielleicht besser beschreiben als künstlerisches Konzept, das dem steten Wandel unterzogen ist, statt als Individuum oder eine Künstlerpersönlichkeit. So gelingt es Diamond, sich in seinen meist monothematischen Projekten immer wieder selbst zu entwerfen, in wechselnde Rollen zu schlüpfen und gleichzeitig loszusagen von determinierenden und einengenden Kunst-Kategorien, Genre-Zugehörigkeiten oder Techniken. So sagt der Künstler selbst über seine künstlerische Studie „Being Alex Diamond“: „I am an artist who lives solely through the art I create - and vice versa. I play mind tricks with visual aids, pleasing at one moment, disturbing in the next. Independent from styles and techniques, I mirror urban life and our constant fight for possession, superiority, survival and love.“
Damit genießt Diamond eine Freiheit, die nur wenigen Künstlern zu teil wird innerhalb eines Kunstmarkt-Geschehens, in dem Personenkult häufig eine hohe Gewichtung gewinnt.
Es wird sich also auch in Zukunft so verhalten wie bei den Superhelden: Das Publikum weiß nicht, daß Spiderman Peter Parker ist und vice versa. Doch bei Alex Diamond scheint nicht einmal die reale Person Peter Parker mit einem realen Lebenslauf zu existieren. Er entzieht sich gänzlich unserer Erfahrungswelt und hinterläßt uns nichts als seine Kunst...
Anläßlich der Eröffnung seiner vierten Einzel-Ausstellung im heliumcowboy artspace, präsentiert der GUDBERG-Verlag das erste druckfrische Buch von Alex Diamond, das im Oktober 2009 erscheinen wird (weitere Informationen in Kürze auf unserer Website und bei www.gudberg.de).
So besonders in seiner neusten Ausstellung „Don’t worry ‘bout a thing (Being Alex Diamond)”, die vom 17. Oktober bis 13. November 2009 in der Galerie heliumcowboy artspace zu sehen sein wird. Alex Diamond wird seine neuesten Arbeiten und gleichzeitig Ergebnisse seiner Projekt-Studie mit dem Arbeitstitel „Being Alex Diamond” präsentieren. Dabei setzt sich der Künstler – der laut eigenen Angaben in Lost Vegas geboren wurde und für den Zeit nichts anderes bedeutet als eine stete Neuerfindung des eigenen Lebens – intensiv auseinander mit Themen, die um die eigene Identität und Persönlichkeitsbildung, die Macht des Egos, soziale Rollen, das Wechselspiel zwischen Selbstwahrnehmung und Reflektion der anderen, aber auch ein bißchen um eine natürliche Schizophrenie kreisen. In einer Mischung der aus Photographie und Malerei (von Diamond als „photopainting” bezeichnet), entstanden neben Zeichnungen und Installationen in der „Being Alex Diamond”-Serie rund 40 Arbeiten, in denen Diamond selbst in wechselnde Körper und Charaktere schlüpft und sich immer wieder neu erfindet. Sein Gesicht wird dabei stets verdeckt durch jene Maske, die zu seinem Markenzeichen wurde. Damit hebt Alex Diamond das auf eine höhere Stufe, was er bereits 2004 bei seiner Premieren-Ausstellung began: Das Spiel mit der Frage nach der Rolle einer Künstlerpersönlichkeit für die Kunst, nach Personenkult aber auch dem Reiz der Anonymität.
Bis heute ist Alex Diamond ein Wesen ohne eigenen Körper, ohne Gesicht, ohne Vergangenheit. Als Person nicht greifbar oder als Künstler kaum in eine Kategorie oder Stilistik einzuordnen, wirkt Diamond manchmal gar mehr wie ein Phantasie-Wesen als eine reale Person. Doch letztere spielt für seine Kunst keine Rolle: Es geht ausschließlich um das Werk und dessen Präsentation, die Kunst an sich, die unabhängig und autark von einer Person existieren soll. Diamond selbst erwacht alleine durch seine Kunst zum Leben und ließe sich vielleicht besser beschreiben als künstlerisches Konzept, das dem steten Wandel unterzogen ist, statt als Individuum oder eine Künstlerpersönlichkeit. So gelingt es Diamond, sich in seinen meist monothematischen Projekten immer wieder selbst zu entwerfen, in wechselnde Rollen zu schlüpfen und gleichzeitig loszusagen von determinierenden und einengenden Kunst-Kategorien, Genre-Zugehörigkeiten oder Techniken. So sagt der Künstler selbst über seine künstlerische Studie „Being Alex Diamond“: „I am an artist who lives solely through the art I create - and vice versa. I play mind tricks with visual aids, pleasing at one moment, disturbing in the next. Independent from styles and techniques, I mirror urban life and our constant fight for possession, superiority, survival and love.“
Damit genießt Diamond eine Freiheit, die nur wenigen Künstlern zu teil wird innerhalb eines Kunstmarkt-Geschehens, in dem Personenkult häufig eine hohe Gewichtung gewinnt.
Es wird sich also auch in Zukunft so verhalten wie bei den Superhelden: Das Publikum weiß nicht, daß Spiderman Peter Parker ist und vice versa. Doch bei Alex Diamond scheint nicht einmal die reale Person Peter Parker mit einem realen Lebenslauf zu existieren. Er entzieht sich gänzlich unserer Erfahrungswelt und hinterläßt uns nichts als seine Kunst...
Anläßlich der Eröffnung seiner vierten Einzel-Ausstellung im heliumcowboy artspace, präsentiert der GUDBERG-Verlag das erste druckfrische Buch von Alex Diamond, das im Oktober 2009 erscheinen wird (weitere Informationen in Kürze auf unserer Website und bei www.gudberg.de).
Casey McKee
End Of Reason
11.09.2009
-
09.10.2009

Vom 11. September bis 09. Oktober präsentiert die Galerie heliumcowboy artspace mit „End of Reason“ die dritte Einzelausstellung des Künstlers Casey McKee (*1976 in Arizona, USA) in Hamburg. Nach dessen Bildreihen „Study of a Portrait“ von 2001 und „Myth of Enlightenment“ von 2006 thematisiert der in Berlin lebende Künstler erneut die Figur des Papstes. Dabei steht nicht das Portrait einer bestimmten Person im Vordergrund, sondern vielmehr die durch ihn verkörperte Institution.
Es sind die autoritären Mechanismen global agierender Organisationen, die McKee insbesondere interessieren. So knüpft er mit "End of Reason" an eine Welt an, die zunächst nur entfernt mit der katholischen Kirche bzw. derjenigen des Papstes in Verbindung zu stehen scheint: Die Welt der Industrienationen mit ihren internationalen Korporationen und Magnaten: „I think that the two worlds are very similar. They are both very belief-based (market, god), very hierarchical and both worlds suffer very much from the desire for power and the ultimate corruption therefrom." Folgsam unterwandert McKee die Autorität seiner Protagonisten, die von ihm ad absurdum geführt wird, wenn er sie in bizarren und absurden Positionen zeigt.
Casey McKees Papstdarstellungen für "End Of Reason" mögen auf den ersten Blick aber auch an die Papstbilder eines Francis Bacon erinnern - etwa dort, wo der Künstler die Gesichtszüge seiner Akteure oftmals bis ins Unmenschliche, Groteske verzerrt. Doch bei genauerem Betracht wird schnell deutlich, dass McKees Arbeitsprozess mit einem aufwändig inszenierten Fotoshooting beginnt, an dem Statisten und Schauspieler beteiligt sind. Nach einem speziellen Belichtungsverfahren auf großformatige Leinwand bearbeitet der Künstler die so entstandenen Bilder mit Ölfarbe, so dass am Ende ein eindrucksvoller Hybrid aus Fotografie und Malerei steht. Tatsächlich wandelt Casey McKees Kunst stets zwischen diesen beiden Medien und wird darüber hinaus zum Schauplatz einer teils ironischen, teils kritischen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Typen und Organisationen von Macht in der heutigen Zeit und Gesellschaft.
Es sind die autoritären Mechanismen global agierender Organisationen, die McKee insbesondere interessieren. So knüpft er mit "End of Reason" an eine Welt an, die zunächst nur entfernt mit der katholischen Kirche bzw. derjenigen des Papstes in Verbindung zu stehen scheint: Die Welt der Industrienationen mit ihren internationalen Korporationen und Magnaten: „I think that the two worlds are very similar. They are both very belief-based (market, god), very hierarchical and both worlds suffer very much from the desire for power and the ultimate corruption therefrom." Folgsam unterwandert McKee die Autorität seiner Protagonisten, die von ihm ad absurdum geführt wird, wenn er sie in bizarren und absurden Positionen zeigt.
Casey McKees Papstdarstellungen für "End Of Reason" mögen auf den ersten Blick aber auch an die Papstbilder eines Francis Bacon erinnern - etwa dort, wo der Künstler die Gesichtszüge seiner Akteure oftmals bis ins Unmenschliche, Groteske verzerrt. Doch bei genauerem Betracht wird schnell deutlich, dass McKees Arbeitsprozess mit einem aufwändig inszenierten Fotoshooting beginnt, an dem Statisten und Schauspieler beteiligt sind. Nach einem speziellen Belichtungsverfahren auf großformatige Leinwand bearbeitet der Künstler die so entstandenen Bilder mit Ölfarbe, so dass am Ende ein eindrucksvoller Hybrid aus Fotografie und Malerei steht. Tatsächlich wandelt Casey McKees Kunst stets zwischen diesen beiden Medien und wird darüber hinaus zum Schauplatz einer teils ironischen, teils kritischen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Typen und Organisationen von Macht in der heutigen Zeit und Gesellschaft.
Nachschlag! international group exhibition in cooperation with NoNewEnemies
56K | Alex Diamond | Christophe Lambert | Evie Haines | Ephameron | Invisible Heroes (Admir Jahic und Comenius Roethlisberger) | Jon Burgerman | Nomad | Stephen Smith / NCC | Will Barras
20.06.2009
-
14.08.2009

Daß nichtverkaufte Weihnachtsmänner eingeschmolzen und zu Ostern als Schokoladenhasen verkauft werden, ist sicherlich ein urbaner Mythos. Die meisten von uns wurden vermutlich noch mit der Mentalität „Mit Essen spielt man nicht“ aufgezogen und dazu angehalten, Essen nicht zu verschwenden. Kommentare wie „Wo anders sterben Kinder und wären bestimmt dankbar über ein bißchen Brokkoli gewesen“ oder „Wenn Du nicht aufißt, gibt es auch keinen Nachtisch“ kennen die meisten von uns, jedoch scheinen wir, sie ein wenig vergessen zu haben: In den Staaten der ersten Welt werden rund 1/3 aller gekauften Lebensmittel auf den Müll geworfen. In den meisten Fällen noch im durchaus delikaten und eßbaren Zustand, noch über dem Haltbarkeitsdatum und zum großen Teil auch noch originalverpackt oder ungeöffnet.
FOOD WASTE – Ein globales Problem.
Tatsächlich besteht ein Drittel des weltweiten Restmülls besteht aus unverbrauchten Nahrungsmitteln. Doch gleichzeitig wächst die Zahl der hungerleidenden Menschen stetig: Insgesamt 852 Millionen Menschen leiden Hunger, die meisten davon in Afrika und Lateinamerika, aber auch in den Industriestaaten sind es knapp 10 Millionen. Dabei könnte man das Problem durch eine geschickte Verteilung so einfach in den Griff bekommen.
Die britische und belgische Regierung haben neben vielen anderen Ländern 2008 Initiativen zur Abfallreduktion im Privathaushalt herausgegeben. In diesen geben sie Tips, wie man Tomaten einfriert, Pilze am besten aufbewahrt und aus Essensresten eine Brotsuppe kochen kann. Doch können diese Ratschläge ein globales Problem lösen? Sollen die einzelnen Bürger die ganze Verantwortung für dieses komplexe weltweite Problem alleine tragen? Liegen die Wurzeln der Überflussgesellschaft nicht doch an einer ganz anderen Stelle?
Innerhalb der Ausstellung „NACHSCHLAG!“ in der Galerie heliumcowboy artspace in Kooperation mit dem Künstlernetzwerk NoNewEnemies, werden sich die teilnehmenden Künstler diesen Fragen annehmen. Am Abend der Vernissage wird auch für das leibliche Wohl der Gäste und Künstler gesorgt sein. Mit einem Buffet aus frischen und unverwendeten Lebensmittel, die von Hamburger Institutionen gespendet wurden. Beratend unterstützt wird diese Ausstellung vom Hamburger Straßen-Magazin „Hinz und Kunzt“. (Abbildung: Invisible Heroes, YouTube-Drawing, 2009)
FOOD WASTE – Ein globales Problem.
Tatsächlich besteht ein Drittel des weltweiten Restmülls besteht aus unverbrauchten Nahrungsmitteln. Doch gleichzeitig wächst die Zahl der hungerleidenden Menschen stetig: Insgesamt 852 Millionen Menschen leiden Hunger, die meisten davon in Afrika und Lateinamerika, aber auch in den Industriestaaten sind es knapp 10 Millionen. Dabei könnte man das Problem durch eine geschickte Verteilung so einfach in den Griff bekommen.
Die britische und belgische Regierung haben neben vielen anderen Ländern 2008 Initiativen zur Abfallreduktion im Privathaushalt herausgegeben. In diesen geben sie Tips, wie man Tomaten einfriert, Pilze am besten aufbewahrt und aus Essensresten eine Brotsuppe kochen kann. Doch können diese Ratschläge ein globales Problem lösen? Sollen die einzelnen Bürger die ganze Verantwortung für dieses komplexe weltweite Problem alleine tragen? Liegen die Wurzeln der Überflussgesellschaft nicht doch an einer ganz anderen Stelle?
Innerhalb der Ausstellung „NACHSCHLAG!“ in der Galerie heliumcowboy artspace in Kooperation mit dem Künstlernetzwerk NoNewEnemies, werden sich die teilnehmenden Künstler diesen Fragen annehmen. Am Abend der Vernissage wird auch für das leibliche Wohl der Gäste und Künstler gesorgt sein. Mit einem Buffet aus frischen und unverwendeten Lebensmittel, die von Hamburger Institutionen gespendet wurden. Beratend unterstützt wird diese Ausstellung vom Hamburger Straßen-Magazin „Hinz und Kunzt“. (Abbildung: Invisible Heroes, YouTube-Drawing, 2009)
Boris Hoppek
Popo
02.05.2009
-
06.06.2009

Boris Hoppek ist der Sohn von Horst und Heidi Hoppek, wurde in Siegen geboren, ist passionierter Surfer und lebt und arbeitet seit vielen Jahren schon in Barcelona. Viel mehr berichtet der Künstler meist nicht über sich, die urbane Kunstszene jedoch umso mehr: Boris Hoppek zählt sicherlich international zu einem der gefragtesten zeitgenössischen Künstler, seine provokativen Arbeiten sind inzwischen Bestandteil wichtiger Sammlungen, Messen und Ausstellungen. Aktuell ist eine seiner großen Pappskulpturen auf der PICTOPIA, der Ausstellung zur Pictoplasma im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, zu sehen.
Was vor mehr als fünfzehn Jahren mit Graffiti- und Street-Art begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre weiter zu improvisierten Karton-Skulpturen, überdimensionalen Character-Malereien, Ad-Busting-Kampagnen, mehreren Büchern und der Gestaltung des Kopenhagener Hotels FOX im Auftrag von Volkswagen. Oder aber Image-Projekten für Kunden wie etwa Opel, deren Kampagne für den Corsa seit 2006 mit den auf Boris Hoppeks Bimbo-Puppen basierenden „C’mons“ den Künstler auch weit über die Kunstwelt hinaus bekannt machte.
Doch Boris Hoppek ist viel zu unbeugsam und provokant, viel zu straßenverbunden und künstlerisch aktiv, um sich ganz der Werbeindustrie zuzuwenden. Gerade aufgrund der von ihm gewählten, meist unbequemen Thematiken fällt es dem Künstler oft schwer, nachzuvollziehen, weshalb gerade er von vielen Firmen als Image-Lieferant umworben wird.
Seine Arbeiten finden noch immer ihren Ursprung in dem, was man auch als Urban Culture bezeichnet und mit „im Hier und Jetzt“ übersetzen könnte. In die Schublade des Graffiti-Künstlers läßt sich Hoppek jedoch nicht stecken: Zwar liegen dort seine frühen künstlerischen Wurzeln, doch sind seine Kunst, seine Aussage und sein gesamtes Schaffen einfach zu vielseitig und zu komplex und Hoppek selbst viel zu unbeeindruckt vom Kunstbetrieb oder den meisten stilistischen oder erzählerischen Mitteln seiner Generation. Was bei ihm häufig niedlich, knuffig und liebenswert erscheint, ist selten zum Liebhaben oder als Dekoration gedacht: Unverblümt und politisch inkorrekt, handelt Hoppeks Bildwelt von gesellschaftliche (Tabu-)Themen wie Gewalt, Rassismus, Prostitution oder Pornografie. Trotz ihrer Schönheit, vermeintlichen Unschuldigkeit und Cartoonhaftigkeit wirkt die Kunst Boris Hoppeks meist ebenso verstörend oder abartig, weil der Künstler geschickt das Niedliche mit dem Abscheulichen kombiniert.
Nach seiner letzten Solo-Austellung 2007 mit dem Titel „I won’t fuck with you tonight“, kehrt Boris Hoppek nun zum vierten Mal zurück in die Galerie heliumcowboy artspace.Seine neuste Einzel-Ausstellung mit dem schlichten Titel „Popo“ bringt uns seine aktuellsten Photoarbeiten, Aquarelle, Zeichnungen und Bilder sowie eine Installation nach Hamburg.
Anläßlich dieser Ausstellung präsentieren Boris Hoppek und der heliumcowboy artspace die zweite Ausgabe des bereits legendären Sex-Magazins „Lavagina“ von 2007 (siehe Bild links). „Lavagina2“ wird als eine Art alternativer Ausstellungskatalog in Form eines Schmuddel-Heftchens wieder prall gefüllt sein mit Kurzgeschichten einiger Gastautoren, sowie mit Zeichnungen, Cartoons und Photos des Künstlers. Und auch James Brown wird Gast der Ausstellung sein: In Form des Prototypen eines Dildos, der zum Ende des Jahres gemeinsam mit dem Bremer Sexspielzeug-Hersteller Funfactory produziert wird.
Was vor mehr als fünfzehn Jahren mit Graffiti- und Street-Art begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre weiter zu improvisierten Karton-Skulpturen, überdimensionalen Character-Malereien, Ad-Busting-Kampagnen, mehreren Büchern und der Gestaltung des Kopenhagener Hotels FOX im Auftrag von Volkswagen. Oder aber Image-Projekten für Kunden wie etwa Opel, deren Kampagne für den Corsa seit 2006 mit den auf Boris Hoppeks Bimbo-Puppen basierenden „C’mons“ den Künstler auch weit über die Kunstwelt hinaus bekannt machte.
Doch Boris Hoppek ist viel zu unbeugsam und provokant, viel zu straßenverbunden und künstlerisch aktiv, um sich ganz der Werbeindustrie zuzuwenden. Gerade aufgrund der von ihm gewählten, meist unbequemen Thematiken fällt es dem Künstler oft schwer, nachzuvollziehen, weshalb gerade er von vielen Firmen als Image-Lieferant umworben wird.
Seine Arbeiten finden noch immer ihren Ursprung in dem, was man auch als Urban Culture bezeichnet und mit „im Hier und Jetzt“ übersetzen könnte. In die Schublade des Graffiti-Künstlers läßt sich Hoppek jedoch nicht stecken: Zwar liegen dort seine frühen künstlerischen Wurzeln, doch sind seine Kunst, seine Aussage und sein gesamtes Schaffen einfach zu vielseitig und zu komplex und Hoppek selbst viel zu unbeeindruckt vom Kunstbetrieb oder den meisten stilistischen oder erzählerischen Mitteln seiner Generation. Was bei ihm häufig niedlich, knuffig und liebenswert erscheint, ist selten zum Liebhaben oder als Dekoration gedacht: Unverblümt und politisch inkorrekt, handelt Hoppeks Bildwelt von gesellschaftliche (Tabu-)Themen wie Gewalt, Rassismus, Prostitution oder Pornografie. Trotz ihrer Schönheit, vermeintlichen Unschuldigkeit und Cartoonhaftigkeit wirkt die Kunst Boris Hoppeks meist ebenso verstörend oder abartig, weil der Künstler geschickt das Niedliche mit dem Abscheulichen kombiniert.
Nach seiner letzten Solo-Austellung 2007 mit dem Titel „I won’t fuck with you tonight“, kehrt Boris Hoppek nun zum vierten Mal zurück in die Galerie heliumcowboy artspace.Seine neuste Einzel-Ausstellung mit dem schlichten Titel „Popo“ bringt uns seine aktuellsten Photoarbeiten, Aquarelle, Zeichnungen und Bilder sowie eine Installation nach Hamburg.
Anläßlich dieser Ausstellung präsentieren Boris Hoppek und der heliumcowboy artspace die zweite Ausgabe des bereits legendären Sex-Magazins „Lavagina“ von 2007 (siehe Bild links). „Lavagina2“ wird als eine Art alternativer Ausstellungskatalog in Form eines Schmuddel-Heftchens wieder prall gefüllt sein mit Kurzgeschichten einiger Gastautoren, sowie mit Zeichnungen, Cartoons und Photos des Künstlers. Und auch James Brown wird Gast der Ausstellung sein: In Form des Prototypen eines Dildos, der zum Ende des Jahres gemeinsam mit dem Bremer Sexspielzeug-Hersteller Funfactory produziert wird.