FLO PETERS GALLERY

Ross Halfin, geboren 1957 in England, beabsichtigte zunächst Maler zu werden und begann 1970 ein Studium an der Wimbledon School of Art. In dieser Zeit kaufte er sich auch seine erste Kamera, eine Pentax Spotmatic, und begann diese heimlich mit auf Konzerte zu nehmen. Er fotografierte aus dem Publikum The Who, Man, ACDC, Led Zeppelin und Free und schickte seine Bilder an die Londoner Musik-Zeitschriften dieser Zeit. Er hatte Erfolg:   seine Bilder wurden veröffentlicht. Ross Halfin fotografierte mehr und mehr für das Sounds Magazin und portraitierte verschiedenste Künstler der Punk-Szene, unter anderem The Clash, The Jam, The Sex Pistols, 999 and The Adverts. Seine Bilder transportierten Leben, Farbe, Attitüde und Lautstärke. 1981 wurde er Mitbegründer des Magazins Kerrang!, Europas erstes Hard Rock Magazin.

Über 30 Jahre tourte Ross Halfin mit den größten Namen der Rock-Musik wie AC/DC, UFO, Aerosmith, Black Sabbath, Metallica, The Black Crows und Ozzy Osbourne. Er schaffte es, mit seinen Bildern eine visuelle Identität der Heavy-Rock-Szene zu kreieren. Nicht selten haben Halfin"s radikale Bilder zu dem Gesamterfolg der größten Rock-Bands der Welt beigetragen. Er gab ihnen Ecken und Kanten, aber auch Identitäten, die bis heute für ihre Musikrichtung stehen.  

Nach wie vor bewegt sich Ross Halfin in der Welt der Rock"n"Roll Bands. Er begleitet sie rund um die Welt und ist auch heute noch ein akzeptiertes und geschätztes Mitglied der Szene. Er gilt als gefragter Cover-Fotograf, nicht nur für Alben, wie z.B. für Arctic Monkeys, Amy Winehouse und Foo Fighters, sondern auch für Magazin Cover. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher.

ROSS HALFIN
"The Age of Rock"
22.04.15  -  29.05.15

Neue Information in Vorbereitung

MASTERS OF PHOTOGRAPHY

Wir zeigen ab Samstag, 5. Dezember, Werke von

Arnold Newman | Elliott Erwitt | Horst P. Horst | Sylvia Plachy | Tomio Seike | René Burri | Helen Levitt | Alfred Eisenstaedt | Slim Aarons | Yousuf Karsh | Eve Arnold | Robert Lebeck | Inta Ruka | Paolo Pellegrin | Jeanloup Sieff | Edward Quinn | Marc Riboud | Mark Seliger | Karl Struss | Alfred Wertheimer | Franz Münster | John Dominis | Franz Hubmann | u. a.

Arnold Newman, Elliott Erwitt, Horst P. Horst, Sylvia Plachy, Tomio Seike, René Burri, Helen Levitt, Alfred Eisenstaedt, Slim Aarons, Eve Arnold, Inta Ruka, Paolo Pellegrin, Jeanloup Sieff, Edward Quinn
Groupshow: MASTERS OF PHOTOGRAPHY
05.12.15  -  20.02.16

Wer bei dem Wort "Pferdefotografie" an bunte, gezäumte und gelackte Tiere denkt, sollte sich die Bilder der Fotografin Ruth Marcus ansehen: Für ihr 2014 erschienenes Buch "PferdeAugenBlicke" hat sie die eleganten Tiere formal streng, kompositorisch und ästhetisch überzeugend fotografiert.

Besonders in den Porträtaufnahmen spürt der Betrachter die intensive Interaktion zwischen der Fotografin und den Tieren. Es sind Aufnahmen von Persönlichkeiten; alle Aufnahmen zeigen die Pferde frei und ohne Halfter. Die Aufnahmen im Freien verleihen den Bildern durch das Spiel von Licht und Schatten einen zusätzlichen Zauber, auch die Detailaufnahmen von Nüstern, Ohren, Hufen oder dem Maul eines Hengstes berühren und überraschen.

Die Ausstellung "Horses PferdeAugenBlicke" ist vom 18. November bis zum 05. Dezember 2015 in der Flo Peters Gallery zu sehen. Die Eröffnung findet am Dienstag, den 17. November statt.

Ruth Marcus
Horses  PferdeAugenBlicke
18.11.15  -  05.12.15

Der Fotograf Vincent Peters setzt die Berühmten und Schönen kunstvoll in Szene. Für Wempe inszenierte er in subtiler Anmutung Meisterwerke der Haute Joaillerie: Zwölf Ring-Unikate, inspiriert von den Metropolen dieser Welt, die live ausgestellt sind.

Upstairs: Vincent Peters, der seit 1995 für Magazine wie Vogue und GQ und Modemarken wie Dior, Louis Vuitton oder Yves Saint Laurent arbeitet, verlässt sich bei seinen Bildern ganz auf die klassische Kunst der Porträtfotografie: Er setzt auf kleine Gesten statt großer Posen und subtile Inszenierungen, die die Fotografierten nicht in Kulissen verschwinden lassen, sondern den Blick auf die Gesichter lenken.

Vincent Peters für Wempe / Upstairs: Vincent Peters "The Light Between Us"
04.11.15  -  14.11.15

Die Flo Peters Gallery eröffnet am 3. September ihre bereits dritte Ausstellung mit Steve McCurry, einem der bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Anlass hierzu gab sein neuestes Buch "From these Hands - A Journey Along the Coffee Trail”. McCurry hat in den letzten vier Jahrzehnten auf seinen Reisen entlang des "Coffee Trail” in seiner für ihn typischen aufmerksamen Art und Weise beeindruckende Bilder entstehen lassen. Seine Reisen führten ihn von Kolumbien über Honduras, Peru, Brasilien, Äthiopien bis nach Tanzania und Vietnam. Menschen bei der Arbeit, Kinder beim Spielen, Familien zuhause oder typische Landschaften McCurrys farbintensive Bilder verdeutlichen, wie sehr der Kaffee das Leben der Menschen in unterschiedlichen Ländern prägt und beeinflusst.

Steve McCurry
From These Hands - A Journey Along the Coffee Trail
05.09.15  -  30.10.15

Paolo Pellegrin gilt weltweit als einer der renommiertesten Dokumentarfotografen, dessen fesselnde Bildsprache geprägt ist durch eine stark sozial-humanistische Komponente. Die gewählten Einsatzorte des mehrfach preisgekrönten  MAGNUM-Fotografen verraten sein Interesse an einer sich wandelnden Welt: Katastrophen, Kriege, auch die sichtbaren, vom Menschen erzwungenen Veränderungen einer natürlichen Umgebung bewegen  Pellegrin. Als beispielhaft dafür steht sein neuestes Projekt "HAFEN": die hochtechnisierten Anlagen, die Skyline der Containerbrücken in der Weite des heutigen Hamburger Hafens. Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Hafen ein umtriebiger Ort der vielen Menschen harte Arbeit abverlangte. Dies hat sich mit den zunehmend automatisierten Abläufen geändert - heute prägen vornehmlich riesige Containerbrücken das Bild des Hamburger Hafen. Diese sichtbaren, vom Menschen gemachten Veränderungen, fängt  Paolo Pellegrin in großformatigen Schwarzweißfotografien ein. Die Industrielandschaft des Hafens wird durch die Ästhetik seiner Bilder geadelt und die  eindrucksvollen Bilder sind einmal mehr ein Beweis für  Pellegrins aussergewöhnlichen Blick.  

Paolo Pellegrin
HAFEN
17.06.15  -  29.08.15

Vom 3. bis zum 6. Juni 2015 organisiert die Flo Peters Gallery eine CHARITY AUSSTELLUNG zugunsten des Straßenmagazins Hinz&Kunzt. Hinz&Kunzt ist das auflagenstärkste Straßenmagazin und gehört zu den ersten deutschen Zeitungen dieser Art. Gegründet wurde Hinz&Kunzt 1993 als Kooperationsprojekt von Obdachlosen und Journalisten. Die Idee: Wohnungs- und Obdachlose verkaufen ein professionell geschriebenes und gestaltetes Magazin. Das Ziel: Geld, Anerkennung und Würde für die Obdachlosen. Mit der Ausstellung möchte die Flo Peters Gallery diese Idee und dieses Ziel unterstützen! Es ist damit die erste Show in einer Galerie, die zugunsten des Magazins ausgerichtet wird. Gezeigt werden Arbeiten verschiedener bekannter und unbekannter Fotografen, wie z.B. Mat Henneck, Götz Müller und Robert Lebeck, die ihre Werke dieser Idee zur Verfügung gestellt haben - 100% der Verkaufserlöse werden gespendet. Zusätzlich werden drei der Fotografen, die regelmäßig für Hinz&Kunzt fotografieren, die Möglichkeit erhalten, erstmals eine Auswahl ihrer Arbeiten in einer Galerie zeigen und verkaufen zu können.

Group Show
Flo Peters Gallery zugunsten von Hinz&Kunzt
03.06.15  -  06.06.15

Ross Halfin, geboren 1957 in England, beabsichtigte zunächst Maler zu werden und begann 1970 ein Studium an der Wimbledon School of Art. In dieser Zeit kaufte er sich auch seine erste Kamera, eine Pentax Spotmatic, und begann diese heimlich mit auf Konzerte zu nehmen. Er fotografierte aus dem Publikum The Who, Man, ACDC, Led Zeppelin und Free und schickte seine Bilder an die Londoner Musik-Zeitschriften dieser Zeit. Er hatte Erfolg:   seine Bilder wurden veröffentlicht. Ross Halfin fotografierte mehr und mehr für das Sounds Magazin und portraitierte verschiedenste Künstler der Punk-Szene, unter anderem The Clash, The Jam, The Sex Pistols, 999 and The Adverts. Seine Bilder transportierten Leben, Farbe, Attitüde und Lautstärke. 1981 wurde er Mitbegründer des Magazins Kerrang!, Europas erstes Hard Rock Magazin.

Über 30 Jahre tourte Ross Halfin mit den größten Namen der Rock-Musik wie AC/DC, UFO, Aerosmith, Black Sabbath, Metallica, The Black Crows und Ozzy Osbourne. Er schaffte es, mit seinen Bildern eine visuelle Identität der Heavy-Rock-Szene zu kreieren. Nicht selten haben Halfin"s radikale Bilder zu dem Gesamterfolg der größten Rock-Bands der Welt beigetragen. Er gab ihnen Ecken und Kanten, aber auch Identitäten, die bis heute für ihre Musikrichtung stehen.  

Nach wie vor bewegt sich Ross Halfin in der Welt der Rock"n"Roll Bands. Er begleitet sie rund um die Welt und ist auch heute noch ein akzeptiertes und geschätztes Mitglied der Szene. Er gilt als gefragter Cover-Fotograf, nicht nur für Alben, wie z.B. für Arctic Monkeys, Amy Winehouse und Foo Fighters, sondern auch für Magazin Cover. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher.

ROSS HALFIN
"The Age of Rock"
22.04.15  -  29.05.15

Im Jahre 1972 fing alles an: auf einer Reise durch die USA wurde der Grundstein gelegt für seine Begeisterung für die Fotografie. Zu Zeiten, in denen man noch einen Film einlegen musste  um ein Foto zu machen, hielt Götz Müller seine  Eindrücke dieser ersten Reise in unzähligen Bildern fest: Alltagsszenen, Betriebsamkeit einer anderen Welt, lange vor iPhone und Digitalkameras. Unverfälschte Abbildungen in unverfälschten Farben. Diese erste lange Reise bildete den Anfang einer riesigen Bildersammlung in den folgenden Jahrzehnten. Götz Müller machte derweil eine andere Karriere und konnte erst vor wenigen Jahren mit der Aufarbeitung seines Archivs beginnen, das mittlerweile auf tausende Fotos aus aller Welt angewachsen ist.

Seine in der Ausstellung gezeigten Bilder sind geprägt von den Motiven eines Amerikas der 70er Jahre, eingefangen durch einen Reisenden, der sich das Fremde erarbeitet und dabei der Farbigkeit eine tragende Rolle zukommen lässt. In seinen Bildern mischen sich die Genres der Street Photographie, des Stillebens und der Architekturfotografie zu einer Mixtur, die an die frühe amerikanische Farbfotographie erinnert. Der Greyhound Bus wird sein Zuhause, die Fahrer seine Gefährten, denen er mit neugierigem Blick über die Schulter schaut: Auf die Szenen und Eindrücke entlang des Weges. Es sind nicht die Menschen, auf die er sich fokussiert, sondern die Produkte dieser Zeit, die ihn faszinieren: Häuser, Bauwerke, Leuchtreklamen, Fahrzeuge - ein Lebensstil. Müller wählt seine Ausschnitte oft so, dass die Fotografien etwas Graphisches erlangen, das über die alleinige Abbildung hinausgeht.

Götz Müller
Lost & Found
19.02.15  -  28.03.15

Mit der kommenden Ausstellung ehrt die Flo Peters Gallery eine der großen Gestalten der europäischen Nachkriegsfotografie. Anlässlich des 100. Geburtstags des österreichischen Bildjournalisten Franz Hubmann präsentiert die Galerie unter dem Titel "Das photographische Werk”   rund 80 Aufnahmen, die einen Einblick in das 50-jährige Schaffen des Fotografen geben. Szenen des Alltags aus den 1950er- und 60er-Jahren, seine Eindrücke aus Metropolen wie Paris, Rom und New York sowie Porträts von Künstler-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts sind Highlights der Foto-Geschichte.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt jedoch auf Aufnahmen aus Hamburg aus den Jahren 1955/56, die Franz Hubmann im Auftrag des Hamburger Senats für die Ausstellung "Hamburg Tor zur Welt” anfertigte und die seitdem erstmals wieder zu sehen sind. Sie gewähren rare Einsichten in die Welt des Hafens und seiner Arbeiter, der Geschäftswelt um die Hamburger Börse und die berühmt-berüchtigten Straßenzüge der Reeperbahn.

Franz Hubmann, 1914 in Niederösterreich geboren (*2007), absolvierte zunächst die Lehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie und arbeitete anschließend als Textiltechniker in einer Hutfabrik. Erst nach dem Krieg besuchte er zwischen 1946 und 1949 die Grafische Lehr- und Versuchsanstalt und erhielt nach seinem Abschluss eine Anstellung bei der neugegründeten Österreichischen Fremdenverkehrswerbung, deren Bildarchiv er aufbaute. Als Mitbegründer und Cheffotograf der Kulturzeitschrift magnum, die erstmals 1954 erschien,  war Hubmann entscheidend für den heutigen Ruhm des Hefts als legendäres Publikationsorgan der humanistisch orientierten Reportagefotografie verantwortlich.

Mit seiner erzählerischen Bildsprache schuf er ein fotografisches Werk, das durch die Komposition ebenso sehr wie durch den Moment und dessen Dokumentation besticht. Derzeit wird sein Schaffen gleich in mehereren Ausstellungen gewürdigt: Neben der Ausstellung 100   Jahre Leica-Fotografie in den Deichtorhallen, in der einige seiner Arbeiten vertreten sind, widmen sowohl die Leica Galerie in Salzburg als auch Westlicht in Wien dem Grandseigneur der österreichischen Nachkriegsfotografie eine Ausstellung.

 

Franz Hubmann
Das photographische Werk
19.11.14  -  07.02.15

Die Flo Peters Gallery freut sich, die Ausstellung THE PASSIONATE EYE anzukündigen. Bereits zum zweiten Mal nach 2011 zeigt die Galerie eine Auswahl beeindruckender Arbeiten des weltweit anerkannten Fotografen Steve McCurry. Die Einzelausstellung in den Galerieräumen im Chilehaus umfasst rund 40 Aufnahmen aus Brasilien, Japan, Burma, Tibet, Afghanistan, Indien, Afrika und Europa.

Steve McCurry, 1950 in Pennsylvania geboren, zählt zu den prägendsten Fotografen unserer Zeit und ist vor allem für seine einzigartigen, kulturelle Grenzen überschreitenden Aufnahmen aus Asien und seine Reportagen aus Krisenregionen von Kaschmir über Afghanistan bis in den Irak bekannt. Seit 1978 bereist McCurry als freier Fotojournalist die Welt und fängt meisterhaft flüchtige Momente des menschlichen Daseins ein. Weltberühmt machte ihn das Porträt des afghanischen Flüchtlingsmädchens, das auf den Covern von National Geographic, TIME und GEO sowie unzähliger weiterer renommierter Magazine erschien. Von National Geographic zu den 100 besten Bildern gewählt, avancierte das Bild zu einer Ikone des Fotojournalismus.

Ausgebildet zum Filmemacher, entschied sich McCurry nach seinem Abschluss für eine Laufbahn als Fotograf. Seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckte er bereits vor seinem Studium und verfolgte diese während seiner Ausbildung weiter. Geprägt durch das fotografische Werk von FSA-Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Robert Capa oder Robert Frank und dem humanistischen Ansatz ihrer Arbeit, flog Steve McCurry 1978 mit einem One-Way-Ticket und 250 Kodachrome Farbfilmrollen nach Indien und startete seine Karriere als einer der meistbeachteten Fotojournalisten.

Ausgezeichnet mit Hunderten von Fotografie-Preisen und gewürdigt in zahlreiche Publikationen, die sein Schaffen feiern.   ist der MAGNUM-Fotograf auch bei kommerziellen Auftraggebern, wie z.B. Pirelli gefragt, für die er in 2013 den berühmten und exklusiven Pirelli-Kalender fotografierte.

 

Steve McCurry
The Passionate Eye
12.09.14  -  08.11.14

Unter dem Titel Cool Britannia -  Bella Italia  zeigt die Flo Peters Gallery ab dem 25. Juni 2014 Fotografien, die italienisches Lebensgefühl und britische Coolness spüren lassen. Darunter Arbeiten von etablierten Fotografen wie Ruth Orkin, Slim Aarons, Robert Lebeck, Thurston Hopkins, Inge Morath oder Albert Watson sowie unbekannter Fotografen und bisher ungesehene Vintage Pressefotos.

Group Show
25.06.14  -  31.08.14

Die Flo Peters Gallery freut sich, in Zusammenarbeit mit dem stern anlässlich des 85. Geburtstags von ROBERT LEBECK (*1929) eine umfassende Ausstellung von Fotografien aus seiner knapp sechzigjährigen Karriere als Fotoreporter, Bildjournalist und Fotokünstler zu präsentieren.

Gezeigt werden bisher wenig bekannte Vintage Prints, die vor allem anschaulich von seinen Reisen um die ganze Welt, von Menschen und Kulturen, Fremdem und Vertrautem zeugen daneben spätere Szenen und Portraits, die Lebeck bekannt gemacht und seinen Ruf als treffsicherer Beobachter seiner Zeit und des Allzumenschlichen, als Augenzeuge mit stets pointiertem und persönlichem Blick für seine Motive begründet und sein Werk für viele Zeitungen, Magazine und Sammler unverzichtbar gemacht haben.  

Robert Lebeck, einer der renommiertesten deutschen Fotojournalisten, arbeitete seit den 1950er Jahren für verschiedene Zeitungen und Magazine, auf deren Erscheinungsbild er mit seiner Bildsprache oft einen bleibenden Eindruck hinterließ. Seine langjährige Zusammenarbeit mit dem stern sollte sich als besonders fruchtbar erweisen. Lebeck steht für Bildjournalismus nicht nur als Fotograf selbst, sondern auch als Sammler von Frühwerken der Fotografiegeschichte und der Bildreportage.

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ROBERT LEBECK (*1929), one of the most renowned German photo journalists, worked for several big newspapers and magazines, often leaving a remarkable imprint on their looks and visual points of view, most significantly his influence on the popular news magazine stern. His work shows a wide range from press photography to portrait art and travel photography.  

Lebeck stands for photo journalism not only as a photographer himself but also as a collector of early works from the history of photography and documentary/picture story. On the occasion of his 85th birthday, in a collaboration with the stern, Flo Peters Gallery presents rare vintage prints next to well-known scenes and portraits from Lebeck’s more than 50 years of journeys around the globe witnesses of their times, always with a close and personal focus on people and their situations.

Robert Lebeck
In die Welt
21.03.14  -  10.06.14

 

Nelson Mandela (1918 2013) war eine der prägenden Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts. Er veränderte die Geschichte Südafrikas und wurde zum Symbol für Hoffnung, Willensstärke und friedlichen Protest. Jürgen Schadeberg begleitete den südafrikanischen Nationalhelden über mehr als sechzig Jahre und schuf viele eindrückliche Portraits. Wie kaum einem anderen Fotografen gelang es ihm, Charakter und Aura Mandelas einzufangen. Ab dem 5. Februar 2014 zeigt die Flo Peters Gallery eine Auswahl von Schadebergs wichtigsten Mandela-Fotografien unter anderem auch das Bild, das Mandela 1994 bei der Rückkehr in seine Gefängniszelle auf Robben Island zeigt und als eines der ikonischsten Motive des 20. Jahrhunderts gilt.

Neben Schadebergs Mandela-Portraits zeigt die Flo Peters Gallery Friederike von Stackelbergs Serie "African Crossings". Die Reihe entstand 2012 im Rahmen einer Reise zu den Felskirchen von Lalibela, einem Pilgerzentrum der äthiopischen Kopten. Die Aufnahmen dokumentieren Monumentalität und Ruhe der in Stein gehauenen Kultstätten, die Weite der afrikanischen Natur und porträtieren Schönheit und Spiritualität der Menschen.

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Nelson Mandela (1918 2013) was one of the most influential personalities of the last century. He changed the history of South Africa and became a symbol of hope, willpower and peaceful protest. Jurgen Schadeberg accompanied the South African national hero for more than sixty years, creating numerous impressive portraits. He managed to capture Mandela’s character and aura like no other photographer. From February 5, Flo Peters Gallery will show a selection of Schadeberg’s most significant Mandela photographs among them the scene of Mandela revisiting his cell on Robben Island in 1994 which became one of the most iconic pictures of the 20th century.

Next to Schadeberg"s Mandela portraits, Flo Peters Gallery will present Friederike von Stackelberg’s series "African crossings", taken in occasion of a trip to the monolithic churches of Lalibela, a central pilgrimage site of the Ethiopian Copts. The photographs show the monumentality and peace of the rock-hewn cult places, the vast African landscape and portraits of the people’s beauty and spirituality.

Jürgen Schadeberg // Friederike von Stackelberg
NELSON MANDELA // AFRICAN CROSSINGS
05.02.14  -  15.03.14

Als einen der Höhepunkte im diesjährigen Programm präsentiert die Flo Peters Gallery ab dem 27. November eine Ausstellung von Bildern des deutsch-amerikanischen Fotografen Fred Stein. Parallel zur Retrospektive seiner Werke im Jüdischen Museum Berlin wird ihm hier zum ersten Mal in Deutschland eine Einzelausstellung in einer Galerie gewidmet.

Fred Stein wurde 1909 in Dresden geboren und studierte Jura in Leipzig. Schon früh politisch aktiv und vom NS-Regime als Jude an der Ausübung seines Berufes gehindert, floh er 1933 zunächst nach Paris. Stein begann, sich der Fotografie zu widmen und das frühere Hobby diente bald dem Lebensunterhalt. Er porträtierte viele emigrierte Intellektuelle und Künstler, führende europäische Persönlichkeiten, in deren Kreisen er und seine Frau verkehrten. Daneben fing er auf Streifzügen durch Paris Momentaufnahmen voller Hoffnung und Schönheit ein in einer schweren, von Verzweiflung geprägten Zeit.
  Nach Kriegsausbruch interniert, flohen Fred Stein und seine Frau 1941 weiter nach New York. Seine Leidenschaft wurde zum Beruf: Er dokumentierte das Leben in den Straßen der pulsierenden Großstadt und schuf Porträts von Schriftstellern, Künstlern, Politikern, von Einstein über Dorothy Parker bis zu Henry Kissinger und Frank Lloyd Wright.

Steins Bilder sind schnelle, scharfe Beobachtungen und fangen den Charakter ihres Sujets lebendig und prägnant ein. Dabei geht er mit derselben Spontaneität und Offenheit an Porträts wie an Straßenszenen heran. Seine Bilder, Meisterwerke der "Street Photography", wirken stets unmittelbar, wahr und ungestellt.
 Bis zu seinem Tod 1967 arbeitete Fred Stein als erfolgreicher Fotograf und Journalist; seine Bilder und Reportagen erschienen in Büchern und Zeitungen auf der ganzen Welt. Seine zeitlosen Porträts und lebendigen, oft anrührenden Szenen sind heute begehrte Sammlermotive.

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One of this year’s highlights in the programme of Flo Peters Gallery is an exhibition by german-american photographer Fred Stein. Accompanying a retrospective of his oeuvre at the Jewish Museum, Berlin, this is the first single gallery show in Germany dedicated to his work.

Fred Stein was born in Dresden in 1909 and studied jurisprudence in Leipzig. Restrained from job practise for being jewish and politically active, he fled from the NS regime pressure and escaped to Paris in 1933. Stein began to dedicate himself to photography and managed to make a living from the former hobby. He took portraits of many emigrated intellectuals and artists; leading european personalities he and his wife kept company with. Besides that, he went through Paris taking photos of street life scenes snap shots full of beauty and hope in times of fear and despair.  After being put in an internment camp when war broke out, in 1941 Stein and his wife managed to escape to New York. His passion became a real profession: Stein recorded big city street, life, shot photographs of New York"s vibrant and calm sides and continued to make portraits of writers, artists, politicians, from Albert Einstein over Dorothy Parker up to Henry Kissinger and Frank Lloyd Wright.

Stein’s photographs are quick, sharp studies catching the character of their subjects vividly and poingnantly. He approaches his portraits with the same spontaneousness and frankness as street scenes. This makes his pictures, master pieces of street photography, look so straight, effortless and modern. Until his death in 1957, Fred Stein worked as a successful photographer and publicist; his shots and reportages appeared in books and magazines all over the world. Today his timeless portraits and spirited, often touching scenes are strongly demanded collector’s pieces.

FRED STEIN
Paris - New York
27.11.13  -  31.01.14

 

 

 

 

Ab dem 23. Oktober zeigt die Flo Peters Gallery eine Ausstellung lange unter Verschluss gehaltener Pressefotografien. Ein altes Pressearchiv öffnet zu diesem Anlass erstmals seine Pforten und ermöglicht die Zusammenstellung einer spannenden Schau voller unverfälschter Momentaufnahmen.

Bilder, die für ihre Zeit und aus ihr heraus sprechen - zu sehen sind ausschließlich unbearbeitete Originalaufnahmen. Diese unverstellten Zeitdokumente geben Einblicke in Leben und Gesellschaft der 1950er bis -90er Jahre in Deutschland und international. Die Motive reichen dabei von Szenen aus Politik und Zeitgeschehen über Dokumentationen einschneidender Ereignisse der Weltgeschichte bis hin zu nostalgischen Schnappschüssen von Filmstars und anderen Prominenten.


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From October 23rd, Flo Peters Gallery presents an exhibition of press photographies, kept under wraps for a long time. On this occasion, an old press archive opened its doors for the first time, allowing to put together an exciting show full of real snap shots. 


Pictures that tell vividly about their decades - exclusively and only in raw, unretouched original shots. These undisguised documents of their times offer insights into life and society of the 1950s to the -90s in Germany and internationally. Their subjects show a wide range from politics and current affairs over far-reaching world historical events up to nostalgic scenes of film stars and other celebrities.

 

 

Group Show
WHAT YOU SEE IS WHAT THEY SAW - Vintage Press Pictures
23.10.13  -  23.11.13

Der Fotograf Harald Hentzschel bringt uns die Schönheit der Sylter Landschaft nahe und macht uns auf Naturereignisse aufmerksam, die in der unmittelbaren Betrachtung oft verborgen bleiben. Seine fast mystischen Aufnahmen sind zumeist in der Ruhe der Morgenstunden entstanden und vermitteln eine sehnsuchtsvolle Stimmung. Die analogen Schwarz-Weiß-Fotografien des gebürtigen Insulaners Harald Hentzschel bestechen durch ihre differenzierte Tiefe und ihre ganz eigene Poesie. So wird die unverfälschte Verbundenheit des Künstlers zur Insel in jedem einzelnen Bild ersichtlich.

Harald Hentzschel, 1951 geboren, eröffnete in Westerland die LICHTBILDER GALERIE, in der er in wechselnden Ausstellungen seine Schwarz-Weiß- und Farbfotografien präsentiert. Zudem stellte das Stadtmuseum Schleswig einige seiner Inselansichten im vergangenen Jahr aus.

Bereits als Kind durchstreifte der Westerländer Harald Hentzschel seine Heimatinsel Sylt mit einer einfachen Bilora Bella 66 Rollfilmkamera. Seitdem hat ihn die Leidenschaft für Fotografie nicht mehr losgelassen: Seine analogen Schwarz-Weiß-Fotografien sind meisterhafte Porträts der vielfältigen, natürlichen und unverfälschten Dünen- und Meereslandschaft Sylts.  Sie zeigen die über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen der Insel in strenger, puristischer Formensprache abseits der üblichen fotografischen Inselklischees.

Harald Hentzschel
Sylt !
31.07.13  -  06.09.13

WERNER BISCHOF ist einer der großen Fotografen unserer Zeit, der Chronist einer Epoche. Sein beeindruckendes fotografisches Werk, das in weniger als 20 Jahren entstanden ist, eröffnet dem Betrachter den Blick auf eine andere Zeit und andere Welten. Auf seinen Reisen durch Asien, Nord- und Südamerika sowie das zerstörte Europa nach dem Zweiten Weltkrieg erschuf er Bilder, die den Betrachter die Diversität der menschlichen Existenz erahnen lassen: 1945/1946 dokumentiert er im westlichen Europa die Zerstörungen des gerade erst beendeten Weltkrieges, in Indien die große Hungersnot. Anfang der 1950er-Jahre ist er als Kriegsreporter in Korea und Indochina im Einsatz. Er bereist Japan, die USA und Vietnam. Fotografiert in Rumänien die Waisen, die der Krieg hinterlassen hat, reist nach Griechenland, Italien und fotografiert in Peru das Leben der indigenen Bevölkerung. Dazwischen: die Olympischen Winterspiele in St. Moritz. Ihm gelingt, was unmöglich scheint: Alle Facetten des Lebens mit der Kamera einzufangen.    

Neben dem legendären schweizer Magazin DU arbeitet Bischof zwischen 1942 und 1954 für alle großen Magazine. Neben LIFE fotografiert er für Picture Post, The Observer, Illustrated und Epoca, um nur einige zu nennen. 1949 wird er neben den Gründungsmitgliedern das erste Mitglied bei Magnum, der Mutter aller Fotoagenturen, die noch heute als Inbegriff und Bewahrerin der von Cartier-Bresson geprägten humanistischen Fotografie gilt. Und doch: die Oberflächlichkeit und Sensationsgier der Magazine stoßen ihn zunehmend ab.  

Im Herbst 1953 entstehen auf einer Reise durch die USA erste Farbfotografien. Von den USA aus geht es weiter nach Südamerika, von Mexiko über Panama nach Peru, wo erstmals ein Film entstehen soll. Am 16. Mai 1954 verunglückt Werner Bischof tödlich in den Peruanischen Anden.

 

 

 

Werner Bischof
Selected Images
15.05.13  -  29.06.13

EINE UNGEWÖHNLICHE IDEE STIEß AUF UNGEWÖHNLICHE RESONANZ:  

TALENT ! ALERT DIESER AUFRUF RICHTETE SICH AN TALENTIERTE, NOCH UNBEKANNTE FOTOKÜNSTLER, UND AUS ÜBER 170 EINSENDUNGEN WURDEN 15 AUSGEWÄHLT, DEREN WERKE WIR BIS ZUM  30. APRIL 2013 IN DEN RÄUMEN DER GALERIE ZEIGEN UND VERKAUFEN.

 

Group show
TALENT ! ALERT
10.04.13  -  30.04.13

 

Dass er ein herausragender Fotograf war, wurde schon zu seinen Lebzeiten erkannt und gewürdigt: FRANZ MÜNSTER (1898 1974) erhielt über Jahrzehnte hindurch Auszeichnungen, Medaillen und Urkunden bei nationalen Fotowettbewerben. Das Werk des Amateurfotografen, der ab 1937 in Hamburg als selbständiger Fotoreporter tätig war, ist beeindruckend und vielfältig: Neben piktorialistischen Genreszenen und idyllischen Naturaufnahmen lassen sich in späteren Arbeiten bereits Einflüsse der Avantgarde-Photographie erkennen.

Die Flo Peters Gallery zeigt erstmals einen einzigartigen Querschnitt seines Schaffens: Rund 40 Vintage-Arbeiten aus seinem Nachlass werden im 1. Stock der Galerie im Chilehaus präsentiert.

Lange Zeit hatten aufgrund des finanziell hohen Aufwands für Ausrüstung und Chemikalien fast ausschließlich Mitglieder des aufstrebenden Bürgertums oder professionelle Fotografen Zugang zu diesem Medium. In der Mehrzahl waren es Kaufleute, die sich als Amateurfotografen dem elitären Hobby der Fotografie mit Geduld und Enthusiasmus widmeten.  

Bereits um 1900, als die Photographie ein noch junges Medium ist,   schlossen sich deutschlandweit zahlreiche künstlerisch ambitionierte Amateurfotografen in regionalen Vereinigungen zusammen und wandten sich gemeinsam gegen die stereotypisierten Inszenierungsmethoden der Berufsfotografie.  Erklärtes Ziel war es, die Fotografie als eigenständige Kunstgattung zu etablieren und diese gleichzeitig von den "erstarrten Regeln, von dem Atelierplunder und der nivellierenden Retusche"  der Berufsfotografie zu befreien. Das Atelier wurde in die freie Natur verlegt und durch den Sucher der Kamera Landschaft, Licht und Leute ins Visier genommen.  

Berühmte Vertreter des Piktorialismus sind z.B. Heinrich Kühn, Gertrude Käsebier oder die Gebrüder Hofmeister, die Begründer der piktorialistischen Hamburger Schule der Kunstfotografie.

 

 

Franz Münster
Photographien aus dem Nachlass
23.01.13  -  09.03.13

In New York sind seine Arbeiten heiß begehrt und bereits in bedeutenden Sammlungen vertreten: Die Fotografien des Australiers Toby Burrows. Nun bilden seine neuesten Arbeiten den Auftakt zu den Ausstellungen in 2013. Gezeigt werden ca. 20 Groß- und Mittelformate seiner neuesten Serie Soliloquy, ergänzt von Bildern seiner Erfolgsserie Fallen.

Toby Burrows, Jahrgang 1971, studierte Malerei und Fotografie am Sydney College of Arts. Nach seinem Abschluss leitete er vier Jahre lang den größten Fotostudio Komplex Europas, die Londoner Holborn Studios, und arbeitete in diesem Rahmen mit Fotografen wie Richard Avedon, Albert Watson oder David Bailey zusammen. Seit 2008 widmet sich Burrows in persönlichen Projekten verstärkt der künstlerischen Fotografie, womit er in seiner ersten Einzelausstellung im Jahre 2008 in Sydney unmittlebar große Beachtung fand. Es folgten Ausstellungen seiner Werke in Galerien in London, New York und Hamburg sowie zahlreiche Auszeichnungen.

Toby Burrows Dreamscapes sind surreale Visionen, die das tiefe Innere des Betrachters ansprechen. Prägende Einflüsse auf die Arbeiten seiner Serie SOLILOQUY sind in der Malerie sowie der Literatur der Renaissance, den Dramen Shakespeares, hier vor allem in dessen Figur der Ophelia zu finden. Wie in Sir John Everett Millais’ Ophelia von 1851/52 treiben die Protagonistinnen im Wasser, umschlungen von Bahnen wallenden Stoffs und Geäst. Diffuses Licht und Unschärfe erinnern an ein Gemälde und kreieren eine surreale Bildsituation, die einen Moment der Intimität zwischen Bild und Betrachter schafft.

In seinen Fallen-Arbeiten schafft er abwechselnd ein Gefühl von Melancholie, Schönheit und Dramatik. Kennzeichnend ist das Arrangement scheinbar schwereloser, akrobatischer Akte in einer zeitlosen Landschaft. Hinter den Kompositionen steht die klassische Frage von Form und Landschaft in ihrer Relation zueinander, die Burrows in seinen Bildern mit einem an die Malerie erinnernden Ansatz löst.

 

Toby Burrows lebt und arbeitet in Australien.

Toby Burrows
SOLILOQUY
23.01.13  -  09.03.13

Das Ausstellungsjahr 2012 beschließt die Flo Peters Gallery mit Klassikern der Fotografie.

Gruppenausstellung
Klassiker der Fotografie
13.12.12  -  19.01.13

Zum Auftakt der Herbstsaison präsentiert die Flo Peters Gallery  mit  MOROCCO eine der eindruckvollsten Serien des schottischen Meister-Fotografen Albert Watson. Erstmals wird dem Thema Marokko in seinem Schaffen, zu dem 1998 eine heute als Sammlerstück gehandelte Publikation erschien, eine eigene Ausstellung gewidmet. Gezeigt werden rund 35 Schwarz-Weiß und Farb-Fotografien, darunter Abzüge rarer Unikate, die im Rahmen dieser Ausstellung Weltpremiere feiern und eigens für die Flo Peters Gallery als Editionen aufgelegt wurden.  

Albert Watson, Jahrgang 1942,  studiert Grafikdesign und Film. Fotografie ist Bestandteil seines Studiums, ebenso wie Malerei und Zeichnung, Kunst und Kunstgeschichte. Diese Vielseitigkeit ist prägend für Watsons Schaffen, innerhalb dessen er mühelose und virtuos vo n kommerziellen zu persönlichen Projekten wechselt. Seine Arbeiten zeichnen sich durch ihren wegweisenden Charakter aus und viele gelten heute als Ikonen der Fotografie, die einen bleibenden visuellen Eindruck in den Bilderfluten hinterlassen.

Mit Marokko verbinden Watson persönliche Bande. Jahrelang reiste er regelmäßig in das nordafrikanische Land, besaß selbst außerhalb von Marrakesch ein Haus, wo er auch arbeitete und u.a. Kate Moss und Waris Dirie fotografierte. Eine Vielzahl der Arbeiten aus diesem Zyklus gehen jedoch auf eine Auftragsarbeit des damalige Prinzen und heutigen Königs von Marokko Hassan II. zurück, der den Starfotografen bat sein Land zu fotografieren und ihm dabei völlig freie Hand ließ.

In seiner inzwischen vier Jahrzehnte währenden Karriere schuf Watson mehr als 250 Vogue-Cover, rund 650 Werbefilme und etliche Musikvideos und gilt als einer der wegweisendsten Fotografen unserer Zeit. Neben einem Grammy, einem Lucie und einem Hasselblad Masters Award um nur einige seiner Auszeichnungen zu nennen - wurde er im Jahre 2010 außerdem von der ehrenwerten Royal Photographic  für seinen maßgeblichen und andauernden Beitrag zur künstlerischen Fotografie ausgezeichnet.

Ausstellungen in den renommiertesten Galerien in London, New York und Paris sowie in namhaften Institutionen wie der National Portrait Gallery in London oder dem International Centre of Photography in New York würdigen regelmäßig das Werk Albert Watsons.

Albert Watson
M O R O C C O
13.09.12  -  20.10.12

Am 11. Mai eröffnet die Flo Peters Gallery eine Ausstellung mit Arbeiten des chinesischen Tuschezeichners Zheng Chongbin. Die Arbeiten des inzwischen international erfolgreichen Künstlers werden erstmals in Europa gezeigt. In Vorbereitung für diese Ausstellung reiste Zheng eigens aus Shanghai an, um die großzügigen Ausstellungsräume der Galerie zu inspizieren und daraufhin seine Ausstellung zu konzipieren. Gezeigt werden 13 neue, großformatige Werke.

Zheng, 1961 in Shanghai geboren, begann 1984 ein Kunststudium an der Zhejiang Academy of Fine Arts (heute China Academy of Fine Arts) in Hangzhou, China und erhielt 1989 ein Stipendium des San Francisco Art Institute, wo er sein Studium 1991 mit einem Master of Fine Arts abschloss. Durch diesen für einen Chinesen untypischen künstlerischen Werdegang fließen in seinen abstrakten Arbeiten östliche und westliche Einflüsse zusammen. Sie schaffen eine Synthese aus klassischer chinesischer Kunst und der gemeinhin in der westlichen Welt verorteten abstrakten Malerei: expressive Pinselstriche, sowohl in Tinte als auch in Acryl, aufgetragen auf klassischem Xuan-Papier schaffen eine mächtige Allianz, die beeindruckt. Sein großer Erfolg beweist einmal mehr, dass traditionelle künstlerische Techniken wie die asiatische Tuschezeichnung eine zeitgenössische Relevanz haben.

Auf das traditionelle Xuan-Papier trägt Zheng in unterschiedlichem Duktus schwarze Tinte auf und bricht die elegante Choreografie mit weißer Acrylfarbe auf. Erst dann zieht er das bemalte Papier auf einen Keilrahmen auf. Abstrakte Formen sowie die Mischung aus Tinte, Acryl und Fixierer zaubern eine besondere Tiefe in Zhengs Malerei und ergeben eine Neudefinition des klassischen Ink Paintings .

Zheng Chongbins Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzelausstellungen in Galerien in den USA, Hong Kong, Taiwan und Shanghai, darunter auch eine Museumsschau im Shanghai Art Museum, sowie in Gruppenausstellungen und zahlreichen Publikationen gewürdigt. Für Juni 2012 ist eine Ausstellung in der Saatchi Gallery London geplant.

  Zheng Chongbin lebt und arbeitet in San Francisco und Shanghai.

 

Zheng Chongbin
Ink Phenomenon - Objects of Perception
12.05.12  -  28.06.12

Neue Information in Vorbereitung.

Please call for information.

Unter dem Titel ARCHAIK eröffnet die Flo Peters Gallery am 20. März 2012 eine Ausstellung mit neuen Arbeiten des Fotografen Christian von Alvensleben.  Präsentiert werden 43 Schwarz-Weiß-Fotografien von ursprünglichen Objekten, die  Christian und Helga von Alvensleben an globalen Orten sammelten und mit einer Plattenkamera analog fotografierten. Die Werkgruppe nimmt sich der Darstellung der Urformen des Lebens an   und konfrontiert den Betrachter mit der Vergänglichkeit alles Menschlichen. Eine Serie widmet sich in eindrucksvollen Porträts den Teilnehmern eines archaisch anmutenden, auf uralten Bräuchen beruhenden, griechischen Frühlingsfestes. Andere bringen dem Betrachter in unverfälschten, schnörkellosen  Nahaufnahmen die Wahrhaftigkeit in urzeitlichen Objekten wie Muscheln, Steinen, Knochen und  Kakteen nahe.

Christian von Alvensleben, Jahrgang 1941, beginnt sehr früh mit der Fotografie. Noch als Schüler trifft er  in Frankreich auf den Schriftsteller Hubert Fichte und schafft ein Dokument dieser Zeit mit Portraits des Autors  (Deichtorhallen 2005). 1962 reist von Alvensleben für fast 2 Jahre nach Mozambique/Afrika, wo er  sich mit den Jägern und ihrer Jagd fotografisch auseinandersetzt (photokina 1990).  Ab 1964 besucht er das Polytechnikum in London und eröffnet bereits 1968 sein eigenes Studio in Hamburg. Es folgen in den Jahrzehnten darauf unzählige Produktionen für weltweite Werbung und für nationale und internationale Printmedien. Außerdem entstehen Projekte wie Albert Camus...und ein bisschen kalter Rauch, Das Apokalyptische Menu, Die Arbeit des Boxers Dariusz Michalczewski, sowie das Projekt GötterBäumeund MeeresFrüchte, das mit der Arbeit All inclusive 2009 erstmalig  in der Kunsthalle St. Annen zu Lübeck ausgestellt wird.

Die Arbeiten von Christian von Alvensleben bestechen durch ihre Vielseitigkeit sowie durch seine Virtuosität  und sein herausragendes handwerkliches Können.  An sein Werk stellt er nicht nur visuelle, ästhetische und inhaltliche Ansprüche. Auch die eigentliche Produktion gehört zum Schaffensakt. So  wurde beispielsweise jede der hier gezeigten Serien in einem unterschiedlichen Entwicklungsverfahren hergestellt.  Das Ergebnis sind exquisite Handabzüge, die in einer Kleinst-Auflage von nur zwei Exemplaren angeboten werden.

 

 

 

 

 

Christian von Alvensleben
ARCHAIK
21.03.12  -  28.04.12

Anlässlich der weltweit ersten umfassenden Retrospektive des Fotografen Saul Leiter in den DEICHTORHALLEN in Hamburg zeigt die Flo Peters Gallery first floor ab dem 2. Februar 2012 eine Auswahl von Arbeiten des Amerikaners, der als Wegbereiter und früher Vertreter nicht nur der sog. Street Photography, sondern auch der Farbfotografie gelten kann. 

Geboren 1923 in Pittsburg, Pennsylvania, zieht Leiter 1946 nach New York City, um Maler zu werden. Früh kommt er nach seiner Ankunft in New York mit der Fotografie in Kontakt, besucht Ausstellungen wie die große Cartier-Bresson Retrospektive im Museum of Modern Art und macht die Bekanntschaft mit W. Eugene Smith, der ihn (gemeinsam mit dem Maler Richard Pousette-Dart) zur Fotografie bringt.

In seinen frühen Arbeiten widmet sich Leiter - zunächst noch in Schwarz-Weiß - vor allem den Straßenszenen New Yorks sowie dem Porträt. Eine erste Würdigung erfährt sein Schaffen in der von Steichen konzipierten Schau Always a Stranger im New Yorker MoMA, wo 1953 Arbeiten von ihm zu sehen sind. Mitte des Jahrzehnts, Leiter fotografiert bereits in Farbe, eröffnet er in Manhattan ein Studio für Porträt-, Mode- und Werbefotografie, das er bis 1981 führt. Bis dahin macht die Modefotografie einen Großteil seines Schaffens aus. Er arbeitet für den Esquire und bald schon für Harper’s Bazaar, wo er sich durch seinen malerischen Stil deutlich vom vorherrschenden fotografischen Stil eines Richard Avedon abhebt.

In der Flo Peters Gallery werden bis 17. März 2012 rund 20 seiner frühen Straßenszenen zu sehen sein.

 

 

 

Abb.: © Saul Leiter Man in Straw Hat, c. 1956, Modern chromogenic print

First Floor
Saul Leiter PHOTOGRAPHS
02.02.12  -  17.03.12

Zum Auftakt des Jahres präsentiert die Flo Peters Gallery neben Arbeiten des amerikanischen Fotografen Saul Leiter im ersten Stock Arbeiten des Schweizer Fotografen . Gezeigt werden über 40 Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus Pressers Serie , einem fotografischen Essay über den jahrtausendealten, traditionellen Segelschiffbau in Ostafrika. Darin blickt der Fotograf nicht nur auf die Konstruktionstechniken und die Herstellung der Schiffe, sondern auch auf die Welt der Schiffsbauer und Fischer in den Anreinerstaaten am Indischen Ozean.

Für das Projekt reiste Beat Presser 2009 nach Ostafrika, um sich eingehend mit der Dhau Kultur zu befassen. Schon lange ist er - besonders nach einem mehrjährigen Aufenthalt auf Madagaskar - fasziniert von den traditionellen Holzschiffen und allem, was zur Welt der Schiffsbauer und Fischer gehört. Mit seiner Kamera dokumentierte er die Konstruktion und den Bau der Schiffe, die seit jeher mit primitven Mittel aus Mangroven und Mangobäumen gebaut werden, sticht mit einheimischen Fischern in See, hört ihre von Generation zu Generation weitergegebenen Geschichten und taucht so ein in das Leben der Einheimischen.

Von Madagaskar und Sansibar über die Inseln Mafia und Pemba hielt Presser seine persönlichen Impressionen in eindrucksvollen Bildern fest, die begleitet von seinen Erzählungen - die Besonderheit dieser Reportage ausmachen. Beat Presser, geboren 1952 im Schweizerischen Basel, entscheidet sich schon zu Schulzeiten Fotograf zu werden. Als Autodidakt erlernt er das Handwerk bei erfahrenen Fotografen sowie im Zuge seiner Tätigkeit für Filmproduktionsfirmen in Basel, Paris und New York. Ab den 1970er Jahren gibt er die Fotozeitschriften und heraus und arbeitet als Kamerassistent und Setfotograf am Set von u.a Werner Herzog. Seit seit 1990 widmet er sich wieder ausschließlich der Fotografie.

Das Buch zur Austellung ist erschienen im Moser Verlag München.

Beat Presser
DHAU
08.02.12  -  17.03.12

Die Flo Peters Gallery beendet das Jahr 2011 wieder mit einer hochkarätigen Gruppenausstellung. Neben Klassikern der Schwarz-Weiß-Fotografie und noch nicht gezeigten zeitgenössischen Arbeiten werden Neuerwerbungen der Galerie präsentiert.

Gruppenausstellung
PHOTOS!
30.11.11  -  31.01.12

Am 8. November eröffnet die Flo Peters Gallery eine faszinierende Ausstellung mit Arbeiten des Fotografen und Umweltaktivisten J. Henry Fair. Gezeigt werden rund 25 Fotografien aus seiner Serie Industrial Scars, in der der Amerikaner in scheinbar schönen Bildern die ökologische Ausbeutung unserer Erde dokumentiert. Aus einem Sportflugzeug heraus fotografiert er weltweit die Spuren der Umweltverschmutzung und -Zerstörungen unserer Zeit. Von der Ölkatastrophe der leck geschlagenen Plattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko über die Narben, die die Ausbeutung fossiler Energieträger auf unserer Erde hinterlassen bis zu den Abwässern der chemischen Industrie; in geometrischen Formen, Farbflächen und abstrakten Gebilden führt Henry Fair uns die Auswirkungen unseres ökologischen Handelns in dieser Ausstellung eindringlich vor Augen.Henry Fair, geboren in Charleston, lebt und arbeitet in New York. Einen größeren Bekanntheitsgrad erlangte er durch seine engagierte Serie Industrial Scars und seinen 2010 erschienenen Bildband The Day after Tomorrow Images of our Earth in Crisis mit Arbeiten aus dieser Serie, die von Flo Peters erstmals in einer Galerieausstellung in Deutschland gewürdigt werden. Zuletzt stellte das Kunsthaus Nürnberg (bis 6. November) in einer Einzelausstellung mehr als 50 seiner Arbeiten aus. Als Umweltaktivist möchte Fair vor allem auf umweltpolitische Probleme aufmerksam machen. Zu diesem Zweck arbeitet er auch mit Umwelt-Organisationen wie der Rainforest Alliance oder Greenpeace zusammen und ist Mitbegründer und Direktor der Umweltorganisation Wolf Conservation Center (WCC) in South Salem, NY.

J. Henry Fair
Industrial Scars
09.11.11  -  30.12.11

Die Flo Peters Gallery eröffnet die Herbstsaison im Rahmen des gemeinsamen Saisonstarts der Galerien des Kontorhausviertels am 2. September 2011 mit Arbeiten der Künstlerin Sinje Dillenkofer. Präsentiert werden 20 Arbeiten aus ihrer Serie CASES, einer Werkgruppe von fotografischen Innenansichten historischer und moderner Behältnisse aus Recherchen in privaten Archiven und staatlichen Museen in Deutschland, Frankreich, England und Österreich. Die Fotografien zeigen Deckel und Boden entleerter Kisten und Etuis, die ehemals zur Aufbewahrung von kostbaren Gebrauchsartikeln, Wertgegenständen sowie wissenschaftlicher Instrumente maßgefertigt wurden.

 

Dillenkofers Foto-Objekte werden, ihrem Kontext enthoben und dokumentarisch abgelichtet, zu autonomen, abstrakten Bildern und malerischen Bildkompositionen. Ein Koffer für Daguerreotypien von 1870 aus dem Schloss Friedrichshafen wird zu einem konstruktiv anmutenden Bild-, und Raum-Objekt. Ein Behältnis für technisches Equipment aus der Deutschen Kinemathek Berlin erinnert an Minimal Art. Das Transportbehältnis für den Brillantschmuck und die Perlen der Königinnen aus dem Residenzschloss Dresden wirkt durch die in ihm hinterlassenen Abdrücke wie eine malerische Komposition oder Zeichnung.

 

Mit dem Werkzyklus der CASES untersucht Sinje Dillenkofer die Idee und Bedeutung des Archivierens und fragt damit auch nach den Wertvorstellungen und dem Umgang mit Leben und Tod am Beispiel unserer westlichen Kultur. Gemäß der Übersetzung des Titels aus dem Englischen dürfen die Bilder auch als kriminalistische Fälle betrachtet werden.

 

Die Arbeiten der CASES können sowohl im Sinne einer an klassisch fotografische Abbildungsweisen orientierten Bildbetrachtung und Theorien gelesen werden als auch im erweiterten Sinne eines konzeptionellen künstlerischen Verfahrens wie sie seit Marcel Duchamps Ready-mades existieren.

 

2009 erhielt Sinje Dillenkofer ein Stipendium der Kunststiftung ZF Friedrichshafen, im Zuge dessen aktuelle Arbeiten sowie eine Publikation entstanden. In Hamburg werden die CASES erstmals in einer Galerie-Ausstellung präsentiert.

Sinje Dillenkofer
Cases
03.09.11  -  15.10.11

In den Sommermonaten präsentiert die Flo Peters Gallery Arbeiten der amerikanisch-ungarischen Photographin Sylvia Plachy, die im vergangenen Jahr für ihr vielschichtiges Å’uvre mit dem Dr. Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) geehrt worden ist. Über 30 Jahre war Plachy für das New Yorker Magazin Village Voice tätig und publizierte in Zeitschriften wie Newsweek, GEO, Vogue sowie dem Time Magazine. Ihre Porträts und Fotoessays sind darüber hinaus in die permanenten Ausstellungen zahlreicher Museen integriert.

 

Die Beobachtungsgabe, mit der Sylvia Plachy Szenen aus dem Alltag, sowohl aus der Großstadt als auch an abgeschiedenen Plätzen zum Bild macht, eröffnet dem Betrachter ein Feld persönlicher Assoziationen. Das Sehen des einen tritt hier in stille Kommunikation mit dem Fühlen des anderen. Nicht selten mischen sich in ihren Motiven zarter Humor mit dem Gespür für Tragik, der Eindruck von Intimität mit jenem der Distanziertheit. Oftmals arbeitet sie dabei gezielt mit Techniken wie Unschärfe, Überschneidung sowie Überdeckung durch Objektivränder. Mit dem Effekt tonennförmiger Verzerrung erzeugt sie in Landschaftsbildern einen kippenden oder gebogenen Horizont. Flüchtige Blicke, fragmentarische Eindrücke aus der Erinnerung oder eine Welt im Wanken vermag sie auf diese Weise in Bilder umzusetzen.

 

Während ihre Themen einer großen Bandbreite folgen, ist ein zentraler Aspekt in ihrer Arbeit die Auseinandersetzung mit dem persönlich erfahrenen Heimatverlust: 1943 in Budapest geboren, hatte sie Ungarn bereits 1956 im Zuge der Unruhen der ausbrechenden Revolution verlassen müssen und war mit ihrer Familie zunächst nach Österreich, später in die USA ausgewandert. Auf den Spuren ihrer Kindheit kehrte sie 1964 mit der Kamera zurück.

 

Auf den darauffolgenden Reisen nach Osteuropa entstanden photographische Erinnerungsstücke in der Tradition der modernen amerikanischen Dokumentarphotographie. Für das aus gesammelten Bildern und Texten dieser Zeit entstandene Buch Self portrait with Cows going home (2004) erhielt sie den Golden Light Award. Ein ebenfalls immer wiederkehrendes Motiv ihrer Photographie ist ihr Sohn, der seit seiner Geburt ihr liebstes Thema ist. Über Adrien Brody, heute Schauspieler und Oscarpreisträger, sagte sie: "Here was this vibrant little being; his emotions mirrored in his face." Die Ausstellung zeigt im Kontext der sensiblen Porträtarbeiten Sylvia Plachys unter anderem Bilder von Adrien Brody, Tilda Swinton und Isabelle Huppert.

Sylvia Plachy
Waiting
28.06.11  -  26.08.11

Ab 17. Mai präsentiert die Flo Peters Gallery unter dem Titel Light + Structure erstmals die neuen Arbeiten des renommierten Schweizer Fotografen Michel Comte. Bekannt für seine Mode- und Porträtaufnahmen hat er sich nun für dieses Projekt einer seiner großen, bisher weniger bekannten Leidenschaften gewidmet: Der Natur. Entstehungsort des Light + Structure-Zyklus sind die Schweizer Berge. Gezeigt werden insgesamt 40 groß- und kleinformatige Arbeiten von wolkenumhangenen Bergmassiven, abstrakten Fels- und Gletscherformationen und malerisch im Nebel versinkenden Weiden. Die Aufnahmen, die teils dramatisch, teils poetisch wirken, erinnern zuweilen an die Malerei der Romantik und die ihr innewohnende Melancholie.

 

Michel Comte, geboren 1954 in Zürich, näherte sich Ende der 1970er-Jahre autodidaktisch dem fotografischen Schaffen. 1979 bekam er den ersten Werbeauftrag von Karl Lagerfeld für das Modehaus Chloé in Paris. Im Zuge seiner Arbeit für u.a. die amerikanische und die italienische Vogue oder Vanity Fair wurde er in den 1980er-Jahren zu einem der weltweit gefragtesten Fotografen, porträtierte Schauspieler, Künstler und Sportler, darunter Mike Tyson, Catherine Deneuve oder Louise Bourgeois und fotografierte Werbekampagnen für namhafte Unternehmen. Da man seinen Namen gemeinhin mit Mode- und Celebrity-Fotografie assoziiert, ist nur wenigen bekannt, dass sich Michel Comte bereits seit Beginn seiner außergewöhnlichen Karriere auch anderen Genres wie der Fotoreportage und der Landschaft gewidmet hat. Für Aufträge des Internationalen Roten Kreuzes und im Rahmen der von ihm gegründeten Wasserstiftung unternahm er Reisen in den Irak, nach Afghanistan, in den Sudan und nach Kambodscha.

 

Für die in der Flo Peters Gallery gezeigten Arbeiten hat Comte eine vielgestaltige Bildsprache gefunden. Neben dem Wechsel zwischen Tag- und Nachtaufnahmen variiert er in seinen aktuellen Arbeiten auch die gestalterischen Mittel. Unschärfen wechseln sich ab mit starken Kontrasten, klare Farben mit monochromen, sehr malerisch wirkenden Aufnahmen und klassische Bildausschnitte mit ungewöhnlichen Perspektiven. Gewaltige Wolkenbildungen und die mannigfaltigen Einwirkungen des Lichts auf die fotografische Linse verwebt er zu atmosphärischen Kompositionen. Die intensiven sinnlichen Eindrücke im Hochgebirge im Kontrast mit der gleichzeitigen Stille werden in diesen Bildern spürbar. Die Huldigung der hoch aufschießenden Bergmassive und tiefschluchtenden Täler tragen die Erhabenheit eines Caspar David Friedrich und erinnern in ihrer Farbigkeit gleichsam an das Alpentriptychon Giovanni Segantinis.

Michel Comte
Light + Structure
18.05.11  -  22.06.11

Am 1. März eröffnete die Flo Peters Gallery eine umfassende Werkschau des preisgekrönten amerikanischen Fotografen Steve McCurry. Gezeigt werden rund 50 Arbeiten aus seiner 30-jährigen Karriere als Fotojournalist, seit 1986 als Mitglied der Agentur MAGNUM. Neben der Dokumentation in Krisenregionen und den Auswirkungen des Krieges auf das Individuum vor allem im Mittleren Osten und in Asien thematisieren McCurrys Bilder kulturelle und religiöse Identitäten und das Verbundensein mit einem Ort.

 

Steve McCurry, geboren 1950 in Philadelphia, verließ nach einem abgeschlossenen Studium am College of Arts and Architecture an der Pennsylvania State University sowie zwei Jahren Arbeit als Angestellter bei einer amerikanischen Zeitung die USA, um als Freiberufler zu arbeiten. Sein erstes Ziel, Indien, eröffnete ihm einen Zugang zur distanzlosen Teilnahme am Leben der dortigen Bevölkerung. Es ist die abwartende und ruhende Haltung, so McCurry, die schließlich die Seele eines Motivs nach außen kehrt und das Objektiv der Kamera vergessen lässt. In den Bildern wächst sie zu einer fordernden Ruhe heran, die den Betrachter zum Stillstehen veranlasst.

 

Seit Ende der 70er Jahre bereiste Steve McCurry zahlreiche konfliktbelastete Gebiete, hierunter Afghanistan, den Jemen und den Irak. Für seinen persönlichen Einsatz im von Rebellen kontrollierten Afghanistan kurz vor der russischen Invasion wurde er mit der Robert Capa Goldmedaille für die beste Fotoreportage ausgezeichnet. In einheimische Gewänder gehüllt, hatte er nach dem Aufenthalt seine in den Stoff genähten Filmrollen außer Landes transportiert und lieferte damit als einer der Ersten Bildmaterial über den dort gärenden Bürgerkrieg.

 

Für seine photographische Arbeit gewann Steve McCurry zahlreiche Preise, darunter den World Press Photo- und den Olivier Rebbot Memorial Award, und erschien in namhaften Magazinen auf der ganzen Welt. Regelmäßig begleiten seine Arbeiten Artikel in GEO oder dem National Geographic. Dort lieferte McCurry das Titelbild der bisher erfolgreichsten Ausgabe: Die Porträtfotografie des afghanischen Flüchtlingsmädchens Sharbat Gula, veröffentlicht im Jahre 1985.

Steve McCurry
The Iconic Photographs
02.03.11  -  30.04.11

Zum Auftakt des neuen Jahres präsentiert die Flo Peters Gallery Fotografien von Werner Bartsch. Die Arbeiten zur Serie "Desert Birds" entstanden auf den normalerweise strengstens von der Außenwelt abgeschotteten Flugzeuglagerplätzen im Südwesten der USA, die für dieses Projekt ihre Tore öffneten. Der gleichnamige Bildband des Hamburger Fotografen erschien Ende 2010 im Kehrer Verlag.

 

In seinen Fotografien zeigt Werner Bartsch die Faszination, die von diesen Orten ausgeht. Fremd und bizarr erscheinen die ausrangierten Flugmaschinen in der Weite der kargen Wüstenlandschaft. Statt der Betriebsamkeit der Flughäfen findet man hier Einsamkeit, statt künstlichen Materialien wie Beton, Stahl und Glas nur Sand, Steine und vereinzelte Gräser. Die Widersprüchlichkeit zwischen dem Objekt Flugzeug und dem Kontext der Wüste schafft Raum für Neues. Wie imposante Metallskulpturen fügen sich die Flugzeuge in ihre unwegsame Umgebung, werden zu unbeabsichtigten Kunstwerken, aufgestellt im Niemandsland.

 

Die Wüstengebiete im Südwesten der USA erfüllen alle Voraussetzungen für die effektive Zwischen- bzw. Endlagerung von Flugzeugen: sie bieten großräumige, billige Stellfläche und verhindern in ihrer Abgeschiedenheit Beschädigungen und Vandalismus. Das warme und trockene Klima verringert Korrosions- und Wasserschäden und auch die politische Umgebung ist stabil. Manche Lagerplätze fungieren als temporäre Heimat für Maschinen auch jüngster Bauart, die hier lediglich während wirtschaftlicher Krisen zwischengelagert werden. Logos und Schriftzüge werden oftmals überklebt, um Rückschlüsse auf die Marktlage der jeweiligen Fluggesellschaft zu verhindern. Andere Plätze werden zur Endstation für Flugzeuge, die ihr Höchstmaß an Flugstunden erreicht haben. Viele Airliner stehen dort schon seit Jahrzehnten und warten darauf, ausgeschlachtet und verschrottet zu werden. Nicht selten hängt ihr Schicksal vom aktuellen Altmetallpreis ab.

 

Werner Bartsch geht es in seinen Arbeiten jedoch nicht um eine Dokumentation dieser Lagerplätze oder eine Bestandsaufnahme ausrangierter Maschinen. Vielmehr entsteht durch die Farbgebung der Fotografien und das ganz spezifische Zusammenspiel von Form, Struktur und Licht eine Ästhetik, die den "Desert Birds" ein unerwartetes Eigenleben verschafft. In manchen Aufnahmen werden durch vertikal verlaufende Schärfenebenen Strukturen und Details bewusst nach vorne gestellt, während der Rest im Verborgenen bleibt. Ansonsten dominiert eine klar reduzierte Bildsprache, die die Flugzeuge und die sie umgebende Szenerie eindrucksvoll zueinander in Beziehung setzt und den Mythos dieser Orte deutlich werden lässt.

Werner Bartsch
Desert Birds
02.02.11  -  26.02.11

Anlässlich seines 40. Todestages würdigt die Flo Peters Gallery im November den Rennfahrer Jochen Rindt und dessen außergewöhnliche Karriere als Rennsport-Popstar. Die rund 140 Photographien umfassende Ausstellung eröffnete Anfang September mit überragendem Erfolg im WestLicht in Wien und ist ab dem 5. November in den Galerieräumen der Hamburger Flo Peters Gallery erstmals in Deutschland zu sehen. Die Ausstellung Jochen Rindt - der erste Popstar der Formel 1 versammelt Aufnahmen führender Motor-sportfotografen wie Ferdi Kräling, Alois Rottensteiner, Archiv McKlein, Milan Schijatschky und Rainer Schlegelmilch. Nach seinem tödlichen Unfall beim Abschlusstraining in Monza am 5. September 1970 wird Jochen Rindt im November 1970 als erstem und bisher einzigem Fahrer posthum der Weltmeistertitel verliehen. Bis heute faszinieren nicht nur Rindts sportliche Erfolge, sondern vor allem sein Charisma, sein Wagemut und seine Lässigkeit, die eine längst vergangene Epoche im Motorsport zu verkörpern scheinen.

Jochen Rindt - Der erste Popstar der Formel 1
05.11.10  -  20.11.10

Zum Auftakt der Herbstsaison würdigt die Flo Peters Gallery das Werk des Photographen Albert Watson mit einer großen Retrospektive. Rund 40 großformatige Arbeiten geben einen Einblick in das vielseitige Schaffen des Schotten, der seit den 1970er-Jahren bereits Hunderte von Vogue-Covern sowie unzählige Foto-Strecken für renommierte Magazine wie Harper’s Bazaar, den Rolling Stone oder den STERN photographiert hat. Neben Porträts, Modeaufnahmen und kommerziellen Arbeiten präsentiert die Ausstellung auch Photographien aus Watsons persönlichem, künstlerischem Schaffen, so z.B. aus seinem Marrakesch und aus seinem Las Vegas-Zyklus.

 

1942 wird Albert Watson in Edinburgh, Schottland geboren, "um zu fotografieren”, wie er heute sagt. Mit 18 beginnt er ein Grafikdesign-Studium am Duncan Jordan College of Art and Design, macht seinen Abschluss am Royal College of Art in London und studiert im Anschluss Film am Royal College of Art Film School. Fotografie war Bestandteil seines Studiums, ebenso wie Malerei und Zeichnung, Kunst und Kunstgeschichte. Diese Vielseitigkeit scheint prägend für Watsons Schaffen. Ob Porträt, Mode, Werbung, Akt oder Landschaft, seine Virtuosität kennt keine Grenzen. Viele seiner Arbeiten gelten heute als Ikonen der internationalen Hochglanz-Photographie, haben einen bleibenden visuellen Eindruck in den heutigen Bilderfluten hinterlassen, ausgezeichnet durch Zeitlosigkeit und Modernität. Weder seine Farb- noch seine Schwarz-Weiß-Arbeiten sind trotz starker Kontraste und starker Farben jemals aufdringlich, immer wahren sie eine angemessene Distanz ohne aber dabei nur flüchtig zu wirken.

 

Neben Ausstellungen in den renommiertesten Galerien in London, New York und Paris und namhaften Institutionen wie der National Portrait Gallery in London oder dem International Centre of Photography in New York wurde Albert Watsons Werk seit 1994 in mehreren Publikationen gewürdigt: Nach Cyclops (1994), Maroc (Rizzoli, 1998), das inzwischen selbst als Sammlerstück gehandelt wird, und "Albert Watson” (Phaidon, 2007) sind für Herbst 2010 bei Blackwell zwei weitere Publikationen geplant; zum einen über das Las Vegas-Corpus (Strip Search) und zum anderen über seine Modefotografie (Unified Fashion Objectives). Arbeiten hieraus werden ebenfalls ihren Weg in die Ausstellung der Galerie im Hamburger Chilehaus finden.

 

Albert Watson
Retrospektive
08.09.10  -  30.10.10

Die kommende Ausstellung in der Flo Peters Gallery zeigt ab dem 2. Juli 2010 Arbeiten des deutschen Fotografen Mat Hennek. Unter dem Titel Woodlands and beyond... werden rund 40 großformatige Werke aus seiner Serie Woodlands und der Reihe Alpenpässe sowie Künstlerporträts im Chilehaus präsentiert.

 

Mat Hennek, geboren 1969 in Freiburg im Breisgau, genoss eine Ausbildung an der europäischen Akademie für Bildende Kunst Trier und im Lette-Verein Berlin und arbeitete ab 1995 zunächst als Assistent von Prof. Hermann Stamm und Uwe Arens und seit 1998 als selbständiger Fotograf. Der erfolgreichen kommerziellen Arbeit u.a. für Rolex oder Montblanc und Magazinen wie Vogue, STERN, Cosmopolitan oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu Beginn seiner Karriere folgte bald eine rein künstlerische Tätigkeit. Seit 2006 widmet er sich in seinem fotografischen Werk weitgehend der Landschaft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Porträt. Fotografierte er anfangs vor allem Künstler der Pop-Musik wie Sting, Tracy Chapman oder Rammstein, wandte er sich in den Jahren von 2004 bis 2009 ausschließlich Künstlern der klassischen Musik zu.

 

Seine Arbeiten aus der Reihe Woodlands zeigen dem Betrachter die Ergebnisse zahlreicher Streifzüge durch unterschiedliches Gehölz - "Waldeinblicke" mit verzaubernder Atmosphäre. Sorgfältig ausgewählte Ausschnitte prägen sakral aufstrebende Baumlandschaften, meist ohne Horizont und Boden, die einen verblüffend beruhigenden, nahezu meditativen Effekt auf den Betrachter ausüben. Die Werke werden glaslos auf hochvolumigem Kupferdruckkarton präsentiert. Durch die samtweiche Oberfläche und die feine Struktur des Papiers wird eine gewisse dreidimensionale Wirkung erzielt. Ein erstaunlicher Effekt: Man möchte in die Bilder oder Wälder eintauchen und sich dort verlieren. Die naturbelassenen Rahmenhölzer unterstreichen dieses emotionale Empfinden.

 

Die Serie Alpenpässe stellt eine konsequente Fortführung des Aufnahmeprinzips dar, das auch bei den Woodlands Anwendung findet. Wir sehen Ausblicke von diversen Alpenpässen der Schweiz. Grandiose Monumentalaufnahmen, die ebenfalls auf einen Ausschnitt festgelegt sind, der weder Horizont noch Boden oder Himmel zeigt. Die Fotografien wirken wie Luftaufnahmen, aussagekräftig im Detail und klar grafischen Parametern untergeordnet. Trotzdem scheint auch bei diesen Arbeiten eine gewisse Sogwirkung den Betrachter in die Landschaft "hineinzuziehen" und so die Grenze zwischen Realität und Bild aufzulösen. Die genaue und sorgfältige Komposition der groß angelegten Landschaftsfotografien und die außerordentliche Schärfewiedergabe durch die Verwendung hochwertiger Objektive und die Ausarbeitung auf dem o.g. Kupferdruckkarton zeigt, was dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleibt.

 

Neben Landschaften präsentiert die Galerie auch eine Auswahl von Porträts. Darunter finden sich Persönlichkeiten aus der Pop-Musik so wie aus der klassischen Musik wie z.B. Dirigent Sir Simon Rattle, die Pianisten Nelson Freire und Hélène Grimaud oder den Tenor Rolando Villazón. Dabei geben die Porträts den Blick des Fotografen auf Menschen und dessen Art über Menschen zu erzählen, preis. Durch die Präsentation der Arbeiten ohne Glasscheibe entsteht eine außerordentliche Nähe zu den portraitierten Künstlern, sodass die Portraits unvoreingenommen, nicht inszeniert, sondern subtil herbeigeführt wirken.

 

 

Mat Hennek
WOODLANDS and beyond...
02.07.10  -  28.08.10

Zum Frühjahr präsentiert die Flo Peters Gallery unter dem Titel EARTHSCAPES eine spannende Ausstellung mit zeitgenössischen Arbeiten des Briten David Parker sowie der beiden deutschen Photographen Jan C. Schlegel und Brami Andreae. Ab dem 12. Mai sind in den Galerieräumen im Hamburger Chilehaus Wüstenpanoramen aus David Parkers Serie New Desert Myths sowie Porträts aus Jan C. Schlegels Projekts Pain and Beauty zu sehen. Einen Eindruck von Afghanistan, seiner landschaftlichen Schönheit und dem Leben seiner Bewohner zeigen die Arbeiten von Brami Andreae.

 

In seinem Werk widmet sich der Brite David Parker (*1949) einer extremen Landschaft. In panoramagroßen, getönten Silbergelatineabzügen von ungeheuerer Detailtreue zeigt er beeindruckende Wüstenlandschaften mit grotesken Felsformationen. Es sind die gemeinhin weniger mit der Wüste in Verbindung gebrachten Er-scheinungen, denen David Parker in seiner Arbeit den Vorzug gibt: Monolithen, Höhlen, Gewölbe, Klippen, Bergkämme oder sogar Flüsse und Seen Morphologien, die von Urgewalten und verborgenen Geschichten zu erzählen scheinen.

 

Für seine Aufnahmen verwendet Parker eine eigens hergestellte, rotierende, großformatige Panoramakamera, die nicht weniger als 180 ° aufzunehmen im Stande ist. Den feinkörnigen, für militärische Zwecke bestimmten Aufklärungsfilm belichtet Parker im Schnitt bis zu acht Minuten und erzielt so eine vorzügliche Präzision in seinen Bildern. Vollendung finden seine Arbeiten in der Dunkelkammer, wo er von seinen Bildern in akribischer Handarbeit großformatige, getönte Silber-Gelatineabzüge in geringer Auflage herstellt.

 

Bereits vor über 20 Jahren, nachdem David Parker bereits als Illustrator, dann als archäologischer, ethnografischer und wissenschaftlicher Photograph gearbeitet hatte, hat er sich der künstlerischen Photographie verschrieben. Eine seiner früheren Serien A Phenomenal World wurde bereits in führenden Galerien in Zürich, London und San Francisco gezeigt und von Steidl in einem Bildband publiziert. Eine jüngere Serie mit dem Titel Sirens fand ihren Weg in Galerien in Paris und London eine weitere Publikation ist auch hier geplant. David Parker lebt und arbeitet in England.

 

Die Arbeit Pain & Beauty des deutschen Photographen Jan C. Schlegel (*1965) widmet sich dem Porträt. Schon seit 1998 verfolgt er dieses Projekt und reist regelmäßig nach Asien und Afrika, um dort Volksgruppen und Stämme zu photographieren. Um der Authentizität der Porträtierten in seinen Bildern gerecht zu werden, verbringt Schlegel im Vorfeld mehrere Wochen bei ihnen und photographiert sie stets in ihrem ureigenen Habit auf dem Markt, auf der Straße oder einfach auf dem Dorfplatz. Wobei der unmittelbaren Umgebung oder den Lebensumständen in seinen Aufnahmen keine Bedeutung zukomme, so Schlegel. Der neutrale Hintergrund soll es dem Betrachter vielmehr ermöglichen, den Menschen im Bild in seiner Einzigartigkeit zu erkennen und zu schätzen.

 

Für jedes seiner Bilder nimmt sich Schlegel in zweierlei Hinsicht viel Zeit: Er verbringt nicht nur Wochen im Umfeld der Porträtierten, bevor er seine Photos macht, sondern stellt jedes einzelne seiner Photos als getönten Silber-Gelatineabzug in mehrstündiger Arbeit von Hand her. Jeder Abzug wird so zu einem Unikat. Als Finalist der Hasselblad Master Awards und durch Präsentation seiner Arbeiten in Paris, Antwerpen und Zürich hat Schlegel bereits international Aufmerksamkeit erlangt. In der Flo Peters Gallery werden nun erstmals rund 30 Porträts aus Afghanistan, Pakistan, Äthiopien, Indien, Algerien, Ägypten und Nepal in einer eigenen Ausstellung gezeigt.

 

 

David Parker & Jan C. Schlegel
EARTHSCAPES
11.05.10  -  26.06.10