Ruth Sachse
Adresse: Sillemstraße 76 A 20257 Hamburg
Telefon: +49 - 171 - 644 27 03
Telefax: +49 - 40 - 55 12 25 4
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Hildegard Elma
Neue Aquarelle
05.06.2010
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20.08.2010
Hildegard Elma, o.T., 2009, 200 x 160 cm, Aquarell
Zur Eröffnung am 04.06. ab 19.00 Uhr sind Sie herzlich eingeladen!

Zentrales Thema der Malerin Hildegard Elma ist die transparente, Licht reflektierende Qualität des Aquarells. Dabei geht es ihr auch immer darum, seine im Material liegenden Möglichkeiten zu ergründen. Elma setzt sich in ihren Bildern mit ausschließlich vier Farbtönen auseinander - Indigo, Ultramarinblau, Magenta und Alizarin-Karmesin.
Erst während des Malprozesses, bei dem die Künstlerin die Farbe mit kräftigen Borstenpinseln auf senkrecht fixiertes Papier aufträgt, entsteht durch Überlagerung und Überschneidung der transparenten Farbschichten ein reiches Spektrum an Nuancen eines Farbtons sowie vielfältige Mischtöne. Immer wieder wird sie dabei mit Unwägbarkeiten wie dem Fließen der Farbe konfrontiert. Gleichzeitig wird mit dem Änderungsprozess der Farbstrukturen beim Trocknen auch Zeit zur Anschauung gebracht. Das Ergebnis sind Werke von ungeheurer Lebendigkeit, intensiver Leuchtkraft und Tiefe.
Elma schränkt die formalen Bedingungen auf das absolut notwendige Minimum ein, um sich ganz auf die Darstellung der Farbe in ihrer körperlichen Erscheinung zu konzentrieren. Ganz bewusst bezieht die Malerin die materiellen Eigenschaften des Papiers in ihre Arbeit mit ein, das durch den Prozess des Nässens und Trocknens Verformungen erfährt. Bildträger und Farbe bilden gleichsam ein dreidimensionales Objekt.
Martin Conrad
Präsenz und Verzögerung * Malerei und Zeichnung
10.04.2010
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28.05.2010
Abb.: Martin Conrad, Seines Steigens Ausdruck I, 2009, 115 x 95 cm, Öl auf Leinwand

Präsenz und Verzögerung
Martin Conrad zeichnet sich durch eine vielschichtige und unverwechselbare Bildgestaltung aus, in der sich zeichnerische Elemente über expressiv gemalte Farbflächen legen. Dabei entsteht ein Zwischenraum, in dem sich Realität, Imagination und Erinnerung überschneiden und in dem der Blick des Betrachters auf eine lohnende Reise geschickt wird.
Der Ausstellungstitel spielt auf die beiden Zeitcharakteristika von Präsenz und Verzögerung an, die sich in den Arbeiten in der Umkehrung herkömmlicher Sehgewohnheiten widerspiegeln. So fällt die Farbe, das Spiel mit Kontrasten und Harmonien in der Bildtiefe unmittelbar ins Auge, während sich die linearen Formen der Bildoberfläche nur allmählich erschließen lassen.
Conrad schöpft sein Zeichnungsvokabular aus einem über die Jahre zusammengetragenem Bildarchiv, das als biologischer, ethnologischer und geografischer Gedächtnisspeicher fungiert. Seine Bilder hinterfragen Wahrnehmung und imaginative Deutungen von Natur und Kultur und verwickeln den Betrachter in einen visuellen Dialog über kulturelle Identität.
Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten aus dem neuesten Werkzyklus des Künstlers, die bei gleicher Komposition Farbnuancen und zeichnerische Formen variieren. „Vergleichbar einem Madrigal, einem mehrstimmigen vorgetragenen Vokalstück, zeigt die neue Bildserie Seines Steigens Ausdruck vibrierende Farbschichten und Zeichnungsebenen auf unterschiedliche Weise gleichzeitig in Aktion.“(Martin Conrad). Indem die Bilder simultan auf den Ausstellungsbesucher einwirken, fordern sie das Wahrnehmungsvermögen des Betrachters heraus und schärfen den Blick für ein denkendes Sehen.
Johanes Zechner
WIENNEU * Fotografie und Malerei
03.03.2010
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04.04.2010
Johanes Zechner, Audimax, 2010, Digiprint und Acryl auf Leinwand, 70 x 50 cm, Text: Inger Christensen

„Wienneu“ ist der Titel der neuesten Werkgruppe des österreichischen Künstlers Johanes Zechner, der hier zum ersten Mal mit dem Medium Fotografie arbeitet. Zu sehen ist keine
Auseinandersetzung mit touristisch allbekannten Ansichten Wiens. Zechners Interesse gilt vielmehr der Frage nach der Eigenart, ja dem Wesen der Stadt, die er nach seiner Rückkehr von einem langen Auslandsaufenthalt stark verändert vorfand und erlebte.
Im Focus der fotografischen Erkundungen stehen Menschen an mehr oder weniger bekannten Plätzen und Orten Wiens, die er in Situationen ihres jeweiligen Lebensalltags festhält - wie etwa protestierende Studentinnen an der Universität, Kinder auf der Donauinsel, eine Touristin in Schönbrunn, weinlesende Wanderarbeiter in einer Wiener Nobellage oder ein schwules Paar am Falco-Grab im Zentralfriedhof. An diesen Schnittstellen scheinen für einen kurzen Augenblick die Eigenarten der Stadt auf und werden erfahrbar.
Wie schon in früheren Arbeiten, in denen der Künstler bewusst Texte in seine Malerei einbezog, verknüpft Zechner in den aktuellen „Wienneu“- Diptychen diese Fotos mit Zitaten aus dem Lang- bzw. Großgedicht „det/das“ der dänischen Dichterin Inger Christensen - einer Art lyrischem Schöpfungsbericht über die Entstehung von Sprache und Welt. „Der Versuch einer Synopsis scheinbar disparater Einzelteile zu einem neuen Ganzen“, so Johanes Zechner, bestimmt schon seit längerer Zeit seine künstlerische Arbeit. Die Werkserie „Wienneu“ ist der Versuch aus unterschiedlicher Perspektive mit einem Blick für das Fremde und gleichzeitig Vertraute, und mittels verschiedener Medien wie Fotografie, Malerei und Sprache eine Bildform zu entwickeln, die das Wesen einer Stadt einzufangen vermag.
Die Ausstellung bei Ruth Sachse I Kunst der Gegenwart lädt ein, mit Johanes Zechner ein anderes Wien zu erkunden.
Peter Riek
OneArtistShow auf der art Karlsruhe 2010
04.03.2010
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07.03.2010
Wir möchten Sie auf unsere OneArtistShow mit Werken von Peter Riek hinweisen und freuen uns, wenn Sie uns am Stand Halle 3, K27 auf der Art Karlsruhe 2010 besuchen.

Peter Riek beschäftigt sich nahezu ausschließlich mit der Zeichnung in ihren verschiedensten Spielarten. Neben Arbeiten auf Papier oder Holz stehen Wandzeichnungen, Eisenzeichnungen und Straßenzeichnungen, sowie raumbezogene Installationen. Gemeinsam ist allen Arbeiten ein abstrakt organischer Formenkanon, der sich über die Jahre langsam entwickelt. Die stillen poetischen Zeichnungen die von Vergänglichkeit und Melancholie handeln, zeugen gleichzeitig von geglückten Momenten abstrakter Schönheit. Peter Riek, geboren 1960, studierte an der Kunstakademie Stuttgart, wurde unter anderem mit der Kunststiftung, der Cité des Arts Paris und dem Elsass-Stipendium des Landes Baden-Württemberg, sowie jüngst mit dem Stipendium der Bartels Stifung Basel ausgezeichnet. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland machten ihn als Zeichner überregional bekannt.

art KARLSRUHE 2010
Messe Karlsruhe
Messeallee 1
76287 Rheinstetten
4.3.2010 – 7.3.2010
Täglich 12 - 20 Uhr, Sonntag, 7. März, 11 - 19 Uhr
Vernissage: 3.3.2010, 17.00 – 21.00 Uhr
www.art-karlsruhe.de

Standtelefon: 0171-644 27 03
Renommierte Künstler und große Namen helfen!
Benefiz-Auktion für HAITI
25.01.2010
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28.01.2010
HAITI * Benefiz-Auktion 25. bis 27. Januar im Web * 28. Januar ab 19.00 Uhr live in der Galerie

Udo Lindenberg, Peter Reitberger, Revolverheld, Tim Mälzer, Martin Conrad, Anja Grosse, Ingeborg Voelter-Servatius, Hajo Schiff, Ursula Willer, Bärbel Rhode, Michael Stahl, Ursula Oltmann, Bärbel Danger, Matthias Oppermann, Carmen Oberst, Simon Waßermann, Friederike Oeser, Lilo Martens, Heidemarie Svensson, Gabriele Kruk, Gabriele Berens, Ute Kühn, Ute Klapschuweit, Jaakov Blumas, Christa Süß-Gassner und mehr!

Die Liste der Auktionslose ist ab Montag, 25. Januar einsehbar auf
www.galerie-ruth-sachse.de Menüpunkt: Benefiz/HAITI // Am Mittwoch 27. Januar ist die Besichtigung der Lose möglich von 14.00 – 19.00 Uhr in der Sillemstr. 76 a / Live- Auktion am 28. Januar ab 19.00 Uhr in der Galerie Sillemstr. 76 a (U2 Lutterothstr. und Metrobus 4 Satoriusstr.)
Der Erlös der spontanen Auktion wird ohne Abzüge überwiesen an die HAITI-HILFE
Bündnis Entwicklung Hilft
bei der Bank für Sozialwirtschaft, Spendenkonto 51 51
Martin Praska
Jetzt bloß nicht weinen!
28.11.2009
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20.01.2010
Abb. Martin Praska, Collier Rustical, 09, 95 x 70 cm, Öl / Nessel


„Nicht, dass ich jemandem dafür eine besondere Veranlassung unterstellte! Aber es kann ja nicht schaden, bei allem, was wir schon mitgemacht haben und bei allem, was uns noch bevorsteht, prophylaktisch gewissermaßen ein malerisches Antidepressivum zu verabreichen. Ich male lustige Bilder, und ich verstehe keinen Spaß dabei. Wie das passieren kann, erscheint zwar nicht so offensichtlich, ist aber deswegen umso spannender. Und ich freue mich, wenn sich ein paar Connaisseure finden, die das Lustige mit dem Lustvollen zu verbinden wissen und die Dinge ernst nehmen: Nippesfiguren, Sonnenbrillen und eine hochprozentige Frauenquote.“ Martin Praska
Jaakov Blumas
DAS WAHRE * DAS FALSCHE * DIE LÜGE * DER IRRTUM
28.08.2009
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15.11.2009
O.T., 2008, Acryl auf Nessel, 130 / 120 / 2 cm

Am 30. Oktober sind Sie herzlich eingeladen ab 19.00 Uhr zum Künstlergespräch in der Ausstellung.

Jaakov Blumas’ charakteristische Herangehensweise - das Spiel mit streng geometrischen Formen und malerisch eingesetzter Farbe - wirbelt die Seherfahrungen des Betrachters durcheinander.
Der Künstler stellt der Wahrnehmung gleichsam Fallen und nutzt dazu komplex konstruierte Bildräume, scheinbare Symmetrien und Mehrdeutigkeiten. Die Austauschbarkeit der Bedeutungshierarchien in der Komposition irritiert den Betrachter und zwingt ihn zu einer weiteren Prüfung. Vor allem „die Überlagerung unterschiedlicher Wahrnehmungsgeschwindigkeiten“ (Jaakov Blumas), zum einen das schnelle Erfassen klarer, zeichnerischer Strukturen und zum anderen das sich nur langsame Erschließen der malerischen Elemente, provoziert einen anderen Blick auf die Bilder.
Die Arbeiten Jaakov Blumas’ machen widerstreitende Sinneseindrücke bewusst. Sie decken die subjektive Bewertung des Wahrgenommenen auf, indem sie scheinbar unumstößliche Sehgewohnheiten in Frage stellen. So erweist sich Jaakov Blumas als ein Künstler-Wissenschaftler, der in seiner Malerei die Wahrnehmung untersucht.
Anja Grosse
Turbulenzen - Malerei
28.02.2009
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24.03.2009
Anja Grosse, o.T., 2009, Acryl auf Leinwand, 120 x 160 cm, Ausschnitt

Turbulenzen als Synonym für dynamische Prozesse und Wandel sind das Thema der neuen Arbeiten Anja Grosses. Die großformatigen Bilder nehmen den Betrachter durch ihre expressive Vitalität und die Intensität samtartig wirkender Farben, die die Künstlerin mit reinen Farbpigmenten selbst herstellt, unmittelbar gefangen. Charakteristisch für Grosses Werke ist die Beziehung zu Naturphänomenen wie z.B. Luft- und Wasserverwirbelungen, zu Gesehenem und Erlebtem.
Wie Turbulenzen gleichzeitig bedrohlich und harmonisierend sind und sich zwischen der Störung bestehender Ordnungsstrukturen und dem Ausgleich vorhandener Gegensätze bewegen, so sucht Anja Grosse während des Malprozesses im Wechsel zwischen Abbild und Abstraktion den einen Moment der Balance, an dem das Bild für sie beendet ist und die Arbeit an ihm abgeschlossen werden kann. Dabei entsteht ein nuancenreiches „Dazwischen“, das den Betrachter zu eigenen Interpretationen auffordert.
Im Rahmen der Ausstellung zeigt die Künstlerin ihre Installation „Jetzt - in diesem Moment“
Johanes Zechner
Farbkuren - Reihe kunstgesund im Albertinen Diakoniewerk
27.10.2008
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30.04.2009
Johanes Zechner, Farbkur - violett

In seiner fast 30jährigen Tätigkeit als Maler hat die Verwendung reiner Farbe bei Johanes Zechner einen besonderen Stellenwert. Einerseits ist sie ihm ein professionelles „Lebensmittel“- andererseits birgt sie für ihn psychologisch die Utopie einer (Selbst-) Heilung. Die Idee, mittels der Malerei, der Farbwirkung, Heilung zu erlangen ist so alt wie die aufgezeichnete Geschichte. Schon im alten Ägypten ließ man Farbtempel mit sieben Räumen errichten, die jeweils in einer anderen Farbe gehalten waren. Je nachdem, welche Farbe der Kranke benötigte, wurde er in einen dieser Räume gebracht, um dort ein heilsames Farbbad zu nehmen.

Geistig motiviertes Verhalten nennen wir Intuition, sie ist allen Menschen zu Eigen. Und diese Intuition lässt uns unwillkürlich zur richtigen Frucht greifen, zu jener, die der Körper im Moment benötigt. Die äußeren Farben der Früchte verraten meist auch ihre Eigenschaften: Die zart- gelborange Melone ist innen süß, die scharf- gelbe Zitrone ist innen sauer.

In den Erschließungshallen der einzelnen Etagen des Krankenhauses wird jeweils ein farb-komplementäres Paar großformatiger Bilder gehängt. Diese behandeln jeweils eine Grundfarbe und bilden ein- in vielen Einzelpanelen angeordnetes ganzes Bildwerk. Die Farbvariationen jeweils einer Grundfarbe sind sehr vielfältig und jeder Benutzer des „gelben Bildes“ findet „sein Gelb“ aus vielleicht 12 vorhandenen Gelbs an den Einzelpanelen. Da die in Frage kommenden Wände der Erschließungshallen leicht diagonal versetzt sind, gibt es kaum „Überstrahlungen“ der Komplementärfarben im selben Raum.

Die Tafeln sind monochrom- bis leicht verlaufend gearbeitet und gerieren sich als pure, ästhetische Flächenmalerei, ohne weiteren Bildinhalt- nur die reine Farbe ist ihr autonomer Inhalt! Im Verständnis des Künstlers geht es bei der Installation folgerichtig nicht um Bildbetrachtung durch die PatientInnen und Betrachter. Das Ziel ist vielmehr, dass sich die BenutzerInnen der strahlenden Kraft dieser „Farbwände“ meditativ aussetzen und subjektiv-individuell eine geistige Farbkur erfahren, die möglicherweise psychosomatisch zu ihrem Wohlbefinden beitragen kann.

Die Farbkuren sind durchgängig wahrzunehmen im
Albertinen Krankenhaus
Süntelstr. 11
22457 Hamburg
Peter Riek
schattenwandern
24.01.2009
-
22.02.2009
Peter Riek, Zeichnungen und Räume, Installation

Peter Riek, geboren 1960 in Süddeutschland, beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Zeichnung in ihren verschiedensten Spielarten. Neben Zeichnungen auf Papier oder Holz stehen Wandzeichnungen, Eisenzeichnungen und Straßenzeichnungen, sowie raumbezogene Installationen. Gemeinsam ist allen Arbeiten ein abstrakt organischer Formenkanon, der sich über die Jahre langsam entwickelt. Die stillen poetischen Zeichnungen die von Vergänglichkeit und Melancholie handeln, zeugen gleichzeitig von geglückten Momenten abstrakter Schönheit. In der neuen Ausstellung mit Peter Riek in unserer Galerie werden die reduzierten Zeichnungen -mit schwarzer Fettkreide auf weißem Grund- den Straßenzeichnungen -mit weißer Kreide auf Asphalt- gegenüber gestellt. Die Arbeiten „schattenwandern“ - provisorische Architekturen aus Wellpappe und Leuchtkästen ergänzen die Präsentation, die einen spannenden Einblick in die Welt dieses Zeichners gibt. Peter Riek studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wurde unter anderem mit der Kunststiftung, der Cité des Arts Paris und dem Elsass-Stipendium des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland machten ihn als Zeichner auch überregional bekannt.
Matthias Oppermann
DAS NAHE UND DAS FERNE
04.12.2008
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15.01.2009
Matthias Oppermann, DAS NAHE UND DAS FERNE, Malerei- und Fotografitoinstallation auf Wandzeichnung

Punsch in der Ausstellung am 13.12.08, ab 16.00 Uhr - Sie sind willkommen!

Die neuen Landschaftsarbeiten von Matthias Oppermann sind hochaktuelle Auseinandersetzungen mit den Polen Nähe und Ferne in einer Zeit, die ganz wesentlich durch die Aufhebung räumlicher und zeitlicher Distanzen geprägt sind. Für den Künstler ist „das eine ohne das andere nicht zu denken oder überhaupt erlebbar. In der Ferne kann die Nähe und in der Nähe die Ferne eine Notwendigkeit bekommen“. In seinen Natur- und Stadtlandschaften verknüpft Oppermann die Frage nach einem zeitgenössischen Verständnis von Entfernung und Präsenz mit ganz neuen Fragen an unsere Wahrnehmung. Sein Interesse gilt dabei vor allem der Transparenz des Wahrnehmungsprozesses. So werden erste Empfindungen oder Eindrücke in Bezug zu früheren Bildern, Erinnerungen, Assoziationen oder Erwartungen gesetzt und schließlich in einem Bild zusammengeführt. Oppermann entwickelt hierzu eine ganz eigene Bildsprache. Er bekratzt oder übermalt z.B. in seinen „Fotografitos“ mehrfachbelichtete Negative der heimatlichen Umgebung mit Gebirgslinien, wodurch Bildebenen entstehen, die auf oder hinter der Bildoberfläche zu liegen scheinen. Ferne und Nähe sind Kategorien des Raumes, die erst durch Bewegung erlebbar werden. Während in einigen Arbeiten das Auge des Betrachters ständig zwischen den verschiedenen Bildschichten wandern muss und in Bewegung bleibt, greift Oppermann das Thema in anderen Arbeiten dadurch auf, dass er einen Software-Filter, der digitale Farbbilder in diagonale Farbstriche auflöst und neu zusammenfügt, in Malerei überführt. In einer Videoarbeit schließlich sind Bilder von Bergpanoramen akustisch mit dem Verkehrslärm Hamburger Straßen unterlegt – der Betrachter wird hier, ganz im Sinne von Goethes Feststellung der „hörenden Augen“ auf die Assoziationskraft der verschiedenen Sinne untereinander im Wahrnehmungsvorgang verwiesen. „Matthias Oppermann gibt sich als ein Suchender zu erkennen, wenn er sagt: ‚Ich liebe die scheinbare Sinnlosigkeit meiner künstlerischen Experimente.’ Was er dabei – oft unbewusst – findet, sind visuelle Strategien, das vertraute Nahe mit dem ersehnten Fernen zu verbinden und den Betrachter am Prozess der Aneignung zu beteiligen“ (Charlotte Brinkmann).
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Simon Waßermann
Trügerische Zweifel*Bodenlose Zuversicht
27.03.2009
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04.05.2009
Simon Waßermann, Doppelnatur, 2009, MDF, Acrylfarbe, 75 x 73 x 14

Zweifel haben, so enthüllt es schon das Wort, mit der Zwei zu tun, mit Aufspaltung und Paarbildung. In ihnen wirkt Spannung, und mit dieser operieren die gezeigten neuen Arbeiten des Künstlers, es sind skurril konstruierte Zweiheiten, irritierend und komisch. Formal zeigen sich seine übermütigen Schöpfungen in der Strenge präzise ausgesägter Figuren und der Nachdrücklichkeit dunkler Farbtöne. Sie erinnern an Schattenbilder, und in der Tat spielen Schatten bei der Findung und bei der Herstellung eine wichtige Rolle. Die hierfür geopferte räumliche Tiefe kehrt aus der produktiven Phantasie in der Vorstellungslust des Betrachters (und des Bedenkers) zurück.
Die zum Teil retrospektiv konzipierte Ausstellung legt nahe, dass das Gesamtwerk Simon Wassermanns prinzipiell auf derartige Trennungen und Neufügungen gegründet ist. Mal rollt ein Kinderball auf extra angebrachten Rädern, mal wird das in einer Flasche erwartete “Buddelschiff“ durch einen Neon-Schriftzug ausgetauscht, mal ist die Lichtbrechung eines Pinselstiels im Wasser so stark, das sie auf zwei Gläser aufgeteilt werden muss; der Betrachter wird stets in einen Strudel von Hintersinn und Aberwitz, Grübelei und Ironie gezogen.
So dürfen Zweifel als positive Kraft verstanden werden, sie sind sowohl Voraussetzungen für jede Auseinander-Setzung mit der Vielfältigkeit der Dinge, als auch der Anfang des eigenständigen Sehens und Denkens.
Davon künden auch tausende von Zeichnungen aus fast 40 Skizzenbüchern, von denen einige erstmals in der aktuellen Ausstellung präsentiert werden.

Zur Ausstellung ist eine Edition und ein kleiner Katalog erhältlich.