Marziart Internationale Galerie

Die Sommer-Ausstellung setzt sich zusammen aus fotorealistischen Portraits, surrealen Welten, expressionistischen Landschaften, aus abstrakten Bildern und Zeichnungen aus dem Bereich Modedesign.

Florian Prünster zeigt seine fotorealistischen Portraits, die minutiös mit Bleistift und Kohlestiften ausgearbeitet wurden. Feinste Graustufen bringen Plastizität hervor, jedes Haar und jede Pore sind erkennbar. Immer wieder sucht der Maler die Herausforderung schwieriger Motive. Nach dem Ausprobieren verschiedener Techniken, konzentriert sich Florian Prünster auf Zeichnungen mit Bleistiften und Kohle und erschafft Gemälde mit Ölfarben auf Leinwand. Gerne gestaltet er auch Ihr ganz persönliches Bild, Anfragen und Anregungen sind willkommen. Florian Prünster wurde in Meran in Südtirol geboren, wo er auch lebt und arbeitet. Das Interesse an der Kunst hat den Künstler schon immer begleitet, er ist stolz ein Autodidakt zu sein. Nach einer längeren Pause malt er seit 5-6 Jahren wieder intensiv und stellt regelmäßig aus.

Die Motive von Manfred Jöhnk werden ebenfalls detailliert umgesetzt in Form von klassischen Stilleben oder surrealen Kompositionen. Er wurde 1951 in Hamburg geboren, fand durch den Vater und die hamburger Malerin Anita Suhr zur professionellen Malerei. Es folgten ein Studium bei August Ohm und Jens Cords sowie intensive Beschäftigung mit dem Surrealismus und den Gedanken von Salvador Dali. Dieser wird zum Vorbild von Manfred Jöhnk, wie es sich in den unendlich weiten Landschaften seiner surrealen Werke widerspiegelt. Die Themen und Dramen des Lebens werden durch eine starke Symbolik phantasievoll beschrieben und regen zur individuellen Interpretation an. Wichtig ist dem Künstler "Bilder mit einer schönen morbiden Einsamkeit zu schaffen“. Manfred Jöhnk stellt kontinuierlich aus, im In- und Ausland, wie bei einer Wanderausstellung durch die USA oder zahlreichen Galerien im norddeutschen Raum.

Petra Hedwig malt abstrakt. Ihre Bilder sind großflächig aufgeteilt in erdiger, gedämpfter Farbigkeit. Sie strahlen eine große Ruhe aus im Kontrast zu den lauten Eindrücken unserer medialen Gegenwart. Die Malerin möchte, das der Betrachter die Stille spürt und sich Zeit nimmt auch die einzelnen Feinheiten des Werkes zu ent-decken. Die Bilder entstehen und entwickeln sich in Schichten wodurch sich Strukturen und Tiefe bilden. Petra Hedwig wuchs in den sechziger Jahren in Hamburg und Schleswig-Holstein auf, lebt heute in München. Sie machte Abitur mit dem Prüfungsfach Kunst, schlug dann einen Werdegang abseits der Kunst ein. Im Laufe der Jahre fand sie wieder zur Malerei und präsentiert ihre Arbeiten seit 2013 der Öffentlichkeit.

Michelle Kranz ist eine Malerkollegin von Petra Hedwig. Ihre Bilder ergänzen sich in Serien, in denen sie sich malerisch mit der Darstellung von Seifenblasen, Bäumen oder Streifen auseinandersetzt. Obwohl es unterschiedliche Themen sind, dominiert in allen Werken die Farbe blau. 2 Serien haben die Auflösung in kleinteilige Kreise, Punkte oder Quadrate gemeinsam. Sie erinnern an Kaleidoskope oder Mosaike, aber auch an Lichtreflexe, die kurz aufblitzen. Die Gemälde strahlen eine gewisse Frische aus, Klarheit und Leichtigkeit. Michelle Kranz kommt aus München, wo sie 1997 die Fachoberschule für Gestaltung mit Fachabitur abschloss. Im Anschluss studierte sie Architektur und ist seit 2003 als freischaffende Künstlerin tätig. Sie stellte bisher im Raum München aus aber auch im Nachbarland Schweiz.

Dodó ist der Künstlername von Donata von Schichau, die uns einen Einblick in ihre Entwurfs- und Portraitszeichnungen gewährt. Fasziniert von Luxus und Mode studiert sie Modedesign und Management an der Hamburger JAK Akademie mit dem Ziel, durch ihren eigenen Stil zu begeistern. Sie sucht das Abenteuer in der Mode- und Kunstszene und versucht ausgetretene Pfade zu verlassen, beide Richtungen zu verbinden. Das gelingt ihr im letzten Jahr durch die Präsentation Ihrer Bilder im Modebuisiness bei Annette Görtz in München unter der Überschrift "Art meets Fashion". Dodó hat auch Erfahrungen in England und Italien gesammelt und möchte mit Hilfe ihrer Figurinas aus Aquarell und Tusche, soviele Grenzen sprengen wie möglich.

Dodó, Petra Hedwig, Manfred Jöhnk, Michelle Kranz , Florian Prünster
Sommer-Ausstellung *** Vernissage 28.7.2017 19-22Uhr
28.07.17  -  23.08.17

Die Stadtbilder von Uta Polster sind in freier, dynamischer Malweise entstanden. Sie hält das quirlige Leben in London und anderen Metropolen fest, gewährt uns Einblicke in das Treiben auf Plätzen und Straßenzügen. Die Perspektive als Kompositionsgerüst bringt Ordnung und Ruhe in das Bild. Alles wird stark abstrahiert abgebildet, doch wenige detaillierte Einzelheiten lassen auf das ganze schließen.Es ist ihr wichtig, "das eigene „Ich“ in seiner Entwicklung einzubringen, ihreGefühle und ihr Temperament einfließen zu lassen und sich so vom Realen zu lösen"wie sie selber sagt. Uta Polster wurde in der "Bauhaus-Stadt" Dessau geboren, ist ausgebildete Diplom-Designerin und studierte an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. Seit 1991 führt sie erfolgreich ein eigenes Büro für Design und Illustration, war 1992 auf der 18.Triennale di Milano mit einem Designbeitrag vertreten. Seit 2016 wird sie vertreten durch die "LDX Artodrome Gallery" in Berlin, Malta und HongKong.

Astrid Baenziger begann mit dem Zeichnen von Comics, woraus sich ihre Acryl- und Collagenbilder entwickelt haben. Sie nutzt ihre Werke als Sprachrohr für politische Statements, thematisiert zum Beispiel den Brexit. Mit Hilfe einer Vielzahl von Collagen und wohl überlegter Symbolik entsteht eine Fantasiewelt, die etwas mitzuteilen hat. Es sind die Art Bilder, in denen man ständig etwas Neues entdeckt. Die Arbeiten sollen aber nicht als erhobener Zeigefinger verstanden werden, sondern eher mit einem Augenzwinkern. Astrid Baenziger wurde bei St.Gallen in der Schweiz geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Bern.Sie stellt international aus und ist weltweit in unterschiedlichen Sammlungen zu finden, wie in New York und Tokyo.

Gabriele Kulstrunk lebt und arbeitet auch in der Schweiz. Natur, Philosophie, Zeitgeschehen, Gesellschaft und Soziales sind die großen Themen in ihren Arbeiten. Ihre wichtigsten Gestaltungselemente sind kräftige Farben und die Linie. So schafft die Künstlerin oft großformatige Bilder, die voller Temperament mit Linien überzogen sind und dutzende Menschen symbolisieren oder stilisierte Blumenwiesen, in denen Vögel umherschwirren. Ihre Bilder sind liebevoll gestaltet und machen gute Laune.Seit 1985 stellt Gabriele Kulstrunk aus. Besonders hervorzuheben sind 2 Museumsausstellungen in Hiroshima 2007, 2015 eine Ausstellung in der Onishi Gallery in New York und 2017 bei der "LA Art Fair" in Los Angeles.Ihre Werke sind in zahlreichen öffentlichen Institutionen zu finden, so auch im Foyer des Parlamentsgebäudes in Hiroshima.

Reinhard H.W. Brand kommt aus Bochum und studierte als Sonderschüler des Bochumer Bildhauers und Kunstpädagogen Friedrich Gräsel. Es folgten Studium und wissenschaftliche Tätigkeit mit Promotion an der Ruhr Universität Bochum und eine leitende Tätigkeit in der Finanzwirtschaft, ohne das künstlerische Arbeiten aufzugeben. Inzwischen lebt Reinhard H.W. Brand als freischaffender Künstler in Bad Godesberg mit Spezialisierung auf Fine Art Prints. Die Vorlagen dazu malt er mit Öl und Acryl auf Papier, Leinwand oder Glas, oder mit Hilfe selbst entwickelter Mischtechniken und Collagen. Die Farbwahl besteht aus kräftigen Tönen, oft in Kontrast zu schwarz. Als besondere Ausstellung wurden die Arbeiten von Reinhard H.W. Brand Anfang 2017 in einer Retrospektive im Haus an der Redoute in Bonn-Bad Godesberg gezeigt.

Finy Kohnen-Heijenrath kommt aus Holland, ihr Medium ist das Aquarell. Sie wurde in der Nähe von Limburg geboren, genau am Dreiländereck, wo die Niederlande, Belgien und Deutschland zusammentreffen. In allen drei Ländern zuhause, ist der urbane Lebensraum eine wichtige Quelle der Inspiration, aber auch immer wieder die Natur. Die Grundlage ihrer Bilder sind detaillierte Zeichnungen, die mit zarten Aquarellfarben coloriert werden. Der gekonnte Umgang mit Licht und Schatten lassen die Bilder leuchten. Es fällt auf, dass Finy Kohnen auf die Darstellung von Menschen verzichtet, wodurch eine besondere Stimmung von Ihren Arbeiten ausgeht, Ruhe ausgestrahlt wird. Tiefe entsteht durch Perspektive, Reduktion auf das Wesentliche, bringt Klarheit in die Ansichten.

Astrid Baenziger, Reinhard H.W. Brand, Finy Kohnen-Heijenrath, Gaby Kulstrunk, Uta Polster
Juni-Ausstellung + 14 Jahre Marziart *** Vernissage 23.6. 19-22Uhr
23.06.17  -  19.07.17

Diese Ausstellung setzt sich zusammen aus abstrakter Malerei, aus Bildern mit digitalem Ursprung und Skulpturen.

Die Plastiken entwachsen den Händen von Oriraf Raf Tarnawski. Er formt Portraits, vorwiegend weibliche. Zur Interpretationen des menschlichen Antlitzes nutzt er eine breite Palette von Materialien und Techniken, um zu verzerren, zu dekonstruieren oder zu umhüllen. Seine Figuren offenbaren eine emotionale oder physische Situation oder erzählen eine Geschichte. Oriraf Raf Tarnawski wurde in Breslau, in Polen geboren, zog 1986 nach Lund in Schweden. Dort studierte er Grafik Design und verbrachte mehrere Jahre mit Fotografie, Grafik, Illustration und Werbung. 2006 kehrte er nach Warschau an die Akademie der Bildenden Künste zurück, um die Kunst der Bildhauerei zu erlernen. Raf sieht die Kunst als eine Form der universellen Kommunikation auf höherer Ebene - das Niveau der Ästhetik und der Schönheit. Seine Werke sind vor allem in privaten Sammlungen in Polen, Schweden und Frankreich zu finden.

Auch Peter Disler ist es wichtig zu betonen, dass seine Bilder nicht als Dekor entstanden sind , sondern um Aussagen zu machen, zu denen er jederzeit und absolut stehen kann. Er sagt dazu :"Ich will bewusst nicht abbilden, sondern aus dem Innern schöpfen und geschehen lassen. Meine Bilder verquicken das Erlebte aus der Vergangenheit und die Hoffnung in die Zukunft. Fundamente, Ideologien und Erlebnisse unseres täglichen Lebens werden sichtbar in der Form einer landschaftsähnlichen Bildaussage. Die Malerei ist und bleibt ein wesentlicher Faktor meines Lebens und meiner Lebenshaltung. Ohne kann ich nicht sein und es würde mir fehlen, wie die Luft zum Atmen. Die Malerei ist für mich Lebensanschauung und Lebenshaltung zugleich." Peter Disler kommt aus der Schweiz, lebt und arbeitet in Dulliken zwischen Basel und Zürich. Er ist vielseitig. Seit 1982 arbeitet er als freischaffender Künstler, hat aber auch eine Goldschmiedelehre absolviert und war als Pianist und Bandleader der Band "Peter Disler Selction" unterwegs.

Joyce Fournier kommt aus Kanada. In Montreal geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet sie heute in Toronto. Sie ist eine Malerin, die Ihre Vorgehensweise durch Serien strukturiert. Sie wechselte von der figurativen Darstellung, wie sie es bei den Realisten in Toronto gelernt hatte, zur Abstraktion. So zeigt sie in dieser Ausstellung Arbeiten Ihrer neueren Serie "Horizonte". Die Inspiration kommt aus ihrem Inneren ohne Vorlagen oder Modelle, was sie als Befreiung erlebt. Die Bilder sind gegliedert in strenge, horizontale Farbstreifen oder in horizontale Flächen, die durch fließende Übergänge miteinander verwoben sind. Durch Überlagerungen wird Tiefe erzeugt, Licht durch Weiß und andere leuchtende Farben. Joyce Fournier stellt seit 2006 in Kanada, den USA und Europa aus, wo ihre Werke in privaten und öffentlichen Sammlungen zu finden sind.

Ilka Wendland komponiert digitale Fotocollagen zu Stadtbildern in zeitgemäßer Bildsprache. Die Fotografie gekoppelt mit digitaler Bildbearbeitung und Malerei ergibt ein lebendiges Gesamtkunstwerk. Mit Hilfe von Textfragmenten, dynamischen Umrandungen und Symbolik, arbeitet die Künstlerin die Einzigartigkeit der jeweiligen Stadt heraus. Bekannte Motive werden durch die Überlagerung unterschiedlichster Ebenen in Szene gesetzt. Malerische Texturen, Transparenz und kräftige Farben schmelzen zu einer ästhetischen Symbiose zusammen. Lebendige Strukturen heben das Kühle der Fotografie auf und verleihen den Arbeiten Atmosphäre. Ilka Wendland wurde in Neuss bei Düsseldorf geboren, lebt seit vielen Jahren in Hamburg. Sie studierte Kommunikationsdesign an der Kunstschule Wandsbek und arbeitete als Art Direktorin in verschiedenen Werbeagenturen. Seit 2012 ist sie als freie Designerin und Malerin tätig.

Faye Postma nutzt auch das digitale Medium zur Bildbearbeitung. Sie bezeichnet sich selber als digitale Malerin, ist aber auch Fotografin und Innenarchitektin. Schon als Kind faszinierte sie die Kamera ihrer Eltern, sie sparte für eine eigene. Später besuchte die Kunstschule in Leiden um Illustratorin zu werden mit anschließendem Studium zur Innenarchitektin. Die vielen Möglichkeiten der digitalen Fotografie begeisterten sie auch sofort, wurden ihr neues Darstellungsmittel. Als Grundlage entsteht zunächst ein Foto, der nächste Schritt ist die digitale Malerei. Ihre Bilder bestechen durch eine klare Farbgebung und kühle Ästhetik, sie wirken sachlich und rein. Durch Wellenbewegungen entsteht ein Art Strömung, Punkte wirken wie Ruhepole. Faye Postma wurde in Holland geboren, wuchs in Kanada auf, und lebt seit den 70ziger Jahren wieder in ihrem Urspungsland.

Mihai Grosu ist der dritte Künstler, dessen Werkzeug der Computer ist. Er lebt und arbeitet in der digitalen Welt, wie er selber sagt, ist von davon beseelt, die 2D-Fläche in eine 3D-Unendlichkleit zu verwandeln. Florale Motive entwickeln sich aus grafischen, weichen Formen vor einem großflächigen Hintergrund und raumbildenden Körpern. Kräftige Farben und Schattenwurf unterstreichen die entstandene Plastizität. Bei dem Blick durch die 3D-Brille öffnet sich ein weiter Bereich, Vorder- und Hintergrund setzen sich deutlich voneinander ab, eine spezielle, ungewohnte und interessante Sichtweise. Mihai Grosu ist Künstler, Grafik Designer und Cartoonist. Er wurde in Bukarest geboren, siedelte 1974 nach Deutschland um. Er war Art Direktor und Leiter großer Werbeagenturen, ist nun selbständig. Neben seinem Leben in der digitalen Welt, ist er auch im Raum Frankfurt seßhaft.

 

Peter Disler, Joyce Fournier, Mihai Grosu, Faye Postma, Oriraf Raf Tarnawski, Ilka Wendland
Mai-Ausstellung *** Vernissage 19.5.2017 19-22Uhr
19.05.17  -  14.06.17

Portraits, Landschaften und abstrakte Arbeiten sind die Bestandteile dieser Ausstellung.

Rosmarie Gehriger ist eine Meisterin des Kupferdruckes aus der Schweiz. Sie verbindet die Technik mit Fotografie oder Übermalungen oder läßt ein optimales Druckergebnis für sich stehen. Durch die Verwendung von mehreren Druckplatten erreicht die Künstlerin eine große Tiefenwirkung und vielschichtige Farbigkeit. Die Kompositionen setzen sich aus grafischen Elementen zusammen, bilden ein klares Zusammenspiel. Rosmarie Gehriger machte zunächst eine Ausbildung im Kommunikations- und kaufmännischen Bereich und kam über die Kunstgewerbeschule Basel zur Kunst. Seit 1986 ist sie freischaffende Künstlerin, genoß eine umfangreiche Ausbildung in der Druckgrafik bei Professoren in Barcelona und Münchringen. Studienaufenthalte unter Anderem in Afrika und Japan beflügeln ihre Kreativität.

Die Bildwelt von Grethe Stabel ist voller Farben und geprägt durch Ihr Leben und ihr Umfeld, seien es Menschen oder die Natur. Fanø, eine kleine Insel im dänischen Teil des Wattenmeers, wo die Malerin vor 7 Jahren hinzog, spielt in dieser Hinsicht, eine dominante Rolle. Grethe Stabel bevorzugt große Malgründe, malt mit Acryl, ergänzt durch Kreide. Oft beginnt der Malprozess so, dass die Leinwand auf dem Rasen vor dem Atelier liegt, Licht und Schatten schaffen dann die erste Grundlage für die Malerei. Diese ist ein wichtiger Teil ihres Lebens, um Gedanken und gefühle auszudrücken. Grethe Stabel hat durch viele Seminare in Dänemark als auch im Ausland bei etablierten Künstlern studiert. Ihre Gemälde werden u.a in den USA als auch in Skandinavien repräsentiert.

Lily Kostrzewa zeigt uns eine Tribut Serie für Franz Marc und seine blauen Pferde. Die Künstlerin wurde in Taiwan geboren und studierte Malerei in Taipei, nach chinesischer Zen Tradition mit schwarzer Tusche. Vor 25 Jahren immigrierte sie in die USA und begann, Pop-Art und deutschen Expressionismus zu studieren. Es inspirierte sie farbiger zu arbeiten, westliche und östliche Malerei miteinander zu verbinden, die Zartheit mit der starken Kraft des Ausdrucks. Das gelingt ihr auch in den hier ausgestellten Serie : Die leichte, malerische Darstellung der Landschaft in leuchtenden Farben. Lily Kostrzewa hat schon mit sechzehn Jahren einen nationalen Preis für ihre Malerei gewonnen und wurde dadurch in die Sammlung der Sun Yat-sen Memorial Hall in Taipeh aufgenommen.

Norbert Rath ist ein Aquarellmaler aus unseren nördlichen Gefilden. Aquarellmalerei ist für ihn die faszinierendste Möglichkeit, Stimmungen darzustellen, was ihm überzeugend gelingt. Geboren in Salzwedel, aufgewachsen in Hannover und nach einer Station in Belgien, nun in Flensburg lebend. Aus der Seefahrt, der Marine kommend, bezieht sich seine Motivwahl überwiegend auf das Meer. Er fängt die weiten Landschaften und Meeresblicke an der norddeutschen Küste ein, das Licht und die Spiegelungen in der See. Mit naturalistischen Tönen hält er gekonnt den Morgennebel, eine Gewitterfront oder drohende Wolken fest. Norbert Rath lernte die schwierige Aquarellmalerei bei dem Maler Derek Wilford, ein Mitglied der „Royal Academy of Arts“ und entwickelt sich stetig weiter. Seit 1993 stellt er in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden aus.

Victoria Clarke-Frisby malt Portraits. Die Protagonisten sind aber nicht nur detailliert wiedergegeben, sie haben Blüten oder Schleifen auf dem Kopf. Erstaunt fragt man sich nach dem Grund des Kopfschmuckes, weil man ihn in unserem täglichen Umfeld so nicht kennt und findet ihn komisch. Wir geben damit preis, das wir Ungewohntes und Fremdes erstmal mit Skepsis betrachten oder sogar verurteilen. Auf unser Verhalten möchte und die Künstlerin aufmerksam machen und gegen die kulturell definierte Form, die kulturelle Zwangsjacke ankämpfen. Victoria Clarke-Frisby wurde in England geboren und legt wert darauf Autodidaktin zu sein. Sie malt seit ihrer Jugend, mußte wegen einer Tragödie, die sich ereignete, pausieren. Als sie vor 5 Jahren nach Amsterdam zog, wurde die Kunst wieder die treibende Kraft, die sie voran brachte. Heute arbeiitet sie als freie Künstlerin und Illustratorin.

Tatiana Mordkovich schafft auch Portraits in einer ganz eigenen Art, mit Hilfe von Flaschenkürbissen. Bei langen Aufenthalten in Portugal kommt sie auf die idee, stellt das einfache Leben durch naive Kunst dar. Liebevoll schafft sie kugelige Damen, die sie verschiedenen Lebensräumen zuordnet.Tatiana Mordkovich wurde 1969 in Weissrussland geboren, dann zog die Familie nach Moskau. Dort machte sie 1991 einen Abschluss an der Universität und arbeitete einige Jahre als Ingenieurin im Bereich Energie. Als Ergebnis wurde Ihr klar, dass unsere Welt technisch perfekt genug ist, aber nicht bunt genug, wie sie selber sagt. "Und wenn ich die Welt schon nicht verändert kann, dann kann ich sie immerhin ein wenig dekorieren." Sie studierte dann Malerei bei der russischen Künstlerin Svetlana Vasilyeva, zog 2012 nach Hamburg. Als Naturliebhaberin fühlt Tatiana Mordkovich, dass alles von der Natur geschaffene eine Seele hat. Sie beschreibt es so: "Wie ein Naturbildhauer möchte ich der Natur helfen, diese Erkenntnis anderen zu zeigen. Mein Beispiel : Die Seele eines reifen Kürbis.

Victoria Clarke-Frisby, Rosmarie Gehriger, Lily Kostrzewa,Tatiana Mordkovich, Norbert Rath, Grethe Stabel
April-Ausstellung *** Vernissage 21.April 2017
21.04.17  -  17.05.17

Grafik, abstrakte Malerei + Skulpturen beschreiben die Kunstwerke dieser Ausstellung.

Rina Floris hat die Skulpturen geschaffen. "Das Unsichtbare sichtbar machen" ist ihr Credo, das Erleben von Ereignissen oder Eindrücken auszudrücken. "Zu fühlen, ohne die Form zu berühren", so erlebt die Bildhauerin ihre Arbeit. Dazu greift sie zu einer Vielfalt von Techniken und Disziplinen- einschließlich Keramik-Beschichtung, Wandobjekten, grafischen Arbeiten oder Gemälden. Sie begann im Jahr 1988 mit dem Studium der bildenden Kunst, gründete danach ihr eigenes Geschäft mit Werkstatt. Sie liebt es zu experimentieren, angetrieben von dem Wunsch, sich ständig zu erneuern und uneingeschränkt frei zu sein. Rina Floris zeigt uns hier Objekte, bei denen der Kontrast eine wichtige Rolle spielt. Die runde Form mit glatter Oberfläche wird dem Kantigen, Rauhen entgegengesetzt, Keramik wird kombiniert mit Holz. Es sind abstrakte Arbeiten die viel Raum zur Interpretation lassen.

Auch Francesca Prioletti setzt sich mit Ihren Karikaturen von den anderen Kunstwerken ab. Sie schafft grandiose Abbilder unserer Spezies in ihrem ganz eigenen Stil. Den Schwerpunkt der Darstellung bildet der Kopf, der auf einem Miniaturkörper sitzt. Durch die gekonnte Überzeichnung der Mimik und ergänzende Symbole werden die Besonderheiten der Protagonisten herausgearbeitet. Neben Tusche, Copic Markern, Pastellkreide und Acryl, verwendet sie auch Nagellack, Kugelschreiber und fügt Collagen in Ihre Zeichnungen ein. Francesca Prioletti wurde in Böblingen bei Stuttgart geboren, ist aber italienische Staatsbürgerin. Mit 27 ist sie die Jüngste der Künstlerriege und studiert noch. Sie steht erst am Anfang der Erfolgsleiter, stellt seit 2013 aus und wird sicher noch einige Stufen erklimmen.

Die Bilder von Barbara Freiburghaus enthalten auch grafische Elemente, sind aber thematisch ganz anders aufgebaut. Das einzelne Bild ist monochrom gehalten und beinhaltet einen rechteckigen Abschnitt, der die Leinwand vorrangig gliedert. Strukturen aus der Natur, Landschaftsausschnitte und Einzelfelder werden durch eine schwarze Linienführung dargestellt. Teilweise werden die Segmente durch Collagen abgedeckt oder der großflächige Hintergrung bleibt sichtbar. Barbara Freiburghaus wurde in Solothurn in der Schweiz geboren und ließ sich an der Hochschule der Künste in Bern zur Grafikerin ausbilden. Sie sammelte in ihrem Fachgebiet Erfahrung in Werbeagenturen, wo sie Ihr Wissen über diverse Techniken erweitern und festigen konnte.Seit 1983 stellt die künstlerin ihre Bilder aus, gewann 1992 den 1.Preis eines "Kunst am Bau" Projektes und entwarf 1994 offiziellen Krawatte der Schweizer Fussballmannschaft zur WM in den USA.

Mit strahlender Farbigkeit locken die rein abstrakten Bilder von Renate Rüter-Nork den Betrachter. Durch einen großflächigen Auftrag können die warmen Farbtöne ihre volle Wirkung entfalten. Netzähnlich ziehen sich einige Farbverläufe über die Ebenen im Hintergrund, die in der Tiefe sichtbar werden. Ein pflanzlicher Grünton stellt einen Naturbezug her, Wellenbewegungen in blau und rot erinnern an Wasser- und Lava-ströme. Auf jeden Fall ist die Malerei von Renate Rüter-Nork Energie geladen und dynamisch. Die Malerin wurde in Zürich geboren, lebt aber seit 1950 in Bergisch Gladbach. Sie studierte in Köln, Kunst und andere Fächer für das Lehramt und war bis 2001 als Grundschullehrerin tätig. Parallel setzt sich Renate Rüter-Nork seit 20 Jahren mit der Acrylmalerei auseinander und sucht an Kunstakademien stetig nach neuen Impressionen.

Jürgen M. Knapp hat eine ganz ähnliche Malweise in Hinsicht auf Coleur, Abstraktion und der Überlagerung verschiedener Areale, unterscheidet sich aber durch das Einflechten floraler Merkmale und kleinteiligerer Gliederung. Der Einsatz von Licht und Strukturen sind weitere Kennzeichen seiner Arbeiten. Jürgen M. Knapp war hauptberuflich Geschäftsführer diverser Maschinenbau-Unternehmen. Seit 2002 widmet er sich der Malerei, was er als "Rentier" intensiv fortsetzte, ganz im Kontrast zu seinem bisherigen Beruf. Jürgen M. Knapp wurde in Berlin geboren, lebt schon lange Zeit in Regensburg. 2010 begann er seine Arbeiten jährlich in Einzel- ausstellungen zu präsentieren, was er bis heute kontinuierlich fortsetzt.

Kurt Lindemann entwirft mosaikähnliche Kompositionen, die sich aus ganz kleinen Teilen zusammensetzen. Entweder angeordnet wie ein Schachbrett oder in Wellen- bewegungen dynamisch aneinandergereiht. Pastellkreide und nach wie vor der Bleistift sind seine bevorzugten Malmittel. Schon als Jugendlicher begann Kurt Lindemann seine Bilder auf diese Weise zu arrangieren. Er wurde in der Ruhrstadt Essen geboren, aufgewachsen in einer grünen Umgebung im südlichen Ruhrgebiet, nahezu unberührt von der Industriepräsenz der nördlichen Stadtbezirke. Die Familie Lindemann ist eine alte Gärtnerfamilie, weshalb die Ausbildung zum Gärtner nahe lag. Ein künstlerischer Werdegang war nicht geplant und wurde in den Schulen auch nicht wesentlich gefördert. Doch die Ausbildung zum Gärtner ist sehr vielschichtig und hat viele Facetten, tangiert in der Gartengestaltung auch etwas die bildenden Künste.

Rina Floris, Barbara Freiburghaus,Jürgen M.Knapp, Kurt Lindemann, Renate Rüter-Nork, Francesca Prioletti
März-Ausstellung
17.03.17  -  12.04.17

Carla Kleekamp"Die Tauben und ihre vielköpfigen Feinde" Radierung

Die Arbeiten von Carla Cleekamp setzten sich zusammen aus Radierungen, Collagen, Aquarell und Zeichnungen. Eins ihrer großen Themen ist die unaufhörliche Unterwerfung der Natur durch den Menschen und das wichtigste Ausdrucksmittel ist für sie die reine Linie. Auch der Privatunterricht eines chinesischen Lehrers und ein Stipendium für einen Besuch in Japan beeinflussten die Künstlerin sehr. Spezielle Bildformate, die asymmetrische Komposition und die Höhenstaffelung der Landschaft resultieren daraus. Carla Kleekamp hat teils indonesische, teils holländische Wurzeln, was sie für die fernöstliche Kunst sensibilisiert. Sie wurde in Den Haag geboren, wuchs aber in Indonesien auf und erst als 15jährige kam sie zurück nach Holland. Sie schloß ein Grafikstudium ab und nahm fünf Jahre Privatunterricht in Tuschmalerei. Sie stellt vorwiegend in Europa aus, aber auch in Indonesien, Japan und den USA.

Annika van Belkom hat sich auch der Radierung verschrieben, zum Einen, weil sie im Buchdruck die Interaktion zwischen Text, Bild und Form ausleben kann und zum Anderen reizt sie die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen grafischen Techniken, als auch die Disziplin, die mit der Ausführung verbunden ist. Durch die Illustration von Geschichten, wie zum Beispiel in alten Märchenbüchern, vermag die Künstlerin existenzielle Fragen zu durchdenken, als auch mentale Zustände und Stimmungen. Statt menschlicher Darstellungen übernehmen anthropomorphe Tierfiguren dehren Rolle.Annika van Belkom wurde in Schweden geboren, studierte Grafik in Amsterdam und Breda. Seit den achziger Jahren lebt sie in Schweden, wo ihre Arbeiten unter anderem auch im Malmö Museum representiert werden.

Susann Kasten-Jerke ist eine der Malerinnen in der Ausstellung. Sie arbeitet experimentell, liebt es im ständigen Austausch mit dem Bild zu sein. Das Ziel ist der Prozess, in dem Emotionen, LebensDinge, Momente im persönlichen Ausdruck manifestiert und transferiert werden. Die Arbeiten setzen sich aus großen und kleinen Flächen zusammen, die schichtweise aufgebaut werden, sich aneinander orientieren und miteinander korrespondieren, wie es die Künstlerin beschreibt. Es überwiegen Pastelltöne und Linien grenzen ab, bilden einen Kontrast zu den farbigen Bereichen. Susann Kasten-Jerke kommt aus Kiel, hat an der Muthesius Kunsthochschule Architektur studiert. Mit Beginn der 2000er Jahre begann auch Ihre künstlerische Ausbildung zur Malerin und bald danach Ihre Ausstellungstätigkeit.

Hinter dem Namen WeigleArt verbergen sich die Maler Cornelia Weigle und Sven Weigle, es sind Mutter und Sohn einer Künstlerfamilie. Geprägt durch ihren Vater Theo Weigle, der Künstler und Art Director in internationalen Werbeagenturen war, beschritt Cornelia Weigle auch diesen Weg. Nach dem Studium von Psychologie, Soziologie, Kunst und Psychoanalytischer Kunsttherapie sowie Psychoonkologie arbeitet sie seit vielen Jahren als Psychoonkologin, Kunsttherapeutin und Entspannungspädagogin in eigener Praxis, sowie am Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Düsseldorf, schwerpunkt mäßig mit schwerstkranken Menschen. Auch mit ihren eigenen Bildern möchte die Malerin Freude schenken, im Sinne von Teilhabe an Gefühlen, Gedanken und Assoziationen.

Sven Weigle führt die Tradition der Familie weiter, aber in eigener Ausdrucksweise, inspiriert durch die Vielfalt des Lebens und der Natur. Während längerer Aufenthalte in den USA konnte er durch mehrere Ausstellungen zum Thema „Art meets Graphic Design“ überzeugen, und erhielt zahlreiche Auszeichnungen als „Outstanding Male Artist“."Seine Bilder beeinhalten grafische Elemente, die durch eine schwungvolle Pinselführung Dynamik in die Komposition bringen. Auch hier ergänzen sich Linie und Fläche bilden ein Spannungsfeld. Neben der Malerei studierte Sven Weigle Luftfahrt-systemtechnik und -management, machte eine Ausbildung zum Berufspiloten, doch seit 2 Jahren hat er sich mit seiner Mutter zur Marke "WeigleArt" zusammen geschlossen und arbeitet intensiv an der Entwicklung von innovativen Design-Objekten.

Frank Thilo Fenner komponiert digitale Fotocollagen. Die Fotografie war schon immer seine Leidenschaft, die digitale Bildbearbeitung brachte seine Kreativität zum Vorschein. Mit Hilfe dieser technischen Möglichkeiten, arbeitet der Künstler die Einzigartigkeit des jeweiligen Themas heraus. Bekannte Hamburg-Motive und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, werden durch die Überlagerung unterschied lichster Ebenen in Szene gesetzt. Malerische Texturen, Transparenz und kräftige Farben schmelzen zu einer ästhetischen Symbiose zusammen. Lebendige Strukturen heben das Kühle der Fotografie auf und verleihen den Arbeiten, kraftvoll und ausdrucksstark, Atmosphäre. Frank Thilo Fenner ist durch und durch Hamburger. Er wurde im Michel mit Elbwasser getauft und arbeitet hauptberuflich als Handwerksmeister im Hamburger Hafen. Seit einigen Jahren präsentiert er seine Werke erfolgreich im Hamburger Raum.

Annika van Belkom, Frank Thilo Fenner, Susann Kasten-Jerke, Carla Kleekamp, WeigleArt
Februar-Ausstellung
10.02.17  -  08.03.17

Holzschnitt - Fotorealismus - Abstrakte Malerei - Karikatur

Es ist mir eine große Freude, die Malerei von Frans Bleiji präsentieren zu können, ein Meister des Realismus aus Holland. Wie die niederländischen Vorfahren Frans Snyders oder Pieter Claesz malt der Künstler Stillleben, nur stellt er Kompositionen mit zeitgemäßen Objekten zusammen. Oft stehen diese auf Wandversprüngen oder in kleinen Regalen, die durch die optische Illusion, den Raum zu erweitern scheinen. Die dritte Dimension auf der flachen Oberfläche zu erzeugen, ist das immerwährende Ziel des Malers, weshalb er auch "Der Schattenkünstler" genannt wird. Als das Talent von Frans Bleiji entdeckt wurde, begann er an der Königlichen Akademie für Kunst in Den Haag zu studieren. Bereits im zweiten Jahr beendete er das Studium jedoch, weil der Unterricht die Abstraktion thematisierte. Frans Bleiji (Frans Blei) wollte sein Können im Realismus perfektionieren, suchte sich seinen eigenen Weg.

Das Gestaltungsmittel von Staffan Schönberg ist der Holzschnitt. Er kommt aus Schweden und interpretiert in seinen Bildern die schwedische Landschaft, das Leben in der Natur. Schwarz spielt eine dominante Rolle in seinen Werken, Pastelltöne bilden den leuchtenden Kontrast dazu. Durch mehrlagige Druckvorgänge entsteht ein abwechslungsreiches Farbspiel, eine leicht plastische Struktur. Staffan Schönberg lebt ca. 400km nördlich von Stockholm in der Mitte Schwedens. Ganz in der Nähe, in Östersund, besuchte er die Kunsthochschule und an der Universität in Härnösand, an der Küste, studierte er Kunstgeschichte. Staffan Schönberg erhielt diverse Stipendien u.a. einen Aufenthalt in Ulan Bator, in der Mongolei, wo er dann auch ausstellte. Auch in China, Japan und im Nachbarland Norwegen wurde er für die Teilnahme an Gruppenausstellungen ausgewählt. Besonders hervorzuheben ist seine letzte Einzelausstellung in der Nationalgalerie in Stockholm 2016.

Karla Castillo Ovando verbindet Fotografie, Zeichnung und Malerei in ihrer Arbeit. Ihr Thema ist die Veränderung von Landschaften, die Wandlung der Natur, Räume und Auswirkungen, hervorgerufen durch Individuen, die Architektur und den Einfluss des Menschen. Sie versucht die Räume auszuloten und interveniert mit ihren Grafiken und der Fotografie als Ergebnis ihrer Arbeit. Karla Castillo Ovando wurde in Mexiko City geboren, wo sie auch Grafik Design, visuelle Kunst und Bildhauerei studierte. Sie hat schon verschiedene Stipendien und Auszeichnungen erhalten, stellte vorwiegend in Mexiko City aus. Sie arbeitete neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Fotografin, Filmassistentin, Lehrerin und Restauratorin. Seit 2 Jahren lebt sie in Kopenhagen.

Artur Roik ist gebürtiger Pole (1989), wuchs in Deutschland auf und kam 2009 zum Architekturstudium an die Akademie der bildenden Künste nach Wien. Seit 2013 unterrichtet er an verschiedensten Schulen Kunst & Handwerk. Darüber hinaus wird er des öfteren für unterschiedliche Kunst, Design & Architektur Projekte herangezogen.2015 eröffnete er sein "Wiener Kunst Atelier", wo er neben der Malerei auch kunstgewerbliche Gegenstände und Schmuck gestaltet. Hervorzuheben sind Ausstellungen im UNO Hauptgebäude in Wien, in der Türkei und in Indonesien, immer in Zusammenhang mit internationalem Kulturaustausch. Die Bilder von Artur Roik stellen die kleinste Lebensform, die Zelle, dar. Mit Tusche, Aquarell, Buntstift, Pigment auf Papier und großer Vorstellungskraft, zeigt er uns die surreale Welt von Mikroben und der Bionik, in der es um die Übertragen von Phänomenen der Natur auf die Technik geht.

Alex F. ist ein Nordlicht, wie sie selber sagt, lebt in Hamburg und hat ihre Wurzeln in den Walddörfern. Vor fünf Jahren begann sie zu malen, ließ sich von Farben und Stoffen, von Skulpturen und Techniken inspirieren. Sie hat ihren eigenen Stil entwickelt, verarbeitet unterschiedliche Farben, Blattgold, Pigmente und Collagen zum Beispiel aus der italienischen Renaissance. Naturleinen und Holzpanele werden zur Plattform für abstrakte Hintergründe aus hellen Grau- und Brauntönen und weiß, in denen die Collagen historischer Bilder und Objekte integriert werden. Alex F. hat verschiedene Serien geschaffen. In der Serie 5 wird das Thema, die Erkundung der Welt, durch die Kreisform der Arbeiten unterstrichen. Vor 2 Jahren hat die Malerin begonnen, ihre Werke öffentlich zu präsentieren, was sie akribisch voranbringt.

Hala Ismaiel und Ziead Zankello sind 2 ganz besondere Künstler, weil sie die Flucht über das Mittelmeer hier her gebracht hat. Beide haben an der Hochschule für Bildende Künste in Aleppo studiert und sind seit einigen Jahren ein Paar. Kurz vor Ihrer Flucht heirateten sie und nennen die Fahrt über das Mittelmeer scherzhaft ihre Hochzeitsreise. Dieser Humor spricht schon dafür, dass sie Ihre Kunst im Cartoon und in der Karikatur gefunden haben und sich nicht in der Opferrolle sehen. Mit Hilfe Ihrer Arbeiten möchten sie auf die Tragödie in Ihrer Gesellschaft aufmerksam machen und haben schon bald nach Ihrer Ankunft, nach Möglichkeiten gesucht, ihre Kunst zu präsentieren. Sie hatten Glück, denn die großzügige Sponsorin Frau Elke Pettern, finanzierte Ihren sehnlichen Wunsch. Der übergeordnete Titel ihrer Werke heißt "Warten". Warten auf ein freies Syrien und das Ende der Leiden des syrischen Volkes. Hala Ismaiel symbolisiert es wie eine kommende Geburt, die schmerzhaft bevorsteht, aber dennoch von ganzem Herzem erwartet wird. Ziead Zankello zeigt hingegen all die privaten Orte in Syrien, die plötzlich verlassen werden mußten und bis zur Rückkehr der Menschen ausharren.

Frans Bleiji, Karla Castillo Ovando, Alex F. , Hala Ismaiel und Ziead Zankello, Artur Roik, Staffan Schönberg
Januar-Ausstellung
13.01.17  -  08.02.17

In der letzten Ausstellung des Jahres bereiten wir dem Internationalen im Namen nochmal alle Ehre, denn es sind Künstler aus Asien, Australien und Europa zu Gast.

Die australische Künstlerin ist Hiske tas Bain. Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs in Den Haag geboren, wo sie später auch an der Akademie für Bildende Kunst und an der freien Akademie studierte. Anschließend setzte sie ihr Studium am Regent College of Art in London fort, inspiriert durch Surrealismus und Dadaismus. Die Gesellschaft, die Kultur und die Musik der damaligen Zeit formten sie, ebenso wie zahlreiche Reisen in Europa und Asien. Sie lebte in Paris, London, New York und Antwerpen bevor sie nach Australien zog, wo sie seit 46 Jahren seßhaft geworden ist. Die Malerin arbeite lange in einem Studio umgeben von Bergen und Regenwald, was in ihren Bildern deutlich wird. Sie zeigt uns ihre Nähe zur Natur und das Spirituelle der magischen, australischen Welt. Hiske hat die Hoffnung, die Welt durch die Visualisierung des Positiven besser zu machen. Ausgestellt hat sie ihre Werke in Europa, USA, und Australien.

Von der östlichen Hemisphäre kommt auch Choi Seung Sook aus Süd Korea. Sie wurde 1946 in Incheonnahe Seoul geboren und musste als kleines Mädchen den Korea Krieg miterleben, der viele Menschenleben gekostet hat. Dieses Erlebnis brachte sie zur Kunst, in der sie das Geschehene verarbeiten konnte. Sie studierte Kunst in Seoul, auch an der Universität Göttingen und in Frankreich. Ihre Arbeiten werden seit den 70ziger Jahren in Galerien, Museen und auf Kunst-Festivals gezeigt. 2010 bekam Choi Seung Sook ein artist in residence-Stipendium der Stadt Paris und ist heute Gastprofessorin an der Sookmyung Kunsthochschule in Seoul, wo sie auch das Moon Shin Museum leitet. Ihren Bildern ist eigen, das die Malfläche den Rahmen einschließt und durch einem kräftigen Farbton den monochromen Hintergrund für unterschiedlichste Symbole bildet.

Mit starker Symbolik arbeitet auch Simone van der Meeren, die sich mit Künstlernamen einfach SAM nennt. Ihr Stil kann wie bei Hiske Tas Bain dem magischen Realismus zugeordnet werden, eine künstlerische Strömung, die seit den 1920er-Jahren in Europa sowie in Nord- und Südamerika vertreten ist. SAM malt seit ihrer Kindheit und experimentiert mit verschiedene Themen. Ihre Ideen findet sie in der Natur, in Geschichten und Träumen. Menschen und Tiere agieren in einer oft surrealen Welt, teils humorvoll, teils mit tieferem Sinn, der ergründet werden will. Der Betrachter ist eingeladen, seine eigene Interpretation zu finden. Simone van der Meeren malt auch Portraits in denen sie das Wesen der Protagonisten herausarbeitet und in ausdrucksstarken Gesichtern festhält. Alle Bilder haben etwas sanftmütiges und eine lebensbejahende Ausstrahlung.

"Lebensbejahend" kann auch für die Bilder der Schwedin Katharina Bjoerlin Wiklund stehen. Sie zeigen Szenen der "heilen Welt" im menschlichen Dasein : Tanzende Paare, badende Damen oder ähnliche Freizeitvergnügen. Dabei legt die Malerin verschiedene Ebenen übereinander. Digital werden Hintergründe zusammenstellt, transparent und leicht, wie ihre Aquarellmalerei, die fotografiert und in die Kollage eingefügt wird. Katharina Bjoerlin Wiklund hat sich seit Anfang der neunziger Jahre mit digitaler 3D Visualisierung beschäftigt, in erster Linie für Architekturprojekte. Das kommt nun ihren Bildern zu gute, in denen sie eine enorme Tiefe durch Überlagerung herstellt. Es sind humoristische Darstellungen im Stil der 50er und 60er Jahre, oft gemischt mit modernem Dekor. Beim Betrachten kann man sich in die gute, alte Zeit "zurückbeamen".

Christian Aumüller schafft surreale Gefilde, oft geprägt durch erotische Details. "Auffallend ist auch das wiederkehrende Sujet des Menschlichen Aktes, das in seiner Einzigartigkeit und Schönheit als Illustration unsere geheimen Ängste, Sehnsüchte, Träume, Hoffnungen und Begierden manifestiert." wie der Künstler selber beschreibt. Die Verbindung zur Natur wird nicht nur durch die Nacktheit der Menschen, sondern durch Tiermotive und Einblicke in eine Art Unterwasserwelt sichtbar. Alles umgesetzt durch umrandete, amorphe Formen, die sich vor einem ruhigen Hintergrund verdichten. Mittendrin der Künstler, der in seinen Werken als Kunstfigur, dem Kugelbaron, mitwirkt. Christian Aumüller kommt aus Oberösterreich, schloß 1990 die Ausbildung zum Maschinenschlosser ab, wo sich bereits die Affinität zur Kreativität abzeichnete. Seit 1993 ist er ausschließlich als Maler und Zeichner tätig, verfasst seit 2006 auch lyrische Texte.

Cornelia Jacob ist die Bildhauerin in der Ausstellung. Ihre Materialien sind Ton und Stein, aus denen sie filigrane Skulpturen formt. Ein Thema ist die Bewegung und wie sie durch das starre Objekt sichtbar gemacht werden kann. In den Arbeiten "Strömend", "Fließend" und "Wind" gelingt es der Künstlerin durch Vorbilder in der Pflanzenwelt. So verleiht sie Ihren Werken Dynamik und Lebendigkeit.Cornelia Jacob wurde 1963 in der Schweiz geboren, lebte 1 Jahr in Deutschland. Nach 30 Jahren Arbeitstätigkeit und dem Großziehen von drei Kindern, widmet sie sich im aktuellen Lebensabschnitt ganz der Kunst und studiert Bildhauerei. Mit dieser Präsentation beginnt sie ihre Ausstellungslaufbahn und ihre Kunst öffentlich zu zeigen.

Christian Aumüller, Katharina Bjoerlin Wiklund, Cornelia Jacob,Choi Seung Sook, Hiske Tas Bain,Simone van der Meeren
Dezember - Ausstellung
09.12.16  -  11.01.17

Die November-Ausstellung ist eine besondere, weil sie sich nicht aus Künstlern verschiedener Länder zusammensetzt, wie sonst, sondern 3 chinesische Cartoonisten präsentiert. Der Kontakt ist entstanden durch Frau Weiqun Peper-Liu, die selber eine Meisterin der traditionellen chinesischen Tuschemalerei ist. Sie studierte Grafikdesign in China, Modedesign in Berlin und lebt seit 1991 in Deutschland. So ergab sich die Verbindung zu den Künstlern, die wir nun kennenlernen können: Shen Jingdong, Sun Lijun und TTOT

Alle 3 haben ihre Wurzeln in der chinesischen Tuschemalerei, was in den Arbeiten von Sun Lijun und TTOT deutlich wird. Den Unterschied zwischen der chinesischen Tuschemalerei und der westlichen Malerei erklärt Professor Kong, ein tatsächlicher Nachfahre von Konfuzius in der xten Generation : "Der westliche Maler nimmt Staffelei oder Skizzenblock mit, posiert sich damit innerhalb einer Landschaft und versucht das, was sein Auge wahrnimmt, auf Papier oder Leinwand festzuhalten. Wenn ich durch die Landschaft ziehe, singe ich ein Liedchen, rieche, spüre, schmecke ich alles, nehme es in mich auf. Am späten Abend dann greife ich zu Papier und Pinsel und lasse mein Herz erzählen." Es ist also nicht allein die Abbildung von Gesehenem, eine visuelle Reproduktion von Bildinformationen, sondern die Wahrnehmung der spirituellen Wirklichkeit. Im übertragenen Sinne findet man die Wirklichkeit versteckt in den Cartoons, die alle eine Geschichte erzählen.

In den Werken von Sun Lijun (Künstlernamen: Fanbei Lu, Chuanye) werden chinesischer Pinsel , Bambuspapier und die westliche Aquarelltradition kombiniert. Somit werden die Konzepte von Ost und West sinnvoll in seinen Bildern vereinigt. Gleichzeitig karikieren sie teilweise aktuelle Moden und Trends. Durch die Beobachtung des Alltaglebens erzählt der Künstler mit sehr simpler Methode und besonderen Effekten Geschichten des Alltaglebens. Durch den Ausdruck der Karikatur erforscht er die Menschen und deren Philosophie. Das macht ihn zu einem Künstler mit einem sehr eigenen Stil in der zeitgenössischen chinesischen Kunst. 1964 wurde Sun Lijun in der Nähe von Peking, in Baoding, geboren, machte seinen Abschluss an der Kunstfachschule Hebei und an der Filmakademie Peking, Fakultät Cartoonfilm mit anschließender Lehrtätigkeit an dem Institut. Der Künstler entwickelte sich zu einer der Größen im Cartoonfilm. Seit dem Jahrtausendwechsel ist er Direktor des Cartoonfilminstitutes der Filmakademie Peking und des angeschlossenen Forschungsinstituts. Sun Lijun ist Gewinner zahlreicher nationaler und internationaler Cartoonfilmpreise in verschiedenen Kategorien und veröffentlichte über 20 Bücher der Fachliteratur, wie "Design der modernen Zeichentrickfilme""Design der Computerspiele" usw.

Shen Jingdong wurde 1965 in Nanjing geboren, in der Nähe von Shanghai. Er machte einen Abschluss in künstlerischer Gestaltung in der pädagogischen Lehranstalt von Nanjing und an der Kunsthochschule Nanjing in Lithographie, Holzschnitt und Kupferstich. 8 Jahre lang arbeitete er als Bühnengestalter im Gesangs- und Tanzensemble beim Militär Nanjing und wurde 2014 Direktor des Institutes für chinesische moderne Ölmalerei. Neben Einzelausstellungen in Hong Kong, Frankreich, Peking, Nanjing und New York hatte Shen Jingdong auch zahlreiche Gruppenausstellungen in China, Hong Kong, USA und Südkorea. Der Künstler gibt seinen Werken einen besonderen Ausdruck, kreiert den typischen, überspitzten „Shen Jingdong“-Stil durch seine humoristische und einfache Darstellung. Er verändert zum Beispiel das Bild der Soldaten, indem er diesen die Persönlichkeit nimmt, sie in das Kollektiv einfügt und aus ihnen Puppen macht. Seit 2012 hat Shen Jingdong seine Werke von den strahlenden Helden zu den verletzten Helden entwickelt, die in der sogenannten „Verbandszeug“-Serie zu sehen sind. Die lächelnden, emotionslosen oder traurigen „Helden“ werden allmählich verletzt. Die tragische Art, die durch den Charakter der Helden entsteht, entwickelte sich zur einer Art der karikierten Trauma-Darstellung. Das Thema des Verbandzeugs hat die früheren Bilder der großen, glamourösen Helden zerstört; ein neues Bild der verletzten Helden ist entstanden. Desweiteren wurden die Kreationen von Shen Jingdong immer vielfältiger. Weitere Serien von „Prinzen“, „Tieren“, „unartigen Menschen“ sowie „internationalem Humor“ etc. wurden geschaffen.

TTOT (Li, Xiaoqiang) wurde 1963 in Liaoning geboren, östlich von Peking.1987 schloß er sein Grafikdesignstudium an der Kunstakademie Luxun ab und arbeitete anschließend als Bühnenausstatter, Drehbuchautor und Regisseur beim Fernsehsender Liaoning, sowie als Maler gegenwärtiger Tuschemalerei. 2003 Begann TTOT die künstlerische Arbeit mit Glas. Nacheinander entstanden die Serien :"Das Ei" und "Die Hand". 2011 Erschuff der Künstler 2 große Glasskulpturen, u.a. "Die Lieferung der Erde" für das Museum Daozuo der Provinz Heilongjiang. Gleichzeitig begann die Epoche des kleinen gelben Menschen durch eine Einzelausstellung der gegenwärtigen Tuschemalerei in Peking. Dieser ist zum Markenzeichen TTOTs geworden, wie wir in allen Bildern sehen können. Zahlreiche Ausstellungen der Glaskunst und der gegenwärtigen Tuschemalerei in China und Finnland schlossen sich an.

TTOT, Shen Jingdong, Sun Lijun
November-Ausstellung "China Artists"
11.11.16  -  07.12.16

Kurz zusammengefasst machen die Oktober-Ausstellung expressive Blumenmotive, Surreales, Darstellungen von Menschen,aber auch Aktionpainting, abstrakte Landschaften und filigran perforierte Kupferplatten aus. Zu den Einzelheiten.

Die Bilder von Brigitte Riechelmann sind die abstrakten Landschaften in der Aufzählung, mit Blick in die Ferne auf weite Horizonte. Die Auseinandersetzung mit dieser Sichtweise reizt die Malerin, weil in Ihren Arbeiten neue Räume und Tiefe entstehen. Die Farbigkeit weicht von der natürlichen ab und nur angedeutete Elemente lassen auf Behausungen oder Landmarken schließen. Brigitte Riechelmann lädt den Betrachter ein, neue Gegenden zu entdecken, sich gedanklich aus dem gewohnten Umfeld zu bewegen. 2007 – 2012 studierte sie Malerei und Grafik am Kunstzentrum, Bochum mit abschließendem Diplom. Sie war Meisterschülerin bei Prof. Piotr Sonnewend und 2015 für den Kunstpreis Ennepe - Ruhr nominiert. Sie arbeitet als Dozentin, ist immer offen für Neues, verbindet zum Beispiel Prosa und Lyrik mit Ihrer Kunst.

Eine weitere abstrakte Malerin ist Heike Trammer. Gebürtig aus Hannover kommend, lebt sie heute in Wien. Ihr künstlerisches Schaffen wurde vor allem geprägt durch Herman Nitsch, Gerhard Almbauer und Johann Nussbächer. Mit Herman Nitsch, der in den 70ziger mit blutigen Opferritualen und anderen Aktionen provozierte und polarisierte, hatte die Künstlerin auch eine gemeinsame Werksausstellung in Bad Reichenhall. Seit 2015 ist sie auch Designerin für Vartian Carpets, die eine von Künstlern entworfene Teppichserie herausbringen. Heike Trammer widmet sich jedoch vorwiegend der großflächigen Malerei, wobei sie die „Nass in Nass-Technik“ mit Acryl bevorzugt. Inspiriert von der Farbe als besondere Kraft, entstehen dynamische Bildkompositionen mit kreativer Intuition und analytischer Konzeption als Grundlage. Die Serie, die sie in dieser Ausstellung zeigt, entstand nach dem Lied "Autumn leaves" (Herbstblätter) von Natalie Cole.

Auch Luise Gandon, lebt und arbeitet in Wien, wo sie auch geboren wurde. Sie thematisiert in ihren Arbeiten den Menschen und die zwischenmenschliche Beziehung in unterschiedlichen Situationen. Die Gesichtsausdrücke ihrer Protagonisten lassen auf deren Verfassung und die dargestellte Szene schließen. So wirken Ihre Bilder wie Nahaufnahmen eines Filmausschnittes ohne die Handlung zu kennen. Diese Darstellungsweise bringt Spannung in die Arbeiten, weil sie die Neugier des Betrachters weckt. Luise Gandon arbeitet bis 2009 als Diplompädagogin für Englisch, Physik, Chemie und Bildnerische Erziehung und als Professorin für Deutsch und Französisch. Seit 2011 besuchte sie zahlreiche Akt- und Portraitseminare und stellt seit 2 Jahren kontinuierlich aus.

Marina Bogdan aus Russland malt ihre floralen Motive in kräftigen Farben, plakativ in Pop Art Manier. Leuchtendes gelb steht für das Sonnenlicht, das sie einfängt und die Bilder so zum Strahlen bringt. Girlanden, Punkte und Kreise lockern die Bilder auf und bringen eine fröhliche Leichtigkeit hinein. Die Malerin liebt das Leben und die Kunst und drückt diese positive Einstellung in ihren Arbeiten aus. Im besten Falle springt sie auf den Betrachter über und löst gute Gefühle aus. Marina Bogdan pendelt zwischen Barcelona, Moskau und Riga hin und her, hat die Malerei bei unterschiedlichen Malerinnen studiert. Vor 2 Jahren hat sie begonnen auszustellen, was sie akribisch vorantreibt.

Stefan Korinek, ist auch in vielen Ländern zu hause, hat lange Zeit in verschiedenen Teilen der Welt gelebt. Geboren wurde er im Weinviertel von Wien und kam über die Fotografie, die Malerei & die Keramik 1992 zum Kupfer. Er sagt selber über seine Arbeiten: Der Versuch meine Empfindungen ins Kupfer zu schlagen, korrespondiert mit Gerhart Roths Worten: „Der Traum ist ein verschlossener Brief, dessen Inhalt du schon kennst.“ Die konzeptionelle Kontinuität, welche meiner Arbeit zu Grunde liegt, hat durchaus meditativen Charakter.“ Als praktizierender Buddhist spricht Stefan Korinek während seiner Arbeit tausende von Mantras, die dem Wohle aller Wesen dienen sollen.Er möchte mit seinen Bildern den Betrachtern die Möglichkeit geben, eine Auszeit aus dieser immer schneller gelebten Welt zu nehmen, auf dass sie sich entschleunigen, entspannen, eine Reise ins Innere wagen.

Der Holländer Martijn Kips schafft surreale Welten, geprägt durch seine Vorbilder Dali und Escher. So sehen wir Landschaften in fließenden Formen ergänzt durch erotische Frauenkörper, Tiere und alten Mauern, die den Maler schon als Kind faszinierten. Stilisierte Elemente mit großer Symbolkraft lassen sich zu Geschichten zusammenfügen Ein Thema mit dem sich Martijn Kips zur Zeit auseinandersetzt, ist die geplante Zerstörung eines Jahrhunderte alten Ortes, welcher der Hafenerweiterung Amsterdams zum Opfer fallen soll. Es ist eine Art Geisterstadt, in der nur nur noch wenige Menschen leben. 2007 machte Martijn Kips seinen Abschluss im Fach Malerei an der Akademie der Schönen Künste in St. Niklaas in Belgien, nachdem er sich schon viele Jahre zuvor für die Berufung zum Maler entschieden hatte.

Marina Bogdan, Luise Gandon, Martijn Kips, Stefan Korinek, Brigitte Riechelmann, Heike Trammer
Oktober-Ausstellung
07.10.16  -  02.11.16

Tim Juel-Jacobsen   "o.T." Eisen, 66cm hoch 

Tim Juel-Jacobsen kommt aus Dänemark und ist der Bildhauer in der Ausstellung.Sein Material ist Eisen, das er als Fundstück oder Abfallprodukt aufspürt und es zu filigranen Objekten zusammensetzt. 1983 schuf er seine ersten Skulpturen, die zunächst figurativ waren. Durch langjährige Arbeit im Hospiz fand der Künstler zu der Auseinandersetzung mit östlichen Religionen und der Meditation. Während dieser Entwicklung wurden seine Werke zu Symbolen der Transzendenz und abstrakt. Sie werden nicht entworfen, unterliegen keinem Plan, sondern entstehen durch Intuition beim Zusammenfügen von möglichst wenigenKomponenten. Rostig bleibt dabei kein Teil, alle werden geschliffen und mit Anti Rost und Oberflächenanstrich behandelt. Tim Juel-Jacobsen sagt selber : "Als Bildhauer bin ich Autodidakt, meine Gefühle bekommen eine körperliche Identität durch Schrott. Die Skulpturen müssen "meine Geschichte" erzählen - nicht die Geschichte von jemand anderem."

Paul van der Donk ist ein holländischer Maler, der an der Royal Academy of Fine Art in Den Haag graduierte. Er arbeitet in den Disziplinen Malerei und Fotografie mit dem Thema "Wiederholungen". Zum Beispiel die Darstellung eines Busses in einer leeren Landschaft, der ein Verweis auf die Busstation in seiner Jugend, in einem kleinen Dorf weit außerhalb der Stadt. Diese Bushaltestelle war der einzige Weg, um der verlassenen Gegend zu entkommen und so prägt diese Erfahrung seine Arbeit als Künstler. In einer neueren Serie erscheinen menschliche Figuren auf der Leinwand, die wir auch in dieser Ausstellung sehen. Die gleiche Figur mehrmals in anderen Zusammensetzungen hält das Erkennen immer gleicher Muster mit kleineren Variationen der einzelnen Menschen un der Umgebung fest. Paul van der Donk verfolgt ein Thema bis es zur Routine wird, dann bekommt er neue Inspirationen durch die Arbeit an Collagen oder durch die Fotografie.Diese Collagen und Fotos können auch das Endergebnis sein. Neben seiner Arbeit als Künstler arbeitet Paul van der Donk seit 2012 als Kurator von Ausstellungen in Den Haag.

Heike Bader malt abstrakt, großflächig strukturiert. Ihre Bilder wirken kraftvoll durch Farbe und freie Komposition. Mit gezielten Pinselstrichen baut sie Spannung,Volumen und Leuchtkraft auf, mal grafischer, mal ohne feste Konturen, wenn es um den Naturbezug geht. Sie bevorzugt Motive in der Landschaft, sei es das Urbane oder der ländliche Raum. Heike Bader drückt in ihren Arbeiten ihre Lebensfreude aus, ganze Bilderzyklen entstehen aus purer Lust am Tun und dem Umgang mit der Farbe. Die Musik spielt hierbei eine wesentliche Rolle, "die Musik inspiriert, die Farben formen" sagt sie selber. Heike Bader lebt und arbeitet in Lüneburg, wo sie auch geboren wurde. Anfang der 90ziger Jahre fand sie nach verschiedenen kreativen Tätigkeiten zur Malerei und stellt seit dem im In-und Ausland kontinuierlich aus.

Birgitta Ekholm ist auch eine abstrakte Malerin, sie kommt aus Schweden. Auf den ersten Blick haben beide Malerinnen eine ähnliche Gliederung, doch bei genauer Betrachtung erkennt man ganz unterschiedliche Herangehensweisen.Birgitta Ekholm konzentriert sich auf Einzelobjekte, wie Stilleben oder Wohnhäuser, die sie stilisiert wiedergibt. Linien werden ganz sparsam eingesetzt, viele Abgrenzungen entstehen durch die Farbkontraste der Flächen. Auffällig ist, dass kaum Grüntöne zu finden sind, auch wenn es sich um pflanzliche Darstellungen handelt.Birgitta Ekholm kommt aus dem Süden Schwedens, wo sie durch verschiedene Galerien vertreten wird und bisher auch nur in diesem Umfeld ausgestellt hat.

Dana Ingesson lebt auch in Schweden,ist aber in Prag, in der Tschechischen Republik geboren und aufgewachsen und kam durch die Liebe in die kleine Stadt Tidaholm. Gemalt hat sie schon seit ihrer Jugend, intensivierte sie mit den Jahren. Heute widmet sie den Großteil ihrer Zeit der Malerei und hat regelmäßige Ausstellungen, sowohl lokal als auch international, wie in Paris, Monaco, Cannes und Indien. Ihre Maltechnik ist speziell, weil sie Aquarellfarbe mit dem Palettenmesser aufträgt und dann erst das Wasser dem Prozess hinzugefügt wird. Dana Ingesson liebt es die Entstehung des Bildes Schicht für Schicht zu beobachten und einem wesentlichen Teil dabei dem Zufall zu überlassen. Ihre Arbeiten werden durch amorphe Formen bestimmt und durch viel Schwarz im gedämpfter Farbgebung gehalten. Der Betrachter kann menschliche Umrisse entdecken oder pflanzliche Teile, die sich zu einem Gesamtgefüge zusammensetzen.

Konstantin Oestreich ist mit 20 Jahren der jüngste Künstler in der Gruppe und dementsprechend derjenige mit dem größten Potenzial, in der Kunstszene eine wichtige Rolle zu spielen. Konstantin kommt ausHannover, begeistert sich seit dem frühen Kindesalter für die Kunst und seine Leidenschaft ist in den Jahren immer mehr gewachsen. Er begann, seine Gedanken und Gefühle bildnerisch auszudrücken, indem er anfing sie auf die Leinwand zu bringen. Seitdem ist er nicht mehr zu stoppen, neue Werke zu schaffen und noch in diesem Jahr folgt eine weitere Ausstellung in Düsseldorf. Konstantins Bilder sind unverfälscht und roh. Für das dynamische Ausleben braucht er große Flächen, die durch farbige Flächen und viele Textfragmente in die Nähe von Graffiti gerückt werden können. Eine andere Serie erinnert durch die Auflösung in Punkt- und Strichlinien an die Malerei der Aborigines, aber der Gesamteindruck auch an Basqiuat.

Heike Bader, Paul van der Donk, Birgitta Ekholm, Dana Ingesson, Tim Juel-Jacobsen, Konstantin Oestreich
Juni- Ausstellung *** Vernissage am 24.6.2016 19-22Uhr
24.06.16  -  20.07.16

Marianne Skriver "Blue Lady" Acryl auf Leinwand 100x80cm

Die Mai-Ausstellung setzt sich zusammen aus Malerei und Holzobjekten, wobei die figürliche Darstellung in der Gesamtbetrachtung überwiegt.

Christel Haag wählt die abstrakte Malerei als Ihr Stilmittel. Ihre Herangehensweise beschreibt sie so :" Ich nehme das Leben wahr. Es entstehen Gefühle, die mich zu bestimmten Farben und Formen greifen lassen, aus der Impression wird die Expression." Das Ergebnis sind kraftvolle Bilder, großzügig angelegte Flächen stehen im Kontrast zu kleinteiligen. Die entstandene Tiefe bietet viel Interpretations-spielraum, um unterschiedlichste Formen und Figuren zu entdecken. Durch diese Malweise entwickeltjedes Werk seine eigene, besondere Ausdruckskraft.Christel Haag lebt und arbeitet in München. Neben Ihrer Arbeit als Germanistin und Politikwissenschaftlerin stellt sie seit 2003 kontinuierlich aus und ist seit 2015 freischaffende Künstlerin.

Die Bilder von Marianne Skriver zeigen eine große Bandbreite unterschiedlichster Motive, die aber immer in Serien entstehen. Für diese Ausstellung hat sie Arbeiten aus der Serie Portraits/ Akte gewählt. Die beiden Aktbilder sind ganz frei mit dynamischer Pinselführung entstanden, die Portraits eher grafisch, geordnet. Was alle Werke miteinander verbindet und dominiert sind violett und orange. Was sie stark macht, sind die Körpersprache und Gesichter der Protagonisten. Marianne Skriver kommt aus Dänemark, wo sieschon immer im kreativen Bereich tätig war. In den letzten 20 Jahre zog sie die Malerei an, besonders der Umgang mit Farben läßt sie nicht wieder los. Sie experimentiert fortwährend mit unterschiedlichsten Malmitteln, trägt sie auch vermischt auf und fügt sie zu einer stimmigen Komposition zusammen.

Bente Braad Klausen ist auch Dänin mit der Liebe zur Farbe. Auf großen Leinwänden sehen wir Figuren und Formen, die den Arbeitsprozess im Farbauftrag noch erkennen lassen und durch lineare Einfassung gebändigt werden. In der Gliederung erinnern die Bilder an Kaleidoskopraster, in denen unendlich viele Muster und Zusammensetzungen entstehen. Sie setzen eine positive Energie und Leichtigkeit frei. Bente Braad Klausen studierte an derAcademy of Fine Art in Aarhus und stellte ihre Arbeiten schon in vielen europäischen Hauptstädten aus, wie in Kopenhagen, Berlin, Stockholm, Krakau und Bologna. Ebenso wurden sie in Slowenien und New York gezeigt.

Das besondere an den Bildern von Christiane Crewett-Bauser ist die Gestaltung mit Wachs. Es bildet durch Licht und Transparenz den Kontrast zu den deckenden Erdtönen. Diese unterstreichen das zentrale Thema: "Die archaischen Wurzeln des Daseins - die Vielschichtigkeit des Lebens". Das Erdige steht für den Ursprung, der Rost für Vergänglichkeit. Den Lauf der Dinge beobachtet die Künstlerin zum Beispiel stoisch am Rhein sitzend, zählt die Schiffe, notiert Ihre Namen. Die Interpretation findet sich in den 3 Rheintafeln wieder. In Düsseldorf geboren und nach Kunststudium und Musikstudium sowie Sonderpädagogik für das Lehramt war Christiane Crewett - Bauserviele Jahre in Ausbildung und Forschung an der Katholischen Hochschule Aachen am Lehrstuhl für Ästhetik und Kommunikation tätig, widmet sich nun aber ausschließlich ihrer Kunst.

Martina Hamrik hat auch einen ganz eigenen Stil entwickelt, der sogar patentiert wurde. Dabei wird der Hintergrund komplett aus Schlaufen gebildet, die dynamisch angeordnet werden und dargestellte Bewegungsabläufe unterstreichen. Bewegung ist das Thema der Künstlerin, die von der Art und Weise fasziniert ist, wie Bewegung den Raum erst definiert. Diese Erfahrung möchte sie zusammen mit Lebensfreude und Vitalität vermitteln, in dem sie sporttreibende Menschen zu Akteuren werden lässt. Diese werden realistisch gemalt, stehen im Kontrast zum Schlaufenhintergrund. Martina Hamrik wurde bei Freiburg geboren und lebt heute in München und am Starnberger See. Sie hat auch Kulissen von Kindertheatern gestaltet, in Europa und den USA ausgestellt.

Henning V. Nielsen ist der Objektkünstler in der Ausstellung. Das Besondere an den Arbeiten ist die Kleinteiligkeit, aus der die Vasen und Schalen zusammengesetzt sind. Es sind verschiedene Holzarten und die australischen Banksia-Zapfen, die mit natürlich gewonnenem Klebstoff verbunden werden. Die Technik hat Henning V. Nielsen ständig verfeinert und modernisiert. Er entwirft jedes einzelne Werk digital, sodaß sich die Einzelteile masslich bestimmen und anfertigen lassen. Es sind wirklich ganz spezielle Unikate, die sich durch vielfältige Maserungen und Holztöne absetzten. Henning V. Nielsen kommt aus dem Norden Dänemarks, lebt in der Nähe von Aalborg.

Christiane Crewett-Bauser , Christel Haag, Martina Hamrik, Bente Braad Klausen, Henning V. Nielsen, Marianne Skriver
Mai- Ausstellung *** Vernissage 20.5.2016 19-22Uhr
20.05.16  -  15.06.16

Zsuzsa Szvath "Meret Oppenheim" Öl auf Leinwand 100x100cm

Geneviève Nicolas ist eine belgische Malerin, die in Brüssel lebt und arbeitet und zuder französischen Künstlergemeinschaft Belgiens gehört. Ihre Ausbildung begann 1983 mit an der School of Visual Arts von Uccle. Nach verschiedenen Lehrmeistern verließ sie 2000 radikal die figurative Malerei und wurde abstrakt. Ihre neuen Arbeiten entstehen intuitiv und instinktiv. Sie möchte die vergänglichen Dinge, wie Licht, Erinnerung und Träume festhalten, bezeichnet sich selbst als "Frau in der Nacht". Alle Bilder entstehen aus erdigen Naturtönen, in transparenten, hellen Ebenen fängt sie das Licht ein. Die Bilder strahlen eine große Behaglichkeit und Wärme aus, aber auch eine gewisse Zerbrechlichkeit.

Alle anderen Künstler in der Ausstellung arbeiten figürlich, gegenständlich, so wie Andreas Eiserbeck. Er ist ein Weltreisender, der in Hildesheim geboren wurde und von München aus in die Welt zieht. Überall hält er die Eindrücke fest, die er in der Natur oder unter Menschen erlebt, durchaus sozial- und gesellschaftskritisch. In 3 Kategorien lassen sich seine Werke aufteilen : Menschengruppen in ihrem Umfeld, Portraitmalerei und Akt. Er stilisiert das Dargestellte, sodaß das Wesentliche in kräftigen Farben hervorsticht. Viele Bilder entstanden so auf der Karibikinsel Martinique und erinnern durch die Motive und in ihrer Farbigkeit an Paul Gauguin. Andreas Eiserbeck hat seine Bilder schon von China über Europa bis in die USA ausgestellt.

Während Andreas Eiserbeck in der reduzierten Darstellung seine Stilrichtung gefunden hat, kümmert sich Kurt Grünsteidel um jedes Detail. Minutiös nähert er sich mit feinsten Farbstiftlinien dem Fotorealismus. Das Hahnemühle Papier ist vollflächig angelegt, die Zeichnung wird zur Malerei. Spezielle Stifte aus den USA mit besonderer Leuchtkraft und Farbintensität, ziehen den Betrachter in den Bann. Als Vorlagen dienen eigene, spontan entstandene, meist mit dem I-phone gemachte Fotografien, Schnappschüsse des täglichen Lebens. Kurt Grünsteidel wurde 1953 in Wien geboren, machte eine Ausbildung zum Lithographen. 45 Jahre lang übte er verschiedenste Tätigkeiten im graphischen Gewerbe aus und nennt sich seit 1999 "Colored pencil artist".

Auch Zsuzsa Szvath muss Ihre Protagonisten mit Genauigkeit erfassen um die besonderen Merkmale im Portrait herausarbeiten zu können. Für den Teint wählt die Malerin die vornehme Blässe -fast weiß-, mit zarten Pastelltönen unterstreicht sie die Formen der Gesichter. In übergroßen Formaten werden die Persönlichkeiten sehr ausdrucksstark wiedergegeben. Zsuzsa Szvath kommt gebürtig aus Ungarn, ist seit 1998 in Deutschland verheiratet. Sie studierte Kunst in Budapest und Berlin und war einige Jahre auch erfolgreiche Modedesignerin mit eigenem Label mit eigenen Entwürfen für Stoffe und Tücher in hochwertigen Qualitäten. Inzwischen ist sie mit Haut und Haaren ausschließlich zur Malerei zurückgekehrt.

Lotti Nass ist Fotografin. Sie wurde in Schleswig-Holstein geboren, lebt seit 1972 in Berlin. Nach ihrer Ausbildung zur Designerin, arbeitete sie einige Jahre als freieCartoonistin, beschäftigt sich seit 1979 mit der Fotografie, erst in Schwarzweiß, dann in Farbe. Sie belegte diverse Fotokurse im Bereich Konzeptkunst mit dem Resultat eines Stipendiums für Bildende Kunst vom Kultursenat Berlin. Berlin ist ihre Stadt, die sie durch Detailaufnahmen in abstrakte Kunst verwandelt. Ihr geschulter Blick entdeckt die grafische Spannung in der Architektur und das Sammelsurium von Baukörpern und städtischer Begrünung, zwischen denen gelegentlich ein Mensch auftaucht. Die Lebendigkeit der Stadt spiegelt sich in der Mischung aus alt und neu, Gebäuden und Verkehrsnetz wieder. Lotti Nass ist auch als Schriftstellerin erfolgreich, schrieb einen Roman und ein Theaterstück.

Gon Bello ist die Bildhauerin in der Ausstellung, sie kommt aus Holland. Als Jugendliche in den sechziger Jahren begann sie ihre künstlerische Laufbahn mit Malerei. Später wechselte sie zur Dreidimensionalität, in dem sie mit Wachs und Ton Skulpturen für den Bronzeguss herstellte. Seit ca. 16 Jahren ist für Gon Bello nun die Steinbildhauereidas Stilmittel, sich künstlerisch auszudrücken. Mit großer Sinnlichkeit formt sie sowohl abstrakte als auch gegenständliche Objekte, betont durch eine polierte Oberfläche den Charakter des Steins. Dadurch werden die unterschiedlichsten Einschlüsse und Strukturen sichtbar in unterschiedlichsten Farbnuancen. Durch die weiche Formgebung wirken ihre figürlichen Werke sehr gefühlvoll und ausdrucksstark.

Gon Bello, Kurt Grünsteidel ,Nora van Klingeren,Lotti Nass , Geneviève Nicolas, Zsuzsa Szvath
März-Ausstellung *** Vernissage 18.März 2016 19-22Uhr
18.03.16  -  13.04.16

Malerei: Yoichi Tanabe     Skulptur: Markus Gehrig

Mit den auffälligsten Tönen hebt Heike Becker Ihre Bilder hervor, in dem sie in der gezeigten Serie oft auf Signalfarben zurückgreift. Sie stellt Personen dar, die sich durch Körpersprache mitteilen, meist in der Gruppe agieren. Die Körperlichkeit lässt sich aus der Vita von Heike Becker ableiten, denn sie spielte einige Jahre in der Handballbundesliga. Ihr Lebenslauf weist aber viel mehr Wendungen auf, beginnend in Henningsdorf bei Berlin, ehemals DDR. 1989 gehört sie zu den Flüchtlingen, die über Prag in die BRD kommen, wenig später entstehen erste Zeichnungen und Bilder. Sie macht nach Ihrer sportlichen Laufbahn eine Ausbildung zur Erzieherin und Heilpädagogin, veröffentlicht parallel 2 selbstgeschriebene und -illustrierte Kinderbücher. 2004 hat sie Ihre erste Einzelausstellung in Wyk auf Föhr, zahlreiche folgten.

Christine Wellenstein malt auch mit kräftigen Farben, aber nicht ganz so plakativ wie ihre Malerkollegin. Ihre Malerei lebt durch frei aufgetragene, dynamische Pinselstriche und verlaufende Flächen, die ineinandergreifen. Aus diesem wilden Zusammenschluss von Formen und Linien erwachsen Blumen, Landschaften und Stadtansichten. Die Bilder entstehen hauptsächlich im Atelier, zum Teil anhand von Skizzen. Überwiegend jedoch frei gestaltet nach inneren Bildern, um eine möglichst ungetrübt, spontane Malweise zu gewinnen. Insgesamt betrachtet ergeben Ihre Arbeiten ein energiegeladenes Kraftpaket. Christine Wellenstein lebt und arbeitet im Kreis Rendsburg/ Eckernförde.

Mr.Upside alias Michiel Nagtegaal ist ein urbaner Künstler, der seinen Stil in Anlehnung an Keith Haring und andere Popart-Künstler gefunden hat. Er verwendet die klare Ausdrucksform der visuellen Sprache, um seinen optimistischen Glauben an eine positive Welt zu verbreiten, für den Moment eine positive Wirkung auf den Betrachter zu schaffen. Die Realität empfindet der Künstler zu reglementiert und möchte durch seine Arbeiten das Kindliche, Verspielte und Fantasievolle in uns wachrufen. Michiel Nagtegaal kommt aus Holland und organisierte nach seiner Schulzeit Musikevents. Er zeichnete schon immer gerne, gestaltete nun die Flyer für die Veranstaltungen. In Fortsetzung dazu fand er Arbeit im Bereich Grafikdesign und gründete eine erfolgreiche Webagentur, als das Internet immer populärer wurde.

Yoichi Tanabe ist Japaner wurde 1949 auf der dortigen Südinsel geboren. Später lebte er in Tokyo, wo er ein Studium in Politikwissenschaft an der Waseda-Universität abschloss und anschließend "Anatomie des Menschen" an der Hochschule für Bildende Künste. Bald darauf konnte er seine erste Ausstellung eröffnen, arbeitete als Zeichenlehrer am Bunka Fashion College. 1989 zog er nach Spanien womit seine Karriere als Maler in Europa begann. Yoichi Tanabe vereinigt in seinen Bildern eine Mischung aus Papiercollagen, Malerei und Zeichnungen oder malt ganz klassisch Öl auf Leinwand. Seine Handschrift entspringt der japanischen Ästhetik und der Liebe zur floralen Darstellung. Gedeckte Farbtöne und die Struktur des Japanpapiers unterstreichen den Naturbezug.

Markus Gehrig ist der Bildhauer in der Ausstellung mit ganz speziellen Objekten. Sein Schaffen als Architekt drückt sich auch in seiner Kunst aus, mit Spannung zwischen Glas und Metall, einer starken Dreidimensionalität durch verschiedene Ebenen und einer kühlen Ästhetik, nicht zu vergessen, der rechte Winkel. Die Arbeiten könnten auch stilisierte Architekturmodelle sein mit vielfältiger Raumbildung und großer perspektivischer Wirkung. Der Künstler schweißt Stahl und Kupferplatten zusammen, setzt farbiges Glas ein, ergänzt durch eine passend gewählte Patina. Markus Gehrig kommt gebürtig aus Heidelberg, lebt als freier Architekt und Bildhauer in Stuttgart, beides lässt sich gut verbinden, wie mit "Kunst am Bau-Projekten".

 

Heike Becker, Markus Gehrig, Yoichi Tanabe, Mr.Upside, Christine Wellenstein
Januar-Ausstellung 2016 *** Vernissage 15.Januar 2016 19-22Uhr
15.01.16  -  10.02.16

Arlette Zurbuchen Bankgeheimnis, Acryl auf Leinwand, 80x60cm

Arlette Zurbuchen kommt aus Bern in der Schweiz, wo sie als Theatermalerin und Regisseurin tätig ist. Die Malerei und die Theaterarbeit ergänzen sich in ihrem Schaffen, wie sie selber sagt. "Meine Bilder und Zeichnungen entstehen aus Überlegungen zu aktuellen Situationen im Alltag unserer Gesellschaft. Ich suche einen Weg die Welt in der wir leben und die Geschehnisse, die tagaus tagein unsere Zeit kennzeichnen in meiner Malerei festzuhalten." Dabei zeigt uns die Künstlerin mit kräftigen Farben und großer Symbolik ihre Sicht auf die Dinge, sei es ihre bildhafte Stellungnahme zum Bankgeheimnis oder zum arabischen Frühling.1963 wurde Arlette Zurbuchen in Bern geboren und nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Bern, bekam sie eine Anstellungen im Stadttheater Bern als Theatermalerin wie auch als Regieassistentin. Nach einer Weiterbildung wurde sie Theaterregisseurin in Deutschland und der Schweiz, wobei die Malerei immer parallel läuft.

Rahel Flückiger ist ebenfalls Schweizerin, sie bearbeitet Fotografien durch Übermalungen und Collagen. Meistens sind es Einzelpersonen wie junge Mädchen, Frauen oder Puppen, die in Szene gesetzt werden. Mit rosig gemalter Haut und schwarzem Haar stehen sie vor dem schwarz-weißen Hintergrund und blicken in die gleiche Richtung wie der Betrachter, man sieht sie von hinten. So wird der Dialog mit dem dargestellten Raum wichtiger als die Körpersprache der Figur, womit auch Caspar David Friedrich gespielt hat. Die Bilder leben durch den starken Kontrast zwischen dem Foto und dem Menschen, dargestellt durch Farbe und Schatten werfendem Material, wie Tüll und Wolle. Rahel Flückiger studierte Filmschnitt und Postreproduktion an der Akademie der Künste Wolfenbüttel, Kulturvermittlung + Museumspädagogik in Zürich und Freie Kunst in Basel.

Die dritte Schweizerin in der Ausstellung ist Madeleine Felber, 20 Jahre lang lebte sie in der Toskana. Sie geht an die Malerei wissenschaftlich heran, will die Sprache optisch fassbar und farbig machen. So entwickelte sie ein Alphabet, das jedem phonetischen Laut eine korrespondierende Farbe zuordnet. «Im Italienischen ist die phonetische Umsetzung sehr deutlich », sagt sie. «Man kann den Sprachklang in den Bildern sehen, wenn nicht fast hören. » Madeleine Felber arbeitet auch mit Musikern zusammen, visualisierte die Sprachverwirrung und Sprachenvielfalt im «Turmbau zu Babel ». Hier in der Ausstellung sehen wir, unter anderem, farbige "Dreizeiler", inspiriert durch Gedichte von Rilke oder dem Rhein, der an ihrem Haus vorbeifließt. Es sind 3 zusammenhängende, quadratische Leinwände, gegliedert in geometrische Formen und Muster in kräftigen Farben.

Krystyna Miller-Gawrzynska kommt gebürtig aus Polen, lebt und arbeitet seit 1992 in Österreich. Zuvor studierte sie Architektur an der Technischen Universität und arbeitete 16 Jahre lang in diesem Beruf. In Österreich entfaltet sie ihre Kreativität durch die Malerei, vorrangig mit Kreide. Durch die universelle Sprache der Kunst, in abstrahierter Malweise, möchte die Künstlerin die nationalen Grenzen überwinden, drückt Harmonie und Gelassenheit in ihren Bildern aus, Ruhe und Freude, aber auch Zwietracht und Bestürzung. Sie wählt die abstrakte Malerei, da diese sich hauptsächlich auf das Unterbewusstsein bezieht, durch Sinnesreize Emotionen auslöst, ohne intellektuelle Überlegungen, wenn sie nicht durch Vorurteile oder Gewohnheiten blockiert sind. Die Spannung in ihren Bildern entsteht durch mehrschichtigen Farbauftrag, den Gegensatz von der Linie zur Fläche und den farblichen Kontrast, immer unterstützt durch schwarz.

Die Malerei von Sonja Dieselkämper ist eine komplette Hommage an Claude Monet, den sie verehrt. Sie erarbeitet sich alle Maltechniken autodidaktisch, um sich den Bildern ihres großen Vorbildes malerisch annähern zu können. In 5 Jahren entsteht die Serie der Seerosenbilder, in der sie nicht nur die Malweise von Claude Monet übernimmt, sondern auch das große Format. Der Blick auf das Wasser bestimmt den Raum, die natürliche Farbigkeit und der Stimmung in der Natur kann man sich nicht entziehen. Inzwischen hat Sonja Dieselkämper ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und arbeitet als freischaffende Künstlerin. Sie wurde in Mettingen bei Osnabrück geboren, wo sie auch heute noch lebt.

Bert Koeck experimentiert mit Fotografie und digitaler Bearbeitung, getrieben von der Faszination für Technik & Experiment und ein wachsendes Gefühl für Abstraktion. Hier zeigt der Künstler Arbeiten aus 3 Serien. "Erzähle Gott nicht von deinen Plänen" ist der Titel der 1.Serie aus dem "Laser Bodypainting Projekt". Es beinhaltet die Erkundung des menschlichen Körpers durch ein umgewandeltes Laserstrahlgerät, "Lichtmalerei " auf nackter Haut. "Eindringende Umgebung" ist der Titel, der 2.Serie, wobei der Raum durch Mehrfachbelichtung in scheinbare Bewegung versetzt wird und sich Räume durch Beleuchtungskompositionen zu durchdringen scheinen. Der Titel der 3.Serie ist "Wenn flaches Land auf fettes Land trifft" : Versetzte Kopien innerhalb des Bildes, ähnlich wie bei einem Kaleidoskop, sollen die Zusammenführen von Dimensionen ausdrücken. Bert Koeck kommt aus Brüssel, wo er denMasterstudiengang im Interieur- und Möbeldesign mit "magna cum laude" abschloss. Er gründete das Designbüro "orbit96"-"Mensch-Maschine" und arbeitet als Dozent an der "LUCA School of Arts".

 

Sonja Dieselkämper, Madeleine Felber, Rahel Flückiger, Bert Koeck, Krystyna Miller Gawrzynska, Arlette Zurbuchen
Dezember-Ausstellung 2015
11.12.15  -  13.01.16

Bert Uytley "Café de la Poste" Digital work :

The Artist V. returns from lunch and is going to proceed his exploration of the region in his wheel chair

Die November-Ausstellung setzt sich zusammen aus Malerei, Skulpturen und digitaler Kunst. Letztere wird von Bert Uytley gestaltet. Er konzentriert sich auf Umstände des täglichen Lebens, die aussehen wie fotografisch festgehalten, aber tatsächlich sorgfältig, digital zusammengesetzt sind. Die Szenen auf das Wesentliche reduziert, stimmen nachdenklich, provozieren Fragen. Der Künstler überlässt die Interpretation dem Betrachter, fügt aber beschreibende Texte hinzu. Trotz seiner Ausbildung in Kunst und Fotografie, sieht sich Bert Uytley als Autodidakt. "Meine digitalen Bilder basieren auf Gefühle wie Gereiztheit, Herrschaft, Frustration, Erstaunen und Angst." Sagt er selber. Ich glaube, man kann diesen Ursprung, beim Betrachten der Arbeiten, nachempfinden. Bert Uytley kommt aus Holland, aber lebt in der Schweiz.

Sein Künstlerkollege und Freund Viktor Majdandzic wurde in Bosnien geboren und studierte Wirtschaft und Kunst in Belgrad. Seit 1969 lebt und arbeitet er in den Niederlanden. Gleich bei seiner ersten Kunstausstellung in Belgrad 1958, erhielt er den ersten Preis, was als Motivation kaum zu überbieten ist. Die Auszeichnungen setzten sich fort, wie zuletzt mit dem Publikumspreis auf einer Europa-Kunstausstellung in Dänemark, dem 3. Preis an der London Biennale in diesem Jahr, sowie dem 3. Leonardo-Preis auf der Biennale in Chianciano vor 2 Monaten. Seine Kunst war über die Jahre in vielen Kunstbüchern und Ausstellungen in Europa, Nord- und Südamerika zu sehen. Was macht sie so besonders ? Die abstrakten Bilder sind grafisch aufgebaut, aus Kreisabschnitten und anderen geometrischen Formen. Weiche Farbübergänge und transparente Überlagerungen lassen Tiefe entstehen, und warme Erdtöne verleihen den Gemälden eine angenehme Ausstrahlung.

Die Arbeiten von Angelika Meyer sind auch grafisch angelegt, aber figürlich. Es sind großformatige Acrylbilder mit dem Schwerpunkt Akt, in der Ausführung Holzschnitte auf Malerei. Es ist ihre ganz eigene, individuelle Ausdrucksform mit persönlicher Aussage. Ihre Arbeiten sind kraftvoll und minimalistisch zugleich. Kräftige, schwarze Linien beschreiben das Motiv wie wir es vom Holzschnitt her kennen, in den Flächen dominiert eine lebendige Farbigkeit. Angelika Meyer war 1993 bis "99 Schülerin von Professor Jost Funke an der Hochschule für Künste in Bremen und stellte neben einer jahrelangen Galerievertretung auf Mallorca, vorwiegend im norddeutschen Raum aus. Zusammengefasst, von Worpswede bis Berlin.

Astrid Bernhart setzt sich ebenfalls intensiv mit der Aktmalerei, den Individuen auseinander. Eine parallele Linienführung drückt Dynamik aus, ebenso wie Farben, die ineinander greifen, Hintergrund und Motiv miteinander verweben. Ob bei der Darstellung von Paaren oder einzelnen Frauen, arbeitet die Malerin gefühlvoll die Zerbrechlichkeit der Menschen heraus. Körpersprache und Gestik schmelzen zum puren Ausdruck von Gefühl zusammen. Das ist das Warme in den Bildern von Astrid Bernhart. Sie kommt aus Österreich, besuchte die Kunstgewerbeschule in Graz, arbeitete als freiberufliche Grafikerin und studierte dann an der Meisterschule für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, die sie mit Auszeichnung abschloss. Anschließend arbeitete sie als Requisiteurin am Theater der Jugend, schuf Bühnenbildgestaltungen bei freien Theaterproduktionen und nahm an zahlreichen Ausstellungen teil. Anfang der neunziger Jahre gewann Astrid Bernhart durch Ihre Arbeiten3 Preise.

Auch Liesbeth Rutten setzt sich mit der menschlichen Figur auseinander, in3dimensionaler Form als Bronzen.DieEinzelfiguren stellen Frauen unserer Zeit dar. Es ist die suchende Pilgerin als auch das eingebildete Model, das die Welt als Laufsteg sieht. Die stilisierten Doppelfiguren stehen in liebevoller Verbindung zu einander, betonen die Zusammengehörigkeit. In den abstrahierten Bronzen spielt Sie gerne mit Strukturen symbolischer Bildelemente die sie in der Natur findet, und die sie immer zu ihrer innerlichen Wahrnehmung zurückführen. Sie bearbeitet jede Bronze selber, fräst, schleift, scheuert, patiniert. Liesbeth Rutten kommt aus Holland, machte Ihre Ausbildung an der Akademie für Bildende Kunst in Amersfoort. Sie zeigt ihre Skulpturen im In- und Ausland, erfüllt auch Aufträge für Betriebe und Privatpersonen.

Der Blick von Catherine Buchmann richtet sich in die Natur, die Landschaft. In der Schweiz aufgewachsen sind es die Berge, doch auf Reisen entdeckt die Künstlerin auch das Meer und andere Landstriche für sich. Erste Anregung zum Malen und Gestalten war allgegenwärtig durch die Grossmutter mütterlicherseits, die Kunstmalerin und Schriftstellerin Johanna Von der Mühll von Tuhr . Während dem Gymnasium und der ersten Studienzeit blieb Raum zum expressiven Malen mit Aquarell und Pastell, doch Catherine Buchmann entschied sich für ein Studium in Psychologie und Psychotherapie, ohne finanziellem Druck für das künstlerische Schaffen. Seit 2002 fand der künstlerische Ausdruck endlich angemessenen Platz in ihrem Leben und privater Unterricht in Oel- und Aquarellmalerei beflügelte das eigene Experimentieren.

Astrid Bernhart, Catherine Buchmann, Viktor Majdandzic, Angelika Meyer Liesbeth Rutten, Bert Uytley
November-Ausstellung 2015 *** Vernissage 13.11.2015 19-22Uhr
13.11.15  -  09.12.15

Britta Schaefer + Tone Ladegård

Britta Schaefer abstrahiert in ihrer Malerei Landschaftsmotive, Pflanzen, Früchte, Dinge des täglichen Lebens, inspiriert durch Literatur, die ihre Phantasie beflügelt. Neue Formen entstehen und Farben, die das Wichtigste für die Malerin sind. Mit gezielten Pinselstrichen baut sie Spannung,Volumen und Leuchtkraft auf. "Meine Bilder sollen Positives ausstrahlen, das ist gewollt" sagt sie selber. Britta Schaefer lebt in Heidelberg, studierte aber hier an der HfbK in Hamburg Textildesign. Bei vielen Akademien komplettierte sie Ihr Können u.a. bei Elvira Bach und in der Meisterklasse von Bernd Zimmer. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, stellteBritta Schaefer auch in Frankreich, New York und Israel aus.

Joy Moore arbeitet mit einer ähnlichen Farbpalette wie Britta Schaefer, doch hat sie sich klar auf Landschaften festgelegt, deren Licht, Kraft und Geist sie einzufangen sucht.1951 geboren in Bristol, England, studierte Joy Moore Kunst in Bristol und Birmingham, wo sie beim Abschluss in Birmingham das "Lady Elizabeth Ryland Stipendium" gewann. Nach dem Studium lebte sie 25 Jahre in London, wo sie Manager von hochkarätigen Umweltprojekten war, sich aber gleichzeitig als Künstlerin in Europa und den Vereinigten Staaten etablierte, mit Ausstellungen in Galerien und internationalen Kunstmessen. Heute lebt und arbeitet sie in einem beschaulichen Ort in Italien in der Nähe von Turin.

Auch Anna-Kajsa Alaoui hat sich der Landschaftsmalerei verschrieben, doch die Farben sind pastelliger als bei den eben vorgestellten Malerinnen. das mag daran liegen, dass sie aus Schweden kommt, wo viele Monate im Jahr das Sonnenlicht etwas gedämpfter scheint. Schon immer vom Zeichnen und der Malerei fasziniert, studierte Anna-Kajsa Kunst an derAcademy of Art in Stockholm. Zunächst arbeitete sie als Sportlehrerin, doch seit 20 Jahren ist sie ausschließlich als freischaffende Künstlerin tätig. Die Dynamik des körperlich ausgeübten Sports findet sich nach ihrer Deutung auch in ihren Bildern wieder.In den Sommermonaten präsentiert Anna-Kajsa Alaoui ihre Bilder in einer eigenen Galerie auf Öland, ansonsten weltweit, auch in New York.

Karine Dez malt ebenfalls Landschaften, aber ebenso Stilleben und zwar in vereinfachter zweidimensionalen Darstellung. Sie wählt verschiedene Materialien, wie Acrylfarben, Ölkreiden, verschiedene Pasten, Blattgold. Sie beschreibt ihre Malweise so :"Durch die Reduktion in den zweidimensionalen Raum verzichte ich bewusst auf das Einnehmen einer bestimmten Perspektive, um die Interpretation und Leseart offen zu lassen.Wenn ich male, bin ich auf der Suche, auf der Suche nach der Harmonie im Bild." usw. Karine Dez wurde 1972 in der Bretagne geboren, lebt seit 1994 in Österreich. Seit 2005 arbeitet sie dauerhaft mit diversen Galerien in Frankreich und Österreich zusammen, ist Mitglied der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs.

Helle Groth arbeitet stark mit Symbolen, oft aus der Tierwelt, und fügt sie zu surrealen Bildern zusammen. Es entsteht ein Kontrast zwischen Linien zur Fläche, zwischen dem Figürlichen zum Abstrakten. Die Bilder erzählen Geschichten, werfen Fragen auf. Der interessierte Betrachter wird neugierig, will mehr erfahren. Inspiriert wird Helle Groth durch die Natur und die Welt um sie herum. Sie kommt aus Dänemark, malt seit sie denken kann. Sie besuchte eine Kunstschule, bildete sich weiter in diversen Kursen. Ausstellen tut sie vorwiegend in Dänemark und dem Nachbarland Schweden, in zahlreichen jurierten Gruppen- oder Einzelausstellungen.

Tone Ladegård ist die Bildhauerin in der Gruppe, ihr Material ist der Ton. Sie arbeitet figürlich, mit viel Feingefühl für den Ausdruck. Menschen die durch Gesichtsausdruck und Körperhaltung sprechen, riesige Schneckenhäuser, die durch Form und Oberfläche faszinieren.Tone Ladegård kommt gebürtig aus Norwegen, lebt aber in Schweden. Sie studierte in Oslo mehrere Fächer wie Pädagogik und Kunstgeschichte, aber das wichtigste Fach für ihre künstlerische Laufbahn an der Universität in Oslo : Fakultät Keramik. Bisher stellte die Künstlerin überwiegend in Schweden und Norwegen aus, aber seit letztem Jahr auch weiter südlich, wie in Italien und nun hier.

Anna-Kajsa Alaoui, Karine Dez,Helle Groth, Joy Moore, Britta Schaefer, Tone Ladegård Thideman
Oktober-Ausstellung 2015 *** Vernissage 9.10.2015 19-22 Uhr
09.10.15  -  04.11.15

Astrid Ufkes "Labyrinth" Fotografie/digitale Collage

Pia Buxbom lebt nördlich von Kopenhagen. Sie hatte schon immer Lust sich künstlerisch auszudrücken, studierte als Konsequenz Kunst und machte Examen in dem Fach. Im Oktober 2011 kündigte sie ihren Job, der bis dahin den Lebensunterhalt sicherte und widmete sich ausschließlich ihrer Leidenschaft. "Glücklicherweise hat es alle Erwartungen übertroffen", wie sie selber sagt."Ich habe mich in den letzten 4 Jahren sowohl künstlerisch entwickelt, als auch in Dänemark und im Ausland ausgestellt."Das Besondere an ihren Arbeiten sind die Motive. Es sind zusammengebrochene Häuser, verlassene Hinterhöfe oder andere zerstörte Lebensräume. In kräftigen Farben mit viel Symbolik macht sie auf unsere Lebensform aufmerksam, die Wegwerfmentalität und den Klimawandel.

Sanne Rasmussen lebt südlich von Kopenhagen und porträtiert Frauen in unterschiedlichen Situationen. Die eigene Tagesform und Gefühlswelt projiziert die Malerin in ihre Protagonisten.Alle Damen wirken nachdenklich, melancholisch, was ihre Körpersprache und der Gesichtsausdruck verraten. In gedämpften Tönen und dem Spiel mit Licht und Schatten, schafft Sanne Rasmussen ruhige Räume, nichts lenkt den Blick des Betrachters ab.Sanne Rasmussen arbeitete 32 Jahre im Finanzwesen, bevor sie die kreative Seite in sich entdeckte und sich entschloss, die Malerei als Berufung auszuleben. Nach dem intensiven Unterricht bei einem Kopenhagener Maler begann sie vor ca.3 Jahren ihre Bilder kontinuierlich zu präsentieren.

Tove Nyberg und Lars Nyberg sind ein Künstlerpaar aus Odense auf der dänischen Insel Fyn. Beide arbeiten ganz unterschiedlich. Tove Nyberg malt, Lars Nyberg fotografiert. Toves Kunstwerke sind inspiriert von den Formen und Farben in der Natur von Erinnerungen aus Reisen rund um die Welt. Hier zeigt sie uns die schneebedeckten Berggipfel Islands, gemalt in einem Crossover zwischen traditioneller Aquarellmalerei und Acryl, ein spannender Kontrast zwischen transparenten und opaken Farbebenen. Einer ihrer Lieblings-Motive sind die Zen-scapes -"eine Mischung aus naturalistisch und abstrakt gemaltem Land und Meer ohne jede Bezugnahme auf die Zivilisation und das Gefangensein in Zeit und Raum." wie sie es selbst beschreibt. Tove Nyberg istMitglied der Künstlervereinigung "verbunden Pakhuset" Faaborg.

Lars Nyberg sagt über Fotografie: Sie ist für mich, wie für viele andere Kunstformen, eine Frage der Fähigkeit, wirklich zu sehen. Ein visuelles Bewusstsein und Geistesgegenwart, benötigt nicht nur vom Künstler, sondern auch vom Betrachter. Durch meine fotografische Arbeit habe ich im Laufe der Zeit gelernt, mein visuelles Bewusstsein zu entwickeln, was auch mein tägliches Leben bereichert."Wir sehen von Lars Nyberg eine Serie die mit Wasser, Luftblasen und deren Reflexionen spielt. Es entstehen abstrakte Kompositionen aus Braun- und Blautönen, die die Verbundenheit zu den Elementen wiederspiegelt. Makroaufnahmen wie aus einer anderen Welt.

Astrid Ufkes ist auch Fotografin, natürlich mit einer anderen Idee. Sie hält Ausschnitte Ihrer Umgebung fest und stellt sich zweimal als Silhouette ins Bild, als würde sie sich dort selbst betrachten, nach dem Motto "Me Myself and My World". Durch die andere Sichtweise bekommen alltägliche Dinge um Sie herum eine ganz andere Bedeutung, provozieren im besten Falle neue Erkenntnisse.Astrid Ufkes kommt aus Apeldoorn in Holland, studierte Innenarchitektur und war auch mehrere Jahre in dem Beruf tätig. Ab 2009 machte sie eine Ausbildung an der Fotoschule in Apeldoorn, wo sie zu ihrem eigenen Stil fand, immer konzeptionell arbeitend. Erst seit 2013 stellt sie aus, bisher in Holland und Italien.

Kerstin Weber setzt sich mit der weiten Landschaft auseinander, wie wir sie am Meer erleben, oder mit Details des Urbanen, in Form von stilisierten Häuserwänden mit angedeuteten Dachflächen. Sie reduziert auf das Wesentliche mit dem Ergebnis großzügiger, klarer Flächen. Häuser werden in abgestuften Grautönen dargestellt, Landschaften mit maximal 3 Farben. Die urbanen Motive setzen sich aus deutlich abgegrenzten, grafischen Bereichen zusammen, während die Strandbilder nur durch einen angedeuteten Horizont oder Wellenbrecher gegliedert werden. Kerstin Weber lebt in der Nähe von Stuttgart und studierte Malerei an der Faber-Castell Akademie bei Nürnberg. Sie stellt seit 2008 regelmäßig aus, vorwiegend in Deutschland.

Pia Buxbom, Tove Nyberg, Lars Nyberg, Sanne Rasmussen, Astrid Ufkes , Kerstin Weber
September-Ausstellung *** Vernissage 4.9.2015 19-22Uhr
04.09.15  -  30.09.15

Thomas Burghartz"Tief im Meer" Lichtfotografie

Annika Österlind "Freude" Keramik

 

Thomas Burghartz ist ein Selfmade - Künstler aus Neuss bei Düsseldorf. Schon als Neunjähriger entdeckte er die Gestaltungsmöglichkeiten in der Fotografie und entwickelte sich zum professionellen Fotografen und Lichtkünstler. Seit 1990 arbeitet er im Bereich Lichtgestaltung für ARD und ZDF. Bei dieser kreativen Arbeit entstand die Idee, Lichtstrahlen als Farbgeber für abstrakte Bilder einzusetzen. Durch dynamische Bewegungen der hellen Leuchtmittel vor dunklem Hintergrund, und langen Belichtungszeiten entstehen Welten mit kosmischer Wirkung. Kreisförmige Kompositionen haben etwas Hypnotisches und scheinen den Betrachter ins Bild zu ziehen. Die sanften Farbübergänge und die große Tiefe in den Werken erinnern auch an die Unterwasserwelt, in der sich der Künstler als Sporttaucher bewegt. Auch diese Erfahrung inspiriert Thomas Burghartz stetig zu neuen Versionen seiner Kunst.

Die Bilder von David Bjerre sind auch abstrakt, aber gemalt. Er setzt sich mit Kontroversen wie Harmonie-Disharmonie oder Licht-Schatten auseinander, stets in der Verbindung von Malerei und Musik. Der kreative Prozess beginnt mit dem einen oder anderen Medium, einen ausgewogenen Sinneseindruck als Ziel gesteckt. Er möchte die Tendenzen der Konformität und Trivialität in der Gesellschaft durchbrechen, auf sie aufmerksam machen. Malerisch ist David Bjerre inspiriert von Jackson Pollock und der Cobra Gruppe, musikalisch von Claude Debussy und Erik Satie. David Bjerre ist in Kopenhagen geboren und aufgewachsen und lebt heute in der Nähe von Aarhus. Er zeigt seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in Dänemark und New York.

Aus dem dänischen Nachbarland Schweden kommt die Bildhauerin Annika Österlind. Ihr Material ist Ton, aus dem sie rundliche, fruchtbare Frauen formt und Saatkrähen, die bei ihrem Atelier leben. Es sind lässige Figuren, die auch mal an Ballons hängen, tanzen oder mit Kindern spielen. Sie drücken Lebensfreude aus und Verbundenheit. Alles sind Keramikobjekte und daher Unikate. Das Atelier von Annika Österlind liegt nicht weit entfernt von Malmö am Öresund, weshalb sie vorwiegend in Schweden und Dänemark ausstellt. 2009 hatte sie allerdings eine Präsentationsmöglichkeit in einer Galerie in Maryland, USA, wo sie Skulpturen verkaufte, die für den König von Marokko bestimmt waren.

Rosemarie Bolzer ist südlich von Deutschland zuhause, in Wien. Nach Beendigung ihrer Berufstätigkeit als Anwaltssekretärin und Geschäftsfrau, studierte sie Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Von früher Kindheit an widmete sie viel Zeit dem Zeichnen und Malen und entwickelte sich in Kursen, Seminaren und bei Privatlehrern weiter. Rosemarie Bolzer drückt Emotionen und Erinnerungen in abstrakten Fabkompositionen aus. Hin und wieder fügt sie Kollagen ein oder Gegenständliches im Kontrast zu überlagerten, verlaufenden Flächen. Inspiration findet die Malerin auch auf Malreisen im Mittelmeerraum oder Österreich. Ausgestellt hat sie außerhalb Österreichs in London und ist u.a. Mitglied in der "Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs".

Tamar Shilo fügt auch Kollagen in ihre Bilder ein, ein wichtiges Gestaltungsmittel ihrer Arbeiten. Sie werden geprägt von Erfahrungen und Situationen in der Vergangenheit als auch der Gegenwart, die eine unmittelbare Inspiration auslösen. Es dominieren gedämpfte Mischtöne neben den Kollagen und gemalten Symbolen. Es gibt keine klaren, abgegrenzten Flächen, eher ein diffuses Ineinandergreifen.Tamar Shilo kommt gebürtig aus Israel, lebt aber schon einige Jahre in Holland. Sie studierte Pflanzenwissenschaften und wurde später Blumenzüchterin. Die Kreativität, die aus dem Prozess der Schaffung neuer Arten von Blumen in verschiedenen Größen, Formen und Farben entstand, sowie die malerische und farbenfrohe Umgebung der Gewächshäuser beeinflussen die Malerin bis heute.

Marian Buunk lebt und arbeitet auch in Holland. Ihre größte Inspiration istdie Schönheit des Menschen in seiner ganzen Verletzlichkeit. Ihre Bilder entstehen aus verschiedenen Seelenzuständen heraus. Die Spiritualität des Buddhismus überwiegt, eine Explosion der Ausgelassenheit überkommt sie oder die Stille in der Natur beflügelt sie, wie sie selber sagt. In dieser Ausstellung sehen wir die Serie von Kindern dieser Welt und Straßenkindern in Bombay, deren Gesichtsausdrücke für sich sprechen. Übergroße Augen lassen uns in die verletzten Seelen blicken, ernste Minen lassen uns das Erlebte erahnen. Marian Buunk richtet den Blick dorthin, wo sonst eher weggeschaut wird, gibt den Kindern so ihre Würde zurück. Marian Buunk hat auch schon in New York ausgestellt, zeigt demnächst ihre Arbeiten in Florenz.

 

David Bjerre , Rosemarie Bolzer ,Thomas Burghartz, Marian Buunk, Annika Österlind , Tamar Shilo
Sommer-Ausstellung *** Vernissage 31.Juli 2015 19-22Uhr
31.07.15  -  26.08.15

Dieter Roth "Medina" 120x140cm

Dieter Roth, nach einem Gedicht von Wilhelm Busch, auch Diedel genannt, lebt in der Hamburger Umgebung. 1948 wurde er hier geboren und erlernte zunächst das Fotografenhandwerk. Danach lebte er 2 Jahre in Schweden und schloss sich nach seiner Rückkehr der 68‘er Bewegung an mit Engagement in der linken Hamburger Bewegung, was ihm Berufsverbot als späterer Handelsschullehrer bescherte. Gezwungen sich mit verschiedenen Jobs über Wasser zu halten, machten ihn zum Lebenskünstler und die Arbeit am Gesamtkunstwerk begann. Der Surrealismus, der Futurismus und vor allem der Dadaismus, der Merzkunst Kurt Schwitters beeinflussten ihn, Lyrische Schreibversuche führten zur bildlichen Darstellung. Er beschreibt sich selber als utopischen Anarchisten. Die Zurückgezogenheit seines Ateliers eröffnet ihm einen neue Kosmos, den wir in dieser Ausstellung bestaunen können. Farbintensive, detaillierte, fantastische Welten laden zur Entdeckung ein.

Die weiteste Anreise hatten die Bilder von Lisa Payton, die in Australien lebt und arbeitet. Durch die Farbwahl und -verläufe erscheinen ihre Bilder, als blicke man aus grossem Abstand auf die Erde. Das wunderbare Blau der Ozeane stößt an die erdfarbenen Küsten der Kontinente, Grün- und Rottöne kennzeichnen besondere Landschaftsabschnitte. Sie nennt die Serie "Abstract Earth Art”, mit der sie ihre Liebe zur Natur ausdrücken möchte. Der Bezug zum Meer ergab sich durch die Lage ihres Wohnortes Mandurah, der südlich von Perth direkt am Meer liegt. Die Malerin präsentiert ihre Werke als Originale und als Druck auf Aluminium. Lisa Payton machte 2000 Ihren Bachelor in freier Kunst und Musik an der Universität in Perth und stellt vorwiegend in Australien aus, aber auch in London.

Susanne Mieling ist auch eine abstrakte Malerin. Nach dem abgeschlossenen Studium an der HfBK in Hamburg im Bereich Freie Kunst und Visuelle Kommunikation, folgten Phasen der Fotografie und der Angewandten Kunst im Design- Bereich. Ihren eigenen künstlerischen Ausdruck fand sie in der Malerei und zeigt seit 2005 ihre Bilder in Ausstellungen im Hamburger Raum. Auch sie setzt Naturphänomene in die Bildsprache um, wählt die Farben intuitiv, und orientiert sich selten an realen Motiven. Es entstehen keine klaren Abgrenzungen zwischen den Farbbereichen, alles ist ineinander verflochten. Durch einen vielschichtigen Auftrag der Materialien mit dem Spachtel, entwickelt sich eine stark strukturierte Oberfläche und Tiefe. Akzente werden durch leuchtende Töne geschaffen.

Jutta Rücker bringt auch eine weitere Dimension in ihre Arbeiten, die Bewegung. Diese hält sie in Fotografien fest, zeigt die Anmut der Pferde im Galopp oder die Umwelt im Vorbeifahren. Die entstehenden Horizontalen, nennt sie Zeitband, macht den zeitlichen Ablauf bewusst. Jutta Rücker ist in verschiedenen Kunstrichtungen und Arbeitsfeldern zuhause. Ausgebildet wurde sie zur Grafikerin, dann studierte sie Geographie, Wirtschaftsgeographie und Philosophie und machte eine Ausbildung zur Inszenierungspädagogin an der Theaterschule, alles in Aachen. Ihre Kreativität setzt sie in Malerei, Grafik oder Fotografie um oder inszeniert ein Theaterstück. Bei Sommerakademien und Studienreisen in Frankreich bildet sie sich neugierig weiter, lebt zur Zeit in Belgien.

Dmitry Savchenko ist ein Vollblutfotograf, geboren in der UdSSR. Er ist bekannt an allen führenden Bühnen, wie der Metropolitan Opera in New York, der Opera National de Paris, dem Teatro alla Scala in Mailand, dem Teatro Massimo in Palermo, dem Bolschoi-Theater in Moskau oder dem Mariinsky-Theater in Sankt Petersburg. Für kommerzielle Kampagnen im Rahmen der Ballettindustrie und anderen Kampagnen in der Werbung wird er erfolgreich als Fotograf gebucht. Er pendelt zwischen 2 Studios in Los Angeles und Warschau hin und her.Dmitry Savchenko hat in den letzten Jahren eine einzigartige Sammlung von Porträts bekannter Ballettstars geschaffen, aus der eine Auswahl zusammengestellt wurde. Die Ballerinas, die wir in dieser Ausstellung sehen, werden immer vor historischem Hintergrund aufgenommen, eine zeitlose Kulisse.

Mieke van den Hoogen-Huijgen ist eine Keramikerin aus Holland. Sie studierte in den siebziger Jahren Keramik Design und machte parallel eine Ausbildung zur Sekundärlehrerin im Bereich Handwerk und zur Physiotherapeutin. Zum Einen sind Frauenstatuen ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit, zum Anderen Keramikobjekte. In den Statuen möchte die Künstlerin die naturalistische Komponente, mit der abstrakten Form und Emotionen verbinden. Sie sagt es so : "Der Körper der Frau interessiert mich nicht als eine Schönheit, sondern als Spiegel einer Hülle, in der man lebt." In den anderen Keramikobjekten steckt nur Fantasie und Spaß ohne philosophische Deutung, aber mit gleichem Stellenwert. Einige Objekte werden dreimal gebrannt, das letzte Mal im Holzfeuer zusammen mit Blumenresten, abgedeckt mit Alufolie. Daraus ergibt sich eine Veränderung der Farbe, Kupfergrün wechselt in Kupferrot.

Mieke van den Hoogen-Huijgen, Susanne Mieling, Lisa Payton, Dieter Roth, Jutta Rücker, Dmitry Savchenko
Juni-Ausstellung 2015 *** Vernissage 26.Juni 2015 19-22Uhr
26.06.15  -  22.07.15

Thomas Thüring   H+R   2015Tinte, Acryl, Lack, Kautschuk auf Leinwand100cm x 150cm

Thomas Thüring ist ein bekannter Maler in Basel, einer der auserwählten Laternenmaler der Baseler Fastnacht. Die Laternen entsprechen unseren Motivwagen beim Karnevalsumzug, nur sind es riesige bemalte Leuchtkörper, die morgens um sechs durch die Strassen getragen werden. Für die Laternen wählt der Maler plakative, zum Teil fotorealistische Darstellungen, doch seit 2014 hat er sich der abstrakten Malerei verschrieben, konzentriert sich auf die Interpretation des Kreuzes. Thomas Thüring beschreibt die Wandlung mit Folgendem: "Beim Betrachten meiner figürlichen Bilder war der Auslöser "damit etwas bei mir passiert" immer die Augen der Figuren. Bei meinen jetzigen Gemälden ist es die Fläche, die Farben, das Material und zur Zeit das SCHWARZ der Kreuzform, was bei meinem sehr kritischen Betrachten etwas auslösen MUSS. Es ist die Kritik, der Intellekt, der Sinn für Ästhetik und die Radikalität, die mich sicher macht, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Gary J. Campbell wuchs in den 1960er Jahren in London auf, kommt aus einer Künstlerfamilie. Sein Vater baute Filmsets für Hammer Horror Filme, seine Schwester Brenda ist im Film- und Showbusiness tätig. Der Einfluss der Proben, denen er oft beiwohnte, beflügelte seine Fantasie für surreale Bilder. In den 80ziger Jahren gewann der Maler den ersten Preis beim Barnet Art Festival, woraufhin er einen Platz an der Kunsthochschule angeboten wurde. Diesen musste er jedoch ablehnen, weil er Zeit seines Lebens an Depressionen leidet. In den 1990er Jahren beschäftigte sich Gary J Campbell mit Spiritismus und entdeckte, das er Geister sehen kann. Als Medium zeichnete er die Gesehenen und tourte damit durch ganz Großbritannien und TV-shows. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes mußte er diese Beschäftigung aufgeben und kehrte zu seiner Berufung als Künstler zurück.

Anja Pauseback ist die einzige Dame in der Gruppe. Sie zeigt uns 10 Arbeiten aus dem Zyklus "Transparenz und Schichtung", der für eine Ausstellung in ihrer Lieblingsstadt Rom entstand. Für ihre Kreation setzte sie sich lange mit dem Rom von heute und mit der Geschichte der Stadt auseinander. Sie repräsentiert ihre heutige Art zu arbeiten, einer Überlagerung von Schichten, die mehr oder weniger deckend sind und noch eine gewisse Sicht auf das "Darunter" erlauben. Thematisch beschäftigt die Malerin mit gesellschaftlichen Fragestellungen in Anlehnung an Psychologie und Soziologie. Das "nicht Fassbare" übt eine große Faszination auf sie aus, das deutsche Informel der fünfziger Jahre, als auch die Ideen des Surrealismus.

Peter Prytz malt in Öl mit Ölfarbe und Ölkreide, was seinen Bildern zum Einen den Touch einer Zeichnung gibt, aber auch besondere, weiche Kreidestrukturen hervorbringt. Die Linie ist ein wichtiges Gestaltungselement im Kontrast zur ausgearbeiteten Fläche. Die überwiegende Farbgebung ist gedämpft mit betonten Highlights, die dem Bild Spannung verleihen. Seine Themen sind urbane und natürliche Landschaften oder Abstraktionen bei denen die Symbolik für sich spricht. Peter Prytz ist ein schwedischer Künstler, der sein Fach an der Hochschule für Kunst, Kunsthandwerk und Design in Stockholm studierte. Seine Werke sind in vielen öffentlichen Einrichtungen in Schweden zu finden, aber auch in privaten Sammlungen Deutschlands, Chinas und Frankreich.

Hans-Peter Amherd kommt gebürtig auch aus der Schweiz, aber lebt zur Zeit in Spanien. Für diese Ausstellung hat er eine maritime Serie geschaffen, die Hafenatmosphäre und das Leben an der Küste widerspiegelt. Vor rund zwanzig Jahren begann er mit Aquarell- und etwas später mit Acrylmalerei. Es folgten Seminare bei namhaften Künstlern in diesen Techniken. Seine Motive sind vielfältig und reichen von der Landschaft, über Stillleben, bis zu Portraits und Tieren. Die Stilrichtung kann man als spontanen oder abstrakten Realismus bezeichnen. In den Bildern sind die Objekte klar erkennbar, vor abstraktem, farbintensiven Hintergrund. Insbesondere die Farbgebung lässt viel Spielraum für Fantasie und Vorstellungskraft.

Julio Saldaña Manero fängt das Treiben in den Straßen Spaniens ein, die Atmosphäre in den Gärten und flanierende Menschen auf der Promenade. Diese Leichtigkeit des Seins wird unterstrichen durch eine expressive Farbgebung und lockerer, dynamischer Pinselführung. Skizzenhaft wird das freudige Erleben des Momentes festgehalten. Julio Saldaña Manero ist sehr aktiv in der Vermarktung seiner Kunst. 1996 wurde er das erste Mal für seine Malerei ausgezeichnet, was sich bis heute zu 27 Preisen entwickelt hat. Er hat in unzähligen Galerien ausgestellt und seine Werke sind in ebenso vielen Katalogen und Kunstbüchern zu sehen.

Peter Prytz, Thomas Thüring, Anja Pauseback, Hans-Peter Amherd, Gary J. Campbell, Julio Saldaña Manero
Mai-Ausstellung 2015 *** Vernissage 22.Mai 2015 19-22Uhr
22.05.15  -  17.06.15

Christian Petitalot "Rebellion" Photography,mounted on Aluminium 50x75cm

 

 

Christian Petitalot ist Fotograf. Er liebt es,die Welt um sich herum so abzubilden, dass eine völlig neue Sichtweise entsteht, die seine Gefühle widerspiegelt. Seine Fotografien erscheinen oft wie gemalte Kompositionen, mal abstrakt, mal gegenständlich. Neben Motiven aus der Natur, findet der Künstler auch grandiose Farbspiele in der Recyclingwelt, wo er im zusammengepresstem Plastik, Licht und Reflexionen entdeckt und eine besondere Ästhetik hervorzaubert. Neben dem Moment des Fotografierens, ist ihm auch die Nachbearbeitung wichtig, den richtigen Ausschnitt für den richtigen Ausdruck zu wählen. Christian Petitalot lebt im Mittelpunkt Frankreichs, in der Auvergne. Seit 2000 stellt er seine Arbeiten aus, lokal und international.

Roland Büchler kommt aus der Schweiz und malt abstrakt. Der Virus Malerei befiel ihn, seinen Worten nach, 2004. Schon immer an Kunst interessiert, besuchte er regelmässig Galerien, Kunstmuseen und die "Art Basel" immer auch in regem Gedankenaustausch mit verschiedenen Kunstschaffenden, bis er selber zum Produzenten wurde. Roland Büchler empfindet die Malerei als Möglichkeit, in einem kreativen Prozess den Zufall mit eigener Intuition zu verbinden und daraus ein Bild entstehen zu lassen. In ständiger Entwicklung, präsentiert der Maler in dieser Ausstellung gedruckte Ausschnitte seiner gemalten Serien "Provokation 2014" und "Wald 2015", die auf Aluminiumplatte unter Plexiglas gezogen sind. Mich erinnern die Arbeiten an Gerhard Richter, aber in ganz eigener Farbwelt.

Zsuzsanna Takacs ist auch eine abstrakte Malerin. Ihre Malereien entstehen intuitiv, geleitet von ihrem inneren Empfinden, und so besitzt jedes Werk seine eigene, besondere Ausdruckskraft. Sie sagt selber: "In meinen Bildern bringe ich meine genauen Beobachtungen zwischenmenschlicher Natur zum Ausdruck. Sie zeigen mein Innenleben, meinen inneren Kampf, meine Aufruhr in Bezug auf Menschen, aber bringen auch meine Liebe, Freude und pures Glück zum Ausdruck." Ihre Bildern haben dennoch keine Titel, weil sie selber immer Neues in ihnen entdeckt. Zsuzsanna Takacs kommt gebürtig aus Budapest, wo sie aufwuchs bis die Familie 1989 nach Deutschland übersiedelte. 2001-2006 studierte sie Kunst in München und unterrichtet das Fach neben ihrer künstlerischen Tätigkeit.

Susanne Neuls malt auf großflächig gestalteten Hintergründen in gedämpften Tönen, oft grau. Strukturen, Collagen und häufige Übermalungen sind Elemente der Komposition und deuten auf das oft gewählte Thema "Verwitterung" hin. Sie beschreibt in ihren Bildern die Spuren, die das Leben hinterlässt, wie auf Wänden und anderen Oberflächen. Sie macht die Vergänglichkeit deutlich, die Alles betrifft, aber gerne verdrängt wird. Susanne Neuls wurde bei Düsseldorf geboren, wo sie später Kunst als Unterrichtsfach bei Walter Cüppers studierte. Seit 2006 stellt sie kontinuierlich aus , Ihre Bilder sind in vielen privaten Sammlungen zu finden.

Die Arbeiten von Rotraut Richter bilden die Brücke zwischen Malerei und Fotografie, sie malt im übertragenden Sinne, digital. Aus überlagerten Fotocollagen gepaart mit digital aufgetragener Farbe, entstehen virtuelle Welten und Wesen, oder die reale Welt des Alltäglichen wird mit der fantastischen verbunden. Wir sehen spannungsvolle Bilder, tiefgründig und geheimnisvoll. Rotraut Richter wurde in Greifswald geboren, studierte in den sechziger Jahren freie Malerei und Kunstgeschichte an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin, arbeitete anschließend als Kunsterzieherin am Gymnasium in Bielefeld und als Fachleiterin für Kunst am Studienseminar Detmold. Heute lebt Rotraut Richter in der virtuellen Welt, wie sie selber sagt, und in Bielefeld, das es ja auch nicht wirklich geben soll.

Yves Baleines Science Fiction-Welten entstehen auch komplett im Computer. In dieser Ausstellung sehen wir seine digitale Schöpfungsgeschichte, das Entstehen virtueller Menschen. Sie kommen aus der Retorte, bewegen sich in einer rein technischen Umgebung ohne das Existieren von Natur. Die Anordnung in der 3Dimensionalität erinnert an die Bilder des Niederländers M.C. Escher, der ähnliche, surreale Räume schuf, nur analog, wie man heute sagt. Klassische analoge Bilder in Öl malt der Künstler auch, dann mit üppigem Naturbezug, wahrscheinlich als Ausgleich. Yves Baleines ist Belgier und lebt in Tournai, in der Nähe von Lille. Nach einer längeren Pause stellt er in diesem Jahr wieder aus, neben Hamburg auch Toulouse und Brüssel.

Yves Baleine, Roland Büchler, Susanne Neuls, Christian Petitalot, Rotraut Richter, Zsuzsanna Takacs
April-Ausstellung *** Vernissage 17.April 2015 19-22Uhr
17.04.15  -  13.05.15

 

 

Peter Wall "Die Antwort kennt der Wind" Acryl auf Leinwand 100x100cm

 

Lone Hedegaard fasst ihre Arbeiten zum Teil in Serien zusammen so wie hier die "Lucy in the sky-Serie" in Anlehnung an das Beatles Stück. Im Comic-Stil bringt sie dann Alles farbenprächtig auf die Leinwand, was ihr zu dem Thema einfällt und das ist sehr fantasievoll. Lone Hedegaard kommt aus Dänemark, arbeitete als Dekorateurin, Lehrerin und Illustratorin, auch in der Werbung, und ist seit 2009 Vollzeitkünstlerin mit eigener Galerie in der Nähe von Aarhus. Im letzten Jahr stellte sie in Italien, den USA und Kanada aus, sie ist sehr engagiert, ihre Bilder weltweit zu präsentieren.

Die Arbeiten von Peter Wall sind auch surreal, voller Symbolik. Er greift die Themen des Lebens auf und interpretiert sie tiefsinnig mit Humor. Der Betrachter wird in eine andere Welt entführt und bekommt eventuell eine ganz andere Sicht auf die Dinge im Allgemeinen. Es ist ein Genuß die kraftvolle Bildsprache zu entziffern. Peter Wall kommt gebürtig aus dem Harz und lebt auch heute noch dort. 1993 graduierte er an der pariser ABC-Artschool im Bereich "Zeichnen und Malen" und machte 2004 sein Diplom in Grafikdesign in Darmstadt. Seit 2006 arbeitet er als selbstständiger Maler & Illustrator.

TatjanaMeier ist gebürtige Russin, widmet sich seit ihrer Kindheit der Malerei, besuchte eine Kunstschule und nahm Privatunterricht. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland bildete sie sich weiter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo sie sich 2005 einer Künstlergruppe anschloß. Die Auseinandersetzung mit der russischen Klassik und dem Impressionismus prägten die Malerin und inspirierten sie auf der Suche nach dem eigenem Weg. Im Frühjahr 2008 präsentierte sie ihre Bilder erstmals der Öffentlichkeit in der Leipziger Galerie "Westart". Im Rahmen der UNESCO Arbeit führte sie mehrere schulorientierte Künstler-Projekte durch und plant für das kommende Jahr mehrere Ausstellungen in Rom, Moskau, Porto und in der Umgebung von Leipzig.

Die Schweizerin Vera Käufeler machte zunächst eine pädagogische Ausbil-dung. Nach einer Familienpause und einem Abstecher zurück in den Lehrberuf, fokussiert sie sich ganz auf das gestalterische Arbeiten. An der Hochschule der Künste in Zürich erlernte die das zeichnerische und malerische Handwerk und probierte sich im weiten Feld unterschiedlicher Techniken aus. Vera Käufeler bevorzugt 3 Motive, die sie gekonnt realistisch in Szene setzt : Tiere, Obst und Gemüse. Sie hat die Beobachtungsgabe, die man für die realistische Malerei braucht, die Hund, Katze, Maus und Zwiebel lebensecht abbildet.

Lena Karmi ist eine abstrakt arbeitende Künstlerin. Ihre Bilder entstehen intuitiv, geleitet von ihrem inneren Empfinden, und so besitzt jedes Bild seine eigene, besondere Ausdruckskraft. Vorwiegend arbeitet die Malerin in Mischtechnik, legt großzügige Flächen an, deren Ausdehnung durch mehrere feine Linien Einhalt geboten wird. Der Kontrast zwischen hell und dunkel, sowie der häufig gewählte Materialwechsel bringt Spannung in die Komposition. Lena Karmi kommt aus Schweden, studierte Kunst an verschiedenen Schulen und Universitäten in Stockholm und Göteborg. Sie arbeitet als freie Künstlerin und stellt im europäischen Raum aus.

Anne Kryger aus Dänemarkist seit 25 Jahren als Keramikerin tätig. Sie formt sowohl Gebrauchskeramik, als auch Skulpturen aus Ton. Dabei verwandeln sich Schalen, Vasen oder Gläser im Schaffensprozess oft ins Skulpturale. Die Dekorationen hängen von der Art des Steinzeugs ab und werden je nach dem in Pastell- oder erdigen Tönen gebrannt. Ihre Inspirationsquellen sind Kinder und Junggebliebene, bunte Leute und gute Geschichten, wie sie selber sagt. So entstehen witzige Objekte mit bunten Farbpickeln und knorrigen Holzgriffen oder menschliche Figuren in skurrilen Szenen. Meistens ist Anne Kryger in dänischen Ausstellungen zu finden.

Lone Hedegaard, Vera Käufeler, Lena Karmi, Anne Kryger, Tatjana Meier, Peter Wall
März-Ausstellung *** Vernissage 13.März 2015 19-22Uhr
13.03.15  -  08.04.15

 

Claudia Geil "Sunrise" Mixed Media 90x140x4cm

André G. Seinecke wurde 1966 in Zürich geboren und arbeitete nach seinem Wirtschaftsstudium für verschiedene Finanzinstitute und Unternehmen. Im Jahr 2003 fand sein persönlicher Paradigmenwechsel statt und er machte sein Hobby und seine Bestimmung, die Kunst, kurzerhand zu seinem Beruf. Seither gelang es ihm, sich als einer der führenden Zürcher "Urban Art Künstler" zu etablieren. André G. Seinecke geht mit seinen Fotocollagen eine plaktive Verbindung von Bild und Text ein, wie wir es aus der klassischen Zeitung kennen. Es sind ausdrucksstarke Porträtaufnahmen bekannter und unbekannter Persönlichkeiten in Form von Schwarzweiß-Drucken, aus denen sich gelegentlich rote Textfragmente absetzen. Der Text beschreibt in Schlagworten den dargestellten Menschen oder die Situation in der er sich befindet.

Renate Merzinger-Pleban arbeitet als Malerin, Grafikerin und Verlegerin in Wien, wo sie an der Hochschule für angewandte Kunst, das Diplom der Meisterklasse für Angewandte Malerei und Grafik erlangte, und den Akademiepreis erhielt. Seit 1979 stellt sie ihre Arbeiten in Österreich aus, nicht nachlassend, sich mit ihrer Kunst theoretisch auseinander zu setzen. Zum Thema Landschaft, wie auch hier zu sehnen, sagt sie folgendes: "Landschaft ist überall, es gibt nicht keine Landschaft. Landschaft ist ein Synonym für Natur und Natur ein Synonym für Gleichgültigkeit. Natur vermittelt mir seit jeher ein Gefühl des Ausgeliefertseins, ihrer Willkür wegen, einerseits, und ihrer Schönheit wegen, andererseits. Es geht um die Auseinandersetzung mit der mich umgebenden Welt, um meine Positionierung, um ein mögliches Echo, das Einsamkeit lindert. Natur antwortet nicht. Ich stelle mich gegen die Gleichgültigkeit, ziehe Linien und Striche, hinterlasse zeichnend Spuren, am liebsten dunkle auf hellem Grund, aber auch farbige. Ich brauche dabei den Widerstand und spüre ihn."

Claudia Geil malt abstrakt, großflächig strukturiert. Sie sagt: "Meine Acrylbilder spiegeln mein Leben. Wie ich male...so lebe ich ! Mit allen Sinnen wahrnehmen, los spurten, entwerfen, gestalten, bunt, bunt, bunt. Entscheidungen treffen, lieb Gewonnenes loslassen müssen ! Sich besinnen, verwerfen, Ruhe bewahren, eine neue Richtung einschlagen, wieder ordnen, reduzieren, beweglich bleiben und wieder … Farbe, Farbe, Farbe ! Ich will gestalten , meine Neugierde auf das Ergebnis befriedigen. Irgendwann ist das Ergebnis da und das nächste Abenteuer ist schon längst im Kopf. Claudia Geil lebt und arbeitet im Raum Köln, seit 2002 als Malerin und Kunstdozentin. Seit 2005 nimmt sie Ausstellungen im In - und Ausland wahr und gewann 2006 den Kunstpreis der Stadt Bendorf.

Claudia Cremer-Robelski kommt aus Paderborn, wo sie ab 1990 auch Kunst und Französisch studierte. Seit 1994 arbeitet sie als freie Künstlerin, erhielt zahlreiche Auftragsarbeiten für Wandmalerei und Raumgestaltung. Sie greift immer wieder Themen unserer Zeit auf, malt junge Menschen in Situationen unserer westlichen Lebensweise. Es ist ein kritischer Blick auf die Gesellschaft, zeigt die Gefahren, denen die Jugendlichen ausgesetzt sind. Die Protagonisten von Claudia Cremer-Robelski werden gekonnt fotorealistisch dargestellt, kontrastreich zu einem abstrakten Hintergrund. Dadurch wirken sie verloren in einer unwirklichen Welt, ohne Halt in einem schützenden Umfeld. Zum Teil ergänzt die Malerin die Szene durch Symbole, die den Inhalt des Bildes verdeutlichen.Der Betrachter blickt in nachdenkliche, ernste Gesichter und kommt auf die Idee, dass da etwas schieflaufen könnte.

Petra Wendelken gehört zu den abstrakten Malerinnen, sie kommt aus Bremen. Seit 1993 präsentiert sie ihre Werke in Ausstellungen und arbeiet als Dozentin für Malerei. Sie läßt un wissen : "Malen bedeutet für mich zu experimentieren dadurch Neues zu entdecken, einen ständigen Wandel und Entwicklung zu durchleben. Form, Farbe und Material in Kombination mit Zufall und Technik. Meine Bilder sind tief verwurzelt. Ganz gleich ob sie sich von der visuellen Realität befreien oder nicht, sie sind im Moment der Entstehung der Ausbruch eines Gefühls, eines tiefen inneren Echos, eines Gedanken, einer Emotion." Ich empfinde Ihre Bilder auf jeden Fall kraftvoll, mit viel Struktur auf große Leinwände gebracht, ganz abstrakt. Warme Erdtöne, die Farben der Elemente, und immer etwas schwarz, können als starken Naturbezug gedeutet werden. Sie sind mit Energie geladen und erinnern ein wenig an Emil Schumacher, in dessen Schwarz eine wichtige Rolle gespielt hat, Petra Wendelken verwendet dafür auch Asche.

Ingrid Prill malt ihre Umgebung in realistischer Wiedergabe. In dieser Ausstellung sind es ihre herrlichen Waldbilder, die man sich als Blick aus dem Fenster wünscht. Das Sonnenlicht fällt durch die Baumkronen und wirft lebendige Schatten auf den Erdboden, wie beim Waldspaziergang im Sommer. Ein Genuß für jeden Naturliebhaber. Wald, Natur, Licht und Sonne auf die Leinwand gebannt. Ingrid Prill wurde in Bremen geboren, studierte Kunsterziehung, Kunstgeschichte und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München später Comic- und Karikaturzeichnen im Fernstudium. Ingrid Prill stellt vorwiegend in Deutschland aus, gewann vor einigen Monaten, 2014, den Publikumspreis beim KUNSTherbst in Bremen-Vegesack.

Claudia Cremer-Robelski, Claudia Geil, Ingrid Prill, André G. Seinecke, Renate Merzinger-Pleban, Petra Wendelken
Februar - Ausstellung +++ Vernissage 6.2.2015 19-22Uhr
06.02.15  -  04.03.15

Andrea Hillen "Dame mit Kappe" 40x50cm Eitempera

Magdalena Hohlweg "Bird Art 4" 10x10cm Kollage/Papier

Magdalena Hohlweg gestaltet ganz besondere Kollagen. Fundstücke aus der Natur, oder einfach vom Gehweg aufgelesen, verwandelt die Künstlerin mit Hilfe von filigranen Zeichnungen und liebevoller Kleinarbeit in winzige Lebewesen. Getrocknete Blätter, Rinde, Samenkapseln und andere Pflanzenreste, Scherben und elektronische Bauteile werden zu Miniaturvögeln oder Insekten.Sie selber sagt über ihre Arbeiten : "Meine Miniaturcollagen sind eine Verneigung vor dem Augenblick, vor dem winzigen, vermeintlich banalen Detail. Bedeutungsvolles muss nicht monumental oder gigantisch sein. Wertvoll ist, was wir als wertvoll erachten. Kunst wird, was wir zur Kunst erheben." Magdalena Hohlweg künstlerischer Wegbegann nach dem Abitur mit Miniaturskulpturen aus Elektroschrott. Neben Familiengründung und verschiedener Studien, bildete sie sich in keramischen Aufbautechniken weiter und in der anatomischen Bildhauerei. Bei begleitenden Kunstausstellung seit den 90ziger Jahren, gewann sie schon 3 mal einen Publikumspreis, wen wundert s ? Magdalena Hohlweg kommt gebürtig aus Hamm in Westfalen, lebt seit 2008 in Hamburg.

Ein weiterer Hamburger Künstler ist Karlheinz Grünke. In der Hamburger Kunstszene hat er einen Namen als Fotograf. Jahrelang fotografierte er die Bilder von Horst Janssen, zahlreiche Kunstkataloge auch anderer Kulturschaffender und Bildbände leben durch seine Fotografien. Immer von Malerei umgeben, war es ihm ein Bedürfnis eigene Gedanken auf die Leinwand zu bringen nicht mit der Kamera sondern mit Pinsel und Farbe. So entstanden in über 3o Jahren surreale Landschaften mit wiederkehrenden Symbolen im Zusammenspiel mit weiblichen Figuren, inspiriert von der Wiener Schule des phantaÌ£stischen RealiÌ£smus mit Malern wie Ernst Fuchs oder Wolfgang Hutter. Ganz persönliche Gefühlswelten werden sichtbar und spiegeln die Gedanken über Liebe, göttliche Kraft und das Menschsein wieder. Erst jetzt im Alter von 75 Jahren möchte Karlheinz Grünke einen Einblick in seine Welt gewähren und ich freue mich, dass es an diesem Ort passiert.

Petra Heck malt abstrakte Bilder voller Leidenschaft. Ihre Arbeitsweise kann man als eine Art Action-Painting beschreiben. Die Leinwände liegen auf dem Atelierboden und durch expressivem, temperamentvollem Farbauftrag entstehen kraftvolle, dynamische Farbkompositionen, die Vitalität ausstrahlen. Der weiße Hintergrund bringt die Farben zum leuchten und überlagerte Flächen und Strukturen lassen eine in eine große Tiefe blicken. Petra Heck wuchs in Köln auf, setzt sich seit 1995 intensiv mit Malerei auseinander. Sie engagiert sich im Kunstverein Bayer-Dormagen und nimmt zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen im Kölner Raum und in Südbaden wahr. Seit 2012 ist sie in der Freilichtgalerie Art-Dorf vertreten in Weil am Rhein.

Auch Roswitha Klotz zieht die abstrakte Darstellung der gegenständlichen vor. Sie zeigt uns Arbeiten, deren Farbauftrag durch das Werkzeug Spachtel/ Rakel geschieht und wie beim Meister dieser Malweise, Gerhard Richter, werden unterschiedlichste Farbverläufe herausgearbeitet. Weiche Übergänge lösen sich in kleinste Flächen auf, die Farben scheinen ein Eigenleben zu entwickeln. Doch nicht nur die Kunst sondern auch Musik prägt das Leben von Roswitha Klotz. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München und besuchte als Gasthörerin die Akademie der bildenden Kunst. Es folgten Meisterkurse in den Großstädten Europas. Roswitha Klotz wirkte als Dozentin am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen und erfüllte Lehraufträge an der Universität Regensburg und an der Hochschule für kath. Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg. Als Solistin in Klavierkonzerten mit den Hofer Sinfonikern wurde sie öffentlich bekannt. Daneben nahm und nimmt sie mehrfach Teil an Gruppenausstellungen in einigen Großstädten Süddeutschlands.

Rainer A. Kohl fasziniert die Mystik Afrikas, wo er seit den 60ziger Jahren lebt. Geboren wurde er 1942 in Dresden, lebte später in Frankfurt am Main. Ab dem Alter von 14 Jahren bekam er Kunstunterricht und mit 17 Jahren, seinen ersten großen Auftrag, ein Wandgemälde in der Schule. Er studierte Grafik-Design sowie Kunst und Kunstgewerbe.Nach mehreren Studienreisen in ganz Europa und Nordafrika, wurde er Mitglied der renommierten Ibiza Gruppe, wo er 1963 auch Picasso traf. Rainer A. Kohl machte Karriere in der Werbung mit Kampagnen für große deutsche und internationale Mandanten wie Lufthansa, Daimler-Benz, Jaffa Früchte usw. Auf der Suche nach neuen Horizonten zog er 1965 nach Südafrika und gründete 1966 ein Design-Studio in Pretoria, wo er bis heute als Künstler lebt und arbeitet. Auch Altbundeskanzler Helmut Kohl erhielt bei einem Staatsbesuch ein Bild von ihm. Seine Bilder spiegeln die Eindrücke der afrikanischen Natur und Atmosphäre in all ihren Farben wieder.

Andrea Hillen ist eine Beobachterin. Gekonnt ergründet sie die Besonderheiten der Menschen, die sie umgeben und verewigt sie mit einem Schuß Humor in ihren Bildern. Vor leuchtenden, abstrakten Hintergründen posieren die Protagonisten, hervorgehoben durch lineare Umrandungen. Die Künstlerin arbeitet mit Symbolik, aber konzentriert sich vorrangig auf den wesentlichen Ausdruck, die Gesichtszüge der Personen. Andrea Hillenstudierte freie Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München und an der Hochschule der Künste Berlin als bei Meisterschülerin bei Klaus Fußmann. In den Jahren 1993 bis 2006 erhielt sie 5 Förderpreise und kann in diesem Jahr ein Stipendium für "Artists in Residence" in Japan wahrnehmen. Die Malerin lebt und arbeitet in München, stellt weltweit aus.

Karlheinz Grünke, Petra Heck, Andrea Hillen, Magdalena Hohlweg, Roswitha Klotz, Rainer A. Kohl
Januar -Ausstellung "Sichtbares" *** Vernissage 9.1.2015 19-22Uhr
09.01.15  -  04.02.15

 

Karen Mølgaard     o.T.   Öl auf Leinwand   120x100cm

Barbara Kessler lebt in Berlin, hat aber Verbindungen in alle Richtungen auch nach Hamburg. Hier studierte sie Modedesign, im Anschluss das Fach Bühnenkostüm in Berlin. Beides führte sie zum Theater, sie entwarf die Roben für Oper, Tanz und Film. Aufgeschlossen für Alles, war sie wesentlich beteiligt an Produktionen in den USA und in Japan. Letzteres bildet nun die Brücke zu ihren Bildern. Barbara Kessler fügt Fragmente alter japanischer Kimonos zu grafischen Textilkollagen zusammen. Nähte, gestopfte Bereiche, Webstrukturen oder ausgeblichene Flächen ersetzen Malerei und bringen die Spuren des Lebens hervor, die die Träger der ehemaligen Kleidungsstücke hinterliessen. Es ergeben sich klare Kompositionen unterstützt von den sachlichen Mustern der japanischen Stoffe.

Der Bezug zu Japan verbindet die beiden Künstlerinnen Barbara Kessler und Karen Mølgaard, was sich an den Arbeiten jedoch nicht ablesen läßt. Karen Mølgaard ist eine klassische Malerin, die in freier Malweise die Eindrücke des Alltags künstlerisch umsetzt. In ihren Bildern tauchen Figuren auf, wie Gedankenschnipsel in einem Kaleidoskop. Sie gestaltet Räume die im Dialog zueinander stehen, die vielen Ebenen leben durch Interaktionen. Karen Mølgaards abstrakte Farbwelt besteht aus kleinteiligen Formen die sich überlagern oder ineinander verwinden. Es entsteht eine spannungsvolle Kompo- sition, die den meist zurückhaltenden Farben Raum zur Wirkung geben. Karen Mølgaard studierte einige Jahre an der Kunstakademie von Arhus, stellt seit 2009 regelmäßig aus.

Für Joanna Busch ist es eine der ersten Ausstellungen ihrer künstlerischen Laufbahn, eine vielversprechende Neuentdeckung ! Sie probiert sich aus, wählt Motive, die sie in ganz eigener Malweise umsetzt. Gedämpfte Töne erzeugen in allen Bildern eine besondere Atmosphäre, Stadtansichten und Landschaften bekommen etwas Geheimnisvolles. Dieses Gefühl wird unterstrichen durch die Abwesenheit von Menschen, Ruhe und Einsamkeit bekommen Raum. Ihre stilisierten Darstellungen transformieren die realistischen Ansichten in die Malerei der Gegenwart. Joanna Busch kommt gebürtig aus Polen, lebt schon seit vielen Jahren in Hamburg.

Bei der Künstlerin Michelini alias Antje Michels verbindet sich Kunst mit Innenarchitektur. Die Grenzen zwischen Malerei und Bildhauerei verschwimmen zur Objektkunst, Kunst und Dekor gehen eine Beziehung ein, bilden eine Symbiose. Die Arbeiten von Michelini erzählen von einer Märchenwelt mit starker Symbolik, grafisch, plakativ umgesetzt. Die Mischung von Malerei, Text, Druck und Objekten bringen eine spannende Gesamtwirkung hervor. Antje Michels ist Diplom-Ingenieurin im Bereich Innenarchitektur und studierte einige Semester an der Kunsthochschule. Seit 2009 ist sie als selbständige Innenarchitektin und Künstlerin im Raum FrankurtMain tätig.

John Nieman kommt aus den USA , lebt in New York. Der Amerikaner kommt ursprünglich aus der kreativen Abteilung des Werbegeschäfts, was sich auch in seiner Malerei niederschlägt, in der Verbindung zwischen Malerei und Text deutlich wird. Pop Kultur, Geschichte, Politik und Humor spielen dabei eine große Rolle. Auch er arbeitet mit Symbolik, wählt oft Dinge des täglichen Lebens für die Umsetzung. John Nieman hat schon viele Preise gewonnen und stellt überwiegend in New York aus, wo er mit Frau und 5 Kindern lebt. Er ist auch als Schriftsteller erfolgreich, hat 2 Romane veröffentlicht und ein illustriertes Kinderbuch.

Eva Dahl Angaard ist die Bildhauerin in der Ausstellung, sie kommt aus Dänemark. Ihre Laufbahn begann mit der Ausbildung zur Anstreicherin/Restauratorin. 3 Jahre lang besuchte Sie eine Kunstschule, malte zunächst surreal. Um ihre künstlerischen Fähigkeiten zu erforschen, versuchte sie sich in der dreidimensionalen Gestaltung, um dann beide Stilrichtungen miteinander zu verknüpfen. Skulpturen sind für sie eine 360-Grad-Leinwand."Meine bemalten Skulpturen bewegen sich zwischen Phantasie, Realismus und Surrealismus als Kontrast zu den weniger schönen Seiten des Lebens", wie sie selber sagt. Eva Dahl Angaard s Figuren sind meistens weibliche Torsi aus Kunstbeton, thematische Projektionsflächen, die durch Formgebung und Bemalung wie Fantasy-Kostüme wirken, die man sich gerne überstreifen und dadurch verzaubert würde.

Michelini, John Niemann, Barbara Kessler, Joanna Busch, Eva Angaard, Karen Mølgaard
Dezember - Ausstellung *** Vernissage am 5.12.2014 19-22Uhr
05.12.14  -  07.01.15

Annette Beier Liisberg "Factory" Collage auf Leinwand 90x110cm

In der November-Ausstellung zeigen wir abstrakte und gegenständliche Kunst.

Annette Beier Liisberg kommt aus Dänemark, lebt nördlich von Kopenhagen. Ihre künstlerische Ausbildung setzt sich zusammen aus einem Jahr Kunsthochschule in Thorstedlund, 3 Jahre zur Kunsttherapeutin und mehreren workshops in New York. Das Ergebnis ist eine grafische Mischung aus Pop- und Street Art, Kollagen aus Papier und Acrylfarbe. Dynamische, große Farbflächen bilden einen Gegenpol zu kleinteiligen Zeitungsausschnitten mit Texten und Fotografien. Ihre Bilder erinnern an halb zerstörte Plakatwände und spiegeln die Schnelllebigkeit unserer Zeit wieder. 2005 wurde Annette Beier Liisberg Künstlerin des Jahres, ausgelobt vom EDC , sie hat eine eigene Galerie und schon viele umfangreiche Aufträge verwirklicht.

Die Bilder von Alice Dønns sind auf den ersten Blick ähnlich gegliedert, auf den 2.Blick doch ganz anders. Die Malerin gestaltet ihre Arbeiten ausschließlich mit Farbe, abstrakt mit figürlichen Elementen. Manchmal sind es Landschaften, manchmal Personen, die sich aus den Farbfeldern entwickeln. Strukturen, weiche Farbübergänge im Kontrast zu klaren Abgrenzungen, und Überlagerungen bringen Tiefe und Dynamik hervor. Licht und Farbe sind das Antriebsmittel von Alice Dønns, die sich Ihr Können durch diverse Seminare erarbeitete. Sie läßt sich nicht auf Stile oder Regeln festlegen, sondern lässt sich beim Malen von ihren Gefühlen und Gedanken leiten ohne Wettbewerbsdruck, wie er heutzutage oft geschürt wird.

Harry Dam ist der Bildhauer in der Ausstellung, kommt aus Holland, lebt und arbeitet aber in jüngerer Zeit auch in Frankreich. Sein Material ist das Eisen, das er zu mensch-lichen Figuren zusammenschweißt. Die dargestellten Charaktere sind oft lustig, berühren und inspirieren vielleicht zum Träumen. Nach genauer Beobachtung hält der Künstler die Geesten seiner Mitmenschen fest. Harry Dam wurdeals Sohn eines Bergmanns mit sieben Kindern geboren und zog sich schon immer zum Zeichnen zurück, wenn er der rauhen Gegenwart entkommen mußte. 7 Jahre lang larbeitete Harry Dam dannals Bauhandwerker bei einem Schmied in Deutschland. Er entdeckte sein Talent für die Metallbearbeitung, begann auszustellen und wurde nach und nach zum Bildhauer. Heute zeichnet er mit dem Schweißbrenner, wie er selber sagt.

Martin Gaull nennt seine Malerei pop dot art. Die Elemente dieser Malereien sind Punkte, Tupfen, konzentrische Kreise, Linien, Streifen, Spiralen, Ornamente. Ursprung dieser Maltechnik ist die Kunst der australischen Ureinwohner. Dargestellt wurden zumeist figurativ Tiere und Menschen sowohl für Lehr- als auch zeremonielle Zwecke. Martin Gaull verbindet diese Malweise der Aborigines mit einer Form der Pop Art. Es entstehen plakative Bilder aus klaren Formen und Symbolen unserer Tage, Energie geladene Bilder, fantasievoll gestaltet, mit positiver Ausstrahlung.Martin Gaull malt sehr akkurat, wählt Motive aus verschiedenen Kulturkreisen, wie die heilige Kuh aus Indien oder den Afrolook aus den 60ziger und 70ziger Jahren.

Rainer Englisch wurde 1950 in Dresden geboren und betreibt die Malerei seit seiner Jugend. Angetrieben durch die Eltern erfolgten erste Malversuche mit Ölfarben in den 50er Jahren, danach probierte er sich an den unterschiedlichsten Stilen aus. Nach anderer hauptberuflicher Tätigkeit stellt Rainer Englisch seit 2009 aus und betreibt als selbständiger Kunstmaler seit 2011 sein eigenes Atelier in Haselünne/ Emsland. Passend zur internationalen Galerie, zeigt uns Rainer English aus seinem riesigen Repertoir, Motive aus den verschiedensten Ländern der Welt. In bestechender grafischen Darstellung, sehen wir minutiös herausgearbeitete Details. Das Besondere sind die transparenten Ebenen, die der Maler übereinander legt. Dadurch entsteht eine 3dimensionale Wirkung, die den Betrachter ins Bild zieht.

Doris Obermeier hat sich der traditionellen Malerei verschrieben, malt Stillleben und Landschaften, die eine angenehme Ruhe ausstrahlen. Dieses wird bewirkt durch Pastelltöne und den Verzicht auf harte Kontraste durch starke Schattenbildung. Doris Obermeier kommt aus Nordrhein-Westphalen, zog 2000 in die Schweiz an den Vierwaldstättersee. Dort begann mit 5 Jahren Ausbildung am Kunstseminar in Luzern, ihre künstlerische Laufbahn. Nach dem klassischem Studium mit abschließender Diplomarbeit über Kompositionen, begann Doris Obermeier ihre Bilder in Ausstellungen zu zeigen, nun das erste Mal in Hamburg.

 

Harry Dam, Alice Dønns, Rainer Englisch, Martin Gaull, Annette Beier Liisberg, Doris Obermeier
November-Ausstellung *** Vernissage 7.11.2015 19-22Uhr
07.11.14  -  03.12.14

Michael Krippendorf "Incredible" Metallobjekt

Die Oktober-Ausstellung setzt sich aus abstrakter und gegenständlicher Malerei zusammen, als auch aus Fotografie und originellen Metallobjekten. Es ist eine abwechslungsreiche Zusammenstellung unterschiedlichster Stilrichtungen.

Michael Krippendorf nennt seine Objekte "Werke für Fantasie und Assoziation in 4 Dimensionen". Einerseits löst er mit seinen Skulpturen den Effekt der Wiedererkennung verfremdeter Gebrauchsgegenstände aus, andererseits macht er den Zusammenhang von technischer und gesellschaftspolitischer Entwicklung deutlich. Besonders die Zeit des europäischen Jugendstils lieferte die Anregung zu seiner künstlerischen Arbeit. Er verwendet bewußt Collagenteile aus Geräten, die man sonst nur noch im Museum oder auf Flohmärkten findet. Michael Krippendorf ist Hamburger, gelangte über den Beruf des Tischlergesellen zum Diplom-Sozialpädagogen in der handwerklichen Erwachsenen-bildung. Seit 1995 wandelt er seine beruflichen Fähigkeiten in künstlerisches Schaffen um.

Beginnend mit den Malern aus dem Ensemble, möchte ich die in der Schweiz beheimatete Künstlerin Ursula Breitenmoser vorstellen. Sie fand via Monotypien den Weg zu Collagen und Acrylbildern. In ihren abstrakten Interpretationen will sie das Leben in all seinen Fassetten festhalten und ergründen. Ihre Malerei zielt direkt auf den Betrachter ab und will in ihm längst verschüttete Gefühle freilegen und Erinnerungen Leben einhauchen. Als Inspiration dienen der Künstlerin archetypische Geschichten und Eindrücke aus Reisen zu den südamerikanischen Inkas, die man in den eingefügten Collagen entdecken kann. Sie verwendet dabei neben Acrylfarbe, verschiedene Materialen, wie unterschiedliche Papierarten, die sie gekonnt zu einem Ganzen zusammenfügt. Dadurch entsteht eine spannungsvolle Komposition mit großzügigen Flächen, die den kraftvollen Farben Raum zur Wirkung geben.

Geert Bordich hat sich der gegenständlichen Malerei verschrieben, zeigt in dieser Ausstellung vorrangig seine Portraits. Als gebürtiger Kieler studierte er in Hamburg und lebt seit einigen Jahren in Baden-Baden. Seine künstlerische Laufbahn begann mit impressionistischen Landschaftsbildern, doch 1977 änderte sich sein Malstil zugunsten einer realistischen Arbeitsweise, mit oft sehr stark umweltbezogener Thematik. Zu dieser Zeit gehörte Geert Bordich zu den Realisten in Hamburg, möchte sich aber heute nicht stilistisch oder thematisch festlegen. Immer offen für alles Neue, fühlt er sich nur gegenüber der handwerklichen Tradition verpflichtet, wählt die klassische Ölfarbe als Malmittel. Auf diesem Weg bringt er mit weichen Farbübergängen Leben und Gefühl in seine Arbeiten.

Leena Seppä ist die 3.Malerin der Gruppe, sie kommt aus Finnland. Sie ist fasziniert von der Geschichte, die Gebäude und urbane Strukturen widerspiegeln. So malt sie Einzelhäuser, Stadtansichten, verlassene Areale oder Ruinen. Dabei strahlen ihre Bilder eine große Ruhe aus und erzählen von den Menschen hinter den Fassaden, auch wenn sie nicht zu sehen sind. Die Gebäude, die meist viel länger existieren als der einzelne Mensch, erzählen von der Melancholie und den Spuren des Lebens, wenn sich der Betrachter darauf einläßt. Leena Seppä machte ihren Master im Fach Kunst an der Universität von Helsinki und studierte weitere 4 Jahre an der Kunsthochschule Alfa-Art. Zu dem beschäftigte sie sich mit chinesischer Tuschemalerei und Kalligrafie auch in Peking, wo sie später auch unterrichtete.

Margit Ritter ist das Bindeglied zwischen der Malerei und der Fotografie, weil sie ihre Fotografien malerisch verfremdet, wenn auch mit digitalen Hilfsmitteln.Margit Ritter besuchte 3 Jahre lang die Kunstschule Zürich, Fotoseminare und Work-shops bei NIKON, studierte 3 Jahre lang freie Malerei in der Kunstwerkstatt Artefact in Bonn, sowie Siebdruck an der Europäischen Kunstakademie. Es reizt sie die Verbindung der uralten Handwerkskunst Siebdruck mit modernster Technik, der digitialen Fotografie. So stellt die Künstlerin Collagen zusammen und verleiht ihnen das Erscheinungsbild des Siebdrucks im Rahmen einer vielschichtigen Komposition. Durch die überlagerten Ebenen entstehen eine Vielzahl Farbnuancen und Kontrasten. Seit 1999 sind ihre Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

Anne De Geer bedient sich der klassischen Schwarz-weiß Fotografie und nutzt die Modelle als Projektionsfläche für surreale Verfremdungen. Die klassischen Darstellungsformen wie die des Portraits und des Aktes interpretiert die Künstlerin auf ihre Weise, sodaß sie uns fremd erscheinen. Es sind Portraits meist asiatischer Frauen, die zum Teil an Figuren alter Meister erinnern oder an unsere gewohnten Familienfotos. Die Protagonisten scheinen aber regungslos, leer, unmenschlich kalt. Das Modell posiert nicht, sondernd sitzt nackt, frierend auf dem Bett. Auf diese Weise vermittelt uns Anne De Geer einen anderen Blick auf das Gewohnte, hinterfragt es. Die Fotografin wurde 1947 in Schweden geboren, ihre Kunst in zahlreichen Museen und jurierten Ausstellungen gewürdigt.

Geert Bordich , Ursula Breitenmoser, Anne De Geer, Michael Krippendorf, Leena Seppä, Margit Ritter
Oktober-Ausstellung *** Vernissage 10.10.2014 19-22 Uhr
10.10.14  -  05.11.14

Annuli Viherjuuri "Flötenspielerin" aus der Serie "Königreich der Hoffnung" Öl auf Leinwand

Erik Timmermans wohnt und arbeitet in Amsterdam, er ist Anwalt, Musiker und Maler.Seine Schwerpunkte sind Malerei und Illustrationen und er betreibt gemeinsam mit anderen Künstlern eine Produzentengalerie in Amsterdam.Die zentralen Themen seiner Bilder sind Erinnerungen und Melancholie, als auch der Einfluss des Menschen auf die Umwelt, Krieg und Zerfall. Die Serie "QR-cities", die auch in dieser Ausstellung zu sehen ist, handelt vom täglichen Überfluss an Information, die jeder aufnehmen muss.Sein Credo ist gemäß T. S. Eliot, frei übersetzt aus dem Englischen:"Wo ist das Leben, das wir während des Lebens verloren haben ? Wo ist die Weisheit, die wir im Wissen verloren haben ? Wo ist das Wissen, das wir in der oberflächlichen Information verloren haben ?" Die QR-city ist für Timmermans eine Distopie, wo jeder sein vorgeblich heiles Facebook-Leben einsam zuhause lebt.

Wilma Geerts kommt ebenfalls aus Holland, verfolgt aber einen ganz anderen Ansatz für ihre Malerei. Sie portraitiert Menschen in dem sie ihr Abbild lebensecht festhält, aber auch Hintergrundwissen zum Leben der jeweiligen Person.Wilma Geerts wurde im niederländischen Polderland geboren, wo sie nicht glücklich war. So ging sie in einem sehr frühen Alter nach England, wo sie fand, was sie suchte: Geschichte. Sie besuchte mehrere Kunstschulen in London, Hull und Bradford und zog nach 10 Jahren zurück nach Holland, um ihre eigene Geschichte zu leben. Sie entwickelte aus der Erfahrung ihren eigenen Malstil nach dem Motto : Erzähl mir deine Geschichte und ich mal ein Bild von Dir."

Annuli Viherjuuri beschäftigt sich auch mit der Darstellung des Menschen, nutzt sie aber, um ihre eigenen Gefühle auszudrücken. So arbeitet sie momentan an einer großen Serie mit dem Titel "Das Königreich der Hoffnung". Unschuldige Mädchen in weißen Kleidern und geflochtenen Haaren stehen für die Unschuld und Reinheit im Reich der Hoffnung. Sie bringen dem König der Hoffnung Geschenke, wie seiner Zeit die heiligen 3 Könige im christlichen Glauben. Sie streuen Saatgut und setzen Pflanzen damit die Hoffnung weiterlebt. Diese Bilder entspringen nicht der finnischen Kultur, wie ich ursprünglich glaubte, sondern ausschließlich der Phantasie von Annuli Viherjuuri.Sie kommt aus Kokkola in Finnland, hat den Bachelor of Fine Art und gewann schon viele Preise.

Ulla Wobst überschreibt ihre Leidenschaften mit "Faszination : Rätselhaftigkeit"Seit 2001 arbeitet sie hauptberuflich als Malerin in Dortmund, setzt die Themen Leben, Liebe, Tod malerisch um, Sozialkritisches ist ihr zu vordergründig. Ihre Bilder entstehen aus der Wahrnehmung des Erlebten, des Gefühls, der Träume und des Denkens. Sie sagt selber, dass sich ihre Arbeiten zwischen formal/traditioneller- und psychedelischer Kunst bewegen mit abstrakten, surrealen und symbolischen Elementen.Ulla Wobst wurde in Gelsenkirchen-Buer geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Anglistik in München und arbeitete viele Jahre als Direktorin am Gymnasium, wo sie die Schüler an ihre zweite Leidenschaft, die Literatur, heranführte.

Beata Biadun lebt ebenfalls in Deutschland, kommt aber gebürtig aus Polen.Sie studierte an der Kunsthochschule in Krakau mit Schwerpunkt Bühnenbild,befasst sich mit Malerei, Bühnenbild,Kostümbild, Modellbau, Analyse dramatischer Texte, Puppendesign,Fotografie, Kunstweberei und Zeichnung. Sie arbeitete an der Prager Oper, stellte auf der Prager Quadriennale aus, die wichtigste internationale Plattform für Szenografie und bei verschiedenen Projekten in Polen. Hier zeigt uns Beata Biadun ihre Bilder, die immer als Vorarbeit zu einem 3 dimensionalen Raum zu sehen sind. Sie thematisiert die keltische Kultur oder klassische Theaterstücke in dunklen Tönen, mit mystischem Flair.

Henning Wieben zeigt uns in seinen Bildern eine verspielte, fröhliche Welt, wozu auch seine umgesetzten Projekte passen: Er gestaltete Kulissen für das Königliche Theater in Kopenhagen, Attraktionen im Vergnügungspark Tivoli, Ausstellungen auf 3 Kreuzfahrt-schiffen und das Santa Claus Center auf Grönland.Er sagt über seine Malerei:"Ich bin als Person neugierig und weil ich mich von Allem in meinem Leben inspirieren lasse, haben meine Gemälden oft sehr verschiedene Stilarten."In dieser Ausstellung sehen wir Szenen des Lebens mit viel Humor und Hang zur Karikatur und Abstraktion umgesetzt. Henning Wieben kommt aus Dänemark, wo er als professioneller Designer und Maler arbeitet.

 

Beata Biadun, Wilma Geerts, Erik Timmermans, Ulla Wobst, Annuli Viherjuuri, Henning Wieben
September-Ausstellung *** Vernissage 5.9. 19-22Uhr
05.09.14  -  01.10.14

Ville Mäkikoskela"Place for cupboard" Léonore Alexandre "From Köln to New-York"

 

Pirjo Nykänen ist eine Malerin und Fotografin aus Finnland. Sie lebt und arbeitet in Kemi, am finnischen Meerbusen. Ihr Leben und Werk hat stark mit dem der Wechsel der Jahreszeiten zu tun. Sie verarbeitete die Eindrücke die sie bei Arbeitsaufenthalten im Ausland gewann und festigte ihre Identität, die im Norden verankert ist. Oft verarbeitet sie gebrauchte Stoffe, wie sie von finnischen Frauen als Tücher, Vorhänge oder Bettwäsche verwendet wurden. Des Weiteren ist Licht ein wichtiges Element ihrer Darstellung, das in der dunklen Jahreszeit Finnlands rar ist. Es ist das verbindende Element ihrer Malerei und ihrer Fotografie. Pirjo Nykänen hat schon sehr viele Stipendien und Preise erhalten.

Die Objektkünstlerin in der Ausstellung ist Ville Mäkikoskela ebenfalls aus Finnland. Sie studierte an der Universität in Helsinki als auch am polytechnischen "Institute of Design", Kunst, Design und Pädagogik. Sie stellt kontinuierlich im europäischen Ausland aus und wurde für mehrere Artist-in-Residence-Programme ausgewählt. Ville Mäkikoskela arbeitet mit Stein, Metall und Holz. Einschnitte, Verbindungen, Öffnungen im Material und Raumbildungen symbolisieren Situationen oder Erfahrungen im menschlichen Dasein. Sehr aussagekräftig ist der Riss der durch die "Fassade" verläuft oder die "Delikate Berührung der Realität", die nur durch einen zerbrechlichen Holzsplitter stattfindet. Ville Mäkikoskela gibt Denkanstöße und jedes ihrer Werke bedarf der intensiven Auseinandersetzung.

Die Collagen der Französin Léonore Alexandre entsprechen dem Zeitgeist. Wie in einem Kaleidoskop setzen sich ihre Bilder aus einer Vielzahl von Fragmenten zusammen, bieten dem Auge eine Unmenge von Aussagen. In Form von Texten und unterschiedlichsten Zeichnungen und Zeitungsausschnitten beschreibt die Künstlerin Ihre Eindrücke zu bestimmten Themen. Titel wie "Das gute Leben", "Amerika" oder "Von Köln nach New York" geben die gedankliche Richtung vor.Die zugrunde liegende Verbindung zwischen all ihren Bildern ist ihre Faszination für Farben und Licht, voller Energie.Léonore Alexandre begann 2003 intensiv mit der Malerei parallel zu ihrer Arbeit als Mathematiklehrerin. Seit 2009 ist sie ausschließlich als freischaffende Künstlerin tätig.

Auch die Arbeiten von Geoffrey Pimlott setzen sich wie ein Puzzle zusammen, doch viel grafischer als bei Léonore Alexandre. Konstruierte, geometrische Formen überlappen sich in mehreren Schichten, wirken durch das Zusammenspiel von Form- und Farbgebung und schaffen auf diese Weise eine angestrebte Dreidimensionalität. Geoffrey Pimlott studierte am Wimbledon College of Art und an der Reigate School of Art & Design in London. Er pendelt regelmäßig zwischen Wohnsitzen in Frankreich, Thailand und England, nachdem er 27Jahre lang Kunst und Design in England und Papua NeuGuinea unterrichtete.

Kirsten Manczak kommt aus Dänemark, lebte aber bis 2006, mehr als 20Jahre, in Ostafrika. Dort begann sie mit der Aquarellmalerei, erweiterte ihre Techniken dann in verschiedenen Malgruppen. Durch die Malerei kompensiert Kirsten Manczak Ihre Ruhelosigkeit und Neugier, jeden Tag aufs Neue. Bei der Motivwahl ist sie nicht festgelegt, doch menschliche Abbildungen überwiegen. Die kräftige Linie ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Kompositionen, nicht nur in Form von Umrandungen. Kühle Farben wie blau, türkis und weiß dominieren. Zusammenfassend könnten ihre Bilder als freie Malerei mit verspielten Elementen beschrieben werden.

Lena Cronström wuchs im schwedischen Malmö auf, studierte Kunst an der Hochschule der Künste in Stockholm und in Lund, gefördert von ihrem Onkel, dem Maler und Zeichner Eric Friberg. Ihre Bilder sieht die Malerin als ihre inneren Landschaften, inspiriert von der Außenwelt. Sie sind nicht abstrakt, sondern zeigen Menschen in Bezug zueinander, agierend vor einem diffusen Hintergrund. Die grundlegenden Farben sind Pastelltöne, kräftige Farben setzen Akzente. 2011 erhielt Lena Cronström den ehrenvollen Auftrag von der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Schweden, Aquarelle für die Urkundenmappe von 3 Nobelpreisträgern zu malen.

Léonore Alexandre, Lena Cronström , Kirsten Manczak ,Ville Mäkikoskela, Pirjo Nykänen, Geoffrey Pimlott
August-Ausstellung *** Vernissage 8.August 2014 19-22Uhr
08.08.14  -  03.09.14

Frea Lenger - Uwe Jaensch

 

Frea Lenger malt mit dynamischem Schwung abstrakte Landschaften aus der Vogelperspektive. Kräftige Linien unterteilen die Ansicht in Wege und Felder und leiten das Auge bis zum weit entfernten Horizont. Es entstehen großflächige Räume, verwinkelt, aber mit nachvollziehbarem Aufbau. In dieser Ausstellung zeigt die Künstlerin ihre 2 dimensionalen Werke in Malerei und Grafik, doch setzt sie ihre räumliche Vorstellungskraft auch gekonnt in großen Plexiglasskulpturen um. Frea Lenger kommt aus Holland und studierte an der Rietveld Academy. Neben der Teilnahme an einer Vielzahl von Ausstellungen, die sich kontinuierlich aneinanderreihen, engagiert sie sich auch in diversen Künstlervereinigungen.

Lars Holmström ist auch ein Freund der grafischen Darstellung, was sich in seinen großen Wandobjekten ausdrückt. In klarer Gliederung fügt der Künstler farbige Platten zusammen, aus denen dann 3dimensionale Wandreliefs entstehen. Der gleichmäßige Farbauftrag täuscht Beleuchtung vor oder bewirkt andere optische Täuschungen. Lars Holmström wurde in der Mitte Finnlands in Tampere geboren, wo er heute noch wohnt. Doch er verließ die Stadt um in Lahti Kunst zu studieren und stellt bis heute, weltweit aus. 2 mal wurden seine Arbeiten auch für die Nordart in der Carlshütte bei Flensburg ausgewählt. Seine Arbeiten sind in vielen öffentlichen Sammlungen vertreten, wie in Japan, Brasilien oder den USA.

Der Bildhauer in der Ausstellung ist Uwe Jaensch aus Hamburg, sein Material ist das Eisen. Rostiges,verwittertes Altmetall, Fundstücke von der Straße oder auch Restbestände Metall verarbeitender Betriebe sind das Ausgangsmaterial für seine Arbeiten. Die Werke zeigen neben abstrakten Skulpturen Gegenständliches wie Fabelwesen oder stilisierte Tiere, die durch spielerische Kombination der Fundstücke erschaffen werden. Für seine Tätigkeit hat er den Begriff Eisenwerker gewählt,erinnert dies doch an die Arbeitswelt der Schwerindustrie längst vergangener Zeiten. Die Grundlagen für die Arbeitsweise von Uwe Jaensch wurden sicher in seiner Ausbildung zum Metallflugzeugbauer geschaffen. Über div. Schulen, Studium und jahrelange Büroarbeit gelangte der Objektkünstler bis zur heutigen künstlerischen Tätigkeit.

Ein weiterer Künstler aus Hamburg ist John Bassiner. Kritisch, aber auch mit einem Augenzwinkern, beobachtet er die Menschen in seiner Umgebung und arbeitet die Interaktion in der Gesellschaft heraus. Auch greift der Maler aktuelle Themen auf, die ihn berühren oder in die er vielleicht nur für einen Moment involviert war. So bekommen wir in seinen realistisch umgesetzten Bildern Geschichten erzählt, die die individuelle Interpretation des Betrachters zulassen, ihn hoffentlich zum Nachdenken anregen. Selten sind Malereien heutzutage so tiefgründig, was ihre Bedeutung ausmacht. John Bassiner studierte informative Illustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg und arbeitete eine Zeit lang als Illustrator im Bereich Wassersport, für Zeitungen und Bücher. Da ihm die Selbstvermarktung schwer fällt, stellte er bisher nur in seinem unmittelbaren Umfeld aus. Ich hoffe ihm durch diese Ausstellung zu einer größeren Popularität verhelfen zu können.

Miae Cho ist eine Malerin aus Süd Korea. Sie wurde in Seoul geboren, wo sie zunächst Gesang studierte und bis zu ihrem 35zigsten Lebensjahr als erfolgreiche Sopranistin auftrat. Bei einer Konzerttournee in den USA fand sie zu ihrer eigentlichen Berufung, der Malerei. Sie entschied sich zu einem Kunststudium an der Schule Les Beaux-arts de Paris und an der School of the Museum of Fine Arts in Boston. Erst in dem Schaffensprozess des Farbauftrages erfährt die Künstlerin die wahre Freiheit und den echten Ausdruck ihrer Gefühle. So spiegeln ihre sehr farbigen Aquarelle ihre Liebe zur Musik wieder oder ihr Empfinden von Erleuchtung und Glück, wie sie selber sagt. Inzwischen wurden ihre Arbeiten in der ganzen Welt ausgestellt, wie in Seoul, New York, Boston oder London.

Dann gibt es noch die kleine chinesische Künstlergruppe in der Gruppe, die sich aus der Zusammenarbeit mit der Chinesin Feng Liu ergeben hat und auch in der Zukunft zu einer kontinuierlichen Präsentation chinesischer Malerei hier in der Galerie führen wird. Frau Feng Liu nimmt stellvertretend für Ihre Landsleute an der Vernissage teil. Hier sehen wir Bilder von Luo Qiu Shan, Shi Lei Ming und Yi Luo. Alle 3 Maler kommen aus anderen kreativen Berufen und haben erst vor einiger Zeit begonnen, Ihre Bilder öffentlich auszustellen. Luo Qiu Shan hatte bisher eine große Einzelausstellung, Shi Lei Ming ist Dichter und Doktor im Bereich Architektur und hatte bisher 2 wichtige Ausstellungen in China und Yi Luo kommt aus dem Filmgeschäft, wo sie hauptsächlich als Produzentin tätig ist.

John Bassiner, Miae Cho, China Artists, Lars Holmström, Uwe Jaensch, Frea Lenger
Juli-Ausstellung "Exklusiv" - Vernissage 11.Juli 2014 19-22Uhr
11.07.14  -  06.08.14

Magbule Xhemaili "Before the doors" Mixed Media on canvas 80x60cm

Magbule Xhemaili lebt und arbeitet im Kosovo. Sie machte ihren Master an der Universität von Prishtina und arbeitet inzwischen als Kunstlehrerin an der Hochschule "Zenel Hajdini” in Gjilan, wo sie selbst Schülerin war. Sie zeigt uns Bilder der Serie "Vor der Tür" und "Spuren der Zeit", in denen sie festhält, was die Häuserwände Ihres Umfeldes erzählen. Menschen hinterließen dort ihre Spuren durch gemalte Zeichen, Texte, Zerstörung oder Erneuerung. Magbule Xhemaili hat mit ihrer Malerei ein Medium gefunden, ausdrucksstark von Ihrem Land zu erzählen. Ganz subtil wird der Betrachter angeregt darüber nachzudenken, was auf die Wände und Türen eingewirkt hat und ihr heutiges Erscheinungsbild prägten. Die feinsinnigen Arbeiten von Magbule Xhemaili wurden schon durch viele Auszeichnungen Ihres Landes gewürdigt.

Die Bilder von Jette Reinert beinhalten figürliche Elemente. Ihre bunten Figuren entstehen aus verlaufener Farbe, hangeln wie Elfen durch Zweige. Die Malerin nennt sie die Fantasie-Serie, weil sie sich unvorhersehbar entwickelt und höchstens durch äußere Einflüsse während des Malprozesses beeinflußt wird. Jette Reinert kommt aus Dänemark und wurde schon als Kind von Ihrer Mutter inspiriert, die auch Künstlerin ist. Sie studierte an der Kunstakademie in Aarhus, arbeitete als Grafikdesignerin in der Werbung und in den letzten Jahren ausschließlich als freischaffende Malerin.

Ali Sinani ist ein Künstlerfreund von Magbule Xhemaili, wurde im Nachbarland Mazedonien geboren. Seit 2000 lebt der Maler in St. Gallen in der Schweiz, wo er auch unterrichtet. Auch er bekam schon viele Preise für seine Arbeit in der Schweiz, wo er, neben seinem Heimatland, auch vorwiegend ausstellt. Ali Sinani legt sich nicht auf Motive oder Stile fest, sondern lässt sich beim Malen von seinen Emotionen leiten. Es entstehen dynamische Farbkompositionen mit überlagerten Flächen und Strukturen, die eine große Tiefe entstehen lassen. Kontraste wie Licht und Schatten bringen die Bilder zum leuchten.

Walter Imhof kommt gebürtig aus der Schweiz, lebt und arbeitet in der Nähe von Zürich. Schon in der Schule zeigte sich bei ihm das künstlerische Talent, doch mußte er aus familiären Gründen zunächst eine Lehrstelle als Fotograf annehmen. Diesem sehr vielseitigem Beruf blieb er treu und bekam als Mitglied der "internationalen Vereinigung führender Portraitfotografen", bei einem nationalen Wettbewerb, die Goldmedaille. Nach dem Tod seiner Frau beendete Walter Imhof seine Geschäftstätigkeit und seine Begeisterung für die Malerei wurde wieder geweckt. Im Gegensatz zur Fotografie mit gegenständlicher Darstellung, begann er mit abstrakter Malerei in Acryl. Die Ideen dazu entstehen meist in einem kurzen Augenblick zwischen Schlaf und Aufwachen, schnell als kurze Skizze festgehalten. Weitere Anregungen dazu findet er auch in seinen Fotos, und lässt auch Eindrücke aus der Natur in seine Werke einfließen.

Michael Dittkrist zeigt uns abstrakte Bilder aus seiner Rakel-Serie. Wie beim Meister dieser Malweise, Gerhard Richter, werden durch den speziellen Farbauftrag, unterschiedlichste Farbverläufe herausgearbeitet. Weiche Übergänge lösen sich in kleinste Flächen auf, die Farben scheinen ein Eigenleben zu entwickeln. Michael Dittkrist arbeitet seit2009 im Bereich bildende Kunst, kommt aus Süddeutschland. Er ist experimentierfreudig, beschäftigt sich mit unterschiedlichsten Malweisen. Engagiert in verschiedenen Künstlervereinigungen, stellte er bisher in seinem näheren Umfeld und in Österreich aus.

Magbule Xhemaili, Michael Dittkrist, Jette Reinert, Walter Imhof, Ali Sinani
Juni-Ausstellung *** Vernissage 13.Juni 2014 19-22Uhr
13.06.14  -  09.07.14

 

Enno Franzius "Kleintransporter" Acryl auf Leinwand 40x60cm

Malerei und Fotografie machen die Mai-Ausstellung aus. 4 Künstler kommen aus skandinavischen Ländern, 2 aus dem Hamburger Raum.

Linda Varoma aus Finnland ist die Fotografin. Ihre Projekte sind ein Spiegelbild ihres Umfeldes. Zum Einen Portraits von Menschen in ihrem persönlichem Lebensraum, zum Anderen architektonische Kleinode, die sich von der Natur absetzen. Mit Hilfe von Fotoserien setzt sich die Künstlerin mit den gewählten Themen auseinander, in dieser Ausstellung ist es der Wald. Dabei hält sie nicht nur die gewachsenen Bäume fest, sondern arrangiert kleine Installationen, die das Thema symbolisch ausdrücken. Linda Varoma wurde in Helsinki geboren und lebt zur Zeit in der kleinen Stadt Loviisa, nahe Helsinki oder in Glasgow, Schottland, wo sie Kunst studierte. Sie hat schon viele Stipendien erhalten, in Finnland und anderen nordeuropäischen Ländern ausgestellt.

Cecilia Ciscar kommt aus dem Nachbarland Schweden, ist eine Malerin. Ihr Schwerpunkt liegt in der Portraitmalerei auf ganz eigene Weise. Ihre Protagonisten werden nur stilisiert wiedergegeben in minimaler Detaildarstellung. Die Künstlerin beschränkt sich nur auf das Wesentliche, in stark grafischer Umsetzung. Strukturen beleben die strengen Formen, der Betrachter erkennt Pinsel- und Spachtelspuren in der dick aufgetragenen Ölfarbe. Die meisten Gesichter wirken durch die Wahl von Pastelltönen zerbrechlich und empfindsam, zeugen vom Einfühlungsvermögen der Malerin. Cecilia Ciscar lernte die Malerei an der Kunsthochschule Stockholm und in diversen anderen Seminaren. Seit 1991 zeigt sie ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit, vorwiegend in Schweden.

Barbara Månsson ist auch eine schwedische Malerin, ihr Medium ist das Aquarell. In kräftigen Tönen hält sie Szenen des Lebens aus der Sicht einer Pariser Dame fest: das beschwingte Tanzvergnügen, sommerliches Strandleben oder die gesprächige Damenrunde im Straßencafé. Mit einem Schuss Humor und grosser Leichtigkeit werden Momentaufnahmen eines unbeschwerten Daseins hervorgebracht. Die Bilder entstehen bei Aufenthalten in Paris, wo die Schwester Barbara Månssons als Designerin für Hermés-Tücher lebt. Die Kreativität liegt in der Familie. Beide verbindet auch eine glückliche Kindheit in Brisbane, Australien, wo sie umgeben von tropischer Vegetation aufwuchsen. Diese positiven Erlebnisse sind sicher ein Grund für die sonnige Ausstrahlung, die von den Arbeiten ausgeht.

Kari-Mette Astrup fängt ebenfalls Szenen des Lebens einer Frau ein, doch noch etwas privater. Ihre Bilder entwickelten sich aus der Aktmalerei, Perspektive und 3-Dimensionalität spielen eine wichtige Rolle in den Arbeiten. Die dargestellten Personen heben sich von einer Vielzahl pastellfarbener Flächen ab, kräftige Linien ordnen den Raum. In einigen Arbeiten geht die Künstlerin auf die Gefühlswelt der Charaktere ein, in anderen liegt das Hauptinteresse in der Szenerie als solches. Kari-Mette Astrup kommt aus Norwegen, studierte seit 1993 an verschiedenen Kunstschulen, illustrierte mehrere Kinderbücher und stellte bisher in diversen europäischen Ländern und den USA aus.

Die gemalten Personen von Petra Laux-Kruschinski tauchen nur sehr abstrahiert auf. Angedeutete Silhouetten entwickeln sich aus dem Hintergrund oder werden erst nach längerer Betrachtung sichtbar. Auf den ersten Blick fallen die großzügig angelegten Bereiche auf, die durch Schattierungen und vielschichtige Bearbeitung, zusammen eine spannungsreiche Komposition ergeben. Die Fantasie des Betrachters wird durch die Zusammensetzung der unterschiedlichsten Formen und Strukturen angeregt, zu einer ganz eigenen Interpretation zu gelangen. Petra Laux-Kruschinski studierte Pädagogik, Bildende Kunst und Sport in Kassel, fand erst in den letzten Jahren zur Malerei. Bis 2012 unterrichtete sie an einem Gymnasium in Hamburg und war über Jahre dem Goldschmieden zugetan. Durch einen neuen Arbeitsraum entstand dann 2006 die Atmosphäre, die Petra Laux-Kruschinski zum Malen braucht und seit dem ist sie aktiv dabei.

Enno Franzius wurde 1976 in Hamburg geboren. Seine künstlerische Ausbildung entwickelte sich von Kursen in verschiedenen Ateliers in Hamburg, über die europäische Kunstakademie in Trier bis zur Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald und der Freien Kunstschule Hamburg. Diese intensive Auseinander- setzung mit der Kunst spiegelt sich in seinen Bildern wieder, erfüllt hohe Ansprüche. Die Motive entspringen der Sichtweite von Enno Franzius, Landschaften und Stadtansichten gemalt im klassischen Stil, erinnernd an den amerikanischen Maler Edward Hopper, doch ohne Menschen. Dadurch entsteht ein Ausdruck von Einsamkeit aber auch von Ruhe und Sinnlichkeit, in der schnelllebigen Zeit heutzutage sehr angenehm.

Kari-Mette Astrup, Cecilia Ciscar, Enno Franzius, Petra Laux-Kruschinsk, Barbara Månsson, Linda Varoma
Mai-Ausstellung "Bilderreich" *** Vernissage 9.5.2014 19-22Uhr
09.05.14  -  04.06.14

Evert Meilink "Fruehling" Öl auf Leinwand

 

In dieser Ausstellung präsentiert sich die Künstlergruppe "Roelofjeartgroup" aus Holland mit Malerei und der deutsche Bildhauer Christoph Anschütz mit Skulpturen.

Evert Meilink ist ein gegenständlicher Maler der Gruppe. Er studierte Zeichnung und Malerei an der Royal Academy of Art in Den Haag. In seinen Bildern versucht der Maler, nach eigenen Worten, ein Gleichgewicht zwischen der Reproduktion des Motivs und spontanen Impulsen im Malprozess herauszuarbeiten. Das gelingt ihm ausgezeichnet mit Themen die er in seinem Umfeld findet. Diese werden naturalistisch wiedergegeben, doch das Maß der Abstraktion lässt genug Spielraum für die Fantasie des Betrachters: Der Blick aus dem Fenster, Vögel im Baum, ein Auerhahn auf der Wiese. In freier Malweise transportiert Evert Meilink klassische Motive in die Gegenwart, setzt sie zeitgemäß um.

Die figurativen Werke von Patries Landwehr lassen sich vielleicht als surreale Portraits zusammenfassen. Es sind oft Jugendliche, auf deren Persönlichkeiten die Malerin mit erklärender Symbolik eingeht: Ein Mädchenkopf wird als Tasse serviert, ein junger Punk schaut skeptisch durch eine Maske hindurch. Die Hintergründe zu den ausdrucksstarken Interpretationen gewinnt Patries Landwehr bei Ihrer Arbeit mit Jugendgruppen. Man ahnt tragische Geschichten hinter dem Äußeren der Protagonisten alleine durch die Bildspache der Künstlerin, sehr direkt und dennoch einfühlsam.

Die Künstlerin, die der Gruppe den Namen gibt ist Roelofje van Opzeeland. Sie arbeitet als Psychotherapeutin seit 1979 und pflegte ihre Leidenschaft zur Malerei parallel. 1997 wagte sie sich an die Öffentlichkeit, bestritt seitdem unzählige Ausstellungen und gewann diverse Preise, auch im Zusammenspiel mit dem Schreiben von Gedichten. In ihrer Poesie, wie in ihrer Malerei geht es um Liebe und Sehnsucht. Diese Gefühle drückt die Malerin in ihren Bildern durch diffuse Farbflächen aus, die den nebulösen Hintergrund bilden. Texte in Collagenform, grafische Elemente und figürliche Zeichnungen setzen Kontraste.

Frédéric Fortanier ist auch ein abstrakter Maler. In den frühen Arbeiten von Frederic Fortanier ist eine klare Präferenz für die Linie zu beobachten, ganz im Gegenteil zu seinem heutigen Stil. Der haptisch greifbare Farbauftrag, oft in den Primärfarben, läßt in der Komposition von groben Arealen, Landschaften erkennen. Das Meer ist das Hauptthema, das er uns präsentiert: Stilisierte Wellen schlagen an die Küsten, hoher Seegang bildet die Vorlage für seine Arrangements. Frédéric Fortanier arbeitete zunächst als Grafiker bevor er sich der Malerei widmete, er stellt international aus.

Tiny de Bruin bevorzugt ebenfalls die Abstraktion in der Darstellung, hält nach eigener Deutung, die wichtigen Momente des Lebens fest. Ihre Inspiration findet die in der unmittelbaren Umgebung oder in Geschichten, die sie beeindrucken. "In ihren Bildern hört das Denken auf und die Intuition übernimmt", wie sie ihre Malerei selber beschreibt. -Diese Empfindungen spiegeln sich in kraftvoller Koloration wieder, in denen sich linear beschriebene Personen abzeichnen. Überlagerte Farbverläufe erzeugen die Tiefgründigkeit des Themas, angedeutete Körper und Gesichter verstärken den Ausdruck. Eine dynamische Pinselführung bringt Bewegung auf die Leinwand.

Christoph Anschütz ist der Bildhauer in der Ausstellung. Er zeigt uns seine Serie fiktiver Fische, ein Teil der Abschlussarbeit seines Kunststudiums. Es sind amorphe Wesen, wie man sie sich in den Tiefen der Ozeane vorstellen kann. Der deutet so etwas wie Tentakeln oder Flossen an, die Patina der Bronze bewegt sich zwischen unterschiedlichen Nuancen, kurzum, der Künstler schafft eine völlig neue Spezies. Christoph Anschütz studierte bildende Kunst an der Kunsthochschule Mainz, in der Metallklasse bei Professor Ullrich Hellmann, mit Abschluss im letzten Jahr. Bereits seit 2006 nimmt er an Ausstellungen teil und verschiedenen Kunstprojekten.

Christoph Anschütz, Evert Meilink, Patries Landwehr, Roelofje  v.Opzeeland, Tiny de Bruin, Frédéric Fortanier
April-Ausstellung 2014 *** Vernissage 4.4.2014 19-22Uhr
04.04.14  -  30.04.14

Katrin Lau "Celia" Kunststein, bemalt   H=65cm

 

Die Bildhauerin in der Ausstellung ist Katrin Lau. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden mit dem abschließenden Diplom als Gemälderestauratorin. Diesen schönen Beruf übt sie bis heute aus, für Museen, Kunstsammlungen und Galerien in Dresden, Sachsen sowie Mecklenburg-Vorpommern. Seit etwa 14 Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit eigener Malerei, Grafik und Plastik. Katrin Lau präsentiert uns ihre sinnlichen Damenbüsten, Frauen, die alle nachdenklich in die Ferne blicken. Es sind Terrakottafiguren mit blassem Teint, farbig gestaltet in Pastell-tönen. Sie sind naturalistisch und sehr ausdrucksstark modelliert, voller Ruhe und Präsenz.

Teun van der Zalm ist ein großer Künstler der Animation, sein eigentliches Genre ist der Film. Er studierte am König Willem College in Utrecht Kunst, Medien und Animation sowie Theater und Musical. Seit 2007 wurde er mit seinen Kurzfilmen weltweit zu unzähligen Filmfestivals zugelassen und beim ersten Mal, dem "Niederländischen Online Film Festival" für den "Animation Award" nominiert. Seither hat er 8 Preise bei internationalen Festivals gewonnen und seinem Schaffen sind keine Grenzen gesetzt. Bei Marziart zeigt Teun van der Zalm Fotografien in denen er galaktische Nebel einzufangen scheint. Farbige Rauchschwaden schweben vor dunklem Hintergrund und zeichnen Figuren wie bei der Wolkenbildung am Himmel. Seine Bilder haben etwas geheimnisvolles, unergründetes.

Alexandra Khan ist eine Schweizerin mit afghanischen Wurzeln, geboren in Frankfurt am Main. Sie beschreibt sich selber praktische Idealistin mit intuitivem Weitblick. Nach einem Studium der Psychologie, einer 25 Jahren Tätigkeit in der Textil- & Modebranche und jahrelangem Leben in Florenz, werden Kunstgeschichte und die Malerei zu ihren ständigen Begleitern. Mit der künstlerischen Arbeit beginnt sie intensiv Ende der achtziger Jahre, viele Ausstellungen im In- und Ausland folgen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen wir Menschen und das Leben mit spirituellen, philosophischen und ethischen Gedanken. Facettenreich wie in Collagen baut sie ihre Arbeiten auf, mythisch und voller Symbolik.

In Dorthe Taxbøls Bildern steht auch der Mensch im Zentrum der Darstellung. Mit bunter Palette malt sie figurativ, vor allem Portraits und das schon seit 40 Jahren. Ihre menschlichen Abbilder leben durch Mimik und Körpersprache. Menschliche Schwächen werden ebenso thematisiert, wie typische Szenen als Kind oder Erwachsener, die jeder von uns kennt. In lockerer Malweise fängt sie die jeweilige Situation ein, Hintergrund und Umgebung spielen eine untergeordnete Rolle.Dorthe Taxbøl lebtin Kopenhagen und wurde dort als Illustratorin an der Akademie für Kunst und Gewerbe und in einer PR-Agentur ausgebildet. Sie war in der Meisterklasse der Malerin Gerda Swane und bei Tim Stotz Escalier in Paris.

Soile Yli-Mäyry ist Finnin und eine sehr aktive Malerin. Seit ihrem Studium an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart (1972-75) hatte sie etwa 270 Einzelausstellungen in Japan, in China, in Indien, in Lateinamerika, in den Vereinigten Staaten und in mehreren europäischen Ländern. Ihr Hauptthema ist die Humanität und die Entfremdung des Menschen von der Natur in der urbanen Welt. Sie drückt es durch farbige Linien aus die auf einem meist monochromen Hintergrund zu tanzen scheinen. Es sind stilisierte Figuren, Symbole und andere Konturen. Zum Einen haptisch aufgetragen, zum anderen in die Ölfarbe gekratzt. Insgesamt eine leuchtende Erscheinung.

Kirsten Fredslund Jaeger kommt aus Dänemark, entwickelte ihren Malstil an der Aarhus Kunstakademie. Inspiriert durch Reisen nach Italien und Spanien entstehen ihre urbanen Bilder: Stadtansichten oder einzelne architektonische Details in Komposition. Perspektive bringt Tiefe in die Bilder und die einzelnen, bunten Fragmente der Häuser spiegeln die Lebendigkeit der Stadt wieder. Der Kontrast zwischen Zeichnung und Malerei ergibt eine spannungsvolle Ansicht.Kirsten Fredslund Jaeger liegt daran, die positive Leichtigkeit des Südens in ihren Bildern auszudrücken. Bisher stellte sie vorwiegend in Dänemark aus.

Kirsten Fredslund Jaeger, Alexandra Khan, Katrin Lau, Dorthe Taxbøl, Soile Yli-Mäyry, Teun van der Zalm
Celia
07.03.14  -  02.04.14

 

 

Ditta Engel "Kleiner Engel" Bronze

Die erste Ausstellung des Jahres wartet mit Kunstwerken auf, die durchgängig eine positive Ausstrahlung haben, was sich gerne auf das kommende Jahr auswirken darf.

So steht bei der Bildhauerin Ditta Engel der Mensch im Mittelpunkt ihrer figurativen Skulpturen, die sie empfindsam darstellt. Sie formt die menschlichen Körper in reduzierter Weise, arbeitet mit der Körpersprache. Sie thematisiert mit starker Symbolik verschiedene Lebenssituationen oder Gefühlswelten.Ditta Engel kommt auch aus den Niederlanden. Mit 18 war die Künstlerin als Krankenschwester in Afrika für Terres des Hommes tätig und half Flüchtlingen im ehemaligen Belgisch-Kongo. Zurück in den Niederlanden, arbeitete sie dann in einem Krankenhaus, mitten im "Rotlichtviertel" von Amsterdam, was Ihre Beziehungen zu unterschiedlichsten Individuen ergänzte. Diese Erfahrung formte Ihr Denken, Ihre Kreativität wurde zu einem Ventil. Mit den Jahren sammelten sich soviele Skulpturen an, dass sie zwangsläufig an die Öffentlichkeit gehen mußte. Sie hatte schnell Erfolg und ist seit 1995 freischaffende Künstlerin.

Auch Clara Pechansky ist mit ihrer Kunst sehr erfolgreich. 1936 in Brasilien geboren, führt sie seit Ihrem Kunststudium bei wichtigen brasilianischen Meistern, ein erfülltes Künstlerleben, mit unsagbar vielen Ausstellungen im In-und Ausland, und diversen gewonnenen Preisen. Sie Illustierte Magazine und gestaltete viele Titelseiten. Die Malerin kombiniert Malerei und Grafik mit Collagen immer in Verbindung mit dem leuchtenden Licht des südlichen Brasiliens. Landsleute von Ihr definierten ihre Arbeiten so : Sie ist dafür bekannt in einem ständigen Dialog mit der Kunstgeschichte zu stehen und diese neu zu interpretieren. Ihre Arbeit können in mehreren Museen und Galerien, sowie in Privatsammlungen auf 5 Kontinenten gesehen werden.

Lauren Jay Wondra ist gebürtige Amerikanerin aus Texas, wo sie Kunst und Soziologie studierte, zur Zeit lebt sie in London. In ihren Bildern spricht das innere Kind aus ihr, es ist ihr ein Bedürfnis sich in einer anderen Welt zu verlieren. Wie in Kinderbildern sehen wir bunte Menschen und andere Lebewesen, die irgentwie zusammen agieren. Es ist die Fantasy-Welt von Lauren Jay Wondra in die sie uns einlädt. Sie ist Mitglied der "Eskapismus" Kunstbewegung, die Realitätsflucht zu ihrem Credo macht und sie gewann 2012 den internationalen Kunstpreis der Szene. Picasso und Matisse sind ihre großen Vorbilder, Kubismus und Farbigkeit der favorisierte Malstil, den sie "girly cubism" nennt. Lauren ist im wahrsten Sinne ein Kind unserer Zeit, in allen Medien unterwegs und für alle Events offen. Die BBC London wurden auch auf sie aufmerksam und luden sie zum Interview ein. Wir dürfen auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Ursel Wiesen Klomp s Malerei geht auch in die kubistische Richtung, sie hat aber auch andere Phasen, probiert gerne Neues aus. Mischtöne zieht sie knalligen Farben vor, Ihre Bilder sind oft kleinteilig gegliedert und sehr lebendig mit vielen Details. Ihr Thema ist das Leben an sich, die Stadt oder Portraits von Frauen, für die die Malerin dann eine andere Technik wählt. Wichtig ist Ihr, das sich ihre Malerei mit ihrer Innenwelt im Einklang befindet, wie sie es nennt. Ursel Wiesen-Klomp ist in Berlin geboren und lebt in Wahlstedt. Sie ist seit 25 Jahren künstlerisch tätig. Ein Kunststudium war, wie in vielen Fällen, nicht zu realisieren. So begann Sie zunächst als Autodidaktin, lernte und arbeitete dann viele Jahre bei sehr unterschiedlichen Malern und Malerinnen. Inzwischen ist sie als Künstlerin etabliert und stellt regelmäßig im norddeutschen Raum aus.

Lars Hellström verfolgt einen komplett anderen Malstil. Seine Werke sind streng grafisch gegliedert und bestehen aus geometrischen Formen, die wie auf einem Plan angeordnet sind. So erklären sich auch die Bildertitel, die zum Beispiel "Grüner Spielplan" heißen. Der Künstler will mit der Serie auf das ständige Planen aller Dinge hinweisen, ausgehend vom Sport und dem Spielfeld, wie zum Beispiel beim Fussball aber auch beim Billard usw. Lars Hellström lebt und arbeitet in Schweden, wo er 1939 geboren wurde. Er studierte Kunstpädagogik an der Akademie der schönen Künste in Ravenna und unterrichtete nach seiner Ausbildung als Kunstlehrer an Volksschulen und war dann viele Jahre Dozent der Königlichen Kunstakademie in Stockholm. Seine Arbeiten sind in sehr vielen Sammlungen und 6 Museen in Schweden und Tokio vertreten.

 

 

Ursel Wiesen-Klomp, Clara Pechansky, Ditta Engel, Lauren Jay Wondra, Lars Hellström
Januar-Ausstellung *** Vernissage 10.1.2014 19-22Uhr
10.01.14  -  05.02.14

Marili Nöfer-Rebbelmund Stillleben in Sineu

 

Malerei und Skulpturen bestimmen den Tenor der Ausstellung, geschaffen von holländischen und deutschen Künstlern.

Mies Frijling gehört zu den Holländern, sie kommt aus Delft, studierte an der Royal Academie of Visual Arts in Den Haag. Aus finanziellen Gründen arbeitete sie lange bei einer Bank, doch die Malerei blieb Ihre Leidenschaft. Collagen und ein eher grober Duktus bestimmen Ihre Arbeiten, die Motive findet die Künstlerin in der Landschaft und Stadtlandschaft als auch in der Aktmalerei. Beide Welten haben gemeinsam, dass die räumliche Tiefe den Reiz ausmacht. Es gibt auch noch eine dritte kreative Komponente in ihrer schöpferischen Tätigkeit, die Illustration. Für verschiedene Bücher und Karten zeichnet sie liebevolle Kinderbilder.Mies Frijling stellt vorwiegend in den Niederlanden aus.

Ihre Landsmännin Ginie Ruitenbeek malt ganz gegenteilig, klare Flächen und Gliederungen geben den Bildern etwas Plakatives. Stilisierte Stillleben und Fabrikgebäude sind dabei die bevorzugten Themen. Die Abstraktion und warme Töne nehmen den Fabriken die Kälte und das mechanische, realistisch gemaltes Gemüse macht Appetit hinein zu beißen. In Zwolle geboren, studierte Ginie Ruitenbeek Bauingeneurwesen, was Ihre strenge Formation der Bildflächen erklärt. Neben ihrer Arbeit im Bereich der Architektur,graduierte Ginie Ruitenbeek 2012an der Wackers Academy in Amsterdam im Bereich Malerei. Es gelingt Ihr beide Gestaltungformen zu verknüpfen.

Ebenso ist es bei Heinz Spremberg, der viele Jahre als Architekt tätig war und sich am Ende seiner Laufbahn ganz der Malerei verschrieb. Auch seine Werke sind klar gegliedert, spielen aber zusätzlich mit dem Kontrast von der Linie zur Fläche. Durch die mehrfarbige Unterteilung vieler Ebenen, haben die Bilder auch etwas kubistisches, was ihnen eine gewisse Dynamik verleiht. Als Sujet überwiegt die Darstellung von Menschen und Tieren in der Bewegung. Heinz Spremberg wurde 1936in Berlin geboren, wo er heute noch lebt und Mitglied im BBK ist. Seine Schöpfungen wurden auf einigen Messen gezeigt und in verschiedenen Kunstmagazinen veröffentlicht.

Die 2. Malerin aus dem deutschen Raum ist Marili Nöfer-Rebbelmund, sie lebt und arbeitet in Hamburg. Ihre kleinen Bilder sind liebevoll verspielt, zeigen Dinge, die sie im täglichen Leben umgeben und etwas mehr Aufmerksamkeit verdienen. Die Abbildungen regen an, die Geschichten hinter den Kleinoden zu erfahren und erzählen von einem erfüllten, vielseitigen Leben. Marili Nöfer-Rebbelmund wurde in Gelsenkirchen geboren, studierte dann an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen und an der HfbK hier in Hamburg. Ihr Weg führte sie dann auf den journalistischen Zweig der Kunst auf dem für die großen Hamburger Verlage arbeitete und Künstler-Reportagen für die Zeitschrift Schöner-Wohnen verfaßte. Nebenbei engagierte sie sich für Künstlerinstitutionen und fand nebenbei zu ihrer eigenen Kunst.

Last but not least schließt Kardia Heuvel aus den Niederlanden,den Reigen der Maler in dieser Ausstellung. Sie geht in ihren Darstellungen auf den Menschen ein, der sich durch die Körpersprache ausdrückt. Die Figuren treten aus dem Hintergrund hervor, der durch kräftige Farben und stark strukturiert eine Stimmung vermittelt, als drücke er die Gefühlswelt der dargestellten Person aus. Diese Interpretation entspricht dem, was Kardia Heuvel ausdrücken möchte, wobei Ihre eigenen Gefühle und die des Betrachters die wesentliche Rolle spielen. Auch die intensive Zusammenarbeit mit dem Maler Antonio Acampora, von dem hier auch 2 Arbeiten zu sehen sind, prägen ihren Stil. Es ist interessant die Wechselwirkung beider Künstler zu entdecken.

Yke Prins ist die Bildhauerin in der Ausstellung. Sie kommt aus Holland, wurde in Delft geboren. Zunächst bekam sie ihr Diplom für Bildhauerei an der königlichen Akademie in den Haag, dann ein weiteres Diplom an der Schule für visuelle Kunst in Genf und schloss ihre Ausbildung ab mit dem Studium für das Lehramt der bildenden Kunst. Sie unterrichtete lange an verschiedenen Universitäten und engagiert sich in diversen Bildhauerverbänden. Ihre Objekte sind alle aus schwerer Bronze, doch im Erscheinungsbild filigran. Yke Prins formt sowohl 3 dimensionale Körper, als auch reliefartige Strukturen auf Platten oder fügt das Bild wie bei Intarsienarbeiten aus Holz in den Hintergrund ein. Als Augangsformen für den Guss wählt sie oft Fundholz aus der Natur.

Mies Frijling, Ginie Ruitenbeek,  Marili Nöfer, Kardia Heuvel, Yke Prins, Heinz Spremberg
Dezember-Ausstellung *** Vernissage 6.12.2013 19-22Uhr
06.12.13  -  08.01.14

 

Tilla Kekki "Sacred Dances" Kupfer

In dieser Ausstellung sehen wir Arbeiten aus dem Bereich der Malerei, der digitalen Fotografie und Skulpturen.

Tilla Kekki ist die Bildhauerin in der Ausstellung, sie kommt aus Finnland.

"Die Stärke und die Spiritualität, die Zerbrechlichkeit und die Schwächen der menschlichen Natur sind die unaufhörliche Quelle" Ihrer Kunst. Sie thematisiert historische Mythen, als auch Aspekte der Gegenwart. Die meisten ihrer ausdrucksstarken Figuren werden aus Kupferplatten zusammengelötet, gebeizt und geätzt. Mit den Jahren entwickelt sich eine eigene Patina, wie wir es von Kupferdächern kennen. Tilla Kekki studierte bei verschiedenen Bildhauern, an 2 Universitäten. Sie stellt weltweit aus und unterrichtet im In-und Ausland. Sie arbeitete in Künstlerresidenzen in der Dominikanische Republik, Spanien, Griechenland und Benin.

Necla Aktan wurde 1957, in der Türkei geboren, graduierte an der Gazi University in Ankara in Kunst. Drei Jahre später begann ihre professionelle Karriere als Malerin. Sie unterrichtete Ihr Fach an der Anadolu Universität und ist seit 2004 als freischaffende Künstlerin tätig. Sie konzentriert sich in der Wahl der Malmittel auf die Tradition Ihres Landes. So verwendet sie weiches Pastell und Ölfarbe in Zusammenhang mit Tempera auf asiatischem Papier. Als Motiv wählt sie das klassische Stilleben in zeitgenössischer Darstellung. Kräftige Farben und klare Formen sind Ihr Markenzeichen.Necla Aktan hat bisher vorwiegend in Ankara ausgestellt, wo sie auch gegenwärtig lebt.

Die Malerin aus den Niederlanden ist Margarita Nicolas. Sie wurde in Holland geboren, als Tochter eines Armeniers und einer indonesischen Mutter.

Sie besuchte unterschiedlichen orthodoxe katholische Schulen, die in ihr eine reiche innere Welt schufen. Dieses drückte sie durch Zeichnungen, Musik und Tanz aus.4 Jahre studierte sie Pantomime, eine große Inspiration für ihre Bilder, später Malerei an der Akademie der Künste in Amsterdam.Margarita Nicolas thematisiert in ihren Arbeiten die Beziehung zwischen Mann und Frau in den unterschiedlichsten Situationen, aber auch die Performance am Theater und Tanz. Sie stellt das große Gefühl in expressiver Malweise figurativ dar.

Muriel Soriano malt komplett abstrakt. Ihre Bilder wirken durch ein wechselhaftes Farbspiel mit vielen Nuancen. Mit flächigen Farbstrukturen beschreibt sie Elemente der Natur, wie den Herbst, das Meer und "farbigen Regen", wie sie ihn nennt.Sie erforscht in ihrer Malerei die Verwandtschaft zwischen Farbe und Licht, zwischen dem Sichtbaren und dem Gefühl das die Arbeiten vermitteln. Sie versteht ihr Werk als eine Einladung zu einer Reise über das Erkennbare hinaus. Muriel Soriano ist in New York aufewachsen und lebt nun in Honfleur, ein bekannter, malerischer Ort an der normannischen Küste, Geburtsort von Erik Satie. Sie stellte bisher in ihrer näheren Umgebung aus, aber auch in Paris, Rouen, London und Belgien.

Von Rosemarie Berger sehen wir Fotografien aus der Serie "Was bleibt..." was für ihre Thematik "Sein - Vergehen" steht. Sie sagt dazu :"ich sehe darin einen Bezug zu Empfinden, Schaffen und Werden der Menschen vergangener Zeiten und sicher auch zur eigenen Endlichkeit...." Die Arbeiten zeigen Ausschnitte morbider Industrieanlagen, die durch die Patina des Alters und die digitale Überlagerung verschiedener Abzüge sehr malerisch erscheinen. Sie leben durch die Geschichten, die sie widerspiegeln, welche unsere Fantasie wachrufen und gekonnt das Thema von Rosemarie Berger verdeutlichen. Die deutsche Künstlerin wurde in Grafik und Werbung ausgebildet verbunden mit langer Berufstätigkeit im Medienbereich in verantwortungsvollen Positionen, z.B. war sie fast 10 Jahre als Creativ-Directorin im OTTO-Konzern. Seit 2008 entwickelte sie eigene Foto-Kreationen, verbunden mit regelmäßiger und erfolgreicher Ausstellungstätigkeit.

Der zweite Fotograf ist Arie van Garderen aus Holland. Er bearbeitet seine Aufnahmen digital, in dem Sinne, dass der Bildschirm die Leinwand ist und der Pinsel elektronisch. Es sind urbane Architekturdetails, die durch neonfarbene Kompositionen ein neues Gesicht bekommen. Auf diese Weise entstehen ausdrucksstarke Abbilder moderner Bauwelten. Arie van Garderen hält die Dinge seiner Umgebung fest, aber möchte hinter die Oberfläche blicken. Er regt dazu an alltägliches neu zu betrachten und von der allgemeinen schwarz-weiss Einordnung abzurücken. Arie van Garderen beschäftigt sich mit der Kunst seit er denken kann und entwickelt seine Techniken immer weiter. Er präsentierte seine Werke bisher vorwiegend in Holland.

Necla Aktan, Margarita Nicolaas, Arie van Garderen,Tilla Kekki, Rosemarie Berger, Muriel Soriano
November-Ausstellung
08.11.13  -  04.12.13

 

Eva Müller, ICHTYS

 

Mesi List malt abstrakt, die Sprache der Farbe bestimmt ihre Kreativität. Sie sagt dazu:" Die Umsetzung meiner Arbeiten kommt aus der Natur, meiner Befindlichkeit und meiner Gedanken. Mir ist wichtig diese in subtilen Farbkompositionen wiederzugeben, sei es reflexhaft und spontan oder kalkulierbar und prozesshaft. Mesi List wurde in Graz geboren, lebt gegenwärtig in der nähereren Umgebung.Sie genoß eine Ausbildung in Graz an der Kunstgewerbeschule im Bereich Grafik und Weiterbildung bei internationalen Künstlern. Ihre Arbeiten umfassen, Malerei, Grafik und Installation, aktuell auch Fotografie. Sie bestritt Ausstellungen in Europa, auf den Seychellen, in Korea und Japan.

Elena Hoener zu Drewer wurde 1970 in Moskau geboren. Sie studierte an der Kinderkunstschule und später Philologie. Seit 1994 lebt sie in Deutschland, wo sie ein weiteres Studium zur Diplom-Designerin in Dresden abschloss. Seit 1999 lebte sie 8 Jahre lang als freie Designerin in Taiwan und China, reiste durch Asien und Australien, und ist seit 2009 als freie Künstlerin in Hamburg ansässig.Ihre Bilder erzählen Geschichten wie verspielte Tagträume, traurig oder amüsant : Der signalrote Mensch bewegt sich in surrealer Kulisse, in Beziehung zu einem Artgenossen, oder zu einem Tier, andere Symbole erläutern den Inhalt. Ihr Blick auf das Leben ist phantasievoll mit einer großen Leichtigkeit.

Auch die Arbeiten von Julia Eitelbuss haben Traumcharakter. Gestalten und Gesichter erscheinen hinter einer Nebelwand, wie abgetaucht oder aus einer anderen Dimension. Sinnlich scheinen die Figuren durch den Raum zu gleiten.Vielleicht entspringen die Wesen der Atelierumgebung, einer alten Spinnerei von 1863 ?! Julia Eitelbuss kommt aus der Nähe von Zürich, wo sie Textildesign studierte. Sie arbeitete in diversen Ateliers in St. Gallen, Genf und Paris, bis sie sich in Bern zur Zeichenlehrerin ausbilden ließ. Seit 1996 arbeitet sie als freie Malerin in ihrem Geburtsort, womit sich der Kreis schließt. Durch eine schweizer Kooperation stellte Julia Eitelbuss bereits 2 mal in Dubai aus.

Finn Dam Rasmussen ist der Keramikkünstler in der Ausstellung. Das charak-teristische Merkmal seiner Kunstwerke ist die geometrische Form, der bei allen eine abstrakte, strukturierte Bemalung gemein ist. Die Hohlkörper werden aus Tonplatten zusammengesetzt, bilden kantige Gefäße. Aber auch Baukeramik, Wandobjekte und Schmuck entstehen in seinen Händen. Finn Dam Rasmussen kommt aus Dänemark, ist ausgebildeter Töpfer und Soziologe. Mehrere Jahre forschte und lehrte er an der Universität, bis er 1991 eine Galerie für Möbel und Kunst in Kopenhagen eröffnete. 2007 verkaufte er das Geschäft und ist seitdem ausschließlich als freier Künstler tätig.

Eva Müllerist aus dem gleichen Ort wie Finn Dam Rasmussen, eine Künstlerkollegin. Sie hat sich der selten gewordenen Ikonenmalerei angenommen, im traditionellen Sinne, aber in modernem Design. Die Texte zu den Ikonen stammen meistens aus dem neuen Testament, in der Originalsprache Altgriechisch. In der ursprünglichen Bedeutung ist eine Ikone ein heiliges Bild das Figuren und Ereignisse aus der heiligen Schrift darstellt und einen Einblick in die Welt der Seele gibt. In der Interpretation von Eva Müller wird das Hauptgewicht auf Text und Farbsymbolik gelegt. Eva Müller ist auch Kunsthistorikerin, arbeitete einige Jahre als Redakteurin beim Kulturmagazin "Kunstavisen” und an der The Royal Danish Academy of Fine Arts.

Ilse Selle ist Lübeckerin. Sie beschäftigt sich mit der Malerei seit sie durch Krankheit in jungen Jahren ans Haus gebunden war. Bei unterschiedlichen Malern nimmt sie Unterricht, kommt über die klassischen Farben, wie Aquarell und Öl zum Acryl. Es ist eine Spezialität von ihr, die Motive ausgehend vom Rahmen zu entwickeln. Sie hat eine große Sammlung antiker, dänischer, schweizer und französischer Bilderrahmen, von denen sie so beeindruckt ist, dass sie sich malerisch unterordnet. Naturabbildungen in Form von Landschaften und Blumen sind die Inhalte. Ilse Selle hat vorwiegend im Raum Lübeck ausgestellt und dort viele Jahre mit einem bekannten Modehaus zusammengearbeitet.

Eva Müller, Mesi List, Elena Hoener zu Drewer, Julia Eitelbuss, Finn Dam Rasmussen, Ilse Selle
Oktober-Ausstellung *** Vernissage 11.Oktober 19-22Uhr
11.10.13  -  06.11.13

Ulla Repo

Kind of Paradise 5

Fotografie/ Übermalung

90x60cm

 

Diese Ausstellung setzt sich zusammen aus Malerei und Fotografie

Ulla Kristiina Repo ist eine wahre Kosmopolitin. Sie lebt und arbeitet in Helsinki und Beirut. Sie hat 1976-84 Malerei in Kankaanpää Art School in Finnland studiert, Grafik-Design an der Universität für Kunst und Design in Helsinki und in Warschau an derAkademie der Bildenden Künste. Ihre wichtigsten Techniken sind Fotografie, Zeichnen, Malen oder eine Kombination aus allen Dreien. In der Marziart Galerie zeigt sie Arbeiten aus der Serie "Kind of Paradise" übersetzt "Eine Art Paradies". Es sind Fotos aus Beirut, einer der Orte, die in den Nahost-Konflikt involviert sind und teilweise zerstört wurden. Ulla Repo beschreibt es so, das man sich fühlt, als lebe man auf einer riesigen Baustelle zwischen Schutt und Trümmern. Im Kontrast tauchen neue Wolkenkratzer auf, aus schattigen Gärten und alten Steinhäusern wurden Parkplätze. Diese unwirklichen Orte greift Ulla Repo in ihren Fotografien auf und übermalt sie mit Farbtupfen um die Stimmung des verlorenen Paradieses zu veranschaulichen.

Johannes Janusz Dittloff studierte an der Kunstakademie in Krakau. Er ist Fotokünstler   und Grafiker und sagt: "Wahrnehmung schafft Realität, die persönliche Realitätjedes einzelnen von uns. Unser Handeln orientiert sich nicht daran, wie die Welt ist, sondern daran, wie wir sie wahrnehmen, sie sehen." Und so kommen wir in dieser Ausstellung in den Genuss, seine Sicht auf die Dinge zu entdecken. Die Fotografien entstehen in Zeiträumen von bis zu 4 Jahren und hier sehen wir Arbeiten aus dem Zyklus "Metropolis Berlin" und "Urban Impression". Johannes Dittloffs Motive beschreiben das Leben in den Städten. Wir sehen Menschen im urbanen Umfeld, in ausdrucksstarker Schwarz-weiß-Fotografie, oder digital überarbeitet mit kräftigem rot. Johannes Dittloff wurde in Polen geboren, arbeitete im Bereich Design, Kunst und Kunstlehre.1985 immigrierte er nach Kiel, wo er neben seiner künstlerischen Tätigkeit an der Christian-Albrechts-Universität und an der Fachhochschule Kiel Design unterrichtete und an zahlreichen Ausstellungen im In-und Ausland teilnahm.

Silke Sturm setzt sich auch mit dem Stadtleben auseinander, aber in malerischer Weise. Kunst soll für sie immer etwas atemberaubendes sein und ein dramatisches Motiv haben. Ihre Kernaussage: "DIE AMBIVALENZ DER VERMEINTLICHEN WIRKLICHKEIT", womit sie ihre Befreiung aus der virtuellen Welt meint, die sie durch die Malerei erlangt. Diese Motivation ist anscheinend ein Phänomen unserer Zeit und macht die Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten besonders. Silke Sturms Bilder erzählen Geschichten wirken wie Filmzenen, erinnern an Comics.Die Künstlerin ist gelernte Diplom-Biologin und studierte Public Health, Chemie und Kunst. Während längerer Auslandsaufenthalte in Turin und Vancouver organisierte sie Ausstellungen und präsentierte dort auch Frühwerke. Seit 2013 ist sie Stammkünstlerin der LDX Artodrome in Berlin.

Gio Dudek-Panten ist eine deutsche Künstlerin, die mehrere Talente in einer Person vereint. So arbeitete sie als Fotografin, Kunstpädagogin, Autorin und Schauspielerin.Sie hat Malerei und Grafik an der freien Akademie für Bildende Kunst ABK in Hannover bei Erdogan Bulut studiert und weitere Ausbildungen bei diversen Künstlern erfahren. Seit 2002 stellt sie aus und erhielt schon verschiedene Auszeichnungen für Ihre Arbeiten.Gio Dudek-Pantens abstrakte Farbwelt besteht aus amorphen Formen die sich überlagen oder ineinander verwinden. Licht und Schatten bringen Tiefe in die Bilder und lassen die klaren Farben leuchten. Dunkle Linien gliedern die Farbflächen, wodurch eine spannungsvolle Komposition entsteht, die den kräftigen Farben Raum zur Wirkung geben.

Ping He ist ein chinesischer Maler, lebt in Shanghai. Er hat Kunst studiert und unterrichtet das Fach seit vielen Jahren an der Art & Design School der Dong Hua Universität. Bisher stellte er vorwiegend in Shanghai und New York aus, in Galerien, auf Kunstmessen, im Rahmen von Kulturprojekten und im letzten Jahr schon einmal bei Marziart. Seine Arbeiten sind in einigen wichtigen Sammlungen seines Landes vertreten und 1994 gewann er ebenfalls in China einen nationalen Wettbewerb für Modedesign. Es wurden auch schon diverse Artikel über seine Kunst geschrieben, unter anderem in der "Elle" und anderen chinesischen und internationalen Magazinen. Ping He s Bilder sind abstrakt, in kühle Farbfelder gegliedert.Dynamische schwarze Pinsellstriche dominieren die Malerei, bilden Räume und Figuren, die zum Teil menschliche Körper darstellen.Durch die reduzierte Farbgebung entsteht eine gewisse Klarheit, aber kein Hinweis auf Naturbezug oder räumliche Umgebung.

Kirsten Herse kommt aus Dänemark, wo sie lebt und arbeitet. Die Inspiration für ihre Malerei findet sie in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie dokumentiert den Werftbetrieb im Hafen, konzentriert sich auf die Details des Waldes. Dabei kombiniert sie die figürliche Darstellung mit der Abstraktion, stellt rein schwarz-weiße Flächen farbigen gegenüber. So wird zum Beispiel ein Rehkitz in schwarz-weiß wiedergegeben, der angrenzende Wald in abstrahierter Farbigkeit, was den Blick des Betrachters steuert. Auf diese Weise bekommen die Bilder etwas Illustratives, verweisen auf einen thematischen Inhalt. Allen Arbeiten ist eine gewisse Transparenz gemein, die in Zusammenhang mit den verarbeiteten Pastelltönen als Zerbrechlichkeit gedeutet werden kann. Kirsten Herse ist in einigen dänischen Galerien dauerhaft vertreten.

Ulla Kristiina Repo, Johannes Janusz Dittloff, Silke Sturm, Gio Dudek-Panten, Ping He, Kirsten Herse
September - Ausstellung *** Vernissage 6.September 2013 19-22 Uhr
06.09.13  -  02.10.13

 

Rik BeuselinckUnterdrückung der Frauen 2Metall, mit Flamme geschnitten und geschweißt 50x100x40cm

 

 

 

 

Diese Ausstellung setzt sich zusammen aus Malerei, Fotografie und Skulpturen.

Rik Beuselinck ist der Bildhauer in der Ausstellung. Bemerkenswert ist seine Technik, denn er formt seine Figuren durch das Herausbrennen des Metalls aus einem massivem Block oder schweißt Hohlkörper aus herausgebrannten Stücken zusammen. Sein Motiv ist der menschliche Körper, den er schöpferisch formt. Bereits als Kind war Rik Beuselinck von dem WerkstoffMetall fasziniert, doch erst in späteren Jahren seines Lebens wagte er den Schritt zum freischaffenden Künstler. Das Arbeiten mit Metall ist sein Lebenselixier und kein Material kann ihm so viel Zufriedenheit geben, wie er selber sagt. "Es ist wie ein wildes Geschöpf, das gezähmt werden muss und wenn die Skulptur geschaffen wurde, ist es die pure Freude. Wenn Worte fehlen, spricht ein Bild Bände."

Ivy Sankes ist die Fotografin in der Ausstellung, sie lebt und arbeitet in Amsterdam.2006 entdeckte sie Ihre Leidenschaft zur Fotografie, doch es dauerte noch 4 Jahre bevor sie es hauptberuflich machte. Ivy Sankes hat eine Affinität zur Schwarz-Weiß-, Portrait- und Straßen-Fotografie. So geht es in Ihren Aufnahmen immer um Menschen und Emotionen, in bevorzugt leicht melancholischer Stimmung. Wir sehen ausdrucksstarke Szenen, die dazu einladen Hintergrundgeschichten zu erfinden.Ivy Sankes hat begonnen Fotografie zu studieren, aber ist zur Zeit in der "Learning by doing-Phase" um ihre technischen Fähigkeiten zu perfektionieren.

Ineke Gademann arbeitete 25 Jahre als selbständige Inneneinrichterin bevor sie sich auf s Land zurückzog und intensiv der Malerei widmete. Inzwischen malt sie die Viecher der Umgebung, erfolgreich mit einem gewissen Bekanntheitsgrad in der Umgebung von Utrecht, in den Niederlanden. Ob Kühe, Schafe oder Hühner, kein Tier entkommt ihrer Beobachtung und wird portraitiert wie für ein Passfoto, vielleicht sogar für die biometrische Gesichtserkennung heutzutage. Sensibel arbeitet die Malerin die charakteristischen Merkmale der verschiedenen Gattungen heraus, oft mit einem Augenzwinkern. Ineke Gademann stellt ihre Tierschau das erste mal in Deutschland vor.

Irene Østenseth malt abstrakte Bilder und Portraits oft mit floralen Einflüssen. Bei den weiblichen Abbildungen überlagern transparente Flächen das Motiv oder bilden einen feinen Hintergrund. Bei den männlichen Modellen setzen kräftige Farben und starke Linien Akzente, wodurch die maskuline Körperlichkeit herausgearbeitet wird.Irene Østenseth  kommt aus Norwegen und setzt sich erst seit einigen Jahren intensiv mit der Malerei auseinander. Freie Malerei studierte sie bei Ihrem Landsmann Markus Brendmoe und Techniken bei der norwegischen Malerin Toril Kluge Hansen.Bisher zeigte sie Ihre Arbeiten nur in Ihrem näheren Umfeld in Oslo und nun das erste mal im Ausland.

Sigrid Braun-Umbach lebt in Berlin und auf Lanzarote, wo sie ihre Kreativität auslebt. Sie malt das Meer, die Küsten, die Gebirgszüge, schreibt Kurzprosa und Haikus, eine der kürzesten Gedichtformen. Hier präsentiert sie uns ihre Landschafts- ausschnitte in den Farben des Meeres und der felsigen Berge. Frisches Türkis gegen erdige Brauntöne. Sigrid Braun-Umbach versteht es die Schönheit der kargen Vulkaninsel einzufangen und zu beschreiben, im Bild wie mit Worten. Sigrid Braun-Umbach ist nach verschiedenen Ausbildungen Dozentin in der Erwachsenenbildung, stellte ihre Arbeiten in Portugal, Spanien, der Schweiz und Berlin aus.

Barbara Winkleralias "Fehba" ist überzeugte Autodidaktin. Sie malt abstrakt, oder weibliche Akte auf abstrakte Hintergründe, wobei der experimentelle Entwicklungs-prozess für sie zum Reizvollsten an der Malerei zählt. Geboren in Kärnten, zeichnet und malt sie, seit sie denken kann und zeigt uns in dieser Ausstellung ihre neusten Arbeiten. Das sind Bilder mit mehrschichtigem Farbauftrag, pastos und transparent überlagert. Eine dynamische Pinselführung bringt Bewegung auf die Leinwand, Kontraste die nötige Spannung. Warme Töne dominieren gegenüber weißen Farbschleiern. Die Titel drücken menschliche Befindlichkeiten aus, die der Betrachter entdecken kann, wenn er sich darauf einläßt.

 

Irene Østenseth, Sigrid Braun-Umbach, Fehba, Ineke Gademan, Rik Beuselinck, Ivy Sankes
August-Ausstellung *** Vernissage 2.August 2013 19-22Uhr
02.08.13  -  28.08.13

Barbara Grundmann   "Pablo mit Hosenträgern" 100x70cm Eitempera auf Leinwand

Anneke Ingelse ist die holländische Künstlerin. Ihre Bilder setzen sich aus grafischen Elementen zusammen, in Form von Collagen oder reiner Malerei. Musik und Natur sind die wichtigsten Quellen ihrer Inspiration. Aus den Rhythmen werden Flächen und Formen, die Melodie bestimmt die Farbigkeit. Ihre visuelle Umsetzung der Musik wird von Musikern geschätzt, sodaß Anneke Ingelse schon von verschiedenen Musikverlagen beauftragt wurde, das Cover für diverse Musikbücher zu gestalten.Eine Bilderserie ist entstanden zum Thema: "Lieder ohne Worte" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Anneke Ingelse studierte an der "freien Akademie der Bildenden Künste in Den Haag" und stellt regelmäßig in Gouda, Den Haag und Rotterdam aus.

Tania Maria Klinke verbindet in ihrer Malerei Schemata der Natur mit flüchtigen Impressionen des Alltags. Ihre Bilder entstehen meistens spontan, geleitet durch den freien Lauf der Fantasie. Mit ihren Werken möchte die Malerin den Betrachter berühren, Emotionen wecken. Experimentierfreudig war Tania Maria Klinke anfänglich von der Ölmalerei fasziniert, bevorzugte eine Zeit lang Porzellan als Malgrund und versuchte Ihre Ideen auch mit selbsthergestellter Spachtelmasse, Marmormehl, Baumaterial und Sumpfkalk umzusetzen. Wir sehen in dieser Ausstellung Acrylbilder in gedämpfter Farbigkeit mit überlagerten Ebenen und feinen Strukturen. Tania Maria Klinke wurde in Zürich geboren und hat 6 Kinder. 1974 siedelte die Familie in die französische Schweiz über, wo sie heute lebt und arbeitet.

Monika Hartwigsen lebt in Hamburg. 2006 entdeckte sie die Liebe zur Malerei und bringt seit dem mit Leidenschaft, vielschichtige Kompositionen auf die Leinwand. Großzügig wird die Farbe mit Spachtel aufgetragen, immer wieder überarbeitet und verändert. Zum Schluss entstehen haptisch erlebbare Werke, in denen die aufgebauten Strukturen ein wichtiges Gestaltungsmittel sind. Wählt Monika Hartwigsen gegenständliche Motive, als Ausgangspunkt für Ihre Malerei, dann sind es Details aus der maritimen und urbanen Welt, oder es entwickeln sich abstrakte Farbspiele, ganz frei aus dem Bauch heraus. Neben Ausstellungen in Hamburg, zeigte Monika Hartwigsen ihre Arbeiten in Berlin und auf der Insel Pöhl.

Barbara Grundmann lebt und arbeitet ebenfalls in Hamburg. Bemerkenswert ist der ganz eigene Stil, der ihre Malerei auszeichnet. Es sind Bilder, die Geschichten erzählen, zusammengesetzt aus Fragmenten des Erlebten. Eingebettet im farbenfrohen Hintergrund, agieren Mensch und Tier, erinnern an die Auszüge eines Märchenbuches. Fantasievolle Symbolik gibt Rätsel auf und Denkanstöße. Barbara Grundmann hat schon immer gemalt, aber nie zielbezogen, wie sie selber sagt. Ein Kunststudium wurde ihr verleidet und so entwickelte sie sich als Gasthörer und durch die Malerin Tanja Gott vom Telefongesprächskritzler zur Malerin. Barbara Grundmann lebte lange in Frankreich und seit 2007 in Hamburg

Für Casmina Magdalena Haas ist das Zusammenspiel mit der Natur wichtig. Ihre Bildwerke und Objekte entstehen aus gewachsenem Material, nicht aus künstlich Hergestelltem. Sie sammelt die Rohstoffe Ihrer Kunst an der See und in der ländlichen Umgebung. Zusammengefügt entstehen sehr ästhetische Arbeiten, ergänzt durch Schriftbilder, Blattgold oder Drucktechniken. Neben den 2 dimensionalen Werken an der Wand, beleben Arrangements mit Kristallen und Holzobjekten den Raum.Casmina Magdalena Haas hat Malerei an der Hochschule für Künste in Bremen studiert, ist viel gereist und lebte 6 Monate in Abu Dhabi. Für ihr künstlerische Laufbahn und zum Verstehen ihrer Werke ist es sicher auch von Bedeutung, dass sie seit ihrer Kindheit ein Medium ist und hellsichtig.Casmina Magdalena Haas lebt in der Nähe der Ostsee und hat ein Galerieatelier in Lübeck.

Barbara Grundmann, Casmina Magdalena Haas, Monika Hartwigsen, Anneke Ingelse, Tania Maria Klinke
Juli-Ausstellung *** Vernissage 5.Juli 2013 19-22Uhr
05.07.13  -  31.07.13

Renate Polzer bevorzugt die abstrakte Darstellung. Hier zeigt sie uns eine Serie, in der sie über eine mehrfarbige Grundierung ein schwarzes oder rotes Muster legt, das wie einen riesigen Barcode ergibt. Sie nennt die Serie "Selbstportrait-Mutationen I-IV". Renate Polzer arbeitet immer mehrlagig, bringt Ruhe in die bewegte Malerei durch ein grafisches Netz oder flächige Überlagerungen. Ein weiteren Teil ihres Gesamtwerkes nehmen Drucke ein, die in verschiedenen klassischen Techniken entstanden sind. Renate Polzer kommt aus Österreich, studierte u.a. Malerei und Radierung bei Gunter Damisch, und an der Internationalen Akademie für Bildende Kunst in Salzburg. Sie nahm an internationalen Ausstellungen teil, auch auf den Seychellen und in Kuba.

Annette Marx gehört ebenfalls zu den abstrakten Malerinnin. Auf großflächig gestalteten Hintergründen in warmen Braun- und Rottönen, finden sich dynamische, schwarze Linien, die das Bild in geordnete Bereiche gliedern. Strukturen und weiße, transparente Übermalungen sind weitere Elemente in der Komposition. Annette Marx schafft Räume die im Dialog zueinander stehen und ein Bild ist erst fertig, wenn das Kräfteverhältnis der einzelnen Bereiche zueinander ausgewogen ist, wie sie selber sagt. Ein Thema, das die Künstlerin beschäftigt, ist (Zitat:) die Verletzlichkeit des Individuums in seinen Realitäten. Es sind die unendlich verschiedenen parallelen Realitäten, ihre Ebenen und ihre Interaktionen. Annette Marx lebt und arbeitet in Saarbrücken und hat sich schon diverse Preise und Auszeichnungen ermalt.

Die Dänin Maj Ribergard ist nicht nur Malerin, sondern auch als Design & Kommunikationsberaterin, Grafikerin und Illustratorin tätig. Sie war Lehrling bei der Werbeagentur Public Image-Service und studierte am Grafik-Design-Institut in Kopenhagen. 1987-1990 arbeitete sie als Page Designer bei der Kopenhagener Tageszeitung "Politiken", bevor sie mit großem Erfolg ihr eigenes Studio eröffnete. Ihre Malerei ist kontrastreich. Entweder sehr frei, oder minimalistisch. Doch eins haben sie alle gemeinsam, sie sind kraftvoll, energiegeladen mit positiver Ausstrahlung. Transparente Ebenen gewähren den Durchblick in die entstandene Tiefe. Sie fangen das Licht ein und erwecken das Bild zum Leben. Oder die Künstlerin klebt strukturiert Tennisbälle auf die Leinwand, bringt eine 3Dimension hinein.

Iso Decleer ordnet seine Werke selbst in die Stilrichtungen Surrealismus, abstrakten Expressionismus, Pop- und Street Art ein. Er kommt aus Belgien, studierte Freie Kunst an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen und arbeitete auch als Assistent des flämischen Kunst-Provokateurs Jan Fabres für dessen Ausstellung "Metamorphose" im Pariser Louvre. Dort wurden tote Käfer zum Ausstellungsobjekt, ein Motiv mit dem auch Iso Decleer eine Affinität verbindet. Insekten und andere Lebewesen bringt der Maler minimalistisch auf die Leinwand, reduziert die Dinge auf das Wesentliche und schärft den Blick des Betrachters. Neben zahlreichen Ausstellungen realisierte der Künstler in Antwerpen ein audiovisuelles Projekt, das von dem flämischen Kulturministerium gefördert wurde.

Ria Ott ist eine Meisterin der figürlichen Darstellung, hält mit liebevollem Blick Szenen des täglichen Lebens fest. Sie schaut den Menschen beim Treiben in der Stadt oder beim arbeitsreichen Landleben zu. Das Spiel mit Licht und Schatten erinnert an die klassischen Impressionisten, ebenso wie Strukturen und Formgebung. In den realistischen Werken überwiegen warme Töne, die die angenehme Atmosphäre die von den Bildern ausgeht unterstreichen. Ria Ott ist eine ausgezeichnete Beobachterin, malt und zeichnet schon ihr ganzes Leben lang. Es ist Ihr wichtig, die Freude zu vermitteln, die sie beim Malen empfindet. Ria Ott lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in den Niederlanden und hat bei verschiedenen Malern ihr Handwerk erlernt.

Constantin Vasiiist der Bildhauer in der Ausstellung. Er wurde in Rumänien geboren, floh 1988 nach Dänemark. Im Alter von 16 Jahren entdeckte er die Werke des berühmten rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi, die ihn bewogen eine Schule für Kunst und Handwerk zu besuchen. Er graduierte im Bereich Gartenbau, behielt immer den Bezug zur Natur und seinem Werkstoff Holz. Für ihn bleibt das Holz lebendig mit ständig wechselndem Ausdruck. Jeder Baum und jede Art von Holz hat einzigartige Eigenschaften, die der Künstler bei seiner Arbeit berücksichtigt. Seine Kunst, soll haptisch und visuell erfahren werden und die glatten geschwungenen Flächen seiner Skulpturen laden dazu ein, berührt zu werden. Die meisten Objekte sind abstrakt, wirken neben der Formgebung auch durch die herausgearbeitete Maserung als auch durch die Kombination heller und dunkler Holzarten.

 

Iso Decleer, Annette Marx, Ria Ott, Renate Polzer, Maj Ribergard, Constantin Vasii
10 Jahre Marziart *** Vernissage 7.Juni 2013 19-22Uhr
07.06.13  -  03.07.13

Paulien Tesselaar "Liegende nackte lll" Öl auf Leinwand 80x60cm

In dieser Ausstellung sind verschiedene Stilrichtungen zu sehen, wie digital erarbeitete Drucke, abstrakte Malerei, klassische Akte und Steinskulpturen.

Renate Moser gehört zu den abstrakten Malerinnin, in deren Werke aber zum Teil menschliche Figuren auftauchen. Auf großflächig gestalteten Hintergründen in blauen und braunen Tönen, zeichnen sich Gestalten ab, die liniear betont werden. Sie scheinen wartend im Raum zu stehen, wie Schauspieler, die auf ihren Einsatz warten.Renate Moser wurde in Luzern/Schweiz geboren und ist mit vielen Geschwistern erlebnisreich aufgewachsen. Nach vielen Umzügen und Ausbildungen, wie in Malerei, Kunsttherapie und Werbung, liegt der Fokus nun auf der Kunstmalerei, gekoppelt mit Studienaufenthalten im In- und Ausland. Seit2000 hat sie als freischaffende Künstlerin eine Lehrtätigkeit im Bereich der abstrakten Malerei und Objektgestaltung inne.

Pietro Maffei kommt auch aus derSchweiz, aber aus dem französischen Teil. 4 Jahre verbrachte er in Kalifornien, 2003 kehrte er zurück.Er begann seine künstlerische Laufbahn mit der Malerei in Anlehnung an den Surrealismus und Symbolismus.Inzwischen findet sich der Künstler mehr in der Fotografie wieder und sieht, neben der frühen Faszination über den weiblichen Körper, die Natur als Ganzes. In Kalifornien begann Pietro Maffei mit der Makro-Fotografie, die sein Experimentierfeld wurde. Er begann alle möglichen Pflanzen, alle Arten von Beeren und Blumen im Bild festzuhalten. Die Bilder in der Ausstellung entstanden aus dem Spiel mit manipulierten Farben und verschiedenen Filtern. Auf diese Weise entstehen seltsame Biotope, die an die Sicht ins Kaleidoskop erinnern.

Bei Toshio Sugawara aus Japan war die Entwicklung genau anders herum. Zunächst zeichnete er auf einem digitalen Zeichenbrett und bevorzugte dann die klassische Malerei auf Leinwand. Seine Werke sind abstrakt, geometrische Flächen und Linien bilden die Komposition auf weißem Grund. Es scheinen Ausschnitte aus dem Kosmos zu sein, Planeten mit Umlaufbahnen in Galaxien. Sein Credo : "Der uns umgebene Raum ist nicht leer, er ist voll großer, verborgener Energie." Toshio Sugawara studierteam Design College und arbeitete bis 2000 in verschiedenen Design-Studios in Tokio. Seit 2001 lebt er an einem grossen See südwestlich von Tokio, wo er eine Aalzucht aufgebaut hat.

Der vierte Künstler der abstrakten Darstellung ist Max Matthes aus München. In seinen Bildern legen sich transparente Farbwolken übereinander, gewähren den Durchblick in die entstandene Tiefe. Sie fangen das Licht ein und erwecken das Bild zum Leben. Das vorrangige Gestaltungselement ist die Fläche, frei und dynamisch aufgetragen. Kräftige Farben lassen den Raum wirken und verführen den Betrachter in ihm zu versinken.Max Matthes begann seine künstlerische Ausbildung als Schriftenmaler und ergänzte sie durch Studien in verschiedensten Bereichen der bildenen Kunst. Seit 1992 arbeitet Max Matthes alsfreischaffender Künstler, kann auf zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken und auf diverse Veröffentlichungen in TV und Printmedien.

Paulien Tesselaar ist eine Meisterin der figürlichen Darstellung. Mit Lucian Freud als Vorbild hält sie Menschen in klassischer Aktmalerei fest oder in Szenen des täglichen Lebens. Voluminöse nackte Frauenkörper liegen in ihrer ganzen Schwere auf dem Sofa oder die Malerin schaut den Menschen beim Tagewerk zu. Licht und Schatten spielen eine große Rolle, ebenso wie Strukturen und Formgebung. Paulien Tesselaar ist eine ausgezeichnete Beobachterin, bei der sie auch ihr Portrait in Auftrag geben können.Die Künstlerin studierte an der Wackers Academy in Amsterdam und erweitert ihr Spektrum immer wieder in Meisterklassen unterschiedlicher Maler.

Engelien Dam ist die Bildhauerin in der Ausstellung. Ihre Figuren sind fröhliche Fantasiegestalten in Stein gehauen. Engelien Dam möchte Freude vermitteln, vom Ernst des Lebens ablenken. Ihre positiven Gestalten nennt sie "Kunst mit einem Augenzwinkern", holländisch abgekürzt KMEK. Sie zeigt uns aber auch ihre andere Seite als Bildhauerin mit abstrahierten Figuren, die auf die charakteristische Form reduziert sind, ganz abstrakt, in Bronze gegossen, oder auch in Stein gemeißelt.Engelien Dam ist Holländerin,hat Kunst studiert u.a. in der Bildhauerklasse von Felix van Breuge.

 

Pietro Maffei , Max Matthes , Paulien Tesselaar , Renate Moser , Toshio Sugawara, Engelien Dam
Mai-Ausstellung *** Vernissage 3.Mai 2013 19-22Uhr
03.05.13  -  29.05.13

Angela Sommer "Eruption 6" Acryl,Erde geschichted auf Leinwand 110x80cm

 

Angela Sommer ist eine von drei deutschen Malerinnen in dieser Künstlergruppe.Sie lebt in Hamburg als Kunsttherapeutin und bildende Künstlerin, nachdem sie als Schauspielerin an einer Tourneebühne unterwegs war, verschiedenste Theaterseminare im In- und Ausland absolvierte, und Kunsttherapie und Pädagogik mit dem Schwerpunkt Malerei in Ottersberg studierte.Wesentliche Stationen ihrer künstlerischen Entwicklung sind außerdem verschiedenste Reisen durch das südliche Afrika. Kann man diesen Lebenslauf in Ihren Bildern ablesen ? Diese sind auf jeden Fall kraftvoll, mit viel Struktur auf große Leinwände gebracht, ganz abstrakt. Warme Erdtöne, die Farben der Elemente, und immer etwas schwarz, können als starken Naturbezug gedeutet werden. Sie sind mit Energie geladen und erinnern ein wenig an Emil Schumacher.

Diana Jantzen lebt ebenfalls in Hamburg, wurde aber in Madrid geboren.Sie stammt aus einer Künstlerfamilie und ist seit 1998 als leidenschaftlich freischaffende Künstlerin im norddeutschen Raum aktiv und tätig. Ihre Bilder leben durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien, wie Fotocollagen, Stoffen und Blättern.Durch einen mehrschichtigen Farbauftrag entstehen pastose Strukturen und kontrastreiche Oberflächen. Die Malerinexperimentiert ständig mit differenten Ausdrucksformen immer auf der Suche nach dem Neuen.Diana Jantzen ist über mehrere Jahre von diversen Künstlern im In und Ausland unterrichtet worden und hat an etlichen Privatkunstschulen gelernt. Ihr Studium in Raumgestaltung und Innenarchitektur findet auch in Ihren Arbeiten Anwendung. Auch lässt sie sich seit mehreren Jahren anhand von Reisen im europäischen und kanadischen Ausland inspirieren.

Doris Teufert wuchs an der Ostseeküste Rügens auf, hat dadurch eine besondere Affinität zu Meer und Natur. Zitat:"Gerade am Meer nehme ich einen erlebten Augenblick bewusst als Einheit aus natürlicher Schönheit und eigenem Wohlbefinden wahr." So sehen wir in dieser Ausstellung Ihre Meeresbilder, die die Szenerie des Strandlebens festhalten, aber auch das reine Naturschauspiel. 2010 hat Doris Teufert das erste mal in der Marziart Galerie ausgestellt und inzwischen Ihr Thema weiterentwickelt. Nun sind einige Ihrer Arbeiten abstrahierter umgesetzt und detaillierter in der Ausführung, wie ich finde.Wichtig ist ihr, den Betrachter in die unterschiedlichsten Stimmungen am Meer eintauchen zu lassen und ihn mitzunehmen auf eine "Reise" in eine Welt von Emotionen, Ruhe und Entspannung.Doris Teufert lebt seit einigen Jahren in Berlin, wo sie auch überwiegend ausstellt, wie bei der BERLINER LISTE 2012

Ida Bjørnstrøm ist die Fotografin. Sie lebt in Dänemark und bis 2010 übte sie Ihren studierten Beruf als Grafikdesignerin aus. Inzwischen betreibt sie einen eigenen Pastashop, denn Ihr Ursprungsland ist Italien. Das wird auch in Ihren Fotografien deutlich, in denen sie temperamentvolle Bewegungen von Tänzern und anderen Akteuren auf der Bühne festhält. Das Spiel zwischen Bewegung, Licht und Schatten generiert geistähnliche Motive auf das Fotopapier. Bewegungsabläufe bleiben erkennbar, wirken wie aufgetragene Farblasuren und dynamische Pinselstriche.Der Betracher wird Zuschauer eines Tanzes obwohl ihm nur eine kleine Sequenz dargeboten wird. Ida Bjørnstrøm nimmt auch Landschaftsmotive auf, doch Farbigkeit, Licht und Schatten sind immer wichtige Gestaltungsmerkmale.

Annemette Høier Nielsen kommt auch aus Dänemark, studierte Kunst an der Design Schule in Kolding. In ihren Bildern spricht das innere Kind aus ihr. Es ist ihr ein Bedürfnis durch ihre humorvollen Bilder Freude in unsere technologische Welt zu bringen, eine Geschichte zu erzählen. Wie in Kinderbildern sehen wir bunte Menschen und andere Lebewesen, die irgentwie zusammen agieren. Es ist die Fantasy-Welt von Annemette Høier Nielsen in die sie uns einlädt.Mit Ihrer fröhlichen, imaginären Familie tingelt Annemette Høier Nielsen durch viele Ausstellungen, übernimmt häufig Auftragsarbeiten und gibt Malkurse um als Malerin existieren zu können.

Engelien Dam sie ist die Bildhauerin in der Ausstellung, ihre Figuren passen gut zu denen von Annemette. Es sind ebenfalls fröhliche Fantasiegestalten nur in Stein gehauen. Auch Engelien Dam möchte Freude vermitteln, vom Ernst des Lebens ablenken. Ihre positiven Gestalten nennt sie "Kunst mit einem Augenzwinkern", holländisch abgekürzt KMEK. Sie zeigt uns aber auch ihre andere Seite als Bildhauerin mit abstrahierten Figuren, die auf die charakteristische Form reduziert sind, ganz abstrakt, in Bronze gegossen, oder auch in Stein gemeißelt. Engelien Dam ist Holländerin,hat Kunst studiert u.a. in der Bildhauerklasse von Felix van Breuge.

Angela Sommer, Ida Bjørnstrøm, Annemette Høier Nielsen, Engelien Dam, Diana Jantzen, Doris Teufert
April-Ausstellung "Perspektiven" *** Vernissage 5.4.2013 19-22Uhr
05.04.13  -  01.05.13

Helene Draaijers "Schweres Wetter", 100x100cm, Acryl auf Leinwand

Martin Bührer ist der auffälligste Maler in dieser Ausstellung. Er hat seine ganz eigene Malweise entwickelt, die man besser als Zeichentechnik bezeichnen müßte. Mit klaren, überlagerten Strichen einer klassischen Zeichnung, entstehen großformatige Bilder. Die besondere Wirkung läßt sich aber nicht nur durch die ungewöhnliche Größe der Grafik erklären, sondern auch durch die weißen Linien auf schwarzem Grund. Die Motivwahl Martin Bührers ertstreckt sich von ethnischen Elementen zeitgenössischer Volksgruppen, im Kontrast zu Details unserer zivilisierten Gesellschaft.Er ist Grafiker, Illustrator und Erzeuger von manuellen und digitalen Visualisationen.Martin Bührer ist in der Stadt Winterthur/Schweiz geboren, lebt und arbeitet in deren Nähe auf dem Lande.

Hanne Skjold Knudsen entdeckte schon als Kind, dass Zeichnen und Malen ihre Sprache ist. Sie sah die Welt schon immer aufgelöst in Linien und Farben und beschreibt ihre Arbeiten selber als eine Mischung aus ausdrucksstarker Phantasie und Wirklichkeit. Sie benutzt die Farben aus einem intuitiven Verständnis heraus mit Wurzeln im Fauvismus. Einer ihrer Vorbilder ist Munch. In plakativer Malweise sehen wir in ihren Bildern Gegenstände und Menschen des Alltäglichen, im surrealen Zusammenhang. Farbwahl und Motive haben eine starke Symbolkraft, erzählen eine Geschichte.Hanne Skjold Knudsen kommt aus Dänemark, wo sie auch als Illustratorin und designerin arbeitet.

Anette Walther Fassing ist auch eine dänische Malerin, doch sie findet ihre Inspiration eher auf Reisen in Europa oder nach Übersee. Sie möchte das Universum von Phantasie und Gefühlen in ihrer Malerei ausdrücken, die Atmosphäre und die Eindrücke der Fremde festhalten. Sie arbeitet vorwiegend mit Acrylfarbe auf Leinwand, mit grafischen Elementen im Kontrast zur freien Fläche. Sie reduziert ihre Motive auf das Wesentliche oder malt ganz abstrakt, aber immer aus einer positiven Grundhaltung heraus.Anette Walther Fassing unterrichtet Malerei an einer Kunsthochschule und in ihrem eigenen Studio. Ausgestellt hat sie auch außerhalb Dänemarks, in Italien, New York und Kanada.

Helene Draaijers kommt aus den Niederlanden und zeigt uns hier einen kleinen Ausschnitt ihrer Landschaftsmalerei. Sie ist hingerissen vom Meer, nachdem sie eine eindrucksvolle Springflut miterlebte, aber auch von anderen Umgebungen, wie die Gesichtslandschaft alter Menschen mit Falten und Furchen. Diese hält sie dann in Portraits fest. Ihre Seestücke entstehen nicht nur im Sonnenschein sondern auch bei Sturm und dunklem Wetter, wenn schwere Wolken über das Meer ziehen. Kraftvoll und dynamisch beschreiben breite Pinselstriche die aufgewühlten Dimensionen am Himmel und zu Wasser. Helene Draaijers ist Mitglied der Gruppe Utrecht unter der Leitung des Malers Walter Koning.

Javier Fernando Volovich ist ein abstrakter Maler, legt sich nicht auf Motive oder Stile fest, sondern lässt sich beim Malen von seinen Emotionen leiten. Er liebt es mit Farben und Materialien zu spielen und sie in Einklang zu bringen. Das Ergebnis sind dynamische Farbkompositionen mit überlagerten Flächen und Strukturen, die eine große Tiefe entstehen lassen. Kontraste wie Licht und Schatten bringen die Bilder zum leuchten.Javier Fernando Volovich wurde in 1962 in Argentinien geboren und immigrierte 1972 nach Israel. Dort lebt er bis heute als Maler und Designer nach einem Studium an derThelma Yellin art School. Er nimmt an vielen Ausstellungen teil auch ausserhalb Israels.

Martin Bührer,Hanne Skjold Knundsen,Anette Walther Fassing, Helene Draaijers, Javier Fernando Volovich
März-Ausstellung
08.03.13  -  03.04.13

 

Claire Grousset   o.T.   Acryl auf Leinwand

 

Albert Weber ist Schweizer. Er drückt sich durch Installationen aus, die er fotografisch präsentiert oder durch realistische Malerei, in der unvermittelt geometrische Elemente auftauchen. Am auffälligsten sind seine überdimensional gemalten Hände in der Haltung westlicher Zeichensprache oder als surreale Ergänzung wie beim Rheinfall von Schafhausen. Körpersprache mit verschiedene Facetten ist ein wesentliches Gestaltungsmerkmal in all seinen Arbeiten. Für ihn spiegeln die Motive die Einflüsse aus Umwelt und Medien wieder. Albert Weber lebt und arbeitet als bildender Künstler im Kanton Zürich und hat fortlaufend zahlreiche Ausstellungen und Messebeteiligungen im In- und Ausland. Seine Arbeiten finden sich in namhaften Galerien und bedeutenden Sammlungen wieder.

Han van Vonno ist Fotograf. Seit 25Jahren experimentiert er in seinem Fotostudio, arbeitet für die Werbung oder andere Auftraggeber. Von alltäglichen Gegenständen bis zur Landschaft fängt er alles mit seiner Kamera ein, zeigt uns seine klare Sichtweise auf die Dinge.In dieser Ausstellung sehen wir Stahlbaukonstruktionen als Schwarzlichtaufnahmen. Brücken und Treppenkonstruktionen erleuchten in grellen Farben vor schwarzem Hintergrund.Seine Stärke liegt in seiner Kreativität, die Dinge des täglichen Lebens bedeutungsvoll in Szene zu setzen.Han van Vonno kommt aus Holland, lebt und arbeitet in Amsterdam und war einer der ersten niederländischen Fotografen, der die digitale Fotografie einsetzte.

Pit Wide ist der Bildhauer in der Ausstellung. Er ist auch Schweizer und Mediziner. Das Bildhauerfach hat er nicht an der Universität studiert, sondern alles, was er für seine Gestaltung braucht, an verschiedenen Orten durch praktische Erfahrung erlernt. So machte er ein Praktikum in der Silber- Produktion und -Verarbeitung in denMinen von Potosi in Bolivien, genoß einen Studienaufenthalt in einer Kupfermine in Chile, eine Ausbildung in einer Kunstschmiede usw.Pit Wides Thema ist der Mensch in der Gesellschaft. Jede bearbeitete Röhre in seiner Komposition, ob aus Metall oder Keramik steht symbolisch für einen Menschen. Besonders in den großen Skulpturenkommt das Wechselspiel zwischen dem Einzelnen und der Gruppe zum Ausdruck. Da gibt es die Gebeugten, die Aufrechten, die Cliquenbildung.

Jerry Fuchs kommt aus Österreich und präsentiert uns seine vorwiegend abstrakten Ölbilder. Etwas gegenständlicher wird er, wenn er die Cantinettas malt. Die kleinen Läden, in denen es Käse, Wein und alles weitere gibt, was man für einen leckeren Imbiß italienischer Art braucht. Dann dominiert das Ladenangebot in seiner Malerei, überzieht linear dargestellt, die komplette Leinwand und gibt das Lebensgefühl, das mit dieser Eßkultur einhergeht, wieder. Jerry Fuchs bevorzugt warme Töne, wie gelb und rot in der Fläche, während eine lebendige Strichführung in schwarz die Komposition hervorbringt. Nach vielen Berufsjahren als Ingenieur, ist Jerry Fuchs seit 2010 ausschließlich als freischaffender Künstler tätig. Bisher stellte er in Österreich aus, wo er auch in verschiedenen Sammlungen vertreten ist.

Hans Mazenauer bevorzugt kräftige Farben und verwendet sie entweder für abstrakte Kompositionen oder Blumenarrangements. Lockere Pinselführung und Farbauftrag verleihen den Malereien eine gewisse Leichtigkeit. Der Maler spielt mit Licht und Schatten, bringt seine Werke zum leuchten.Vielseitig orientiert, zeichnet er auch Cartoons oder Aquarelle als Auftragsarbeit für eine renomierte schweizer Bank oder die Illustration der Titelseite einer Regionalzeitung. Wie man daraus erahnen kann, kommt Hans Mazenauer ebenfalls aus der Schweiz. Er startet jetzt erst richtig durch auf seiner künstlerischen Laufbahn und wird demnächst auch in New York ausstellen.

Die einzige Frau in der Künstergruppe ist Claire Grousset aus Frankreich. Sie lebt dort ziemlich genau in der Mitte des Landes, wo sie auch geboren wurde. Das verblüfft einwenig, wenn man Ihre Bilder betrachtet, die so frisch und hell erstrahlen, als wären sie am Meer gemalt worden. Viel weiß und blau stützen diesen Eindruck im Gegensatz zu den Titeln, wie zum Beispiel "Meine Parole, alles ist Arbeit"Claire Grousset hat Kunst in Toulouse und Brive studiert und zeigte Ihre Arbeiten vielfach in Frankreich und 2007 in Abu-Dhabi beim « French-art festival »

Claire Grousset, Albert Weber, Han van Vonno, Jerry Fuchs, Pit Wide, Hans Mazenauer
Februar-Ausstellung "Koloriertes" *** Vernissage 8.2.2013 19-22Uhr
08.02.13  -  06.03.13

Christopher Fraser "Sonnenuntergang am Genfer See 4" Fotografie

 

In dieser Ausstellung vereinen sich ganz unterschiedliche Kunstformen, wie Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Videoinstallation.

Der Künstler, der den Film produziert hat ist John Ramirez. Er ist ein Fotograf aus New York, der in der Marziart Galerie bereits 2 mal seine Fotoarbeiten gezeigt hat. Damals waren es Portraits von Arbeitern, bei der Ausübung ihres Berufes und Portraits von Menschen der New Yorker Halbwelt Szene. Wie damals beschäftigt sich John Ramirez mit Sozialstudien, schaut hinter die Kulissen, des Daseins. Sein Film heißt Animal Farm, in Anlehnung an den Roman von George Orwell, in dem sich die Tiere gegen die Herrschaft ihres menschlichen Besitzers auflehnen, der sie vernachlässigt und ausbeutet. Nach anfänglichen Erfolgen und beginnendem Wohlstand übernehmen die Schweine immer mehr die Führung und errichten schließlich eine Gewaltherrschaft, die schlimmer ist als diejenige, welche die Tiere abschütteln wollten.

Ein weiterer Fotograf in der Ausstellung ist   Christophe Fraser aus der Schweiz. Er praktizierte die Fotografie und Bildbearbeitung in den letzten 30 Jahren als Nebentätigkeit, aber die Qualität seiner Arbeiten spricht für ihn. Seine Schwarz-weiß-Aufnahmen, auf Silber Gelatine gedruckt, zeigen dunkle Atmosphären, geheimnisvoll und sinnlich. Viele Motive findet er in seiner landschaftlichen Umgebung, wie am Genfer See, den er in vielen Studien aufnimmt. Christophe Fraser ist gefesselt vom Licht und Reflexionen, die er als Flucht in eine andere Welt empfindet, in der er sich frei fühlt. Er ist Mitglied der "Zebralab" in Genf, die es ihm ermöglichte viele Techniken auszuprobieren und zu experimentieren, er nahm an einigen Ausstellungen im In- und Ausland teil.

Ineke Christiaans ist Malerin. Sie kommt aus Holland und malt sowohl abstrakte Bilder, als auch bewegte Motive, wie sie im Sport vorkommen. Nach der figurativen Darstellung bevorzugt die Künstlerin zur Zeit das Malen ohne Plan, wie sie es ausdrückt. Das Ergebnis sind farbintensive, ausdrucksstarke Acrylkompositionen, wir können beide Varianten sehen: Rennfahrer und Handballer in dynamischer Aktion und ebenso schwungvoll gemalte Farbflächen, durchzogen mit wilden Linien.Ineke Christiaans hat 2011 in Holland einen Preis für eines ihrer Bilder gewonnen und kam in den Jahren zuvor in die engere Auswahl des selben Wettbewerbes mit über 100 Teilnehmern.

Irena Kmita malt ebenfalls abstrakt, doch verzichtet sie im Vergleich zu den vorher beschriebenen Werken auf das Linieare. Die sich überlagernden Farbebenen ihrer Malerei lassen ihr Entstehen durch breite Pinselspuren erkennen und als zusätzliche Komponente fügt die Künstlerin Textfragmente ein. Viel weiß und warme Gelbtöne lassen die Bilder leuchten, Strukturen erweitern den Spannungsbogen. Irena Kmita kommt gebürtig aus Polen, lebt aber schon lange in Hamburg. Neben Malerei studierte sie hier Modedesign an der JAK Akademie, Germanistik, Slavistik und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg.

Caecilia Schlapper ist die Einzige, in deren abstrakten Arbeiten etwas Figürliches auftaucht, neben der Gliederung durch Form, Farbe und Kompostion. Für ihre Bilder verwendet Caecilia Schlapper hauptsächlich Acrylfarbe, belebt durch Struktur und Materialkollagen. Sie unterteilt die Leinwand kontrastreich in große helle und dunkle Flächen, verstärkt durch schwarz und weiß. Das Leben der aus Österreich stammende Malerin, wurde schon immer durch die Malerei bestimmt. Ihre Motivation diese Leidenschaft zu intensivieren wuchs, als ihr vor Jahren großes Talent bescheinigt wurde.

Ineke Christiaans, Christopher Fraser, Irena Kmita, John Ramirez, Cäcilia Schlapper
Januar-Ausstellung "Abrisse" *** Vernissage 11.1.2013 19-22Uhr
11.01.13  -  06.02.13

Maren Ruf o.T.   -   Nicole Wessels "Acht"

In dieser Ausstellung überwiegt das Abstrakte.

Caecilia Schlapper ist die Einzige, in deren Gemälden etwas Figürliches auftaucht, die anderen malerischen Werke in dieser Künstlergruppe, bestechen nur durch Form, Farbe und Kompostion.Das Leben der aus Österreich stammende Malerin, wurde schon immer durch die Malerei bestimmt. Ihre Motivation diese Leidenschaft zu intensivieren wuchs, als ihr vor Jahren großes Talent bescheinigt wurde. Für ihre Bilder verwendet Caecilia Schlapper hauptsächlich Acrylfarbe, belebt durch Struktur und Materialkollagen. Sie unterteilt die Leinwand kontrastreich in große helle und dunkle Flächen, verstärkt durch schwarz und weiß.

Schwarz und weiß spielen auch in den Bildern von Dietmar Israel eine große Rolle. Durch das Übermalen des Hintergrundes mit der weißen Farbe betont der Künstler die herausgearbeiteten Gebilde und surrealen Landschaften. Seine Malerei ist so kraftvoll und frei, man kann die Energie direkt spüren, die im Malprozeß freigesetzt wurde.Dietmar Israel lebt und arbeitet in Ettlingen am Stutensee in Deutschland und im Trentino, Italien. Er begann seine künstlerische Laufbahn als handwerklicher Maler und setzte diese dann bei vielen namhaften Künstlern, wie Markus Lüpertz und fort.Inzwischen ist er selber Dozent an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und Gestaltungs- therapeut.

Auch Maren Ruf ist ausgebildete Kunsttherapeutin. Sie entwickelte sogar eine eigene Coaching Methode, das artmapping ®. Es ist eine Verbindung aus Gespräch und freiem Malen. Maren Ruf lebt und arbeitet bei Mölln, beschäftigt sich auch mit anderen Disziplinen der Kunst wie Musik, Theater, Sprache/Poesie, Installation und spielt seit 10 Jahre beim Kabarett.Bei den Arbeiten, die sie in der Marziart Galerie zeigt, experimentierte sie mit artfremden Materialien, wie Dachpappe und verschiedenen Fundstücken. Man könnte es als Trash Art bezeichnen, wovon die ästhetische Präsentation jedoch ablenkt. Minimalistisch eingesetzt treten die kräftigen Farben auf der grauen, gekörnten Dachpappe hervor. Das Wechselspiel von Linie zur Fläche läßt ein Spannungsfeld entstehen.

Gro Selvik ist auch Malerin, sie kommt aus Norwegen. Sie lebt und arbeitet in der Umgebung von Oslo, wo sie auch geboren wurde. Sie besuchte die Kunstschule in Vika, experimentierte mit vielen Techniken und arbeitet in Teilzeit als Illustratorin und Zeichnerin. In den Bildern von Gro Selvik wird ein grosser Naturbezug deutlich. Die Grundtöne sind gelb und grün, stehen für Licht und Pflanzen, eingefügt werden Materialien wie Sand, Gras, Metall und in dieser Serie die grünen Blätter der Rosen. Vielleicht liegt es an der Dunkelheit des Winters in den nordischen Ländern, das die Malerin so ausdrucksvoll ein Stück des Sommers durch Ihre Malerei einfängt. Ihre Arbeiten strahlen viel Wärme aus.

Volker Neutard vereint Acryl, Kreide und ChinaTusche in seinen Bildern. Seine Gemälde sind sowohl abstrakten und figurativen. Viele seiner Arbeiten werden durch feine Linien filigran bearbeitet, sodaß das abstrakte Bild bei genauer Betrachtung ins Figurative wechselt. Der Maler zeigt hier 2 Bildsprachen. Die Acrylarbeiten sind stark strukturiert, wirken massiv, die Aquarelle bringen eine gewisse Leichtigkeit hervor.Volker Neutard lebt und arbeitet in Eppelheim bei Heidelberg. Erst in den letzten Jahren hat er begonnen seine Arbeiten öffentlich zu präsentieren, obwohl er schon seit den 60ziger Jahren malt und zeichnet.

Nicole Wessels ist eine Künstlerkollegin von Volker Neutard kommt ebenfalls aus Eppelheim bei Heidelberg. Sie ist die Bildhauerin in der Ausstellung, zeigt uns Ihre figürlichen Skulpturen. Ihr Material ist die Keramik, meist formt sie Menschen in ihren Beziehungen zueinander und Engel. Nicole Wessels läßtuns durch ihre menschlichen Abbildungen ihr glückliches Familienleben nachempfinden. In Ihrem künstlerischen Universum ist kein Mensch alleine, alle sind körperlich verflochten.Nicole Wessels absolvierte 2 Ausbildungen zur Keramikerin im Bereich Gebrauchs- und Baukeramik mit dem Abschluss als Deutschlands jüngste Keramikmeisterin mit nur 23 Jahren.Sie war Gesellin in verschiedenen Werkstätten und leitete die Zweigstelle einer Keramikmanufaktur, studierte dann freie Malerei und engagiert sich bis heute in viele Bereichen der Kunst.

Caecilia Schlapper, Maren Ruf, Dietmar Israel, Nicole Wessels, Gro Selvik Volker Neutard
Dezember-Ausstellung "Art-Essenz" Vernissage 7.12.2012 19-22Uhr
07.12.12  -  09.01.13

 

Maria Eugenia Akel   VALPARAÍSO-BEIJING   80x120cm Digitale Collage übermalt  

 

 

 

 

 

Auch in dieser Ausstellung sind wieder verschiedenste Stilrichtungen vertreten. Zum einen findet man abstrakte Malerei, auf der anderen Seite jedoch auch detaillierte, graphische Federzeichnungen,figürliche Malerei und digitale Arbeiten.

Letztere sind von Maria Eugenia Akel geschaffen worden, die in ihren Bildern Malerei und Zeichnung mit graphischen, digitalen Komponenten verbindet. Daraus entstehen dann collageartige Werke, in denen die einzelnen Objekte teilweise miteinander verschwimmen oder sich transparent auflösen. Ihre Arbeiten sind meist monochrom gehalten mit einigen Farbakzenten und starken Kontrasten. Maria Eugenia Akel arbeitet in ihrem Heimatland Chile in verschiedenen künstlerischen Bereichen, wie digitalen Druck, klassischer Malerei und Grafikdesign. Sie ist auch Architektin, Direktorin einer Künstlervereinigung und in einigen internationalen Galerien dauerhaft vertreten. Sie hat einen Preis im Bereich Fotografie gewonnen und ist in vielen Veröffentlichungen zu finden.

Auch Hanne Neß hat in diesem Jahr einen Preis gewonnen und zwar den Kunstpreis der Messe "Impulse international" in Osnabrück als beste Künstlerin. Die Kunsthistorikerin Claudia Bongers beschreibt Ihre Malereien folgendermaßen : "Im Fokus stehen Frauen, die offen und unnahbar, vertraut und seltsam fremd sind. Sie strahlen eine unwirkliche Eleganz, Flair und modischen Schick aus. Aber es sind keineswegs Abbildungen oder Portraits im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr Symbolbilder. Sie wirken auf uns wie aus einer anderen Welt, denn sie entsprechen nicht der Norm, dem Alltag." Auf mich wirken die Bilder auch fröhlich und sehr lebendig durch die Vielzahl der Farben und Papiercollagen. Jede Dame hat ihren ganz eigenen Ausdruck mit intensiver Wirkung. Hanne Neß lebt am Niederrhein, zeigte Ihre Arbeiten aber auch im Ausland, wie zum Beispiel in Shanghai.

Monika Aladiks thematisiert auch das menschliche Dasein, in Ihrem Fall in der Stadt. Sie ist in Budapest, einer Großstadt, geboren worden, lebt aber bereits seit 1980 in Deutschland. Durch ständiges Reisen ist sie es gewohnt, verschiedene Sprachen und Kulturen um sich zu haben, was sie in Ihren Bildern dokumentiert. Auch Berlin, die Stadt in der sie heute lebt und arbeitet, liefert ihr die Inspiration dazu. Skizzen, die unterwegs vor Ort getätigt werden bilden die Grundlage für ihre Bilder, wobei immer noch ein Zusatz aus Erfundenem hineinspielt. Mit Acryl auf Leinwand hält Monika Aladiks hunderte von Menschen fest, linear auf farbintensiver Fläche spiegelt sie das städtische Leben wieder.

Eine Vertreterin der abstrakten Kunst ist Mimi Van Bindsbergen. Viele ihrer Bilder haben Szenen aus der Landschaft zum Ursprung, wie zum Beispiel "River Traffic", das es in mehreren Ausführungen gibt. Unterwegs in der Natur sammelt die Malerin Eindrücke und Objekte. Diese hält sie photographisch fest, sodass die Funde in ihrem Studio in Gemälde umsetzten kann, aber sehr rudimentär. Ihre Bilder sind eine Reihe von Assoziationen zu Orten, an denen sie sich eine Zeit lang aufgehalten hat. Wichtig für Mimi Van Bindsbergen ist, dass die Bilder eine starke Ausdruckskraft besitzen. Die Künstlerin wohnt in den Niederlanden, wo sie Kunst studiert hat und, neben internationalen Ausstellungen, ausstellt.

Abstrakt ist auch die Malerei der aus Bremerhaven stammenden Künstlerin Bärbel Ricklefs-Bahr. Der Künstlerin geht es darum eine harmonische Komposition von Form und Farbe zu schaffen und Emotionen beim Betrachter auszulösen. In die Bilder etwas anderes hineinzudeuten ist für sie nicht von Belang. Alle ihre Acrylbilder entstehen spontan, sind strukturiert und um spezielle Effekte zu erzielen werden zusätzlich Materialien, wie Sand, Stoffreste, Pappen und Anderes hinzugezogen.

Seit 2008 besitzt Bärbel Ricklefs-Bahr in Schiffdorf, in der Nähe von Bremerhaven das Atelier N °17. Hier werden regelmäßig Kunstkurse, Workshops, Ausstellungen sowie ein offenes Atelier angeboten.

Im völligen Gegensatz zur abstrakten, farbenreichen Malerei, stehen nun die detailliert ausgearbeiteten Federzeichnungen des niederländischen Künstlers Jan Vosman.

Mit schwarzer Tusche entstehen surreale Bilder, die Geschichten erzählen. Die oft rätselhaft erscheinenden Darstellungen und Titel, sollen die Fantasie des Betrachters anregen, einen hintergründigen Sinn zu entdecken. Jan Vosman braucht ein Kontrastprogramm zu seinen minutiös entwickelten Zeichnungen, dann malt der Künstler abstrakte geometrische Kompositionen aus Temperafarben. Jan Vosman beschreibt seine Leidenschaft mit den Worten: "...ein Tag ohne zu zeichnen ist ein verlorener Tag"

Maria Eugenia Akel, Monika Aladics, Mimi van Bindsbergen, Hanne Neß, Bärbel Ricklefs-Bahr, Jan Vosman
November - Ausstellung *** Vernissage 9.November 19-22Uhr
09.11.12  -  05.12.12

Bernd Voigt - o.T. - Infrarotfotografie

 

Bernd Voigt ist in dieser Ausstellung mit Landschaftsfotografie vertreten. Seit Mitte der 90er Jahre beschäftigt er sich mit dem Themenbereich der Fotografie und erpropte diese auf unterschiedlichsten Wegen. Zunächst verdiente er durch Aufträge für Logos oder Renderings sein Geld, doch schon bald wechselte er in seinem Schaffen zu Portrait-aufnahmen und letztlich zur Landschaftsfotografie. Die hier gezeigten Aufnahmen entstanden mit Hilfe von Infrarot, was sie surreal, mystisch und auch bedrohlich erscheinen lässt. Sie werden ausschließlich in der heimischen Lausitz gemacht, die Bernd Voigt in oft tagelangen Streifzügen durchquert.Von der Aufnahme bis zum Print in eigenener Werkstatt hat Bernd Voigt alles in seiner Hand und lockt den Betrachter mit dem Schaffen mysteriöser Lichtverhältnisse in eine diffuse Welt.

Klaus L. Meyer ist gebürtiger Kölner und entschied sich dazu, seinem heimatlichem Umfeld treu zu bleiben. Anfangs experimentierte er auch mit der Fotografie und erprobte verschiedene Techniken, bis er die Leidenschaft zur Malerei für sich entdeckte. Hauptsächlich malt Klaus L. Meyer mit Öl auf Leinwand, wie auch bei seiner vorliegenden Serie "Interaktion zwischen Chaos und Ordnung". Dieses Thema beschäftigt ihn seit Anfang der 90er Jahre, wobei die neueren Werke im Gegensatz zu älteren weitaus abstrakter sind. Wir sehen intensive Farbverläufe, die dynamische Muster und Formen entstehen lassen, immer mit einer imaginären Lichtquelle in der Mitte des Bildes. Es entsteht ein bildhaftes Spannungsfeld, aus dem heraus die Intention ihren Ausdruck findet.

Eine weitere Künstlerin der abstrakten Darstellung ist Susanne Dittrich aus Österreich. Seit 2010 studiert sie Malerei an der Hamburger Akademie für Fernstudien um ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Gefühl und Bewegung spielen in den Arbeiten von Susanne Dittrich eine wichtige Rolle. Ihre Bilder entstehen meistens spontan und intuitiv, geleitet von ihrem inneren Empfinden, und so besitzt jedes Bild seine eigene, besondere Ausdruckskraft. Vorwiegend arbeitet die Malerin in Acryl und Mischtechnik, legt großzügige Flächen an, deren Ausdehnung durch kräftige Linien Einhalt geboten wird. Der Kontrast zwischen hell und dunkel, sowie transparentem Farbauftrag zu opaken Bereichen bringt Spannung in die Komposition. Als zusätzliche Komponente fügt sie gekonnt Material-collagen ein oder Textfragmente.

Daniel Yardanov-Alberchy ist ein Vertreter der Öl-Malerei. Er stammt aus Bulgarien und studierte dort Kunst mit Schwerpunkt Grafik. Die Inspiration für seine Bilder entnimmt er der Natur, setzt sich aber auch mit der Darstellung des klassischen Stilllebens auseinander. Die meisten seiner Bilder bestehen aus kleinen Farbflächen, die ein stimmiges Gesamtbild ergeben und an den Kubismus erinnern. Bezeichnend für seine Arbeiten ist auch das Zusammenspiel gedeckter Mischtöne mit kräftigen Farbnuancen. In allen Werken finden sich blau und türkis, die Farben des Wassers, was sicher auf seinen Lebensmittelpunkt hindeutet, der direkt am schwarzen Meer liegt. Daniel Yardanov-Alberchy nimmt an vielen nationalen, sowie auch internationalen Gruppen und Einzelausstellungen teil, häufig in den Großstädten der Türkei.

Die Bilder der Künstlerin Tanya Alvits wirken durch ihre intensive Farbigkeit. Sie malt zum einen figurativ, zum anderen widmet sie sich, wie hier zu sehen, der abstrakten Kunst. Ihre abstrakte Farbwelt besteht hauptsächlich aus den Primärfarben, die sich als amorphe Formen ineinander verweben. Licht und Schatten bringen Tiefe in die Bilder und lassen die klaren Farben leuchten. Nach einer kreativen Pause malt Tanya Alvits seit 2008 wieder verstärkt und stellt ihre Werke vorwiegend in Dänemark aus, hatte aber auch schon eine Einzelausstellung in New York. Tanya Alvits wurde in Dänemark (Kopenhagen) geboren, wo sie bis heute als freischaffende Künstlerin lebt und sich verschiedenen Künstlergruppen angeschlossen hat.

Die Skulpturen in der Ausstellung entstanden durch Hammer und Meißel der niederlän-dischen Künstlerin Frieda Waanders. Die meist verwendeten Materialien sind Marmor, Alabaster, Sandstein und Serpentine, oft in Kombination mit rostfreiem Stahl. Nach Vollendung der Form werden die Skulpturen abgeschmirgelt, geschliffen und letztlich poliert. Frieda Waanders ist es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Form und Material herzustellen, sodass die Gesamtwirkung stimmig ist. Für ihre Skulpturen lässt sie sich von Mensch und Natur inspirieren, setzt ihre Eindrücke sowohl abstrakt als auch gegenständlich um. Bis heute lebt sie in ihrer Heimatstadt Den Ham, arbeitet dort im eigenen Atelier und auch in einem Künstlerkollektiv einer Nachbarstadt.

Susanne Dittrich, Bernd Voigt, Tanya Alvits, Klaus L. Meyer, Frieda Waanders, Daniel Yordanov-Alberchy
Oktober-Ausstellung "Standpunkte" + Vernissage am 12.Okt.2012 19-22Uhr
12.10.12  -  07.11.12

                                                                                                                                                                                                                                                                                                Klaus Unger "Dreiecksvariationen" Marmor - Arjuna G. Aasehaug "The window" Acrylic on canvas

 

 

Arjuna Geir Aasehaug ist ein surrealer Maler. Er ist ein norwegischer Künstler, lebt und arbeitet in Göteborg, Schweden und wurde in Bergen, Norwegen geboren. Er ist ein vielfältiger Künstler, der sich, auf mehrere künstlerische Weisen ausdrückt, wie durch die Malerei, Keramikarbeiten und Schreiben. Seine Bilder entstehen aus Acrylfarbe auf Leinwand und Papier. Das wiederkehrende Motiv in seiner Malerei ist die weite Landschaft durch die sich ein Fluss oder eine Strasse schlängelt, Gebäude angedeutet werden und Ballons durch die Luft schweben. Menschen lassen sich davontragen als fliehen sie aus der Stadt in die Freiheit der Natur. Arjuna Geir Aasehaug besuchte die Kunstakademien in Bergen und Oslo und später eine Schule für Literatur und Improvisationsteater.

Klaus Unger ist der Bildhauer in der Ausstellung. Er wurde 1945 in Dortmund geboren und begann seine Laufbahn als Steinmetz. Er besuchte die Meisterschule in Freiburg und wurde Restaurierungsfachmann der Bildhauerkunst. Alle diese Studien helfen ihm jeweils das beste Material für die entworfene Skulptur zu finden. Oft gestaltet er geometrische Formen mit glatter Oberfläche, die die lebendige Struktur des Steins zum Ausdruck bringen. Symmetrie, abgerundete Kanten und die dargestellte Symbiose des unbearbeiteten Steins mit der herausgebildeten Kontur, sind weitere Stilmerkmale seiner Objekte.1997 zog Klaus Unger nach Dänemark, wo er sein Atelier auch als Schule für Feriengäste nutzt.

Lidia Crainic ist eine Malerin, die sich dem Abstrakten verschrieben hat. Sie wurde 1943 in Rumänien geboren, wo sie auch Bildende Kunst studierte. Sie lebt nach verschiedenen Stationen in Bremen und hat an Gruppenausstellungen, internationalen Symposien und Kunstmessen auf der ganzen Welt teilgenommen, wie in Rio de Janeiro, Havanna, Montevideo, Santiago de Chile, Buenos Aires, um nur einige zu nennen.Sie selbst sagt über ihre Bilder: Meine Gemälde zeichnen sich durch eine dynamische Komposition aus, die durch eine Vielzahl von Linien strukturiert wird und eine rhythmische Struktur entstehen lässt. Es mag als ein Gewirr konstruierter Linien erscheinen, ist aber vor allem durch kreative Präzision gekennzeichnet.

Albert Enz kommt aus der Schweiz, er war hauptberuflich Biochemiker in der pharmazeutischen Forschung und schon immer leidenschaftlicher Maler.Verschiedene erfolgreiche Austellungen in der Schweiz und Frankreich in den 60er und 70er Jahren spornten ihn an, nach seiner Pensionierung den Pinsel wieder in die Hand zu nehmen. Die in den letzten Jahren entstandenen Bilder sind entweder mit Acryl oder Öl geschaffen worden. Viele der Bilder sind Impressionen von Albert Enz Reisen in den Süden Frankreichs und der Toskana. Die Umsetzung dieser Landschaften in abstrakte Farbimpressionen sind ein Hauptziel seiner Gemälde. Er sagt selber : "Die Mittel der bildlichen Aussage sind für mich Form Farbe und deren Komposition. Die Farbe, Farbwahrnehmung und das Farbempfinden sind die Grundlagen für eine schöpferische Wesensäußerung des Menschen."

Michèle Reinau kommt ebenfalls aus der Schweiz und erarbeitete sich auf verschiedensten Wegen ihre abstrakte Malweise. Ein besonderer Reiz für sie ist die Spannung zwischen Farbgebung und den von ihr eingesetzten Materialien. Diese bringt sie kontrastreich zusammen, überlagerte Flächen und Linien ergänzen die Strukturen, es entstehen Landschaften oder Farbräume. Weiße Schleier hellen die Gemälde auf, geben ihnen etwas mystisches. Michèle Reinau ist die Balance zwischen abstrakten Formen und natürlichen Abbildungen wichtig. Ein Bild ist vollendet, wenn es beim Betrachten selbst nach Jahren immer wieder neue Eindrücke hervorbringt.

 

Arjuna G. Aasehaug, Michèle Reinau, Lidia Crainic, Klaus Unger, Albert Enz
September-Ausstellung "Blickwinkel" --- Vernissage 7.Sept.2012 , 19-22Uhr
07.09.12  -  03.10.12

 

Katrin Freudenberger "Sammelsurium"

Katrin Freudenberger malt abstrakt. Sie ist im Rheinland geboren, studierte Grafik-Design bei Prof. Robert Förch in Stuttgart und arbeitet bis heute in der Werbung, seit 1985 in eigener Werbeagentur. Sie illustrierte Bücher für bekannte Verlage und hatte 1992 ihre erste Einzelausstellung mit Ihrer Malerei. Diese setzt sich zusammen aus dynamischen Farbkompositionen mit überlagerten Flächen und Strukturen, die eine große Tiefe entstehen lassen. Der Kontrast zwischen Fläche und Linie spielt eine wesentliche Rolle, weiß bringt Licht hinein. Mit Hilfe von Acrylfarbe, Kreiden und Graphit deutet Katrin Freudenberger Details an, die sie in Ihrer Umgebung wahrnimmt. Bei genauer Betrachtung tauchen Pinien, Hütten, ganze Dörfer auf.

Anna Heickmannsetzt ihre Arbeiten aus verschiedenen Elementen zusammen. Zum Einen sind es malerisch entstandene Flächen, die sich kontrastreich über die anderen legen, zum anderen fügt die Künstlerin Papiercollagen mit Texten und anderen Drucken ein, die dann durch das Material hervortreten. Anna Heickmann wurde in Deutschland geboren, lebt seit 1993, nach mehrjährigem Aufenthalt in Kanada und den USA in der Schweiz. Sie besuchte die Kunstgewerbeschule und machte eine Ausbildung zur Kunst- und Ausdruckstherapeutin. Seit 2002 stellt sie Ihre Bilder in der Schweiz, in Deutschland und den USA aus.

Jolanta Abele kommt aus Lettland. Sie studierte Kunst und Design an der Unviersität von Daugavpils, was im Landesinnern, an den Grenzen zu Weißrussland und Litauen liegt. Sie unterrichtet an verschiedenen Einrichtungen und arbeitet auch im Bereich Interior Design. Ihre Motive sind vielfältig, doch es eint sie die verträumte, romantische Darstellungsweise. So sehen wir Bäume im abziehenden Nebel oder als grandiose Spiegelung im Wasser. Durch die Wahl des Landschaftsausschnittes wird deutlich, dass es sich um eine zeitgenössische Malerin handelt. An anderer Stelle fliegen Libellen wie Fabelwesen durchs Bild, das Kulturelle Erbe, wie eine Arbeit heißt, wird durch einen fortlaufenden Faden durch viele Hände weitergegeben. Jolanta Abele zeigt uns die Leichtigkeit des Seins.

Die Romantik, die sich die Osteuropäer erhalten haben, zeigt sich auch in der Malerei von Olga Gouskova. Sie malt Frauen und dies schoen und stilvoll. Alle ihre Frauen, welche sinnlich, melancholisch und geheimnisvoll sind, besitzen eine physische Intensität, wie auch eine subtile Form und Silhouette. Die Kostbarkeiten des weiblichen Körpers als ewige Quelle von Leben und Liebe sollen nachdrücklich hervorgehoben werden. Sie sind ein Ausdruck von Freiheit, Emotionen und Leidenschaft. Die Gesichtszüge betonen die Bedeutung des innerlichen Seins, die Äußerlichkeit der Frauen spielt mit den weiblichen Reizen. Olga Gouskova wurde in Moskau geboren und ist in Weiss-Rußland aufgewachsen. Sie lernte und studierte am Kunstgymnasium und an der Kunstakademie in Minsk und wohnt seit 1996 in Belgien. Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin arbeitet Olga Gouskova als Grafikerin.

Die Bilderserie von Ellen Fieck ist sehr grafisch gegliedert. Farbige Flächen werden durch, florale Ornamente umrandet und erzeugen einen musterhaften Gesamteindruck.Sie haben etwas orientalisches, erinnern durch den Einsatz der Farbe Gold auch an frühe Stoffe herrschaftlicher Häuser. Kräftige, warme Töne vermitteln eine positive, sonnige Ausstrahlung.Ellen Fieck kommt aus Belgien, wo sie auch lebt, und hat bisher europaweit und in New York ausgestellt.

Der Bildhauer in der Ausstellung ist Gerd Reutter. Mit seinen keramischen Plastiken steht Gerd Reutter in einer künstlerischen Tradition, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzte. Aus Tonmodellen, die in Bronze gegossen wurden, entwickelte sich die eigenständige Keramikskulptur. Die Arbeit mit Ton ist archaisch, erdverbunden, ursprünglich. So eignet sich das Material wie kein anderes in der Bildhauerei die Sinne anzusprechen und Gefühle auszudrücken. Die Ästhetik der Objekte ist nicht vorrangig, sondern der Ausdruck der menschlichen Innenwelt. Gerd Reutter ist ein gefragter Meister seiner Kunst, stellt in Museen aus und wurde schon vielfach gewürdigt.

 

Katrin Freudenberger, Jolanta Abele, Anna Heickmann, Gerd Reutter, Ellen Pieck, Olga Gouskova
August-Ausstellung »Verschlüsselt « --- Vernissage 3.8.2012 19-22Uhr
03.08.12  -  29.08.12

Herbert Schager "Things to buy" Fotocollage

 

In der Juli-Ausstellung dominiert die Malerei in kräftigen Farben und als starker Gegenpol überzeugen sozialkritische Fotokunst und Glasobjekte.

Herbert Schager ist Künstler und Österreicher.Nach Handelsschulenabschluss und unerfüllten Jahren im Büro begann sich Herbert Schager autodidaktisch mit Fotografie zu beschäftigen und besuchte dann die Hochschule für Gestaltung in Linz, die er 1983 mit dem Diplom für Gebrauchsgrafik abschloss. Er arbeitete meistens in der "Subkultur”was seine Arbeiten widerspiegeln und vielleicht auch als Streetart bezeichnet werden kann. Herbert Schager präsentiert einen Teil seiner Fotocollagen und eine Serie kleiner Übermalungen früherer Werke. Die Fotocollagen halten uns als Gesellschaft den Spiegel vor und machen den Wahnsinn deutlich der uns häufig umgibt. Die kleinen Bilder zeigen zwischenmenschliche Szenen und passen zum Untertitel der webseite von Herbert Schager : "Life in a day"

Rumyana Frickes abstrakte Farbwelt besteht hauptsächlich aus den Primärfarben, die sich als amorphe Formen ineinander verweben. Licht und Schatten bringen Tiefe in die Bilder und lassen die klaren Farben leuchten. Dünne Linien stellen synaptische Verbindungen zwischen den Farbzellen her.Rumyana Frick wurde in Bulgarien geboren. Sie studierte neben freier Kunst, Pädagogik und Methodik zum Malen und lebt, nach 2 Jahren Aufenthalt in Athen, als freischaffende Künstlerin in der Schweiz. Für Ihre Ausstellungen pendelt sie zwischen den 3 Ländern hin und her.

Ein weiterer abstrakter Maler ist Marijus Balcius aus Lithauen. Im Vergleich zum Rumyana Frickes Arbeiten sind seine Bilder streng grafisch gegliedert. Er führt uns in seine surreale Welt, in der der Mensch als Miniatur auftaucht oder durch Symbole ersetzt wird, die wie lebendige Streichhölzer aussehen. Durch warme Farbtöne wirkt die Science Fiction Welt nicht beängstigend sondern macht neugierig die Bedeutung zu ergründen. Marijus Balcius studierte Zeichnung und Malerei an der litauischen Akademie der bildenden Künste und arbeitet auch als Kunstlehrer und beim Schauspieltheater Marijampole. 1997 wurde er als bestes "Junges Talent" Lithauens ausgezeichnet. Er stellte seine Werke bisher in Litauen, Deutschland, Dänemark, Russland, USA und Australien aus.

Leif Fleissig-Hammelsvang malt klassische Landschaftsaquarelle, aber in grossen Formaten auf Leinwand und expressiver Farbgebung. Dynamische Farbverläufe und der Kontrast zwischen sanften und starken Tönen geben die Lebendigkeit der Natur wieder. Das Motiv von Leif Fleissig-Hammelsvang ist immer seine unmittelbare Umgebung zur Zeit die dänische Küste. Er malt in Öl, Acryl und Aquarell und engagiert sich auch in der Fotografie. Leif arbeitete hauptberuflich als Ingenieur, was ihn rund um die Welt geführt hat. So lebte er in Dubai, in Abu Dhabi, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Grönland und Australien. Seine Leidenschaft gehörte immer der Kunst, weshalb er in Brisbane Malerei am Queensland College of Art studierte.

Der 3.Maler, Roku,bildet mit seinen Werken die Brücke zwischen Malerei und Druck. Seit 2000 beschäftigt er sich mit digitaler Kunst, die er teilweise auf Leinwände projiziert und als Grundlage für seine Malerei verwendet. Auf diese Weise entstehen Bilder mit starker Spannung zwischen Linie und Fläche, die 3dimensionale Gebilde hervorbringen und das Gesamtansicht räumlich erweitern. Roku,alias Gerhard Scholz, kommt aus Niedersachsen und lebt heute zeitweilig in Gross-Umstadt oder auf Bali, dem Heimatland seiner Frau. Roku ist studierter Luftfahrt Ingenieur und flog bis 2004 als Kapitän für die Lufthansa. Während dieser Zeit über den Wolken entstand eine 30-teilige Fotoserie, die als Gesamtkunstwerk zu sehen ist.

Martine Knoppers stellt Ihre formschönen Glasobjekte aus. Sie ist Holländerin und hat an der Royal Academy of Art in Den Haag studiert und auf dem West Surrey College of Art & Design in England. Ihre Kunstwerke sind sowohl als Gebrauchskunst als auch als reine Kunstobjekte zu betrachten. Oft gibt es verschiedene Möglichkeiten der Präsentation, die die jeweilige Skulptur in völlig anderem Licht erscheinen lassen. Martine Knoppers spielt auch mit der optischen Täuschung. So scheinen sich geriffelte Ebenen zu bewegen oder gewölbte Formen bei Blickwechsel nach innen zu stülpen. Martine Knoppers arbeitet auch als künstlerische Tutorin in einer Glasmanufaktur und betreibt ihre eigene Galerie.

Herbert Schager, RoKu, Leif Fleissig-Hammelsvang, Martine Knoppert, Marijus Balcius, Rumyana Frick
Juli-Ausstellung »Prägnant « *** Vernissage 6.Juli 2012 19-22Uhr
06.07.12  -  01.08.12

 

Maria C. Nagel "Säufer "

 

Die Ausstellung setzt sich zusammen aus abstrakter und gegenständlicher Malerei als auch durch originelle,farbige Frauentorsi.

Die Bildhauerin der Skulpturen ist Maria C. Nagel. Sie lebt im Wendland und debütiert mit dieser Präsentation ihrer Kunst. Die Farbigkeit und das gewählte Material der Damen erinnern an die Nanas von Niki de St. Phalle, aber die Formgebung und die gesamte Darstellungsweise sind sehr eigen. So befindet sich anstelle des Kopfes das symbolisierte Thema jeder Figur inmitten der Schultern. Die fantasievolle Darstellung erzählt die Geschichte die sich hinter jeder Skulptur verbirgt. Maria C. Nagel hat schon immer gerne geformt und gefeilt, was sie aber zunächst Zahnärztin werden ließ. Seit mehreren Jahren lebt sie nun Ihre Kreativität bei größeren Objekten als Zähnen aus.

Gabi Domenig beschäftigt sich auch mit der Frau in íhrer ganzen Weiblichkeit als Hauptmotiv in Ihren Bildern. Verschiedene Lebenssituationen und Stimmungen hält sie ausdrucksstark fest, Gefühle und Stimmungen werden eingefangen. Man kann ihre Malweise expressionistisch beschreiben, meist in kräftigen Farben, aber auch in monochromer Farbwahl. Hin und wieder deuten Symbole auf die Geschichte hin, die hinter den Frauen steht. Wie selber sagt, inspirieren sie Filme, Werbeplakate, Fotos in Zeitschriften und Büchern und am meisten das Leben selbst. Gabi Domenig kommt aus Österreich und studierte die Malerei, und insbesondere die Aktmalerei, bei Fritz Ruprechter und Elfriede Gussnig. Seit Ende der neunziger Jahre stellt sie sehr aktiv und regelmäßig im europäischen Umland aus.

Ganz andere Motive bilden das Werk von Sebastian Burckhardt. Er malt klassische Landschaftsmotive, die zunächst realistisch dargestellt werden und im Anschluss abstrakt analysiert zu werden. So lösen sich die Naturszenen dann in schraffierte Farbfragmente auf, Licht und Formen bleiben stilisiert erhalten. Die Bilder sind in klare Bereiche gegliedert, durch Holzleisten oder -platten abgegrenzt. Durch diese grafische Aufteilung entsteht eine sachliche Ästhetik. Sebastian Burckhardt entstammt einer schweizer Künstlerfamilie und studierte dann selber bildende Kunst in München. Während seines Studiums ging er mehrmals nach Südamerika und lebte dort anschließend 6Jahre lang in Venezuela. Sein dortiger Schwerpunkt in der Malerei: die Konfrontation zwischen Natur und menschlicher Zivili-sation. Zurück in der Schweiz folgten eine Reihe von Ausstellungen , auch in Israel.1991 hatte Sebastian Burckhardt eine Retrospektive an den "Kulturforum Villa Oppenheim" in Berlin.

Eine Brücke zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei bilden auch die Arbeiten von Marija Griniuk. Ihr Thema sind gesammelte Eindrücke des Stadtlebens. Schwarz-weiß oder in gedeckten Farben hält sie Strassenszenen fest oder wählt Fassaden-ausschnitte, um die urbanen Stimmungen auszudrücken. Die erkennbare Architektur tritt durch verwischte Übermalung in den Hintergrund. Diese gemalte Unschärfe und weitere Überlagerungen durch Linien und Flächen lassen die Bilder auf den ersten Blick abstrakt erscheinen, doch bei genauer Betrachtung erkennt man Details.Marija Griniuk wurde in der Ukraine geboren, wo sie freie Kunst und Architektur studierte. Seit 3 Jahren lebt und arbeitet sie in Kopenhagen, stellt im In- und Ausland aus und konnte schon an einigen jurierten Kunstprojekten teilnehmen.

Auf dem Weg von der gegenständlichen Darstellung zur abstrakten, komme ich nun zu dem Maler Rolf Blösch, der sich dem Abstrakten verschrieben hat. Große Farbflächen werden durch minimalistische Einschlüsse wie Kratzspuren oder dynamische Pinselstriche gegliedert. Hin und wieder fügt Rolf Blösch Materialcollagen ein wie zerbrochene Holzleisten oder andere grobe Werkstoffe. Das verstärkt die Dreidimensionalität der schweren Holzkassette die als Malgrund verwendet wird. Es entstehen Wandobjekte, die durch das Holz einen klaren Naturbezug herstellen.Rolf Blösch wurde in der Schweiz geboren, wo er als Architekt und seit 1990 als freischaffender Künstler bis heute lebt.

Gabi Domenig, Marija Griniuk, Maria C. Nagel, Rolf Blösch, Sebastian Burckhardt
Juni-Ausstellung "Artrevue" Vernissage 8.Juni 2012 19-22Uhr
08.06.12  -  04.07.12

 

Natascha Morsink

"Portugal"

Ei-tempera on canvas

100 x 150 cm

Sabine Burmesterkommt aus Ostholstein und hat einen abwechslungsreichen Lebenslauf. Zunächst leitete sie das Institut für Radiologie in Lübeck, arbeitete als freie Redakteurin im Verlag Schmidt-Römhild und machte dann 2006-2011 ihren Master an der Akademie für Malerei in Berlin. Nebenher engagiert sie sich bei vielen kulturellen Einrichtungen und Kulturprojekten und stellte ihre Bilder bisher im deutschsprachigen Raum aus. Genauso speziell wie ihre Vita sind Ihre Arbeiten zu denen der Begriff Wandobjekte besser passt. Viele Materialien werden verwendet, die nur bedingt das klassischen Malmittel Farbe beinhalten. Stattdessen haben die Werke von Sabine Burmestereine Dreidimensionalität, die durch Drahtgeflechte, dicken Wachsauftrag, das Einfügen verschiedener Metallstücke und geformter Drahtfiguren erreicht wird. Die Konturen figurativer Elemente wie Gesichter werden durch den gebogen Draht betont, Ihr ganz eigener Ausdrucksstil.

Natascha Morsink arbeitet auch mit verschiedenen Materialien und zwar bestehen ihre Werke zu grossen Teilen aus Strandgut. Sie überschreibt Ihre Kunst mit dem Titel "From coast to coast". Von den Fundstücken her, die der Sturm an die Küsten spült, leitet sie Ihre Themen ab und nicht immer haben diese nur mit dem Ozean zu tun. Ihre Bilder sind in gedeckten Blau- und Naturtönen aus Eitempera grundiert und manchmal bildet eine leuchtende Farbe den Kontrast. Eingefügte Texte unterstreichen das Plakative der Arbeiten ob als Druckstock oder als Papiercollage. Natascha Morsink lebt und arbeitet in Hollandund hat sich einer Künstlergruppe in den Haag angeschlossen, ihrer Heimatstadt.

Eine weitere holländische Malerin in der Ausstellung ist Corine Barendregt. Ihre Bilder sind wie die von Natascha Morsink grossformatig, aber unterscheiden sich ansonsten komplett in der Darstellung. Sie bestehen aus einer monochromen Fläche, die nur durch ein grafisches Element unterbrochen wird. Dadurch kann die Farbe ihre ganze Leuchtkraft entfalten und wirken. Ihre Bilder sind rein abstrakt, symbolisch und erzeugen durch die Reduzierung des Dargestellten eine Signalwirkung. Die grafische, kühle Ausführung der Motive wird durch eine Abschlusslackierung unterstrichen.Corine Barendregt hat bildende Kunst in Den Haag studiert und bisher nur in Holland ausgestellt und zeigt ihre Arbeiten das 1.Mal im Ausland.

Ebenso Vladana Moldovan, siekommt aus Serbien. In Novisad machte sie ihren Master und Bachelor im Bereich der freien Kunst und ist Mitglied in 2 bekannten, nationalen Künstlergruppen. Wir sehen hier ihre Serie "Connection", also "Verbindung", was sich im Zeitalter des Internets nicht nur auf die zwischenmenschliche Beziehung reduziert.Vladana Moldovanmalt abstrakt mit figürlichen Elementen, eine Mischung aus Per Kirkeby und Rainer Fetting. In freier Darstellungsweise überziehen dynamische Pinselstriche Ihre Bilder, die auf ihr Temperament hindeuten, vielschichtige Farbfelder schaffen die Komposition.

Zwei Fotografen zeigen ihre Arbeiten, eine von Ihnen istAnita Josephine Wales. Ihr Motiv ist die Landschaft mit Ihren Strukturen. Kräftige Farben sind ihre Sache nicht, die meisten ihrer Fotografien sind monchrom in Grautönen entstanden. Dadurch konzentriert sich der Blick des Betrachters auf die Formen und Muster, die sich in der Natur ergeben. Anitaist teils Britin und Dänin. Sie fotografiert schon ihr Leben lang, arbeitete professionell als Portraitfotografin in England und in Frankreich wo sie von 1983-1992 lebte. Als sie 1995 zurück nach Kopehagen zog, beteiligte sie sich auch an Filmproduktionen. 2001 graduierte sie an der Fatamorgana Schule für Kunstfotografie in Dänemark und arbeitet freiberuflich für Zeitschriften und als Reportagefotografin.

Thomas de Burist Autor, Künstler, Kunsthandwerker und der 2.Fotograf in der Ausstellung. Seit 2009 widmet er sich vornehmlich der künstlerischen Fotografie. Mit seinen Fotokunst-Arbeiten konzentriert er sich auf Hand signierte Einzelstücke und Kleinserien hochwertiger Galeriebilder. Die Kunstwerke resultieren aus selbst angefertigten, originalen Fotografien, die mit unverwechselbarem, malerischen Stil zu besonderen Unikaten digital erarbeitet werden. Bei den Arbeiten von Thomas de Bur verschwimmt für den Betrachter die Grenze zwischen Malerei und Fotografie in unterschiedlichen Ausprägungen. Dabei verzichtet der Künstler konsequent auf Collagen, Hand-Colorationen oder ähnliche Bildkompositionen, sondern er arbeitet ausschließlich mit den in Natura festgehaltenen, elektronischen Bilddaten der Originalaufnahme. Wir sehen Hamburg-Motive und 2 Naturaufnahmen , wobei die Fotografie "Gischt" aktuell für den "KUNSTPREIS Wesseling 2012" nominiert wurde.

Sabine Burmester, Corine Barendregt, Natascha Morsink,Anita Josephine Wales, Vladana Moldovan, Thomas de Bur
Mai - Ausstellung *** Vernissage 11.5.2012 19-22Uhr
11.05.12  -  06.06.12

Menno Bauer "Das Rätsel des Rückblicks" acryl/linnen   80x90cm

Menno Bauer ist Holländer. Er stellt unentwegt in seinem Heimatland oder anderen europäischen Gebieten aus und hat schon einige Preise mit seiner Malerei gewonnen. Seine mit feinen Strichen entstandenen Menschen bewegen sich vor großen, ineinandergreifenden Farbflächen. Wir sehen Personen, die in Beziehung zu einander zu stehen scheinen in unterschiedlichen Situationen. In reduzierter Malweise, durch Gestik und Mimik der Protagonisten, beschreibt Menno Bauer worum es bei den Begegnungen geht. Durch reines rot und schwarz wird der Blick auf die Akteure gelenkt, wobei der Hintergrund in hellere Töne geliedert ist. Mit wenigen Linien gelingt es ihm einen starken Ausdruck zu vermitteln.

In dieser Ausstellung sind überwiegend gegenständliche Arbeiten zu sehen, bis auf die Bilder von Maria Kammerer und den Skulpturen von Frank Boogaard.

Maria Kammerer kommt aus Österreich. Ihre Liebe zur Malerei entwickelte sich schon in ihrer frühen Kindheit. Ihre Bilder entstehen intuitiv schöpferisch, wobei sie Ihren Gefühlen freien Lauf läßt, wie sie selber sagt. Sie liebt es, die vielseitigen Sprachen der Kunst auszuloten. Sie verwendet dabei neben Acrylfarbe , verschiedene Materialen, wie Erde, Leim, Sand oder unterschiedliche Papierarten, die sie gekonnt zu einem Ganzen zusammenfügt. Dadurch entsteht eine spannungsvolle Komposition mit großzügigen Flächen, die den kräftigen Farben Raum zur Wirkung geben. Feine Linien und Farbkleckse bilden einen weiteren Kontrast zu den dominanten Farbfeldern.Maria Kammerer hat bisher vorwiegend in Österreich ausgestellt.

Frank Boogaards abstrakte Arbeiten sind Bronzen in dynamischer Formgebung. Nach einer langen Such- und Experimentierphase fand der Waldorfschüler zunächst zum Holz, durch das er seine innerliche, emotionale Welt ausleben konnte. Infolge einer physischen Einschränkung der Bildhauer dann dazu über, seine Skulpturen aus Wachs zu modellieren.Das weiche Material gibt Frank Boogaard die Freiheit,viel ausgelassener formen zu können als mit Holz. Einige seiner Werke erinnern an Flügelschwingen oder Spiralen, aufjedenfall leitet er seine Motive oft aus der Natur ab.Frank Boogaard ist aktives Mitglied einer der ältesten niederländischen Künstlervereinigungen, der Sint Lucas-Vereinigung in Amsterdam. Seine Werke werden von Betrieben, Einrichtungen, Museen und Privatpersonen im In- und Ausland angekauft, neben regelmäßigen Auftragsarbeiten.

Petra Ackermann ist eine klassische Landschaftsmalerin. Sie kommt aus Norddeutschland und fängt zum Einen die verschiedenen Farbwelten an der See ein, zum anderen auf Reisen, wie in den Wüsten der USA, wo es sie seit vielen Jahren immer wieder hinzieht. Selber beschreibt sie Ihre Arbeiten so: "Meine Bilder sind Ausdruck von Stimmungen und Atmosphäre von Landschaften und Orten in einem immer wechselden Klima. Es ist die Faszination von Licht und Farbe, von jenen flüchtigen Augenblicken voll Magie und Schönheit welche mich immer wieder fesseln, inspirieren und herausfordern. Mein künstlerisches Schaffen ist auch ein Ausdruck von Erinnerungen, Emotionen und Imagination und will keine Botschaft vermitteln. Malen ist ein essentielles Bedürfnis für mich geworden. Mein bevorzugtes Medium ist die Ölfabe."

Seit Anfang 2011 schafft Franziska Lowicki unter dem Pseudonym "marlinssun" vielseitige Weiblichkeit in Form, Farbe und Ausdruck. Dabei haben sich langjährige Comic-Evolutionen mit viel Kraft und Emotion in Acryl gewandelt und markante Gesichter, zarte Rundungen und einiges Skurriles entwickelt.Unterschiedliche Frauentypen bewegen sich gedankenverloren in ebenso unterschied-lichen Traumwelten. An der verspielten, unbeschwerten Umsetzung der Malerei erkennt man ihr jugendliches Alter von 24 Jahren. Franziska Lowicki wurde an der Oberhavel geboren,studierte Kommunikationsdesign und lebt jetzt in Berlin als freischaffende Künstlerin, wenn es ihre kleine Tochter zuläßt.

Therese Lurvink kommt aus der Schweiz, wo sie an der Kunstmalschule Rabe in Basel Malerei studierte. Ihr Credo: "Nicht alleine malen, was ich sehe, sondern was ich in Erfahrung gebracht habe. Dabei ist jedes Thema für mich ein Lehrplatz, jede Bilder-Serie ein Lehrgang, den ich betrete und wieder verlasse. Jeder Malstil trägt mir Blatt und Blüte, wächst und welkt, grünt und dorrt. So bin ich in meinem Malen stets aufs Neue aus, lasse Altes, Erworbenes bleiben und sich senken. Ich will Frisches haltbar auf die Leinwand bringen,ohne Hast, ohne Voreile. Meine Bilder sollen Durchblicke sein auf Landstriche und Horizonte. Fensterflügel, die sich öffnen zu den Hinterhöfen und gründen hin. Die Beherrschung des Technisch-Handwerklichen ist mir wichtig. Das "Gewußt wie" verlegt das Parkett, auf dem meine Motive und Inhalte tanzen können."

Maria Kammerer, Franziska Lowicki, Petra Ackermann, Frank Boogaard, Menno Bauer, Therese Lurvink
April-Ausstellung "Selbstredend" *** Vernissage 13.4.2012 19-22Uhr
13.04.12  -  09.05.12

Ping He "o.T."

Ping He ist Chinese und lebt in Shanghai. Er hat Kunst studiert und unterrichtet das Fach seit vielen Jahren an der Art & Design School der Dong Hua Universität. Bisher stellte er vorwiegend in Shanghai und New York aus, in Galerien, auf Kunstmessen und im Rahmen von Kulturprojekten.Seine Arbeiten sind in einigen wichtigen Sammlungen seines Landes vertreten und 1994 gewann erebenfalls in China einen nationalen Wettbewerb für Modedesign. Es wurden auch schon diverse Artikel über seine Kunst geschrieben, unter anderem in der "Elle" und anderen chinesischen und internationalen Magazinen. Ping He s Bilder sind abstrakt, in kühle Farbfelder gegliedert. Dynamische schwarze Pinsellstriche dominieren die Malerei, bilden Räume und Figuren, die menschliche Körper darstellen könnten.Durch die reduzierte Farbgebung in schwarz, weiß und blau entsteht eine gewisse Frische, aber kein Hinweis auf Naturbezug oder räumliche Umgebung.

Ingrid Duch ist eineMalerin und Grafikerin aus Dänemark, die Ihr Studium auf der Kunst-schule in Fuenen absolvierte. Sie ist Mitglied in verschiedenen Kulturverbänden, wie auch in Alexandria, wo sie das Ägyptische National Stipendium erhielt. Ihre Malerei ist sehr eigen und ausdrucksvoll. Mit Tempera bringt sie pastellige Mischtöne auf die Leinwand und zeichnet Tier und Mensch in anatomischen Flächen nach. Dabei entstehen Kontraste zwischen strukturierten und monochromen Flächen, Hell-und Dunkelbereichen. Alle Protagonisten werden in ruhenden Positionen widergegeben, was eine meditative Ausstrahlung bewirkt. Durch das Weglassen einer angedeuteten Umgebung, wird er Blick des Betrachters einzig auf das Wesentliche gelenkt: die Kreatur.

Die atmosphärische Natur- und Landschaftsfotografie des Niederländers Jos Bolt erreicht die Sinne und die Fantasie. Stimmungsvolle Naturmotive entstehen durch das feine fotografische Spiel mit Licht, Farbe, Unschärfe und Wasserspiegelung."Die impressionistische Kunstrichtung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist für mich eine Inspirationsquelle" wie Jos Bolt selber sagt. Seine Naturfragmente sind nicht digital bearbeitet und leben durch die natürliche Momenterfassung seines geschulten Auges. Sein Ziel ist es, Fotokunst zu schaffen, die noch Raum lässt für eigene Interpretationen.Jos Bolt lebt im niederländischen Kortenhoef und bereits mit 16 Jahren begann seine Faszination für die Fotografie, führte über Schwarz-weiss-Aufnahmen zur heutigen Darstellungsform.

Guusje Hamelynck kommt auch aus den Niederlanden. Bei Ihr steht der Mensch im Mittelpunkt ihrer figurativen Skulpturen. Sie formt die menschlichen Körper in reduzierter Weise, klare Konturen und Kanten entstehen. Viele ihrer Arbeiten finden sich in öffentlichen Parks wieder, wobei Guusje Hamelynck gerne einen Bezug zwischen Bronze und Wasser herstellt. Sie gestaltet auch den Prozess des Bronzegusses mit, was das Ergebnis stark beeinflusst und einen wesentlichen Teil der Kosten ausmacht.Ihre Laufbahn begann als Goldschmiedin, doch sie suchte einen Weg sich künstlerischer ausdrücken zu können. So studierte sie vor 25Jahren an der freien Kunstakademie in Den Haag und wurde Bildhauerin, was man als Ihre Berufung bezeichnen kann.

In den Acrylbildern von der gebürtigen Schweizerin Deborah Kressebuch zeigt sich die Gebirgslandschaft von Ihrer majestätischen Seite. Unerreichbar ragen schneebedeckte Gipfel in die Höhe. Eisige Kälte spiegelt sich in frischen Blautönen und aufwirbelnden Schneeverweh-ungen wieder. Spannungsvoll unterteilt sie ihr Bergmotiv in mehrere Rechtecke.Deborah Kressebuch studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern und organisiert neben eigenen Ausstellungen auch andere Kunstprojekte wie einen Kinderzirkus oder Künstleraufenthalte in London. Ihre Kunst beschränkt sich auch nicht nur auf Gemälde, sondern setzt sich in Bühnenbildern, Kostümdesign und anderen Gestaltungsformen fort.

Der Maler Oliver Rennert bringt unsmit seinen Aquarellen an idyllische Orte in die Natur oder führt uns zu gemütlichen Plätzen in Wohnstuben und Ateliers. Er hält durch seine stimmungsvoll detaillierte Malerei heimelige Momente fest und lädt uns dazu ein, diesen Moment beim Betrachten zu genießen. Die Einzigartigkeit und Unwiderbringlichkeit eines Moments ist Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit, dessen Vergänglichkeit er versucht durch seine Malerei hinauszuzögern. Seine Bilder bestechen durch die fotorealistische Umsetzung. Minutiös arbeitet er jedes Detail heraus, was oft einen Enstehungszeitraum von mehreren Monaten braucht. So ergeben sich hohe Preise für die Arbeiten, weshalb Oliver Rennert seine Werke auch als hochwertige Kunstdrucke anbietet, wie sie für Museen hergestellt werden. Oliver Rennert hat ein abwechslungsreiches Leben hinter sich. Als jugendlicher durchquert er die USA per Fahrrad, er studiert Malerei-, Design-,und Industriegeschichtse in England und den USA, nimmt anlässlich der Zweihundertjahrfeier der Gründung Australiens an einer Schiffspassage mit der originalgetreu nachgebauten Bounty teil (bekannt aus der Verfilmung "Meuterei auf der Bounty") dann bleibt er 13 Jahre als Illustrator in Australien und erst nach einem schweren Unfall, kehrt er 2003 wieder zurück nach Deutschland.

Ingrid Duch, Deborah Kressebuch, Jos Bolt, Guusje Hamelynck, Oliver Rennert, Ping He
März-Ausstellung "Anschaulich" *** Vernissage 9.3.2012 19-22Uhr
09.03.12  -  04.04.12

Cassandra **************

"Call for Soulmate" *******

Die Februar-Ausstellung setzt sich zusammen aus Fotografie, Malerei und Installationen.

Als leidenschaftlicher Fotograf fängt Kris Rudolf die Wirklichkeit mit seiner Digitalkamera ein, um ihr noch so manches mehr als das Offensichtliche zu entlocken. Indem er mit seinem passionierten fotografischen Auge Orte und Gegenstände einfängt und dann seine künstlerischen Visionen gekonnt mit professioneller Computertechnik einbringt. Seine eindrucksvollen Arbeiten werden auf Leinen gedruckt, in fantasievollste Farben getaucht und durch eine besondere Firnis-Schicht zum Glänzen gebracht. Dadurch verleiht Kris Rudolf seinen Fotografien eine eigene künstlerische Sprache und besonders starke Ausdruckskraft. Er feiert große Erfolge weit über Polen hinaus. So sind einige Arbeiten in der TV-Serie "Aida" in den Filmkulissen zu sehen. Von Beginn an seiner Karriere, war er mit den Medien und mit dem Show Business verbunden. Er arbeitete als Herausgeber, TV-Produzent, Organisator von Kunst-Veranstaltungen und Modeschauen sowie als Journalist. Er hatte eigene Sendungen im Radio und Fernsehen.

 

Die poetischen Kunstwerke des Frankfurter Malers Horst Gutbrod wirken durch diffizil gemischte Farben und sensibel abgestimmte Farbklänge, wobei die flächenhafte Reduzierung die Bilder in verschiedene Ebenen gliedert. Seine Arbeiten sind zum Einen Interpretationen bekannter Erzählungen oder Ereignisse zum Anderen die Spiegelung eigener Erfahrungen und Umgebungen. 1999 hat Horst Gutbrod die Kunst gepackt und ist seither Mittelpunkt seines Schaffens geworden. 2006 hat er sein Hauptstudium Malerei an der Europäischen Kunstakademie Trier erfolgreich abgeschlossen. Danach folgten zahlreiche, bedeutende Ausstellungen und Kunstmessen in Deutschland, wobei besonders die Versteigerung des Gemäldes ""Piccadilly"" für den Malteserorden im Savile-Club hervorzuheben ist.

 

Barbara Pissot hält Ihre spontanen Ideen in stimmungsvollen Farbkombinationen auf der Leinwand fest, wobei Sie sich ganz auf die Entwicklung während des Malprozesses einlässt. Anders als bei Horst Gutbrod gliedert sich Ihre abstrakte Malerei nicht in verschiedene Formen sondern sie nutzt die komplette Leinwand für ein einziges Farbspiel mit 3-4 Tönen. Ihre Gefühle spiegeln sich in den unterschiedlichsten Farbnuancen wieder, mal leuchtende Wärme,mal dunkle Kälte. Die Künstlerin Barbara Pissot treibt besonders der Drang nach neuen spontanen Ideen an, die Sie leidenschaftlich umsetzt, um dann die Spannung bei der Entstehung eines Bildes zu genießen. "Irgendwann spürt man - jetzt ist es fertig - auch wenn sich das Werk in eine ganz andere Richtung entwickelt hat, als ursprünglich geplant."

 

Für Jackie Mo gehören Kunst, Stimme, Tanz und Reisen zusammen und sind seit Jahren fester Bestandteil Ihres vielseitigen künstlerischen Schaffens. In Ihren zahlreichen Reisen durch mehrere Kontinente hat Sie viel über die Lebenskunst und den Facettenreichtum der Menschen gelernt und diese fesselnden Eindrücke malend in Ihren Acrylbildern festgehalten. Besonders inspirierte sie Ihre dreimonatige Kunststudienreise nach Mexiko. Die bunte Lebensfreude, tanzende Bewegungen und sie Sonne finden wir in Ihren lebendigen Acrylbildern wieder. Jackie Mo ist in der Schweiz geboren und hat diverse Ausbildungen absolviert. Nach einer kauf-männischen Tätigkeit begab sie sich immer gradliniger auf den künstlerischen Weg . Heute arbeitet Jackie Mo als Malerin und Künstlerin im eigenen Atelier, ihre erste CD entstand, und gemeinsam mit ihrem Mann Ben begann das Film- und Fotoprojekt "Klangreisen".

Cassandra portraitiert Menschen und Tiere. In lockerer, realistischer Malweise räumt sie beiden Motiven den gleichen Stellenwert ein, wodurch die wechselseitige Abhängigkeit deutlich wird. Durch eine klare Gliederung des Hintergrundes in eine Weiße Fläche und einen begrenzenden Balken an einer Bildseite bekommt die dargestellte Kreatur Halt und wird zum Mittelpunkt der Arbeit. Diese Aufteilung unterstreicht auch ein Credo der Künstlerin, dass nicht alles nur schwarz oder weiss ist. Ebeso sieht sie es als Herausforderung, die beiden Richtungen detailsgetreuer Malerei und Minimalismus zu vereinen.

Cassandra wurde 1966 in Dänemark geboren und malt seit 1999. Das Malen wurde zu ihrem Hauptberuf , nachdem 2009 krank wurde und ihren Beruf, als Leiterin von IT Projekten nicht mehr ausüben konnte. Seither stellt sie kontinuierlich aus, wobei ihre Wildlife-Serie seit 2010 ständig in England zu sehen ist.

 

Die Objektkünstlerin Caroline Kampfraath drückt sich durch verschiedenste Materialien in Form von Installationen aus. Dabei bringt sie klassisch geformte Skulpturen mit Dingen des täglichen Lebens zusammen, die durch die Zweckentfremdung automatisch Fragen aufwerfen. Läßt sich der Betrachter darauf ein, begibt er sich auf eine spannende Sinnsuche. Durch die große Symbolkraft der Arbeiten werden in dieser Ausstellung Themen wie "Thoughts of nature” heraus-gearbeitet.

Caroline Kampfraath ist Holländerin und studierte beeindruckender Weise Jura und Kunst gleichzeitig. Heute arbeitet sie ausschließlich als Bildhauerin, unterrichtet das Fach an einer Kunstakademie in Ihrem Heimatland und gibt worksshops.

Jackie Mo, Barbara Pissot, Cassandra, Caroline Kampfraath, Horst Gutbrod, Kris Rudolf
Februar-Ausstellung "Sinnbilder" - Vernissage 10.2.2012 19-22Uhr
10.02.12  -  07.03.12

Michael Schiøler Tingsgård "Missing Francis Bacon"

 

+++++++++++++++++++Das Jahr beginnt mit einer Ausstellung in der fast nur deutsche Künstler Ihre Arbeiten präsentieren und 3 von Ihnen kommen aus Berlin.

So auch Franziska Sattelberg alias Maysha S. Die in Hamburg lebende Künstlerin wurde 1983 in Berlin geboren. Nachdem Fachabitur an der Fachoberschule für Gestaltung begann sie einen Lehrgang für Bühnenberufe mit dem Schwerpunkt Maskenbild. Ab 2004 studierte sie an der Bildkunstakademie Illustrationsdesign und verbrachte während des Studiums einige Zeit in Afrika, wo sie an einigen Kunstprojekten mitwirkte.2010 versuchte sich die Künstlerin auch als Bodypaintering und beschäftigt sich aktuell mit Airbrush zu dem Sie ein Zusatzstudium in Aribrush-Design aufnimmt. Zu dreien der erwähnten Stilrichtungen sind in dieser Ausstellung arbeiten zu sehen: Collage, Illustration und Airbrush. Alle Bilder vereint die Abstraktion, die figürliche Elemente beinhaltet.

 

+++Debora Gutman ist vielseitig.Zunächst studierte sie Schulmusik mit Hauptfach Klavier an der Hochschule der Künste in Berlin. Es folgten ein Gesangsstudium und viele Jahreerfolgreicher Konzerttätigkeit als Sopranistin, sowie 25 Jahre pädagogischer Tätigkeit als Gesangs- und Klavierlehrerin.

1993 hatte Sie dann ihre erste Ausstellung graphischer Arbeiten und war seitdem an vielen Kunstprojekten beteiligt.Debora Gutman unterrichtet neben Kunst auch Tango in ihrer eigenen Tanzschule. Heute lebt und arbeitet Debora Gutman in Berlin und TelAviv, wo sie unter anderem der Gruppe "naive artists in Israel" angehört.

Ihr Körperbezug findet sich in Ihren Bildern wieder in denen ausschließlich Frauen zu sehen sind. In plakativer Malweise posieren unterschiedlichste Frauentypen in diversen Umgebungen, ein Plädoyer für die Weiblichkeit an sich.

 

+++Anja Muenter ist auch in Berlin geboren und aufgewachsen, arbeitet nach verschiedenen Studiengängen und Tätigkeiten im Bereich Bildung des Landes Brandenburg, als Kunstpädagogin und freischaffende Künstlerin.

Ihre Bilder beschreiben in gedeckten Farbtönen die vielen Facetten des menschlichen Daseins, spiegeln das Leben in der Stadt wieder. Die Künstlerin wählt oft grobe Untergründe aus Holz, wie alte Fensterflügel oder zusammengefügte Holzreste. So ergibt sich automatisch eine Unterteilung in verschiedene Ebenen, wodurch die Arbeiten sehr plastisch werden. Die Malerei erinnert zum einen an den Kubismus des letzten Jahrhunderts, können aber auch als Spiegelbild unserer Zeit verstanden werden, in der ständig unterschiedlichste Eindrücke auf den Menschen einwirken.

 

+++Michael Schiøler Tingsgård studierte 2004 Kunst an der "School of Grafic Design" in Dänemark und ab 2008 an der Ignatius Art School und möchte seine Kunst ständig weiterentwickeln. Tingsgard liebt es, in seinen Bildern kleine Geschichten zu erzählen und auch wenn augenscheinlich nicht viel passiert, so ist doch immer ein kleines Drama present. In der hier ausgestellten Serie "The Missing" sind Malereien zu sehen, in denen Personen aus einem Umfeld entnommen wurden, dass sie auf eine Art und Weise selbst kreiert haben. Er stellt die Frage, was übrig bleibt, wenn die Hauptpersonen verschwinden, und was daraus entsteht. Die in transparenten Wasserfarben gemalten Orte wirken wie Drehorte in denen gleich etwas geschieht. Alles kann sich in der Fantasie des Betrachters abspielen.

 

+++Byung Suk Choi ist ein Süd Koreanischer Künstler, der 1959 in Seoul geboren wurde. Er ist Kreativ Direktor einer Werbeagentur und Mitglied der "Seoul Fine Arts Association"

Byung Suk Choi ist ein Meister der klaren Form. Sehr ästhetisch gliedert er seine Ölmalerei in großzügige Bereiche, die den kräftigen Farben Raum zur Wirkung geben.

Der Kontrast zwischen den geschwungenen Flächen, sowie den wechselden Strukturen bringt zusätzliche Spannung in die Arbeiten. Die Bilder wirken wie eine Kontinental-betrachtung aus dem Weltraum, eben so als blicke man mit großem Abstand auf die Welt, aus einer anderen Dimension. Diese Empfindung hat den Künstler vielleicht dazu veranlaßt die Serie Zeitschiene zu nennen.

 

+++Michael Schwenk wurde 1968 in Köln geboren und studierte an der Kunstschule Alsterdamm,Hamburg Grafikdesign. Der heute in Bremen lebende Künstler war nach seinem Studium am Bremer Waldau Theater tätig, arbeitet jedoch seit 2004 ausschließlich als freischaffender Maler, Grafiker und Illustrator.

Seine grossflächigen Bilder erinnern in der Abstraktion an Jackson Pollock und in der Farbigkeit und Kleinteiligkeit an James Rizzi, doch ist es eben sein eigener Stil. Der Betrachter blickt wie aus Kinderaugen in eine bunte, lebendige Welt, in der man ständig etwas neues entdecken kann. Durch unsagbar viele Formen entsteht ein quirliges Puzzle ähnlich wie bei Graffities.

Maysha S, Michael Schiøler Tingsgård, Anja Münter, Debora Gutman, Michael Schwenk, Byung Suk Choi
Januar-Ausstellung "Intuitionen" *** Vernissage 13.1.2012 19-22Uhr
13.01.12  -  08.02.12

Franco Salas Borques -----

 

Franco Salas Borques wurde 1979 auf der Insel Chiloé geboren. Er wuchs am südlichsten Zipfel Feuerlands auf, am Cap Horn, wo ihn das Meer prägte.

Der, aus einer Seefahrer-Familie stammende, Franzose, drückt in seinen eindrucksvollen Öl-Malereien seine Liebe und Zugehörigkeit zur See aus. Franco Salas-Borquez arbeitete für verschiedene Schifffahrtsunternehmen und führte somit die maritime Tradition seiner Familie fort. Auf einer 12 monatigen Reise entlang der chilenischen Küste legte er 4000 Kilometer zurück und zeichnete nicht nur realistische Zeichnungen der wilden See, sondern auch Portraits verschiedenster Menschen die er dort traf. Briefe aus dieser Zeit veröffentlichte er in der Pariser Literaturzeitschrift "Passage d"encres".

Salas-Borquez lebt bei Paris sowie in Süd-Patagonien, wo er weiterhin zur See fährt. Durch seine photorealistische, beeindruckende Wiedergabe des Meeres ist er als Maler schon sehr erfolgreich obwohl er erst Anfang 30 ist. So sind seine Arbeiten zeitgleich mit dieser Ausstellung im Nationalen Museum der Marine in Paris zu sehen.

 

Don Carlos (mit bürgerlichem Namen: Carlos Gabriel Amstutz Tarello) wurde als Sohn einer Mexikanerin und eines Schweizers in Binningen bei Basel geboren. Seine Bilder stehen im totalen Kontrast zu den vorigen Ausführungen, sie sind plakativ und als grosse Comics zu sehen. Die phantasievollen Titel erzählen die Geschichte zu den jeweiligen Bildern. Don Carlos hat viele Talente. 1997 Gründete er die Comedygruppe: Die "Hubachers", mit der darauf etliche professionelle Bühnenauftritte folgten. Bis heute produzieren die Hubachers viermal jährlich eine Satiresendung für den Regionalsender "TeleBasel". Neben den Hubachers schreibt der vielseitige Künstler für das Komikerduo "Edelmais"und gehört zum gesetzten Autoren- und Schauspielerteam des Häbse-Theater in Basel. Neben seiner Tätigkeit als Comedy-Autor für Bühne, Radio und Fernsehen, und als Kabarettist, beginnt Don Carlos erst seit diesem Jahr mit der Vermarktung seiner bestehenden Bilder.

 

Joerg Michels größte Leidenschaft ist es, gesammelte Eindrücke und Erinnerungen aus aller Welt auf einer Leinwand wiederzugeben. Der Schweizer wurde 1967 in Zürich geboren und ist der Stadt bis heute treu geblieben.

Sein Kunstschaffen begann mit seinem ersten Airbrush Equipment, das er sich mit 16 Jahren kaufte, doch dabei blieb es nicht: auch die Einfachheit der Grautöne faszinierte ihn und brachte Joerg Michel zu Bleistift- und Kohlezeichnungen. Heute arbeitet er ausschließlich mit Acryl, wobei er auch mit Diversem, wie Paint Marker oder Pastell Stiften, experimentiert und diese mit Acryl mischt, wie auch in den hier ausgestellten Werken.

Joerg Michel sagt über seine Malerei: "Er habe die Welt immer mit anderen Augen betrachtet, nämlich nicht wie sie uns verkauft wird, nicht das Perfekte, sondern das Wahre, und genau das inspiriere ihn für sein Kunstschaffen.."

 

Fritz Freyschlag mag das Spontane an seinem kreativen Schaffen, denn er legt sich nicht auf Motive oder Stile fest, sondern lässt sich beim Malen von seinen Emotionen leiten. Der Österreicher malt abstrakt und liebt es mit Farben und Materialien zu spielen und sie in Einklang zu bringen. Seine Motivation ist die Freude an der Wirkung der Farben und die Spannung bis zur Vollendung jedes Bildes, wie es am Ende aussieht. Der 1957 in Linz geborene Künstler hat ein genaues Ziel beim Malen: In seine Kunstwerke zu versinken und dem Alltag zu entkommen. Das Ergebnis sind dynamische Farb-kompositionen mit überlagerten Flächen und Strukturen, die eine große Tiefe entstehen lassen. Kontraste wie Licht und Schatten bringen die Bilder zum leuchten.

 

 

Fredi Gertschs Leidenschaft zur Kunst entwickelte sich erst Ende 2008, als der Informatiklehrer mal etwas anderes machen wollte, als sich die meiste Zeit mit dem Computer zu beschäftigen - und heute male er fast täglich, so der Schweizer.

Seine Motive findet er auf seinen Reisen und in seiner heimatlichen Umgebung, in Form von Städten und Kühen. Die Kühe ziehen praktisch mit ihm durch die Lande und befinden sich plötzlich auch auf dem Piccadilly Circus in London oder vor dem Canal Grande in Venedig. In lockerer, expressiver Malweise baut Fredi Gertsch so eine Brücke zwischen der Schweiz und dem Rest der Welt. Humorvoll und mit einem Augenzwinkern betrachtet, bringen die Bilder Spaß und machen gute Laune.

 

Manuel Mirón Villegas wurde in Granada geboren, studierte Kunst in Cordoba. Für seine Arbeiten wurde er schon mehrfach ausgezeichnet und zeigte sie in zahlreichen Ausstellungen in Spanien. Seine Themen sind sozialkritisch und politisch. Er arbeitet mit Symbolik und Gestik in der figürlichen Darstellung. Der Betrachter muss sich einwenig Zeit nehmen für seine Bilder, um die Aussage zu erfassen. Die Darstellung wird genutzt um den dominieren Inhalt herauszuarbeiten.Die menschliche Körpersprache und Mimik sowie die wiedergegebene Situation lassen auf die Botschaft schliessen, die uns der Künstler vermitteln will. Die gedämpfte Farbgebung oder ein energiegeladenes Rot unterstreichen die Stimmung in den Gemälden.

Don Carlos, Manuel Mirón Villegas, Fredi Gertsch, Fritz Freyschlag, Franco Salas Borquez, Jörg Michel
Dezember-Ausstellung "Seh- und Seestücke" *** Vernissage 2.Dez.19-22Uhr
02.12.11  -  04.01.12

Irene Kejser "The Sound of Nothing"

 

Irene Kejser bezeichnet sich selbst als "geschichtenerzählende Malerin". Ihre Bilder erzählen vom individuellen und gesellschaftlichen Leben; es sind Geschichten über Menschen, Systeme, Kulturen und Macht, immer steht der Mensch im Mittelpunkt. Durch ihre erste professionelle Laufbahn als Unternehmensberaterin, hat die Künstlerin viele Nationalitäten und Unternehmen kennengelernt. Auch ihre Kunst soll die Gesellschaft reflektieren und gleichsam Gefühle, Gedanken und Dialoge provozieren. Irene Kejser, die seit sechs Jahren hauptberuflich als Künstlerin arbeitet, hat u.a. eine Ausbildung an der Kunstschule "Ignatius.dk" in Kopenhagen absolviert. Die gebürtige und ansässige Dänin, hat bereits an vielen Gruppen- und Einzelausstellungen teilgenommen.

 

Tobias de Haan wurde 1980 in der niederländischen Stadt Utrecht geboren. Er studierte kurze Zeit an der Kunstakademie der Stadt, bevor er ab dem Jahr 2001 die Malerei autodidkatisch weiterführte. In seinem Werk zeigt der Künstler seine Faszination für Architektur, Stadtplanung und die Veränderungen im urbanen Leben. Er verbindet traditionelle Ölmalerei mit zeitgenössischen, imaginären und futuristischen Themen. Im Jahr 2007 wurde Tobias de Haan zur italienischen Biennale nach Florenz eingeladen. Bei der internationalen Kunstmesse, an der mehr als 1000 Künstler teilnahmen, erhielt er den fünften Preis in der Kategorie Kunstmaler.

 

Karen Møller Offermanns spielt in ihrem Werk mit dem Comic- und Cartoon-Universum. Die colorierten Figuren weisen in ihrer humorvollen Kunst "über sich hinaus" und stehen für Verhaltensweisen, Persönlichkeitsmerkmale, Politiker, Geschäftsleute oder Menschen aus dem Leben der Künstlerin. Karen Møller Offermanns genießt die "freundliche Provokation", die von ihrer Malerei ausgeht und dem Betrachter einen Spiegel zur Selbsterkenntnis ermöglicht. Die gebürtige Jütländerin, die ursprünglich Internationales Management an der Aarhus Business School studierte, ist fasziniert vom experimentieren mit Stilen, Techniken und Materialien.

 

Katarina Fagerström Levring begeistert sich seit ihrer Kindheit für Fotografie. Ihre Leidenschaft sind experimentelle und abstrakte Nahaufnahmen von Blumen. Durch unterschiedliche Pflanzen, die sie als lebendige Farb- und Formenquelle nutzt, schafft sie ihre einzigartige Bildsprache. Ihre Kunst ist das Ergebnis einer sensiblen und höchst intuitiven Arbeit. Durch die stark vergrößerten Details der Blüten, wirken ihre Aufnahmen wie abstrakte Gemälde, in denen die Farbe im Vordergrund steht. Katarina Fagerström Levring, die in den letzten Jahren bereits zahlreiche Auszeichnungen für ihre Fotografie erhielt, lebt und arbeitet in ihrem Studio in ihrer Heimat in Kungsbacka, Schweden.

 

Die Dänin Isabeel Schmidt malt abstrakte Landschaftsbilder, in denen häufig figürliche Elemente auftauchen. Ihre Farbwahl von grün und hellen, kräftigen Farben, geben den Werken etwas frühlingshaftes. Die Geschichten, die sich in ihren Bildern entwickeln, kennt die Künstlerin vor dem Gestaltungsprozess nicht. Isabeel Schmidt bedient sich der magischen Sprache des Unbewussten und ist vom Ergebnis oft selbst überrascht. Die Titel der Bilder geben Hinweise auf den Inhalt. Inspiration findet die Künstlerin in der Natur und in ihren Fotos. Isabeel Schmidt hat bei den Künstlern Jeff Ibbo, Ulrik Hoff und Niels Macholm studiert.

 

 

Bertrand Riguidel ist ein abstrakter Maler aus Frankreich. Seine ausgestellte Gemälde-Reihe TERRITOIRE (übersetzt:Territorium) zeigt große organische Formen, die an geographische Räume erinnern. Ein Abfolge verschiedener aufgetragener Schichten, verleiht der Leinwand einen sinnlichen, fast epidermalen Charakter. Durch großflächige Kompositionen entstehen Landschaften, die aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Bertrand Riguidel arbeitet regelmäßig mit Innenarchitekten zusammen, realisiert aber auch Bilder für Privatpersonen. Mit seiner Reihe OCEAN wurde Riguidel Bertrand von dem Architekten und Innenarchitekten Jean-Philippe Noel für die Dekoration der Zimmer und Suiten des luxuriösen Kreuzfahrtschiffes "Le Boreal" ausgewählt.

Tobias de Haan , Katarina Fagerstrøm Levring, Irene Kejser, Karen Møller Offermanns,Bertrand Riguidel, Isabeel Schmidt
November-Ausstellung "Perspektiven"
04.11.11  -  30.11.11

Gijsbert van Oosten "Holzkopf"

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Gijsbert van Oosten ist der Bildhauer der Ausstellung. Der gebürtige Niederländer studierte Architektur sowie Bilderhauerei und Malerei. Nachdem er 35 Jahre lang erfolgreich architektonische Einsätze durchgeführt hat, konzentriert er sich heute ganz auf seine Skulpturen und die Malerei. Quelle seiner Inspiration sind Menschen und Tiere, denen er zumeist in Bronzearbeiten - innovative Formen verleiht. Nach Gijsbert van Oosten entsteht eine Figur aus dem Zusammenspiel von Technik und Reflexionen der inneren Welt des Künstlers. Die Emotionen, die er in seinem Werk verarbeitet, berühren häufig auch dem Betrachter, welcher ein Verständnis für seine eigene Gefühlswelt erlangt.

 

Rie Brødsgård schafft experimentelle Werke, in denen sie unterschiedliche Farben, Strukturen und Kontraste in einer spannenden Kombination vereint. In ihren Gemälden verwendet die gebürtige Dänin eine Mischtechnik aus Acryl, Stein und Papier zusammen mit Zeichnungen und anderen koloristischen Materialien. Den Malvorgang empfindet die Künstlerin als Bewegungs- und Energieprozess, bei dem Farben, Strukturen, Lichter und Gedanken sich zu kleinen Geschichten zusammenfügen. In ihren Bildern harmonisieren rauer Ausdruck und Femininität. Als ausgebildete Kunstlehrerin arbeitet Rie Brødsgård heute im Auftrag für Dekorationsunternehmen und Privathaushalte. Darüber hinaus bietet sie Kunst-Projekte und Kurse für Unternehmen und Künstler an.

 

Die schwedische Künstlerin Ingrid Draminsky feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum als professionelle künstlerin. Nach einer Phase in den 90er Jahren, in der sie mit Wandmalereien Kunst im öffentlichen Raum schuf, arbeitet sie heute auf Leinwänden. In ihren Malereien beschäftigt sie sich mit Menschen und Emotionen. Ingrid Draminsky zeigt in dieser Ausstellung lebendige Szenen mit menschlichen Figuren vor abstrakten Hintergründen. In ihren Bldern, die Titel wie "Sommer in der Stadt" oder "Kleiner Bruder" tragen, bleibt die räumliche Situierung weitgehend unbestimmt. Die Stimmung im Bildraum wird durch die gewählte Farbigkeit unterstrichen und der Blick des Betrachters gezielt auf das Wesentliche, den Menschen, gerichtet.

 

Elena Piwitt malt abstrakt-expressionistisch und am liebsten mit Ölfarbe. In den vorgestellten Werken beschäftigte sie sich mit "vergessenen Eindrücken". Ihre Bilder sind Erinnerungen und Momentanaufnahmen aus verschiedenen Lebensphasen und Lebenssituationen. Dabei wird die Leinwand zum "offenen Gespräch": Fragen und Antworten, die die Künstlerin hier findet, lenken spontan ihre Farbwahl. Elena Piwitt ist 1971 in Kiew geboren, wo sie als 17-jährige zur Kunstmalerin ausgebildet wurde. Seit 2009 hat die Künstlerin ihr Atelier in der Schweiz und präsentiert ihr Werk in internationalen Ausstellungen.

 

Die schweizer Künstlerin Marianne Degermann malt abstrakt. Sie spielt mit dem Spektrum an Farben und Formen, die sich in ihrem Werk zu geheimnisvollen Mosaiken verbinden. Aufgegriffene Reflexionen und Spiegelungen stehen für die vielschichtige

Bilderflut, die uns im Alltäglichen umgibt. Eine gedämpfte Farbgebung bringt Ruhe in die Malerei. Marianne Degermann studierte an der Hochschule für Kunst, Kunsthandwerk und Design in Stockholm. Ihr Werk wurde in zahlreichen Einzelausstellungen innerhalb der Schweiz bis nach Großbritannien und in den USA ausgestellt.

 

Brigitta Boelsterli kommt ebenfalls aus der Schweiz, aber befasst sich mit einem ganz anderen Medium. Ihre Arbeiten entstehen wie Quilts aus kleinen Stoffstückchen. Sie verbindet in ihren Werken geometrische Ordnungsgesetze mit der Viefalt der Farb- und Formenwelt. In ihren optischen Bildmustern schafft sie Variationen von abstrakten bis zu spirituellen Effekten. Eine eigene räumliche Strategie entwickelte die Künstlerin für ihre Namensbilder: Hier bilden der einzelne Buchstabe der Wörter, das Dreieck und die Farbe ein geometrisches Gespann. Brigitta Boelsterli beschäftigte sich bereits in ihrem Beruf als Instrumentoptikerin mit Zahlen und Farben und vertiefte ihre Kenntnisse mit einem Studium zur Ingenieurin FH für Elektronik,- Mess- und Regeltechnik, was einwenig in ihre Kunst einfließt.

Rie Brødsgaard, Ingrid Draminsky, Elena Piwitt, Marianne Degerman, Brigitta Bölsterli, Gijsbert van Oosten
Oktober-Ausstellung "Reflektionen" Vernissage 7.10.2011 19-22Uhr
07.10.11  -  02.11.11

Jan Sudeck "Blinde Kuh" +++++++

 

Jan Sudeck ist gebürtiger Lübecker, doch das Kunststudium brachte ihn an die Akademie der bildenden Künste Karlsruhe, wo er zum Meisterschüler von H. Dorner ernannt wurde.

Nach längerem Studienaufenthalt in Italien zog er 1996 nach Berlin, wo er heute noch lebt und arbeitet. Nach verschiedenen Stipendien und Preisen, kauften die Museen der Stadt Lübeck 2002 einige Werke an, was eine große Anerkennung bedeutet.

Jan Sudeck malt und zeichnet, wobei der Schwerpunkt bei Letzterem zu finden ist. Seine Serie "Unsere Welt auf Papier" kann vielleicht als Überschrift auf seine gesamten Zeichnungen übertragen werden. Besondere Ereignisse oder die täglichen Dinge des Lebens, werden analysiert und verarbeitet. Mit großer Symbolkraft setzten sich die Arbeiten aus Fragmenten zusammen, die dem Betrachter Denkanstöße geben, wenn er sich darauf einläßt.

 

Africa Coll bildet mit Ihren Arbeiten die Brücke zwischen Malerei und Druck. In der Kombination von Malerei mit Fotografie, Monotypie und Text stellt Africa Coll eine Verbindung zu Ihrer Umwelt her, eine Verbindung vom Raum zum Objekt, wie sie selber sagt. Seit 2 Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Wald und Bäumen,guckt genau hin, um den Lebensraum zu verstehen. Durch den Kontrast zwischen Farbe und Fotocollagen entsteht Spannung, durch warme Farbtöne ein Wohlgefühl.

Africa Coll hat schon als Kind im Atelier ihres Vaters gespielt, sodaß ihr der Kunstbezug praktisch vor die Wiege gelegt wurde. Geboren ist sie in Barcelona, wo sie auch Kunst studierte,seit 2001 lebt sie in Schweden. Ausgestellt hat sie schon in vielen Ländern, doch ein besonderer Bezug bleibt zu Spanien und Schweden.

 

Akaki Gatschetschiladse malt nur, wenn er etwas Konkretes zu sagen hat. In seinen Werken sind verschiedene Problematiken klar und deutlich zu erkennen, surreal umgesetzt. Das Vermissen der Freiheit in seinem Land Georgien und Kriege haben ihn geprägt. Kunst durfte er nach dem Willen des Vaters nicht studieren, um nicht als brotloser Künstler zu enden, und so wurde er zunächst Energieingenieur. Heute lebt Akaki Gatschetschiladse als freier Künstler in Tiflis, als Maler und Autor mehrerer Erzählungen und selbstvertonter Lieder mit zwei Veröffentlichungen. In Georgien hat er ohnehin einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt, da er gerngesehener Gast in Talkshows ist und zu gesellschaftspolitischen Fragen Stellung nimmt.

 

Carina Fogde malt abstrakt. Sie verwendet ausdrucksstarke, leuchtende Farben, die in klaren Flächen Landschaften beschreiben. Zum Teil bildet ein stilisiertes Haus den Mittelpunkt, Strukturen und Linien gliedern das Bild. Man kann sich die schwedische Landschaft vorstellen, Sonnenlicht und Felder.

Carina Fogde lebt in Schweden, wo sie Kunst studiert hat und auch als Kunsttherapeutin tätig ist. Sie arbeitet nicht nur mit dem Stilmittel der Malerei, sondern beschäftigt sich auch mit Fotografie, Skulptur, Zeichnung und Grafik.

Viele Ausstellungen und Stipendien haben sie durch ganz Europa geführt, wo ihre Arbeiten in unterschiedlichsten Sammlungen zu finden sind.

 

 

 

 

 

Claude Le Padellec malt auch abstrakt, doch in ihren Malereien spielt die Farbe schwarz eine dominante Rolle. Diese verleiht den Bildern etwas schweres, auch wenn im Kontrast

leuchtende Primärfarben stehen. Gelegentlich werden Kollagen eingefügt, die den eindimensionalen Hintergrund zum surrealen Raum werden lassen. Breite Pinselstriche teilen die Leinwand auf, Strukturen geben der Farbe Tiefe. Die eingefügten Zeitungsausschnitte lassen den 2. Wirkungskreis von Claude Le Padellec erahnen: sie hat eine führende Position in der pariser Modebranche inne. Dort stellt sie auch überwiegend aus und versucht beide Bereiche zu verbinden.

 

Victor Corleone ist der Bildhauer in der Ausstellung. Er wurde 1970 in Mexiko geboren und lebt seit einiger Zeit bei Hamburg. Er nutzt auch die ganze Bandbreite der Kunst um sich auszudrücken, doch wir sehen hier seine Skulpturen. Es sind die Darstellungen menschlicher Köpfe, die etwas maskenhaftes haben. Wie bei Karikaturen sind die ausgeprägten Gesichtsmerkmale überzeichnet oder verformt, wodurch sie zu Fantasiefiguren werden mit lediglich menschlichen Zügen.

Victor Corleone hat seine Arbeiten bisher in Mexiko gezeigt und stellt sich nun der europäischen Kunstszene vor.

Victor Corleone, Jan Sudeck, Claude Le Padellec, Africa Coll, Akaki Gatschetschiladse, Carina Fogde
September-Ausstellung "Unvorhergesehenes"
02.09.11  -  28.09.11

Fotos: Karolin Sobe und Astrid Bloksbergen

 

Diese Ausstellung setzt sich aus sehr kontrastreichen Arbeiten zusammen, es überwiegt die Gegenständlichkeit.

 

Astrid Bloksbergen ist die Bildhauerin in der Ausstellung. Sie studierte zunächst Psychologie in Holland, wo sie auch lebt und wandte sich dann immer mehr der Bildhauerei zu, wofür sie ihre norwegische Tante verantwortlich macht. Das war eine der berühmtesten Bildhauer innen ihrer Zeit in Skandinavien.Astrid Bloksbergen arbeitet mit Bronze und Stein, bei einigen Skulpturen werden beide Materialien kombiniert. Zum einen zeigt sie in dieser Ausstellung menschliche Figuren aber auch Tierdarstellungen und einige Exemplare ihrer Baumserie. Diese ist einwenig zum Markenzeichen geworden, spiegelt die Verbindung zur Natur wieder, gleichzeitig aber auch Vitalität und Verwundbarkeit.

 

Karolin Sobe kommt gebürtig aus Dresden, lebt und arbeitet in Hamburg. Hier hat sie an der HfbK Kunst studiert mit dem Schwerpunkt: Druckgrafik und Zeichnung,was sie bei weiteren Seminaren im In- und Ausland vertiefte.

Sie erarbeitet sich ihre Themen experimentell, wie man an der Serie "Tischsitten" sehen kann. Messer und Gabel sind nicht nur auf den Papptellern dargestellt, sie dienten auch als Werkzeug um die schwarze Tusche aufzutragen. Karolin Sobe zeichnet ihre Themen in minimalistischer Umsetzung mit großer Symbolkraft auf das Wesentliche reduziert.

 

Fotorealistisch malt Jan Aalt Morren. Er ist gebürtiger Holländer, lebt seit 1987, in Südafrika. Die Handelsmarine führte ihn ab dem 15.Lebensjahr um die Welt und in der Malerei hält er die Eindrücke fest, die er in seinem Leben gesammelt hat. In dieser Ausstellung zeigt er lebendige, farbenfrohe Szenen aus dem afrikanischen Leben. Ein anderes Thema seiner Malerei sind Portraits von Bulldoggen, für die er schon über hundert Aufträge gekommen hat.Jan Aalt Morren stellte bisher vorwiegend in Holland und Südafrika aus.

 

Natalia Fedorova malt surreal. Sie ist gebürtige Russin, studierte Kunst in St.Petersburg und zog 1997 mit ihrer Familie nach Dänemark. Diese Lebensveränderung kann man in ihren Bildern ablesen, wie sie selber sagt, weil die Farbpalette viel heller wurde. Ihre Bilder erzählen Geschichten, sind manchmal surreal und enthalten symbolische Elemente, oder spiegeln die Kraft der Natur wieder. In Ihrer Malerei dominieren kräftige Farben und eine gewisse Dynamik, die sich durch schwungvolle Pinselstriche ausdrückt. Natalia Fedorova ist auch eine Meisterin der schwarz-weiß Fotografie, doch in dieser Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf der Malerei.

 

Lone Gjessing lebt auch in Dänemark, wo sie auch geboren wurde. Sie hat durch die Entwicklung der digitalen Fotografie mit den vielen gestalterischen Möglichkeiten ihre Leidenschaft für dieses Medium entdeckt. 2009 hatte sie ihre erste Ausstellung und seit dem eine routinierte Professionalität erreicht. In Ihren Arbeiten sind oft verschiedene Flächen überlagert, wodurch eine gewisse Abstraktion erreicht wird und Tiefe entsteht. Durch Mischtöne und Filterverwendung bekommen ihre Fotografien etwas antikes oder marodes.

 

Carina Sluyter malt sehr plakative Bilder, sie spielt gerne mit Form und Farbe, wie sie selber sagt. Ihre Werke sind mosaikartig gegliedert, zusammengestzt aus stilisierten Elementen der Natur und grafischen Farbflächen. Die Gesamtgröße und die kräftigen Farben verbreiten eine positive Ausstrahlung im Raum, nehmen den Betrachter mit in eine berauschende Farbwelt .

Carina Sluyter wurde in London geboren, lebt und arbeitet aber in Holland, wo sie auch überwiegend ausstellt.

Jan Aalt Morren, Lone Gjessing, Karolin Sobe, Astrid Bloksbergen, Natalia Fedorova, Carina Sluyter
August-Ausstellung "Individuelles" *** Vernissage 5.8.2011 19-22Uhr
05.08.11  -  31.08.11

Ulla Carlberg, Aquarell

Ulla Carlberg ist eine ausgezeichnete Aquarellmalerin. Sie spielt gekonnt mit den verlaufenden Farbflächen, die sie überlagert und strukturiert. Es entstehen Formen und Tiefe, die dann die gewählten Motive, wie Töpfe und andere Gefäße erahnen lassen.

Ulla Carlberg war lange an der Universität in Linköping, Schweden, tätig und begann nebenbei einige Semester Kunstgeschichte zu studieren. Dieses bewog sie dann selbst kreativ zu werden, was sie nun als freie Malerin auslebt.

 

Eine weitere großartige Aquarellmalerin ist ihre Landsmännin Ingela Hallonquist. Sie hat schon häufig außerhalb Schwedens ausgestellt und 2006 den "Karin Öije-Abel’s watercolour award" gewonnen. Sie sagt selber, daß sie an der Aquarellmalerei die Unberechenbarkeit reizt. Ein Fehler ist nicht zu korrigieren, weshalb in allen Bildern die Spontanität und Leichtigkeit erhalten bleibt. Ingela Hallonquists Absicht ist es nie eine Kopie der Wirklichkeit zu erschaffen, ferner soll das Bild sein Eigenleben erhalten, wie es im Malprozess entsteht.

 

Anna Christine Gejlsbjerg wurde in Wien geboren, lebt aber seit 1968 auch in Skandinavien, zur Zeit als Therapeutin und Künstlerin in Dänemark.

Durch schwedische Tradition inspiriert, dekorierte sie in der Vergangenheit ganze Häuser mit Tapetenmustern und malt schon seit ihrer Kindheit. In dieser Ausstellung zeigt sie uns ihre Bilder, die kleinteilig untergliedert sind, zusammengesetzt aus vielen Symbolen, die das jeweilige Thema unterstreichen. Sie benutzt dabei kräftige Farben, die einen positiven Gesamteindruck bewirken und einen eigenen Sil wiedergeben. Anna Christine Gejlsbjerg hat bisher vorwiegend in Dänemark ausgestellt.

 

Inge Thøgersen lebt und arbeitet auch in Dänemark, als Familientherapeutin und Künstlerin. Sie hat sich an verschieden Kunstakademien in Dänemark mit der Kunst auseinandergesetzt und mit verschiedenen Techniken experimentiert. Ihre Inspiration sind die Natur, Lebensgeschichten und Träume. Inge Thøgersen hat in Dänemark ausgestellt, als auch international. Meistens beinhalten ihre Bilder figürliche Elemente, aber der abtrahierte anteil läßt genügend Freiraum für eigene Interpretationen des Betrachters. Dynamik und Tiefgründigkeit zeichnen ihre Arbeiten aus.

 

Matilde Alonso Salvadore ist Spanierin und hat Architektur studiert, bevor sie mit der Malerei begann. Diese Verbindung kann man ihren Werken allerdings nicht entnehmen, weil sie eher malerisch als grafisch arbeitet. Entweder malt sie abstrakt oder sie beschäftigt sich mit der Darstellung der Frau. Dabei wählt sie unkonventionelle Positionen, die eher auf moderne, eigenwillige Frauen schliessen lassen. Gesichter spielen dabei keine Rolle, alleine die Körpersprache kommt zum Einsatz. Durch eine lockere Darstellungsweise erscheinen ihre Bilder kraftvoll und ausdrucksstark.

 

Eine weitere Spanierin ist Matilde Montesinos. Ihre Arbeiten sind sehr grafisch gegliedert und komplett abstrakt. Farbflächen einer Farbgruppe füllen die Leinwand, in dieser Serie sind es überwiegend Brauntöne. Durch die statische Aufteilung strahlen die Bilder eine große Ruhe aus, die nur durch partiell, eingefügte Collagen unterbrochen wird. Matilde Montesinos hat in Valencia Kunst studiert, wo sie bisher vorwiegend ausgestellt hat.

Ulla Carlberg, Anna Christine Gejlsberg, Matilde Alonso, Inge Thøgersen, Ingela Hallonquist, Matilde Montesinos
Juli-Ausstellung "Gestaltungswege" - Vernissage 8.Juli 19-22Uhr
08.07.11  -  03.08.11

Maria Luisa Persson - Red Vase 67x95 cm

 

Dieses Mal haben wir 6 europäische Künstler in unserer Galerie und eine mexikanische im Marziart Studio. Alle sind ihrer Darstellungsweise sehr unterschiedlich.

Loz Verney kommt aus London und seine Malerei wurde von seiner Umgebung geprägt. Die Londoner Suburbs, wo er aufgewachsen ist, haben seine Kunst dauerhaft beeinflusst. Seine Thematik dreht sich um Emotionen, politische und ökonomische Unterschiede. Seine Malerei ist sein Werkzeug durch das er sich ausdrückt.

Werte, wie Freundschaft, Zusammenhalt und Glaube sowie die Unterschiedlichkeit der Menschen und Kulturen, sind zentrale Inhalte der plakativ gemalten Bilder. Kräftige Farben und provozierende Titel sollen den Betrachter aufrütteln.

Loz Verney bekam 1996 ein Stipendium für das Kunststudium an der Middlesex University in London, lebt nach seiner Ausbildung in München.

 

Maria Luisa Persson greift auch gesellschaftliche Themen auf, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle der Frau liegt. Das Besondere an ihren Bildern ist, daß sie wie Papierkollagen erscheinen, aber komplett in Ölfarbe gemalt sind.

Unterstrichen wird der Eindruck durch weiß umrandete, monochrome Farbflächen, die wie abgerissene Papierstücke aussehen im Kontrast zu realistisch gemalten Fragmenten. Im Herstellungsprozeß arrangiert die Künstlerin tatsächlich eine Kollage, die sie dann abmalt.

Maria Luisa Persson ist gebürtige Brasilianerin, lebt aber seit vielen Jahren in Schweden. Sie arbeitete zunächst als Bibliothekarin, aber die Malerei war immer ihre Leidenschaft. Schon seit 1968 stellt sie weltweit aus.

 

Anna Plagemann Aalbers aus Holland ist unsere nächste Künstlerin. Ihr Stil erinnert an die klassische, flämische Schule in der das Motiv photorealistisch wiedergegeben wird. Diese Malweise beherrscht sie perfekt, erlernte sie bei einem holländischen und einem belgischen Meister dieser Klasse. Ihre Bilder faszinieren durch die detailgetreue Wiedergabe von Lichtreflexen in Glasobjekten, zarten Blütenblättern und Materialstrukturen.

Anna Plagemann Aalbers ist ein Phänomen. 25 Jahre lang führte sie als Friseurin einen Beautysalon, heute lebt sie als freischaffende Künstlerin in Velo und verdient ihr Geld durch ihre Malerei.

 

Teresa Riera Benguria kommt aus dem Baskenland in Spanien. Sie wurde in Bilbao geboren und hat Freie Kunst studiert. Seit 1972 arbeitet sie als freie Künstlerin und konzentriert sich auf die Malerei. Sie selbst ordnet ihren Bilder drei Kategorien zu: Realismus, Expressionismus und Symbolismus.

Sie spielt mit der Energie der Farben, experimentiert mit der Farbtherapie und anderen verschiedenen künstlerisch-pädagogischen Methoden. Die Grundlage der Farbtherapie ist die Erkenntnis, dass jede Farbe ihre eigene Schwingungsfrequenz hat. So hat jede Farbe hat eine ganz bestimmte Wirkung auf Geist und Seele, die von vielen Menschen übereinstimmend empfunden wird.

Die Werke von Teresa Riera Benguria sind in verschiedenen privaten Sammlungen in Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien und den USA zu finden.

 

Aus Bosnien und Herzegovina kommt Nizara Sabovic. Sie ist in Montenegro geboren, lebte aber in verschieden Ländern wie Frankreich, Tschechien und der Türkei. Seit Anfang diesen Jahres wohnt und arbeitet sie in Berlin. Nizara Sabovic hat Soziologie und 4 Jahre Kunst studiert. Dieses Jahr begann mit ihrer ersten Solo-Ausstellung in Berlin. Ihre Bilder zeigen expressionistisch gemalte Landschaften, die durch eine warme Farbgebung und die gekonnte Darstellung von Sonnenlicht und Schattenspiel eine romantische Atmosphäre wiedergeben. Man könnte sie als modernen Turner bezeichnen.

 

Aus dem Kosovo kommt Arian Rexhepi. Er machte seinen Master an der Kunst-akademie 2006 in Pristina. Seit 2002 nahm er an verschiedenen Ausstellungen teil, organisierte einen Kunstsalon in Pristina und arbeitet aktuell auch als Kunstlehrer.

Er malt abstrakt mit figürlichen Elementen, eine Mischung aus Per Kirkeby und Rainer Fetting. In freier Darstellungsweise überziehen dynamische Pinselstriche seine Bilder, die auf sein Temperament hindeuten, vielschichtige Farbfelder schaffen die Komposition.

 

Im Marziart Studio stellt in diesem Monat Elizabeth Ortega Rodríguez aus. Sie kommt gebürtig aus Mexiko, wo sie auch ihren Bachelor of fine Arts im Bereich Keramik mit Magna cum Laude machte. Seit 2008 ist sie in Hamburg und hier machte sie ihren Master of Fine Arts in Kunsttheorie und Kunstgeschichte an der HfbK.

Sie zeigt uns in dieser Ausstellung zum Teil Keramik, als auch Fotografie und Malerei.

Dabei ist das Thema immer ihr Heimatland Mexiko oder dessen Mythologie.

Besonders beeindruckend sind die Keramikteile, die wie Scherben aussehen und die Assoziation wecken, sie müßten Bestandteil eines zerbrochenen Gefäßes oder Skulptur gewesen sein. Man kann die bunten Tonstücke immer zu neuen Bildern zusammenlegen, mit ihnen Räume gestalten.

Loz Verney,Arian Rexhepi,Maria Luisa Persson, Anny Plageman Aalbers, Nizara Sabovic,Teresa Riera
Juni-Ausstellung "Ausdruck"
27.05.11  -  22.06.11

Gocha Stankiewicz, "Ecre"

 

Gocha Stankiewicz gehört zu den gegenständlichen Malerinnen. Sie kommt aus Polen, arbeitet auch als Innenarchitektin, Illustratorin und Drehbuchverfasserin. Als Jurymitglied und Laudatorin ist sie bei vielen Architekturwettbewerben auch für die Preisvergabe der Stadt Danzig zuständig.

Gocha Stankiewicz beschäftigt sich in ihrer Malerei mit dem Menschen in seiner Verbindung zum Universum, wie sie selber sagt. In der Darstellung ist sie Traditionalist. versucht das Wesentliche zu übermitteln. Das gelingt Ihr auch indem sie die Bilder in 2 Hälften präsentiert. 2 Drittel bestehen aus einer fast monochromen Fläche, 1 Drittel zeigen einen Ausschnitt eines menschlichen Körpers oder einer menschlichen Skulptur. Durch diese Aufteilung wird eine große Spannung erzeugt und der Blick ganz gezielt auf das Wesentliche des Bildes gelenkt.

 

Hans Gritter ist ein traditioneller Aquarellmaler. Schon seine Eltern waren beide im selben Genre tätig, haben sich in der Nachkriegszeit durch Porträtaufträge über Wasser gehalten. Hans Gritter setzte die künstlerische Familientradition fort, studierte Kunst in Amsterdam.

Seit 30 Jahren hat er sein Atelier auf dem Land, was seine Malerei wesentlich mit bestimmt. Die Natur wie die moorige Landschaft und Blumen sind eines seiner Themen, das andere ist der Mensch. Der Maler versteht es, mit dynamischer Pinselführung die körperliche Bewegung und den Gesamtausdruck der jeweiligen Szene einzufangen.

Seine Arbeiten lösen sich in kleinteiligen Fragmenten auf, die Farben sind eher gedeckt. Eine Studienreise nach Mexiko veränderte seine Farbgebung, gab ihr mehr intensität.

 

Katarina Radenkovic ist eine weitere gegenständliche Malerin, ihr Motiv ist die Stadt, die Metropole. In großer Farbigkeit stellt sie das quirlige Leben der Großstadt dar, sei es in London oder Tokyo. Buchstaben, verstreut als Collage eingefügt, unterstreichen die Dynamik, die von den Bildern ausgeht. Sie möchte in ihren Bildern das moderne Leben der Gegenwart festhalten, das Tempo der Vergänglichkeit aufhalten.

Katarina Radenkovic ist gebürtige Serbin, sie studierte unter anderem Design and Multimedia. Ihre Bilder wurden schon in verschiedenen Ländern gezeigt, im kommenden November auch in einer Londoner Galerie.

 

Günter Jung malt sehr plakativ, er arbeitet mit Symbolen, seine Arbeiten sind thematisch und erinnern einweing an Graffity.

Es kommt ihm nicht auf den Wiedererkennungswert des Dargestellten an, sondern auf den Inhalt. Das Besondere an Günter Jung ist, das er Gefängnisinsasse ist und sich durch die Malerei ein Stück Freiheit schafft. Durch seine Bilder bekommt der Betrachter die Möglichkeit, die Sicht aus der Gefangenschaft einzunehmen. Symbole, wie Schlüssel, Glücksklee, Palmen, Kometen, Unendlichkeitszeichen erzählen von den Gedanken des Malers.

 

Shoshanna Givon bildet mit Ihren Arbeiten die Brücke zwischen Malerei und Druck. Sie kommt aus Israel, wo sie als Lehrerin tätig ist. Zunächst unterrichtete sie Geografie später Kunst in Zusammenhang mit Drucktechniken. Sie fühlt sich als Israelin zwischen Ost und West verwurzelt, was sich naturgemäß auch in ihren Arbeiten wiederspiegelt.

In filigranen Ornamenten, die Ihre Bilder überziehen, erkennt man den Orient, die Kombination mit der Fotografie spiegelt das westliche wieder.

In dieser Ausstellung präsentiert Shoshanna Givon die Serie Miriam, in der ihre Tochter die Protagonistin ist und somit die Mutter-Tochter Beziehung thematisiert wird.

Shoshanna Givon ist auch für die jurierte Ausstellung in der Carlshütte bei Flensburg ausgwählt worden.

 

Orit Gafni ist Fotografin, ebenfalls aus Israel. Sie wählt Motive aus der Natur, Licht und Farbigkeit bestimmen ihre Arbeiten. Das blau des Meeres und der Sand der Wüste erzählen von ihrem Lebensraum. Kraniche tanzen über dem Wasser im Kontrast zu rauhen fischernetzen, die am Ufer liegen. Orit Gafni arbeitet als Softwareentwicklerin und bearbeitet ihre Fotos auch digital.

Gocha Stankiewicz, Orit Gafni, Shoshanna Givon, Katarina Radenkovic, Günter Jung, Hans Gritter
Mai-Ausstellung
29.04.11  -  25.05.11

Vick Peters, Siebdruck

 

In diesem Monat haben wir in unserer Galerie Künstler aus vielen Teilen Europas: Dänemark, Niederlande, Österreich, Estland und Finnland sind vertreten.

 

Der erste Künstler, den ich vorstellen möchte, ist Vick Peters aus Dänemark. Seit 40 Jahren arbeitet er als freischaffender Künstler und experimentiert gerne, insbesondere im Bereich Siebdruck. Er wandelt auf den Spuren Andy Warhols, im farblichen und grafischen Sinne. Seine Bilder setzen sich aus mehreren Ebenen zusammen, Textfragmenten, Flächen und linearen Details. In ihrer ganzen Erscheinungsform entsprechen sie genau dem aktuellen Zeitgeist. Die leuchtenden Farben, die Kollage aus überlagerten Flächen und Umrissdarstellungen ergibt eine positive, lebendige Ausstrahlung.

 

Ein anderer Künstler von Dänemark ist Per Andresen. Seine Arbeiten erinnern ebenfalls an einen New Yorker Künstler, der ein enger Freund von Andy Warhol war: Basquiat. Wie er kommt Per Andresen aus der Streetartszene und setzte früher mit Graffities Akzente in seiner Umwelt. Seit längerer Zeit malt er nun auf Leinwand, und kann seine Kunst so einem größeren Publikum zugänglich machen. Seine Bilder sind keine romantischen Abbildungen, sondern er zeigt uns die Brutalität und den Sarkasmus des Stadtlebens. Wilde Pinselstriche in absolut freier Malweise beschreiben das chaotische Leben auf der Straße in unseren Metropolen. Ästhetik ist dabei nicht wichtig, es kommt auf den Inhalt an. Sie wirken wie ein Aufschrei, wie eine Aufforderung an uns, das Leben um uns herum genauer wahrzunehmen.

 

Susanna Autio ist eine finnische Künstlerin, die bei uns ihre skurrilen Wesen ausstellt. Bei flüchtigem Hinsehen erscheinen sie wie Spielzeug und Kuscheltiere und bei genauer Betrachtung wird man dann schockiert: Das kleine haarige Tier hat überdimensionale Zähne und zwar echte, der haarige Kopf gehörte in früheren Zeiten einer Ratte oder einem anderen Nager. Genau diesen Schockeffekt möchte Susanna Autio erreichen. Sie nennt die Serie "Idole" und zeigt uns durch sie, dass unsere Idole von Weitem anziehend wirken und sich beim aufmerksameren Hinsehen im schlimmsten Fall als Monster herausstellen. Susanna Autio hat Kunst studiert und arbeitet mit dem Schwerpunkt Installation. Sie hat auch bereits in verschiedenen Museen in Finnland ausgestellt und verwirklichte schon viele eigene Projekte.

 

Miranka Mud lebt und arbeitet in Holland. Sie drückt sich nicht nur durch die Malerei aus, sondern auch als Schauspielerin und beim Schreiben von Kurzgeschichten. Alle 3 Ausdrucksmittel gehören für sie zusammen und bilden ein Ganzes. Ihre Absicht ist es nicht schöne Bilder zu malen, sondern zu konfrontieren, aufzudecken, Fragen zu stellen, aber am allermeisten ehrlich zu sein. Wir sehen in dieser Ausstellung ihre Serie "Behind Faces" also "Hinter den Gesichtern". Es sind ausdrucksstarke Gesichter, in denen man die Stimmung des Einzelnen ablesen kann, von Traurigkeit bis Entsetzen. Miranka Mud zeichnet ausschließlich mit Bleistift und Kohle auf weißem Papier, so daß die volle Konzentration des Betrachters auf die Mimik der Menschen gelenkt wird.

 

Juss Piho, der estnische Künstler, malt ebenfalls menschliche Abbildungen aber mit ganz anderem Ausdruck, sehr statisch. Seine Farben sind warm, strahlen Ruhe und Frieden aus. Die dargestellten Menschen wirken entrückt, verträumt, nachdenklich. Sie erinnern an die Portraitmalerei der alten Meister, doch Symbole und Texte geben den Gemälden einen surrealen Anstrich. Juss Piho ist auch ein erfolgreicher Grafikdesigner wie seine gewonnenen Preise belegen: 6mal bekam er bisher den estnischen Landespreis "Illustrator des Jahres" und in Japan wurde er mit dem Internationalen Preis für Buch Illustration ausgezeichnet.

 

Waltraud Schwendinger s Bilder sind abstrakt und spiegeln ihre Erdverbundenheit wieder, alleine durch die gewählten Materialien und Töne. Sie sind mit starken Strukturen überzogen und beinhalten neben Eitempera und speziellen Pigmenten auch Sand und Graphitsteine. In Ihren Arbeiten möchte die Künstlerin Erlebtes aus der Natur wiedergeben, so entstehen Titel wie "Steinwege" oder "Wasserfall".

Waltraud Schwendinger kommt aus Österreich. Sie hat sich ihre Malweise autodidakt erarbeitet, nach jahrelangen zeichnerischen Erfahrungen, das Malen von Landschaftsaquarellen über Portrait und Akte bis hin zum Holzdruck.

Waltraud Schwendinger,Per Andresen,Miranka Mud ,Juss Piho ,Susanna Autio ,Vick Peters
April-Ausstellung "Elementar" Vernissage 1.4. 19-22Uhr
01.04.11  -  27.04.11

"First Contact" Maria Bergström

 

Maria Bergstöm ist eine schwedische Künstlerin, die ihr Können über 5 Jahre an 4 verschiedenen Kunstschulen erworben hat, aber schon seit ihrer Kindheit Gedichte schreibt und Lieder komponiert. Ihre Bilder lassen ihre Geschichten lebendig werden in freier Malweise mit viel Symbolik und lichten Farben. Es überwiegen Gelb- und Brauntöne, feine Zeichnungen heben Einzelheiten aus der flächigen Darstellung hervor. Ein klarer bezug zur Natur wird deutlich, der Mensch spielt eher eine untergeordnete Rolle. Für ihre besondere Darstellungsweise erhielt Maria Bergstöm schon viele Stipendien und Preise.

 

Radu Florea, kommt aus Transsylvanien in Rumänien, wo er hauptberuflich als Radiojournalist arbeitet. Mit der Malerei begann er vor 20 Jahren, als Ausdrucksmittel seiner Gefühlswelt. Beeinflusst durch den europäischen und den abstrakten amerikanischen Expressionismus beschreibt er seine Bilder selber als Explosion von Farbflächen und Linien. Neben Motiven, die seine Liebe zur See und zur Bergwelt wiederspiegeln zeigt er in dieser Ausstellung auch die Ikarus Serie, in der er von seiner Nahtod-Erfahrung erzählt: dem Leiden, dem Fallen und dem Wiederaufsteigen.

Radu Florea hat seine Arbeiten bisher in rumänischen Galerien und Museen gezeigt, aber auch im weiteren europäischen Raum.

 

Ole Pultz, hat eine ähnlich freien Malstil wie Radu Florea mit mehrschichtigem Farbauftrag, dynamischer Pinselführung und Tropfenbildung, doch im Endergebnis bleibt eine klare Gliederungen stehen.

Ole Pultz ist einer von 3 Künstlern aus Dänemark. Er hat in den siebziger Jahren Kunst in Schweden studiert und schon in sehr vielen Galerien und Museen in Dänemark und Deutschland ausgestellt. Darunter im "Museen für Kunst und Kulturgeschichte" in Dortmund und im "Museum am Ostwall" ebenfalls in Dortmund.

 

Eine weitere dänische Malerin ist Birgitte Lykke Madsen. Sie studierte an der Fynske Kunstakademie und arbeitet heute als Malerin, Grafikerin und Lehrerin. Sie beschäftigt sich in der Malerei mit Menschen und Natur, aber bringt beide Themen nie gemeinsam auf s Bild. Sie verzichtet in der Darstellung auf Details, spielt mit Licht und Schatten und bevorzugt Pastelltöne. Alle Bilder strahlen eine angenehme Ruhe aus, haben fast etwas Meditatives. Birgitte Lykke Madsen ist eine gute Beobachterin Ihrer Umwelt und hält einfach die Dinge fest , die sie umgeben. Auch sie hat ihre Arbeiten bereits in sehr vielen Galerien und Museen in Dänemark Schweden und Holland ausgestellt.

 

Der dritte Däne ist Erling Tingkaer, er ist der Bildhauer in der Ausstellung. Er studierte an der Funen Kunst Akademie und arbeitet seit 1968 als professioneller Künstler. Seine Skulpturen sind in vielen Sammlungen und im öffentlichen Raum in Dänemark zu finden. Erling Tingkaer stellt Menschen und Tiere dar und manchmal mischen sich diese Gattungen, vertauschen ihre Rollen. Das besondere an seinen menschlichen Figuren ist, dass sie sich alle hinter einer Maske verstecken. Diese Symbolik beschreibt gekonnt den Menschen in unser heutigen Gesellschaft, in der jeder mal hinter einer Maske verschwindet. Eine weitere Besonderheit appeliert an den Spieltrieb, denn die surrealen Figuren sind zum Teil beweglich und veränderbar.

 

Ingrid Knaus kommt aus Österreich und lebt nach verschiedenen Ausbildungen und Promotion in Philosophie, seit 1998 als freischaffende, bildende Künstlerin in Graz. In dieser Ausstellung zeigt sie ihre urbanen Bilder: Stadtansichten oder einzelne architektonische Details in Komposition. Perspektive bringt Tiefe in die Bilder und die einzelnen, bunten Fragmente der Häuser spiegeln die Lebendigkeit der Stadt wieder. Als Hintergrundfarbe bevorzugt Ingrid Knaus grün, was den Anschein gibt, die dargestellten Orte befinden sich eingebettet in der Natur.

Ingrid Knaus kann sowohl auf eine Vielzahl von Ausstellungen in Österreich und im europäischen Ausland zurückblicken als auch auf zahlreiche Ankäufe.

Ole Pultz, Maria Bergström, Birgitte Lykke Madsen, Radu Florea, Erling Tingkær, Ingrid Knaus
März-Ausstellung
04.03.11  -  30.03.11

Hong Liu-Sertti, The coming Spring 3

 

 

In diesem Monat wird die Künstlergruppe "Art Rain Association" in der Marziart Galerie präsentiert. Diese Gruppe steht für Gleichheit und Gerechtigkeit auch in der Kunst. Es soll alleine die Kunst gesehen werden, nicht der Glaube oder die Herkunft des einzelnen Künstlers. Ihr Credo : " ES IST ZEIT FÜR ÄNDERUNG, damit EHRLICHKEIT vorherrscht.

Matthew Thompson, der Gründer der Gruppe, ist vorrangig Maler wie auch die anderen Künstler dieser Ausstellung. Er ist gebürtiger Ire, aber pendelt wegen seiner finnischen Frau zwischen den Ländern hin und her. In seinen Arbeiten sehen wir als Primärsymbol denKreis, der Einheit und Harmonie bedeutet, immer auf sich selbst zurückkommt. Helle Pastelltöne geben den Bildern eine sonnige Ausstrahlung Gefühl der Stille und der Wärme und kommen direkt aus dem Universum. Matthew-Thompson studierte Kunst in Großbritannien und stellt weltweit aus.

 

Giancarlo Zamponi ist Italienier, graduierte an der Kunstakademie in Florenz wo er inzwischen selber unterrichtet. Seine Bilder sind stark strukturiert und enthalten Symbole in freier Darstellung. Mit dynamischer Linienführung unterteilt er die Flächen. Es lohnt sich auf die titel zu achten um den Inhalt zu ergründen.

 

Hong Liu - Sertti, wurde in China geboren, lebt jetzt in Finnland. Sie versucht in ihren Arbeiten diese zwei verschiedenen Welten zusammenzubringen, die aber eher an die traditionelle Tuschemalerei erinnern. Sie verwendet das Symbole der Kraniche, das für Freiheit und Natur steht. Das erklärt warum sie sich "Kranich Lady" nennt. Hong Liu - Sertti studierte Kunst sowohl an der "Guangzhou Academy of Fine Arts” in China als auch an der University of Art and Design in Helsinki

 

Bei den Bildern von Karin Westlund sieht man sofort : sie experimentiert gerne. Sie sagt, dass ihre Inspiration immer die Natur war, doch in der Serie hier beschäftigt sie sich fast ausschließlich mit sich selber, was an den Titeln abzulesen ist und sicher mit ihrer momentanen Schwangerschaft zu tun hat. So sehen wir in jedem Bild eine Hauptfigur, die in unterschiedlichster Weise dargestellt wird, doch eher grafisch und illustrativ als malerisch.

 

Georgios Karasavvidis, malt Surreales in kräftigen Farben und will uns durch eine starke Symbolkraft auf die guten und schlechten Seiten unserer Umwelt aufmerksam machen. Georgios Karasavvidis studierte auch Ikonenmalerei, zu der sich in seinen aktuellen werken aber keine Verbindung aufbauen lässt.

 

Chrysoula Skepetzi, ist Griechin und erzählt uns Geschichten von Menschen, von denen nur die Schuhe zu sehen sind. Durch die unterschiedlichen Konstellationen und die Umgebungen der Schuhpaare kann der Betrachter sehr viel hineininterpretieren.

Chrysoula Skepetzi hat auch eine große Schuhinstallation mit 350 Schuhen geschaffen, von der wir hier 2 Schuhpaare sehen.

Der Titel : "Die Welt an Fäden"

 

Ahmed El Haski kommt aus Marokko und studierte Kunst an der Universität von Tétouan, wo er inzwischen selber eine Professur inne hat. Er malt mit klaren Farben ebenso klare Formen und arbeitet wie die anderen mit Symbolik. Auch hat er mit den anderen Künstlern der Gruppe gemein, dass er weltweit ausstellt.

 

Ghannaj Mohammed ein anderer marokkanischer Künstler, der bildnerisch zeigen will, welchen Einfluß die Musik auf unserer Leben hat. So stellt er gegenständlich Musikinstrumente dar, aber auch abstrakte Kompositionen, die für unterschiedliche Töne und Melodien stehen könnten. Ghannaj Mohamed studierte wie Ahmed El Haski Kunst an der Universität von Tétouan und ist dort auch Professor.

Ahmed el Haski ,Ghannaj Mohammed, Giancarlo Zamponi, Hong Liu-Sertti ,Karin Westlund ,Matthew Thompson, Karasavvidis Georgios, Chrysoula Skepetzi
Februar-Ausstellung
04.02.11  -  02.03.11

Christa Hartmann, "The five senses"

 

Die Ausstellung setzt sich aus gegenständlicher und abstrakter Malerei zusammen, sowie aus surrealen Fotocollagen und figürlichen Skulpturen.

Für die abstrakte Malerei in dieser Ausstellung stehen Christa Hartmann und

Anna Kott.

 

Die Ausbildung in der elterlichen Goldschmiede prägten Christa Hartmann in ihrer Liebe zur Kunst. Sie entdeckte die abstrakte Malerei für sich und die gestalterischen Freiräume, in die sie sich mehr und mehr vertiefte. Christa Hartmanns Farbsprache braucht keine realistischen Räume und keine verbindlichen Zeichen. In der Abstraktion Ihrer Acryl-Gemälde schafft sie sich und dem Betrachter die Freiräume in denen sich ungehindert assoziieren lässt.

Sie bekennt sich zu diesen Momenten der Leichtigkeit des Seins, die immer auch das Loslassen von vertrauten Formen und Sehwegen meinen.

Christa Hartmann erarbeitete sich Ihr Können in diversen Workshops an der europäischen Kunstakademie in Trier. In den 90er Jahren wurde neben der Malerei auch die Schmuckgestaltung zu ihrem schöpferischen Arbeitsfeld. Neben vielen Projekten und Ausstellungen ist Ihre Teilnahme an der Dokumenta X mit Kompositionen unter den Titel " TEMPUS FUGIT " besonders bemerkenswert.

 

Anna Kott kommt aus Dänemark und wurde von dem Maler Eskild Hauchrog und der Aquarell-Malerin Bridget Glöde ausgebildet. Seit den 80er Jahren malt sie und nahm in den letzten 5 Jahren aktiv an vielen Ausstellungen in Dänemark teil.

Ihre Bilder unterscheiden sich von anderen abstrakten Arbeiten durch das Zusammenspiel von Grafik und Malerei. Die Linie und eine dynamische Pinselführung sind besondere Merkmale Ihrer Werke.

Ihre Bilder erzählen Geschichten aus einem urbanen Umfeld, die durch architektonische Elemente umrahmt werden.

Anna Kott hat bisher vorwiegend in Kopenhagen und Umgebung ausgestellt und ist durch die Marziart Galerie das erste Mal in Deutschland vertreten.

 

Die Künstlerin Bistra Bakalova wurde in Bulgarien geboren und studierte Kunst an 2 Universitäten in Bulgarien. Von 1988-1992 besuchte sie dann die Kunstakademie in Kiew in der Ukraine und zog anschließend nach Prag.

Ihre umpfangreiche, künstlerische Ausbildung spiegelt sich in der Qualität ihrer Arbeiten wieder. Ihr Hauptmotiv ist der Mensch, der in den verschiedenen Facetten des Lebens dargestellt wird. Positiv, verspielt, faßt kindlich sprechen Ihre Bilder eine positive Sprache. Bistra Bakalovas Ziel ist es, mit Ihren Werken das emotionale Unterbewusstsein des Betrachters zu erreichen.

Bistra Bakalova stellt weltweit aus, sodaß ihre Gemälde sich international in privaten Sammlungen befinden.

 

Sonja Jovanovic beschäftigt sich ebenfalls mit der Darstellung des Menschen, dem ewigen Spiel zwischen Mann und Frau mit allen Facetten wie Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht, Träumen, Machtspielen. Sie stellt Ihre Protagonisten aber ganz anders dar als Bistra, verwendet viele Symbole. Sie kombiniert verschiedene Techniken und Materialien und entwickelt durch Experimente ihren ganz eigenen Stil.

 

1958 in Belgrad geboren, absolvierte Sonja Jovanovic zunächst ein wirtschaft -wissenschaftliches Studium und war danach jahrelang im Außenhandel tätig.

Seit 1988 lebt sie mit ihrer Familie in Deutschland, die künstlerische Gestaltung war immer ihre große Leidenschaft. Trotz großer Versuchung, Kunst zu studieren, folgte sie dem Rat ihrer Eltern sich für einen bodenständigen Beruf zu entscheiden. Seit 2005 hat sie ihre künstlerischen Aktivitäten intensiviert.

 

Sabine Kardels Bilder entstehen digital, mit Motiven aus Träumen, die auf der hellsichtigen Schwelle vom Wachsein zum Schlaf einsetzen.

Mit viel Fantasie schafft sie surreale Welten, in der sich die gegensätzlichsten Dinge zusammenfinden, die dem Unterbewusstsein entspringen.

Sabine Kardel wurde 1953 in Hamburg geboren, weitere Lebensstationen waren Marokko, Frankreich und Österreich.

Seit 1973 ist sie in Hamburg berufstätig und beschäftigt sich seit 2001 autodidaktisch mit der digitalen Kunst.

Ihre Arbeiten konnte man bisher in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen im Hamburger und norddeutschem Raum sehen.

 

Gisbert Zimmermann wurde 1946 in Gelsenkirchen geboren und ist seit 1962 künstlerisch tätig. Er beschäftigt sich mit Malerei/Grafik, Collagen und Bildhauerei und zeigt in dieser Ausstellung seine Holzskulpturen.

Die vielfältigen Möglichkeiten unterschiedlicher Materialien und Techniken liebt und nutzt er bewusst und verarbeitet neben Holz auch Metall und Kunststoffe.

Er thematisiert bevorzugt das Theater und Ballett, wegen der körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten durch Gestik/ Mimik und Bewegungsablauf.

Zu seinen Motiven gehören aber nicht nur die menschliche Abbildung, sondern auch Tiere. Die formschönen Objekte sind zum Teil naturbelassen zum Teil weiß gespachtelt. Eventuelle Rißbildung unterstreicht das Lebendige des Holzes und wird bewußt einkalkuliert.

Gisbert Zimmermann stellt viel im Ruhrgebiet, Frankreich und den Niederlanden aus.

Anna Kott, Bistra, Christa Hartmann, Sonja Jovanovic, Gisbert Zimmermann, Sabine Kardel
Dezember-Ausstellung "Present" - Vernissage am3.12.2010 19-22Uhr
03.12.10  -  05.01.11

Alexander Ovchinnikov, "Chaser" Druck auf Plexiglas

 

Der Künstler und Graphik Designer Alexander Ovchinnikov wurde 1960 in Moskau geboren, wo er auch studierte. Er erhielt bereits viele Preise für seine Arbeiten, die auch in mehreren Büchern und Katalogen veröffentlicht wurden.

Sie sind außerdem in privaten Sammlungen in Russland, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Israel und anderen Ländern aufzufinden.

Alexander Ovchinnikov entwickelt seine dynamischen Malereien digital. Die Farben verlaufen in Gebilde, die manchmal an die Aufnahmen des kosmischen Teleskops Hubble erinnern. Aufjedenfall scheinen sie einer fremden Welt zu entstammen.

 

Christina Rodriguez, 1964 in Kolumbien geboren, absolvierte ihren Bachelor in Fine Arts an der University in Bogota, Kolumbien und ihren Master in London.

Ihre Bilder sind sehr plakativ und bewusst naiv gemalt. Oft zeigen sie Landschaften in denen Menschen agieren und Ihr Handeln durch Symbole beschrieben wird.

Kräftige Farben und die kindliche Darstellungsweise geben den Malereien einen fröhlichen Ausdruck.

Christina Rodriguez hatte Einzelausstellungen in Kolumbien, sowie in London und Paris. Außerdem konnte man ihre Arbeiten in Gruppenausstellungen in Liverpool, Zimbabwe, Belgien, Italien und New York sehen.

 

Petra Wittmund wurde 1962 in Deutschland geboren. Sie machte eine Ausbildung zur Tierarzthelferin und befasst sich seit 1987 mit den Materialien Acryl, Aquarell und Öl. Später absolvierte sie ein Fernstudium im Fach Malerei und studiert aktuell an der IBKK Bochum.

Ihre Liebe zu Tieren und der Natur im allgemeinen drückt sich unübersehbar in ihren Bildern aus. Auf abstrakten, frei gestalteten Hintergründen findet man realistisch und detailgetreu gemalte Tiere oder Früchte. Dieser Kontrast zwischen den unterschiedlichen Darstellungsweisen bringt Spannung in die Arbeiten und macht sie zeitgemäß. In regelmäßigen Einzel- und Gruppenausstellungen kann man sie im Raum Osnabrück wiederfinden.

 

Alfred Hansl kommt aus Österreich. Seit seiner Jugend, setzt er sich mit der Malerei auseinander und ist bis heute in Sachen Kunst engagiert. Ende der achziger Jahre wird er Lehrer für Bildnerische Erziehung und seit 1994 ist er Freischaffender Künstler und gibt unter anderem Malseminare. 2004 eröffnet er die Galerie "Art & projects in Linz und seit 2005 ist er Dozent an der Malakademie Geras. Daneben hatte er zahlreiche Ausstellungen in Österreich.

Alfred Hansl experimentiert gerne mit neuen Dingen, vieles passiert nach seinen Worten im Malprozess intuitiv, emotional, spontan.

Ihn fasziniert an der Malerei die Möglichkeit in eine andere Welt einzutauchen, wenn man sich auf ein Bild einlässt. Daher liebt er auch die abstrakte Malerei, da sie die Freiheit für eigene Fantasie bewahrt.

 

Anton Schiks wurde 1942 in nahe Rotterdam während des 2. Weltkrieges geboren.

Während einer "art-made-by-young-militaries" Ausstellung erhielt er einen Preis als einer der drei besten Künstler. Dies brachte ihm genug Aufmerksamkeit, durch Empfehlung auf die Kunst- Akademie von Rotterdam zu kommen. Nach seiner militärischen Aufgabe hatte er mehrere Ausstellungen in den Niederlanden und später auch in Belgien, Deutschland und Thailand.

Am Anfang begab sich Anton Schiks in das Feld des Surrealismus, des Kubismus und des Expressionismus, aber dies gab ihm nicht die Zufriedenheit, die er suchte. Seiner Meinung nach müssen Dinge im guten Geschmack und in Präzision erfolgen. Bei ihm muss alles an der richtigen Stelle sein und harmonieren, darum plant er ein Bild vorerst genau und macht Studien, bevor er es anfängt. Mit Harmonie, Balance, Ehrlichkeit, Hoffnung und Optimismus kann das Leben bewältigt werden, so Schiks Philosophie, welche sich auch in seinen Arbeiten widerspiegelt.

Cristina Rodriguez,Anton Schiks, Petra Wittmund,Alfred Hansl,Georgianna Kralli,Alexander Ovchinnikov
November-Ausstellung
05.11.10  -  01.12.10

Bart van Oijen, o.T.

 

Die Oktober- Ausstellung "Detailliert" setzt sich aus drei Fotografen/innen und drei Malern zusammen.

 

Der Holländer Bart van Oijen lebt seit 2007 in Wedde. Neben der Arbeit als Maler, ist er auch als Fotograf tätig, seine Fotografien wurden in Magazinen und Büchern publiziert.

1975 absolvierte er nach fünf Jahren die Academy of Fine Arts in Arnhem.

Zunächst arbeitete er sehr illustrativ, malte sehr figurativ, im Laufe der Zeit wurden seine Werke immer abstrakter, er verabschiedete sich vom Realismus und wandte sich nur noch Formen und Farben zu.

Seine neusten Bilder lassen sich wie folgt charakterisieren: Die Wärme Maltas gepaart mit der Stille und unverdorbenen Schönheit der Scottish Highlands, wo er sich auf Reisen inspirieren lässt.

 

Chris Overbeeke ist gebürtiger Niederländer. Dort absolvierte er auch sein Studium an der Academy of Fine Art and Design in Enschede. Seine Werke finden nicht nur in seinem Heimatland Zuspruch, inzwischen gibt es Liebhaber und Sammler in Deutschland, Großbritannien und den USA.

Chris Overbeeke liebt das Detail, neben Stillleben bildet er Szenarien und Subjekte ab. Dabei erinnert sein Stil an das 16. und 17. Jahrhundert. Ebenso wie die alten Meister beherrscht er den Trombe l’oeil perfekt, nur das seine dargestellten Objekte aus der Gegenwart stammen. So hat man auch bei Chris Overbeekes Stillleben den Eindruck, man könne sich den Apfel greifen und hineinbeißen.

 

Die Faszination zum Detail lässt sich auch bei dem Fotografen Nick Antonio erkennen. So werden die Bäume nicht nur aus ganz bestimmten Blickwinkeln fotografiert, spätestens bei den Close-Ups wird der Betrachter sich in dem Bild verlieren. Diese Intention hegt auch Nick Antonio, weshalb er seinen Photographien keine Titel gibt. Er will die Freiheit bewahren, sodass der Betrachter etwas ganz Eigenes, etwas Persönliches in seinen Werken findet, was natürlich variieren kann. Der Künstler hat die Erfahrung gemacht, dass dieselben Menschen aufgrund unterschiedlicher Gemütszustände neue oder andere Dinge in bereits bekannten Photographien entdecken.

Stadtbilder gehören, neben seiner Liebe zur Abbildung der Natur, zu seinem Repertoire. Er sieht darin jedoch keinen Widerspruch, vielmehr verschmelzen beide Komponenten und ergeben ein komplettes Ganzes.

 

Stephan-Maria Aust, 1956 in Duisburg geboren, studierte Wirtschafts-wissenschaften in seiner Heimatstadt und in Köln. Schon davor und während dieser Zeit zeichnete er, malte mit Öl und es entstanden erste Fotografien. Inzwischen beschäftigt er sich hauptsächlich mit dem Fotografieren, von sowohl abstrakten Motiven, als auch gegenständlichen Darstellungen.

Im Rahmen eines internationalen Fotoprojektes entstanden Bilder mit Schachtabdeckungen, Gullydeckeln, Senken und Abläufen, in dessen Umgebungen der Asphalt und das Kopfsteinpflaster, neu, alt, verschmutzt oder mit Wasser bedeckt sind. Sie verhindern den Einblick in den Abgrund der Kanäle, dem Schmutz und dem Dreck unter dem sauberen Stadtbild.

Ansonsten kaum eines Blickes gewürdigt, werden sie in den Arbeiten von Stephan-Maria Aust in den Mittelpunkt gerückt und üben so eine Anziehungskraft aus. Sie können den Betrachter einerseits einsaugen, halten andererseits die Grenze zu dieser Parallelwelt aufrecht.

 

Die dritte Fotografin im Bunde ist Aase- Hilde Brekke aus Norwegen. Momentan lebt und arbeitet sie in Oslo. Neben der Fotografie beschäftigt sie sich mit Performance, Film, Installationen und Objekten. Sie arbeitet nicht nur als Künstlerin, sondern lehrt an Universitäten, betätigt sich als Projekt-managerin und Produzentin.

Ihre Vielfältigkeit zeigt sich auch in ihren verschiedenen Ausstellungsorten alleine dieses Jahr: Gerade noch in Hamburg, wird sie demnächst in der Broadway Gallery in New York vertreten sein.

Es lässt sich nur erahnen, was die ausgestellten Bilder darstellen sollen: Im norwegischen nennt sich die Reihe "Lys", was soviel wie Licht bedeutet; im englischen "Luminous", dieses Adjektiv beschreibt "strahlend", "leuchtend" oder "glänzend". Soviel lässt sich feststellen, Aase-Hilde Brekke arbeitet auf faszinierende Weise mit dem Licht, welches sich auf einer vermutlich floralen Oberfläche spiegelt.

 

Volker Staegemann, gebürtiger Berliner, arbeitet nicht nur in seiner Wahlheimat Frankfurt am Main, vier bis fünf Monate im Jahr verschlägt es ihn in sein Atelier an der italienischen Blumenriviera.

Auch hatte er nicht nur Ausstellungen in Deutschland, zuletzt in Bremen, sondern auch schon in Italien, Frankreich und auf Kunstmessen in Antwerpen und Rotterdam.

Jetzt stellt er seine neuen Werke vor: Die leuchtenden Farben der Reihe "Fata Morgana" erinnern an Bilder aus der Sahara und an die Tunisreise von Macke und Klee 1914. Hierfür verwendet er erstmals Farbpigmente aus Marokko.

Es besteht bei den "Luftspiegelungen" auch eine Verbindung zu früheren Werken, die kurz vorher entwickelten Leinwandcollagen zum Thema "Spiegelungen", denen eigene Fotos zugrunde liegen. Dabei diente ihm die Kamera als Skizzenbuch. Die Fotos wurden auf Leinwand gedruckt und als Collage-Elemente verwendet und zeichnerisch oder malerisch weiter bearbeitet.

Aase-Hilde Brekke, Volker Staegemann, Bart van Oijen, Stephan-Maria Aust, Chris Overbeeke, Nick Antonio
Oktober-Ausstellung --- Vernissage 8.10.2010 19-22Uhr
08.10.10  -  03.11.10

Johannes Kaufmann "Kanisfluh-Bregenzerwald"

 

Die September-Ausstellung habe ich mit "Gegenständlich" überschrieben, weil nur eine Künstlerin mit abstrakten Arbeiten dabei ist und das ist Karin Hay White.

 

Karin Hay White ist gebürtige Norwegerin, lebt aber in England, wo sie auch an der Brighton University studiert hat. Bis jetzt stellte sie vorwiegend in ihrer Wahlheimat und in ihrem Geburtsort aus.

Als ihre Inspirationsquelle für ihre Arbeiten gibt sie die Architektur an. So setzen sich ihre Bilder aus verschiedenen geometrischen Formen zusammen und ergeben somit ein Ganzes. Karin Hay White`s Werke genießen stets eine kräftige Farbgebung.

 

Besonders hervorzuheben sind die realistisch gemalten Alpenpanoramen, von Johannes Kaufmann, die den Betrachter in die Weite und Ruhe der Bergwelt abtauchen lassen.

Johannes Kaufmann studierte an der Meisterklasse für Malerei in Graz. Der gebürtige Österreicher arbeitet seit 1987 als freischaffender Künstler, betätigt sich allerdings auch als Dozent und gibt Kurse und Seminare. Er kann auf zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland zurückblicken und gewann den Kunstpreis des Jubiläumsfond der Sparkasse Dornbirn.

 

Sehr speziell sind auch die Skulpturen der Niederländerin Eva Beumer in Buchform.

Sie startete ihre Karriere als Film- Animatorin und Grafik Designerin. Dann verschrieb sie sich der Kunst und absolvierte ihr Studium an der Utrecht School of Arts.Die Werke der Bildhauerin setzen sich oftmals aus einer Kombination aus Papier, Metal und Malerei zusammen. Techniken des Grafikdesigns helfen ihr dabei, einen dreidimensionalen Raum zu erstellen. Die Basis bleibt jedoch organisch; sie selber sagt dazu, dass sie organische Elemente in abstrakter und figurativer Form verwendet und dadurch die Transformation von Organismen zu Objekten erforscht. Das Ergebnis ist nicht das Abbild, sondern das Echo dessen.

 

Giuliano Giuliani, in Italien geboren, stellte seine Werke nicht nur in Europa aus, er war wohl schon auf jedem Kontinent vertreten und kann sich Teil von unzähligen Ausstellungen und Kollaborationen nennen.Die Arbeiten sind weder realistisch, noch fantastisch, er spielt genau mit dieser Grenzerfahrung und das Labyrinth aus Farben verdeutlicht die Gegensätze des täglichen Lebens: Die Freude daran und die Angst davor. Seine Bilder setzen sich aus tausenden Facetten und Farben zusammen. Oftmals scheint eine Frau ein inspirierender Augenblick gewesen zu sein, so stechen in den mosaikartigen Werken die Antlitze junger Damen hervor.

Der Kritiker Marion Salvo beschrieb seinen Stil als eine Mischung aus einem reifen Klimt und einem unerfahrenen Klee.

 

Helga Graf, 1946 in Gmunden, Oberösterreich, geboren, ist eine Spätberufene. Erst vor vier Jahren begann sie ihre Ausbildung bei Bogdan Pascu in Wien und setzte sie die folgenden zwei Jahre in München bei Anton Petz fort.

Ihre Vorliebe ist hierbei das Malen von unterschiedlichsten Menschen, die sich nicht so sehr anatomischer Detailtreue verpflichten, sondern vielmehr als Stimmungswelten zu verstehen sind, wobei ihr Augenmerk auf den individuellen Ausdruck liegt.

Helga Grafs bevorzugtes Material ist Acryl. Die stets warmen, kräftigen Farben ermöglichen den Beobachter einen kontrastreichen Einblick und zeugen von großer Lebendigkeit. Ihre kräftigen Pinselstriche, der Hang zum Expressiven, bringen hierbei den unverwechselbaren Ausdruck des Abgebildeten noch intensiver hervor.

 

Jenny van Gimst ist 1957 in Doel, einem idyllischen Dorf in Belgien geboren.In den 70er Jahren besuchte sie die Art Academy of Antwerp und blieb dort 10 Jahre.

Sie zieht ihre Inspiration aus dem Vergessenen, dem Liegengelassenen. Sie möchte die Schönheit des Alltäglichen hervorheben, die sich überall versteckt, man muss sie nur erkennen, wie Jenny van Gimst selbst meint. Sei es ein Stück zerbrochenes Glas, ein Stein oder eine alte Fotografie, durch die malerische Umsetzung wird diesen Gegenständen neues Leben eingehaucht.

Genau das sieht sie als Intention ihres Künstlerdaseins: Den Betrachter durch ihre Kunst zu verführen, ihn einen Moment zum Stehen- bleiben zu bewegen, um ihn in die Schönheit des Gewöhnlichen eintauchen zu lassen.

 

Der Spezial Guest im Marziart Studio ist Annette Torrilt, sie kommt aus Dänemark Ihre Bilder sind abstrakt und energiegeladen, sie leben durch vielschichtige Struktur und warme Farbtöne. Sie arbeitet mit Ölfarbe, die sie flächig aufträgt. Einzellinien sind ganz selten in ihren Bildern zu finden.

Annette Torrilt hatte bisher viele Ausstellungen in Dänemark, wo sie sich auch in 2 Künstlergemeinschaften engagiert.

Giuliano Giuliani, Jenny Van Gimst, Helga Graf, Eva Beumer, Johannes Kaufmann, Karin Hay White
September - Ausstellung, Vernissage 10.9. 2010 19-22Uhr
10.09.10  -  06.10.10

Merja Laine, "First Kiss"

Aquarell

 

Die Ausstellung dieses Monats widmet sich vorwiegend figurativ und abstrakt arbeitenden Malerinnin mit Ausnahme von Pia Graesboll die uns ihre witzigen Objekte präsentiert.

Pia Graesboll kommt ursprünglich aus Dänemark, absolvierte ihre Kunststudien jedoch in den neunziger Jahren in Großbritannien. Ihr Lieblingsmotiv sind Tiere, die sie aus unterschiedlichsten Materialien, wie Ton oder Stoff, herstellt. Dabei entstehen lustige und skurrile Kreaturen kombiniert mit Radreifen oder anderen gebrauchten Gegenständen, was heute unter dem Begriff "Trash Art" eingeordnet wird.

Pia Graesboll s Skulpturen sind in einigen Museen Dänemarks zu finden und in vielen Sammlungen.

 

Bereits in jungen Jahren zeigte die deutsche Künstlerin Andrea Dubiel Begeisterung für die Malerei, als geeignetes Mittel sich auszudrücken. Sie experimentierte mit diversen Farben und Drucktechniken und machte Erzählungen, Fabelwesen und Gesichter zum Thema ihrer Arbeiten. Inzwischen hat sich die Künstlerin einen speziellen Stil angeeignet: Der Hintergrund wird als musterähnliche Fläche dargestellt und bildet den Rahmen für linear dargestellte Motive. Diese sollen zum Träumen anregen und den Betrachter in eine andere Welt locken. In dieser Ausstellung zeigt Andrea Dubiel eine Serie von 5 Bildern zum Thema Freundschaft.

 

Irene Ypenburg kommt aus Amsterdam und ist sowohl Malerin als auch Schriftstellerin. Zahlreiche Reisen durch unterschiedliche Kontinente verhalfen ihr zu Inspirationen für ihre Artikel und viele künstlerische Arbeiten. Nach ihrem Verständnis, ist Kunst ein Mittel Ereignisse des Lebens festzuhalten, um sie dann mit anderen zu teilen und in Erinnerung zu behalten. Außerdem wird man ihrer Ansicht nach im Leben häufig mit dem Unerwarteten und dem Zufall konfrontiert. Dementsprechend überlässt sie auch bei der Kreation ihrer Arbeiten Vieles dem Zufall, um unvorhersehbaren Dingen Raum zur Entfaltung zu geben. Ihre Bilder strahlen eine große Leichtigkeit aus und haben durch die zarte Darstellung in vorwiegend schwarz-weiß Tönen etwas Träumerisches.

 

Den Gegensatz dazu bilden die Arbeiten von Anais Dukakis. Sie malt in klaren, kräftigen Farben plakative, sehr grafische Bilder. Sie hat über das Fotografieren zur Malerei gefunden, was ihre Bildern aber nicht wiederspiegeln. Ihre Arbeiten sind witzig und verspielt, was einerseits durch die kindliche Malweise und andererseits durch die Neigung zur Abstraktion hervorgerufen wird. Auffällig ist, dass ihre Werke oft aus verschiedenen kleinen Bildern bestehen, die wie ein Mosaik zusammengesetzt sind.

Neben zahlreichen Kunstausstellungen ihrer Malereien und Fotografien, veröffentlichte Anais Dukakis bereits einige Gedicht- und Liederbücher, sie lebt in der Schweiz.

 

Merja Laine aus Finnland malt fantastische, figurative Aquarelle. Sie beherrscht diese Technik so perfekt, dass die Bilder aus der Entfernung wie gedruckt aussehen. Der Einsatz warmer Töne Transparenz und Überlagerung verschiedener Farbflächen bringt eine ungeheure Tiefe in ihre Malerei. In kleineren Formaten zeigt sie kolorierte Zeichnungen, die ebenfalls junge Frauen oder Mädchen darstellen. Dabei handelt es sich meistens um Momentaufnahmen gewisser Gefühlslagen, meistens die des Glücksempfinden. Merja Laine hat in Finnland Kunst studiert und bisher nur dort ausgestellt. Ihre Arbeiten sind dort in vielen wichtigen Sammlungen des Landes vertreten.

 

Sandra Jakob ist eine weitere deutsche Künstlerin dieser Ausstellung. Sie hat sich der Radierung verschrieben, und druckt alles Mögliche unter der Bezeichnung "Edition Schwarzarbeit". In dieser Ausstellung sind 2 Serien zu sehen. Zum Einen Menschen und Tiere in Zusammenhang mit Texten, die einander ergänzen, zum Anderen indianische Symbole mit mythologischer Bedeutung.

Sandra Jakob kommt aus Bremen, ist seit 2007 freischaffende Künstlerin und in verschiedenen Künstlergemeinschaften aktiv.

Pia Græsbøll, Andrea Dubiel, Irene Ypenburg, Sandra Jakob, Merja Laine, Anaïs Dukakis
August-Ausstellung - Vernissage 13.8.2010 19-22Uhr
13.08.10  -  08.09.10

Nike Schröder, o.T. Textil

 

 

In der dies jährigen Wettbewerbsausstellung 2010 gingen sechs Teilnehmer als Gewinner hervor für die Kategorien Stillleben, Menschen, Abstrakt, Stadtlandschaft, Natur und Skulptur.

 

Nike Schröder wird für die Sparte "Natur" ausgezeichnet.

Das Besondere an Ihren Arbeiten ist, dass sie nicht zu Pinsel und Farbe greift, sondern mit der Nähmaschine ihre Bilder stickt. Der Bezug zum Schaffensprozeß wird durch die lang herabhängende Nähfäden hergestellt.

Nike Schröder ist ausgebildete kunsttherapeutin, arbeitet aber auch als Kostüm- und Modedesignerin.

Sie kommt aus Hamburg, pendelt aber aktuell zwischen Berlin und Los Angeles, wo sie ihre Arbeiten schon in diversen Ausstellungen präsentieren konnte und viele Projekte verwirklichen.

 

Mo Mo Lin ist der Gewinner in der Kategorie "Stillleben". Er wurde im Süden Taiwans geboren und arbeitete lange Zeit als Hochzeitsfotograf. Diese Tätigkeit verhalf ihm dazu, sein Fachwissen grundlegend zu erweitern und lehrte ihn den richtigen Moment der Aufnahme zu finden. Seine Fotografien, mit denen er am Wettbewerb teilnahm, sind spannungsreich, da die Objekte indirekt abgebildet werden. Sie spiegeln sich in Gläsern oder anderen Flächen. Ferner legt Mo Mo Lin besonderen Wert darauf, dass seine Arbeiten eine Geschichte erzählen, was seiner Ansicht nach, die Aufgabe eines guten Fotografen sein muss.

 

Jessica Liggero gewann in der Kategorie "Abstrakt". In ihren Werken überwiegen warme, dunkle Farbtöne. Sie überlagert diverse Ebenen, sodass eine gewisse Tiefe erzeugt wird. Auf die ruhigen Flächen zeichnet sie am Ende feine lineare Umrisse eines Menschen nach mit seinen wesentlichen Zügen. Ihre Arbeiten kann man dem Minimalismus zuordnen, der sich eben auf das Wesentliche konzentriert. Jessica Liggero wurde in Boston geboren und ist dort auch aufgewachsen. Heute lebt sie in San Fransisco, wo sie Kunst studiert.

 

Aleksander Buncic kommt aus Serbien und hatte bereits während seiner Kindheit einen deutlichen Bezug zur Kunst, da er eine künstlerisch ausgerichtete Schule besuchte. Heute studiert er an einer Kunsthochschule, wobei er sich hauptsächlich der Skulptur widmet.

Der Künstler entschied sich im Rahmen des Wettbewerbs für die Kategorie "Stadtlandschaft". In seinen Arbeiten fällt auf, dass er recht wenig Farben benutzt, sondern stattdessen graue und deckende Töne wählt. Dadurch strahlen die dargestellten Gebäude eine gewisse Trostlosigkeit und Kühle aus.

Aleksander Buncic gewann bereits einige Preise im Rahmen diverser Kunstwettbewerbe innerhalb seines Heimatlandes.

 

Manihoo Chang ist die Gewinnerin der Kategorie "Skulptur". Ihre Arbeiten fallen vor allem durch ihren unglaublichen Witz und ihrer Neigung zum Spielerischen auf. Eines Ihrer Hauptthemen ist Geld , was sie in einen engen Zusammenhang mit anderen Werten des Alltags stellt, beispielsweise mit dem Spiel und der Zeit ("Time is Money").

Manihoo Chang lebt in Taiwan und studiert derzeit an einer Kunsthochschule. Trotz ihres jungen Alters ist sie bereits in viele unterschiedliche Rollen geschlüpft, u.a. in der Freiwilligenarbeit und Radiobranche.

 

 

 

Arina Gordienko malt bereits seit ihrer Kindheit und hat schon früh mit unterschiedlichen Malutensilien experimentiert. Dabei hat es ihr besonders die Seide als Untergrund ihrer Malereien angetan. Begeistern kann sie sich ferner für die schwarz-weiß-Malerei, wobei sie Akzente durch die Farbe Rot setzt. Das Thema ihrer Arbeit ist das Portrait und dient ihr als Ausdruck von Gefühlen und Emotionen. Dementsprechend entschied sie sich in diesem Wettbewerb für die Kategorie "Leute und ihr Leben".

Obwohl Arina Gordienko ursprünglich aus Russland kommt, hat sie ihre Kunststudien in Großbritannien absolviert. Heute ist sie eine erfolgreiche Künstlerin, die ihre Werke im Ausland ausstellt und bereits einige internationale Wettbewerbe gewonnen hat.

Jessica Liggero, Aleksandar Buncic, Nike Schröder, Manihoo Chang, ARINA, Mo Mo Lin
Wettbewerbsausstellung "Best of 2010"
30.07.10  -  11.08.10

Waleed R. Qaisi

 

Der irakische Künstler Waleed R. Qaisi ist der Bildhauer in dieser Ausstellung. Er studierte Kunst in Bagdad, wo er 1985 seinen Abschluß machte und zu seinem ausschließlichem Material, der Keramik, fand. Seitdem hat er unzählige Preise in verschiedenen Ländern gewonnen und dort auch ausgestellt. Er bezeichnet seine Kunst als unabhängig wegen ihrer eigenen Formen, Farben und Strukturen. Alten Konzepten der Bildhauerei gegenüber ist er abgeneigt und wendet sich stattdessen modernen Methoden zu. So entstehen seine Werke meist spontan, sind komplett abstrakt und erinnern in keinster Weise an etwas Figürliches. Vielmehr setzt er seine Objekte aus unterschiedlichsten Formen zusammen, sodaß völlig neue Gebilde entstehen. Das macht das Einzigartige seiner Werke aus, er schafft etwas ganz Neues.

 

Sarah Tobler kommt aus der Schweiz und interessiert sich seit ihrer Jugend für das Aktzeichnen, der Darstellung des Menschen in all seinen Facetten. Bei ihrer Arbeit steht das Beobachten im Vordergrund, der Mensch und seine Alltagsgeschichten bilden das Zentrum ihres Schaffens. Themen wie Traum, Vergänglichkeit, Distanz und Nähe werden erarbeitet. Zum Teil beschäftigt sich die Künstlerin auch mit Kurzfilmen, deren Sequenzen sie auf die Leinwand überträgt und zu einer neuen Geschichte zusammensetzt. Hierbei handelt es sich häufig nur um einen Protagonisten, der sich mit seiner Situation auseinandersetzt. In der bildnerischen Umsetzung spielt Farbigkeit eine untergeordnete Rolle, die Bilder leben durch hell-dunkel- Kontraste. Auffällig ist auch, daß die dargestellten Menschen in die gleiche Richtung blicken wie der Betrachter, ganz wie bei Caspar David Friedrich.

 

Ella Prakash lebt und arbeitet in Bahrain, Ihre Arbeiten finden sich in vielen Galerien der USA und Europas wieder. Durch ihren Glauben geleitet, verleiht sie in ihren Werken, ihren Gefühlen Ausdruck. In expressionistischer, kubistischer Darstellung tauchen Frauen auf, die sich in surrealer Umgebung bewegen oder Landschaften lösen sich in Fragmente auf. Auf diese Weise wird der Eindruck vermittelt, man könne in eine andere Dimension blicken, eine gedankliche Ebene.

Kräftige, klare Farben und das Spiel mit Licht und Schatten verleihen den Bildern eine positive Aussage, welche Ella Prakash dem Betrachter mit jedem Werk vermitteln möchte.

 

Maria Ralser malt abstrakt. Sie befasst sich mit dem Äußeren eines Menschen, der Hülle. Doch hinter der Hülle gilt es das Wesentliche zu erfassen; die Verbindung der unsichtbaren mit der sichtbaren Wahrheit, so ihre Definition. Die dargestellten Figuren, scheinen wie Mumien oder Insektenlarven eingewickelt, was durch kräftige Linien in überlappender Darstellung erreicht wird. Auf hellem Hintergrund steht die farbige Person verpuppt im Bild.

Maria Ralser wurde in Österreich geboren. Ab 1980 setzte sie sich intensiv mit Malerei auseinander und eignete sich verschiedene Techniken an. In der Schweiz arbeitet sie auch als Kunstlehrerin und ging sie als Finalistin aus einem internationalen Wettbewerb hervor.

 

Die niederländische Künstlerin Loes van der Holst findet Ihre Motive bei den Klassikern, wie Renoir, Picasso oder in der klassischen Landschaftsmalerei und setzt diese in eigener Malweise um. Dabei handelt es sich meist um eine figurative Ausführung mit höchster Farbvielfalt und -intensität.

Anstelle eines Kunststudiums studierte Loes van der Holst zunächst Pädagogik und erarbeitete sich Ihr kunstbezogenes Wissen anhand von Kursen und Workshops.

Inzwischen unterrichtet sie selber in diesem Bereich mit dem Ziel auch ihre Schüler für die Kunst zu begeistern. In regelmäßigen Ausstellungen und durch Auftragsarbeiten kann die Künstlerin ihre Arbeiten präsentieren.

 

Patricia Fetzel ist eine abstrakt arbeitende Künstlerin. Ihre Werke setzen sich aus großzügigen, geometrischen Formen zusammen, die den meist kräftigen Farben Raum zur Wirkung geben. Durch schwarze Umrandungen werden die Flächen zudem in Zaum gehalten und bilden insgesamt eine harmonische Komposition. Durch feine Schattierungen entsteht eine Dreidimensionalität, die den Werken Tiefe verleiht.

Teilweise werden die dargestellten Themen durch Symbole oder Textcollagen verdeutlicht.

Patricia Fetzel wurde in Österreich geboren und malt intensiv erst seit 2003. Durch ihre augenscheinliche Begabung konnte sie aber bereits in verschiedenen Ausstellun-gen überzeugen.

Ella Prakash, Patricia Fetzel, Sarah Tobler, Waleed R. Qaisi, Maria Ralser, Loes van der Holst
Juli-Ausstellung --- Vernissage 2.Juli 19-22Uhr
02.07.10  -  28.07.10

Borg de Nobel - "Dog in the Mist"

 

In dieser Ausstellung überwiegt die Fotografie, gleich mit 3 Künstlern. Ihre Arbeiten sind leicht abstrahiert oder ganz abstrakt in der Darstellung.

2 der Fotografinnen kommen aus Israel, es sind Shifra Levyathan und Einav Zilber.

 

Shifra Levyathan s Motive finden sich in den zeitgenössischen Metropolen, wie in New York oder Tel Aviv. Sie wählt Architekturelemente aus, arbeitet mit Spiegelungen und verfremdet zum Teil durch digitale Bearbeitung, so wie Verdoppelungen und Umkehrungen verschiedener Bereiche. Oft erfolgt die Betrachtung der Objekte indirekt durch Glaswände, Gitter oder auch durch Wasserspieglungen. Anhand all dieser Effekte wird das gewohnte Sehen des Betrachters in die Irre geführt und löst eine besondere Spannung aus.

Shifra Levyathan studierte Kunstgeschichte an der Universität in Tel-Aviv. Letztes Jahr ging sie aus einem internationalen Online-Wettbewerb als Gewinnerin hervor.

 

Einav Zilber zeigte bereits in ihrer Kindheit ein reges Interesse für Fotografie. Schon damals konnte sie sich besonders für die Natur begeistern, die sich bis heute als das große Thema in ihren Werken wiederfinden lässt. In dieser Ausstellung setzt sie sich mit der Bewegung auseinander, Blumen, Licht und Landschaften beginnen zu tanzen und entwickeln eine starke Dynamik. Die Motive werden dadurch so intensiv verfremdet, dass das ursprüngliche Motiv zu etwas ganz Anderem, einem abstrakten Gesamtbild mutiert.

Einav Zilber hat bisher nur in Israel ausgestellt und zeigt ihre arbeiten das erste mal in Europa.

 

Der dritte Fotograf in der Ausstellung ist Jo Andes, gebürtig aus Sachsen. Mitte der 70er Jahre begann seine Entwicklung, von klassischer Schwarz-weiss-Fotografie zu heutigen digitalen Kunst-werken. Er thematisiert in seiner Arbeit die Aktfotografie in Anlehnung an den Surrealismus und benennt diese " Der blaue Planet." Der Akt steht dabei für erotische Wunschträume und als Symbol für Freiheit. Durch die Überlagerung verschiedener, transparenter Ebenen erscheinen die Modelle zum Teil nur rudimentär und durchsichtig, als wären sie Teil einer Traumsequenz.

Zu Beginn der 80er Jahre, in der damaligen thüringischen Kulturakademie, ergänzte Jo Andes sein autodidaktisch erworbenes Wissen durch Gestaltungstheorien.

 

Eine der Malerinnen ist Borg de Nobel aus Holland. Sie malt figurativ, aber ihre Motive sind sehr minimalistisch dargestellt, mit kindlichem Charakter. Ein bisschen wird man an Kirkeby oder Penck erinnert, an Neoexpressionismus. Ihre Bilder sollen Metaphern für gelebte und vorgestellte Erfahrungen sein. Durch die naive Darstellung provoziert sie den Betrachter, der mit kultivierten Erwartungen nach Inhalten sucht. Ihre Bildersprache ist aber eher mit Poesiefragmenten als mit Prosatexten zu vergleichen und lässt auf diese Weise viel Raum für Phantasie.

 

Jolande van der Heul kommt aus Holland und ist Malerin seit 1985. Zweimal wurde ihr Erfolg durch den Gewinn zweier Kunstpreise unterstrichen. Bindende Faktoren ihrer Arbeit sind helle Farben, klare Formen und Symbolik, wobei sie besonderen Wert auf eine detaillierte Ausarbeitung legt. Die Liebe zum Detail findet sich auch in den vorliegenden Werken wieder, in denen beispielsweise Tiere aber auch Menschenkörper realistisch abgebildet sind.

Jolande van der Heul liebt das Spiel mit kräftigen farben und Kontrasten, stillistisch lässt sie sich nicht festlegen, sie malt sowohl realistisch als auch surreal.

 

Knud Verner Knudsen stammt aus Dänemark und arbeitet seit über 40 Jahren als Bildhauer. Er hat sich an verschiedenen Materialien ausprobiert, jedoch gehört seine Vorliebe dem Ton und der Bronze. Das Thema seiner Arbeit ist vor allem der menschliche Körper, den er in Teilen auf die wesentlichen Formen reduziert. Rundungen werden zu verschiedenen abstrakten Formen zusammengesetzt, doch sie lassen immer Rückschlüsse auf das Ganze zu.

Anhand von Licht- und Schatteneffekten möchte der Künstler den Eindruck erwecken, dass seine Skulpturen im Raum ruhen, dabei sind die Skulpturen entweder liegend oder stehend positioniert.

 

Valentina VR ist der spezial guest im Marziart Studio. Sie wurde in Bulgarien geboren und hat Moderne Kunst in Deutschland studiert. In ihren Werken sind ihr Linien und Farben von besonderer Wichtigkeit. Sie dienen ihr nicht nur als Mittel der Formbildung, sondern auch als Ausdruck ihrer Psyche. Mit ihren Bildern möchte sie Auskunft über ihre eigene, künstlerische Gefühlslage geben. Allgemein bezeichnet sie selber ihre Malerei als abstrakt, beeinflusst vom Surrealismus, da Traumwelt und Vorstellungskraft im Vordergrund stehen. Auch Züge der Renaissance lassen sich in ihrer Arbeit wiederfinden, die sie anhand von modernen Mitteln in ihre Bilder zu integrieren versucht.

Borg de Nobel, Shifra Levyathan, Knud Verner Knudsen, Jolande van der Heul, Jo Andes, Einav Zilber
Juni-Ausstellung / Vernissage 4.Juni 2010 19-22Uhr
04.06.10  -  30.06.10

Anne-Marie Abcouwer s Bilder werden durch Linien und 3Dimensionalität bestimmt, sehr ausgeprägt und grafisch. Es scheint als beherrschen Laserstrahlen und metallische Röhren eine technische Welt. Im Hintergrund tauchen Fassaden auf und Lichtquellen in den Fenstern. Anne-Marie Abcouwer versteht es durch Diagonalen und die Darstellung verschie-dener Ebenen eine starke perspektivische Sogwirkung herauszuarbeiten. Unterstrichen wird es durch die Größe der Arbeiten die eine enorme Wirkung auf den Betrachter ausübt.

Anne-Marie Abcouwer hat auch eine interessante Laufbahn zu bieten. Jahrelang arbeitete sie in Holland als Maskenbildnerin und verschönerte auch bekannte Weltstars, bis sie beschloss Malerin zu werden. So begann sie 2006 ein Kunststudium in Utrecht, was sie 2006 mit dem Bachelor of Fine Art mit Auszeichnung abschloss.

Anne-Marie Abcouwer, NNS29

 

Liubka Kirilova ist die Bildhauerin in der Ausstellung, sie hat sich ganz der klassischen Bronzeskulptur verschrieben. So stellt sie weibliche Akte dar, Figuren aus der griechischen Mythologie und Tiere in Anmut und Natürlichkeit. Spannung entsteht auf den Oberflächen ihrer Werke, die mal rauh , mal poliert ausgearbeitet sind und im Kontrast aufeinander stoßen. Wegen ihrer Fähigkeit der realistischen Abbildung bekommt sie oft PortraitsAufträge.

Liubka Kirilova kommt aus Bulgarien, wo sie in Sofia geboren wurde, Bildhauerei studiert hat und heute noch lebt und arbeitet. Ausgestellt hat sie bereits in mehreren Ländern Europas und in Los Angeles.

 

Doris Teufert ist die andere figürlich arbeitende Künstlerin. Sie wuchs an der Ostseeküste Rügens auf, wodurch eine besondere Affinität zu Meer und Natur entstand, ihr hauptsächliches Motiv. Sie selber sagt, dass Im Mittelpunkt ihrer Malerei nicht allein das Objekt steht, vielmehr ist der emotionale Augenblick Hauptgegenstand, wobei dieser Augenblick ein zeitlicher Moment, eine optische Wahrnehmung oder eine bildhafte Vorstellung sein kann."Wichtig ist mir, den Betrachter meiner Bilder in die unterschiedlichsten Stimmungen am Meer bzw. in unserem unmittelbaren Umfeld eintauchen zu lassen und ihn mitzunehmen auf eine "Reise" in eine Welt von Emotionen, Ruhe und Entspannung."

 

Aus Paris kommt Clement Billieres, seine Bilder strotzen vor Temperament. Entweder benutzt er kräftige Farben, grobe und feine Strukturen oder wild aufgetragenen Flächen für seine Kompositionen oder alles zusammen. Gelegentlich werden die Farben von grafischen Formen gebändigt, um an anderer Stelle dynamisch auszubrechen.

Clement Billieres hat Kunst und Philosophie an der Aix Marseille Universität studiert und schon einige Preise In Frankreich und Monaco bekommen.

Ein Kritiker hat mal über ihn gesagt : Clément Billières ist ein zurückhaltender Mensch, der nicht zur verbalen Überschwänglichkeit neigt, er spricht durch seine Malerei.

 

Ursula Hierholzer spricht auch durch ihre Malerei, in der sie Licht ein fängt und das Bild durch eine dynamische Strichführung zum Leben erweckt. Ihr vorrangiges Gestaltungselement dabei ist die Linie, mal fein ausgeführt, mal handbreit, aber immer kraftvoll. Durch ihre Überlagerung bringt die Künstlerin Tiefe in ihre Werke, die Bildausschnitte der Natur werden 3dimensional.

Aufgewachsen als Tochter eines Malers und Grafikers war Ursula Hierholzer schon als Kind mit der Kunst vertraut und entdeckte ihre eigene Leidenschaft zur Malerei. Später schloss sie das Studium der Kunstpädagogik mit dem 1. und 2. Staatsexamen ab und bekam langjährige Lehraufträge in ihrem Fach. Seit 2004 arbeit Ursula Hierholzer als freischaffende Malerin.

 

Die Schweizerin Ruth Zähndler malt auch abstrakt, aber sie findet ihre Vorliebe in der Ausarbeitung von Flächen. Einige sind strukturiert, einige mit Text- oder Druckfragmenten gestaltet, opak gegeneinandergestellt oder transparent überlappend. Ihre Bilder sind grafisch streng gegliedert, wirken durch durchdachte Farbgebung und Komposition, Spannung entsteht durch Kontraste. Ruth Zähndler wurde schon 1939 in Basel geboren und ließ sich an der Schule für Gestaltung in Basel zur Lehrerin für Bildende Kunst ausbilden. Sie arbeitete während 40 Jahren als Zeichen-und Werklehrerin an verschiedenen Schulen im In-und Ausland. Sie lebte in den USA und in Mexiko und bereiste Lateinamerika und Europa.

Clement Billieres, Ruth Zähndler, Ursula Hierholzer, Doris Teufert, Liubka Kirilova, Anne-Marie Abcouwer
Mai-Ausstellung - Vernissage : 7.5.2010 19-22Uhr
07.05.10  -  02.06.10

Georg Buhl "Karussell"

 

Georg Buhls figurenreiche Gemälde zeigen surreale Szenen. Auch die dargestellten Figuren, die auf den ersten Blick menschlich wirken, vermitteln den Eindruck sich der Wirklichkeit entziehen zu wollen. Georg Buhls Bilder enthalten eine starke Symbolik wie am Beispiel des Bildes "Karussell" deutlich wird. Er greift die bekannte Darstellung des Turms von Babylon auf um eine sozialkritische Aussage zur Gegenwart zu machen. Prominente Personen der Zeitgeschichte und verschiedene symbolische Elemente verdeutlichen die Aussage.

Nach der professionellen Lehre des Künstlers Georg Buhl als Schriftsetzer an einer deutschen Schule, nahm Buhl einige Jobs in Bereich Graphikdesign und Malerei an, die ihm dann seine künstlerische Richtung vorgaben. Der Künstler arbeitet und lebt in Kassel, ist aber auch international bekannt und hat bereits 2009 auf der Biennale in Florenz ausgestellt.

 

Die Skulpturen Milan Spaceks ähneln stark den Arbeiten Giacomettis. Jedoch wird man feststellen, dass hinter Spaceks Skulpturen weit aus mehr eigene und innovative Arbeit steckt, als man auf den ersten Blick sehen kann.

Spacek hat viel seiner Zeit als Kunstschaffender damit verbracht, eine eigene Technik zu entwickeln und zu vervollkommnen, welche ihm erlaubt hat, die Idee welche er von seinen Werken hat, umsetzen zu können. Zuerst macht er vielfältigen Erfahrungen mit klassischen Medien wie Ton, Eisen, Stein, Holz und Gips sowie mit Arbeitstechniken wie Meißeln, Schweißen, Formen und Giessen. Aus der Kombination der so gemachten Erfahrungen sind zuerst menschliche Gestalten aus armiertem Gips entstanden und bald darauf aus armiertem Zement. Seine Skulpturen sind von der Begriffs-Definition her Plastiken, da sie von innen nach außen, in bis zu 20 Arbeitsgängen geformt werden. Es findet kein Guss oder Abtragen vom Material statt, wie das beim Meißeln oder dem Bearbeiten von Holz üblich ist. Jede Skulptur, welche zum Schluss mehrfach beschichtet und patiniert wird, ist ein einzigartiges Unikat. Der Herstellungszyklus einer Skulptur beträgt vier bis acht Wochen. Die Skulpturen für den Außenbereich haben eine spezielle Beschichtung, sind versiegelt, rostfrei armiert und witterungsbeständig.

Milan Spacek ist ein beachtenswerter Newcomer der Schweizer Kunstszene. Der erst seit Anfang 2006 freischaffende Künstler, konnte bereits ein breites Publikum, darunter prominente Sammler und Galerien aus dem In- und Ausland, für seine Werke begeistern.

 

"Malen ist wie Sauerstoff für mich. Ich bin jeden Tag in meinem Atelier und male auf Holztafeln, die ich selber aus alten durchlebten Brettern anfertige", erfahren wir vom französischen Maler Bernard de Bages. Auch wenn es schwierig ist, sein Gesamtwerk in wenigen Worten zusammenzufassen, können dem Betrachter folgende Begriffe einfallen : Expressiv, formen- und farbenreich, kindliche Darstellung.

Der Künstler verarbeitet die ganz simplen Erlebnisse des Alltags, setzt sie in grafische Formen um. Er beschreibt es selber so :

"Nach einer solchen expressiven Periode komme ich zur Besinnung, konzentriere mich, nehme ein schönes glänzendes Stück Nussholz und beginne mit einem Entwurf aus Linien und Klötzen."

 

Dynamik, Leidenschaft und Emotionen werden durch die intensive Farbgebung auch in Ans Sluijter-Wolters Bildern ausgedrückt. Dabei laufen die Farben sanft ineinander lassen Farbwolken entstehen. Ihre Herangehensweise ist intuitiv, was natürlich durch ihre Wesensmerkmale gesteuert wird. Ans Sluijter-Wolters hatte in ihrem früheren Beruf als Krankenschwester viel mit Menschen zu tun, was sie als Inspiration für ihre Kunst wieder entdeckt hat. So soll "Das Unsichtbare im Sichtbaren offenbart werden". Damit sind die menschlichen Emotionen gemeint, die dem Auge eher verborgen bleiben. Die Künstlerin versucht bewusst die visuellen Grenzen zu durchbrechen und in das Innerste zu schauen.

 

Lucia Rubert s Bilder assoziieren dem Betrachter Ferne und Weite, die durch die waagerechte Aufteilung der Bilder hervorgerufen werden. Es wird ein Horizont simuliert, durch Farbflächen, die streng und geradlinig aufeinander treffen. Warme Töne vermitteln den Eindruck von Erde und felsigem Boden, was durch grobe Strukturen unterstrichen wird.

Die österreichische Künstlerin Lucia Rubert lebt und arbeitet in Götzis. Dort und in Lichtenstein, hat sie Bildende Kunst studiert und ihren eigenen Malstil entwickelt.

Aus unterschiedlichen Steinpartikeln setzt die Künstlerin Monique Boutens ein ganzes Bild zusammen. Sie verwendet einzelne Keramikteilchen, Glas, Gold und andere Materialien. Im Gegensatz zur üblichen 2dimensionalen Malerei schaft die Künstlerin 3dimensionale Wandobjekte. Durch den Aufbau der Steine treten ganze Köpfe oder abstrakte Reliefe aus der Fläche hervor. Diese Arbeit erfordert sehr viel Geduld, Präzision und Geschicklichkeit. Monique Boutens Liebe zum Detail ist vor allem der Ausdruck ihres künstlerischen Schaffens. Aus den bunten Fragmenten zaubert Boutens ein Mosaik, aus dem fantasiereiche Wesen und Gestalten wachsen. Diese Wesen spiegeln ihre eigenen Träume und Hoffnungen wieder, die sie auch stets im Alltag begleiten.

Lucia Rubert, Monique Boutens, Ans Sluijter-Wolters,Bernard de Bages,Milan Spacek,Georg Buhl
April - Ausstellung Vernissage 9.April 2010 19-22Uhr
09.04.10  -  05.05.10

Nico de Gruiter, "Wind"

 

Nico de Gruiters Kunstobjekte sind hölzerne Skulpturen, die er aus zurückgeschnittenen Ästen und Holz gestaltet und mit expressiven Farben bemalt. Dabei dienen die spezifischen Formen und Strukturen der vielen Überreste des bearbeiteten Holzes als Inspiration für die endgültige Form und Farbe des Objekts. Auf die Maserung des Holzes der Skulpturen trägt der Künstler die Farbe auf. Die Wahl der Formen sowie der Farbauftrag de Gruiters, bietet dem Auge des Betrachters eine Fülle von neuen Eindrücken.

Der holländische Künstler schafft nicht nur außergewöhnliche Kunstobjekte, sondern ist auch Komponist experimenteller und elektroakustischer Musik. Nico de Gruiters hat Musikstücke für Ausstellungen,Theater und den Film "Die Dame und die Tür 11"12" komponiert. Seine Ausbildung genoss de Gruiter an der "Academie voor beeldende kunsten" in Rotterdam. Er arbeitete dann als Kunstdirektor und Designer. Heute beschäftigt er sich ausschließlich mit seiner Kunst und Musik.

 

Die Arbeiten von Erhart Schröter wurden im Rahmen einer anderen Ausstellung so beschrieben:"Es ist abstrakte Malerei im Übergang vom Semantischen zum Expressiven. Modulationen von Formen bewirken permanente Veränderungen, die im Betrachter Emotionen wecken, Erinnerungen und eigene Erfahrung berühren."

Seine Bildtitel verraten Darstellungen bestimmter Objekte oder Phänomene, die erst durch eine Interaktion mit der Phantasie des Betrachters in Erscheinung treten. Schröter experimentiert mit den Möglichkeiten von Acrylfarben in transparent lasierendem oder deckend pastosem Farbauftrag auf Leinwand. Dabei werden immer neue Schichten aufgebaut, überlagern sich, sodass der Betrachter eben nicht auf den ersten Blick sondern nach zahlreichen Blicken einen Einstieg in diese komplexe Ordnung findet. Vorherrschend in Schröters Gemälden sind die Blau- und Rottöne bzw. kalte und warme Töne, die im Zusammenspiel sowie durch ihren speziellen Farbauftrag den Gemälden ihre ganz eigene Note verleihen.

Der deutsche Künstler Erhart Schröter studierte Kunst- und Kunstgeschichte, Deutsch und Geschichte und arbeitete letztlich im Lehramt. Seit 1998 ist er als freischaffender Künstler tätig.

 

Gineke Augustijns Häuser sind auch mehr oder weniger abstrakt zu nennen.

"Die Häuser sind wie Menschen. In ihnen sollten Stimmungen und verschiedene Charaktere des Menschen ausgedrückt werden", sagt die Künstlerin über ihre eigenen Bilder. Ausschließlich durch die Form und Farbe schaffe sie, die von ihr wahrgenommenen und assoziierten Realitäten, die in ihren Häusern zum Ausdruck kommen. Hauptsächlich malt Gineke Augustijn ihre Bilder mit Acrylfarben.

Nach Abschluss der Ausbildung in den gestalterischen Fächern (Zeichnung, Kunsthandwerk-, Textil-Kunst) arbeitet die holländische Künstlerin ein Jahr in einer Töpferei auf den Scilly-Inseln (England).

Erst die über fast 25jährige Arbeit mit Kindern, ließ die Künstlerin vieles über Kunst verstehen und einen Einblick in die von Kindern wahrgenommene Realität gewähren. Die Arbeit mit Kindern hat auch vornehmlich ihr Werk beeinflusst. Seit 1990 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin.

 

Anneke Janszen malt gegenständlich. Ihre Bilder zeigen Nahaufnahmen von verschiedenartigen Pflanzen, die mit malerischen Mitteln im Detail festgehalten werden. Sie wählt aber nicht nur klassische Blumenmotive als Bildinhalt, sondern stellt auch blütenlose Sukkulenten oder Einzelblätter wie in der biologischen Wissenschaft dar. Ihre Inspiration schöpft die Künstlerin unmittelbar aus ihrer Umgebung: Menschen, Natur: Blumen, Blätter, Pflanzen, Kühe, Wolken. Leuchtende Farben und Formen sind Ausdruck ihrer bildnerischen Sprache. Georgia O"Keeffe und Ina van Zijl mögen der Künstlerin als Inspiration für ihre Gemälden gedient haben.

Anneke Janszen wurde 1949 in Utrecht geboren und seit sie denken kann, widmet sich die Künstlerin der Malerei. Sie nahm Malunterricht bei angesehenen Künstlern und entdeckte somit ihre Leidenschaft.

 

 

 

Bibbi Elise Bagguley kommt auch aus Norwegen, sie hat Ihre Kunst aber nicht durch ein Studium an der Universität entwickelt, sondern in Zusammenarbeit mit anderen Malern erarbeitet.Mit dem bekannten Maler, Richard J. Bagguley war sie auch einige Jahre verheiratet.

Bibbi Elise Bagguley malt überwiegend abstrakt, ihre Bilder sind durch grafische Formen gegliedert. Sie verarbeitet Themen in Serien , die ein roter faden verbindet: Die Serien sind immer fast monochrom gehalten, strukturiert durch mehrlagigen Farbauftrag und sie mischt oft Öl und Acryle im gleichen Bild, um Reaktionen in der Oberfläche zu verursachen.

In dieser Ausstellung sehen wir die "Hinterhof Serie: Alle Darstellungen sind auf die Sicht in den Hinterhof fixiert, wodurch das Sichtfeld eingegrenzt ist und nur verschattete Lichtverhältnisse zugelassen werden. Diese Metapher kann im übertragenden Sinn sozialkritisch betrachtet werden.

 

Der Special guest in der Ausstellung ist Jette Hertel Nilsson aus Dänemark. Ihre abstrakten Bilder zeigen uns die nordische Küstenlandschaft mit dicken, grauen Wolken und nebelverhangenen Felsen, oder sie spiegeln die unendliche Weite des Himmels und des Meeres wieder. Gekonnt wählt sie Naturtöne, die genau die Atmosphäre des rauen Nordens wiedergeben. Jette Hertel Nilsson ist Kunstlehrerin, hat aber selber erst in den letzten Jahren zeit gefunden sich intensiv der Malerei zu widmen.

Bibby Elise Bagguley,Nico de Gruiter,Nils Olav Bøe,Erhart Schröter,Gineke Augustijn, Anneke Janszen
März-Ausstellung "Von Holland bis Norwegen"
05.03.10  -  31.03.10

Roman Feierstein, o.T.

 

 

Roman Feierstein ist einer der 3Maler in der Ausstellung, er ist in Russland geboren, lebt und arbeitet in Moskau und Hamburg. Zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter bildet er ein kreatives Familien-Team. Er hat in Moskau Architektur studiert, was sich deutlich in seinen Bildern und Raumobjekten wiederspiegelt. Roman Feierstein malt architektonische Entwürfe einer futuristischen Welt ausschließlich in schwarz, weiß und rot, stilistisch an die russische Avantgarde erinnernd. Die Raumobjekte machen deutlich, dass die 3Dimensionalität, das Körperliche für ihn sehr wichtig ist. Roman Feierstein hat in Frankreich, Israel und den USA ausgestellt und seit 1993 an ca. 60 Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, gemeinsam mit seiner Frau Ljubow Simonenko und Tochter Anna Simonenko

 

In den Bildern von Reinhard Gäde nimmt die 3Dimensionalität auch eine grosse Bedeutung ein, doch anders als bei Roman Feierstein gibt es keine einzige gerade Linie. Seine dargestellten Figuren sind komplett aus amorphen Formen zusammengesetzt, weiche Farbverläufe unterstreichen das Rundliche der Figuren. Sie strahlen etwas sehr weibliches, behagliches aus auch wenn einige Motive nicht auf den weiblichen Körper schließen lassen.

Reinhard Gäde lebt in Spanien. wurde in Lübeck geboren. Er hat in Berlin Kunst und in Essen Grafik-Design studiert, In Frankreich, Spanien und New York hat er bereits ausgestellt. In den 1970er Jahren wurde er für sein Grafik-Design der spanischen Tageszeitung "El Pais" ausgezeichnet, heute die führende Tageszeitung in Spanien.

 

Sorin Dumitrescu Mihaesti ist ein rumänischer Maler, der abstrakt malt. Seine Bilder werden durch grafische Formen gegliedert die er mit Pastelltönen heraus-arbeitet. Verschiedene Gestaltungsebenen und Strukturen schaffen Kontraste und bringen eine unterschwellige Dynamik hinein. Kantige Objekte stehen gegen ausgedehnte Flächen, Überlagerungen bringen Tiefe in die Malerei.

Sorin Dumitrescu Mihaesti stellt vorwiegend in Rumänien und Paris aus, weltweit befinden sich einige seiner Werke in privaten Sammlungen.

 

Horest De Menezes ist der Bildhauer in der Ausstellung, arbeitet mit Marmor und Holz. Er beschäftigt sich mit dem weiblichen Körper, stellt ihn in klassischen oder erotischen Positionen dar. Jeder Körper wirkt anmutig durch ausgearbeitete Rundungen und glatt polierte Oberflächen.

Selber sagt er über seine Werke : "Der weibliche Körper ist für mich das größte Kunstwerk. Diesem "größten Kunstwerk" nähere ich mich in Arbeiten nach dem lebenden Modell. Es gilt, den Körper im Stein oder Holz zu erkennen und dabei die Eigenheiten des Materials mit der Schönheit der Formen in Einklang zu bringen.... "

Horest De Menezes hat bisher in Spanien, Brasilien und Deutschland ausgestellt und arbeitet nach einem schweren Unfall nicht mehr als Chemiker, sondern ausschließlich als Bildhauer.

 

Divers Art ist ein kreatives Team, das aus Heidi und Andreas Vietzke besteht. Heidi Vietzke ist Unterwasserfotografin und sie hat auf vielen Reisen zahlreiche Motive gesammelt. Die herrlichen Farben der Unterwasserwelt werden auf Leinwand festgehalten und zum Teil digital bearbeitet. Ihr Partner Andreas Vietzke ist seit über 15 Jahren im Bereich Mediengestaltung, Fotodesign und Großformatdruck tätig, sodass sich die beiden hervorragend ergänzen. Durch ihr Fotodesign verleihen die beiden ihren Exponaten einen einzigartigen Ausdruck. Die meisten Fotografien des Sporttaucherpaares stammen aus dem Indischen Ozean und aus dem Roten Meer.

 

Angelica Jerzewski hat 2 herausragende Talente: sie ist ebenfalls Fotografin, aber auch professionelle Musikerin. Wie Heidi und Andreas Vietzke ist es ihr ein Bedürfnis die Schönheit der Natur abzubilden und auf sie aufmerksam zu machen. Die Makro-Aufnahmen von Blättern und anderen Pflanzenteilen sind geprägt von natürlicher Ästhetik und Harmonie. Mit gekonntem Lichteinsatz versteht sie es, die unscheinbaren Kunstwerke in Szene zu setzen.

Angelica Jerzewskis Fotoarbeiten wurden schon in verschiedenen deutschen und belgischen Ausstellungen gezeigt und in printmedien veröffentlicht.

Roman Feierstein, Divers Art, Sorin Dumitrescu Mihaesti, Reinhard Gäde, Horest De Menezes, Angelica Jerzewski
Februar - Ausstellung------Vernissage am 5.2.2010 19-22Uhr
05.02.10  -  03.03.10

Waleed Al-Wabel, Saudi Arabien

Dreamers of freedom,2009 Woodcut 61x60cm

 

Waleed Al-Wabel ist ein junger Künstler aus Saudi Arabien. Er arbeitet als Lehrer und Maler. Sein Medium sind verschiedene Drucktechniken, die er gelegentlich mit kalligraphischen Elementen, wie man es aus der arabischen Kultur kennt ergänzt.

In dieser Ausstellung zeigt er Holzschnitte. Menschen werden werden abstrahiert angedeutet, Linien bilden einen spannungsvollen kontrast zu Flächen. Die Drucke sind grafisch gegliedert, mit Farbe wird gekonnt komponiert.

 

Alberto Moscara kommt aus Italien, lebte einige Jahre in Deutschland. Seine Werke sind vielschichtig im wahrsten Sinne des Wortes. Er benutzt kräftige Farben, die dynamisch aufgetragen werden, er fügt Collagen ein und ganze Elemente. So bekommen seine Bilder zum Teil etwas von Skulpturen. Er arbeitet nach einer metaphysischen-surrealistischen Inspiration, fügt das Chaos zu einem neuen ganzen Zusammen. Alberto Moscara stellt vorwiegend in Italien aus, wo sein Werk schon von vielen Kritikern gewürdigt wurde.

 

Ben Haltmeier ist ein vielseitiger, junger Künstler aus der Schweiz. In dieser Ausstellung zeigt er seine Bilder, er schreibt aber auch Prosatexte, spielt die Klavierbegleitung der Band "Chronisch Akut". Er hat Germanistik und Philosophie für das Lehramt studiert, arbeitet zur Zeit als Bühnentechniker. Die Bilder von Ben Haltmeier haben eine bestimmte Ausstrahlung, weil er sie auf handgeschöpftem Papier malt. Zudem verwendet er of Kreide und warme Töne. Alle Motive werden kleinteilig, grafisch aufgelöst und erscheinen in extremster Form wie ein Labyrinth. In der surrealen Welt tauchen Menschen auf oder Stadtansichten.

 

Ingunn Moen Reinsnes lebt im Norden von Norwegen, wo es im Moment sehr kalt ist und kaum hell wird. Das Naturgefühl der Kargheit und des Frostes hält sie in ihren Bildern fest. Zum einen sind es die vereisten Berge, die sie aus ihrem Atelier sieht, zum anderen die Lebewesen der nördlichen Meere oder die Pflanzen des Frühjahrs. Es überwiegen weiss und kalte Blautöne, was das Frostige des Nordens wiederspiegelt.

Ingunn Moen Reinsnes hat in Oslo Kunst studiert und schon viele Stipendien erhalten. Sie stellt überwiegend in Norwegen aus, wo sich sich in Künstlergruppen und Naturschutzgruppen engagiert.

 

Carlos Bernal Iglesias ist ein spanischer Fotograf. Er hat als Autodidakt angefangen und kann inzwischen durchaus als Profi bezeichnet werden Dadurch, dass er sich einen eigenen Stil erarbeitet hat wurde er in der spanischen Szene bekannt. Er fotografiert projektbezogen oder wird als Modefotograf gebucht. In dieser Ausstellung zeigt Arbeiten aus seinem "Mutter Erde zyklus". Er will durch die Bilder das Missverständnis verdeutlichen, was der Mensch zur erde entwickelt hat. Auf den ersten Blick scheinen die Bilder Nebensächlichkeiten einzufangen, aber

Carlos Bernal Iglesias blickt tiefer, hinter die Oberfläche und möchte den Betrachter dazu auch animieren.

 

Horest De Menezes ist der Bildhauer in der Ausstellung, arbeitet mit Marmor und Holz.

Er beschäftigt sich mit dem weiblichen Körper, stellt ihn in klassischen oder erotischen Positionen dar. Jeder Körper wirkt anmutig durch ausgearbeitete Rundungen und glatt polierte Oberflächen.

Selber sagt er über seine Werke : "Der weibliche Körper ist für mich das größte Kunstwerk. Diesem "größten Kunstwerk" nähere ich mich in Arbeiten nach dem lebenden Modell. Es gilt, den Körper im Stein oder Holz zu erkennen und dabei die Eigenheiten des Materials mit der Schönheit der Formen in Einklang zu bringen.... "

Horest De Menezes hat bisher in Spanien, Brasilien und Deutschland ausgestellt und arbeitet nach einem schweren Unfall nicht mehr als Chemiker, sondern ausschließlich als Bildhauer.

Ingunn Moen Reinsnes, Waleed Al-Wabel, Alberto Moscara,Ben Haltmeier,Horest De Menezes,Carlos Bernal Iglesias
Januar - Ausstellung Vernissage 8.1.2010 19-22Uhr
08.01.10  -  03.02.10

Petra Wiek "Chair"

Petra Wiek spielt mit Licht und Schatten. Ihre Malereien aus Tempera und Bienenwachs sind monochrom gehalten und leicht verwischt im Auftrag. Das vermittelt den Eindruck man stünde in einem von Rotlicht beschienenen Raum in dem alles etwas diffus verschwimmt. So begibt sich der Betrachter unweigerlich in eine andere Wirklichkeit, die einerseits etwas Behagliches hat, andererseits das Unheimliche einer Krimiszene im Halbdunkeln.

So schafft Petra Wiek mit ihren Bildern eine bestimmte Atmosphäre, die uns in ihren Bann zieht.

Petra Wiek hat in Den Haag Freie Kunst studiert, lebt und arbeitet in Holland als freie Künstlerin.

 

Die aus Russland stammende Hamburgerin Ljubow Simonenko bildet gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter ein kreatives Familienteam. Als langjähriges Mitglied von russischen und deutschen Architekten- und Künstlerverbänden befindet sie sich in einem Spannungsverhältnis zwischen russischer Kultur und westeuropäischen Kunstströmungen, doch sind ihre Arbeiten eindeutig von der russischen Avantgarde dominiert.

In Russland ist Ljubow Simonenko nicht nur bekannt für Ihre Arbeiten aus den Bereich der freien Malerei und der Grafik sondern auch dem, der Raumgestaltung.

In dieser Ausstellung zeigt sie ihre grafischen Bilder und kleinere Objekte.

 

Susanne Senn, unsere Künstlerin aus der Schweiz malt auch abstrakt. Ihr Bilder sind in Schichten aufgebaut, wobei sie die Farben zumeist in unvermischter Form verwendet, um auf diese Weise den Farbkontrasten in ihren Bildern eine besondere Wirkung zu verschaffen. Ihre Malerei ist spontan und entwickelt sich während des Arbeitens aus sich selbst heraus. Ihr Leitspruch : "Wer nicht in die Tiefe schaut, sieht nie die wahren Farben des Lebens"

Susanne Senn stellt vorwiegend in der Schweiz und Deutschland aus. Sie wird aber auch durch die Berliner Galerie Artodrome vertreten, über die sie ihre Werke schon in den USA und China ausgestellt hat.

 

Der Hamburger Christoph Dennhardt ist ein weiterer abstrakter Maler in der aktuellen Ausstellung. Er setzt sich seit 1986 mit der Malerei auseinander und begann wie viele mit Landschaftsaquarellen. Durch ständige Weiterentwicklung fand er schließlich zur freien Malerei, der er sich heute noch leidenschaftlich hingibt. Seine Liebe gilt der Provence und New York, gerne fügt er architektonische Elemente ins seine Kompositionen ein. Seit 2008 hat er frühere Versuche, Landschaften ohne Architekturmerkmale darzustellen wieder aufgenommen, hierbei hat die Farbe dann den ungehinderten Vorrang.

Christoph Dennhardt stellt seit 1995 regelmäßig im Hamburger Raum aus und widmet sich inzwischen nach richterlicher und kommunalpolitischer Tätigkeit ausschließlich der Malerei.

 

Aus Dänemark stelle ich Ihnen den Maler Tommy Michael Jensen mit seinen explosiven Stadtansichten vor. Beeinflusst von den Meistern des letzten Jahrhunderts versucht er den Dialog zwischen der heutigen Malerei und den Expressionisten, Surrealisten herzustellen und hat dabei seinen ganz eigenen Stil gefunden.

Seine Stadtansichten spiegeln das strukturierte Chaos der Metropolen wieder. Flächen, Linien und Farben scheinen aufeinander einzustürzen und vermitteln so die Dynamik, die in den Städten vorherrscht.

Tommy Michael Jensen hatte in seinem Grossvater ein erstes Vorbild gefunden, sich aber schnell von dessen Präzision in der Zeichnung gelöst.

 

Sally Binard lebt auf einer der Inseln vor Florida, den Keys. Diese sonnige Gegend mit der vielbeschriebenen Leichtigkeit des Seins hält sie auch oft in Ihren Bildern fest, doch zu dieser Ausstellung hat sie ganz andere Werke geschickt.

Es scheinen Bilder der Selbstbetrachtung zu sein, zeigen Teile eines weiblichen Körpers, Ausschnitte bestimmter Körperpositionen aus eigenem Blickwinkel. Sally Binard nennt sie alle Einsamkeit und meint damit sicher die ausschließliche Bezogenheit auf sich selbst. Es gibt in ihren Bildern kein Gegenüber, keine angedeutete Umgebung, Nichts ausser dem Körper, der für das "Ich" steht.

Sally Binards Wurzeln liegen in Haiti und Belgien, wodurch sie sich sowohl mit der Folklore Haitis als auch mit der Kunst der niederländischen alten Meister verbunden fühlt.

 

Jelle Geertsma, hat sich ganz der Erschaffung von BronzeSkulpturen verschrieben. Seine menschlichen Akte stellen meistens weibliche Modelle dar und vermitteln Natürlichkeit und Wärme. Sie wirken entspannt und gelassen, was durchaus ansteckend sein kann. Originell ist seine Darstellung der Badenden, die nur aus den Einzelteilen bestehen, die aus dem Wasser ragen.

Jelle Geertsma zeigt seine Skulpturen überwiegend in den Niederlanden und beschäftigt sich dann auch mit grösseren Projekten im öffentlichen Raum.

Des Weiteren freuen wir uns, dass Ruth Basté uns heute Kurzgeschichten vorträgt.

 

Britta Westhausen ist der Special Guest, der im Marziart Studio ausstellt.

Ihre Bilder sind sehr grafisch und eindeutig von digitaler Entwicklung beeinflusst.

Sie malt mit Acryl und Tinte wodurch sie das Grafische in ihren Bildern unterstreicht.

Ihre Motive beruhen oft auf Themen die uns in der Gegenwart beschäftigen, wie Krieg und Umwelt.

Britta Westhausen kommt aus Dänemark, hat viele Jahre als Kunstprofessorin und Art Direktorin gearbeitet.

Susanne Senn ,Ljubow Simonenko Christoph Dennhardt,Sally Binard,Tommy M.Jensen,Petra Wiek  
Dezember-Ausstellung, Vernissage 4.12.09 19-22Uhr
04.12.09  -  06.01.10

"Pillars", Patrick Fenech

Patrick Fenech lebt und arbeitet auf Malta, sein Metier ist die Fotografie, auch in Form von digitalen Collagen.

Die Arbeiten des Künstlers sind speziell und wiedersprüchlich und scheinen sein bewegtes Leben wiederzuspiegeln. Einzelne Bildausschnitte werden oft als neue Ebene im Bild eingefügt, sodass ein neuer Kontext entsteht. Der Künstler schafft oft Installationen die er dann als Bildmotiv wählt und digital bearbeitet.

Patrick Fenech hat Kunst studiert, stellt oft im Ausland aus. Er arbeitet an der Universität auf Malta und kuratierte zuletzt eine umpfangreiche Gruppenausstellung des maltesischen Kulturrates.

 

Ein weiterer abstrakter Künstler in der Ausstellung ist Ezequiel Montero Swinnen aus Argentinien. Er stammt aus einer Künstlerfamilie und arbeitet auch gelegentlich mit einigen Familienmitgliedern zusammen. Er ist ausgebildeter Maler und Grafikdesigner, was in seinen Arbeiten zum Ausdruck kommt, Textfragmente oder einzelne Buchstaben sind wichtige Bildkomponenten. Seine Bilder erinnern an Streetart, wie Häuserwände, auf denen sich Farbreste oder Symbole unterschiedlichster Akteure zusammenfinden. Gedämpfte Farben lassen die Leinwand verlebt aussehen, unterstreichen den morbiden Touch, das Vergängliche seiner Arbeiten. Ezequiel Montero Swinnen zeigt seine Werke vorwiegend in Buenos Aires, wird aber auch durch eine New Yorker Galerie vertreten.

 

Abstrakt malt auch Werner Beeken. Die Leidenschaft für die Kunst hatte der gebürtige Norddeutsche schon immer, pflegte Künstlerkontakte im Hamburger Umland. 1987 begann er dann selber, sich kreativ auszudrücken, gelangte über verschiedene Malstile zum Pointilismus, wie er auch den australischen Ureinwohner eigen ist. Inzwischen hat Werner Beecken eine präzise Tupftechnik entwickelt, die sich mit üblichen Pinseln nicht erreichen lässt. Das Dargestellte ist eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen aus der Naturwissen-schaft und es lohnt sich die Titel zu lesen, um die ausgeprägte Symbolik deuten zu können. Alle Bilder erscheinen durch die kräftigen Farben positiv und erheiternd, haben aber meistens einen ernsten Hintergrund.

 

Gegenständlich sind die Bilder von Malgorzata Karp-Soja, sie erzählen Geschichten. Viele Menschen bevölkern ihre illustrativen Arbeiten. Wie bei Bühnenbildern strotzen ihre Malereien von kostümierten Figuren, die sich in Szene setzen. Der Betrachter hat das Gefühl einer Theateraufführung beizuwohnen. Malgorzata Karp-Soja hat in ihrem Heimatland Polen Kunst und Illustration studiert, konnte aber auch ein Stipendium für Italien nutzen. Inzwischen kann sie auf viele nationale und internationale Ausstellungen zurückblicken und weiss ihre Werke in verschiedenen Kunstsammlungen in Europa wie n den USA.

 

Oksana Gansera-Pazych malt expressiv, ihre Bilder sind oft eine Mischung aus lebendiger Zeichnung und Malerei in klassischer Malweise. Ihre Motive findet sie in ihrer natürlichen Umgebung, in der Natur, in der Stadt, in den Menschen, denen sie begegnet. Wichtig ist in jedem ihrer Werke die Wiedergabe des Lichtes. Schattenspiel und Kontraste neben sanfter Farbikeit, machen ihre Bilder aus.

Oksana Gansera-Pazych hat bis 2006 in Kiew gelebt, wo sie auch studiert hat und als Grafidesignerin arbeitete. Durch ihre Heirat kam sie dann nach Deutschland, wo sie nun dabei ist, sich ein neues künstlerisches Umfeld zu schaffen.

Oksana Gansera-Pazych ,Patrick Fenech, Malgorzata Karp-Soja, Werner Beecken,Monique Ausems, Ezequiel Montero Swinnen
Oktober-Ausstellung Vernissage 9.10.2009 19-22 Uhr
09.10.09  -  04.11.09

Diese Ausstellung setzt sich aus sehr kontrastreichen Arbeiten zusammen, es überwiegt die Gegenständlichkeit.

 

Offer Goldfarb kommt aus Israel, er fotografiert. Immer auf der Suche nach dem Abstrakten und Minimalistischem, komponiert er seine Bilder. In dieser Serie überwiegt die weisse Fläche, wodurch das Auge des Betrachters auf die einzige kräftige Farbe Rot gelenkt wird. Oft ist es ein einzelner Mensch, der sich zwischen architektonischen Flächen aufhält, die er erklimmt oder die ihn gefangen halten. Offer Goldfarb will mit seinen Fotografien eine Botschaft vermitteln, einen Denkanstoss geben. Das gelingt ihm auch, weil seine ästhetischen Werke sehr ausdruckstark sind. Offer Goldfarb hat bisher in Tel Aviv und Jerusalem ausgestellt und ist seit diesem Jahr in einer New Yorker Galerie vertreten.

 

Elena Chestnykh ist Russin aus Novosibirsk. Ihre Bilder sind manchmal surreal, enthalten aber immer symbolische Elemente. Sie selber sagt über ihre Arbeiten dass sie Erinnerungen festhält, Träume, Begebenheiten des Alltags, Gespräche mit Freunden. Dabei versucht sie die Situationen und Gedanken zu analysieren und als Bild wiederzugeben.

Elena Chestnykh hat Architektur und Kunst studiert und arbeitet seit 1998 als freischaffende Künstlerin. Bisher hat sie in Russland und Süd Korea ausgestellt und zeigt in dieser Ausstellung ihre Arbeiten das 1.Mal in Europa.

 

Monica del Norte stammt aus einer Künstlerfamilie in Estland. Sie hat Textildesign studiert, sich zunächst erfolgreich mit Modedesign beschäftigt und in über 50 Modeschauen ihre Arbeiten präsentiert. Inwischen hat sie die Malerei intensiviert und stellt seit 2003 vorwiegend in Estland und Spanien aus, wo sie ihren 2. Lebensmittelpunkt gefunden hat.

Monica del Norte malt abstrakte Bilder mit Texteinschlüssen oder Strukturen. Der vielschichtige Farbauftrag wird oft von einer weissen Lasur abgedämpft, in der man in einigen Bildern schemenhaft, menschliche Umrisse ausmachen kann.

 

Steen Monbjerg ist ein dänischer Künstler, dessen Schwerpunkt abstrahierte Landschaften sind. Aus Einzelflächen in kräftigen Farben setzt er sie zusammen, Felsen, Bäche oder Häuser sind auf ihre Grundformen reduziert. Baumstämme gliedern den Vordergrund in senkrechte Segmente und gewähren den Durchblick auf das weite Gelände.

Steen Monbjerg begann mit der intensiven Malerei 1998 und hat bisher vorwiegend in Dänemark ausgestellt.

 

Die schwedische Künstlerin Ulla Bolin malt plakativ, naiv. Ihre Motive sind Tiere und Menschen, die alle sehr liebevoll, fast kindlich in leuchtenden Farben dargestellt werden und eine positive Ausstrahlung transportieren. Die dekorativen und ornamentalen Abbilder überträgt Ulla Bolin auch auf Teppiche, die sie aus Wolle nach ihren Vorlagen geknüpft werden.

Ulla Bolin studierte für das Lehramt Erdkunde, Soziologie und Geschichte, aber strebte parallel immer an, sich als Künstlerin zu entwickeln.

Sie stellt vorwiegend im Norden aus, ist aber auch ständig in einer Galerie in Südafrika vertreten, wo auch ihre Teppiche geknüpft werden.

 

Monique Ausems ist die Bildhauerin in der Ausstellung. In ihren Arbeiten taucht oft der weibliche Körper auf, der auf die Form eines Symbols reduziert wurde. Die fraulichen Rundungen setzt die Künstlerin dann oft kontrastreich einem kantigen Sockel aus Stein entgegen, wodurch Spannung erzeugt wird. Monique Ausems experimentiert gerne und lässt durch verschiedene Prozesse die Oberflächen der Bronze lebendiger werden.

Nach ihrem Kunststudium malte Monique Ausems erst , bis sie sich verstärkt der Bildhauerei zuwandte und inzwischen meistens mit Bronze arbeitet. Ausgestellt hat sie bisher überwiegend in Holland.

Ulla Bolin, Monica del Norte, Offer Goldfarb, Monique Ausems, Elena Chestnykh,Steen Monbjerg
September - Ausstellung - Vernissage 11.09.09 19-22Uhr
11.09.09  -  07.10.09

Milo Needles hat sich seit dem Ende seines Kunststudiums in Mexiko treiben lassen. Er ist auf der Suche nach sich selbst, sein Antrieb ist, die innere Seele wiederzubeleben. Inzwischen lebt er in Karlifornien, wo er neben der Malerei auch mit dem Filmgeschäft zu tun hat. So war er in mehreren Hollywoodfilmen Chef Produktions Designer. In seinen Bildern verarbeitet er seine Ängste und Frustrationen. Der Mensch steht immer in Mittelpunkt der Darstellung und kommt dabei nicht besonders gut weg. Die meisten seiner Protagonisten sind als verunstaltete Kreaturen zu sehen, die sich in surrealer Umgebung gebärden oder teilnamslos herumstehen.

Sozialkritisch thematisiert Milo Needles die kaputte Seite in der heutigen Gesellschaft. Er portraitiert verhaltensgestörte Menschen, Alkoholiker und andere einsame Menschen.

Er hat noch keine Ruhe gefunden und fordert den Betrachter durch seine brutale Darstellungsweise dazu auf auch ruhelos zu sein. Er provoziert und will unsere Aufmerksam auf Begebenheiten lenken, die wir gerne verdrängen.

 

Die dänische Künstlerin Birgitta Faddersboll stellt ihre Bilder und Skulpturen zum ersten Mal in Deutschland aus, hat sich aber in Dänemark schon als Malerin und Bildhauerin etabliert. Begonnen hat Birgitta ihre künstlerische Laufbahn als Musikerin mit Abschluss an der Musikakademie in Aarhus, seit 1996 konzentriert sie sich aber vollständig auf ihre neue Kunstform. Sie malt abstrakte Ölbilder auf Holzfaserplatte, die figürliche Elemente enthalten. Kräftige Farbflächen im dynamischenn Farbauftrag bilden einen Kontrast zu dünnen, schwarzen Linien mit denen Birgitta Faddersboll ihre eingefügten Symbole und Figuren ins Bild zeichnet.

Ihre Werke wirken lebendig mit positiver Ausstrahlung. So auch die Skulpturen, die zwischenmenschliche Situationen darstellen oder abstrahierte Symbolik. Menschliche Figuren und Bäume bilden zusammen mit rundlich geformten Wänden thematische Szenen. Man muss sich mit den Skulpturen auseinandersetzten um die erzählte Geschichte zu ergründen.

 

Positiv und lebendig sind auch die Bilder von dem 2.dänischen Künstler in der Ausstellung, Peter Bak Frederiksen. Seine Bilder sind komplett abstrakt gemalt ohne gegenständliche Einfügungen. Seine Inspiration ist die Natur, wobei es ihm jedoch nicht um die naturalistische Wiedergabe geht. Er übernimmt vielmehr die amorphen Formen, die an Wellen, Berge oder apokaliptische Naturgewalten erinnern. Seine Bilder entstehen und entwickeln sich während des Malprozesses ohne konkrete Vorlage. Eine weitere große Rolle in den Arbeiten spielt die Darstellung von Licht, die Peter Bak Frederiksen in seinen Werken gekonnt erzeugt. Tom Jorgensen, der Herausgeber der Zeitschrift "Kunstavisen" sagte über Frederiksen’s Arbeit, dass dieser vom Licht und dessen Auswirkungen auf seine Motive besessen sei. Licht sei das immer wiederkehrende Thema in Frederiksen’s Arbeit.

 

Anknüpfend an die abstrakte Landschaftmalerei, komme ich zu Ton Lindhout. Er wurde in Holland geboren, lebt aber nun in Niedersachsen auf dem Land. Dort findet er die Motive für seine Werke, wie die weite Sicht über die Felder oder der ständige Wechsel des Wolkenhimmels. Er verwendet ausdrucksstarke, klare Farben, die in großen Flächen die norddeutsche Landschaft beschreiben. Diese Interpretation unserer nordischen Umgebung erinnert an Nolde, doch Ton Lindhout malt grafischer. Das verrät seinen ursprünglichen Beruf : Illustrator und Grafikdesigner. Mittlerweile konzentriert sich Ton Lindhout aber nur noch auf die Malerei und stellt diese auch regelmäßig, vor allem in Europa, aus.

 

Eine weitere abstrakte Malerin ist, die in Kanada lebende Künstlerin Rita Choy-Ng. Als überzeugte Christin ist Ihr wichtig, dass ihre Kunst von Gott inspiriert ist. Das hat sie mit vielen anderen Künstlern gemeinsam, die im Schaffensprozess oft das Gefühl haben, von übersinnlichen Kräften, fremdgesteuert zu sein. Rita Choy-Ng möchte mit ihren Werken Gott zur Ehre gereichen und die Schönheit der Welt proklamieren. So schöpft auch sie ihre Ideen aus der Vielfalt der Natur. 2 ihrer Werke erinnern an traditionelle, chinesische Tuschemalerei, die anderen Arbeiten sind in Öl entstanden.

Rita Choy-Ng stellt neben Kanada auch in Asien und Europa aus und hat 2 Bücher veröffentglicht. In den letzten 30 Jahren wurde sie mehrfach für ihre Arbeiten ausgezeichnet.

Ton Lindhout, Birgitta Faddersbøll, Rita Choy-Ng, Milo Needles, Madhu Sudhan Rayamajhi, Peter Bak Frederiksen
August-Ausstellung 14.8. -9.9.2009, Vernissage 14.8.2009 19-22Uhr
01.01.70  -  01.01.70

Echi Åberg , Enigma B

 

Die März-Ausstellung wurde"Abstraktes" betitelt, weil sie sich überwiegend aus abstrakten Werken zusammensetzt.

Eine Ausnahme bilden die Arbeiten von Rossana Borzelli, sie malt figürlich.

Die italienische Künstlerin hat sich der Porträtmalerei verschrieben, wobei ihre Modelle vorwiegend weiblich sind. Ihre nachdenklich wirkenden Figuren arbeitet sie aus einer abstrakten Hintergrundsebene heraus, es geht ihr um den Ausdruck von seelischen Zuständen. Durch eine gedämpfte Farbgebung und eine ruhige Flächenaufteilung erreicht sie eine besondere Stimmung in ihren Bildern. Alle Figuren werden sehr anmutig dargestellt Rossana Borzelli studierte Kunst in Neapel und Rom, malt auch Bühnenbilder, wofür sie schon diverse Preise gewonnen hat.

 

Der 2. gegenständlich arbeitende Künstler ist der Bildhauer Petar Alexandrov aus Bulgarien. Er hat eine umfangreiche Palette von Objekten. Zum Einen formt er menschliche Figuren, dann rein abstrakte Formen oder realistisch dargestellte Fabelwesen. Letztere hat er für diese Ausstellung ausgewählt. So zeigt er uns die filigrane Ausarbeitung zum Beispiel von Wesen aus der griechischen Mythologie, in klassischer Darstellung, wie wir sie von den alten Meistern kennen.

Petar Alexandrov hat schon als Jugendlicher mit der Bildhauerei begonnen und es später an der Universität studiert. Das Besondere an seinem Gesamtwerk ist, dass er auch Fassaden gestaltet und andere architektonische Elemente.

 

Echi Åberg ist eine der abstrakten Maler, sie kommt aus Schweden.

Ihre hier ausgestellten Bilder zeigen eine konsequente Gestaltung in der Fläche durch viele Farbfelder, die an Kopffüßler oder biologische Einzeller erinnern oder an Bücherstapel , die umzukippen drohen. Durch schwarze Umrandungen werden die tanzenden Flächen in Zaum gehalten und bilden insgesamt eine fröhliche, dynamische Komposition. Ihre Bilder lassen viel Raum zur Interpretation, das macht sie so attraktiv.

Echi Åberg hat nicht nur in Schweden studiert, sondern auch in Italien, Frankreich und Spanien. Ausgestellt hat sie schon in verschiedensten Ländern auch außerhalb Europas.

 

Georgi Baylov aus Bulgarien malt auch abstrakt. Seine Malerei ist vielschichtig setzt sich wie ein Mosaik aus vielen, kleinen Teilchen zusammen. Durch die Überlagerung der diversen Ebenen, entsteht eine deutliche Tiefe, die verschiedene Perspektiven herausbildet. Man kann in seinen Bildern Stadtauf- oder Ansichten sehen, auf jeden fall bestimmen grafische Elemente das Ganze.

Georgi Baylov hat 1995 mit dem Kunststudium begonnen, inzwischen stellt er auch in den USA aus, aber vorwiegend in OstEuropa.

 

Wim Zorn ist ein Meister der Klaren Form. Sehr ästhetisch reiht er großzügige Farbflächen aneinander, die den meist kräftigen Farben Raum zur Wirkung geben.

Das besondere an seinen Arbeiten ist das Material, denn in alle Werke integriert er Bambus. Die Stiele erscheinen wie dicke, erhabene Linien und bilden ein wichtiges Gestaltungsmittel.

Wim Zorn kommt aus Holland, wo er vorwiegend ausstellt, aber auch in Belgien und demnächst in Italien bei der Biennale in Florenz.

 

 

 

Mary Mansey ist eine Fotografin aus Frankreich. Durch die Wahl des Bildausschnittes entstehen ebenfalls abstrakte Ansichten. Ihr bevorzugtes Motiv ist das Wasser mit facettenreichen Spiegelungen und Lichtreflexen. So treibt es sie ans Meer, wo sie die sommerliche Stimmung in Yachthäfen oder an anderen Küstenorten einfängt. Sie hat einen Blick für das Wesentliche und arbeitet es gekonnt in ihren Fotografien heraus.

Mary Mansey arbeitet hauptberuflich als Grafikdesignerin und Art Director für verschiedene Magazine.

Wim Zorn, Rossana Borzelli, Petar Alexandrov, Mary Mansey, Georgi Baylov, Etchi Åberg
März-Ausstellung, Vernissage 6.März 2009 19h
06.03.09  -  01.04.09

Lisbeth Hummel

 

Alle Künstler dieser Ausstellung stammen aus dem nördlichen Teil Europas

Eric Robin kommt aus Belgien, er malt vorzugsweise Porträts. Er drückte sich zuerst durch das Schreiben aus, später 1989 begann er bildende Kunst zu studieren. Da er wie viele Maler nicht von seiner Kunst leben kann, arbeitet Eric Robin als Polizist. Der Kontakt zu den Menschen inspiriert ihn dann wieder ihre Wesenszüge in Porträts festzuhalten. Wahrscheinlich wäre er der beste Phantombildmaler seines Landes ? Das wichtigste ist ihm aber die "Menschlichkeit" der dargestellten Personen einzufangen, was ihm mit ausdrucksstarken Gesichtern gelingt. 2006 startete er sein Projekt "Isis"- 77 Portraits von Frauen, die er "Mütter der Menschlichkeit" nennt. Eric Robin hat auch schon in New York ausgestellt, wo er durch positive Resonanzen, weiteren Ansporn zur Fortsetzung seiner Idee bekam.

 

Aafje Dijkstra ist Holländerin, sie hat sich der abstrakten Malerei verschrieben. In kräftigen Farben spiegelt sie die Eindrücke des täglichen Lebens wieder. Eine dynamische Pinselführung ist ihr Ausdrucksmittel, es entstehen flächige, grafische Elemente. Sehr breite Pinselstriche umranden hier und da eine Farbfläche und bringen so eine gewisse Ordnung ins Bild. Die eindrücklichste Wirkung hinterlässt jedoch die leuchtende Farbgebung. Dadurch gelingt es Aafje Dijkstra die Betrachter ihrer Bilder fröhlich zu stimmen, was ihr Hauptinteresse ist.

 

Petteri Lehikoinen ist ein finnischer Maler mit ganz engem Bezug zur Natur. Er malt die Tiere, die er in seiner Umgebung wahrnimmt, reduziert sie in der Darstellung aber auf die wesentlichen Merkmale. So erscheinen sie stark abstrahiert und sehr grafisch, wie die Comics, die er auch zeichnet und schon oft veröffentlichen konnte. Ihm ist es wichtig die ästhetische Harmonie der Lebewesen herauszuarbeiten und die Vielfältigkeit ihrer Arten.

Petteri Lehikoinen hat bisher vorwiegend in Finnland ausgestellt und ist das erste mal in Deutschland.

 

Djamal Djumabaeva s Künstlermname ist DJOMA, sie ist Malerin und Graphikerin. 1966 wurde Sie geboren; lebt und arbeitet heute in Sankt-Petersburg.

Aus einiger Entfernung betrachtet nimmt man bei ihren Bildern nur die Farbflächen war, tritt man dichter heran, erkennt man filigrane Zeichnungen. Dieser Kontrast der feinen Linien zu grosszügigen Farbflächen bringt die ausdrucksstarke Spannung in ihre Arbeiten. Die Motive findet Djoma sowohl im Alltag als auch in der Sagen- und Märchenwelt. Sie hat schon in vielen Ländern augestellt und wie auch Michail Kudinow, ihr Ehemann, lässt sie gerne Eindrücke oder Erlebnisse in ihre Werke mit einfließen, die beide auf ihren vielen Reisen sammeln."

 

 

Michail Kudinow s Bilder lassen erkennen, das er mit Djoma ein Künstlerpaar bildet, denn sie sind doch ähnlich in der Darstellung.

Der gebürtige Ukrainer "beschreibt seinen Stil als "ein bisschen phantastisch, ein bisschen komisch, ein bisschen fremdartig". Masken und Maskeraden ziehen sich als Themen durch Kudinows Kunst, so auch viele Fabelwesen.

Kudinow arbeitet oft jahrelang an seinen Gemälden: Mit großer Sorgfalt, fast schon akribisch gemalt, sehen wir die dann fertigen Werke in vielen Farben und Schichten angelegt, mit bildausfüllenden, häufig reich verzierten Figuren. Die abstrakten Hintergründe erinnern häufig an die Natur, an Landschaften oder Himmel, die durch ihre Farbigkeit und einen besonderen Lichteinfall, ganz starke Impressionen hinterlassen.

 

Der Special Guest im Marziart Studio ist Lisbeth Hummel. In der Marziart Galerie präsentiert sie ihre Werke, die sie als Malerin geschaffen hat, als Schauspielerin hat sie besonders in den siebziger und achziger Jahren von sich Reden gemacht. Wie im Film so auch in ihren Bildern, geht es um Surreales.

Lisbeth Hummel beschreibt das so : Als ich ein kleines Mädchen in Dänemark war, hatte ich sehr häufig einen Traum, in dem Tausenden Wurzeln und Schnüre einem enormen Kampf ausfochten. Einige vielen dem Kampf zum Opfer, andere wandelten sich in harmonische Wesen um, die von kosmischer Energie getragen wurden. Die magische Baum-, Wurzel- und Schnurwelt ist zusammen mit mir aufgewachsen und ist der grundlegende Anfang von meinem künstlerischen Eigenwelt. Ich nannte sie Hummelists und sie leben in meiner hummelistischen Kunstwelt. Der Baum als Symbol des Lebens, die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer berührend. Sie müssen unbedingt auf die Titel achten, die den Inhalt ihrer Bilder beschreiben.

Eric Robin, Aafje Dijkstra, Petteri Lehikoinen, Djamal Djumabaeva, Michail Kudinow,Lisbeth Hummel
April-Ausstellung
03.04.09  -  29.04.09

Basket, SpY

 

SpYist ein bekannter Aktionskünstler aus Madrid, der unter den Kennern als "Banksy" Spaniens gefeiert wird. Er gestaltet öffentliche Plätze, Flächen oder Gegenstände fantasievoll um, sodass dem Ganzen einen völlig anderen Sinn gegeben wird. Der Betrachter wird so in seiner gewohnten Sicht auf die Dinge gestört und stellt sie im besten Fall infrage oder wechselt mindestens die Sichtweise. Die Fotos dieser Aktionen, wie eine Skatebahn, die zum Fussballfeld mutierte oder ein Stier, der statt zu kämpfen, Luftballons an den Hörnern spazieren führt, sind in der Ausstellung als signierte Fotografien zu sehen.

 

Der in Deutschland geborene Axel Gronert hat sowohl eine Ausbildung im elektronischen Bereich, als auch ein Studium in Kommunikationsdesign und in Informatik. Er arbeitet zeitgleich in der IT-Branche und als freier Künstler. Genau diese Kombination aus Kunst, Abstraktion und Digitalem kann man auch in seinen Bildern erkennen, die Emotionen und Situationen in schwarz-weißen Wellenformationen wiedergeben. Seine Arbeiten bestechen durch grafische Perfektion und Dynamik in sich, wie Bilder die zur Hypnose führen. Der Titel "piece of peace" des Kernwerkes meint in Kurzform gesagt, dass jedes einzelne Stück individuell ist, aber im Ganzen wirken sie zusammengehörig und harmonisch. Er ist einer von 2 Künstlern aus dem Hamburger Raum und zeigt seine Werke so konzentriert das erste Mal mit sicherlich weiterführendem Erfolg.

 

Der zweite deutsche Künstler der Januar-Ausstellung ist Thomas Freund. Nachdem er als Diplom-Designer in verschiedenen Werbeagenturen arbeitete, ist er heute ausschliesslich als freischaffender Künstler tätig. Seine Schwerpunkte in der Malerei setzt er auf Stilleben und Landschaften, die bevorzugten Materialien sind Öl, Acryl und Aquarell. Seine Bilder erinnern stark an Liebermann oder andere Maler, die gekonnt das Spiel von Licht und Schatten unserer norddeutschen Landschaft wiedergegeben haben. Kräftige, naturalistische Farben verbreiten eine positive Stimmung.

 

Der Däne Jorgen Thomsen fing 2001 mit nicht-kommerzieller Malerei an, bis dahin leitete er sein eigenes Graphikunternehmen. Heute lebt er mitten in einem kleinen Wald, seine Affinität zur Natur zeigt sich in allen seinen abstrahierten Landschaftsbildern. Es überwiegen weiss und Grautöne, was das Frostige des Nordens wiederspiegelt, Sandfarben und die Darstellung der Küste machen die Nähe zum Meer deutlich. Die Weite der Landschaft zeigt sich durch den festgelegten Horizont, der die Bilder oft streng gliedert.

 

Michael May kommt aus Polen und malt abstrakt, wobei er hin und wieder Figürliches oder Gegenständliches einbaut. Seine Gemälde setzen sich aus wilden Farbkompositionenn zusammen, die ineinander verlaufen oder mehrschichtig aufgetragen sind. Feine weisse Linien und Flächen werden dann in die Farbe gekratzt und gliedern die Bilder. Seine Arbeiten wirken kraftvoll und frei.

Michael May, Axel Gronert, Thomas Freund, Jørgen Thomsen, SpY
Januar-Ausstellung, Vernissage 9.1.2009 19-22Uhr
09.01.09  -  04.02.09

Rainer Kranzusch, Collage vom 17.07.08

aus der Serie "27 Abendblätter"

 

Diese Ausstellung setzt sich aus Werken unterschiedlichster Gestaltungsmittel zusammen. So finden Sie Collagen, abstrakte Malerei, Fotografie und Bronzeguss.

 

Die meiste Zeit lebt Rainer Kranzusch seine Kreativität als Architekt in Hamburg aus, aber hin- und wieder wechselt er in der er in die bildende Kunst. Während seines Architekturstudiums an der Muthesius-Werkkunstschule in Kiel in den 70ziger Jahren ist er durch enge Kontakte mit Kunststudenten auf den Dadaismus gestossen und war besonders von der seinerzeitig neuen "Fotocollagen-Technik" Max Ernst’s, Kurt Schwitters und Hannahm Höch’s angetan. Hierdurch inspiriert stellte er ab 1972 erste Fotocollagen her und zeigte sie 1976 in Dänemark/Korsör in einer Einzelausstellung.

Eine 2. Phase in der bildenden Kunst setzte für Rainer Kranzusch 1981 innerhalb einer Künstlergemeinschaft im Schanzenviertel ein, als einer der sogenannten "jungen Wilden Maler". Die grossflächigen Gemälde auf Tischtuchpapier brachten ihm 1982 eine Einzelausstellung im Künstlerhaus Kiel und Teilnahme an einer Gruppenausstellung im damaligen Hamburger Künstlerverein in der Weidenallee.

Nun hat er sich wieder den Kollagen zugewandt und zeigt in der Ausstellung die Serie "27 Abendblätter". Jede Kollage entstand aus der täglichen Hamburger Abendblatt- Ausgabe im Juli 2008 und zeigt die Schwerpunkte der Berichterstattung zusammengefasst in einem Bild.

Jordi Cases ist Spanier, der Bildhauer in der Ausstellung. Er arbeitet mit 2 Darstellungsweisen. Zum einen muten seine Skulpturen abstrakt, kubistisch an, weil sie aus verschiedenen Einzelformen zusammengesetzt sind, zum anderen werden sie sehr realistisch wiedergegeben. Seine bevorzugten Motive sind Mensch und Tier als auch Fabelwesen. Das Material aus dem die Figuren bestehen ist zum Teil Bronze, zum Teil aus Fiberglas. Letzteres kennt er durch den familiären Betrieb, in dem er schon als junger Mann Objekte für die Werbung konstruierte. Jordi Cases malte und zeichnete bevor er Skulpturen formte. Er arbeitete als Karikaturenzeichner für die führenden Animationstudios in Barcelona und als Illustrator für einige Verleger. Seit 1998 arbeitete er als Bildhauer und Modellbauer für führende Entwerfer und Künstler in Spanien und gestaltet auch klassische Modelle für Museen.

 

Auch aus dem europäischen Süden, aus Portugal,kommt Rita Da Costa.

Sie probiert sich in der Malerei ständig neu aus, aber alle Bilder strotzen vor Temperament. Entweder benutzt sie kräftige Farben, grobe und feine Strukturen oder wild aufgetragenen Flächen für ihre Kompositionen oder alles zusammen. Gelegentlich werden die Farben in grafischen Mustern gebändigt, um an anderer Stelle dynamisch auszubrechen.

Rita Da Costa hat gerade ihren Abschluss an der Universität der schönen Künste in Lissabon gemacht. Obwohl sie erst 29 Jahre alt ist, hat sie ihre Arbeiten schon weltweit präsentiert , wo sie in verschiedenen Sammlungen vertreten sind.

 

Edgar Jerzy Pill kommt aus Polen und auch aus einer Künstlerfamilie. Vater und Grossvater sind Maler und brachten ihm schon als Kind das Handwerkliche der klassischen Malerei bei. Später studierte Edgar Kunst an der Nicolaus Copernicus Universität in Thorn, wo er seinen Abschluss für Malerei und polychrome Holzskulpturen bekam.

Seit 2003 stellt er kontinuierlich aus und ist in seiner Heimatstadt inzwischen ein anerkannter Künstler. Nachdem er von seinem Vater die realistische Wiedergabe der Motive vermittelt bekam, entschied sich Edgar Jerzy Pill im Laufe seiner Entwicklung für die abstakte Malerei. Diese Werke sind hier in der Ausstellung zu sehen. Kleinteilig werden die Bilder aus unterschiedlichsten Formen zusammengesetzt, die sich in einigen Werken wie in einem Strudel auf eine Fläche zusammenziehen. Die Kompositionen, die grafischen Elemente und die Farbwahl erinnern an Paul Klee.

 

Art Ferrier ist Fotograf und kommt aus den USA. Seine Motive findet er in den Grosstädten der USA und Kanadas. Es handelt sich dabei aber nicht um kühle Architekturaufnahmen oder triste Betonwelten, er entdeckt vielmehr die lebendigen, bunten Seiten der Metropolen, die eher romantisch wirken. Man glaubt gar nicht wie viele Wände mit kräftigen Farben in Montreal oder New York zu finden sind. Diese Farbflächen sind auf seinen Fotografien ausschnittsweise zu sehen und sein geschultes Auge bildet in Kombination mit anderen Objekten abstrakte Kompositionen.

Art Ferrier arbeitet seit den 70ziger Jahren als Fotograf, gehört mehreren Verbänden auch Juror an. Er hat bisher vorwiegend in den USA ausgestellt und erfolgreich an diversen Wettbewerben teilgenommen.

Rita da Costa, Art Ferrier, Jordi Cases, Edgar J. Pill, SpY, Rainer Kranzusch
Februar-Ausstellung, Vernissage 6.2.09 19-22Uhr
06.02.09  -  04.03.09

John Nieman, Tubes

 

In dieser Ausstellung sind neben dem Bildhauer 1 Fotograf, 3 Maler und ein Künstler vertreten, der als Art Designer verstanden werden möchte.

 

Francisco González Diez, einer der beiden spanischen Maler dieser Ausstellung, ist auch Zeichentrickanimateur, Dekorateur und Restaurateur. Nachdem er sich im malerischen Bereich zunächst mit dem impressionistischen Stil auseinander gesetzt hat, widmet er sich heute dem abstrakten Expressionismus. Er experimentiert mit Materialien, Strukturen und grafischer Gliederung. Seine Arbeiten wurden bisher schon in renommierten Galerien in Europa (Italien, Spanien), aber auch in Südamerika (Argentinien) ausgestellt. In Deutschland können sie jedoch zum ersten Mal bewundert werden.

 

Soledad Santillanas ist auch Spanierin und Ihre Bilder kann man ebenfalls einem neuen Expressionismus zuschreiben. Ihre Bilder zeichnen sich durch kräftige Farben und Formen aus, mit denen Landschaften abstrahiert werden. Dynamische Linien umranden die einzelnen Bildelemente und bringen Ordnung in das Farbenspiel. Ihre Arbeiten sind ein Ausdruck von Temperament und einer positiven Sichtweise auf die Dinge. Die Künstlerin studierte Freie Kunst an der Universität Madrid und erwarb dort ein Stipendium für Landschaftsmalerei.

 

Die Fotografien der Ausstellung stammen von Tomasz Gulla. Der gebürtige Pole ist auch als Anwalt tätig und fotografiert "nur" in seiner Freizeit. Seit er aber in einigen großen, internationalen Ausstellungen vertreten war, einige Preise gewonnen hat und eigene Ausstellungen organisieren konnte, kann man nicht mehr von einem bloßen Hobby sprechen. Er selbst sagt, dass das Fotografieren seine eigentliche und große Leidenschaft ist, was hier zum Ausdruck kommen soll. Viele seiner Motive findet er in Industriegebieten und Häfen. Spiegelungen, Kontraste durch Licht und Schatten und viele andere Gestaltungsmerkmale zeichnen seine Fotografien aus und zeigen das Talent von Thomas Gulla aus jeder Szene eine besondere zu machen.

 

Der Amerikaner John Nieman kommt aus der kreativen Abteilung des Werbegeschäfts, was sich auch in seiner Malerei niederschlägt: die auf den ersten Blick fast foto-realistisch wirkenden Stilleben werden durch die besonderen Kompositionen, satten Farben, und starken Licht-Schatten-Spielen stilisiert wiedergegeben. Durch den Gebrauch von Wasserfarben und Pastellkreiden bewahrt John Nieman eine grosse Leichtigkeit in seinen Bildern. John Nieman hat schon viele Preise gewonnen und stellt sonst im Umfeld oder direkt in New York aus, wo er mit Frau und 5 Kindern lebt.

 

Alex Turco ist Italienier und versteht sich als Art-Designer. Er verbindet Fotografie mit anderen grafischen Gestaltungsmöglichkeiten und schafft auf diese Weise Raumelemente, die bewusst als Dekoration in der Innenarchitektur eingesetzt werden. In dieser Ausstellung zeigt er aber kleinere Formate auf Leinwand mit Motiven, die unserem sogenannten Zeitgeist entsprechen.

Metallische Effekte und Labels teurer Luxusartikel "veredeln" die Dargestellten. In seinen Werken schafft er ähnlich wie Jeff Koons ein Spiegelbild unserer Plastikwelt.

Die Nähe zur Modewelt wird deutlich, wenn Alex Turco jedes Jahr auf der Mailänder Modewoche seine neue Collection von Arbeiten präsentiert.

 

Hamish Horsley ist der Bildhauer in der Ausstellung. Er wuchs in Neuseeland auf, reiste später wie noch heute durch Asien und lebte 2 Jahre in einem Himalaya Kloster. Seit 20 Jahren liegt sein Wohnsitz in London, doch das Spirituelle des Buddhismus prägt sein Werk bis heute. Sein bekanntestes Projekt ist der tibetische Friedensgarten als Teil des "Imperial War Museums" in London, der vom Dalai Lama eingeweiht wurde und über den schon in verschiedenen Büchern und Publikationen berichtet wurde. Auch in Japan und in anderen Ländern sind öffentliche Skulpturen zu finden.

Hamish Horsley s Werke reflektieren seine Suche nach geistigem und ökologischem Bewusstsein. Sie sind abstrakt, leben durch ihre Form und Oberfläche, die die Eigenschaften des Steins betonen. Durch seine Arbeiten möchte er seinen Blick auf die Dinge an den Betrachter weitergeben.

Francisco González Diez, Soledad Santillana, Tomasz Gulla, Alex Turco, John Nieman
Dezember - Ausstellung, Vernissage 5.12.08 19-22Uhr
05.12.08  -  07.01.09