HOLTHOFF-MOKROSS Galerie

Die neuen Arbeiten des international ausgestellten Fotokünstlers Bernd Uhde führen einen konsequenten, nächsten Schritt in seiner künstlerischen Entwicklung fort. Bestanden seine bisherigen Serien aus einer offensichtlichen, geradezu narrativen Bildsprache – erzeugt durch die Aufsicht und seine Suche nach  malerischen Elementen – sind seine neuen Arbeiten grafische Kunstwerke, die den radikalen Weg in die Abstraktion suchen. Die Arbeiten erinnern an die Malerei im Stil des ›Colourful Paintings‹ 

Im Unterschied zur Malerei des abstrakten Expressionismus jedoch bildet Bernd Uhde die Wirklichkeit  ab – allerdings und vor allem in seinen neuen Arbeiten in ihrer ästhetischsten Abstraktion. Farbfelder,  in besonderer Anordnung, werden durch den Künstler mithilfe seiner Technik sichtbar gemacht.  Er fotografiert Landschaften so, wie sie der Mensch durch sein Wirken in der Natur hinterlässt.  

27. Februar – 1. April 2017

Bernd Uhde
Farbfelder
24.02.17  -  01.04.17

ALEXANDRA VOGT ist international bekannt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Künstlerin (*1970 in Mussenhausen) ist Malerin, Fotografin und Videokünstlerin. Vogt studierte an der Akademie der Bildenden Künste München, der Glasgow School of Art und an der Kungliga Konsthögskolan Stockholm. 

Die Bilder der Künstlerin zeigen Gesichter und Frauengestalten. Vogt schafft mit einfachsten Mitteln archetypische, fast maskenhafte Figuren. Kein überflüssiges Detail, kaum Farbe. Doch die meisten dieser Bilder sind Übermalungen und die Zeichnung des ursprünglichen Bildes bleibt weiterhin sichtbar, so dass sich bei genauerer Betrachtung ein sehr viel feineres Bild ergibt als es zunächst den Anschein macht.

Diese Ausstellung ist eine Kooperation zwischen HOLTHOFF-MOKROSS und BARUTZKI DESIGN. Die Ausstellung findet in den Räumlichkeiten der Agentur in der Virchowstr. 12/14 statt. 

 

Vernissage

Freitag, 10. Februar 2017 . 19 h

 

Ausstellung

Samstag, 11. Februar 2017 . 12-18 h

Sonntag, 12. Februar 2017 . 12-16 h          

und nach Vereinbarung

ALEXANDRA VOGT
Malerei
10.02.17  -  12.02.17

Thema der diesjährigen Gruppenausstellung PAPER WORKS – die bereits zum vierten Mal stattfindet - ist „Illustration“. Wir zeigen 17 Künstler und ihre Positionen.  

 

Jutta Bauer . Gaby Bergmann . Larissa Bertonasco . Joseph Beuys . Jens Bonnke . Eiko Borcherding . FRANEK . Karlotta Freier . Pierre von Helden . Martin Kippenberger . Judith Mall . Til Mette . Jub Mönster . Claudia Rößger . Markus Vater . Franz Zauleck . Muriel Zoe

PAPER WORKS #004
03.12.16  -  31.01.17

Rudi Kargus spielt in seinen Arbeiten mit unseren Sehnsüchten - ohne diese zu erfüllen. Er beschreibt einen Stillstand, die Katharsis vom ausgehaltenen Leben, vom Zusammenbruch der stabilisierenden Ordnung, vom Warten auf etwas Unbestimmtes. Seine Malerei ist anarchisch, irritierend und voller Brüche. Wir erkennen leise, zaghafte Kritik an den Umständen. Das Außen löst sich auf, die ideologische Fassade ist eingestürzt und das Versprechen auf Glück scheint gebrochen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Vita 

1952__geboren in Worms am Rhein1971-89__Profifußballspieler beim  Hamburger SV und anderen Vereinenseit 1996__intensive Beschäftigung  mit der Malerei,diverse Schulungen bei verschiedenen Dozenten, u.a. Prof. Lüpertzseit 1997__enge Zusammenarbeit mit dem Kunstdozenten Jens Hasenberg

 

 

 

 

 

Rudi Kargus
Yell
28.10.16  -  22.11.16

Nach vielen Jahren – in denen sich die Berliner Künstlerin Helma Petrick kaum der Öffentlichkeit gezeigt hat – freuen wir uns außerordentlich HELMA in der HOLTHOFF-MOKROSS Galerie in Hamburg zu präsentieren. 

 

In der Malerei von HELMA werden Grenzen der Wirklichkeit überschritten. Realität und Traum vermischen sich zu einer poetisch-fantastischen Atmosphäre. Die surreal anmutenden Szenerien ihrer Werke, in akribisch und meisterlicher Perfektion gemalt, spielen mit einer schönen und gleichzeitig unheimlichen Innen- und Außenwelt. Der Betrachter spürt dies intuitiv, ohne jedoch eindeutige Erklärungen dafür zu finden. 

HELMA (geb.1940 in Berlin) zählt zu den großen Damen der deutschen Kunstlandschaft. Ihre Arbeiten sind Sammlungsbestandteil einiger namhafter Kunstsammlungen – u.a. in der Sammlung Ulla Pietzsch, der Sammlung Jutta und Manfred Heinrich (Maulbronn) oder im „Neuer Berliner Kunstverein“. 

 

 

HELMA
Eine neue Zeit
10.09.16  -  22.10.16

Vive les vacances!

 

Beim Betrachten von Inka Büttners Collagen kommt mir eine Zeile aus Wallace Stevens Gedicht "Prologues to what is possible" in den Sinn: Der amerikanische Dichter, in dessen Poesie oftmals ein Möglichkeitsraum durch die Kollision des Unbewussten mit der Realität entsteht, fantasiert darin über ein steinernes Boot. Die Steine sind leicht, sie wiegen nichts. Daher weist das Boot "a brilliance of unaccustomed origin" auf. Und der Passagier verlässt damit bekannte Gefilde. Jene so ungewöhnliche wie brillante Originalität zeichnet auch das Werk von Inka Büttner aus. Es lässt ihre Collagen so suggestiv wie eigenartig, so anzüglich wie beiläufig erscheinen. Sie verweisen sowohl auf die Künstlerin selbst als auch auf die Geschichte der Collage schlechthin und zeigen uns trotzdem unbekannte Gewässer.

 

Es darf gerätselt werden, warum nur die wunderschön anzusehenden, übereinandergeschlagenen Beine einer sitzenden Frau zu sehen sind. Der Rest ihres Körpers bleibt abgeschnitten. Eine der beiden hochhackigen Sandalen steht auf einem Wasserschlauch. Auf dem anderen Bein docken demnächst zwei große, abgegessene Wassermelonenschalen an, wie Raumschiffe bei der Mondlandung. Oder werden sie von der kirschroten Sandale in die Luft gekickt, schweben wie Ballons? Jedenfalls stimmen die Proportionen und die Kulissen in diesen Collagen nie so ganz. Wohlstandsmüll taucht auf. Sein Farbgehalt wirkt stets gedämpft, hingetupft, nie Paintballmäßig grell.    

 

Kleine Störungsmanöver lenken von der Handlung ab, regen die Sinne an, bereichern Büttners Bildsprache: Die bunten, konfettihaften Papierlocherpunkte auf einer Fotografie, die eine unscharfe Straßenszene zeigt, womöglich in Paris. Unten rechts schiebt sich eine Art-Deco-Villa ins Bild, wie man sie aus Los Angeles kennt. Die ausgelassene Stimmung scheint die neue mit der alten Welt zu verbinden.  

 

Zuhause wartet Unheil in der Post: Ein Schlangengezücht hängt vor einem Briefkastenaufbau. Der Aufbau erinnert an bundesdeutsche Hochhaus-Sammelbriefkästen. Flaue Gefühle statt Idylle. So schnell wie sie aufkommen, verfliegen sie wieder. Inka Büttner lässt sich immer von den Schiffshörnern ihrer Heimatstadt Hamburg inspirieren. Mit ihnen schweift sie in die Ferne: Schon in der nächsten Collage lädt das spektakelnde Wesen einer Großstadt zum Abtauchen ein, ihre Lichter und Skylines, man muss unweigerlich an pulsierendes Leben und die Möglichkeiten von Anonymität denken; darüber Vorhänge, von einer Requisitenhand werden sie zu- und aufgezogen. Ein Spiel mit unseren Illusionen.

 

Aus dem Mythenhut der Popkultur zaubert Inka Büttner ungeahnt Neues hervor. Den bekannten Posen und Ikonen entsteht so eine sinnvolle Konkurrenz:   Alain Delon, der eiskalte Engel, steht plötzlich im Regen. Oder sind es Tränen der Wut, die jemand weint?

 

Büttner folgt einer Frau, die nur mit einer Jacke und in Stiefeletten durch eine Wiese geht. Der Fokus richtet sich auf ihren wundervollen Hintern. Ein Klecks umhüllt ihren Oberkörper, beschützt sie vor allzu aufdringlichen Blicken.

 

Eine andere Figur unter einem Badetuch bleibt vollständig im Dunkeln. Macht gar nix,   sie steht mitten in einem explodierenden Wolkenband aus Zuschreibungen und Nadelbäumen.

 

Nacktheit und Bekleidung, Erotik und Kunstwillen ringen miteinander, den Ausgang lässt Inka Büttner offen. Deshalb bleiben ihre Ferien spannend.  

 

Julian Weber  

INKA BÜTTNER
vive les vacances
03.06.16  -  16.07.16

Der international arbeitende und angesehene Künstler Jan Holthoff reüssierte als Meisterschüler von  Herbert Brandl - im Anschluss an sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf. 2011 bis 2013  unterhielt Holthoff ein Atelier in Brooklyn, New York City. Unt

2013 wurde Jan Holthoff - der in Düsseldorf lebt und arbeitet - mit dem Douglas Swan Kunstförderpreis ausgezeichnet.

 

VITA JAN HOLTHOFF  

1977 in Duisburg geboren2006  Promotion zum Dr. iur mit der   interdisziplinären Dissertation "Kulturraum Europa", Schriften zum Kunst- und Kulturrecht, Band I; Hrsg. u.a. Prof. Peter Lynen, Staatliche Kunstakademie Düsseldorf, CIAM; Erschienen in: Nomos Verlag, Baden-Baden; Dike Verlag, Zürich; facultas.wuv Verlag, Wien2002-2008  Studium Freie Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Gerhard Merz, Helmut Federle und Herbert Brandl. Er schloss das Studium mit dem Akademiebrief (Diplom) ab und wurde von Herbert Brandl zum Meisterschüler ernannt.2011-2013  Atelier in Brooklyn, New York CityEINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)  

2017  Jan Holthoff, Galerie Wittenbrink, München2016  Back and Forth, HOLTHOFF-MOKROSS  Galerie, HamburgTwisted Moment, Graeser Schmidt Contemporary Art, KölnIntervention und Verortung (mit Bruno Kurz), P13 Galerie, HeidelbergParallel zur Natur, Galerie Weick, Düsseldorf2015  Shaping the Indeterminacy, Galerie Schütte, Essen  Vom Möglichen zum Wirklichen, Raumsechs, DüsseldorfTraces, Kunstverein Plauen, Plauen2014  Shifting Vacuum, Lehr Zeitgenössische Kunst, BerlinFlickering, Martina Kaiser Cologne Contemporary Art, KölnFrozen Gestures, Galerie Wittenbrink, MünchenOpen Forms, Galerie Weick, Düsseldorf2013  Wetterhorn Project, Künstlerverein Malkasten, DüsseldorfFrozen Gestures, fuchs projects, New York City, USAMental Spaces, Lehr Zeitgenössische Kunst, KölnSubjective Matter, Galerie Börgmann, MönchengladbachDouglas Swan Förderpreis, August Macke Haus, Bonn2012  The Chemical Landscape, Ethan Pettit Contemporary, New York City, USA2011  Broken Vistas, Lehr Zeitgenössische Kunst, KölnZwischen Abstraktion und Gegenstand, Kunstverein Aurich2010  On a Clear Day, deutsches haus, New York City, USAStereo, Kulturforum Alte Post (mit Kathrin Ahlt), NeussStill it Shines, Galerie Börgmann, KrefeldLost Place, Blue Mountain Gallery, New York City, USA2009  In Dialogue with Structure,schreier & von metternich fine arts, DüsseldorfBeyond the Surface, Galerie Gora, Montreal, KanadaRiding the Snake, Galerie Wittenbrink, München2008  Jan Holthoff, schreier & von metternich fine arts, DüsseldorfJan Holthoff, Kunstraum Rauchsalon, Wien, Österreich"2007  Jan Holthoff, cubus kunsthalle, DuisburgJan Holthoff, Galerie Pesch, DuisburgJan Holthoff, Kunstverein Duisburg

GALERIEVERTRETUNGEN  BerlinLehr Zeitgenössische KunstGroßbeerenstraße 1610963 BerlinTel.: +49 30 21 918 873www.lehr-galerie.deMünchenGalerie WittenbrinkTürkenstr. 16D-80333 MünchenTel.: +49 89 26055-80Fax: +49 89 260-58-68www.galeriewittenbrink.deKölnMartina Kaiser Cologne Contemporary ArtBismarckstrasse 5050672 KölnTel.: +49 178 783 3990www.galeriemartinakaiser.deDüsseldorfGalerie WeickMannesmannufer 740213 DüsseldorfTel.: +49 211 - 86 811 86www.galerie-weick.comMönchengladbachGalerie BörgmannWallstraße 741061 MönchengladbachTel.: +49 160 3600957www.galerie-boergmann.comNew York Cityethan pettit gallery10 Eighth AvenueBrooklyn NY 11217, USA  Tel.: 001 347-578-3041www.ethanpettit.com

Jan Holthoff
Back and Forth
01.04.16  -  14.05.16

Die Künstlerin FRANEK thematisiert in ihrem neuem Werkzyklus "paradise under control" die Kindheit - als Metapher dafür steht das Paradies. Alles scheint ohne Angst und Misstrauen, die beängstigende Überwachung (Drohnen) hat dabei in die heile Welt schon lange Einzug gehalten.    

 

Waren es früher oftmals Arbeitsprojekte in fremden Ländern und Kulturen, so sind es jetzt eher Werkzyklen, die thematisch und bildnerisch Bezug nehmen auf die Geschichte der Künstlerin, auf die Dinge, die sich um sie herum abspielen.  

 

FRANEK, deren Arbeiten im Deutschen Bundestag in Berlin hängen, studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, ihre Arbeiten sind in über 30 Sammlungen und Museen vertreten. Vor kurzem erschien ihr Buch "als die Soldaten Schäfer waren" im nicolai Verlag.

 

FRANEK lebt und arbeitet in Berlin und Radegast.

 

Eckhart Gillen im Gespräch mit der Künstlerin in: FRANEK "als die Soldaten Schäfer waren", S. 217 ff, nicolai Verlag 2015

" ... Auf den zweiten Blick zeigt sich zwischen den wunderbaren Seifenblasen die Drohne. Das ist überhaupt das Eindrucksvollste an diesem Buch, an diesen Bildern, dass Du genau dieses Kippmoment zum Ausdruck bringst: Wir glauben alle an eine heile Welt, wir sind alle offen, wir wollen uns in diese Welt begeben ohne Misstrauen, ohne Angst, und wir sind uns dennoch ständig bewusst, wie illusionär unser Idealismus ist. Das, was Ernst Bloch zum Ausdruck brachte, wenn er sagte, es gibt kein Paradies, aber eine Ahnung davon haben wir alle einmal erlebt in unserer Kindheit, wird sichtbar in Deinen Bildern."

 

2015 erschien eine umfassende Kollektion des Werkes von CAN Gründer Irmin Schmidt - eine 12er CD Box mit dem Titel ELECTRO VIOLET - inklusive seiner Solo Arbeiten und Film-Musiken.

 

Unveröffentlichter Track: WHY NOT hier: vimeo.com/140667655  

Das Cover-Artwork der Box ist eine Reproduktion des Bildes BÄRENKUSS 5 (2001, Mischtechnik auf Leinwand,142 x 122 cm) der Künstlerin FRANEK, eine langjährige Freundin Schmidt"s.  

 

Die  Arbeit  wird in der Ausstellung erstmalig in Hamburg gezeigt.  

FRANEK
paradise under control
12.02.16  -  26.03.16

Drucke . Grafiken . Zeichnungen . Collagen

 

Künstler

Antoni Tàpies . Almut Heise . Benjamin Appelt . Claudia Rößger . Egle Otto .  Eiko Borcherding . FRANEK . Gabriele Walter . Günther Rost . Heinke Both . Ignacio Burgos .  Inka Büttner . Jan Holthoff . Joanna Paljocha . Joseph Beuys . Jub Mönster . Kathrein Bothe .  Martin Kippenberger . Magdalena Rysopp . Muriel Zoe . Nina Hotopp . Olga Czewska . Patrick Sellmann . Stefan Pertschi . Swaantje Güntzel

 

Abbildung: FRANEK . Schmetterlingsfänger 3 . Mischtechnik auf Papier . 65 x 88 cm . 2005

 

 

 

 

25 Künstler / über 80 Kunstwerke
04.12.15  -  30.01.16

Der Künstler Hieronymus Proske beschäftigt sich in seiner Malerei mit Licht und Reflexionsphänomenen. Zu seinen Sujets gehören Landschaften, Akte und Kindheit.Er formt in seinen Bilderwelten eine künstlerische Position, deren Grundlage das Prinzip der Unschärfe ist. Dabei wirft er die Frage auf, was ein Bild wiedergeben kann: Individuelle  Erinnerungen, reale Sachverhalte oder eine Kombination aus beidem.  

Die Schönheit und Ästhetik seiner direkten Umgebung reizen den Künstler; ganz unaufdringlich vertraut er dem Betrachter seine Idee von Kunst an. Aber er lässt Raum für die eigene  Interpretation unserer persönlichen und individuellen Erlebnis- und Erinnerungszeit.  

Hieronymus Proske wird auch auf der diesjährigen Affordable Art Fair zu sehen sein Stand C2 / HOLTHOFF-MOKROSS Galerie).  

Hieronymus Proske
09.10.15  -  22.11.15

Vernissage: 28. August 2015 . 19.00 - 22.00 hThomas Holthoff im Gespräch mit Katharina Wilke, 2013

 

Wie würden Sie ihre Kunst beschreiben?

Zwei Dinge interessieren mich. Zum einen abgelegte Sachen nochmals zu benutzen. Alte Bilder, Dias, auf denen das Leben aus

den 60er / 70er Jahren dargestellt wird. An den Bildern, die die Grundlage meiner Kunst bilden, mag ich diese oftmals

dargestellte alltägliche Absurdität. Witzige, ironische Schnappschüsse, die sich an andere ästhetische Regeln halten.

Zum anderen interessiert mich die damalige Verortung der Handarbeitenden Hausfrauen im stillen Kämmerlein, denen wenig

zugetraut wurde. Schon gar nicht, dass Handarbeit nicht nur ein Handwerk, sondern weitaus mehr sein kann, aber vor allem

keine weibliche Attitüde.

 

Das möchte ich verbinden, möchte private Dinge, die achtlos zur Seite gelegt wurden, sichtbar machen, der Öffentlichkeit

zeigen. Und das Sticken raus aus der heimatlichen Umgebung holen.

 

Und warum dann die Stickerei?

In den 60er / 70er Jahren begann die Welle der Emanzipation, die Frauen gingen raus. Wenn Sie so wollen gibt meine

Stickerei den Motiven eine Seele, macht aus arg sorglos weggeworfenen Dias, ein Unikat. Ich emanzipiere die Bilder, die

Frauen auf meine Art.

 

Viele ihre Arbeiten sind unverkäuflich, selten sind Arbeiten von Ihnen zu erwerben. Warum ist dies so?

Ich schaffe nicht bewußt Knappheit, aber ich möchte dass mich einige Arbeiten begleiten. Einige Arbeiten tun dies sehr

lange, manche sicherlich ein Leben. Ein Bild liest sich für mich wie ein Tagebuch, ich weiss genau wann, wo und wie ich

gearbeitet habe.

 

Ich las vor kurzem in einem Museumskatalog ihrer Ausstellung einen bemerkenswerten Satz über ihre Arbeiten.

Wie lautet der gleich nochmal bitte.

Übereinanderlappende Jahrzehnte, zusammengefügte Ebenen und Techniken ergeben ein Ganzes - welches im Gegensatz zu der

Schnelligkeit und Technik der Gegenwart - in minimaler Geschwindigkeit durch Handarbeit mit  Wolle und Garn geradlinig überschwemmt wird.

Katharina Wilke lebt und arbeitet in Bielefeld  

 

Katharina Wilke
Das letzte Gestern war anders
28.08.15  -  03.10.15

Die wesentliche Auseinandersetzung im Werk der aus Brasilien stammenden Künstlerin  Isabelle Borges besteht in der Zerlegung und Neuordnung substanzieller geometrischer Formenund Formkonstruktionen.

"Es geht mir um den Raum hinter dem Raum, um Raumschichten, aber auch um Zwischenräume. Ich meine Raum nicht leer, als einen Ort zwischen A und B, sondern eher als eine Art bewegten Gewebes, welches sich mehrmals gefaltet und sich drehend, in vielerlei Schichten und Verhältnissen unserer augengesteuerten Realität entzieht. Die von mir dargestellte Räumlichkeit entsteht aus der Faltung bewegter Flächen."

Isabelle Borges lebt und arbeitet in Berlin. Wir freuen uns sehr, die Arbeiten von Isabelle Borges  erstmalig in Hamburg zu präsentieren.  

VITA

geboren in Salvador / Brasilien, lebt und arbeitet in Berlin  1989 - 1992  Escola de Artes Visuais - Rio de Janeiro1992   - 1993  Atelierassistent bei Sigmar Polke, Köln1994   - 1995  Atelierassistent bei Jack Ox und Antonio Dias, Köln1995   - 1997  Kunstakademie Düsseldorf, bei Prof. Christian Megert  

EINZELAUSSTELLUNGEN (Auszug)

2014   -   Dobras Silenciosas - Galeria Paralelo / Sao Paulo (Katalog)2014   -   Interchangeable Templates / Isabelle Borges + Amelie Grözinger / Smac Projektraum für Kunst / Berlin  2013   -   the arrow of time  (kuratiert von Tereza de Arruda)  - Museo Brasileiro da  Escultura / MUBE / Sao Paulo  2013   -   Isabelle Borges.+ Bernd Hahn - Galerie alte Schule / Ahrenshoop / Germany2012   -   Suchmaschine läuft / works on paper - Galerie Exhibeo / Berlin  2011   -   Der unsagbare Raum - Kunstverein Meiningen / Meiningen / Germany  (Katalog)2011   -   the arrow of time (intro) - Galerie im Tempelhofmuseum / Berlin (Katalog)  

GRUPPENAUSSTELLUNGEN (Auszug)

2015 -   International Standard / Wall pieces - Geisberg / Loop-raum Berlin  2015   -   Inaugural Exhibition / Galerie Patrick Ebensperger / Wien2015   -   A Painting-Show / Galerie Patrick Ebensperger / Berlin2014   -   Außer der Reihe - Galerie Eigen + Art / Leipzig  2014   -   Orte / Nicht-Orte / Kunstverein Uelzen / Museum Schloss Holdenstedt /  Uelzen  2014   -   Restatement - Galerie Schütte / Essen  2013   -   Borges - Budet - Popescu - Galerie Eigen Art Lab / Berlin  2013   -   So abstrakt ! the Wand / Berlin  2013   -   mixed signals / part II Kunstverein Ulm / Ulm (Katalog)2013   -   How lonely does it get ? ... dumm dumm dumm da do dumm dumm Black  bridge off space / Beijing Heiqiao  2013   -   on Paper   - Galerie Eigen Art Lab / Berlin  2013   -   Borges - Budet - Popescu - Galerie Eigen Art Lab / Berlin  2013   -   Berliner Salon / part II (21 Painter from Berlin)   Kunsthaus Meiningen    

Isabelle Borges
Imbalance of nature
09.05.15  -  20.06.15

Wir freuen uns Ihnen die neuen Arbeiten unserer Hamburger Künstlerin Gesine Englert zu präsentieren. Mit ihrem so typischen Spannungsspiel zwischen Aggression und Poesie verstören ihre Werke auf den ersten Blick, entfalten beim genaueren Hinschauen aber eine außergewöhnliche Kraft, dem sich der Betrachter schwerlich entziehen kann.

 

Gesine Englert ist eine Malerin, deren Bilder ohne Skizze oder Vorzeichnung entstehen. Das Radikale in ihrer Bildsprache bildet sich im Arbeitsprozess, intuitiv und unmittelbar. Dabei beherrscht sie das Chaos, gibt ihren Figuren Halt und Seele.

 

 

Gesine Englert
Faces
20.02.15  -  28.03.15

Wir zeigen in der Gruppenausstellung paper works #002 Originalgrafiken, Drucke und Zeichnungen aus europäischen Sammlungen und Künstlern unserer Galerie.

Abbildung: Antoni Tàpies . 1987 . Farblithographie . Auflage 100 . 103 x 73,5 cm  

 

Gaby Bergmann . Joseph Beuys . Almut Heise . Nina Hotopp . Stefan Oppermann . Claudia Rößger . Antonie Tàpies . Muriel Zoe
paper works #002
13.12.14  -  31.01.15

Im Mittelpunkt der Ausstellung ANDERWELT steht der Mensch in Bezug

zu seinem Umfeld. Die künstlerischen Positionen befinden sich in einem

Spannungsfeld zwischen Realität und Verfremdung. Die Figuren in den

Arbeiten scheinen isoliert und nach innen gekehrt, die Bildsprache oftmals

rätselhaft und zeitlos.

 

Die Gruppenausstellung mit dem Titel ANDERWELT zum einjährigen

Bestehen der HOLTHOFF-MOKROSS Galerie zeigt zeitgenössische Kunst zu dem oben beschriebenen Thema.

 

Abbildung: Stefan Oppermann . Haubenträger (Kerker) . 2007 . Acryl auf Nessel . 50 x 40 cm  

Marc Bronner . Friedrich Einhoff . Almut Heise . Rudi Kargus . Marc Lüders . Annette Meincke-Nagy . Jub Mönster . Stefan Oppermann . Claudia Rößger . Katharina Wilke
ANDERWELT
31.10.14  -  06.12.14

Seltsam still, ohne jegliche Extrovertiertheit, schauen die Skulpturen durch den Betrachter hindurch und scheinen im Außen kein Interesse zu haben. Die Büsten von Annette Meincke-Nagy wirken wie aus einer eigenen Welt. Zeitlos wandeln sie wie Tagträumer durch die (Kunst)Geschichte. Es entsteht ein geheimnisvolles, faszinierendes Spiel zwischen Distanz und Präsenz. Vielleicht erhalten wir durch die Arbeiten der Künstlerin auch einen kleinen Blick in unseren eigenen Seelenzustand. Die plastischen Bildfindungen sind eine Hommage an die Schönheit und Würde der menschlichen Physiognomie. "Sich in ein Gesicht hineinzubegeben, wie in eine Landschaft, das ist es was mich reizt."

 

Annette Meincke-Nagy studiert Gesichter in ihrer eigenen Umgebung und führt die Ästhetik alter Meister der Portraitmalerei fort. Die Künstlerin hat bei Almut Heise und Friedrich Einhoff studiert.

 

Vernissage: 29. August 2014 . 19-22 Uhr  

VITA1965  geboren in Bonn, aufgewachsen in Dänemark, Frankreich, Hollland1984-1985  Universität Lausanne, Schweiz1985-1986  Hochschule für Bildende Künste Budapest, Ungarn1986-1991  Fachhochschule Hamburg, Fachbereich Gestaltung, bei Friedrich Einhob und Almut Heise1987  Sommerakademie Salzburg, Malerei, bei Johannes Grützke1993  DiplomSeit 1993  Freischaffend in Hamburg1999-2001  Stipendium "Die Zwölf” , Hamburg2006  Dozentin für die Begabtenstipendiaten der Lichtwarkgesellschaft1999-2008  Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg,  Fachbereich Gestaltung  

Annette Meincke-Naqgy
Ansichten
30.08.14  -  25.10.14

"Die Begegnung meiner Selbst mit der Spiegelung auf der bewegten Wasseroberfläche hat mich lange beschäftigt. Mein Spiegelbild ist so anders als das Bild, das ich von mir habe. Das Abbild erscheint verzerrt, es wird abstrakt. Die Farben bleiben gleich, ich selbst scheine ein anderer zu sein: Ich selbst zwischen "Sein und Schein". Die Beschäftigung mit den Bildwelten des gebrochenen Abbildes, führte mich zu einer weiteren Auseinandersetzung mit der Zwiespältigkeit und Gebrochenheit der Welt und der menschlichen Existenz : Der Mensch zwischen "Sein und Schein". Ich möchte in meinen Bildern Bezüge zu Menschen aus meiner Umgebung sowie zu aktuellen Geschehnissen und Berichten aus den Medien herstellen, mein Interesse und meine Berührtheit deutlich machen." Jan Köhnholdt    

Titelbild:  ENTSPANNT . 2012 . Acryl/Öl auf Leinwand . 180 x150 cm  

 

VITA1977 geboren in Hamburg

1997 -  2001 Auslandsaufenthalte in London und Sevilla

2000- 2001 Besuch der Escuela des artes applicades, Seville

2003- 2009 Studium der greinen Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien, Prof. Hubert Schmalix, Prof. Peter Dressler, Prof. Amelie von Wulffen

2009 Diplom, magister artium    

 

Jan Köhnholdt
Flüchtige Realitäten
07.07.14  -  31.07.14

Bremer Meistermaler zu Gast in Hamburg

Der Bremer Künstler Jub Mönster ist bekennender Sympathisant der neuen Frankfurter Schule. Ob collagenartige Malerei, inszenierter Realismus, der nur auf den ersten Blick stimmig erscheint bis hin zu detailverliebten Kugelschreiberarbeiten sein Gesamtwerk ist vielfältig und beeindruckend.  

"Jub Mönster ist ein Freund des Speziellenim Beiläufigen. Er sucht und entdeckt versteckte Geschichten in Fotofunden, erweckt Pointen und Anekdoten in Zeichnungen und Malerei.  

(Dr. Rainer Beßling, Kulturjournalist, Bremen)

"Auf seinen Bildern kontrastiert, kollidiert das Realistische - man könnte auch sagen, das Vertraute oder Wiedererkennbare - mit dem Fiktiven..." (Prof.Dr. Bernd Küster, Direktor der Museumslandschaft Kassel)  

Erstmals in Hamburg zeigen wir eine Retrospektive des Künstlers. Nach vielen nationalen und internationalen Ausstellungen wird es Zeit, den Bremer Künstler in Hamburg willkommen zu heißen.  

Jub Mönster
Er kam in das Staunen gar nicht mehr rein
23.05.14  -  04.07.14

Nina Hotopps Malerei widmet sich seit vielen Jahren dem Thema Mensch. "Mein Kunstinteresse wurde schon immer von kritischen, sozialpsychologischen Themen geleitet. Mich beschäftigt dabei vor allem der Mensch als komplexes Individuum in der Gesellschaft."

 

In ihren Arbeiten, die vordergründig Sittengemälden ähneln, zeigt die Künstlerin eine auf den ersten Blick trügerische Idylle. Beim näheren Betrachten offenbaren sich jedoch nicht konkret verortbare Figuren, die von innerer Zerrissenheit getrieben zu sein scheinen. Nina Hotopps Bilder zeigen auf verwirrend subtile Art versehrte und isolierte Geschöpfe,die uns allmählich einen Blick hinter ihre Fassaden erlauben. Ihre Werke erzählen von dem "schmalen Grat zwischen Schein und Sein ". So sind es irritierende Bilddetails, die erst bei genauerem Hinschauen sichtbar werden. Gebannt und hingerissen blicken wir dabei als Betrachter auf seltsam entrückte Menschen, deren Geschichte sich nur erahnen lässt.

 

Vita

1969 geboren in Hamburg

1990 - 95 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg

1995 Diplom in Illustration bei Prof. Rüdiger Stoye

2001-2007 Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg

 

Lebt und arbeitet als freischaffende Malerin in Hamburg

 

NINA HOTOPP
So tief ist dieser Abgrund nicht
04.04.14  -  17.05.14