Galerie Vera Munro

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir freuen uns Sie auf unsere erste Ausstellung mit Hanns Kunitzberger aufmerksam zu machen.

 

Geboren 1955 in Salzburg. Studium am Mozarteum Salzburg von 1971-1982. Nach seinem Diplom für Bühnenbild, Kostüm, Theatermalerei studierte Kunitzberger Theater- und Filmregie. Ab 1983, neben der Tätigkeit für Theater und Film, nehmen Malerei und Plastik einen wesentlicher werdenden Schwerpunkt in seinem bildnerischen Schaffen ein. Die Malerei wird 1991 zu seiner Haupttätigkeit. Seit Oktober 2009 lebt und arbeitet Hanns Kunitzberger in Berlin.

 

In seinen Arbeiten entzieht sich Hanns Kunitzberger der Abbildung einer gegenständlichen Außenwelt und erschafft dadurch Abbilder einer reinen Bildhaftigkeit. Durch das Fehlen zeichnerischer oder formalkompositorischer Elemente gehen seine Bilder an die Grenze der Wahrnehmung, die das Verhältnis von Sichtbarem und Unsichtbarem ausloten. Zwischen Materie und deren Abwesenheit eröffnen Kunitzbergers Arbeiten dem Betrachter so eine einzigartige Wahrnehmung des Bildraums. In den dünnen, Schicht um Schicht lasurartig aufgetragenen malerischen Ebenen aus Ölfarbe, entfalten sich Kraftfelder einer Malerei, die durch Empfindsamkeit und Stärke gleichermaßen berühren.

 

Hanns Kunitzberger hatte in den letzten Jahren beeindruckende Ausstellungen in Museen,

u.a. 2005 im MAK Wien, 2005 im Dom-Museum Wien, 2006 im Künstlerhaus Wien, 2009 im Zollamt/MMK Frankfurt, 2014 in der Kunsthalle Emden, 2015 im Museum Wiesbaden und 2015/16 in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, wo sich über ein Jahr drei seiner Gemälde ganz gezielt im Dialog mit Werken der Sammlung des 14. und 15. Jhdts. befanden.

 

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.  

Mit freundlichen Grüßen,

 

Galerie Vera Munro

HANNS KUNITZBERGER
Malerei
31.03.17  -  30.06.17

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Large Drawings 1989/1990 und eine Bleiarbeit” von Günther Förg (1956 – 2013) einladen.

Seit Mitte der 1970er-Jahre entwickelte er ein komplexes Werk, in dem Malerei, Fotografie, Skulptur und Papierarbeiten gleichberechtigt neben- und miteinander agieren beziehungsweise sich gegenseitig beeinflussen.

Zwischen 1988 und 1990 produzierte Günther Förg die Serie „The Large Drawings“, eine Gruppe von großformatigen, vertikalen Arbeiten mit Acryl auf Canson Papier. Die 260 x 150 cm großen Blätter basieren auf einer formalen Idee mit einer reduzierten Komposition, in der zwei Farbflächen mit einander konfrontiert werden. Die transparenten Farbschichten lassen darauf Oberflächen entstehen, die einen illusionären Bildraum erzeugen. Mit ihrem zügigen Farbauftrag demonstrieren sie Förgs eigenwilligen Umgang mit Farbe und Bildträger. Sie zelebrieren das Prinzip der Serie und heben gleichzeitig die Objekthaftigkeit des Bildes hervor.

 Günther Förg ist einer der bedeutendsten Maler seiner Generation. Seine Arbeiten befinden sich in international wichtigen Museen und Sammlungen. Er wurde in zahlreichen wichtigen Einzelausstellungen in Europa und Übersee gezeigt u. a. im Stedelijk Museum Amsterdam, Museum van Hedendaagse Gent, Museum der Bildenden Künste Leipzig, Kunstverein München, Fridericianum Kassel, Kunsthaus Bregenz, Kunstverein Hannover, Reina Sofia Madrid, Museum Haus Lange Krefeld, MOMA New York. Er war in zahlreichen Gruppenausstellungen vertreten, wie z. B. Documenta IX, Metropolis, Bilderstreit, Von hier aus etc. Förg war Professor am ZKM Karlsruhe und an der Kunstakademie in München.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Mit freundlichen Grüßen, 

Ihre Galerie Vera Munro

GÜNTHER FÖRG
Large Drawings 1989/1990 und eine Bleiarbeit
23.11.16  -  28.02.17

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie auf unsere Ausstellung der neuesten Arbeiten von Jean-Marc Bustamante aufmerksam zu machen.

Jean-Marc Bustamante, 1952 in Toulouse geboren, lebt und arbeitet in Paris. Er war Teilnehmer an der Documenta 8, 9 und 10 und gestaltete 2003 den Französischen Pavillon auf der 50. Biennale in Venedig.

Seine Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Sammlungen und Museen vertreten, wie z.B. in der Kunsthalle Bern, dem Museum Haus Lange (Krefeld), dem Centre Pompidou, dem Stedelijk Museum (Eindhoven), der Renaissance Society (Chicago), dem Kunstmuseum Wolfsburg, der Galerie Nationale du Jeu de Paume (Paris), der Tate Gallery (London), dem Centre National de la Photographie (Paris), dem Kunstmuseum Luzern, den Deichtorhallen Hamburg sowie dem Kunsthaus Bregenz.

Bustamante unterrichtet an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts im Bereich Multimedia und seit 2010 an der Akademie der Künste München Malerei und Grafik.

In unserer Ausstellung werden neue Arbeiten des Künstlers erstmals präsentiert. Die Arbeiten kreisen um die Frage, was Malerei, was eine Zeichnung oder eine Skizze überhaupt ist und sein kann. Ähnlich wie bei seinen Arbeiten auf Plexiglas, erfassen die Blätter den Ausdruck der Zeichnung und führen dabei gleichzeitig in die Malerei. Mit der von Bustamante fokussierten Farbe werden Bildräume erzeugt, die sich in unerwarteten Erscheinungen zwischen Fragilität und Gewicht visualisieren.

Seit der Zusammenarbeit mit dem Fotografen William Klein in den 1970er Jahren, beschäftigt sich Bustamante mit den Grenzen und Verflechtungen von Fotografie, Skulptur, Malerei und in jüngster Zeit auch von digitalen Prozessen.

In der grenzüberschreitenden Verwendung dieser Gattungen manifestiert sich Bustamantes Streben nach neuen und zeitgemäßen Perspektiven der Gestaltung. Dieser interdisziplinäre Ansatz charakterisiert seine Arbeiten und eröffnet einzigartige Ausdrucksformen von großer Freiheit.

Vor dem Hintergrund der Schnelligkeit technischer Innovation und der zunehmenden Komplexität visueller Darstellungsmöglichkeiten erscheint diese Frage aktueller denn je.

Mit seinen Arbeiten entwirft Bustamante ein Konzept künstlerischer Arbeit und Wahrnehmung, das die intermediale Herausforderung der Gegenwart annimmt und produktiv umzusetzen weiß.

Ihre Galerie Vera Munro 

JEAN-MARC BUSTAMANTE
New works
23.11.16  -  28.02.17