Persiehl & Heine

 

mit Sarah Moon, Lars Zech, Gregor Törzs, Alex Timmermanns, Li Trieb

Messe Positions Berlin
14.09.17  -  17.09.17

 

 

In Kooperation mit dem mare Verlag präsentiert Persiehl & Heine zur Buchveröffentlichung des neuen mare-Bildbandes Fotografien von Jan Windszus

Jan Windszus
mare - Griechenland
28.09.17  -  08.11.17

 

 Messe Art Karlsruhe mit:

 

Sarah Moon, Li Trieb, Jochen Hein, Gregor Törzs, Kenro Izu, Lars Zech,

Rupprecht Matthies und Christian Schoppe

Art Karlsruhe 2017
16.02.17  -  19.02.17

 

 best of all artists

bright days ahead
07.12.16  -  31.01.17

 

 

 Messe Cologne Fine Art, Köln mit:

 

Gregor Törzs, Kenro Izu, Sarah Moon, Li Trieb, Jochen Hein, Michael Schnabel, Robert Lebeck, Lars Zech und Christian Schoppe

Cologne Fine Art
16.11.16  -  20.11.16

 

 

Im Auftrag des mare-Verlages suchte der Berliner Fotograf Mathias Bothor nach dem Wesen des Mittelmeers, und er fand es in den Gesichtern der Bewohner seiner Küsten. Vier Jahre reiste er in die Länder des Mittelmeers und schuf Porträts der Menschen und Landschaften. Ihre schlichte Schönheit hilft, das Fremde, Andere, was uns dieser Tage so aufwühlt, besser zu verstehen.

 

Mathias Bothor, 1962 in Berlin geboren, machte sich 1992 als freier Fotograf selbständig und ist heute einer der gefragtesten Porträtfotografen. seine Arbeiten wurden bereits mehrfach ausgestellt. Bei mare erschien zuletzt sein viel gepriesener Bildband Bretagne (2009). Mathias Bothor lebt mit seiner Familie in Berlin und arbeitet überall.

Mathias Bothor
Mittelmeer
06.10.16  -  26.11.16

 

 Messe Art Karlsruhe mit:

 

Sarah Moon, Gregor Törzs, Kenro Izu, Li Trieb, Jochen Hein, Michael Schnabel, Robert Lebeck, Lei Xue und Zoyt

Art Karlsruhe
17.02.16  -  19.02.16

 

 

Seit den siebziger Jahren gehören die ebenso eleganten wie einprägsamen Fotografien der in Paris lebenden Künstlerin Sarah Moon (*1941, Frankreich) zum festen Bestandteil der internationalen Modewelt. Kaum jemand wird sich dem Zauber ihrer eigensinnigen Arbeiten etwa für Dior, Chanel oder Cacharel entziehen können.

Sarah Moon ist Autodidaktin Ihr fotografisches Handwerk erwarb sie, als sie im Anschluss an ihr Kunststudium als Mannequin in der Haute Couture tätig war. 1968 schliesslich tauschte sie die Arbeit vor der Kamera endgültig mit jener dahinter und war mit dem unverwechselbaren Stil ihrer Fotografien auf Anhieb erfolgreich: Noch im selben Jahr nahm sie an einer Gruppenausstellung zu avantgardistischer Modefotografie in der Pariser Galerie Delpire teil. Dies sollte der Startschuss für eine einzigartige Karriere sein, in dessen Verlauf Moons Arbeiten in solch tonangebenden Modezeitschriften wie "Marie‐Claire", "Elle" und "Vogue" erschienen. Heute gehört Sarah Moon zu den bekanntesten Modefotografinnen der Welt; ihre poetische, oftmals traumartig anmutende Bildsprache überträgt sich ebenso auf Motive ausserhalb der Modewelt sowie, seit den Neunzigern, auf ihr filmisches Schaffen.

Es gibt einen Grenzbereich zwischen Wahrheit und Fiktion, der sich in Sarah Moons Arbeiten immer wieder manifestiert. So poetisch ihre Werke auch anmuten, sind sie doch stets einer besonderen Realität auf der Spur: dem Augenblick in seiner Flüchtigkeit, der Grenzlinie zwischen Werden und Vergehen, dem Zauber einer einzelnen Sekunde. Denn, so Sarah Moon: "Die Fotografie ist die Seele aller Momente, die Seele des Moments, den man gerade eben zu Ende gehen sah." Und so lädt sie den Betrachter ihrer atmosphärischen Fotografien ein, der Magie dieser beseelten Momente nachzuspüren. Gleichzeitig befreit sie jedes Motiv aus seiner historischen Verankerung, löst es mithilfe der Kamera quasi von der Gegenwart ab. So wirken ihre Fotografien oft wie aus einer anderen Zeit, ja, wie visuelle Anachronismen, und sind dennoch von einer ungeheuren Intimität ganz so, als liessen sie den Betrachter für einen kurzen Augenblick durch ein Schlüsselloch blicken.

 

Das Faible der Künstlerin für Mystifizierung zeigt sich anhand der oftmals verschwommen Wiedergabe ihrer Motive, was ihnen eine entrückte, bisweilen beinahe geisterhafte Aura verleiht. Ähnliches ist in den Farbfotografien zu beobachten: Farbe, der Sarah Moon an sich skeptisch gegenübersteht, wird für sie erst als Mittel zur Verfremdung und Übersteigerung interessant. Wo die teilweise grelle Optik einer gedämpften, dunklen Farbigkeit weicht, nimmt die fantastische Stimmung einen melancholischen Unterton an. Auch die gelegentlich eingestreuten Flecken in den Schwarz‐weiss‐Bildern erwecken den Eindruck von nostalgischer Weltabgewandtheit. Nicht ohne Grund werden Lewis Carrolls "Alice im Wunderland", Samuel Becket oder die grossen Märchenerzähler immer wieder als Sarah Moons Inspirationsquellen genannt.  

Sarah Moon
aperçu
24.11.15  -  30.01.16

 

 

Messe Cologne Fine Art mit:

 

Kenro Izu, Michael Schnabel, Robert Lebeck, Gregor Törzs, Sarah Moon, Nikolai Makarov, Li Trieb, Jochen Hein, Minjung Kim, Klaus Schweier und Beba Lindhorst

Cologne Fine Art
18.11.15  -  22.11.15

 

 

 

My heart´s in the highlands, dichtete Robert Burns im Jahre 1789 und auch heute noch kann man sein Herz leicht an das ewig einsame, raue schottische Hochland verlieren. Genauso wie an schwindelerregende Klippen, windumtoste Inseln und die tief ins Inland reichenden Fjorde im Westen. Sirio Magnabosco und Dmitrij Leltschuk porträtieren Landschaft und Menschen mit erstaunlichen, faszinierenden und verzaubernden Ansichten und zeigen Schottland und seine Bewohner in noch nie gesehenen Bildern.

 

 

Zur Ausstellung erscheint im  mare-Verlages  der Bildband "Schottland"

Sirio Magnabosco und Dmitrij Leltschuk
Schottland
12.10.15  -  14.11.15

 

 

Messe Art Karlsruhe 2015 mit:

Sarah Moon, Gregor Törzs, Kenro Izu und Robert Lebeck

Art Karlsruhe
05.03.15  -  08.03.15

 

 

Messe Cologne Fine Art mit:

Silke Lauffs, Sarah Moon, Robert Lebeck, Gregor Törzs, Michael Schnabel und Kenro Izu

Cologne Fine Art
19.11.14  -  23.11.14

 

 

Die Patina des Jetzt

"Das Geheimnis des glücklichen Reisens liegt darin, nicht anzukommen - in der Tat ein Geheimnis, kann man doch nur in Rätseln oder in Geheimsprachen, in Passwörtern, mit Sym- bolen oder Bildern davon reden, wie sich das Glück einstellt in der flüchtigen Bewegung, im Transit, im Zwischenreich, im Fluss, auch im peripheren Sehen, im Schweifen, in lauter Zu- ständen also, deren Eigenschaft es ist, sich nicht zu manifestie- ren. In Rätseln spricht er davon, weil der Reisende, der nicht ankommt, sich selbst nicht versteht. In Geheimsprachen, weil er sich nur denen verständlich machen kann, die sich zu Kom- plizen seiner Erfahrung machen lassen. In Passwörtern, weil sich eine verschlossene Welt öffnet, trifft man nur die Zauber- formel. Mit Symbolen und Bildern, weil es Zustände sind, die sich plötzlich im Anblick eines scheinbar beliebigen Objekts verdichten können.(...)"    von Roger Willemsen

Mathias Bothor
Woanders
27.11.13  -  01.02.13

 

 

Jan Windszus, geboren 1976, studierte Fotografie an der HAWK Hildesheim, an der er heute selbst unterrichtet. Seit 2005 lebt und arbeitet Windszus als freier Fotograf in Berlin, er veröffentlicht Porträts und Reportagen in zahlreichen Magazinen und Publikationen. Für den mare Bildband  Lissabon  tauchte Windszus für mehrere Wochen in das portugiesische Lebensgefühl ein. "Der Fado ist immer da, zu jeder Jahreszeit, in jedem Gesicht und jeder Geste. Selbst die Steine, das Wasser des Tejo oder die exotischen Pflanzen scheinen diese unbeschreibliche Sehnsucht zu atmen", so der Fotograf über seine Eindrücke vor Ort.  

Jan Windszus
Lissabon
19.09.13  -  02.11.13

 

 

Michael Schnabel ist ein Fotograf mit außergewöhnlichem Anspruch. Sein Markenzeichen sind komplexe Motivwelten, welche er nicht nur bei Landschafts-, Automobil- und Architekturaufnahmen aufs Feinste zu visualisieren weiß. Der richtige Moment ist bei ihm eine Selbstverständlichkeit, mit akribischer Vorbereitung, Vision und Gespür komponiert Schnabel seine Bildwelten. Diese Inszenierungen brachten dem deutschen Fotografen viele nationale und internationale Auszeichnungen ein, AOP Gold, ADC Gold, PDN Annual Award und BFF Annual Award um nur wenige zu nennen. Lürzer’s Archive zählt ihn schon lange zu den 200 wichtigsten Werbefotografen überhaupt.  Schnabel, Jahrgang 1966, studierte Fotografie in Darmstadt. Während seiner Zeit in San Francisco fing er an, die Passionen Landschaft und Fotografie zu vereinen: Er vermag es wie kaum ein Zweiter, die Umwelt zu seinem Botschaftsträger zu machen. Ob Wüsten, Hochgebirge oder Metropolen einfach jedes Umfeld wird für ihn zur Bühne. Das wissen internationale Auftraggeber wie Audi, BASF, Sony, Siemens, Randomhouse, Marlboro und etliche Agenturen zu schätzen.  Und da ist auch die andere Seite Schnabels: Er findet weiße Flecken auf der fotografischen Landkarte und füllt diese mit seinen Bildern. Als Fotograf von Weltniveau hat er auch ein beachtliches künstlerisches Werk vorzuweisen. Mit Arbeiten wie "Stille Berge" enthebt er das Motiv des Bergpanoramas aus dem Spektrum des Dagewesenen. Der Betrachter spürt mehr als er sieht.  Es entsteht eine innere Landschaft statt nur der Wahrnehmung einer äußeren. Auch ein Charakteristikum seines Schaffens: Er ringt Situationen das scheinbar Unmögliche ab. Auf solchen Bildern verweilt das Auge länger, bleibt der Eindruck bestehen.  

Wenige Fotografen bewegen sich so souverän in der künstlerischen als auch der angewandten Fotografie. Was Schnabels Arbeiten eint, ist das Entstehen: Extrem durchdachte Inszenierung, absolute Konzentration, aufrichtiger Enthusiasmus, beeindruckendes Gespür für die Komponenten Zeit und Licht. Mit diesem Anspruch werden die Aufnahmen über das Situative erhoben. Durch das konsequente Hinarbeiten auf den richtigen Moment entstehen Werke von ästhetischem Bestand.  Der deutsche Fotograf überrascht immer auf hohem Niveau, er will Bilder, die tatsächlich begeistern. "I am not a snapshot guy.", so Schnabel über sich selbst. Auf dieses konzeptionelle Versprechen vertrauen seine Kunden seit vielen Jahren. Er ist außerdem in internationalen Jurys vertreten, wurde von mehreren Universitäten zum Lehrbeauftragten berufen und hat Gruppen- und Einzelausstellungen in Europa, China und den USA. Michael Schnabel lebt mit seiner Familie in Süddeutschland.

Michael Schnabel
Nachtstücke
20.03.13  -  31.05.13

 

 

 

 Island ist nicht nur eine Insel im hohen Norden, mit wilder Natur und bewohnt von Menschen, die direkt am Polarkreis von langen Sommernächten und kalten Wintermonaten geprägt sind. Sondern sie ist die größte Vulkaninsel der Welt, genau auf dem Mittelatlantischen Rücken gelegen, und sie wächst mit bis zu zwei Zentimetern im Jahr. Durch den Aufstrom von heißem Gestein aus dem Erdinnern erhalten die auseinanderdriftenden Kontinentalplatten der Insel Nachschub. Islands Erde lebt und bebt und spritzt und kocht und ist dennoch zu über zehn Prozent mit Eis bedeckt. Die baumlosen Ebenen und Gebirge sind dem Ursprung der Erde ganz nah. Wild wäre eine Untertreibung. Hier fühlt und sieht man das Inferno, aus dem die Welt entstand, der ewige Wind fegt über ein Panoptikum an Sinneseindrücken wie bei »Jurassic Park «, nur ohne Dinosaurier. Dafür mit Menschen, die in diesem Umfeld gelernt haben zu überleben. Fast alle zusammen- gedrängt in der Hauptstadt Reykjavík. Ansonsten finden wir durchschnittlich nur zwei bis vier Häuser auf 40 Quadratkilometern. Diesem Land, das wie kein zweites ist, wünschte ich mir genau so fotografisch zu begegnen: Einerseits sollte die grandiose Natur dargestellt werden und wie die Menschen mit ihr leben, andererseits sollten ebendiese Bewohner in ihrem Wesen gezeigt werden.

Kaum jemand versteht es besser, mit einer schweren Mittelformatkamera Tag und Nacht, im Winter wie im Sommer, bei Regen und bei Schneesturm mit großer Geduld für das richtige Licht und perfekte Schärfe Landschaften, Häuser oder Häfen zu fotografieren als Heike Ollertz. Nicht nur mit ihrem ersten Bildband bei mare, »Irland «, sondern auch in vielen weiteren Bildreportagen bewies sie den souveränen Umgang mit ihrer handgefertigten Alpa mit deren 6 x 9 Zentimetern Negativgröße. Die analoge Fotografie garantiert zudem echte Farben und ungekünstelte Stimmungen. Island braucht keine Bildbearbeitung.

Wie nah kommt man Menschen mit der Kamera? Wie tief kann man in sie hineinsehen mit einem Objektiv? Edgar Herbst, in seinem Fotografenleben vorzugsweise nachts und in der Großstadt unterwegs, dringt mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern tief ein in Momente und hält sie fest. Bauern, Fischer, Werftarbeiter, Feste, Hochzeiten, Besäufnisse, Konzerte. Immer scheint Herbst sich gleichsam in den Momenten selbst aufzugeben und sich fallen zu lassen, hinein in das Gesehene und das Gefühlte.

Beide Fotografen reisten mehr als sechs Monate durch Island: Ollertz mit Allradwagen und in wackligen Booten, um im richtigen Augenblick die Eisberge vor der Aurora Borealis, dem Nordlicht, fest- zuhalten; Herbst im Wohnmobil von Hochzeit zu Musikfest, von der Disko zum einsamen Fischer. Immer auf der Suche.

Die vermeintliche Einöde, in der kaum Bäume und Sträucher existieren, ist in Wahrheit ein Kaleidoskop an Farben und Formen.

Nikolaus Gelpke, Verleger

 

Heike Ollertz und Edgar Herbst
Island - Land mythischer Schönheit
19.09.12  -  31.10.12

 

 

Seit den siebziger Jahren gehören die ebenso eleganten wie einprägsamen Fotografien der in Paris lebenden Künstlerin Sarah Moon (*1941, Frankreich) zum festen Bestandteil der internationalen Modewelt. Kaum jemand wird sich dem Zauber ihrer eigensinnigen Arbeiten etwa für Dior, Chanel oder Cacharel entziehen können.

 

Sarah Moon ist Autodidaktin: Ihr fotografisches Handwerk erwarb sie, als sie im Anschluss an ihr Kunststudium als Mannequin in der Haute Couture tätig war. 1968 schliesslich tauschte sie die Arbeit vor der Kamera endgültig mit jener dahinter und war mit dem unverwechselbaren Stil ihrer Fotografien auf Anhieb erfolgreich: Noch im selben Jahr nahm sie an einer Gruppenausstellung zu avantgardistischer Modefotografie in der Pariser Galerie Delpire teil. Dies sollte der Startschuss für eine einzigartige Karriere sein, in dessen Verlauf Moons Arbeiten in solch tonangebenden Modezeitschriften wie "Marie‐Claire", "Elle" und "Vogue" erschienen. Heute gehört Sarah Moon zu den bekanntesten Modefotografinnen der Welt; ihre poetische, oftmals traumartig anmutende Bildsprache überträgt sich ebenso auf Motive ausserhalb der Modewelt sowie, seit den Neunzigern, auf ihr filmisches Schaffen. Es gibt einen Grenzbereich zwischen Wahrheit und Fiktion, der sich in Sarah Moons Arbeiten immer wieder manifestiert. So poetisch ihre Werke auch anmuten, sind sie doch stets einer besonderen Realität auf der Spur: dem Augenblick in seiner Flüchtigkeit, der Grenzlinie zwischen Werden und Vergehen, dem Zauber einer einzelnen Sekunde. Denn, so Sarah Moon: "Die Fotografie ist die Seele aller Momente, die Seele des Moments, den man gerade eben zu Ende gehen sah." Und so lädt sie den Betrachter ihrer atmosphärischen Fotografien ein, der Magie dieser beseelten Momente nachzuspüren. Gleichzeitig befreit sie jedes Motiv aus seiner historischen Verankerung, löst es mithilfe der Kamera quasi von der Gegenwart ab. So wirken ihre Fotografien oft wie aus einer anderen Zeit, ja, wie visuelle Anachronismen, und sind dennoch von einer ungeheuren Intimität ganz so, als liessen sie den Betrachter für einen kurzen Augenblick durch ein Schlüsselloch blicken. Das Faible der Künstlerin für Mystifizierung zeigt sich anhand der oftmals verschwommen Wiedergabe ihrer Motive, was ihnen eine entrückte, bisweilen beinahe geisterhafte Aura verleiht. Ähnliches ist in den Farbfotografien zu beobachten: Farbe, der Sarah Moon an sich skeptisch gegenübersteht, wird für sie erst als Mittel zur Verfremdung und Übersteigerung interessant. Wo die teilweise grelle Optik einer gedämpften, dunklen Farbigkeit weicht, nimmt die fantastische Stimmung einen melancholischen Unterton an. Auch die gelegentlich eingestreuten Flecken in den Schwarz‐weiss‐Bildern erwecken den Eindruck von nostalgischer Weltabgewandtheit. Nicht ohne Grund werden Lewis Carrolls "Alice im Wunderland", Samuel Beckett oder die grossen Märchenerzähler immer wieder als Sarah Moons Inspirationsquellen genannt.

 

 

Sarah Moon
à propos ...
16.11.11  -  15.02.12

 

 

Kenro Izu begann als Teenager damit, die Landschaft seiner Heimat Osaka, Japan, zu fotografieren und studierte dann Fotografie an der Nippon University of Art in Tokyo. 1972, im Alter von 21, ging Izu nach New York und eröffnete dort 1975 sein eigenes Studio. 1979 begann Izu damit, die Pyramiden und die Landschaften Ägyptens zu fotografieren. 1984 wurde ihm vom National Endowment of the Arts ein Stipendium verliehen, das es ihm ermöglichte, mit der Arbeit an seiner Serie über heilige Orte auf der ganzen Welt zu beginnen. Ägypten, Syrien, Jordanien, England, Schottland, Mexiko, Frankreich und die Osterinsel. Zuletzt hat er sich auf buddhistische und hinduistische Monumente in Süd-Ost-Asien konzentriert: Kambodscha, Burma, Indonesien, Vietnam und Indien. Izu arbeitet sehr hart daran, sicherzustellen, daß seine Fotografien die spirituelle Essenz dieser Stätten, die seit Jahrtausenden Menschen vieler Glaubensrichtungen berühren, zu übermitteln.

Viele dieser Orte sind heute durch Vernachlässigung, Umweltschäden oder dadurch, das sie übermäßiger menschlicher Präsenz ausgesetzt sind, gefährdet. Izu ist oft wochenlang durch Gegenden weit entfernt der Zivilisation gereist mit einer eigens hergestellten 300 Pfund schweren Kamera für Großaufnahmen und einer sehr begrenzten Anzahl von Negativen im Format 36 x 51cm. Nach seiner Ankunft, suchte er nach der idealen Perspektive wartete manchmal stundenlang auf die idealen Lichtverhältnisse und Luftdichte.

Im Studio druckt Izu die Negative auf Aquarellpapier, das er per Hand mit einer lichtempfindlichen Lösung beschichtet, die Platinchlorid enthält, um der Abbildung eine glänzende Tiefe zu verleihen. Er ist einer der sehr wenigen Fotografen, die das Platinprintverfahren verwenden und er hat sein Leben der Fotografie sowie der Perfektionierung des Platin Prints gewidmet.

Kenro Izus Arbeiten sind in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art, The Boston Museum of Fine Art, The San Francisco Museum of Modern Art und The Museum of Fine Arts in Houston vertreten, sowie in zahlreichen weiteren öffentlichen und privaten Sammlungen.

Kenro Izu
sacred India
18.11.10  -  12.01.11

 

 

"Prominentenportraits, jedoch nicht im herkömmlichen Sinne. Der Prominente selbst steht in diesem Falle hinter der Kamera, entspringend aus der Idee eines Seitenwechsels. Während er normalerweise stets vor der Linse steht und inszeniert wird (insbesondere Schauspieler), darf er hier Regisseur bzw. Fotograf sein und ein Portrait nach eigenen Vorstellungen kreieren.

Konsequenterweise habe ich mich als Fotografin auf die andere Seite begeben und mich als Modell zur Verfügung gestellt, Requisite, Kostüm und Umgebung nach der Idee der jeweiligen fotografierenden Person vorbereitet - Vorschläge gab es von beiden Seiten - , habe mich um die Technik gekümmert und vor der Kamera agiert. So entstand ein gemeinsames Werk." - Beba Lindhorst

 

 

"Wie herrlich, für Hundertstelsekunden die Macht zu besitzen, ein bleibendes Bild zu bestimmen!" - Peter Lohmeyer

 

 

Foto: Beba Lindhorst/ Peter Lohmeyer

Beba Lindhorst
Verkehrt Inszenierte Portraits
03.06.10  -  14.07.10

 

 

Die Bretagne - ein berauschende Ausstellung über das "Land am Meer".

 

Wild, schroff, wind- und meerumtost ist das Land. Seine Bewohner sind stolz, eigenwillig und sprechen eine sehr alte Sprache. Aremorica, "Land am Meer", nannten die Kelten die Bretagne. Wo die Gezeiten gewaltig sind, die Steinhäuser sich vor den Stürmen ducken und am westlichen Zipfel Amerika zu erahnen ist, beherrscht der Atlantik das Leben. Der renommierte Fotograf Mathias Bothor bereiste für mare mehrere Monate das Land unter dem weiten Himmel. In jedem Bild ist spürbar, wie der Berliner mit den Gewalten der Natur ringt, um den Reiz der ungestümen Küste einzufangen. Bothor gelingt dies perfekt, immer entwickelt er einen ungewöhnlichen Blick. So wird Bekanntes neu erkannt, Klischees bleiben unerfüllt. Und Mathias Bothor bringt uns das alles überragende Gefühl der Bretagne nahe: die Sehnsucht.

 

 

Mathias Bothor
Bretagne
07.10.09  -  07.11.09