Galerie Borchardt

YEVGENIYA SAFRONOVA  |  KNOTEN UND KRISTALLE

 

 

Yevgeniya Safronova beschäftigt sich mit grundsätzlichen Fragestellungen

des Skulpturalen, wie dem Verhältnis des plastischen Volumens zum Raum.

Die Formen die sie entwickelt, sind imaginär, enthalten jedoch Anklänge an die Natur, oder vom Menschen Geschaffenes, so dass sie meist zugleich seltsam fremd, und doch annähernd vertraut wirken.

 

Häufig weisen Safronovas Plastiken kristalline, waben- oder knotenartige Strukturen auf...

Yevgeniya Safronova
Knoten und Kristalle
24.02.17  -  26.05.17

DIMENSIONEN

CLEMENS BEHR, WOLFGANG FLAD, HEIKO ZAHLMANN

 

Drei Plastiker tun sich zusammen, um ihre Arbeiten gemeinsam zu zeigen. Was ihren Arbeiten,  abgesehen vom Medium, gemein ist? Die Abstraktion zum Beispiel. Sowohl die in Berlin lebenden Künstler Clemens Behr und Wolfgang Flad, als auch der Hamburger Heiko Zahlmann haben sich für diesen Ausdruck entschieden. Ihre Ergebnisse aber, der ihnen eigene Stil, ist dabei denkbar differenziert...

Auszug aus dem Katalogtext “Dimensionen” von Jan Kage, 2016

Clemens Behr, Wolfgang Flad, Heiko Zahlmann
Dimensionen
23.09.16  -  20.01.17

REINER SELIGER   |   BEYOND

 

Reiner Seliger zeigt Skulpturen und Installationen.  

Mit sicherem Blick und entschiedenem Griff werden unterschiedliche Materialien so assembliert, gestapelt, geschichtet und verteilt, dass ihr Ursprung hinter dem neu Geschaffenen zurücktritt.  

 

Es entstehen spannende Objekte sowohl für den Innenbereich, als auch für den Aussenraum.

 

Es ist ein ausstellungsbegleitendes Booklet aufgelegt worden.

Postalisch versendet für eine Schutzgebühr von Euro 5,-  

oder hier zum download:

www.galerie-borchardt.de/pdf/RS_Booklet2016s.pdf

 

 

 

Eröffnung in Anwesenheit des Künstlers: Freitag, 29. April, 19 Uhr

 

Reiner Seliger
Beyond
29.04.16  -  02.09.16

Brillant leuchtende Farben, hochglänzend lackierte Oberflächen, unterschiedliche fotografische Motive, Perspektiven und Ausschnitte, farbige fotografische, fast zeichenhafte Bildbestandteile, Werbeflächen, Großstädte, Industrieanlagen. Ein Dickicht aus Farben und Formen, das zu beinahe surrealen Szenerien zusammenwächst: Helle Jetzigs "Kapriziöse Erfindungen" * sind künstlerische Ausnahmepositionen, eine einzigartige Synthese aus Malerei und Fotografie. Fotografien, digitale Überblendungen und Collagen aus unterschiedlichsten (Stadt-)Motiven in Schwarzweiß, bilden dabei die Basis seiner Arbeiten, transparente Malerei, fotografische Siebdrucke und viele, immer wieder geschliffene Lackschichten folgen.

"Durch die Bearbeitung der fotografischen Vorlage mit den Mitteln der Malerei vollzieht Helle Jetzig den Schritt von der illusionären zur autonomen Bildwelt. Seine Stadtaufnahmen sind keine reinen Tatsachen mehr, sondern mutieren zu einem kryptisch komplexen Konstrukt aus Übermalungen, Überlappungen, Verschachtelungen, Brüchen und Dekonstruktionen. Entstanden ist ein dynamisch pulsierendes Capriccio aus merkwürdig verschobenen, verzerrten, surreal anmutenden alogischen Dimensionen, Proportionen, Perspektiven, Fluchtpunkten und Sichtachsen.

Diese ingeniösen Bildarchitekturen, diese den physikalischen Gesetzen widersprechenden und doch kaum wahrzunehmenden Invenzioni basieren auf einer Konzeption von Ambivalenzen: Linie versus Farbfläche, Fläche versus Tiefe, Undurchlässigkeit versus Transparenz, gestische Intuition versus Konstruktion, Figuration versus Abstraktion. Dazu ein hochglänzendes, vielfarbig flammendes Kolorit, das von einem seltsamen Leuchten, einer effektvollen, fast pyrotechnischen Beleuchtung durchstrahlt wird. Aus alledem ergibt sich jene für Helle Jetzigs Werke so eigentümliche Magie und irritierende Ambiguität.

Die Wirklichkeit erscheint plötzlich anders und offenbart unendlich neue, unbekannte, staunenswerte Blickwinkel und Perspektiven. Aus Bildern der Wirklichkeit kreiert Helle Jetzig nur mit den Mitteln der Malerei und ohne absichtsvolles, plakatives Getue oder oberflächliche Effekthascherei ein vielschichtiges und vielgesichtiges Faszinosum."

(zitiert aus: Helle Jetzig - Real Life, Dr. Heike Welzel-Philipp, Berlin 2015)

 

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* Das Capriccio als Begriff der Kunstgeschichte bezeichnet einen absichtsvollen, lustvollen Regelverstoß, eine spielerische, phantasievolle Überschreitung der akademischen Normen. Für seine Capriccios bekannt ist vor allem Giovanni Battista Piranesi (1720 - 1778), der in seinen Vedutenstichen Bildkompositionen entwickelte, die Szenen und Architekturelemente willkürlich verbanden. Berühmt ist er bis heute für seine Carceri, seine Kerkerbilder; es sind Architekturphantasien, die Einsamkeit und Monumentalität gleichzeitig vermitteln (und die ab April 2016 in der Hamburger Kunsthalle aus dem Sammlungsbestand gezeigt werden). Der Titel der Kerkerbilder: Invenzioni Capric (ciose) di Carceri.  

 

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Helle Jetzig
Invenzioni Capricciose
12.02.16  -  23.04.16

TRAK Wendisch   |   Augenweide

Bilder und Skulpturen  

aus verschiedenen Werkphasen  

ausgewählt von Jessica Borchardt, BNarchitekten

 

Eröffnung: Freitag, 6. November, 19 Uhr

Einführung: Ekkehard Thamm

 

Es erscheint eine Publikation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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TRAK Wendisch
Augenweide
06.11.15  -  28.01.16

Rainer Splitt zeigt neue Arbeiten aus dem Kontext Kunst und Architektur. Seine spannenden Interventionen fliessender Farbe verändern die Wahrnehmung gewohnter Situationen.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der gemeinsamen Saisoneröffnung der Galerien im Kontorhausviertel und der Galerien in der Admiralitätsstrasse von Freitag, 11.09.15, bis Sonntag, 13.12.15.

 

Sonderöffnungszeiten:

Samstag, 12.09.15, 11 bis 17 Uhr

Sonntag, 13.09.15, 11 bis 17 Uhr

 

 

 

 

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Rainer Splitt
Position of the Former Liquids
11.09.15  -  30.10.15

Mit unserem Beitrag zum Architektursommer möchten wir für ein gelungenes Zusammenwirken von Kunst und Architektur werben. An 58 Beispielen der 12 beteiligten Künstler machen wir anschaulich, welche Chancen und Möglichkeiten sich ergeben, wenn im Dialog von Kunst und Architektur geplant wird.

 






 

 



teilnehmende Künstler

Axel Anklam  

Christian Awe  

Rolf Bergmeier  

Katharine Harvey  

Yevgeniya Safronova  

Robert Schad

Eun Nim Ro

Reiner Seliger

Johannes Speder

Rainer Splitt

Trak Wendisch

Heiko Zahlmann

 


Eine Gemeinschaftsveranstaltung von BNarchitekten   und Galerie Borchardt

im Rahmen des Hamburger   Architektursommers 2015

www.architektursommer.de

 

 

Download Bookle-PDF:

www.galerie-borchardt.de/pdf/insitu.pdf

 

 

 

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Gruppenausstellung zum Hamburger Architektursommer
In Situ - Die Kunst mit der Architektur
08.05.15  -  24.07.15

"Eine Ausstellung zweier unterschiedlicher Künstler ist immer ein Wagnis. Gelegentlich erweist sich dabei die Idee besser, als ihr Ergebnis.  

 

Besonders glücklich erscheint mir diesmal aber der Dialog, den meine ironisch - verspielt - erzählerischen Bilder mit den humorvollen architekturbezogenen Arbeiten von Matthias Stuchtey eingehen. Eine gute Idee UND ein gutes Ergebnis."

 

Andreas Amrhein

 

 

Eröffnung: Freitag, 13.02.15, 19 Uhr

 

 

 

 

FEELS LIKE HOME Andreas Amrhein und Matthias Stuchtey
13.02.15  -  30.04.15

Johannes Speder | SEIN

Emaillen, Teppiche, Objekte

 

Eröffnung: Freitag, 7. November, 19 Uhr

Einführung: Dr. Nicolaus Fest

 

Es erscheint ein ausstellungsbegleitendes Booklet.

Downloadlink:  www.galerie-borchardt.de/pdf/Katalog_SEIN_s


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Johannes Speder
SEIN
07.11.14  -  31.01.15

DARK LIGHT

Fortsetzung eines künstlerischen Dialogs zwischen Magda Krawcewicz (Hamburg) und Wulf Kirschner (Frankfurt/Main).

Während Wulf Kirschner Schiffbaustahl mit den für ihn typischen geschweißten Linien beschreibt, zeigt Magda Krawcewicz Leinwände und Keramik.

Was die beiden verbindet, ist nicht nur die Liebe zum Dunkel.  

Die Ausstellung ist ein interssanter Beweis dafür, dass Arbeiten völlig unterschiedlicher Genres und Technik sich gegenseitig steigern können. Die dichotomische Gegenüberstellung erhöht die Spannung und erweitert den Werkkontext.

Trotz des eher dunklen Grundtons wirken die Arbeiten leicht und in der Ausstellungskonstellation selbstverständlich.  

 

 

DARK LIGHT
05.09.14  -  24.10.14

Seit elf Jahren veranstaltet der Berliner Autor und Musiker Jan "Yaneq" Kage die Party Arty-Reihe. Eine "night of vibes from different tribes", wie es im Untertitel heißt.  

Hier kommen bildende Künstlerinnen mit Musikern und Djs mit Slam Poeten und Storytellern zusammen. Hier treffen fine arts auf urban arts, HipHop auf Elektro und bekannt auf weniger bekannt.  Denn Stile interessieren nicht zuallererst, es zählt zuerst die Haltung.

Die reKOLLEKT Ausstellungen versammeln eine Auswahl aus den bislang über 80 Party Arty-KünstlerInnen. Eklektisch und geschmacksicher.  Ein weiterer Akkumulator ist der Kunstraum Schau Fenster, den Kage seit 2010 in Berlin Kreuzberg mit monatlich wechselnden Ausstellungen bespielt.

Einige der hier in der reKOLLEKT Hamburg präsentierten 13 KünstlerInnen haben nicht nur bereits im Rahmen der Party Arty ausgestellt, sondern arbeiten auch länger schon mit der Galerie Borchardt zusammen. Zeit zusammenzuführen, was zusammen gefeiert gehört.

Ein ausstellungsbegleitendes Booklet (32 Seiten) und kann für eine Schutzgebühr von Euro 5,- bestellt werden.  

 

 

 

 


Axel Anklam
Christian Awe
Clemens Behr
Anina Brisolla
Il-JIn Atem Choi
Amélie Grözinger
Dirk Krecker
Uwe Lewitzky
Maja Linke
Daniel Man
Manfred Peckl lebt!
Stohead
Heiko Zahlmann




13 Künstler ausgewählt von Jan Kage
reKOLLEKT
09.05.14  -  23.08.14

Will man TRAK Wendischs Werk zusammenfassen, macht einem seine enorme Vielseitigkeit die Sache zunächst schwer. Da sind die Skulpturen, grob gehauen, dennoch feingliedrig, so oft in dramatischen und gekrümmten wie in tänzerisch leichten Posen zu finden. Sie scheinen die Dramatik des gesamten   menschlichen Daseins ausloten zu wollen, treten einzeln und im Zusammenspiel auf doch nie in eindeutigen Situationen.

Zwischen ihnen stößt man vereinzelt auf Tiere geschmeidig und geheimnisvoll kommen sie daher und wirken so gar nicht rau wie die Figuren. TRAK Wendischs Erforschung der Formen geht weiter, abseits des figürlichen: Die so entstehenden Skulpturen lassen sich nicht einordnen, machen es unmöglich, direkte Vergleiche zu ziehen. Vorherrschend weiche, runde Formen und verschiedenartige Oberflächen zeigen einen anderen Aspekt des Lebens, erinnern an Pflanzen, Gewächse, Zellen, Kerne.

Gemälde, Zeichnungen, Reliefs und Rauminstallationen runden das Werk des Berliners ab, und auch hier spürt man deutlich seine Neugier auf neue Formen, den Unwillen, sich zu wiederholen. TRAK Wendischs Arbeiten werden mit jedem Medium anders und neu erfahrbar, entziehen sich einer Benennung und wollen erspürt werden, doch nicht abstrakt sein. So unterschiedlich sie auch sind alle erforschen Mensch und Natur, Außen und Innen, Mikro und Makro.

 

Mit der Ausstellung "Treibhaus" in der Galerie Borchardt begeistert TRAK Wendisch mit einer Auswahl aus Bildern, Maquetten und Skulpturen.

TRAK Wendisch
Treibhaus
22.11.13  -  22.02.14

Kunst kommt aus dem Nichtwissen, aus der Erinnerung, sie ist intuitiv und unberechenbar aus dieser Haltung heraus entstehen die Arbeiten von Eun Nim Ro.  

Trotz des groben, fast kindlich anmutenden Farbauftrags wirken ihre Werke leicht und sanft, erzählen von Gefühlen, Erinnerungen, von Mischwesen und transportieren auf einfache Weise das Kunstverständnis Eun Nim Ro"s: Alles komplizierte, verkopfte ist verschwunden, wurde zurückgelassen und überwunden, Werke entstehen in Zwiesprache mit Unterbewusstsein und Einbildungskraft und berühren selbige beim Betrachter. Gefühl, nicht Theorie und Konzept, ist die Grundlage ihres Schaffens.

Und so wird in den Arbeiten dieser außergewöhnlichen Künstlerin alles möglich. Sie lassen die Grenzen zwischen Einbildung und Realität, Sichtbarem und Unsichtbarem verschwimmen und zeigen beide Welten als gleichwertigen Teil.

Natur und Elemente, deren beständiger Wandel eine unerschöpfliche Faszination auf Eun Nim Ro  ausübt, sind die Kernthemen in ihren Arbeiten.

Seit 1970 in Deutschland lebend, vereint sie intuitiv westliche Elemente - wie systematisches Schichten von Farbe - mit solchen aus ihrem Herkunftsland Korea. Hierzu lassen sich z.B. das häufige Freilassen weißer Flächen in den Bildern zählen, als auch die Bezüge zu Schamanismus und koreanischer Mythologie.

Mittlerweile in Ausstellungen weltweit zu finden, umfasst Eun Nim Ro"s Gesamtwerk auch kurze Gedichte, Installationen und Performances. Sie alle haben die Eigenschaft gemein, mit wenigen Mitteln präzise Gefühle und Stimmungen zu transportieren. Dabei haben ihre Arbeiten nie das Ziel, zu dominieren oder zu verdecken: Installationen entstehen immer in sensibler Zusammenarbeit mit den räumlichen Gegebenheiten, während ihre Bilder das Papier ihr Nährboden sein lassen. Es wird gewendet, bekleckst, darüber hinweggelaufen und mit Händen, Füßen und Pinsel bearbeitet. So bleiben die Spuren des Entstehungsprozesses deutlich sichtbar; das Papier ist mehr als nur ein Untergrund zugunsten eines perfekten Bildes.

Mit der Ausstellung "Bilder in leiser Bewegung" lädt Eun Nim Ro ein, innezuhalten und zu beobachten, unseren Empfindungen zu folgen und unsere Aufmerksamkeit auch den Dingen zu schenken, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind.

Eun nim Ro
Bilder in leiser Bewegung
06.09.13  -  01.01.14

Katharine Harvey, zweifellos längst Teil Kanada’s führender zeitgenössischer Kunstszene, präsentiert mit ihrer Ausstellung "Carousel" in der Galerie Borchardt neue Arbeiten ihres facettenreichen Gesamtwerkes.

Die Darstellung von Licht zieht sich in vielerlei Formen durch Harvey’s Arbeiten. Malte sie in früheren Werken noch Schaufensterspiegelungen und photorealistisch magische Unterwasserperpektiven, greift sie hier vorwiegend die Thematik des künstlichen Lichtes in rasender Bewegung auf. Schon auf den ersten Blick wird der Betrachter von rotierenden Karusellen, Lichtzyklopen und -wirbeln aufgesogen und mitgerissen. Und doch beherrscht die Künstlerin es meisterhaft, Balance zu halten zwischen der Abbildung schneller Bewegung, dem Einfangen eines Augenblicks und dem Erzeugen von Tiefe. Diese wird verstärkt durch vielschichtig aufgetragenes, wie eingegossen wirkendes Acrylgel welches die Vergänglichkeit des Dargestellten zutage treten lässt.

Eine weitere Variante künstlerischen Ausdrucks findet die Künstlerin in der Kreation von Plastikinstallationen. Diese, schon allein durch ihre schiere Grösse eindrucksvollen, Installationen sind eine Fortführung dessen, beleuchten die Thematik der Vergänglichkeit aber dennoch von einer ganz anderen Seite. So kreiert sie aus Plastikflaschen, -boxen und anderem durchscheinendem Plastic Trash schillernde Mahnmale. Sie entstehen aus Überresten einer Konsumgesellschaft, die nach Wegwerfprodukten mit immer kürzerem Lebenszyklus giert und ihre selbst erschaffenen Müllberge zu vergessen sucht.

Katharine Harvey’s Installationen kritisieren, machen auf diese Verschwendungsmentalität aufmerksam und lassen bei alledem doch nie die Ästhetik vermissen. Teileweise beleuchtet, lassen die Plastikarbeiten oft ihre Herkunft vergessen und erinnern an ihren früheren Ihnhalt: Wasser. Längst sind ihre Arbeiten auch in öffentlichen Gebäuden angekommen. So hing beispielsweise ihr 6 Meter hoher und 4,5 Meter breiter "Chandelier" 2012 im World Financial Center in New York und einer ihrer "Wasserfälle" 2010 in einem Einkaufszentrum in Toronto.

Harvey’s Arbeiten sind mitnichten immer nur eines: Niemals nur der mahnende Zeigefinger, niemals nur Abbildung von Naturschauspielen oder expressionistisch eingefangene Lichtexplosionen - eben niemals nur das auf den ersten Blick sichtbare.

So schlägt Katharine Harvey nun mit ihrer Ausstellung "Carousel" wieder einmal den Bogen von Studien optischer Effekte über Assoziationen und Rollen ihrer Motive bis hin zur Auslotung neuer Darstellungsmöglichkeiten.

Katharine Harvey
Carousel
31.05.13  -  31.08.13

Helle Jetzig romantic 2.0

Blickte Caspar David Friedrich vor 200 Jahren noch sehnsüchtig in die Natur und suchte der Industrialisierung als neuer politischer und gesellschaftlicher Strömung zu entfliehen wendet sich ihr Generation- Facebook in Form von Vintage, Retro und etlichen Instagram- Filtern gar wehmütig wieder zu. Die Digitalisierung des 20. Jahrhunderts als beinahe virtuell verlaufende Epoche, in welcher industrielle Massenproduktion exponentiell an nostalgischem Charakter gewinnt - statt an Effektivität paraphrasiert Helle Jetzig als romantic 2.0 Die Ironie dieser Entwicklung wird thematisiert, indem sich auch Jetzig zunehmend digitaler Medien bedient sich inhaltlich jedoch mit Vergangenem, Schwindendem beschäftigt. Einen, von vielen, bewussten Brüchen vollzieht er, wenn er beispielsweise digitale Foto-Daten, wie analoge behandelt und in einem langwierigen Prozess entwickelt, statt sie über einen sogenannten Dienstleister zu verschicken und anonymisiert, homogenisiert zurück zu erhalten. In der medialen Auseinadersetzung von Malerei und Fotografie verbindet Jetzig Antike und Moderne und begibt sich gleichzeitig in einen kritischen Austausch. Dienen die Fotografien, im Hinter und Untergrund der Malerei nämlich nicht der bloßen Vorlage sondern sind vielmehr Ausschnitte einer flüchtigen Realität die zwar zunächst durch Übermalung und Ausschnitthaftigkeit an authentischem Anspruch verlieren, im Resultat aber gerade in dieser Verzerrung eine Wahrheit offenbaren. Das Spiel mit Umbrüchen, Widersprüchen   und Gegensätzen, die Verwendung alter und neuer Techniken, Materialien und Medien kontrastiert sowohl die epochale Veränderung unserer Zeit als auch die Weiterentwicklung und Auseinandersetzung des Künstlers an und mit ihr. Die Ausstellung romantic 2.0 in der Galerie Borchardt unterstreicht diese Aussage noch einmal, wenn sie sowohl retrospektive also auch prospektive Arbeiten des Künstlers zeigt.

Helle Jetzig
romantic 2.0
22.02.13  -  15.05.13

"Sinn und Form" - schon die Berliner Akademie der Künste wusste Ende der vierziger Jahre um die notwendige Verschmelzung dieser beiden Elemente und gab ihrer bis heute regelmäßig erscheinenden Monatszeitung für Literatur und Kultur diesen Namen. Denn Form ohne Sinn funktioniert nicht. Das gilt noch heute für die Kunst und im Besonderen für die Urban Art von Heiko Zahlmann. Der Hamburger Künstler weiß: Beides ist unverzichtbar, wenn man mit Kunst ein autonomes Statement im urbanen Raum setzen will. So ist genau wie die der Literatur, die Typographie seine Quelle. Sie wächst, in abstrakte Zeichen kodiert und in Beton gegossen, an den Wänden und Fassaden empor für die sie geschaffen wird. Bei Heiko Zahlmann treten Kunst und Architektur, insbesondere durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit BN Architekten, in eine spannungsreiche Beziehung zueinander, sodass auch hier das eine ohne das andere undenkbar wird.  

Längst prägt seine Bildsprache die schöne Hansestadt in der er lebt und arbeitet und auch darüber hinaus erobert sie Stück für Stück Orte und Räume, um sich dort in die gebaute Umgebung sinnvoll einzufügen. So bereits geschehen auf dem Hamburger Karolinenplatz, der seit 2008 von Zahlmanns Postleitzahlenskulptur "20357" aus Beton dominiert wird; oder im Hotel Atlantic, wo die Gäste von seinen Wandreliefs in ihre Zimmer geleitet werden.

Ab September vereinnahmt eine raumgreifende Installation des Künstlers den 50 Meter langen Ausstellungsraum der Galerie Borchardt. Im Rahmen der aktuellen Gemeinschaftsausstellung von Galerie Borchardt und BN Architekten treten Architektur und Kunst abermals in einen sinnvollen Zusammenhang. Zudem werden gemeinsame Projekte von Künstler, Galerie und Architekten vorgestellt. Der Titel ist nicht neu, greift damit jedoch sinnfällig eine bewährte Tradition auf, die sich in Heiko Zahlmanns Werk kompromisslos und zeitgemäß artikuliert: Sinn war noch nie so formschön.

Heiko Zahlmann
Sinn + Form
06.09.12  -  26.01.13

"What a strange world we live in…Said Alice to the queen of hearts"  
(Lewis Carroll, Alice im Wunderland)

Wie einem Carroll"schen Märchen entsprungen, wirken auch Johannes Speders Skulpturen bisweilen. Unzählige Münder, da wo ein Gesicht sein sollte, der Körper durchlöchert wie eine Tony Cragg Skulptur oder ein großer silberner Mond an Stelle des Kopfes. "Der Mondmann" und seine Gefährten, sie haben es nicht leicht mit ihren körperlichen Normabweichungen in dieser eigenartigen Welt in der wir leben. Eine Welt in der körperliche Perfektion ein Muss ist und ein Ideal an dem jeder von uns gemessen wird.  
Speders Skulpturen stellen dieses Menschenbild auf originelle Weise infrage und regen zur Reflexion darüber an, was denn eigentlich wäre wenn wir alle diesem sogenannten Ideal entsprächen. Zu sehen sind die neuen Arbeiten in der aktuellen Ausstellung "In Abwesenheit" in der Galerie Borchardt.

 

Johannes Speder
In Abwesenheit
11.05.12  -  25.08.12

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Teils figürlich, teils aber nur noch zu erahnen. Sich in netzartigen Strukturen der Eindeutigkeit entziehend, bildet die Ausstellung die Komplexität in Trak Wendischs Werk als Dichotomie ab. Die Ausstellung zeigt jüngst entstandene Bilder und Objekte.

 

Trak Wendisch
dichotomie
04.11.11  -  11.02.12

Schon die Pet Shop Boys besangen es 1986 in ihrem gleichnamigen Top-Ten-Hit: das wahre Amerika namens "Suburbia". Abweichend vom durch Film und Fernsehen geprägten Großstadtmythos, lebt die Mehrheit der US-Amerikaner letztlich doch in der Vorstadt. Dennoch ist gerade sie der Ort, an dem ‘Mrs.Robinson‘ ihren minderjährigen Schüler verführt und damit den Stoff aus dem Hollywood-Blockbuster gemacht werden liefert. Schon viele Künstler und Schriftsteller haben sich mit dieser scheinbar idyllischen und damit so faszinierenden Lebenswelt beschäftigt. So blickte der amerikanische Schriftsteller Richard Yates in seinen Romanen bereits hinter die Fassade dieser vermeintlich heilen Welt.

 

Auch auf Andreas Amrhein haben die amerikanische Kultur mit ihren kitschig leuchtenden Reklameschildern und einprägsamen Filmtiteln, sowie Yates Romane einen nachhaltigen, und in seiner aktuellen Ausstellung sichtbaren, Einfluss ausgeübt. Viel auf Reisen, lässt er sich von allen möglichen Bildmotiven, Zeitschriften und Kunstgegenständen inspirieren. Besonders angetan haben es ihm jedoch Porzellanfiguren, die, wie er sagt, an jedem Ort und zu jeder Zeit zu finden sind und eine jeweils eigene authentische Ästhetik transportieren. Zunächst in einem Scrapbook festgehalten, finden die diversen Eindrücke wenig später Einzug in seine facettenreichen Bilderzählungen. Als meisterhafter Zeichner bringt Amrhein sowohl flüchtig wirkende Landschaftsskizzen von amerikanischen Vorstädten, detailgetreue Zeichnungen weltberühmter Comicfiguren, als auch realistisch gemalte Porzellanplastiken auf einer Bildfläche zusammen - ohne dass diese jemals überladen wirkt. In spannenden Kombinationen erzählen sie dann ihre eigene Geschichte von der eigentlich alles andere als perfekten Welt von "Suburbia".

 

Andreas Amrhein wurde 1963 in Marburg geboren, wuchs in Liberia/Westafrika auf und studierte Bildende Kunst in London, Malmö, Chicago und Berlin, wo er Meisterschüler bei Prof. Walter Stöhrer war. Er lebt und arbeitet in Berlin.

 

Andreas Amrhein
SUBURBIA
02.09.11  -  29.10.11

"Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht." (Hermann Hesse)

 

Hit. Spit. Move. Fast. Lane. Oftmals sind es nur kurze Laute, die wir von uns geben oder Wortschnipsel die wir irgendwo auffangen. Worte, die entweder einmal kurz durch den Kopf fliegen, oder aber so lange dort hängen bleiben, bis wir etwas mit ihnen anzufangen wissen und sie aussprechen. Rik van Iersel kennt dieses Phänomen: Als Künstler ist er oft unterwegs und hört so Einiges. Bei Gesprächen in Zügen kann er, wie er selbst sagt, nie so richtig weghören und so bleiben sie hängen, diese hartnäckigen kleinen Worte und Gesprächsfetzen. ‚Hit Spit Move Fast Lane’, der Titel seiner kommenden Ausstellung in der Galerie Borchardt, ist eine unkonventionelle Sammlung eben dieser Schlagwörter, die der Künstler im Laufe der Zeit aufgreift, um sie dann auf Papier und Leinwand zu bändigen.

 

So entstehen zum Teil surrealistisch anmutende Dialoge, die in die abstrakten, comichaften Bilder einfließen, um beim Betrachter eine Vielzahl von Assoziationen auszulösen und ihm ganz eigene Interpretationen von Wort und Bild zu ermöglichen. Van Iersels Arbeiten sind multimediale Collagen in verschiedensten Medien, aus den verschiedensten Materialien. Größere Arbeiten in Acryl auf Leinwand, Prints in Siebdrucktechnik, Zeichnungen auf Papier, Collagen aus diversen Stoffen, bis hin zu akustischen Arrangements. Denn neben der bildenden Kunst, ist auch die Musik schon seit jeher ein wichtiger Bestandteil seines Werks. So darf man auf die Einführung zur Ausstellung durch den Künstler gespannt sein. So schrill, so laut, so vielseitig wie ihr Schöpfer. Vor allem aber eines: ein Hit.

Annika Turkowski,2011

 

Rik van Iersel
hit spit move fast lane
27.05.11  -  27.08.11

Eigentlich malt Norbert Frensch lediglich Röhren und Schalen. Doch mit ein paar flüchtigen Blicken im Vorbeigehen ist es bei seinen Bildern nicht getan. Der Betrachter muss aktiv werden, in Bewegung bleiben, seinen Standpunkt laufend ändern, damit er nicht nur das eigene suchende Gesicht sieht, das sich in der hochglänzenden schwarzen Dammarharzschicht wiederspiegelt,. Bei den "schwarzen Bildern" geht es nämlich nicht vordergründig um das immer wiederkehrende Motiv der Metallschale, sondern um den Vorgang des Sehens und sichtbar Werdens durch den spärlichen Einsatz von Licht. So kann man sich nie sicher sein, ob die Schale im Begriff ist zu verschwinden oder zu erscheinen. Rik Reinking beschrieb den Effekt der Bilder einmal mit "Entschleunigung des rasenden Alltags", da man sich Zeit zum Betrachten nehmen muss und will. Ähnlich verhält es sich bei seinen sogenannten "grauen Bildern", die in den letzten sechs Jahren entstanden sind und förmlich ein Eigenleben zu führen scheinen. Wie ein überdimensional vergrößerter Brustkorb, kommen uns, dem Betrachter, die rippenartigen Streifen mit jedem Atemzug entgegen und man vergisst schnell dass es sich hierbei um Ölfarbe auf Leinwand handelt.

 

Solche organischen Assoziationen entstehen auch bei der Betrachtung von Michael Schmeichels restfigürlichen Bildern. Der junge Künstler machte schon während seines Studiums an der HAW mit dreidimensionalen Wandarbeiten, bei denen er Rahmen und Leinwände um sich selbst drehte und wand, auf sich aufmerksam. Parallel dazu arbeitete er weiter an figurativen Arbeiten und überrascht in dieser Ausstellung mit Werken von hoher künstlerischer Qualität. In harmonischen Farbpaletten gehalten, enthalten die Arbeiten meist einen sehr figurativen Kern. Mal ist es ein Schädel, dessen runde Form sich aus der roten Tiefe abhebt, mal die Skelettstruktur eines Armes, dessen Zeigefinger nach rechts auf einen Gegenstand außerhalb der Bildfläche verweist. Wie die Synapsen eines menschlichen Nervensystems verbindet Schmeichel zarte Linien mit klaren Formen und wie jenes, lassen seine Werke keinen Zweifel an der absoluten Notwendigkeit ihrer Existenz.

Annika Turkowski, 2011

Norbert Frensch + Michael Schmeichel
curare2
25.03.11  -  21.05.11

Baldur Burwitz sieht sich mit seiner künstlerischen Arbeit weder im Kontext
der Minimal Art, noch der Konzeptkunst der 60er Jahre, und doch beantwortet
er mit der für die Galerie Borchardt entwickelten Werkgruppe, die nun
unter dem Ausstellungtitel SAFE gezeigt wird, die Frage nach der Notwendigkeit
einer Post- oder After Minimal Art Bewegung auf charmante Weise.
Er wird dabei gleichzeitig zum Bildhauer, zum Maler, Zeichner, nicht zuletzt
Druckgrafiker, und bedient sich sämtlicher klassischer Vorstellung von dem,
was Ausdruck und Technik in der zeitgenössischen Kunst sein kann.
Bleibt aber in letzter Konsequenz das was er ist ein Ideenkünstler wenn er
das Duchampsche Paradigma der Benennung eines banalen, nicht artifiziellen
Gegenstandes zum Kunstwerk wieder aufgreift und in die Diskussion
einbringt.
Denn was der Betrachter zu sehen bekommt, sind handelsübliche Möbeltresore.
Diese hängen an der Wand, stehen auf Sockeln oder ruhen direkt auf
dem Galerieboden.
Bei aller Nüchternheit und Reduziertheit der immer gleichen Objekte geht es
ihm auch um die partielle Aufhebung des in der abendländischen Kultur fest
verankerten Subjekt-Objekt-Verhältnisses.
Hier gerät derjenige Betrachter an seine Grenzen, der der Gewohnheit
folgend und mit seinem kulturellen Vorwissen dem Werk nur das Verfügbare
und ihm Verständliche zubilligt.
Nur ist diese Werkgruppe nicht selbstreferenziell, sondern sie besitzt ein
Innenleben, das interpretatorische Ansätze jenseits des rein physischen
Erscheinungsbildes des Objektes zuläßt und bereits durch seinen Titel Denkprozesse
auszulösen vermag.
Das nicht verifizierbare Wissen um dieses Innenleben, das im Widerspruch
zur äußeren Erscheinung der Arbeit steht, bringt den Betrachter in eine
Situation, in der er seine eigene Haltung zum Werk reflektieren muss. Er ist
gezwungen oder wenigstens versucht seiner eigenen Phantasie freien
Lauf zu lassen. Somit entsteht eine Art Selbstportrait vor dem geistigen Auge
des Rezipienten.
Denn der Künstler gibt über den Titel der Arbeit lediglich die formalen Eckdaten
des Werkes preis, innerhalb derer der Betrachter aufgefordert ist, seiner
eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Alles was hierbei in der Vorstellung
des Betrachters entsteht, verrät ihm mehr über sich selbst, als über die
Intention des Künstlers. Aber genau das möchte Burwitz mit seiner Arbeit
erreichen.
Bereits 1920 verhüllte und verschnürte der Surrealist, Maler, Fotograf und
Objektkünstler Man Ray eine Nähmaschine und nannte das Kunstwerk "Das
Rätsel des Isidore Ducasse". Das verhüllte Objekt blieb im Werk Man Rays
kein Einzelfall. Er beschäftigte sich immer wieder mit dem Thema Verpackung,
Verhüllung und Verborgenes.
Burwitz geht es aber nicht um das bloße Verhüllen unterschiedlichster
Objekte also nicht um eine "Offenbarung durch Verbergen", so wie David
Bourdon auch das Werk von Christo treffend beschreibt sondern vielmehr
zeichnet er auf Umwegen das Portrait des Betrachters, welches aus dessen
selbst gesammelten individuellen Erfahrungen entsteht.
Rik Reinking, 2011
 
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BALDUR BURWITZ | SAFE
01.01.70  -  19.03.11

HELLE JETZIG | barocco

 

Wie ein Foto kann sie mir nicht sagen, was sie mir zeigt. Sie ist ein Gestalt gewordenes Rätsel.

Jonathan Safran Foer

 

 

 

 

Helle Jetzigs Werk ist geprägt von Ambivalenzen. Malerei und Fotografie, Darstellung und Abstraktion, Konstruktion und Intuition, Fotorealismus und Informell, Absicht und Zufall, Materialbild und technische Perfektion, Schwarzweiß und überbordende Farbigkeit, Transparenz und Dichte, Tiefe und glatte Oberfläche, Imagination und Wirklichkeit sind Gegensatzpaare, die in den Bildern zu leuchtenden surrealen Szenerien verschmelzen.

 

Die Rätselhaftigkeit der Fotografie steigert der Künstler durch Überblendungen verschiedener Motive, farbige Siebdrucke und eine gegenstandsfreie transparente Malerei, die intuitiv im Prozess des Malens selbst entsteht. Zusätzlich verfremden viele, immer wieder geschliffene Lackschichten die Bilder und verstärken deren ganz eigene Magie. Sie laden zum Schauen und Schwelgen ein und verweigern sich doch eindeutigen Aussagen und Zuordnungen. Die Sujets scheinen vertraut und fremd zugleich und so real wie unwirklich.

 

Venedig, Hamburg, Berlin, Amsterdam, New York: ist die jeweilige Stadt auch meistens ohne Probleme zu erkennen, so sind die Bilder doch keine realen Abbilder oder Stadtportraits. Sie dienen lediglich als Inspiration, als Unterlage oder Vorlage, auf der und mit der Helle Jetzig seine eigenen Bildwelten ent-wickelt.

 


Die Ausstellung wird in Gegenwart des Künstlers eröffnet.

 


Es erscheint ein ausstellungsbegleitendes Booklet mit Teinem Text (d/e) von Regina Böker.

 


Die Ausstellung wird am Freitag, 19.11.10 um 19 Uhr eröffnet.

 



Helle Jetzig | barocco
Neue Bilder vom alten Kontinent
19.11.10  -  29.01.11

Clemencia Labin schafft "Abstraktionen” im wahrsten Sinne. Ihre Objekte bestehen aus gepolstertem Lycra. Das dehnbare und geschmeidig-weiche Material verleiht ihren Arbeiten eine organische Qualität. Die Kreationen wechseln in Format und Idee. Mit ihrer körperhaftigkeit verlassen sie die traditionelle Malerei in ihrer zweidimensionalen Beschränkung und werden als Plastiken begreifbar.

 

Die Künstlerin Lucía Madriz wählt für ihre vergänglichen Bodeninstallationen organische Materialien wie Samen, Gras und Erde. Einige von ihnen ähneln wertvollen Teppichen und werden beispielsweise aus Bohnen, Reis und Mais geschaffen. Andere hingegen wirken wie deplatzierte Landschaften, die gerade deshalb einen verstärkten Reiz auslösen.

 


Die Ausstellung wird in Gegenwart der Künstlerinnen und mit der Performance TIES von Clemencia Labin eröffnet.

 


Es erscheint ein ausstellungsbegleitendes Booklet mit Texten (d/e) von Frau Dr. Karin Schulze.

 


Die Ausstellung wird am Freitag, 10.09.10 um 19 Uhr im Rahmen des gemeinsamen Saisonstarts der Galerien im Kontorhausviertel Hamburg eröffnet.

 



 

 

 

 

Clemencia Labin und Lucia Madriz
TIES
10.09.10  -  13.11.10

Der gemeinsame Nenner beider hier gezeigten Werkzyklen ist die Frage nach der Überwindbarkeit menschlicher Wahrnehmungsbeschränkungen. Es begegnen sich zwei Bildauffassungen, von denen die eine in der Naturbeobachtung (Kobayashi), und die andere in einer philosophischen Wirklichkeitsauffassung (Bergmeier) verwurzelt ist. Auf überraschende Weise begegnen sich beide Künstler auf einer kontemplativen Ebene.

 

 

 

 

 



Rolf Bergmeier + Toshiya Kobayashi
infinite expansion
04.06.10  -  03.09.10

(Abbildung: H. Zahlmann, 100 x 100 x 10 cm, 2010, Beton gefräst)

 

9.4.10 ab 19 Uhr: Sonderveranstaltung anläßlich einer Gemeinschaftseröffnung der Galerien im Kontorhausviertel:

Präsentation der Künstlerdokumentation "3D"

 

Der Filmemacher Boris Castro thematisiert mit der Dokumentation "3D" die  künstlerische Entwicklung  des Hamburgers Heiko Zahlmann, der sich zunächst als Graffiti-Writer international einen Namen machte und vielerorts mit seinen Projekten im öffentlichen Raum für Aufmerksamkeit sorgte. So beispielsweise mit dem "höchsten Graffiti der Welt", das ihm einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde brachte, oder einem 2.000-Quadratmeter-Bild am Dock 10 von Blohm & Voss im Hamburger Hafen - dem weltweit größten dieser Art - welches er in dreijähriger Arbeit mit zahlreichen befreundeten Künstlern realisierte.

Im Jahr 2005 trifft er dann für sich den Entschluss, Graffiti im herkömmlichen Sinne bei dem die Dreidimensionalität häufig durch Malerei nur imitiert wird weiter zu entwickeln. Statt monumentaler Wandbilder entstehen nun tatsächlich plastische Objekte, Skulpturen. Eine gestalterische Innovation, die sich schnell im Stadtbild bemerkbar macht und trotz ihrer zunehmenden Konzeptionalität nicht die Energie und Schnelligkeit des Graffiti verloren hat, sondern sich gleichzeitig noch deutlicher mit Architektur und dem Stadtraum auseinandersetzt.

"3D" zeigt diese jüngste Entwicklung Heiko Zahlmanns, ohne dabei eine klassische Dokumentation zu sein. Der Film von Boris Castro ist als eigenständiges Werk zu verstehen und erweitert die Ausstellung "Von der Wand in den Raum in den Himmel"  um eine weitere Dimension.

 

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Aus Katalog: "Von der Wand in den Raum in den Himmel", erschienen im Verlag GUDBERG, 2009

 

 

"Von der Wand in den Raum in den Himmel" ein Titel, der die künstlerische Entwicklung des Hamburgers Heiko Zahlmann (*1973) exakt beschreibt. Dessen gestalterische Wurzeln liegen unverkennbar im Graffiti, mit dem er einst abweisendem Beton Farbe verlieh und der Tristesse der Stadt Leben einhauchte. Schon zu Beginn seiner Laufbahn als Graffiti Writer, 1989, beschäftigte sich Zahlmann intensiv mit Strukturen und Oberflächen zunächst durch den Gebrauch von Farben und der Sprühdose, mit deren Hilfe er ganze Stadtteile gestaltete und vielerorts mit seinen Projekten im öffentlichen Raum für Aufmerksamkeit sorgte. So beispielsweise mit dem "höchsten Graffiti der Welt", das ihm einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde brachte. Oder aber als Teil des Künstler-Kombinats "getting-up" sowie Mitveranstalter der legendären "Urban Discipline"-Ausstellungen. Und sicherlich auch aufgrund eines 2.000-Quadratmeter großen Bildes am Dock 10 von Blohm & Voss im Hamburger Hafen - dem weltweit größten dieser Art - welches in dreijähriger Arbeit mit zahlreichen befreundeten Künstlern realisiert wurde.

 

Genau dort, in der Stadtwüste, hat Heiko Zahlmann seine Beobachtungsgabe für den urbanen Alltag, aber auch das schnelle Arbeiten im öffentlichen Raum gelernt. Eine Arbeitsweise, die er sich bis heute erhalten hat, wenngleich seine heutigen Werke deutlich konzeptioneller und minimalistischer wirken. Bereits um 2005 herum begann Zahlmann, mehr und mehr auf Farben und gemalte Effekte  bei denen Dreidimensionalität häufig nur imitiert wird zu verzichten. Neuer Fokus seiner Kunst wurde die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum und seiner Architektur, der Oberfläche des Urbanen. Statt monumentaler Wandbilder entstanden nun tatsächlich plastische Objekte: Skulpturen aus Holz, Beton und Kunststoffen sowie raumfüllende Wandreliefs, die anders als 3D-Graffiti den öffentlichen Raum endgültig für sich eroberten.

 

Doch leugnet Heiko Zahlmann seine Geschichte auch nach zahlreichen Ausstellungsprojekten in renommierten Galerien und Museen nicht, denn seine grenzüberschreitenden Werke wären ohne seine Sprayervergangenheit kaum möglich und denkbar. Dieses wird beispielsweise deutlich, wenn er alte Graffiti-Gesten in rudimentärer Form in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate unter freiem Himmel und in einer ganz neuen Form von öffentlichem Raum entstehen läßt. Oder aber, wenn er rustikal-anmutende Betonwürfel mit Farbe übergießt, MDF-Tafeln mit seiner ihm eigenen Ritz- und Kratztechnik bearbeitet oder monochrom wirkenden Kuben eine zusätzliche Oberfläche verleiht, die mehr geschrieben als gemalt erscheint.  

 

Seine Affinität zur Architektur und die verstärkte Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum verband Heiko Zahlmann schnell mit der Galerie Borchardt. Nach zwei gemeinsamen Gruppenausstellungen und der intensiven Zusammenarbeit von Galerie, Künstler und dem befreundeten Architekturbüro BN Architekten zum Thema "Kunst am Bau", findet nun mit "Von der Wand in den Raum in den Himmel" die erste Einzelausstellung Zahlmanns in Hamburg statt. Neben Betonarbeiten, freistehenden Skulpturen und MDF-Arbeiten werden erstmals auch zwei Filme von Boris Castro gezeigt: "20357concrete" und "3D" beschreiben die jüngste Entwicklung Heiko Zahlmanns, ohne dabei eine klassische Dokumentation zu sein. Die Filme Castros könnten vielmehr als eigenständiges Werk aufgefaßt werden und erweitern die Ausstellung um eine weitere Dimension: Bewegung.

 

Zusätzlich zu den jüngsten Arbeiten Zahlmanns erscheinen zwei besondere Editionen: Neben einer Auflage an hochwertigen Drucken (limitiert auf 33 Stück) veröffentlicht der Künstler gemeinsam mit dem Verlag GUDBERG und Paperlux ein sehr aufwendig produziertes Künstlerbuch, bei dem dank Laser- und Siebdrucktechnik das plastische Moment von Zahlmanns 3D-Werken widergespiegelt wird.  

 

Darüber hinaus präsentiert Heiko Zahlmann selbst ein erklärter Sneaker-Sammler gemeinsam mit NIKE seine eigene Interpretation des legendären Dunk High Laser mit dem Titel "20357" (voraussichtliche Auflage von zehn Stück).

 

Ob Kunstwerk, Buch, Edition oder filmischer Beitrag  mit "Von der Wand in den Raum in den Himmel" steht Heiko Zahlmann mit seiner heutigen Arbeit für die stetige Weiterentwicklung des Ursprung-Mediums Graffiti und für ungebändigten Innovationsdrang. Indem er Grenzen der Gestaltung und Ästhetik immer wieder bricht und erweitert, zeigt uns Heiko Zahlmann bereits jetzt, wie die Tags einer fernen Zukunft aussehen könnten und wie Graffiti es schaffen kann, dem Zeitgeist immer noch einen Schritt voraus sein zu können.

 

 



HEIKO ZAHLMANN
von der wand in den raum in den himmel
27.03.10  -  29.05.10

Der Wald im Kopf

 

Was für ein Furcht erregendes Dickicht! Lange blauschwarze Dornen stechen aus dem Untergrund empor, bereit jeden aufzuspießen, der sich heranwagt. Ein aussichtsloses Unterfangen, dieses Gestrüpp durchdringen zu wollen. Es scheint unendlich, auch wenn der Lichtstreifen am Horizont Hoffnung verspricht.

Trak Wendisch hat den meisten seiner Strukturbilder, die aus mehr oder weniger fein verwobenen Liniennetzen bestehen, keine Titel gegeben. Inoffiziell spricht er jedoch von seinen "Waldbildern" - und in der Tat ist diese Deutung naheliegend.

 

Obwohl der Berliner Maler und Bildhauer vor allem als Menschenbildner bekannt ist, befasst er sich seit früher Jugend mit Landschaft. Während seines Studiums bei Bernhard Heisig in Leipzig eher nebenbei und versteckt, da an den Ostdeutschen Kunsthochschulen ähnlich restriktive Vorstellungen von zeitgemäßer Kunst herrschten, wie an den West-Akademien. Seit Mitte der 90er Jahre jedoch immer offensiver und selbstbewusster. Die Leuchtkraft in den Bildern des Deutsch-Römers Hans von Marées beflügelt ihn dabei ebenso, wie Olafur Eliassons "Weather Project" in der Tate Modern. Die Sonne, die der Däne in die Londoner Turbinenhalle sperrte, findet seine Entsprechung in der großen goldenen Scheibe, die Trak Wendisch machen musste, ohne genau zu wissen, warum. Alles, was den Künstler in den Bann zieht, fließt unweigerlich in seine Arbeit ein. So verwundert es auch nicht, dass die Lichtstimmungen inmitten eines Rapsfeldes, eines umgepflügten Ackers oder fallender Herbstblätter die emotionale Tonlage der zum Teil stark gestischen Gemälde vorgeben.

Die Verästelungen und Gespinste hingegen schöpfen ihre Suggestionskraft aus der Ambivalenz: Der reale Wald lässt sich ebenso gut als "Wald im Web" oder "Wald im Kopf" lesen. Als Ausschnitt eines hunderttausendfach vergrößerten Gefühls- und Informations-Dschungels, dessen Datenfluss gleichermaßen unkontrollierbar und beängstigend erscheint.

 

In der zweiten Hälfte der 90er Jahre, als auch die letzten Privathaushalte des wiedervereinten Deutschlands verkabelt waren, entstanden die Vorläufer der heutigen Strukturbilder: Zarte, reduzierte Netzbilder, die so gar nicht zu den rußgeschwärzten Archetypen passen wollten, denen der "Junge Wilde der DDR" in den 80er und Anfang der 90er Jahre mit Axt und Kettensäge zu Leibe rückte. Bis zur Erschöpfung hatte sich Trak Wendisch mit dem Holz gemessen; dem Stamm immer gestrecktere, immer schlankere Skulpturen entrungen, die Schwerkraft überlistet und die Körper entmaterialisiert. Mitte der 90er Jahre war das expressive Figurenrepertoire im wahrsten Sinne des Wortes überspannt, die Grenzen des Machbaren ausgereizt. Zwangsläufig setzte hier eine Zäsur- und Besinnungsphase ein.

Sicher kein Zufall, dass die Informationstechnologie zu diesem Zeitpunkt seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Die digitale Revolution gab den Impuls zu einer völlig neuen Sichtweise der Landschaft und zu mathematisch-strengen Bildern, die in der Folge einem Befreiungsschlag gleichkamen.

 

Der Künstler fand zurück zu seiner Authentizität. Zurück zu den geometrischen Grundformen plastischer Gestaltung und einem Fingerspitzengefühl für die weichen Materialien Wachs und Gips, mit denen er das in den Fokus geratene Spannungsverhältnis von Außen- und Innenwelt grandios umsetzte.

Doch ein Naturell wie Wendisch begnügt sich auf Dauer nicht mit dem Reiz formaler Kontraste. Auch wenn das haptische Erlebnis unterschiedlicher Oberflächen noch so erotisch ist seine Kunst entspringt immer auch einer Art Notwendigkeit. Nur aus der inneren Befindlichkeit heraus, einer bislang unbekannten Ruhe und Kontemplation, konnten nun aus Kugeln und Kuben neue Bildwelten erwachsen.

Wie extrem die Ergebnisse ausfallen, zeigt diese Ausstellung: Einerseits zarte Drahtplastiken, "Schwinger" genannnt, die wie Baumschößlinge anmuten und an die figürlichen Raumzeichnungen anknüpfen. Andererseits kompakte Formen wie die "Schenkel-Plastik", die sich ebenso als Sinnbild für den Schöpfungsakt deuten lassen, wie die raumgreifenden Brunnen mit ihren vegetativen Labyrinthen, die im auf- und abschwellenden Wasser ihre Erscheinungsform variieren.

 

Dazwischen eine ganze Reihe aufgeschnittener, aufgebrochener oder eingestülpter Objekte, die tatsächlich nichts anderes als Pollen darstellen. Pflanzliche Spermien, wie sie millionenfach auf Feld und Flur umher schwirren.

Mikrokosmos und Makrokosmos, Hülle und Kern, Monumentalität und Molekül das sind die Parameter, zwischen denen Trak Wendisch sein komplexes Netz-Werk gespannt hat. Auch wenn sich Gemälde, Plastiken und Skulpturen in Material, Oberflächenbehandlung und Formgebung stark unterscheiden sie entspringen derselben ganzheitlichen Ordnung, in der alles mit allem verknüpft ist: Der Natur.

 

Isabelle Hofmann, November 2009

 

 

Zur Ausstellung sind zwei Booklets erschienen:

"Thicket" - ausstellungsbegleitend, mit einem Text von Isabelle Hofmann, 32 Seiten

"Projekte" - eine Auswahl seiner Projekte im Außenraum und im Kontext mit Architektur, 28 Seiten

 

 



TRAK WENDISCH | thicket
Bildobjekte und Skulpturen
20.01.10  -  13.03.10

ANKÜNDIGUNG: Paintwork #3 | Pop Musik und Kunst - The Fall | 30.10.09 - 21.11.09

 

Die Band > The Fall < hat nicht nur unzählige Künstler inspiriert, sondern wurde umgekehrt auch von bildenden Künstlern beeinflusst. PAINTWORK #3 zeigt nach zwei vorhergehenden Gruppenausstellungen neue Arbeiten aus diesem Kontext.

 

Eröffnung Freitag, 30.10.09, 19 Uhr

 

 

KONZERT im Uebel & Gefährlich:

 

"The Fall"

Donnerstag, 05.11.09, 20 Uhr

www.uebelundgefaehrlich.com

 

 

PRESSETEXT:

 

Die Gruppe um den Sänger Mark.E. Smith war zwar nie eine Art-Rock Band, beeinflusste aber unzählige Zeitgenossen, darunter viele bildende Künstler. Sie wurde 1976, zu Zeiten der "punk explosion" in Manchester gegründet und gilt bis heute als Avantgarde-Rock-Band. Bisher sind nahezu 90 Alben veröffentlicht worden. Zahlreiche prominente Förderer haben die Band auf ihrem Weg unterstützt und bilden ein weltumspannendes Netzwerk treuer Anhänger.

 

In der Ausstellung "Repetition - Paintwork #3" stellen Künstler aus, die entweder Plattencover für The Fall gestaltet haben, oder ihre Arbeiten eng mit der Musik und Haltung der Gruppe verknüpfen. Oder die sie als eine Art Code benutzen, ein kulturelles Phänomen, eine Standortbestimmung.

 

Die Künstler dieser Ausstellung sind in ihren künstlerischen Ausdrucksmitteln und Sujets sehr verschieden, aber in einem für sie wesentlichen Punkt auch wieder gleich: Sie alle beziehen sich in ihren Arbeiten auf Musik. Und sie setzen dieses Verhältnis zur Musik in Malerei, Zeichnungen, Videos, Skulpturen und Performances um. Eine Fall-Platte für die Augen Vinyl, Öl und Acryl.

 

The Fall als morphisches Feld. Künstler der verschiedensten Richtungen verstehen diese Musik. Die kompromisslose Haltung der Band ist auch der gemeinsame Code der Künstler und dieser Ausstellung Repetition, Repetition, Repetition!

 

Nach zwei vorangegangenen Ausstellungen in Berlin (2006) und London (Frühjahr 2009) zeigen die Künstler in Hamburg neue Werke.

 

Anlässlich der Ausstellung gibt The Fall aus Großbritannien, mit ihrem legendären band leader Mark E. Smith, am Donnerstag, 05.11.09, ein Konzert presented by Rolling Stone Magazin. Veranstaltungsort ist einer der angesagtesten Clubs Deutschlands, das "Uebel & Gefährlich" im Medienbunker. Gerade im Februar dieses Jahres konnte der Club den Live Entertainment Award als bester Club Deutschlands entgegennehmen. Uebel & Gefährlich, Feldstr. 66, 20359 Hamburg, www.uebelundgefaehrlich.com

 

 

 



Repetition - Paintwork #3
Pop Musik und Kunst - The Fall
30.10.09  -  21.11.09

AKTUELLE AUSSTELLUNG:

 

Zum zweiten Mal nach 2007 widmet die Galerie Borchardt der in New York lebenden und arbeitenden Künstlerin Vivian Kahra eine Einzelausstellung. In ihren neuen Räumen am Hopfensack 19 eröffnet sie am Abend des 11. September Vivian Kahras Schau "tempo giusto" mit neuer Malerei und Zeichnungen. Die Vernissage ist eingebettet in den Saisonstart von 12 weiteren Galerien des Kontorhausviertels, in der Hamburger Innenstadt. Ein Shuttleservice wird am Eröffnungsabend die Gäste zu den verschiedenen Veranstaltungsorten bringen.

 

Sich im Aussenraum bewegen und das Gesehene anschließend im Rückblick zu erinnern, liefert den vielschichtigen Motivationsgrund für die Bilder von Vivian Kahra. Ausgangspunkt ihrer oft von dominantem Weiss und zarten, leicht fluoriszierenden Sujets geprägten Gemälde und Zeichnungen sind Expeditionen in die "äußere" Wirklichkeit. Regelmäßig begibt sich Vivian Kahra in Landschaften des Aussen, in reale Gelände der Natur, der städtischen Parks, gelegentlich auch in die virtuellen der neuen Medien.

 

Primär dienen Vivian Kahras Ausflüge allerdings nicht der Malerei, vielmehr ihrer Lust an der Bewegung, am Erleben unterschiedlichster Landschaften und am Abtauchen aus dem Alltag. Das Motiv des Tauchers findet sich so auch in etlichen Arbeiten der aktuellen Ausstellung wieder. Eine kleine Kamera dient ihr dabei für die Bildnotizen. Das dabei zahlreich gewonnene Erinnerungsmaterial wird später, manchmal Jahre später einer Art entschleunigter Zeitwahrnehmung unterzogen. Der Prozess der Bildherstellung, behutsam in verschiedenen Techniken wie Bleistift, Aquarell, Öl, Lack, Folie ausgeführt, gleicht einer sorgfältigen Erinnerungsarbeit, mit der Vivian Kahra Bilder der Aussenwelt in die Innenwelt überführt. "Es bilden sich", so die Künstlerin, "Gedächtnisräume, in denen keine Gesetze der Schwerkraft oder Perspektive gelten." Die Bilder sind in einem permanenten Wechsel von motivischer Verdichtung und Auflösung begriffen.

 

Vivian Kahras Bilder gleichen Momenten, in denen das Aussen zwar aufgehoben, aber nicht dokumentiert wird. Dieses liefert nur den optischen Vorwand, um den Prozess der Erinnerung im Bild festzuhalten. Wahrnehmungen verschieben sich, Bilder fliessen ineinander über oder lösen sich an ihren Rändern auf. Die Welt verwandelt sich in eine Zeichnung, in der Gefühl und Poesie im Prozess ihrer permanenten Bewegung für einen kurzen Moment zum Stillstand kommen. Oder wie es der Ausstellungstitel "tempo giusto" nahelegt: sich im angemessenen Tempo bewegen.

 

Vivian Kahra, geboren 1971 in Braunschweig, studierte an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig, der CA-University und der Muthesius Kunsthochschule, beide Kiel. Vivian Kahra lebt und arbeitet seit 2005 in New York.

 

 



VIVIAN KAHRA
tempo giusto
11.09.09  -  24.10.09

BANDE | reopening exhibition

 

Im Mai hat die Galerie Borchardt, gemeinsam mit dem Partnerbüro BN Architekten, neue Räume im Hopfensack 19, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Chilehaus, der Kunstmeile und der Hafencity bezogen.

 

Auf einer Fläche von mehr als 400 Quadratmetern werden sie dort verbindende Schwerpunkt in Architektur und Kunst ausloten und gemeinsame Projekte realisieren. Bereits in der Vergangenheit war ein erklärter Schwerpunkt der Galeriearbeit die gegenseitige Verbindung dieser beiden Bereiche. So wurden für private und öffentliche Gebäude zahlreiche Kunstkonzepte erdacht, geplant und realisiert. Darüber hinaus konnten Großprojekte, wie 2006 sculpture@CityNord, zusammen mit dem Sammler und Kurator Rik Reinking und nahezu 40 Künstlern, für ein halbes Jahr im Außenraum veranstaltet werden.

 

Die passenden Flächen für den gemeinsamen Standort wurden in Hamburgs Altstadt, im Erdgeschoß des gerade aufwendig renovierten, historischen Kontorhauses, der Hopfen-Burg, gefunden. Der Ausstellungsbetrieb beginnt am Freitag, 8. Mai, um 18 Uhr mit einer großen reopening Party und der Ausstellungseröffnung BANDE.

 

Teilnehmende Künstler:

 

Rolf Bergmeier, D

Helle Jetzig, D

Vivian Kahra, USA

Chikako Kato, Japan

Toshiya Kobayashi, Japan

Bodo Korsig, D, USA

Seamus Nicolson, GB

Udo Noeger, USA

Sarah Oppenheimer, USA

Andrew Schoultz, USA

Claudia Spielmann, D

Rik van Iersel, NL

Trak Wendisch, D

Heiko Zahlmann, D

 

 



Künstler der Galerie
BANDE | REOPENING AUSSTELLUNG AM NEUEN STANDORT
08.05.09  -  05.09.09

Wir zeigen Bilder, Skulpturen und Objekte von Bodo Korsig.

Bodo Korsig
no more excuses
11.11.08  -  20.12.08