Galerie Brockstedt

Tino Geiß - Ecke, Blumen, Stadt

 

Die Galerie Brockstedt arbeitet seit 2009 mit dem Neo Rauch-Schüler Tino Geiß, geb. 1978 in Jena, zusammen. Seine expressionistisch anmutenden Klebebandcollagen lassen einen fragmentierten, prismatisch gestreuten Blick auf Architekturen, Innenräume und Blumenbouquets zu.

Als ausgebildeter Grafiker führt Geiss das grafische Element der Linie – den Klebestreifen – in die figürliche Darstellung ein. Durch die mehrfache Überarbeitung seiner Collagen mit den Mitteln der Schichtung, der Decollage und der Übermalung erhalten seine Werke eine beinahe dreidimensionale haptische Qualität.

Zum ersten Mal in Hamburg sind seine aus der Vogelperspektive gesehenen großen Stadtlandschaften in Grisaille zu sehen.

Die Ausstellung wird verlängert bis zum 29. Juni 2018

Text: Dr. Uta Schnell, Galerie Brockstedt, Berlin

Tino Geiss
Ecken, Blumen, Stadt. Malerei, Collagen 2018 - 2017
22.03.18  -  31.07.18

 

„…nach außen reichen,

um die Schöpfung nachzuahmen

– nach innen

wenden, um das Bewusstsein

zu meistern“

(Zhang Zao)

 

Tino Geiss, 1978 in Jena geboren, gehört zu den

Jüngsten, die das gründliche Studium der Malerei in der

Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei den

bekannten Lehrern Arno Rink und Neo Rauch beendet

haben und ein akademisches Ethos weitertragen, das

mich ebenso erstaunt wie das große, gradlinige OEuvre,

das der 38-jährige jetzt schon überblicken kann.

Geiss benennt die Gegenstände seiner Welt lapidar in

den Titeln der Bilder: Bett, Lampe, Liebhaberbank,

Pflanze, Podest, Schreibtisch, Stehpult, Stuhl, Tisch

– ihre Orte: Archiv, Atelier, Bühne, Durchgang, Ecke,

Hütte – ihre Zustände: Chaos, Unordnung. Es entstehen

Serien: Lampe - in der Bibliotheca Hertziana, der Villa

Medici, in Reykjavik – Blumen: Agaven, Lilien, Pfingstrosen,

Rittersporn.

Das OEuvre besteht in großen Teilen aus Interieurs

und Blumenstillleben und folgt darin der Typologie niederländischer

Malerei des 17. Jahrhunderts. Durch die Konzentration

auf historisch sanktionierte Themen, steigert

Tino Geiss seine Fokussierung auf die Malerei; als Maler

des 21. Jahrhunderts stellt er sich selbst die Aufgabe, im

Regelwerk von historischen Kompositionen eine neue

Bildsprache zu finden.

Text: Wolfgang Becker

 

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 22. März 2018, 18 - 21 Uhr eröffnet.

Der Künsler ist anwesend.

Dauer der Ausstellung bis zum 31.07.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tino Geiss
Ecken, Blumen, Streifen, Malerei und Collage 2008-2017
22.03.18  -  31.07.18

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