IMBA Galerie

Die IMBA-Galerie zeigt in ihrer Ausstellung „ART in DEPTH“ Serigraphien des Grafik-Designers Charles Dixon. Seine Werke werden in der Ausstellung in einen Dialog mit Skulpturen aus dem südlichen Afrika eintreten.

Charles Dixons ‚Art in Depth‘ ist authentische afrikanische Kunst mit einzigartigen symbolhaften Motiven. Die Ursprünge seiner Werke liegen in der Kunst der Yoruba, einer bevölkerungsreichen Ethnie in Nigeria, deren Kunst auch in Europa, USA und Lateinamerika ein Begriff ist. Sie sind Ausdruck kultureller, sozialer, religiöser und kultischer Vorstellungen. Mit vielen seiner Themen schlägt der Künstler jedoch eine Brücke zu seiner gegenwärtigen Lebenswelt.

Charles Dixon: „In ‚einer Welt - einem Planeten - einer menschlichen Art -‘ kann ein Mensch ohne seine Wurzeln nicht wachsen; wer ohne Bewusstsein seiner Vergangenheit lebt, kann Gegenwart und Zukunft nicht bewältigen. Ich bin ein Yoruba; meine Kunst verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart. Sie symbolisiert die Empfindungen und das Temperament meines Volkes, auch die Vielfalt der Kulturen und Traditionen meines Landes. Meine Kunst weist aber darüber hinaus. Sie ist grenzenlos. Deshalb gestalte ich den Rand meiner Bilder ohne harte Abgrenzung, damit nach allen Seiten hin eine Fortsetzung vorstellbar ist. Je intensiver man sie betrachtet, desto ausdrucksvoller und unendlicher werden sie, desto mehr offenbart sich meine Bildsprache in ihren filigranen Details.“

Jedes seiner Bilder ist ein Unikat. Es erzählt einmalig seine eigene Geschichte. Die Steinskulpturen, die mit den Bildern von Charles Dixon in einen Dialog treten, stammen aus Zimbabwe und wurden von verschiedenen, international renommierten Bildhauern erschaffen.

Charles Dixon
Art in Depth
18.11.17  -  10.12.17

Die IMBA-Galerie präsentiert in ihrer Ausstellung „Augenblicke“ Bilder des Fotografen Norbert Becke. Seine großformatigen Porträts von Menschen aus neun Ländern und vier Kontinenten waren bereits in vielen Einzelausstellungen zu sehen. Als Grafik-Designer gehörte die Fotografie für Norbert Becke schon immer zu seiner kreativen Arbeit. Einen ganz neuen Stellenwert bekam sie nach seiner ersten Südafrika-Reise. Mit Enthusiasmus widmete er sich zunächst der Wildlife- und Naturfotografie. Es folgten Reisen in viele Länder Afrikas. Die Motive erschienen in zahlreich verlegten Fotokalendern. In Ländern anderer Kontinente wie Nepal, Indien, Myanmar, Vietnam, Papua-Neuguinea oder Ecuador entstanden weitere fotodokumentarische Arbeiten, die in vielfältiger Weise publiziert wurden. So wählte die Redaktion des STERN wiederholt Fotografien von Norbert Becke unter die besten Bilder und veröffentlichte sie im VIEW-Magazin und auf stern.de. Heute ist er vor allem durch seine Menschenbilder bekannt. Seine große Leidenschaft gilt der Porträtfotografie. Die Aufnahmen entstehen nicht im Studio. Sie sind nie inszeniert, sondern entwickeln sich aus dem Moment heraus. Immer wieder wird er gefragt, wie er es schafft, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, damit sie sich porträtieren lassen. Oft ist es nur ein kurzer Augenblick, der entscheidet. Manchmal reicht eine Geste oder ein Lächeln, um das Eis zu brechen. Am wichtigsten aber ist der Respekt, der dem Gegenüber entgegengebracht wird. So entstehen ausdrucksstarke Momentaufnahmen von unterschiedlichsten Charakteren – stolz und selbstbewusst, fröhlich und ausgelassen, aber auch traurig und melancholisch.

(Copyright Fotos: Norbert Becke)

Norbert Becke
Augenblicke
16.09.17  -  15.10.17

In der Ausstellung Secrets of Nature - Naturgeheimnisse treten Bilder der Malerin Sylvia Peter in einen Dialog mit Pflanzen- und Tierdarstellungen aus Stein und Holz von Bildhauern aus Simbabwe.

SYLVIA PETER (geb. 1970, Kaufbeuren Allgäu) malt Pflanzen. Sie löst einzelne Pflanzenteile behutsam aus ihrer Umgebung und macht sie zum Gegenstand inniger Betrachtung. Das Beobachtete stellt sie dar, ohne es zu interpretieren. Diffuse Hintergründe, die eine natürliche Umgebung wie Himmel oder Fels allenfalls andeuten, unterstreichen ihre Distanz zu jeglichem Illusionismus. Die Gemälde von Sylvia Peter sind mit der Spannung des draußen gefundenen Augenblicks aufgeladen. Sie benutzt keine Kamera, sondern zeichnet direkt nach der Natur. In ihrem nordseitig bis zum Boden verglasten Atelier folgt ein wochenlanger Prozess altmeisterlicher Malerei. Der glanzlose Farbauftrag, die zurückhaltende Lichtführung und die bevorzugte Verwendung von Erdpigmenten und Steinmehlen erinnern etwas an die Sprödigkeit altdeutscher Tafelmalerei. Für Sylvia Peter sind die Pflanzen anders geartete Lebewesen, die sie auf eine stille Art die Realität der Welt spüren lassen. Techniken: Acryl auf Holz, Aquarell, Bleistift, Pigmentdrucke nach Aquarellen und Gemälden, Radierung

Steinbildhauer aus Simbabwe haben sich in ihren Werken immer wieder durch die Natur inspirieren lassen. Bei einigen Künstlern sind Pflanzen- und Tierdarstellungen abstrakte Imaginationen und lassen dem Betrachter eigene Interpretationsspielräume – hier reduziert sich ein Elefant auf Wesensmerkmale wie Fuß, Rüssel und Ohr, dort ist nur der geheimnisvolle Schattenriss eines Vogels erkennbar. Andere Bildhauer erschaffen Fabelwesen aus Mensch und Tier und greifen so Themen aus der Mythologie ihres Shona-Volkes auf. Wieder andere arbeiten eher naturalistisch und schaffen es, ihren Skulpturen eine bewundernswerte Lebendigkeit zu verleihen.

Einer dieser Bildhauer ist RICKSON Z. MUREHWA, der zu den bedeutendsten Künstlern Zimbabwes zählt und bereits mehrfach in Deutschland ausgestellt sowie Workshops geleitet hat. Sein Stil und seine filigrane Bildhauertechnik sind außergewöhnlich und haben zu seiner internationalen Anerkennung beigetragen. Seine Skulpturen wurden u.a. in Galerien in den USA, Kanada, Australien, China, den Niederlanden sowie auf der Expo2000 in Hannover ausgestellt. Am Eröffnungswochenende wird Rickson zeigen, wie er aus rauem Serpentin-Gestein eine Skulptur erschafft. Seine Werke wie die anderer namhafter Künstler aus Zimbabwe, darunter Bernard Matemera, Josiah Manzi, Joram Mariga, Taylor Nkomo oder Washington Matafi werden im IMBA-Skulpturengarten zu sehen sein.

Am ersten Ausstellungswochenende werden Sylvia Peter und Rickson Z. Murehwa anwesend sein.

Sylvia Peter
Secrets of Nature - Naturgeheimnisse
07.07.17  -  29.07.17

Regine Kalmárs Vorliebe gilt dem Figürlichen, dem gewohnten häuslichen Geschehen, der Landschaft. Szenische Kompositionen der Darstellung des Körperlichen, Stillleben und Landschaftsdarstellungen sind daher das Ergebnis ihrer malerischen und zeichnerischen Arbeit. Gegen das stilistische Einordnen wehrt sie sich schon deshalb, weil sie frei bleiben möchte von starren Festlegungen: „Ich will in meiner künstlerischen Arbeit auf die sich verändernden Eindrücke ohne Zwänge reagieren können. Ich gehorche keiner fest umrissenen Theorie, sondern arbeite offen und an persönlichen Neigungen orientiert. Meine Bilder sind nicht allegorisch, ich will nichts anderes ausdrücken, als das, was die Bilder zeigen.“ 

Thematisch passend werden Steinskulpturen aus Zimbabwe in einen Dialog mit ihren Bildern treten. 

Regine Kalmár
Frauen-Seiten - Bilder der Malerin Regine Kalmár
29.04.17  -  21.05.17

Das zweite Leben begann für den Maler Werner Thiele (1911-1992) als er aus dem für ihn nicht enden wollenden Krieg doch noch nach Hause kam. Gegen Ende des Krieges in sowjetische Gefangenschaft geraten, leistete Werner Thiele in einem Bleibergwerk unter härtesten Bedingungen Zwangsarbeit und wurde erst 1949 aus dem sibirischen Arbeitslage entlassen.

Nach seiner Heimkehr malte und zeichnete sich Werner Thiele das in Krieg und Gefangenschaft Erlebte von der Seele. Darüber hinaus bildeten Industrie- und Städtelandschaften, Natur, Meer und Schiffe, figürliche und abstrakte Kompositionen sowie Bilder mit religiösen Inhalten seine Motive.

Werner Thiele zeigte schon als Kind zeichnerische Begabung. Sein Vater verwehrte ihm aus Sorge um die finanzielle Absicherung des Sohnes eine Ausbildung an der Kunsthochschule. Der Beruf des Feinmechanikers sicherte seinen Lebensunterhalt und ermöglichte ihm, ohne künstlerische Konzessionen an das Publikum zu arbeiten. 

Werner Thiele setzte sich mit den Kunstströmungen des 20.Jahrhunderts intensiv auseinander, so dass Kubismus, Fauvismus und Expressionismus Spuren in seinem Werk hinterlassen haben, ebenso wie die abstrakte Malerei der 1960er Jahre. Seine Begeisterung für die deutschen Expressionisten war groß und deshalb war er 1938 entsetzt über die Ausstellung "Entartete Kunst" in Hamburg-Planten un Blomen.

 

Die IMBA-Galerie zeigt einen Ausschnitt von Werner Thieles Werk - die Gefangenschaft, der Mensch in der Stadtlandschaft sowie Menschen mit ihren Masken. Thematisch passend werden Steinskulpturen aus Simbabwe in einen Dialog mit seinen Bildern eintreten. 

Aufgrund der positiven Resonanz auf die Ausstellung ist der NDR auf Werner Thieles Werk aufmerksam geworden und hat in der Kultursendung, dem Abendjournal, auf NDR 90,3 am 3.März 2017 einen Beitrag gesendet. Nachzulesen und mit Bildern versehen ist der gelungene Beitrag auf der Website des Senders: www.ndr.de/kultur/kunst/hamburg/Erinnerungen-an-den-Maler-Thiele,wernerthiele102.html . Den dreiminütigen Podcast sendet IMBA Galerie auf Anfrage gerne zu: info(at)imba-galerie.de

 

 

Werner Thiele
DAS ZWEITE LEBEN - Erinnerung in Bildern an den Hamburger Maler Werner Thiele (1911-1992). Gefangenschaft - Großstadt - Masken
25.02.17  -  19.03.17