galerie postel

 

Die galerie postel eröffnet die Saison mit einer Ausstellung, die sich mit einer der Grundfragen menschlichen Zusammenlebens befasst, mit den Grenzen. Die Ausstellung umfasst abstrakte und gegenständliche Arbeiten, Gemälde und Fotografien, Skulpturen und Videoarbeiten von fünf Künstlern, die sich verschiedener Aspekte von Grenzen in ihren Medien nähern.

 

Was definiert eine Grenze? Wo ist sie zu ziehen und wer entscheidet darüber? Wie nehmen wir sie wahr und welche Konsequenzen hat sie – für uns, den Gegenüber und den Raum? Grenzen können sehr unterschiedliche Formen annehmen. Manche sind sichtbar, durch Stacheldraht und Wehranlagen. Andere werden vielfach übersehen, auch wenn sie unser Leben bestimmen. Und manche werden täglich überschritten, ohne dass der Vorgang wahrgenommen würde.

Fünf Künstler untersuchen in der aktuellen Ausstellung der galerie postel Aspekte unterschiedlicher Grenzziehungen und die Folgen, wenn der schmale Grad, der das Hier vom Dort unterscheidet, überschritten werden. Die persönliche Grenze des Individuums untersuchen Ari Goldmann in seinen Ölgemälden und Selma Alaçam in ihrem Video "Different Conditioning". Sylvia Henzes Videoarbeit und Fotografien zu "The Window" beobachten die zypriotischen Grenze und Khaled Barakeh nimmt sich in seiner Arbeit "The Shake" der politisch-religiösen Grenze in Nordirland an. Helga Weihs schließlich stellt die Wahrnehmung der Raumgrenzen mit ihren abstrakten Holzskulpturen auf die Probe.

Ölmalerei und 3D-Scan, exotische Hölzer und Video, die Bandbreite der Medien ist groß. Von unterschiedlichen Seiten nähern sich die Künstler dem Thema Grenze an und machen sie in der Ausstellung BORDERLINES für die Besucher erfahrbar. Eine Untersuchung.

 

Abb.: Sylvia Henze, The Window / Nicosia (Fotoprint auf Acryl), 2004, aus dem Videoprojekt "The Window"

Wir laden herzlich ein zur Vernissage am 8. September 2017, 19 Uhr

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Selma Alaçam, Khaled Barakeh, Ari Goldmann, Sylvia Henze, Helga Weihs
BORDERLINES
09.09.17  -  29.10.17

Der Hai in Formaldehyd ist Legende: The Impossibility of Death in the Mind of Someone Living ist eine zentrale Arbeit des britischen Künstlers Damien Hirst und seine Präsentation in der Ausstellung “Sensations” hat entscheidend zu der Begründung seines Ruhms beigetragen. The Metaphysical Possibility of Joy in the Mind of Someone Unhappy von Sebastian Neubauer (*1980, Hameln) zitiert das Erscheinungsbild des berühmten Vorbildes. Doch statt eines bedrohlich aufgerissenen zahnbewehrten Gebisses zeigt die Plüschfigur die Fröhlichkeit zahlloser Kuscheltiere für den Kleinkindbedarf.

Was verniedlichend wirken könnte, ist in Sebastian Neubauers Arbeiten oft gebrochen. Bestenfalls fragwürdig ist der runtergerockte Plüschhase mit Augenklappe, Metallhand und zu viel „Bling“, der in dem Musikvideo Tomo y obligo einem Liebeskranken als Gesprächspartner dient. Ebenso sein Gesprächspartner, der mit schwermütigen Timbre, Schmalztolle und strassbesetztem Sakko ihm seinen Liebeskummer in der Melodie des berühmten Tangos von Carlos Gardes singt.

Rollenklischees in Gesellschaft und Familie, der Kanon der Kunstgeschichte mit seinen Koryphäen – Sebastian Neubauer nimmt sie in seinen Arbeiten ins Visier. Eine Verbeugung vor den Helden, die sie zugleich mit einem ironischem Augenzwinkern demontiert.

 

 

 

Sebastian Neubauer
das nichts hält uns gemeinsam
31.03.17  -  27.05.17

Welche historischen Ereignisse, welche grundsätzlichen Abläufe menschlichen Zusammenlebens und Handelns formen die „Menschheit“? Ari Goldmann sucht nach ikonografischen Spuren menschlichen Handelns und analysiert sie in seinen Bildern. Aktuelle Arbeiten des Künstlers sind vom 20. Januar bis 17. März 2017 in der galerie postel zu sehen, zur Vernissage am 19. Januar, 19 Uhr, in Anwesenheit des Künstlers laden wir herzlich ein!

Abb.: Ari Goldmann, Lost, 2016

Ari Goldmann
Riots on the Roof
19.01.17  -  17.03.17

Zahlreiche Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig erinnern im Hamburger Grindelviertel an die Verfolgung und Ermordung der Hamburger Juden während der Nazizeit. Im Winter 2012 deckte eine dichte Schneedecke die Straßen Hamburgs zu. Doch die Stolpersteine aus Messing drängten durch diesen schmutzigweißen Mantel des Vergessens an die Oberfläche.


Der Fotograf Amos Schliack ist Initiator und Mitbegründer der Aktion "Grindel leuchtet", mit der seit 2013 an jedem 09. November an die Novemberpogrome von 1938 erinnert wird. Schliack, der in seinen Reportagen und Fotodokumentationen für Zeitschriften wie dem stern, GEO, FAZ oder dem ZEIT-Magazin sowie diversen Buchveröffentlichungen vor allem Menschen in den Mittelpunkt stellt, hat dieses Phänomen in einer stillen und doch eindringlichen Fotoserie festgehalten.


Die Fotoserie "Stolpersteine" wird zusammen mit Fotos orthodoxen jüdischen Lebens in dem Stadtteil Mea Shearim in Jerusalem und Bildern aus Auschwitz in der galerie postel vom 10. November bis 10. Dezember ausgestellt.

Ein Anteil des Erlöses der Serie wird der Finanzierung weiterer Stolpersteine zugute kommen.

 

Wir laden herzlich ein zu Eröffnung und Konzert am 9. November 2016, 19 Uhr in Anwesenheit des Künstlers

Mit der Mezzosopranistin Irina Landsberg und dem Pianisten Moshe Landsberg. Beate Meyer vom Hamburger Institut für die Geschichte der Deutschen Juden wird die Fotografien und das Stolperstein-Projekt vor dem Hintergrund der jüdischen Geschichte des Grindelviertels einordnen.

Amos Schliack
Stolpersteine. Fotografien aus dem Grindel
10.11.16  -  10.12.16

Deutsche Mutter, türkischer Vater - die Karlsruher Künstlerin Selma Alaçam wuchs zwischen zwei Kulturen auf. In ihren Videoarbeiten und Tapisserien geht sie auf die Suche nach Identität und kommentiert mal mit feinem Humor mal mit beeindruckender Intensität kulturelle Erwartungshaltungen, Eigenheiten und Konflikte.

Abb.: Selma Alaçam, Different Conditioning (Video Still), 2011

Wir laden herzlich ein zur Vernissage am 9. September 2016, 19 Uhr

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Selma Alaçam
TRUE COLORS
10.09.16  -  29.10.16

Noch bis zum 13. August 2016 zeigen wir Arbeiten von Richard Schur, Kathrin Haaßengier und Helga Weihs: Abstrakte Ölgemälde, Studien und Grafiken des Münchner Malers Richard Schur aus seiner von seinem Aufenthalt in New York inspirierten Serie "Manhattan Stories", minimalistische Holzarbeiten der Kölner Künstlerin Helga Weihs und Material- und kinetische Arbeiten der Hamburger Künstlerin Kathrin Haaßengier.

Sommerpause: 15. August bis 6. September 2016. Ab dem 7. September sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.

Kathrin Haaßengier - Richard Schur - Helga Weihs
30.06.16  -  13.08.16

Palmen, Farnwedel und Schilf bedecken Wände, Häuser und Leinwände. Simon Halfmeyer sammelt den Urwald im städtischen Raum. Aus seinem stetig wachsenden Archiv aus Pflanzenbildern, die er in Zeitungen und Publikationen findet, aus Fotos und Architekturen, konstruiert der leidenschaftliche Zeichner neue Welten, Bilder von Südsee und Urwald, von wuchernden Pflanzen und wuchernder Architektur. Dabei dehnt er den Zeichnungsbegriff ins Experimentelle, setzt den Scherenschnitt in der Ölmalerei ein, die Wandzeichnung auf dem mobilen Modell ujnd den Siebdruck auf Glas. Seine Bildwelten sind Expeditionen in eine menschengeschaffene Wildnis, Traumbilder und Utopien einer Natur, die schon in ihrer Entstehung menschengemacht und nicht natürlich war. Expetopia ist die Einladung zu einer Expedition in diese Utopie.

Vernissage am 28. April 2016, 19 Uhr - der Künstler ist anwesend

Lesung in der Ausstellung: 26. Mai 2016

Abb.: Simon Halfmeyer, wallpaper Hamburg (Detail), 2016

Simon Halfmeyer
Expetopia
29.04.16  -  18.06.16

Zart heben sich die Protagonisten von den dunklen Hintergründen der Fotografien ab. Dem Raum entrückt scheinen sie in sich zu ruhen, wirken fast archaisch in ihrer Tracht. Doch die Moderne hat Einzug gehalten: Motorradhelme, iPads und Teebeutel zeugen vom täglichen Spagat zwischen den Kulturen. Für das aktuelle Thema findet Eduard Zent eine zurückgenommene Bildsprache, die an die niederländische Porträtmalerei des Barock erinnert.

2014 im Rahmen einer Bachelor-Arbeit begonnen, waren Bilder der Serie Preisträger des Wettbewerbs Gute Aussichten. Mit damit verbundenen Ausstellung waren sie bereits weltweit auf Tournee. Seitdem ist die Serie gewachsen. In der aktuellen Ausstellung der galerie postel ist sie mit zahlreichen Bildern erstmals in aktuellem Umfang zu sehen.

Abb.: Eduard Zent, Saghana, 2014, Hahnemühle Fine Art Print, 70 x 100 cm

Vernissage: 11. Februar 2016, 19 Uhr. Einführung: Prof. Dr. Martin Deppner. Der Künstler ist anwesend.

Eduard Zent
Moderne | Tradtion
12.02.16  -  16.04.16

Fotografie, Skulptur, Wandobjekte die Ausstellung "a glimpse of…" vereint unterschiedliche Medien und wirft einen Blick auf die neueren Entwicklungen von Künstlern der Galerie: Kabelskulpturen von Kathrin Haaßengier, die an insektenhafte Wesen erinnern, bewegen sich und senden Lichtsignale. Olaf Kreinsen beteiligt sich mit Arbeiten aus zwei Fotoserien, der città eterna von 2013, die stimmungsvolle Einblicke in die Ewige Stadt Rom geben, und der 2015 entstandenen Serie "Schwarze Materie", die im Wien der Gegenwart die Ästhetik der 20er Jahre durchscheinen lässt.

Auch Simon Halfmeyer, der 2014 in der Galerie seinen wuchernden Großstadtdschungel aus Wandzeichnung, Skulptur und Grafiken entstehen ließ, ist mit neuen Arbeiten beteiligt und Eduard Zent erstmalig in der Galerie mit zwei Fotoarbeiten aus der Serie Moderne|Tradition zu sehen, die Menschen an der kulturellen Schnittstelle zwischen der Tradition ihrer Herkunftsländer und dem Alltag in Deutschland zeigen und in ihrer ruhigen Würde an Werke niederländischer Maler des Barock erinnern. Sie geben einen Ausblick auf seine Einzelausstellung im Februar 2016, in welcher die Serie mit neuen Arbeiten präsentiert wird.

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung in adventlichem Rahmen in den Räumen der Galerie am 29. November 2015 um 11 Uhr.

Abb.: Simon Halfmeyer, Modell Nr. 14, 2015, Holz, Acrylfarbe, Bleistift, Polyester, 47 x 30 x 8 cm
Eduard Zent, Viktoria, 2014, Hahnemühle Fine Art Print, 50 x 75 cm
Olaf Kreinsen, città eterna, Giordano, 2013, auf A2, Archiv Pigment Print auf Hahnemühle Harmann Gloss Art Fibre warmtone, 30 x 45 cm
Kathrin Haaßengier, Lymphane Edition, 2009, Kabel, Kabelbinder Motor, Plexiglas, Glühbirnen, 175 x 30 x 22 cm

Mit Arbeiten von Kathrin Haaßengier, Simon Halfmeyer, Olaf Kreinsen und Eduard Zent
a glimpse of...
29.11.15  -  30.01.16

 

Künstlergespräch und Finissage

Helga Weihs - TRAJEKT

Sonnabend, 14. November 2015, 17.30 Uhr

Mit: Helga Weihs, Künstlerin, und Belinda Grace Gardner, Kunstkritikerin, Kuratorin und Dozentin

Sie stellt die Wahrnehmung des Raumes in Frage, wirkt mit einem architektonisch gebrochenen Video auf das physische Befinden der Besucher ein und strahlt doch eine innere Ruhe aus wie kaum eine Ausstellung der Galerie vor ihr: Am Sonnabend, den 14. November 2015 endet die Ausstellung Helga Weihs - TRAJEKT. Aus diesem Anlass findet im feierlichen Rahmen der Finissage in der Galerie ein Gespräch mit der Künstlerin statt, das die Kunstkritikerin, Kuratorin und Dozentin Belinda Grace Gardner führen wird.

Was bedeutet der Raum für sie, wann wird eine Skulptur eigenständig - und welche Konsequenzen folgen daraus für Betrachter und Skulptur? Was bewirkt das Material Holz und was transportiert die Skulptur jenseits der physischen Präsenz? Helga Weihs spricht über Präsenz und Transzendenz ihrer Arbeiten über die dritte Dimension hinaus. Wir laden herzlich dazu ein!

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Foto: Helga Weihs, 7 Wände, Ausstellungsansicht galerie postel (Foto: Helga Weihs)

Helga Weihs - TRAJEKT
KÜNSTLERGESPRÄCH UND FINISSAGE
14.11.15  -  14.11.15

TRAJEKT nennt Helga Weihs die Ausstellung, die wie eine Klammer Werke aus unterschiedlichen Schaffensperioden und stilen miteinander verbindet. Hohlkörper-Skulpturen stehen neben architektonischen Stapelungen, Wandarbeiten, Filmprojektion und Grafik eruieren Raum und Körper. Subtil setzt Helga Weihs die unterschiedlichen Farbtöne oft fremder Holzarten ein und verstärkt ihre Wirkung durch die Bearbeitung der Oberflächen. Der Rhythmus von Holzfarben und Einzelelementen strukturiert die Arbeiten, bildet Linien und hebt Partien hervor.

Was ist Raum und wie definiert er sich? Helga Weihs’ frühe, geleimte Arbeiten bringen ihren eigenen Raum mit sich. Sie erforschen das Verhältnis von innen und außen und definieren ihre Umgebung durch ihre organische Präsenz. Im Gegensatz dazu reagieren spätere Arbeiten auf die vorhandene Architektur. Sie nehmen den Rhythmus der Wände auf, umformen Winkel und reagieren auf Raumhöhe und länge.

TRAJEKT ist auch die Geschichte eines "coming of age": Für Helga Weihs bedeutet es den Transit vom Subjektiven zum Objektiven und die Loslösung des voreingenommenen Seins von der Arbeit. TRAJEKT vermittelt zwischen den Polen des Abstrakten und Konkreten in den Arbeiten von Helga Weihs und führt sie zusammen.



Wir laden herzlich ein zur Vernissage am 24. September um 19 Uhr

die Künstlerin ist anwesend



Abbildung: Helga Weihs, 7 Wände (Ausschnitt), 2005, Holz/Stahl, Foto: Jürgen Wittke



Helga Weihs
TRAJEKT
25.09.15  -  14.11.15

Einladung

 

FACING POLITICS im Gespräch

 

3. September 2015, 20 Uhr

 

mit den Künstlern: Ari Goldmann (Malerei), Katharina Kohl (Aquarell und Video) und Paula Markert (Fotografie) sowie dem Journalisten, Autor und Filmemacher Dirk Laabs ("Heimatschutz Der Staat und die Mordserie des NSU", 2014, mit Stefan Aust). Moderation: Veronika Schöne, Kunsthistorikerin


EINTRITT FREI

 

Am 3. September werden ab 20 Uhr die in der Ausstellung vertretenen Künstler mit dem Journalisten Dirk Laabs über Fragen der Rolle der Bilder in den Medien und ihrer künstlerischen Aufarbeitung diskutieren. Es moderiert die Kunsthistorikerin Veronika Schöne. Welchen Grundsätzen folgt die Bildberichterstattung, wie beeinflusst sie die Wahrnehmung der Leser, und wann wird ein Bild zum Schlüsselbild? Was verändert der künstlerische Umgang mit dem Bildmaterial? Welche Aufgaben erfüllt er, welche Ziele setzt er sich und welche Form braucht er? Am 3. September stellen wir die Bildwelt der Medien und ihre künstlerische Umsetzung auf den Prüfstand.

Ari Goldmann - Katharina Kohl - Paula Markert
Facing Politics
03.09.15  -  03.09.15

 

3 Künstler, 3 Medien, 1 Thema: Am 2. Juli um 19 Uhr eröffnet in der galerie postel in der Rutschbahn 2 die Ausstellung Facing Politics. Sie zeigt Gemälde von Ari Goldmann, Aquarelle von Katharina Kohl und Fotografien von Paula Markert, die eines gemein haben: Sie beschäftigen sich mit politischen Situationen und Fragen.

Serie oder Einzelbildnis, Detailerforschung oder übergeordnete Erkenntnisse, Individuum oder Kontext die Zugänge sind dabei so unterschiedlich wie die Medien und doch offenbart die Ausstellung Gemeinsamkeiten in Methoden, gibt Aufschluss über Zugangsmöglichkeiten und Erkenntnisse, für Künstler und Betrachter, über das Kunstwerk und den erarbeiteten politischen Zusammenhang. Die Themen sind die großen unserer Zeit Finanzskandal, NSU und historisch relevante Ereignisse wie die Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten.

Ari Goldmann: Gemälde aus der Serie "Menschheit"

Katharina Kohl: Aquarelle aus der Serie "Personalbefragung"

Paula Markert: Fotografien aus der Serie "Das Geld der Anderen"


Wir laden herzlich ein zur Vernissage am 2. Juli 2015 um 19 Uhr

Die Künstler sind anwesend

Abb. (v.l.n.r.):

Paula Markert, London (GB), 2012, Digitaler C-Print auf Fotopapier, 50 x 60 cm
Katharina Kohl, Felix Schwarz, Landeskriminalamt Hamburg, Polizeioberrat, 2013, Aquarell auf Bütten, 52 x 37 cm
Ari Goldmann, Friedensvertrag, 2013, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm

 

 

Ari Goldmann - Katharina Kohl - Paula Markert
Facing Politics - Politik im Porträt
03.07.15  -  12.09.15

 

Künstlergespräch & Konzert

21. Mai 2015, 19 Uhr

 

 aus Anlass der Ausstellung

 Richard Schur Manhattan Stories

 (noch bis 20. Juni)

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Noch bis zum 20. Juni zeigt die galerie postel aktuelle Arbeiten Richard Schurs, u.a. aus der jüngsten Serie Manhattan Stories, die inspiriert wurde von seinen letzten Aufenthalten in New York. Aus diesem Anlass findet in der Galerie ein Gespräch mit dem Münchner Künstler statt: Was treibt ihn an, wie entsteht eine Komposition, welchen Einfluss hatte die Metropole New York auf seine Malerei? Im Gespräch gibt Richard Schur Auskunft zu seinen Arbeiten und ihrem Kontext.

Im Anschluss wird Lia aktuelle Kompositionen spielen. Mit ihren Instrumenten Stimme & Piano kreiert die Hamburger Singer/Songwriterin eine ganz eigene Atmosphäre. Mal sanft und mal energisch beleben ihre Lieder die Erinnerung an Gefühle und Stimmungen. Wir freuen uns auf ihre wunderschöne Stimme und ihre farbenfrohen "Liederlandschaften".

 

Künstlergespräch und Konzert
Do., 21. Mai 2015
21.05.15  -  21.05.15

Richard Schurs jüngste Gemälde sind inspiriert vom Licht und Rhythmus der Metropole New York. Das pulsierende Nachtleben, die klirrende Kälte und das klare Licht des Winters, die Weite der amerikanischen Landschaft beeinflussen seine abstrakten Farbkompositionen. In feinen Abstufungen differenziert Schur Harmonien und Stimmungen und durchbricht dabei immer wieder die scheinbar klar abgezirkelten Linien der Acrylbilder mit gezielten Unregelmäßigkeiten und Transparenzen.

Vernissage: 23. April 2015, 19 Uhr

Abb.: Richard Schur, Party, 2015


 

Richard Schur
Manhattan Stories
23.04.15  -  20.06.15

Wir laden herzlich ein zur

Finissage mit Konzert für Skulpturenorchester und Schlagzeug.

Die Komposition von Gerd Vierkötter mit Aufnahmen der kinetischen Skulpturen von Kathrin Haaßengier wird am 24. Januar ab 17 Uhr anlässlich des Endes der Ausstellung "Kathrin Haaßengier - magnetic love" uraufgeführt.

Ort: galerie postel

Zeit: 24. Januar 2015, 17 Uhr

Es zittert, bebt, klirrt und surrt. Ein kaktusähnliches Gebilde gibt Brummgeräusche von sich, etwas, das an eine Libelle erinnert, putzt sich mit klappernden Zangen den Mund und eine Fliege sendet kurz aufflackernde Lichtsignale. Kathrin Haaßengiers Skulpturen sind belebt. Aus Elektrokabeln gebogen oder Silikon gegossen sind sie trotz ihrer Größe filigran. Wie die Linien einer Zeichnung verdichten sich die schwarzen und farbigen Kabel zu Formen und Körpern.

Angetrieben von kleinen Motoren wandeln sie Bewegung in Ton oder Licht um, nehmen an rotierenden Elementen Impulse ab und reagieren auf Berührung mit anderen Skultpturenteilen. Der technische Vorgang steckt voller Poesie: Erst die Berührung zweier schleifender Ringe bringt zwei Lampen zum Leuchten, die in unregelmäßigem Flackern gemeinsam einen Kristall erstrahlen lassen. Die Magnetische Liebe steht ganz im Zeichen der Transformation: Energie wird zu Bewegung, Ton und Licht, zu Lebensäußerungen.

Nicht umsonst sind es dabei vor allem Insekten, die es Kathrin Haaßengier angetan haben. Die Möglichkeit der Verpuppung, des sich Verwandelns in einen neuen, anderen Zustand ist ihnen inne.   Kathrin Haaßengier fängt die Poesie dieses Wandels ein und gibt ihr Form.

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Vernissage: 27. November 2014, 19 Uhr

Abb.: Kathrin Haaßengier, Spirelle, 2014

 

Kathrin Haaßengier
magnetic love
27.11.14  -  24.01.15

Exotische Pflanzen wuchern in üppigem Dickicht über Wände, Graphiken und Skulpturen. Sie verbinden sich mit Hochhäusern und Straßenelementen zu utopischen Stadtbildern. Größenverhältnisse verschieben sich, Motive kehren wieder, Arbeiten werden zu Vorlagen und was eben noch Bestandteil eines Druckes war, findet sich ein paar Meter weiter als Teil einer Skulptur wieder. Wuchernd wie der Dschungel, den sie bilden, überspringen Simon Halfmeyers Zeichnungen die Grenzen ihres Mediums, greifen in den Raum ein und nehmen den Besucher mit in eine unbekannte Welt.

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In der galerie postel wird Simon Halfmeyer eine temporäre Wandzeichnung fertigen, die während des Zeitraums der Ausstellung besichtigt werden kann.

Vernissage: Donnerstag, den 28.8.2014, ab 19 Uhr

Abbildung: Simon Halfmeyer, Münster 2010 (Ausschnitt)

Simon Halfmeyer
Wandzeichnungen
28.08.14  -  18.10.14

Der Siegestaumel der Fußballweltmeister von 2010, der Handschlag nach einem Vertragsabschluss unsere Erinnerung lebt von Bildern. Oft sind es "Schlüsselbilder", die durch die Medien gehen, die immer gleichen Szenen der Bildberichterstattung der Nachrichten, die Abbildungen in Geschichtsbüchern, die schließlich wie Stellvertreter zuverlässig in unseren Köpfen auftauchen, wenn von einem Ereignis gesprochen wird.


Ari Goldmann untersucht das Wesen unseres Bildgedächtnisses: Welche Formen nehmen Bilder an, welche Informationen werden transportiert und welche übersehen wir? Wie verbindet sich die individuelle Ikonographie mit der überlieferten und was sagen die tradierten Bildformen über das Miteinander der Menschen aus? Ari Goldmann legt die Strukturen der Bilder frei, reduziert die Vorlagen auf das Zusammenspiel von Linien und Flächen und entlarvt so Handlungs- und Kommunikationszusammenhänge. Die reduzierten Formen mit ihren kräftigen Farbkontrasten verleihen Gesten Signetcharakter und hinterfragen unser kollektives Zeichengedächtnis: Was ist Realität?

Vernissage: 22. Mai 2014, 19 Uhr

Save the date: 29. Juni 2014, 11 Uhr: Zeitzeugengespräch aus Anlass der Ausstellung

mit Gert Hinnerk Behlmer, Staatsrat a.D., und Erwin Jurtschitsch, Mitbegründer der taz, Journalist und Unternehmer, zur Aktion "Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren"

Ari Goldmann
Menschheit
22.05.14  -  12.07.14

Olaf Kreisens Lago Silenzioso zeigt einen unbekannten Gardasee. Nebel lässt die Konturen verschwimmen, Objekte sommerlicher Aktivitäten sind nur Statisten am Rande eines einsamen Sees, der nicht mehr viel gemein hat mit dem sommerlichen Urlaubs- und Wassersportparadies. Olaf Kreinsens Bilder sind von meditativer Ruhe und innerem Strahlen. Sie werfen den Betrachter auf sich selbst zurück, sind ebenso innere wie äußere Landschaften. Bildgrenzen lösen sich auf, aus dem See wird ein Meer und der eigentliche Ort wird zweitrangig.

 

Lago Silenzioso wurde 2012 mit dem prix de la photographie paris (px3) mit einer Bronzemedaille (3.Preis) in der Kategorie "fine art professionals ausgezeichnet. Die Ausstellung zeigt neben der Serie Lago Silenzioso noch Arbeiten aus den preisgekrönten Serien "Urban Trees" und "Immobiles / War Horses".

 

Olaf Kreinsen
Lago Silenzioso
05.09.13  -  08.09.13