Osterwalder's Art Office

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Künstler der Galerie – Kleine serielle Arbeiten in größeren Einheiten

Christiane Gerlach / Vanessa Grannum / Bertolt Hering / Volker Lang / Eva Klatten / David Neat / Nemo Struckmeier

 

Ausstellungsdauer bis Januar 2018

 

Osterwalders Art Office zeigt Künstler der Galerie mit kleinen seriellen Arbeite, die bereits in Solo Schauen der jeweiligen Künstler in der Galerie gezeigt wurden.

Christiane Gerlach beschäftigt sich mit der Frage der Körperlichkeit, die nicht zuletzt wegen ihrer Herstellung eine konstruktive Beziehung von Innen- und Außenformen thematisieren. Die Werkstoffe sind Gips und Beton, sie arbeitet aber auch mit dem Medium Fotografie und Malerei.

Installation aus 2000, Samenstände, roter Gips & Samenstände, schwarzer Zement

Vanessa Grannums brillante Farbkompositionen, die nur ein kleiner Auschnitt ihrer Work in progress Serie darstellen, scheinen mit der Kamera gemalte Emotionen. Die Photographie ist dabei nur ein Mittel ihres künstlerischen Ausdrucks, und sie verzichtet hier bewusst auf Computermanipulationen.

2005, polymorchives, Digital Photo, gerahmt 52x42 cm Auflage1/20

Bertolt Hering Die Papierarbeiten decken einen bisher unbekannten Aspekt seiner künstlerischen Arbeit auf: die unmittelbare Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur deren Pinselzeichnungen fragment- arisch bleiben in ihrer Darstellungsweise, sind aber doch bildhauerisch präzise.

2003, 59 x 41cm, Acryl auf Papier mit Rahmen

Volker Lang Der Film Journey to Italy behandelt die Reise eines englischen Ehepaars (Roberto Rosselini) nach Neapel. Was als eine rationale Abwicklung geplant war, gerät dem Paar in eine nicht mehr steuerbare Wahrnehmung ihrer Entfremdung von einander und zu sich selbst, ausgelöst durch die Stadt Neapel mit dem Spirit seiner Orte und deren Kulturen, die neben dem realen Leben teilweise noch immer existieren.

Die Fotografien sind während Langs wiederholten Aufenthalten in Neapel zwischen 1994 und 1996 entstanden. Die Motive sind denen im Film ähnlich, es sind die Orte, die Katherine (Ingrid Bergmann) aufsucht. (Cuma, Baia, Pompeij, Capri, Solfatara...)

1996, s/w Photo, 18 x 24 cm Aufl. 1/3 / 1994/2008, s/w Photo, 24 x 30 cm Aufl.1/6

Eva Klattens Spiel mit Formen und Farben überlässt es dem Betrachter seine eigenen Szenarien zu assoziieren.

Starter I Serie 2004, Mischtechnik auf Papier, 30x40 cm gerahmt

David Neat Faim de siècle ist eine limitierte Edition von je 67 Mixed Media Objekten in denen der britische Künstler David Neat 100 der bedeutensten Künstler des 20 Jahrhunderts seine Hommage in der Form eines Pralinen-Konfekt widmet. Werkstoffe sind u.a. Gips, Wachs, Papier und Plastik. Jedoch keine essbare Materialien.

Collector 9 Pralinen mit Schachtel

67 Artists of the Century Poster:

signiert Hochformat 70 x 100 signiert Querformat 70 x 100 unsigniert nur Hochformat 70 x100

Pralinenkästen Serie 1995, Holz, Gips, Wachs, 23 x 23 x 3.5 cm

Nemo Struckmeier Figurinen, Menschen und Tiere gruppieren sich um die teilweise leere Mitte, dabei entdeckt sich dem Künstler durch seine intuitive Vorgehensweise eine Art Mandala und/oder generiert so etwas wie ein Andachtsbild. Diese Arbeitsweise hatte auch schon in der Vergangenheit Struckmeiers künstlerische Formulierungen erzeugt und stellt einen wesentlichen Aspekt seines bildnerischen Schaffens dar.

2009/10, 32 x 42 cm, Mischtechnik auf Jostpaper mit Rahmen

 

Abb.: David Neat Collector 9 Pralinen mit Schachtel: Andre/Serra/le Witt/Morris/Warhol/Newman/Buren/Picasso/Rothko

Künstler der Galerie
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24.11.17  -  31.01.18

Willi Klar, Dieter Klar, Reto Klar

Fotos aus 3 Generationen - 100 Jahre Klar

Zur Ausstellung erscheinen 3 Fotobände

 

Willi Klar, geboren am 9. Juli 1907, Vater von Dieter Klar und Großvater von Reto Klar. Lichtbildner, Theater-, Porträt-, Mode- und Werbefotograf. Er fotografierte die Nachkriegszeit, das zerstörte Frankfurt am Main und dokumentierte von 1959 bis 1972 den Wiederaufbau der deutschen Großindustrie (Wirtschaftswunder). An mehr als 100 Industriebüchern hat er mitgearbeitet. In der Main-Metropole war er der Theaterfotograf. Die Prominenten der Nachkriegszeit gaben sich im Hause Klar die Tür in die Hand. "Ich habe alles fotografiert", resümierte Willi Klar. Sport, Mode, Industrie, Werbung, Theater, Prominente, Schauspieler. Nationale und internationale Ausstellungen, Bücher und ein riesiges Bildarchiv zeugen von der Originalität und dem Einfallsreichtum eines Chronisten unserer Zeit. Willi Klar starb am 11. April 1994.

Dieter Klar, geboren am 9. September 1937 in Frankfurt am Main. Industrie-, Werbe- und Modefotograf, Fotoreporter, Produzent, Regisseur, Buchautor, Präsident. Fotoausstellungen im In- und Ausland, darunter Dauerausstellung Klar-Sichten im Haus der Geschichte, Berlin. Mitbegründer und Präsident des Vereins Kulturforum am Hafen e.V., Buxtehude. Mitbegründer und Produzent des IMF International Musik Festival Buxtehude & Altes Land.

Reto Klar wurde am 24.März 1967 in Buxtehude geboren. Mit seiner ersten Kamera, eine kleine Nikon, fing ein Hobby an, das er dann zum Beruf machte. Später folgten eine Panoramakamera und Camera Obscura. Er liebt es, mit alten Polaroid 665-Filmen zu arbeiten.
Sein Volontariat absolvierte er unter seinem Vater bei der dpa. Sein Großvater weihte ihn in die Geheimnisse der Filmentwicklung und der Vergrößerung ein. 1990 erhielt er ein Angebot der Welt am Sonntag. Mit Bildern aus seiner Hamburg-Serie veröffentlichte er sein erstes Buch Hamburger Augenblicke (1991). Danach erschienen viele weitere Bücher. Zuletzt "Unsichtbar: Vom Leben auf der Straße - Obdachlose im Porträt" (2014). Reto Klar war Fotoreporter für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen, u.a. für die Welt am Sonntag. Seit 2014 ist er Foto-Chef und Chef-Fotograf der Berliner Morgenpost (Funke Mediengruppe). Schwerpunkte: Interviews mit Politikern und Schauspielern, Künstlerporträts.
Reto Klar lebt mit seiner Familie in Berlin.

Mehr Informationen und Bilder unter http://100jahre.archiv-klar.de/buch-100-jahre-klar.php

 

 

Willi Klar, Dieter Klar, Reto Klar
100 Jahre Klar
04.11.16  -  24.02.17