Studio-Galerie-Othmarschen

Die schon für April vorbereitete Ausstellung "Helmut Kalle Fotografie Europa Nahost Zentralasien" hängt. Die Vernissage am 20. März mussten wir aus den bekannten Gründen leider absagen. Wir werden die Herbstsaison mit dieser Ausstellung voraussichtlich am Freitag, dem 11. September 2020 eröffnen. Ein Besuch der Ausstellung in unserer Galerie ist bereits jetzt nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter den derzeit geltenden Schutzmaßnahmen möglich.

Über neue Termine informieren Sie sich bitte auch auf unserer Homepage.

Helmut Kalles Fotografie spiegelt seine Leidenschaften – sein Fernweh, seine Neugier auf Menschen und ihren Lebensraum. Mit einer Jugendgruppe ist er 1955 ein erstes Mal in Griechenland. Dorthin kehrt er auch in den nächsten Jahren immer wieder zurück. 1960 umrundet er Island. 1962 ist er in der Türkei und Bulgarien unterwegs. Von den späten 70ern an wird der Radius größer. Vor allem der Nahe Osten lockt ihn: Iran, Israel, Jemen, Zypern. In den späten 80ern fesseln ihn Albanien, Ungarn und Tschechien. Nach der Grenzöffnung 1989 erschließt er sich die DDR. In den 90ern bereist er Russland und Zentralasien: Jakutsien im Norden, Georgien, Tadschikistan, Usbekistan und in die Mongolei. Im Westen locken Portugal und Kuba. Er ist unterwegs mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß. 

In seiner Fotografie sucht Helmut Kalle nicht das Spektakuläre, sondern den Alltag. Fast immer zeigt er Menschen, scheinbar unbemerkt bei typischen Tätigkeiten fotografiert. In die frühen Jahre fallen zahlreiche Porträts von Charakterköpfen, alte Gesichter, zerfurcht wie Landschaften; Kindergesichter, glatt, mit glänzenden, fragenden Augen. Seine Bilder sind leise, beobachtend; sie erzählen: Der Lichteinfall in einen Raum, gleißendes Licht über einer Landschaft und die Schlagschatten eines Gebäudes. Sie sind ausschließlich schwarz-weiß fotografiert.

Helmut Kalle (1938-2019) wuchs in Hamburg auf und studierte an der Staatlichen Höheren Fachschule für Fotografie in Köln. Zunächst fotografierte er für Industrie, Medizin und Forschung, von 1982 an arbeitete er als freiberuflicher Bildjournalist mit Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Zeitschriften.

Die Ausstellung in der Studio-Galerie-Othmarschen zeichnet vor allem seine Reisen in Nahost und Zentralasien nach.

 

Helmut Kalle

Fotografie Europa Nahost Zentralasien
20.03.20  -  25.10.20

Am Küstensaum entlang wandern, vom Meer angespültes Strandgut aufsammeln, damit arbeiten, es umsetzten in Fotografie, Montagen, Installationen.

Vielfältige Möglichkeiten für einen Künstler sich kritisch mit dem Müll in den Meeren auseinanderzusetzen.

Seit vielen Jahren nähert sich Manfred Schulze-Alex von verschiedenen Seiten diesem inzwischen drängenden Thema.

Die Ausstellung zeigt bekannte und neue Arbeiten aus allen Bereichen.

 

 

 

Manfred Schulze-Alex

The Trashed Coast
27.01.20  -  08.03.20

Die Studio-Galerie-Othmarschen zeigt Arbeiten des vielseitig tätigen Künstlers Franz Kaiser (1888 – 1971) aus einer Hamburger Privatsammlung. Neben einigen bekannten Werken können wir eine Vielzahl bislang unbekannter Bilder in unterschiedlichen Formaten und Techniken sowie einige Objekte präsentieren.

Der aus Düren stammende Künstler sattelte nach einer kaufmännischen Ausbildung schnell um auf Architektur. Doch auch die Arbeit in den Büros so prominenter Architekten wie Bruno Paul und Peter Behrens in Berlin genügte nicht, um sich als selbständiger Architekt niederzulassen.

Nach einigen Jahren als Wanderprediger, versuchte  er  1926 einen Neustart in Hamburg als bildender Künstler – als Maler, Kunstgewerbler und Bildhauer, kritisch und eigenwillig. Gebrauchskeramik, Teppiche, Möbel und Holzfiguren, ungezählte Zeichnungen in kleineren Formaten, Collagen und Gemälde entstanden.

Seine Farbpalette ist begrenzt, die Farben sind oft matt. Er bearbeitet politische ebenso wie religiöse oder mystische Sujets und findet für klassische Motive wie ‚Kartenspieler‘, ‚Mutter und Kind‘ oder ‚Briefschreiber‘ seine eigene  Interpretation; motivisch und technisch immer wieder experimentierend.  

Sein ungewöhnliches, teilweise anarchisches Leben und seine Kunst weckten die Aufmerksamkeit der Nationalsozialisten, was ihn zu einem der verfemten und verfolgten Künstler machte. Ein Außenseiter mit nicht allzu häufigen Ausstellungen blieb er auch nach dem Krieg -  trotz der Förderung durch Helmut und Loki Schmidt - bis an sein Lebensende.

Franz Kaiser (1888-1971)

Werkschau 1920-1970
22.11.19  -  12.01.20

2015 begann der Hamburger Fotograf Manfred Schulze-Alex die Serie „Schrecken der Küste“. Sie befasst sich mit der zunehmenden Vermüllung der Meere. Angespülte PET-Flaschen wurden in der Nähe ihres Fundortes im Schärengarten vor der schwedischen Westküste fotografiert: „Schönheiten“ in urtümlichen Landschaften, im warmen Licht der untergehenden Sonne – doch sie versperren den freien Blick auf den Horizont. Die ungewöhnliche Sichtweise bricht mit der herkömmlichen Landschaftsfotografie – sie soll verstören, provozieren Gewohnheiten zu überdenken, Verhalten zu brechen.

Sie steht  im  Zusammenhang mit der Gemeinschaftsausstellung  „Aufbrechen“, mit der der Landesverband  Hamburger Galerien Einblicke in die Arbeit seiner Mitgliedsgalerien gibt.

Manfred Schulze-Alex

The Alarming Coast
04.11.19  -  17.11.19

Die Galerie RIECK aus Kiel ist für ein Wochenende bei uns zu Gast.

Seit über 30 Jahren ist RIECK als Kunsthandel und Galerie spezialisiert auf skandinavische Kunst von 1800 bis heute. Schwerpunkte sind die Skagen Maler, ausgesuchte Arbeiten der Klassischen Moderne und besondere Gemälde und Objekte zeitgenössischer Künstler.

Die Galerie RIECK zeigt ihre Themenausstellungen ausschließlich an besonderen Orten, in befreundeten Galerien oder auf ausgewählten Kunstmessen im ganzen Norden. Immer nur für kurze Zeit und immer mit einer neuen Auswahl, mit neuen Entdeckungen und Erwerbungen.

Sie wird an diesem speziellen Wochenende in der Studio-Galerie-Othmarschen neben einer Auswahl skandinavischer Kunst von der Romantik über die klassische Moderne bis zu den Zeitgenossen erstmalig auch die neuen Glasskulpturen von Maria Bang Espersen präsentieren.

Galerie RIECK

Maler des Nordens
02.11.19  -  03.11.19