VisuleX Gallery for Photography

Zum 90 Geburtstag von Horst Janssen

DIALOG | Nomi - Janssen

Horst Janssen (1929-1995) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Zu seinem 90. Geburtstag zeigt die Galerie VisuleX Aufnahmen der renommierten Fotografin Nomi Baumgartl mit Szenen aus dem Leben des Künstlers. Diese faszinierenden Einblicke in das private Refugium aus dem Jahre 1984 ermöglichen einen authentischen Zugang zu Janssens egozentrischen Genie. Sie werden in Verbindung mit Selbstportraits, seltenen Zeichnungen und Grafiken aus dem Depot der Galerie und Verlag St. Gertrude gezeigt.

 „Hier hast du also meine Visage…“ schreibt Janssen in seinem Vorwort zum Bildband Nomi | Janssen.

Die international renommierte Fotografin Nomi Baumgartl konnte 1984 Horst Janssens Vertrauen gewinnen. Sie begleitete ihn fotografisch über Wochen hinweg in seinem Blankeneser Refugium, seiner „Burg“ – wie er sein Atelier und zu Hause. Entstanden sind zarte, fast schon intime Bildserien von Horst Janssen. In diesen ist er zum einen ganz er selbst, zum anderen inszeniert er sich aber auch vor der Kamera mal als kindlicher, mal als charmanter Mann und mal als androgynes Wesen. Überraschend sind auch die ihn umgebenden Dinge, die einen starken Bezug zu seinen Bildern erkennen lassen. Hervorzuheben ist dabei vor allem das Motiv der „vanitas“, der Vergänglichkeit.

Nomi Baumgartl, Jahrgang 1950, lebt in Murnau am Staffelsee und arbeitet weltweit an ihren Projekten. Ihr Lebenswerk ist, Verbindungen und komplexe Zusammenhänge zu zeigen: Von Mensch, Tier und Natur, Ozean und Erde - eine Hommage an die Schöpfung. Zahlreiche Publikationen, Veröffentlichungen in Magazinen und Büchern, Filme, Ausstellungen und Auszeichnungen zeugen von ihrer erfolgreichen internationalen Karriere. Für ihre herausragenden Porträtarbeiten wurde sie als "Biografin mit der Kamera" ausgezeichnet und erhielt verschiedene Fotobuchpreise, z. B. für ihr Fotobuch über Horst Janssen.

Horst Janssen gilt als einer der herausragendsten und produktivsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Er studierte zwischen 1946 und 1951 in der Klasse von Alfred Mahlau an der Kunstschule Hamburg. Hier lernte er das genaue Betrachten und Hinsehen („Ich bin nur ganz Auge“). Bald jedoch löste er sich von der exakten Darstellung der Wirklichkeit, ohne dabei die Gegenständlichkeit innerhalb seiner Arbeiten aufzugeben.

Wohl kaum ein zweiter Künstler hat sich derart obsessiv dem Genre des Selbstportraits gewidmet. Über 1000 Selbstbildnisse hat er hinterlassen - nicht aus Selbstverliebtheit, sondern als Bestandsaufnahme seiner Befindlichkeit.

„Es gibt keinen Künstler, der sich so schonungslos zeichnete, zeigte.“ Hans Brockstedt

Die Vernissage ist am Dienstag, 8. Oktober 2019 um 19 Uhr.

Nomi Baumgartl / Horst Janssen
DIALOG | Nomi - Janssen
09.10.19  -  07.11.19

 

Eine Ausstellung im Rahmen 100 Jahre Bauhaus und Hamburger Architektur Sommer 2019

Es gab einen Aufschrei als das sogenannte „Gängeviertel“ am Valentinskamp in Hamburg 2012 abgerissen werden sollte. Aber was waren die Gängeviertel? Diese Elendsquartiere, die Brutherde für die Cholera Epidemie von 1896, mitten in der Hamburger Innenstadt waren einzigartig in Deutschland und eine Herausforderung für die Stadtplaner um Fritz Schumacher.

Andreas Feininger, Bauhaus Architekt, Fotograf und Sohn von Lyonel Feininger, lebte und arbeitete 1929 bis 1931 in Hamburg. Anhand einer Auswahl seiner Originalfotos aus dem Zeppelin Museum, Friedrichshafen und Aufnahmen anderer zeitgenössischer Fotografen, wird die Wohnungsbausubstanz um 1930 mit Schwerpunkt Gängeviertel gezeigt.

Diese ausgewiesenen Sanierungsgebiete wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sukzessive abgerissen, um hygienisch einwandfreien Wohnraum zu schaffen. So sind die Fotos Feiningers Zeugen einer vergangenen Zeit und vermitteln einen Eindruck der damaligen Wohnverhältnisse von Arbeitern, die Fritz Schumacher in Hamburg und Gustav Oelsner in Altona grundlegend erneuerten.

 In Zusammenarbeit mit der Fritz-Schumacher-Gesellschaft und der Gustav-Oelsner-Gesellschaft wird das revolutionäre Konzept von „Licht, Luft und Sonne“ des sozialen Wohnungsbaus der „Moderne“ anhand von Siedlungslageplänen und Architekturmodellen dargestellt. Die beiden Gesellschaften werden Material zum Thema „Moderne und der soziale Wohnungsbau“ für die Ausstellung in der Galerie beisteuern.

Portraitaufnahmen von Andreas Feininger sind sehr selten, deshalb sind die ausgestellten Aufnahmen der bekannten Fotografin Nomi Baumgartl zur Biografie des Künstlers eine Rarität. Sie sind die letzten des Fotografen, der stets im Dienste seiner Schwarzweiß-Fotografie stand. Über viele Jahre befreundet, sind diese Aufnahmen 1989 in New York und in seinem Studio in Connecticut entstanden.

Information zum Begleitprogramm finden Sie auf visulex.net.

Andreas Feininger | Nomi Baumgartl
Andreas Feininger: Die Hamburger Gängeviertel
09.05.19  -  27.06.19

Art of Water - Faszination Wasser: lebenserhaltend | bedrohlich

Vernissage: Donnerstag 21. März, 19 Uhr

Zerstörerisch wie lebenserhaltend fasziniert und beschäftigt Wasser die Menschheit in seinen wechselnden Erscheinungsformen seit jeher. Weil Wasser in unserem Alltag allzu selbstverständlich ist, erkennen viele nicht mehr seine existentielle Bedeutung ­­- Voraussetzung für jede Form von Leben. Dieser Stoff wird erst wahrgenommen, wenn zu viel oder zu wenig vorhanden ist. Gerade jetzt, in Zeiten des Klimawandels, der einerseits zu Wasserknappheit und andererseits zu Stürmen sowie Überflutungen führt, ist Wasser ein brisantes Thema.

Die Photographie als Medium versteht es besonders gut, die verschiedenen Formen dieses Naturstoffes festzuhalten. Die Ausstellung erzählt von der Vielgestaltigkeit dieses Elements, von bizarren Eisbergen, schäumenden Wellen, zarten Tautropfen und umhüllenden Nebel, um die Wertschätzung in unserem täglichen Umgang mit Wasser wiederherzustellen.

Künstler: Nomi Baumgartl, Hanno Kübler, Steffen Ulbrich, Sylvia von Bukow, Marcus Schwier, Carsten Rennecke, Thomas Heinser

ART OF WATER
22.03.19  -  13.04.19