Galerie-W | Zauber und Kunst

Zauberkünstler auf Postkarten

Post-  und Werbekarten sind ein fester Bestandteil der Alltagskultur.

Portraits von Zauberkünstlern oder andere Motive aus der Zauberkunst können Ansichtskarten schmücken. Deshalb gab es immer auch schon ein besonderes Interesse an ihnen.


Systematisch sind Post- und Ansichtskarten mit Motiven aus der Zauberkunst bis heute kaum betrachtet worden. Anhand der Stücke aus den Sammlungen Rawert und Witt lässt sich belegen, dass die ersten Autogramm- und Werbekarten von Zauberkünstlern bereits früh in der Entwicklung des „Phänomens Ansichtskarte“ auftauchten.

Die Ausstellung „Ansichtssachen“ zeigt über 100 Exponate aus den Sammlungen Peter Rawert und Wittus Witt.

Es erscheint dazu eine 48-seitige Katalogbroschüre. 

 

Vernissage: 17. September 2017, 15:00 bis 19:00 Uhr

Peter Rawert + Wittus Witt
Ansichtsachen
17.09.17  -  15.10.17

Unsere Welt ist von polaren Gegensätzen durchzogen und wird durch sie maßgeblich bestimmt.

Pole sind zwei komplementäre Punkte, die wie durch eine unsichtbare Achse zu einem System verbunden sind.

Das spannungsreiche Wechselspiel zwischen den polaren Extremen erzeugt eine Dynamik, die den Ausgleich der kehrseitigen Kräfte anstrebt. Dieses Prinzip scheint alle uns bekannte Lebensbereiche zu durchziehen und bleibt trotzdem auf merkwürdige Weise unfassbar, geradezu unbeschreiblich, magisch.

Die Erde dreht sich um eine Achse, die Rotation und die Gravitation schaffen ein dynamisches Gleichgewicht – von diesem kontinuierlich ablaufenden Balanceakt werden wir im alltäglichen Leben kaum tangiert, auch weil er sinnlich für uns nicht wahrnehmbar ist.
 
In ihrer Ausstellung »Pole – Verschiebung und andere sprunghafte Launen« zeigen die Hamburger Künstlerinnen Llaura I. Sünner und Sabine Mohr modellhafte, assoziative Versuchsanordnungen, um  das Prinzip der Polarität in Objekten, Skizzen, Fotos und Installationen erfahrbar und sichtbar zu machen.
 

Llaura Sünner + Sabine Mohr
POLE – Verschiebungen und andere sprunghafte Launen
18.06.17  -  10.09.17

Bilder wie Aquarien

 

In einer Art Schaukastenprinzip werden Bilder wie Aquarien oder Terrarien eingerichtet und sind so ein Teil des Gesamten geworden, in denen die Ansichten durch ein Zoom-in und Zoom-out auf künstliche Biotope freigelegt werden. Das Aquarium-Prinzip.


Rhythmische Wiederholungen bestimmen zu einem großen Teil sein Repertoire, mit dem sich Manfred Eichhorn seit mehreren Jahren beschäftigt. 

Kurz-Vita


1961        geboren in Heide/Holstein


1983–88    Studium an der Hfbk Hamburg bei Bernd Koberling; Diplom Freie Kunst

Manfred Eichhorn lebt und arbeitet in Hamburg


Vernissage


Zur Ausstellung erscheint eine Katalogbroschüre.


Zur Erföffnung am 19. März spielt Kate Shine, Electric Cello

Finissage

Die Ausstellung wird am 3. Juni 2017 um 18:00 Uhr mit einer Performance von Andy Giorbino und Krischa Weber im Rahmen des diesjährigen „blurred edges“ Festival in der Galerie-W beendet.

Manfred Eichhorn
Das Aquarium-Prinzip
19.03.17  -  03.06.17

Unmögliches sichtbar machen

 

Ralf-Rainer Odenwald kombiniert auf der Leinwand Fotodrucke und Malerei zu einer „dritten“ Sprache, die die Bildsprache der beiden Ausgangsmedien zu verblüffenden Bildinhalten führt.
Das fotografische Ausgangsmaterial wird malerisch neu komponiert, collagiert, überlagert, freigestellt und derart in Konstellationen
gebracht, das neue Motivkonglomerate von brillanter malerischer Präsenz entstehen.


Kurz-Vita



Der in Pforzheim geborene Künstler hat unter anderem bei Gotthard Graubner und Joseph Beuys studiert.

Seit 1977 ist Ralf-Rainer Odenwald freischaffender Künstler in Hamburg und Dithmarschen.

Von 1989 bis 1994 nahm er Lehraufträge für Malerei an den Fachhochschulen für Gestaltung in Darmstadt und Hamburg an. Danach war er in den Jahren 1995, 1998 und 2008 Gastprofessor an der Sommerakademie PENTIMENT, FHG Hamburg.


Auszeichnungen
2011: Kulturpreis der Stadt Meldorf


Filme
Filmporträt des NDR-Fernsehen: Eigentlich bin ich ein Gärtner, 1994
Beitrag in Kunststreifzüge des NDR-Fernsehen: Unterströmung, 1994


Odenwalds Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen des In- und Auslandes.
Er lebt und arbeitet in Schafstedt (Kreis Dithmarschen).

Zur Erföffnung spricht der Schriftsteller Heiner Egge.

 


Ausstellungseröffnung: Die Ausstellung wird am Sonntag, 13. November, 15:00 Uhr eröffnet.


Katalog: Zur Ausstellung erscheint eine Katalogbroschüre. Diese kann auch online unter www.galerie-we.de bestellt werden.

Ralf-Rainer Odenwald
Anmut und Zeit
13.11.16  -  28.02.17

 Erwartungen

Vernissage, Sonntag, 20. März 2016, 16:00 Uhr, Galerie-W

 

Eine Kunstausstellung in dem geheimnisvollen Wirkungsbereich eines Zauberers?
Erwartungen bestimmen unsere Blickrichtung und
sie stehen unerwarteten, neuen Erfahrungen durchaus im Weg.
Kann ich staunen über Unerwartetes?
Oder sehe ich nur das, was ich sowieso schon weiß?
Stelle ich mich neuen Erfahrungen?

 

Antje Bromma bringt Dinge zum Sprechen;
Doris Cordes-Vollertdenkt nach über die offenen Räume in Sockenlöchern und die unermesslichen Möglichkeiten, die in Kaffeesätzen stecken;
und Tonia Kudrass
lässt Spuren magnetisch entstehen.

Da Kunst ja auch nicht dort stattfindet, wo sie erwartet wird, fragen sich die drei Hamburger Künstlerinnen wie nah beieinander oder wie entfernt die Erwartungen bei einer Zaubervorstellung und bei einer Kunstbetrachtung liegen?
Beide zeigen und verbergen.
Beide setzen über Rätselhaftes in Erstaunen.
Beide benötigen lang trainierte Fähigkeiten.
Was eigentlich ist das Geheimnisvolle, das den Spaß ausmacht, den wir bei Zaubervorführungen erleben. Diese anscheinend äußerst belustigende Erfahrung der unzureichenden Aufmerksamkeit? Oder die beruhigende und mit befreiendem Lachen belohnte Gewissheit, dass man weder alles wissen kann noch muss?
Ein wunderbar leichter Zynismus über unsere alltägliche Blindheit.
Auf einmal
dehnen sich die Grenzen des Möglichen aus. Die schnöde Regelhaftigkeit, die wir dem Alltag oft auferlegen, mit seinem: das kann nicht sein, das geht nicht, das kann nicht wahr sein, wird leicht und spielerisch und sehr eindeutig gebrochen.
Auf einmal ist das Wunder wieder da, das wir als Kinder oft sicher unreflektierbar und hilflos erlebt haben. Und nicht nur dieser wunderbare Zauber,   -   genau genommen passiert doch um mich herum immer wieder vieles, was ich mir nicht erklären kann, was sich aber trotzdem auswirkt, was stattfindet!
Wie blind bin ich eigentlich?  Was soll ich nicht wahrnehmen, und was will ich nicht wahrnehmen?

Antje Bromma, Doris Cordes-Volert, Tonia Kudrass
Erwartungen
20.03.16  -  15.04.16

2014 fand in der Galerie-W das IMAGINARIUM seinen Ursprung als magische und zauberhafte Ausstellung von Llaura I. Sünner,
Ralf Jurszo und Tobias Sandberger, die anschließend im Stadtmuseum Pinneberg gezeigt wurde und im Juni in Hamburg-Harburg ihre Weiterentwicklung erfahren wird.
Aus dieser Zusammenarbeit entstand die Idee dreier Einzelausstellungen der Künstler, die aus dem IMAGINARIUM losgelöst aber dennoch aus ihm hervorgehend zu betrachten sein wollen: JACK, eine Figur, die in Tobias Sandbergers Arbeiten bereits als "Jack in the box" auftrat, wird nun drei mal zum Hauptthema und entsprechend der künstlerischen Ansätze beleuchtet und interpretiert werden.

Jack ist nicht nur ein Name, als Nomen steht Jack v. a. für Handwerkliches wie Wagenheber oder Stecker, als Verb meint es "winden"   und variiert mit entsprechendem Zusatz: to jack in aufgeben, to jack up erhöhen.
Die Spielkarte Jack (Bube) hieß früher knave; als man Kürzel auf den Karten einführte, befürchtete man Verwechslungen mit K, dem König/King und es kam zur Umbenennung in Jack, den einfachen Handwerker.

Von li.: Tobias Sandberger, Galerist Wittus Witt, Llaura Sünner, Ralf Jurszo

 

Jack in Profile - Llaura Sünner

Vernissage 27. April (bis 15. Mai)

 

Jack in the Woods - Ralf Jurszo

Versnissage 25. Mai (bis 12. Juni)

 

Jack in the Boox - Tobias Sandberger

Vernissage 22. Juni (bis 10. Juli)

 

Weiter Angaben unter: http://www.hamburg-veranstaltungen.org

Llaura Sünner, Ralf Jurszo, Tobias Sandberger
JACK
27.04.16  -  10.07.11

Zauberkasten "Filz", inhaltslos; Llaura I. Sünner

IMAGINARIUM
16.04.14  -  30.06.14

Zauberpflanzen, 24 x 18 cm, Gouche, Interferenz- und Leuchtfarbe auf schwarzem Leinen auf Karton; Ralf Jurszo

IMAGINARIUM
16.04.14  -  29.06.14

Jack in Profile

Llaura Sünner

Kurz-Vita:

Llaura I. Sünner wurde in Winningen/Mosel geboren. Von 1981-85 besuchte sie die Zeichenakademie Hanau mit Abschluss zur Goldschmiedin. Seit 1985 lebt und arbeitet sie in Hamburg und stellt seitdem im In- und Ausland aus u.a. in Hamburg, Wiesbaden, Dresden, Berlin, Zürich, Tokio, New York.

Zur Ausstellung:

In ihren eigenen Archiven stöbernd, stellt sich Llaura I. Sünner die Frage: mit welchem JACK, mit welcher seiner Erscheinungen, Darstellungen, Identifizierungen will sie sich auseinander setzen? Die Entscheidung fällt so schwer, dass es schlicht zu keiner kommt. So werden Arbeiten zu sehen sein, die mit möglichen JACK`s, mit möglichen Charakteren und Legenden spielen. Objekte und Reliefs aus dem von Llaura Sünner häufig verwendetem Material Filz widmen sich "JACK in profile", aber auch Zeichnungen und Aquarelle beschäftigen sich mit ihm.

Llaura Sünner
Profiling Jack
27.04.16  -  15.05.16

Ralf Jurszo

Jack in the Woods

Kurz-Vita

Ralf Jurszo ist ein deutscher Maler. Studium an der HfbK und Uni Hamburg; 1987 Gründungsmitglied von KX-Kampnagel. Ralf Jurszo lebt und wirkt in Hamburg.

Zur Ausstellung:

Ralf Jurszo’s klein- bis mittelformatige farbige Zeichnungen auf Papier und Leinwand reflektieren bestimmte Orte, die er auf seinen Rundgängen (www.lieblicher-ort.de) in und um Hamburg aufgesucht hat. Bei Tageslicht erscheinen die Exponate als realistische Landschaftsbilder. Bei der Beleuchtung mit UV-Licht jedoch scheinen sie wie farbige Monitore den Blick auf fremdartig leuchtende Szenerien frei zu geben, als wollten sie den Betrachter fragen, was er denn eigentlich sieht, wenn er etwas sieht.

Zur Eröffnung wird der Hamburger Musiker Andy Giorbino live zu hören sein. Mit ihm hat Jurszo einige Slideshows zusammengestellt, die ebenfalls zu sehen sein werden.

Ralf Jurszo
Jack in the Woods
25.05.16  -  12.06.16

Tobias Sandberger

Jack in the Boxx

Kurz-Vita

Tobias Sandberger (geboren 1965 in Stuttgart) ist ein deutscher Medienkünstler. Er lebt und wirkt seit 1990 in Hamburg.

Zur Ausstellung:

Inhaltlich, könnte man Jack als "Anti-Superhelden" bezeichnen, der trotz seiner scheinbaren Zauberkräfte, mehr re-agiert auf das, was ihm schicksalhaft und oft äußerst überraschend widerfährt, als selbstbestimmt agiert. Letztlich sind es aber immer die Geister, die er selbst rief, indem er, zu Beginn jeder Folge, aus einem kleinen schwarzen Kasten einen Kobold auf die Bühne zaubert, der ein verkleinertes Abbild seiner Selbst ist und ihn zu manipulieren versucht oder ist es umgekehrt,…?!

Die Ausstellung: JACK IN THE BOOX wird einerseits die einzelnen Phasen und Entwicklungsschritte aufzeigen, die von der ersten Idee der Figur zu den elaborierten Episoden in gebundener Form geführt haben - sie wird aber auch einen Ausblick gewähren, auf das, was aus Jack formal und inhaltlich noch alles entstehen könnte,... .

Tobias Sandberger
Jack in the Box
22.06.16  -  10.07.16